Für Ihren Traum, an den Olympischen Spielen in Tokio teilzunehmen, trainiert sie hart. © Alina Reh/privat

„Ich will wissen, wie schnell ich sein kann“

Ihren ersten Laufwettbewerb absolvierte Alina Reh schon als Fünfjährige, mit 17 wurde die Langstreckenläuferin zum ersten Mal Deutsche Meisterin. Ihre Stärken sind Ausdauer und ein ständiger Bewegungsdrang. Für das nächste große Ziel, die Olympischen Spielen in Tokio, trainiert die 23-Jährige 12 bis 14 Mal die Woche.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Wenn man etwas erreicht hat, auf das man lange und akribisch mit viel Disziplin hingearbeitet hat. Das Ergebnis gibt Zufriedenheit und Glücksgefühle. Dann ergibt alles Sinn, was man tut.

Was wollten Sie als Kind werden?
Verkäuferin im Supermarkt meiner Mutter. Ich habe schon während meiner Grundschulzeit dort geholfen. Die Arbeit hat mir immer Freude gemacht und ich unterstütze auch heute meine Mutter in meiner Freizeit.

Haben Sie manchmal das Gefühl, etwas zu verpassen – bei Ihnen heißt es ja, gesunde Ernährung und Training statt Party-Nächte und Katerfrühstück…
Nee, Partys waren zum Glück noch nie meins. Im Gegenteil. Ich gehe früh schlafen und stehe gerne früh auf – ich bin eher ein Morgenmensch. Zum strukturierten Training gehört auch die Regeneration, die mir nicht immer so einfach fällt. Ich würde gerne neben dem Laufen öfter Wandern und Rennradfahren gehen, aber dies passt leider selten in meinen Plan.

Was würden Sie einem jungen Menschen raten, der Profi-Sportler werden möchte?
Zum Profi- Sport kann ich nur raten, wenn man absolute Leidenschaft mitbringt. Man muss zielstrebig sein und seine Scheuklappen aufsetzten, was oftmals sehr egoistisch ist. Ambitionierter Hobbysport in einer Mannschaft oder mit Freunden ist auch richtig schön und liegt manchen besser als die Profi-Karriere. Sich gegen das Profiwerden zu entscheiden, obwohl man viel Talent mitbringt, zeigt auch Stärke!

Von Johanna Reichert

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.