Ob Bonita Grupp oder ihr Bruder in der vierten Generation den Bekleidungshersteller Trigema übernimmt, steht noch nicht fest. / Foto: © TRIGEMA

„Planlosigkeit liegt mir nicht“

Noch ist die Zukunft von Bonita Grupp nicht in Stein gemeißelt – entweder sie oder ihr jüngerer Bruder werden den Bekleidungshersteller Trigema in der vierten Generation übernehmen. Doch fest steht: Die 32-Jährige, die im Familienunternehmen die Verantwortung für das Online-Geschäft und den Personal-Bereich trägt, hat eine große Zukunft als Unternehmerin vor sich.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg ist nicht entscheidend, aber die Bestätigung, dass man etwas richtig gemacht hat, ist wichtig.

Was Ihr BWL-Studium am King’s College in London schon die Vorbereitung auf die Karriere im Familienunternehmen?

Sicherlich war das eine gute Voraussetzung für den Einstieg ins Familienunternehmen. Mit meinem Master in Wirtschaftsgeschichte an der London School of Economics habe ich aber eher mein persönliches Interessengebiet verfolgt.

Warum sind Sie ins Familienunternehmen eingestiegen?

Unsere Eltern haben meinen Bruder und mich schon in jungen Jahren in die Themen des Familienunternehmens miteinbezogen und wir sind mit der Firma aufgewachsen. Unser Haus steht auf der gegenüberliegenden Straßenseite und als Kinder haben in der Firma gespielt und später auch in den Ferien mitgeholfen.

Mussten Sie anfangs härter arbeiten, um sich zu beweisen, weil Sie die Tochter des Chefs waren?

Es war immer klar, dass wir uns Ansehen und Position erarbeiten müssen. Wenn man jung ins Unternehmen kommt, darf man auch noch Fehler machen. Ich habe in einer untergeordneten Position angefangen und mir mein jetziges Aufgabengebiet gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und meinen Eltern erarbeitet.

Was wollten Sie als Kind werden?

Familie Grupp: Wolfgang Grupp, seine Frau Elisabeth, Tochter Bonita und Sohn Wolfgang junior / Foto: © TRIGEMA

Als Kind hat mich die Design-Abteilung in unserer Firma fasziniert. Ich musste jedoch feststellen, dass meine Begabung nicht im kreativen Bereich liegt.

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Wo meine Stärken liegen, müssen andere beurteilen. Für mich ist es stets wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben. Planlosigkeit liegt mir nicht.

Wobei haben Sie außer im täglichen Business noch gern Erfolg?

Ich glaube, es ist nicht immer gut, stets nach Erfolg und Aufmerksamkeit zu suchen, sondern man muss versuchen, mit sich und seiner Umgebung im Einklang zu stehen.

Als erfolgreiche Frau findet man sich manchmal in befremdlichen Situationen wieder: Was war das Dümmste, das je zu Ihnen gesagt wurde?

Ein Politiker hat mir einmal bei einer Veranstaltung nahegelegt, dass ich mich bewusst gegen eine Familiengründung entschieden hätte, da ich aktiv in die Nachfolge eingestiegen bin.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!