ANDREAS LÜNING


Tipps für mehr Cyber-Security

Urlaubsfotos bei Instagram posten, Geschenke online shoppen, eine Überweisung per Banking-App: Digitales Leben ist schnell und einfach, aber nicht frei von Risiken. Cyberkriminelle nutzen mehr als je zuvor jegliche Schwäche in der IT-Sicherheit gnadenlos aus. Kritische Sicherheitslücken, fehlende Updates oder Phishing-Angriffe auf arglose Menschen stehen meist am Anfang einer erfolgreichen Attacke.

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Wenn sich jemand mit dem Thema IT-Sicherheit auskennt und weiß, wie man sich ausreichend schützt, ist es Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand bei G DATA CyberDefense, einem führenden Unternehmen für IT-Sicherheitslösungen und Dienstleistungen aus Bochum. „Für Privatnutzerinnen und -nutzer wie für Unternehmen gilt: Es ist wichtig, sich stets bewusst zu sein, dass man sich in der digitalen Welt nicht sicher fühlen darf, nur weil auf dem PC oder dem Smartphone eine Antivirensoftware installiert ist. Ein solcher Schutz ist zwar der erste dringlich zu empfehlende Schritt auf dem Weg zu einem größeren Sicherheitsniveau. Dazu gehört aber zum Beispiel auch, regelmäßig Back-ups der Daten zu erstellen und die Systeme immer aktuell zu halten, also Updates zu installieren“, sagt der Experte.

Auch im Umgang mit Passwörtern tun sich viele Nutzer:innen schwer und so ist es keine Überraschung, dass Kombinationen wie „12345“ oder „password“ immer noch am häufigsten eingesetzt werden. „Anwenderinnen und Anwender sollten für jeden Service ein eigenes Passwort nutzen und Zugangsdaten nicht doppelt oder gar mehrfach verwenden. Ein Passwort sollte mindestens 20 Stellen und eine gewisse Komplexität haben“, weiß Andreas Lüning. „Außerdem sollten Nutzerinnen und Nutzer – wenn möglich –zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung wählen. Dass heißt, man benötigt zum Passwort eine weitere separate Quelle wie zum Beispiel eine App, um die Identität beim Login in ein Onlinekonto zu bestätigen.“

Wie sorglos Menschen mit dem Schutz ihrer Zugangsinformationen umgehen, geht aus einer Studie von Bitkom, dem Branchenverband der Informations- und Telekommunikationsbranche, hervor: 58 Prozent der Deutschen nutzen diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme nicht. Dabei erschwert eine Zwei-Faktor-Authentifizierung Cyberkriminellen den Zugriff auf Onlinekonten deutlich.