Das Schönste für den 30-Jährigen Comedian: die Menschen zum Lachen zu bringen, miteinander und über sich. / Foto: © Robert Maschke

Endlich dürfen wir über uns selbst lachen

„Darf er das?“ Mit diesen drei Worten beweist Chris Tall nicht nur sehr viel Humor, sondern auch Mut. In seiner Show spricht er offen und offensiv auch Tabuthemen an – frisch, unverkrampft, äußerst humorvoll. Fast fühlt man ein Aufatmen durch die Zuschauerschaft gehen. Hier steht ein Künstler auf der Bühne, der es wagt, den geschaffenen Grenzen ins Auge zu sehen, diese zu hinterfragen und ins Komische zu lenken. Er tut dies auf eine intelligente, gewinnende Art, bleibt trotz aller vermeintlicher Respektlosigkeit sensibel und doch respektvoll. Endlich dürfen wir über uns selbst lachen. Und genau darum geht es ihm: Dass wir alle endlich wieder mehr über uns lachen. Als einer der jüngsten und erfolgreichsten Stand-upKomiker weiß Chris Tall: Seine Selbstironie ist großer Teil seines Erfolgsgeheimnisses.

Sein Rezept: Unverkrampfte Selbstironie. Seinen Durchbruch hatte der gebürtige Hamburger 2013, als er den „RTL Comedy Grand Prix“ für sich entschied und danach einige Male bei „TV Total“ zu Gast war. Der 30-jährige Chris Tall gehört heute zu den ganz Großen der Comedy-Szene. Noch vor zehn Jahren steht er als frisch ausgebildeter Versicherungskaufmann auf Deutschlands Open Stages und tut das, wofür er brennt: Stand-upComedy. „Auftreten, auftreten, auftreten!“ ist sein Rat an jeden Comedian, der Erfolg haben will.

Nur auf der Bühne lernt man, Lampenfieber zu überwinden, Sicherheit zu gewinnen – und zu improvisieren. Zusammen mit der puren Leidenschaft hat er es zum Erfolg geschafft.

Heute zählt Chris Tall zu den ganz Großen der Comedy-Szene. Hier zu sehen mit US-Schauspieler Will Smith (l.) / Foto: © RTL / Constantin Entertainment

Diese Leidenschaft führt seinen Karriereweg über die Bühnen von „TV Total“, „Willkommen bei Mario Barth“, „Genial daneben“ u. v. m. Er moderiert 2017 die „1LIVE Köln Comedy Nacht XXL“ und den „Deutschen Comedypreis“. Obwohl auch er Rückschläge durchleben muss, lässt ihn „die Liebe zu dem Beruf und der Comedy immer wieder aufstehen“.

Mehr noch: Einen Beruf auszuüben, der ihm Spaß macht – das bedeutet für ihn Erfolg und Glück zugleich.

Chris Tall weiß früh, dass Comedy sein Weg ist. Als er Mario Barth auf der Bühne in Hamburg sieht, denkt er: „Das will ich auch können!“ Doch zunächst entschließt er sich für einen sicheren, kaufmännischen Beruf. Einen Anzug zu tragen, nimmt er als Garant für „ein festes Einkommen und einen guten Job“ wahr und lacht heute über seine damalige „naive Denke“, wie er sie selbst bezeichnet.

Hinter dem Wunsch seines jüngeren Ichs, einmal einen großen Saal zu füllen, verbirgt sich dieser eine Wunsch: die Menschen zum Lachen zu bringen, miteinander und über sich. Während eines Auftritts im „Atelier Theater“ in Köln gerät er mit einer Familie in der ersten Reihe ins Improvisieren. Noch heute bezeichnet er diesen Abend als eines seiner persönlichen Highlights.

Chris Tall beim Golf spielen / Foto: ©simon-hofmann

Er weiß: In Europa führen wir alle sehr privilegierte Leben. Sich sozial zu engagieren, ist daher für Tall selbstverständlich. So unterstützt er die Organisation „Magic Moments“, welche benachteiligte Kinder in Nepal fördert. Mit den Spenden von Chris Tall und seinem Gewinn von 125.000 Euro bei „Wer wird Millionär? – Das Prominenten-Special“, wurde die „Chris Tall School“ in einem entlegenen Bergdorf gebaut.

 

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Erfolg bedeutet für Wilma Elles, sehr gut in dem zu sein, was sie macht. In der türkischen Serie „Öyle bir geçer zaman ki“ stellt sie ihr Talent unter Beweis. / Foto: SAFFET AZAK

Deutschlands unbekannter Superstar

In Deutschland kennt man ihren Namen (noch) kaum, aber: Wilma Elles ist ein Exportschlager. Sie modelte schon für Vogue, Elle und Grazia – zum Superstar machte sie aber die in mittlerweile 70 Ländern ausgestrahlte türkische Serie „Öyle bir geçer zaman ki“ (übersetzt „Wie die Zeit vergeht“). Jetzt will sich die gebürtige Kölnerin auch zu Hause in die A-Liga spielen und drehte unter anderen den Kinofilm “Die Rückkehr” mit Ralf Bauer.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich, sehr gut in dem zu sein, was ich mache – und immer besser zu sein als gestern. Das ist mir wichtiger als Geld. Erfolg ist die innere Einstellung im Wettbewerb mit sich selbst. Ich möchte kein hin und hergetriebener Ball, sondern in meinem Leben selbst die richtweisende Kraft sein. Dazu muss ich wissen, was ich will. Es ist wichtig, Entscheidungen bewusst zu treffen. Es kann auch ein Erfolg sein, auf den einen Job zu verzichten, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Oder andersrum muss man oft auf eine tiefverwurzelte Einbindung in die Umgebung verzichten, weil man immer auf Reisen ist.

Was wollten Sie als Kind werden?

Immer Schauspielerin. Ich bin immer mutig auf mein Ziel zugegangen, weil ich mir dachte, dass mir dieser Traum von oben eingegeben wurde – ich habe mir das nicht selbst ausgesucht. Es hat mich immer von innen wie von selbst angetrieben.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Viel und mit Freude und Leidenschaft arbeiten, schöne gute Gedanken pflegen, ein gutes Team aufbauen und pflegen, sich immer wieder die Ziele vergegenwärtigen, gesund leben, Chancen sehen und kreativ wahrnehmen, von anderen lernen.

Was macht Sie aus?

Die gebürtige Kölnerin Wilma will sich nun auch in Deutschland in die A-Liga spielen und drehte unter anderem einen Kinofilm mit Ralf Bauer. / Foto: Wilma Elles

Ich kann hart und sanft sein, witzig und ernst, konservativ und modern, laut und leise, ich kann stark sein und ich kann um Hilfe bitten. Ich setze mir keine Schranken.

Wie sind Sie Superstar in der Türkei geworden?

Der Anfang hierzu war in Deutschland. Ein befreundeter Regisseur hatte mich darauf gebracht, mich für eine Hauptrolle im türkischen Kinofilm “Turkish Style” zu bewerben. Zwei Jahre später empfahl mich jemand an die Regisseurin der Serie „Öyle bir geçer zaman ki“. Wenig später zog ich schon nach Istanbul.

Sie konnten aber kein Türkisch. Bekommt man da nicht Panikattacken?

Schon etwas, um ehrlich zu sein. Was dazu führt, dass ich noch mehr gearbeitet habe. Ich war Tag und Nacht mit dem Text und der Rolle beschäftigt. Da ich Wörter anfangs völlig falsch ausgesprochen habe, sind schon mal Verzerrungen in der Bedeutung entstanden. Das hat viele Lachanfälle am Set ausgelöst. Funktioniert hat es trotzdem sehr gut und war für mich der beste Schauspielunterricht. Ich habe gelernt, wirklich mit dem Herzen zu spielen.

Haben Sie türkische Wurzeln?

Nein, meine Großeltern und Eltern sind Deutsche. Ich bin die Erste mit türkischem Pass in meiner Familie. Jetzt habe ich zwei Heimaten.

Wie nervös waren Sie bei Ihrem Umzug nach Istanbul?

Ich hatte schon etwas Angst, da ich mir die Kultur viel fremder vorgestellt habe, aber dann habe ich mich sehr schnell eingewöhnt. Die deutsche und türkische Kultur passen so gut zusammen. Bei allen Aufregungen habe ich immer Rat bei meiner Mutter eingeholt. Dafür bin ich ihr so dankbar und denke immer noch viel an ihre Worte.

Sie drehen sowohl in Deutschland, wo Sie auch wieder leben, dazu nach wie vor in der Türkei und sogar in den USA. Wie schafft man das als alleinerziehende Mutter von sechsjährigen Zwillingen?

Zum Glück hatte ich immer eine sehr gute Babysitterin an meiner Seite und seit einem Jahr ist auch mein bester Freund mehr eingebunden. Ohne ihn würde es nicht gehen. Meine Kinder sind begeistert, da er sehr viel Sport mit ihnen macht. Außerdem sind sie perfekt eingebunden in ihre Kita in Berlin und ich nehme sie sowieso zu 75 Prozent überall mit hin. Die Zwillinge sind das Set-Leben gewöhnt.

Ihr Beruf lässt sich wunderbar mit ihren Zwillingen vereinbaren, so die Schauspielerin. / Foto: SAFFET AZAK

Gibt es bei Ihnen nach der Trennung von Ihrem Mann wieder jemand Besonderes?

Ja, den gibt es. Jemand, der extrem positiv ist und besonders bei schwierigen Aufgaben immer sagt: Das macht mir viel Spaß. Die Lebenslust ist sofort spürbar.

Würden Sie nochmal heiraten?

Ich habe nie richtig geheiratet. Es gab nur eine kleine Zeremonie. Aufgrund all der Horrorgeschichten über Scheidungen reizt mich eine Heirat nicht besonders. Aber wer weiß, vielleicht traue ich mich irgendwann zu einer Trauung! Das wäre natürlich wunderschön, da ich gerne noch weitere Kinder hätte.

Wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?

Ich nehme meine private Situation mit Gelassenheit und viel Freude am Moment. Da ich schon zwei Kinder habe, habe ich keine Torschlusspanik mehr, sondern kann mich auf meinen Beruf konzentrieren, der sich wunderbar mit den Zwillingen vereinbaren lässt. Ich erkunde oft Rollen im Spiel mit ihnen und versuche immer vieles miteinander zu verbinden. Wenn sie in der Kita sind, erledige ich Büroarbeit. Zwischenzeitlich, zur körperlichen Betätigung räume ich auf, dabei telefoniere ich. Auf dem Weg zum Supermarkt lerne ich Text, mache mir Gedanken über meine Rolle und dann sind wir alle zusammen auf Reisen.

 

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Ihren Werdegang hat Alice Brauner nicht geplant. Sie wurde zum Einstieg ins Filmgeschäft 2005 einfach ins kalte Wasser geschmissen. Resultat: Ein beachtlicher Karriereweg als einer der rfolgreichsten Filmproduzentinnen Deutschlands. / Foto: CCC Filmkunst/ Daniela Incoronato

Liebe und Leidenschaft aktivieren und los geht’s!

Diese Berlinerin gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzentinnen Deutschlands. Die Journalistin und Geschäftsführerin der CCC Filmstudios Dr. Alice Brauner führt das filmische Erbe ihres Vaters Artur Brauner fort und hat sich zugleich längst von ihrem verstorbenen Vater beruflich emanzipiert.

Für Dr. Alice Brauner bedeutet Erfolg, im Leben eine gute und ausgeglichene Balance zwischen dem zu schaffen, was einem einerseits privat wichtig und wertvoll ist, andererseits geschäftlich ökonomisch sinnvoll erscheint. Es ist wichtig, eine gesunde und glückliche Familie zu haben, und diese mit beruflichem Erfolg in Einklang bringen zu können, ohne dass dabei jemand oder etwas zu kurz kommt. „Meine Familie, meine Söhne, und einige Freundschaften sind mein Lebenselixier und mein beruflicher Erfolg ist das I-Tüpfelchen darauf.“

Sie wollte als Kind bereits Journalistin werden, weil sie schon als kleines Mädchen gerne geschrieben hat. „Ich war sehr neugierig, habe schon früh viel gelesen. Für mich gab es gar keinen anderen Weg. Ich habe mich für Geschichte, politische Wissenschaften und Romanistik entschieden.“

Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört das Lesen. Sie berichtet von ihrer Büchersendung, die sie ein Jahr lang auf n-tv hatte.

„Jede Woche ein Buch lesen zu dürfen und dann den entsprechenden Autor bzw. die Autorin zu interviewen, das empfand ich als puren Luxus.“

Ausschlaggebend für Ihre Berufswahl war ihre Mutter, die ihr in ihrer Jugend sehr viel von der Journalistin Oriana Fallaci erzählt hat. Sie hat viel recherchiert und diese Journalistin sehr bewundert. So wollte sie auch werden. „Ich habe klein angefangen, beim Spandauer Volksblatt, was mir enorm Spaß machte.“ Ihren Werdegang hat sie nicht geplant, sondern wurde aufgrund von Anfragen in die Bahnen gelenkt.

Die Familie ist für die Filmproduzentin das Lebenselixier. Hier gemeinsam in Kindertagen mit ihrem Vater Artur Brauner. / Foto: privat

Ihren Einstieg ins Filmgeschäft war im Jahr 2005/6, als der Herstellungsleiter bei der Filmproduktion DER LETZTE ZUG ausfiel und sie die Produktion auf Wunsch ihres Vaters übernehmen sollte. Sie wurde sozusagen ins eiseskälteste Wasser geschmissen und hat ein Jahr lang von der Pike auf alles gelernt und musste sich viel selber beibringen. „Ich hätte mir nie vorstellen können, einmal Filmproduzentin zu werden. Zum einen, weil ich nie mit meinem Vater zusammenarbeiten wollte und zum anderen, weil es in Deutschland sehr wenige unabhängige Filmproduzentinnen gibt.

Man muss sich da in einem noch immer überaus männerdominierten Bereich durchsetzen und braucht dazu einen unglaublich starken Willen.“

Rückschläge auf Ihrem Karriereweg gibt es für Frau Dr. Brauner nicht. Sie hat bereits von ihrem Vater beigebracht bekommen, immer wieder aufzustehen und sich niemals unterkriegen zu lassen. „Auch wenn es sehr abgedroschen klingt: Ein Rückschlag bringt uns am Schluss weiter, sofern wir darüber nachdenken, was falsch gelaufen ist und was man hätte besser machen können.“ Auch die Rückschläge, die sie erlebt hatte, empfindet sie als wichtig. Die Vorurteile gegen sie, dass durch ihre Herkunft ihr beruflicher Werdegang einfacher gewesen wäre und sie den Erfolg in die Wiege gelegt bekommen hat, findet sie absurd. „Als Tochter muss man sich viel stärker durch seine eigenen Leistungen hervorheben. Das kann sehr mühsam sein, weil man dabei auch manchmal sein ehrliches Ich aus den Augen verliert und sich vorkommt, als müsse man der Branche und der Gesellschaft fortwährend und über ein normales Maß hinaus beweisen, dass man sich seinen Erfolg durch eigene Qualitäten erarbeitet hat.“

Gerade im Filmgeschäft braucht man ein dickes Fell, erzählt Dr. Alice Brauner. Man bekommt so viele Absagen bei Projekten, an denen man zum Teil jahrelang gearbeitet hat – weil das Geld nicht da ist oder weil das Thema im Moment nicht passt. „Man glaubt einen sensationellen Stoff oder einen Besteller entdeckt zu haben und weiß, dass er die Welt bewegen wird und es dann nicht schafft, das Projekt auf die Beine zu stellen.“ Da können einem schon mal Zweifel kommen, ob man überhaupt das Richtige macht. Aber diese Zweifel vergehen relativ schnell wieder, wenn auf der anderen Seite ein Erfolgserlebnis da ist.

Einen markanten Wendepunkt gab es, als ihr Vater sie in die Firma holte. Bis dahin war sie eine recht erfolgreiche Journalistin und Moderatorin. 2005 sollte sie mit einem Mal einen großen Kinofilm zu Ende produzieren, DER LETZTE ZUG, obwohl sie das vorher noch nie gemacht hatte. Ein Jahr schlaflose Nächte, dunkelschwarze Augenringe, irrationale Panikattacken, Deo freie Schweißanfälle. Aber am Ende ist alles gut ausgegangen und der Schritt in die nächste Karriere hatte für Dr. Alice Brauner begonnen. Diesen September feierte die CCC Filmkunst ihr 75-jähriges Jubiläum.

In ihrem SPIEGEL-Bestseller „Also dann in Berlin …“ beschreibt sie die Überlebens-, Flucht- und Lebensgeschichte ihrer heute verstorbenen Eltern. / Foto: CCC Filmkunst

Nun legt sie basierend auf neuen Familiendokumenten eine berührende Biografie mit ihrem Buch „Also dann in Berlin…“ über die Ehe ihrer beiden Eltern vor. Darin beschreibt sie abseits von roten Teppichen und Filmerfolgen ihres Vaters die Überlebens-, Flucht- und Lebensgeschichte von Maria und Artur Brauner. Dieses ist Ihr persönliches Highlight in Ihrer Karriere. Vor allem weil es gerade erst in kürzester Zeit zum SPIEGEL-Bestseller geworden ist. „Als meine Mutter gestorben ist, habe ich schon angefangen zu schreiben. Als dann auch noch mein Vater starb, war für mich klar, dass ich die Geschichte meiner Eltern aufschreiben muss.“ Sie wollte ihren Eltern ein Denkmal setzen, das sie absolut verdient haben. Und damit setzt Dr. Alice Brauner nicht nur ein Denkmal, sondern tut auch noch etwas Gutes. Denn alle Einnahmen daraus gehen an Yad Vashem und das DFF – Deutsche Filminstitut Filmmuseum –DFF, Institutionen zu denen ihre Eltern eine besondere Verbindung hatten.

Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis lautet: „Ich versuche, schnell wieder nach vorn zu schauen. Ich bin glücklicherweise ein durch und durch positiv eingestellter Mensch. Diese gute Eigenschaft wurde mir in die Wiege gelegt, und ich denke, diese Fähigkeit zur Resilienz und zum positiven Denken machen das Geheimnis aus. Außerdem Geduld, Ausdauer, innere Stärke, Rückgrat und Anstand.“

 

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Der mehrfache Unternehmensgründer Dr. Stefan Kloth ist im norddeutschen Raum gut vernetzt. / Foto: osteolabs GmbH

Explosive Mischung

Dr. Stefan Kloth hat sowohl BWL als auch Physik studiert und ist damit in seiner Generation ein Exot. In seinen Firmen hält es ihn nie länger als 10 Jahre. Das nächste Projekt hat er schon im Blick: einen Sprengstofftest.
Was wollten Sie als Kind werden?

Zuerst Forscher, weil ich mit 13 an „Jugend forscht“ teilgenommen habe. Mit 16, 17 wollte ich Unternehmer werden, weil ich elektronische Bausätze verkaufen wollte. Dazu ist es aber nicht gekommen, weil es dafür keinerlei Unterstützung von meinen Eltern gab.

Trotzdem haben Sie diesen Wunsch nach dem Studium verwirklicht.

Ja, obwohl ich zu Beginn des Studiums noch keinen klaren Berufswunsch hatte. Ich wählte Physik, weil man damit so viel machen kann. Erst während des letzten Teils des Studiums fühlte ich, dass ich mich selbständig machten wollte. Nur womit? Darauf hatte ich noch keine Antwort.

Deswegen haben Sie sich zunächst doch für eine Beschäftigung als Arbeitnehmer entschieden.

Genau, als Vertriebsingenieur bei Philips in Hamburg. Mich hat damals schon mehr der Vertrieb als die Technik interessiert. Seit meinem Auslandsstudium in England wusste ich, dass ich nicht in einem Labor arbeiten wollte.

Mit 25 Jahren machten Sie sich dann selbstständig und gründeten den Kontaktlinsen-Versand „Lenscare“. Wie kommt man als Vertriebsingenieur bei Philips darauf, sich mit so einer Idee selbstständig zu machen?

Herr Dr. Kloth (r.) zusammen mit Herrn Prof. Dr. Anton Eisenhauer (l., Head of Research und Gründer von osteolabs GmbH) / Foto: osteolabs GmbH

 

Ich war Kontaktlinsenträger und fand diese kleinen Plastikschalen immer so teuer. Ein teures, aber kleines Produkt, das sich gut versenden lässt – das war für mich der ideale Einstieg in den Versandhandel. Das Wort „E-Commerce“ gab es damals noch nicht.

Im Jahr 2000 standen Sie mit „Lenscare“ kurz vor dem Börsengang, als die Blase am Neuen Markt platzte. Wie sehr traf Sie der Crash?

Wir hatten erhebliche Mittel und Energie für dieses Projekt verwendet. Dann kam eine lange Rezession und die Investoren hielten uns nicht mehr die Treue. Wir sind stattdessen auf Banken und Venture Capital Geber zugegangen. Aber das war natürlich eine ganz andere Bewertung, nämlich eine richtig miese. Das heißt, es war schon auch ein tiefer Rückschritt. Später habe ich das Unternehmen verkauft. Danach hatte ich Zeit und habe Betriebswirtschaft studiert und promoviert.

Dachten Sie damals daran aufzugeben?

Ja, mit Sicherheit.

Was war Ihre Motivation, trotzdem durchzuziehen?

Zunächst mal war „Lenscare“ meine einzige Einkommensquelle und ich war relativ jung, hatte also noch kein Vermögen aufgebaut. Außerdem waren da die ganzen Mitarbeiter. Hätte ich aufgegeben, hätte das ja auch sie betroffen. Da musste ich einfach weitermachen. Ich brauchte damals mit 31 Jahren ja auch nicht viel Geld. Es gab noch keine Familie zu finanzieren.

Prof.Eisenhauer & Minister_Buchholz_ & Dr.Kloth_Bueroeroeffnung2001

Gab es einen Mentor, der Sie am Anfang Ihrer Selbstständigkeit unterstützte?

Ja, den Direktor einer Großbank in Hamburg. Der sorgte dafür, dass es mit dem Kredit immer flutschte, wenn ich zu einem seiner Sachbearbeiter ging. Er war auch Kontaktlinsenträger und fand meine Idee gut. Ich musste für die Kredite natürlich trotzdem persönlich haften. Aber immerhin bekam ich überhaupt welche.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich aus heutiger Sicht raten?

Nicht so sehr auf Berater zu hören. Ich gewichte Stimmen heute anders und reflektiere mehr, was andere Menschen sagen. Damals habe ich vieles einfach geglaubt. Woher sollte ich es mit 31 Jahren auch besser wissen? Meine Eltern waren ja keine Unternehmer. Die hatten schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich bei Philips gekündigt hatte.

Was hat Sie trotz der Rückschläge zu einem erfolgreichen Unternehmer gemacht?

Der Glaube ans eigene Produkt ist ganz entscheidend. Und man muss sich mit den Details auskennen, auch wenn die Firma 20, 30, 40, 50 Mitarbeiter hat. Denn kein Mitarbeiter kann mir die Verantwortung gegenüber dem Finanzamt abnehmen. Sparsamkeit ist auch wichtig. Ich sitze an einem Schreibtisch von Ikea, den wir selbst aufgebaut haben. Ich brauche keine Innenarchitekten.

Sie betreiben mit osteolabs seit 2018 eine Firma, die sich auf Schnelltests für Zuhause zur Früherkennung von Osteoporose spezialisiert hat. Wie kommt man von Kontaktlinsen zu Knochenschwund?

Durch persönliche Kontakte und durch Zufall. Ich habe mir hier im norddeutschen Raum einen Namen gemacht als jemand, der sowohl technisch als auch betriebswirtschaftlich affin ist. Damit bin ich in meiner Generation ein Exot, denn zu meinen Studienzeiten war die Kombination von Physik und BWL nicht möglich. Ich bin also gut vernetzt. Deswegen werden mir Themen angetragen, die technisch interessant sind und ich prüfe dann, was sich ökonomisch daraus machen lässt. Beim OsteoTest, der online bestellt und per Post versandt wird, kommen mir meine Erfahrungen von LensCare natürlich sehr zugute.

Welche beruflichen Pläne haben Sie für die Zukunft?

Ich bleibe nirgends länger als zehn Jahre. Wenn irgendwann die Controller kommen, um aus 90 Prozent Effizienz 99 Prozent zu machen, bin ich weg. Das finde ich furchtbar langweilig.

Also, was kommt als nächstes?

OsteoTest / Foto: osteolabs GmbH

Ein Sprengstoffspurentest, den ich mit dem Institut für organische Chemie der Universität Kiel entwickle. Da sind wir aber noch ganz am Anfang, bis zur Marktreife muss noch viel geforscht werden. Insofern passt das ganz gut zu meinen Plänen bei OsteoLabs.

Oha. Welchen Luxus gönnen Sie sich? Möbel sind’s ja nicht.

Auch keine Rolex und kein Porsche. Ich wohne hier in Kiel in der ersten Reihe mit Blick auf die Ostsee. Wenn ich schwimmen gehen möchte, bin ich sofort am Wasser. Das ist für mich Luxus. Und ich gehe gern schön essen. Wobei da ab einem gewissen Rechnungsbetrag der BWLer in mir durchkommt, der nach dem abnehmenden Grenznutzen fragt. Man kann für 300 € mit der Familie sehr schön essen, es muss nicht 500€ kosten.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eine eigene Finca im Süden wäre toll. Da würde ich Wein anbauen und mit dem Trecker über meinen eigenen Weinberg fahren. Generell möchte ich aber keine Besitztümer sammeln, denn was du besitzt, besitzt dich. Es ginge mir nur um den Spaß an der Freude.

 

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Monica Lierhaus war die erste Frau im Deutschen Fernsehen, die die Sportschau mit der Fußball-Bundesliga moderierte / Foto: Agentur Baganz

Erfolg hat viele Facetten

Wer an Monica Lierhaus denkt, sieht sofort die Frau mit den roten Haaren vor sich. Sie hat das Frauenbild der Sportmoderation im TV positive verändert. Ein Erfolg für die Frauen an sich aber speziell für sie.

Schon sehr früh wusste Lierhaus, dass sie einen Beruf einschlagen würde, der mit der Deutschen Sprache zu tun hat. Lehrerin oder Journalistin waren die Optionen. Schon während ihres Studiums arbeite sie beim Radio. Der Sprung zum Fernsehen kam über ein Praktikum bei SAT1 Hamburg. „Rückblickend betrachtet, war das der Grundstein meiner journalistischen Laufbahn.“ Der entscheidende Schritt war aber, als sie zur Sportschau gerufen wurde. „Das war der Durchbruch für mich. Ich war damit die erste Frau im Deutschen Fernsehen, die die Sportschau mit der Fußball-Bundesliga moderiert hat.“

Als Vorreiterin musste sie sich auch über viele Vorurteile hinwegsetzen. Was sie mit Erfolg machte. „Ich habe einen sehr hohen Qualitätsanspruch an mich selbst aber auch an alle anderen um mich herum. Sicherlich habe ich mir damit nicht nur Freunde gemacht. Doch so bin ich. Zudem habe ich die Fähigkeit, das Wesentliche herauszufiltern und auf den Punkt zu bringen.“ Mit ihrem Können und ihrem Charme hat sie sich in der Männerdomäne durchgesetzt. Ohne Zweifel hat Monica Lierhaus beruflich Erfolg gehabt.

Monica Lierhaus gemeinsam mit Lothar Matthäus (l.) und Franz Beckenbauer (r.) / Foto: Sky

Rückschläge im Job gab es für sie nicht. „Wenn sich eine Tür schloss, dann tat sich eine andere auf,“ so Lierhaus. Doch ihren persönlich größten Rückschlag erlebte sie 2009. Bei einer Operation an einem Hirn-Aneurysma gab es Komplikationen und Monica Lierhaus lag vier Monate im künstlichen Koma. „Ich war danach auf dem Stand eines Kleinkindes. Alles musste ich neu lernen. Ich konnte ja nicht einmal aufrecht sitzen.“ Für sie begann der Kampf um ihren persönlichen Erfolg. „Beruflich gesehen war ich immer ein Einzelkämpfer. Doch diese Zeit hätte ich nicht ohne meine Familie so gut bewältigen können. Die andere Seite ist natürlich, einen gewissen Eigenantrieb zu haben.“

Natürlich hat sich ihr Leben nach diesem Vorfall verändert. „Es war schrecklich, meine Selbstständigkeit verloren zu haben und auf andere Menschen angewiesen zu sein.“ Monica Lierhaus hat es geschafft, wieder ins Leben zurückzufinden. Sie nimmt sich Zeit für sich. „Wenn ich aufs Wasser gucken kann, finde ich Ruhe. Aber ich brauche auch meine Arbeit. Zumal sie mir nach wie vor Spaß macht.

Beim Blick aufs Wasser findet sie Ruhe. / Foto: privat

Ihr ist es wichtig, anderen Menschen zu zeigen, wie man Krisen bewältigen kann. „Deshalb habe ich auch eine Vortragsreihe erarbeitet mit dem Titel: Wer nach den Sternen greift, wird niemals mit einer Hand voll Dreck enden!“ Erfolg hat für Monica Lierhaus viele Facetten und sie ist davon überzeugt, dass man sein Ziel erreicht, wenn man gradlinig und konsequent seinen Weg weitergeht.

 

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Der Sinn fürs Unternehmertum liegt dem 74-Jährigen im Blut. Schon als Kind wusste der gebürtige Berliner, dass er einmal Unternehmer werden will. / Foto: KPM Berlin

Ein Gespür für das Richtige

Bankier, Hotelier, Porzellan-Produzent, Autosammler: Jörg Woltmann beweist bei nahezu allem, was er anfasst, ein gutes Händchen

Jörg Woltmann weiß, was Kunden wollen: 1979 gründete der gebürtige Berliner mit einem Partner die Privatbank ABK Allgemeine Beamten Bank AG, deren Angebot ganz auf die Bedürfnisse von Beamten und Angestellten aus dem Öffentlichen Dienst zugeschnitten ist und deren Alleinaktionär er heute ist. 2006 übernahm er die angeschlagene Königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin und machte sie wieder zu den ersten Adressen für Liebhaber von edlem Geschirr. Außerdem betreibt der Bundesverdienstkreuzträger vier Hotels in Berlin, Potsdam und Thüringen, in denen die Gäste nach allen Regeln der Kunst verwöhnt werden. Dass er künftige Entwicklungen richtig einschätzen kann, bewies der inzwischen 74-Jährige aber schon zu Studienzeiten, als er während der Ölkrise mehrere Autohäuser in Berlin kaufte, um sie nach dem Studium gewinnbringend wieder zu verkaufen. Der Sinn fürs Unternehmertun liegt bei ihm in der Familie.

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie Unternehmer werden möchten?

Ich wusste schon als Kind, dass ich später Unternehmer werden will, weil meine Mutter auch selbstständig war und die Unabhängigkeit liebte.

Trotzdem sind Sie zunächst in eine andere Firma eingetreten. Warum?

Ich war nach dem Abitur überzeugt, dass eine Banklehre eine solide und umfassende Grundlage für das spätere Berufsleben ist. Deshalb habe ich mich im Bankhaus Hermann Lampe zum Bankkaufmann ausbilden lassen.

Damit sollten Sie Recht behalten, denn Sie haben später eine eigene Bank gegründet. War das Ihr wichtigster Karriere-Schritte?

Die königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin rettete er vor der Insolvenz. / Foto: KPM Berlin

Ja, absolut. Die Gründung der Allgemeinen Beamten Bank im Jahre 1979 war für meine Karriere entscheidend, weil sich daraus alle weiteren unternehmerischen Tätigkeiten entwickelt haben.

Gab es weitere Highlights in Ihrer Karriere?

Ja, der Kauf der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin 2006 war auch etwas ganz Besonderes. Das Unternehmen stand damals kurz vor der Insolvenz.

Gibt es auch einen privaten Kauf, an den Sie sich gern erinnern?

Ich habe mir vor 25 Jahren einen Mercedes 300 SL Roadster geleistet. Mit 12 Jahren hatte ich bei der Hochzeit eines befreundeten Ehepaares meiner Mutter Blumen gestreut. Das Hochzeitsgeschenk an die Braut war so ein 300 SL. Das war 1959. Seitdem fasziniert mich dieser Wagen.

Sind Sie generell ein Oldtimer-Fan?

Ja! Inzwischen besitze ich eine ganze Sammlung an alten, aber auch neuen Autos.

Welche Rolle spielt sozialer Status auf dem Weg zum Erfolg?

Generell spielt der soziale Status meines Erachtens keine entscheidende Rolle mehr. Bei mir war es natürlich so, dass meine Mutter schon selbstständig war und mir das Unternehmer-Gen weitergegeben hat.

Jörg Woltmann legt bei seinen Führungskräften neben Fachkenntnissen besonders viel Wert auf soziale Kompetenz. / Foto: KPM Berlin

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Ich stelle mich nicht in den Vordergrund, suche in den Leitungspositionen Mitarbeiter, die besser sind als ich. Ich glaube, dass ich über eine hohe soziale Kompetenz verfüge. Ich verlasse mich überwiegend auf mein Bauchgefühl.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?

In allen meinen unterschiedlichen Unternehmen ist es wichtig, dass ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe, denen ich vertrauen kann und die in meinem Sinne die Vision umsetzen.

Wie wählen Sie Führungskräfte in Ihren Unternehmen aus?

Neben den Fachkenntnissen ist soziale Kompetenz für mich sehr wichtig. Denn ich möchte, dass meine Führungskräfte ihre Teams kollegial leiten – das ist auch ein Anspruch, den ich an mich selbst stelle.

Wie würden Sie Ihr Erfolgsgeheimnis zusammenfassen?

Normal bleiben, niemanden überfordern, soziale Kompetenz zeigen und die preußischen Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit und Ehrlichkeit leben.

Was ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?

Nie aufgeben, auch nicht bei Rückschlägen.

Was treibt Sie persönlich beruflich weiter voran?

Koenigliche Porzellan Manufaktur, Berlin

Der Erfolg und die Umsetzung von Visionen.

Gibt es noch ein berufliches Ziel, das Sie unbedingt erreichen möchten?

 

Nein. Ich habe keine Sehnsüchte mehr. Ich habe mehr erreicht, als ich mir je vorgestellt habe.

Wenn Sie einen Blick auf Ihre bisherige Karriere werfen: Würden Sie Ihrem Jüngeren Ich trotzdem raten etwas anders zu machen?

Ja, da fällt mir etwas ein: In den Anfangszeiten meines Unternehmertums sollte man nicht so naiv sein zu glauben, andere Unternehmer wollten das Beste für dich – und nicht nur für sich selbst. Junge Menschen sollten sich selbst treu bleiben und den Geschäftspartner nicht versuchen zu überfordern. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Mein väterlicher Freund Prof. Dr. Siegfried Stange. Er war der Lebensgefährte meiner Mutter, nach dem Studium hatte ich das Glück mit ihm arbeiten zu dürfen. Ohne ihn hätte ich mir nicht zugetraut, mit 32 Jahren eine eigene Bank zu gründen.

Apropos Partner: Wie wichtig ist ist der auf dem Weg zum Erfolg?

Der richtige Partner hält den Rücken frei und organisiert das Privatleben. Da man, wenn man nach Hause kommt, Sorgen nicht an der Garderobe abgeben kann, ist es wichtig, dass man in ein Gesicht schaut, in dem die Mundwinkel nach oben und nicht nach unten zeigen. Deswegen sind Beruf und Privatleben für mich auch nicht zu trennen.

Was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?

Ich gehe täglich schwimmen und zweimal pro Woche in die Sauna. Da entspanne ich und überdenke alles.

Wenn Sie nicht das geworden wären, was Sie heute sind, was wären Sie dann?

Dann wäre ich in der Immobilienbranche selbstständig, weil ich gerne historische Gebäude saniere.

 

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Das 29-jährige Nachwuchstalent der Filmbranche bleibt bescheiden und plant keine Karriere als Blockbuster-Regisseur in Hollyood. / Foto: Murad Abu Eisheh

Auf dem richtigen Weg

Durch den Gewinn des Studenten-Oscars steht der Regisseur Murad Abu Eisheh in einer Reihe mit Regie-Legenden wie Spike Lee. Trotzdem ist Hollywood für ihn vorerst kein Thema.

Mit der „Movie meets Media“ veranstalten die Macher dieser Zeitschrift eines der größten Events der Filmbranche in Deutschland. Deswegen ist es uns wichtig, auch Nachwuchstalente vorzustellen. Als einer der großen Hoffnungsträger gilt spätestens seit dem 21. Oktober der Regisseur Murad Abu Eisheh. An diesem Tag verkündete die US-amerikanische Academy of Motion Picture Arts and Science, dass sein Film „Tala’vision“ den Student Academy Award 2021 in Gold gewonnen hat, den sogenannten Studenten-Oscar. In dem knapp halbstündigen Film geht es um die zerstörte Kindheit eines Mädchens in vom Islamischen Staat besetztem Gebiet.

Mit dem Gewinn steht der 29-Jährige nun in einer Reihe mit Regie-Stars wie John Lasseter („Toy Story“), Spike Lee („Malco

Murad Abu Eisheh ist der erste Regisseur aus der arabischen Welt, der jemals einen Oscar für einen szenischen Film gewann. / Foto Privat

lm X“) und Cary Fukunaga („James Bond – Keine Zeit zu sterben“), die zu Beginn ihrer Karriere ebenfalls den Studenten-Oscar gewannen. „Das fühlt sich immer noch wie ein Traum an“, erzählt der angehende Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg lachend. „Richtig glauben werde ich es erst, wenn ich die Statue in den Händen halte, die Bekanntgabe fand ja ausschließlich digital statt.“

Er ist der erste Regisseur aus der arabischen Welt, der jemals einen Oscar für einen szenischen Film gewann. Seine Mutter brach bei der Nachricht in Tränen aus, natürlich ist die ganze Familie ungeheuer stolz. Dabei waren seine Eltern anfangs nicht begeistert von seinen Karriereplänen: „Mein Vater wollte, dass ich Arzt, Anwalt oder Ingenieur werde, statt mich einer vermeintlich brotlosen Kunst zu widmen“, grinst der Jordanier. Inzwischen stehen alle hinter ihm, und zwar nicht erst seit seinem jüngsten Erfolg.

Bei der Bekanntgabe, dass Murad Abu Eisheh mit seinem Team den Student Academy Award 2021 in Gold gewinnt. / Foto: privat

Schon 2015 konnte der Regisseur Murad Abu Eisheh sein Können erstmals einer breiten Öffentlichkeit zeigen, als er von der jordanischen Regierung beauftragt wurde, Werbespots für die nationalen Streitkräfte
zu drehen. „Das war in der Hochphase des Kriegs gegen den IS“, erinnert er sich. „Es ging darum, der Bevölkerung das Gefühl zu vermitteln, dass die Streitkräfte in der Lage sind, sie und das Land zu schützen.“ Trotz des Gewinns des Studenten-Oscars plant Murad Abu Eisheh keine Karriere als Blockbuster-Regisseur in Hollywood: „Ich möchte mich auch weiterhin den Geschichten widmen, die mich interessieren.

 

Ich habe keinen großen Traum, sondern folge einfach dem Weg, der vor mir liegt, wohin der mich auch führen mag.

Die nötigen Entscheidungen treffe ich unterwegs.“ Erfolg, da ist sich der Studenten-Oscar-Gewinner sicher, sei langfristig sowieso nicht planbar.

 

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Das Motto von Oleksandr Kotsyuba: „Durch Digitalisierung und Innovationen zur Nachhaltigkeit: Aufgeben – keine Option!“ / Foto: privat

Erfolgreich durch die Pandemie dank motiviertem Personal

Als Anbieter von Reise- und Software-Lösungen hatte es Oleksandr Kotsyuba in den letzten zwei Jahren nicht leicht, sollte man glauben. Aber der Unternehmer hat die Krise gemeistert – vor allem durch den Einsatz seiner Mitarbeiter.

Egal, welche Statistik mit den am stärksten von Corona betroffenen Branchen man sich ansieht, eine steht immer ganz oben: der Tourismus. Mit Ausbruch der Pandemie war Reisen nahezu unmöglich geworden und die Branche praktisch tot. Aber mit seiner entdecke.net DMC GmbH aufzugeben, kam für Oleksandr Kotsyuba nicht infrage. Seine Firma ist spezialisiert auf das B2B-Geschäft mit weltweiten Sportreisen sowie Kultur- und Aktivreisen in mehr als 20 Ländern Mittel- und Osteuropas.

Weil Kotsyuba an den langfristiges Erfolg seines Geschäftsmodells glaubte, entschied er sich, seinen Mitarbeitern an den acht Standorten von Deutschland bis Aserbaidschan eine Perspektive zu bieten und nahm einen Kredit auf, um sein Unternehmen durch die Krise zu bringen. „Die Mitarbeiter mussten das Gefühl bekommen und daran glauben, dass ihr Arbeitsplatz nicht nur heute und morgen sicher ist, sondern auch für die nächsten Monate und das nächste Jahr“, erklärt er seine Entscheidung. Außerdem hat jeder Angestellte weit mehr Verantwortung als üblich bekommen. „So waren die Mitarbeiter enorm motiviert und dankbar.

Im Nachhinein bin ich froh, so gehandelt zu haben“, sagt der Firmengründer. Denn dank der Leistungen seiner Mitarbeiter konnte er sich auch in Krisenzeiten über Erfolge freuen: „Im einen Teilbereich der Sportreisen hatten wir 2020 das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Nie zuvor haben wir so viele Sport-Mannschaften, Clubs, Verbände betreut oder bei der Buchung von Hotels, Transfers und Verpflegung unterstützt. Und das nicht nur in Osteuropa, sondern europaweit.“

Respekt und Vertrauen steht bei dem Unternehmer immer an erster Stelle. / Foto: privat

Voll auf die Mitarbeiter setzte Kotsyuba auch bei seinem zweiten unternehmerischen Standbein BITECC.de, dessen Software anderen Firmen hilft, Prozesse im Backoffice zu vereinfachen oder auszulagern. Auch hier bekamen alle Angestellten während der gesamten Pandemie das volle Gehalt, ohne Abstriche, Zwangsurlaub oder Kurzarbeit. „Obwohl einige unserer Kunden pleite gingen, konnten wir das verlorene Geld und die Umsätze kompensieren. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir alle stolz sind“, verrät der Unternehmer, der inzwischen schon wieder genug Mut hat, neue Pläne zu schmieden: „Ich baue ein Unternehmen, das Beratung im Bereich „Digitale Transformation“ anbieten und Produkte zu den Themen Digitalisierung, Innovation und Sustainability auf den Markt bringen wird.“

Worauf es dabei vor allem ankommt, steht für Oleksandr Kotsyuba schon jetzt fest: „Auf die richtige Personalführung und motivierte Mitarbeiter natürlich!“

 

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Nach der Friseurausbildung folgte das Mathematikstudium, dann der Doktortitel in Physik – nun ist sie Analog-Astronautin: Dr. Carmen Köhler. / Foto: © Florian Voggeneder

“Ich will Abenteuer leben”

Waschen, föhnen, legen – das hätte der berufliche Alltag von Dr. Carmen Köhler werden können. Ihre Karriere begann mit einer Ausbildung im Friseur-Salon. Heute hat die gebürtige Berlinerin einen Doktortitel in Physik und eine eigene Firma, die sich mit Wetter- und Erdbeobachtungsdaten beschäftigt. Außerdem wurde die 41-Jährige vom Österreichischen Weltraum Forum als Analog Astronautin ausgewählt. Für eine Mars-Mission ist sie bereits bestens gewappnet, nur mit dem Flug ins All hat es bisher nicht geklappt. Aber das kann ja noch kommen.
Was genau macht eine Analog Astronautin?

Ich forsche auf der Erde für Erkenntnisse, die später bei astronautischen Missionen benötigt werden. Wir trainieren Problem-Situationen und proben neue Arbeitsabläufe, die bei einem Flug zum Mond oder zum Mars wichtig werden könnten – auf einem anderen Himmelskörper kann man das ja nicht. Eine Reise zum Mars dauert acht Monate, dann wäre man ein Jahr dort und reist wieder acht Monate zurück. In der Kommunikation rechnen wir im Durchschnitt mit einer Verzögerung von zehn Minuten in jede Richtung. Da kann man nicht mal eben um Hilfe bitten.

Was passiert bei so einer Übung?

Ich hatte bisher zwei Missionen in Mars-ähnlichen Gebieten auf der Erde. Einmal im Oman – und einmal am Kaunertaler Gletscher. Dort ist mir etwas sehr Lustiges und auch ein bisschen Peinliches passiert: Am ersten Tag waren die Medien dabei. Ich trug einen etwa 50 Kilo schweren Raumanzugsimulator – allein den anzuziehen dauert zwei Stunden. Durch die Sonne, die an diesem Tag sehr stark schien, schmolz allerdings das Eis. Ich versank immer mehr und fünf Reporter haben mich dann wieder rausgezogen. Die Schuhe habe ich dabei auch noch verloren. Die waren mir zu groß, weil damals noch alles auf Männer ausgelegt war. Das sah ziemlich witzig aus – wie man auch den Abendnachrichten entnehmen konnte. Auf dem Mars hätte ich so nicht überlebt…

Warum wollten Sie unbedingt Astronautin werden?

Der große Traum der 41-Jährigen Dr. Carmen Köhler: Einmal zum Mond fliegen. / Foto: © Florian Voggeneder

Ich durfte als Kind nach der Schule oft mit meiner Mama Raumschiff Enterprise und MacGyver im Fernsehen sehen. Für mich war ein Astronaut immer wie ein MacGyver auf der Enterprise. Man muss irgendwie alles können. Man muss sozial sein, man muss sich selbst Blut abnehmen können, man ist Ingenieur, man fliegt ins Weltall… Diese Kombination hat mich total fasziniert, deshalb wollte ich Astronautin werden, traute mir das aber nicht zu. Ich hatte aber noch eine zweite Leidenschaft: Mit drei oder vier Jahren habe ich mir schon selbst den Pony geschnitten – und zwar gerade. Mit zehn Jahren durfte ich dann auch schon bei Mama an die Haare. Ich habe dann eine Ausbildung zur Friseurin gemacht und wollte Maskenbildnerin werden.

Wie kam es nach der Ausbildung zur drastischen Kehrtwendung?

Ich hatte einen Kunden, der war BWL-Professor. Bei einem dieser typischen Friseur-Gespräche, die man eben so führt, fragte er mich, was ich gerade lese. Das war ein Buch über einen mathematischen Beweis. Ab da hat er mir immer mathematische Probleme mitgebracht. Nach der Friseurausbildung habe ich dank der Unterstützung meines Umfelds gemerkt, dass ich einfach probieren muss Mathematik zu studieren, weil ich das für mich und meinen Kopf brauchte. Ich schneide aber auch heute noch immer sehr gern Haare…

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Wenn sie gerade nicht Mars-Missionen simuliert, leitet die gebürtige Berlinerin ihre eigene Firma, die sich mit Wetter- und Erdbeobachtungsdaten beschäftigt / Foto: © Florian Voggeneder

Abenteuer leben zu können. Erfolg ist für mich die Mischung aus Glücklichsein, meine Interessen weiterentwickeln und Geld dabei verdienen, mit dem ich mir meine geliebten Bücher und Equipment wie Gleitschirme leisten kann. Das hängt alles zusammen. Mein Erfolgsgeheimnis ist, wenn ich denn überhaupt eines habe, dass ich etwas verfolge, was mir Spaß macht. Nur dann ist man auch gut darin. Mich treibt an, dass es noch wahnsinnig viel gibt, was ich nicht weiß und vieles, das ich noch ausprobieren will.

Sie klingen so furchtlos. Gibt es etwas, das Ihnen Angst macht?

Unwissenheit. Wenn man etwas nicht weiß, kann man damit nicht umgehen.

Wovon träumen Sie?

Ich habe eine Mond-Sehnsucht. Einmal zum Mond zu fliegen ist mein Traum.

Was ist ein Must-have in ihrem Beruf?

Als Mathematikerin und Programmiererin ist eine Frustrationstoleranz sehr wichtig. Es dauert oft lange, eine fehlerfreie Lösung zu finden. Aber ich liebe es zu programmieren: Wenn der Code richtig ist, dann läuft das Programm. Wenn nicht, dann nicht.

Ist es für Ihren Partner manchmal schwer, an der Seite einer so energiegeladenen und erfolgreichen Frau zu bestehen?

Das Erfolgsgeheimnis von Dr. Köhler ist, dass sie nur etwas verfolgt, was ihr Spaß macht. „Nur dann ist man auch gut darin”, so die Doktorin der Physik. / Foto: © Claudia Stix

Wir ergänzen uns gut und sind uns sehr ähnlich. Er ist auch Analog-Astronaut und kennt es nicht anders. Außerdem will er selbst auch ins All.

Was wäre, wenn der Traum bei einem klappt und beim anderen nicht?

Wir sind da ganz entspannt und freuen uns für den anderen. Ich hoffe, dass es bei ihm klappt.

Passen Work-Life-Balance und Erfolg eigentlich zusammen?

Wenn man nur Sachen macht, die einem Spaß machen, hat man das Thema nicht. Aber das Zeit-Management muss man im Auge behalten.

Kann man denn beides haben – eine Karriere als Astronautin und eine Familie?

Absolut! In Amerika sieht man das gut. Da ist das normal. Und man muss schließlich in jedem Beruf sehen, wer sich um die Kinder kümmert.

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„Sehnsüchte sind mein Motor“

Er ist und bleibt der bayerische Sonnyboy mit dem Hang zu schweren Maschinen: Beruflich hat Wolfgang Fierek schon 1985 sehr erfolgreich „Resi mit seim Traktor“ abgeholt, privat bevorzugt er Motorräder. Daran änderte auch ein schwerer Unfall 2003 nichts, bei dem der gelernte Feinmechaniker fast sein rechtes Bein verloren hätte. Mit 70 Jahren sitzt Fierek noch immer fest im (Schauspiel-)Sattel und hat nichts von seinem Charme, mit dem er als „Ein Bayer auf Rügen“ ein Millionenpublikum verzauberte, eingebüßt. Zurzeit spielt der USA-Fan eine Hauptrolle in der ZDF-Serie „Marie fängt Feuer“, rockt mit seiner Band „Freedom Riders“ oder genießt die Zeit mit seiner großen Liebe, der Malerin Djamila Mendil, die er vor 27 Jahren nach einer indianischen Zeremonie der Lakota Sioux im amerikanischen South Dakota geheiratet hat.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Für mich bedeutet Erfolg, mein Leben so zu leben, wie ich mir das vorstelle. Ich plane weder Erfolg noch Anerkennung, ich folge meiner inneren Stimme, meiner Intuition, meinen Gefühlen, wenn dann meine Handlungen Anerkennung finden, ist das für mich Erfolg.

Was waren die wichtigsten Meilensteine in Ihrer Karriere?

Zusätzlich rockt der Schauspieler Wolfgang Fierek mit seiner Band „Freedom Riders“ auf der Bühne. / Foto: privat

Wahrscheinlich war der wichtigste mein Tapetenwechsel von Landsberg am Lech nach München, und zwar nach Schwabing, dort, wo die Musik spielte. Nach meinem Ausscheiden aus der Bundeswehr war ich auf einem Selbstfindungstrip. Dann kam auf einmal das Angebot von Klaus Lemke, den ich über einen Freund kennenlernte, für eine Hauptrolle in einem Fernsehfilm … Da dachte ich: Wolfgang, you made it. Gut, es hat dann doch noch ein bisschen gedauert. Danach kam die „Resi mit dem Traktor“. Wieder wähnte ich mich auf dem Weg nach oben, aber auch diesmal musste ich fighten, um in die Top 100 der Charts zu kommen. Für meinen ersten Gig habe ich neun Eintrittskarten verkauft. Aber ich gab auf der Bühne alles, als ob ich im Wembley-Stadion wäre. Ein Jahr später waren es 1.400 Gäste in derselben Disco und ich gab ein Zusatzkonzert. Geht doch, Wolfgang, sagte ich zu mir …

Wann hatten Sie mal einen heftigen „Wow, ich hab es geschafft“-Moment?

Als ich auf den Wiener Filmball 2010 eingeladen wurde, saß ich mit meiner Frau am Tisch mit Ornella Muti, nicht schlecht, oder? Doch das war es nicht. An diesem Abend hielt Maximilian Schell eine Laudatio und unterbrach sie auf einmal mit den Worten: „Ich habe gehört, der Wolfgang Fierek ist hier?“ Ich wusste nicht, wie mir geschieht. Ich stand von meinem Tisch auf und dann sagte Maximilian: „Ich sehe mir jeden Abend deine Serien auf dem Heimatkanal an, ich muss dir sagen, du bist ein hervorragender Schauspieler, natürlich, amüsant, ehrlich …Kompliment!“ Nach seiner Laudatio ging ich zu ihm und habe mich für seine für mich unvergesslichen Worte bedankt. Das war mein absolutes Highlight, ein Ritterschlag von einem Oscar-Preisträger und hervorragendem Menschen.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach Ihrem ersten Erfolg erfüllt haben?

So richtig materielle Wünsche habe ich weniger, eher Träume. Ich wollte immer eine coole Frau an meiner Seite und glücklich sein, wie meine Eltern es waren …

Wolfgang Fierek (r.) gemeinsam mit Patrick Dempsey (l.) beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. / Foto: privat

Wer ist Ihr größtes Vorbild?

Das ist und bleibt mein Vater. Daddy war immer gut drauf, einfach ein cooler Typ, bei jedermann beliebt, immer hilfsbereit, freundlich und charmant. Für meinen Vater gab es nichts, was nicht möglich war. Er hat mich im Glauben bestärkt, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es nur will und bereit bin, dafür hart zu arbeiten. Außerdem hat er mich immer wieder auf Kurs gebracht. „Runter vom Gas“ waren immer seine Worte, wenn der Bub zu hoch flog. Ab meiner Hochzeit mit meinem persönlichen Engel war es meine Frau.

Welche Ihrer Stärken sind für Sie ein Erfolgs-Booster?

Da wären einige Bausteine, die für den Erfolg einfach wichtig sind: Geduld, Disziplin, Beharrlichkeit, Humor und Teamgeist.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?

Ich lebe beides, ohne dabei zu merken, was jetzt was ist.

Wobei haben Sie denn neben dem Beruf gern Erfolg?

Bei meinen Workouts fünfmal die Woche. Nur ned locker lassen!

Was ist Ihr Ausgleich – zum Sport und zur täglichen Arbeit?

Für mich waren immer 70er-Jahre-Rock, Bergwandern und meine Touren mit meinem Motorrad die beste Inspiration und der effektivste Ausgleich. Day Rides mit Freunden sind ein Muss. Da wird die Liebe zum Motorrad und der Natur geteilt, viel gelacht und zum Abschluss gibt es eine gute Brotzeit. Was braucht man mehr?

Auf den Touren mit seinem Motorrad findet der Schauspieler Inspiration und Ausgleich. / Foto: privat

Welche Sehnsüchte haben Sie?

Sehnsüchte sind sehr wichtig für mich. Ich brauche sie wie die Luft zum Leben. Sie sind mein Motor, genauer gesagt.

Gibt es ein Must-have in ihrem Beruf?

Da ich sehr viel beruflich unterwegs bin zu Dreharbeiten oder Gigs, zum Beispiel mit meiner „Freedom Riders“-Band, ist mein Must-have ein Auto, am liebsten mag ich amerikanische Pick-ups. Ein Auto muss cool sein, zuverlässig und eine Hi-Fi-Anlage mit gutem Sound haben. Und einen V8 Motor, wenn’s geht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich halte mich an das Motto:„Per ardua ad astra“ – durch das Unwegsame zu den Sternen.

 

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Er verhilft als „Unternehmens-Gestalter“ Menschen dabei, ihr Leben in vielen bereichen ins Positive zu verändern. / Foto: © Fuat Akar

Der Gladiator des Erfolgs

Seit 15 Jahren hilft Fuat Akar anderen Unternehmern, ihre Firma erfolgreich zu führen. Er sieht sich dabei nicht als Berater, sondern
als Gestalter – und verfolgt ein antikes Ideal.

Ws bedeutet für Sie Erfolg?

Ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit zu leben, das meinen Kindern und anderen Menschen als Vorbild dient. Ein Leben, das mir ermöglicht, mit Leichtigkeit Hilfsbedürftigen wie Waisenkindern in Äthiopien oder Flutopfern in Deutschland Hilfe zukommen zu lassen.

Wen würden Sie als Ihr Vorbild bezeichnen?

Meinen ehemaligen Chef Reinhold Würth. Und zwar, weil ich damals als jüngster Finanzleiter der Würth-Gruppe hautnah in den halbjährlichen Konferenzen erleben durfte, wie dieser Vorzeigeunternehmer denkt und handelt. Er hat innerhalb eines Lebens einen Konzern mit knapp 80.000 Mitarbeitern und mehr als elf Milliarden Euro Umsatz aufgebaut. Seine ethischen Grundsätze zu allen Partnern und sein Umgang mit Menschen war mir immer ein Leitbild. Ich habe in den zehn Jahren viel von ihm gelernt und bin sehr dankbar dafür.

Gemeinsam mit seiner ebenfalls erfolgreichen Frau Marta bildet Fuat Akar ein gutes Team. Sie sind seit 21 Jahren verheiratet. / Foto: © Ronny Barthel

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?

Ich weiß, wie Geld funktioniert. Ich habe gelernt, Unternehmen zu sanieren, aufzubauen, Teams zu motivieren und zu führen. Daneben sehe ich mich als mutig an: Immer bereit zu sein, zu wachsen und neue Wege zu gehen. Darüber hinaus ist mir Ehrlichkeit wichtig: Unsere Kunden und Dienstleister wissen, dass man mit mir am Telefon Verträge abschließen kann.

Was bedeutet Unglück für Sie?

Unglück gibt es nicht. Alles passiert aus einem Grund. Es sind Lektionen des Lebens. Sie fallen dir so oft auf die Füße, bis du es verstanden hast und bereit bist für den nächsten Wachstumsschritt.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?

Dasselbe, was ich unseren 14 und 16 Jahre alten Kindern rate: Umgib dich auch mit Menschen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Suche dir Mentoren, die Abkürzungen zeigen. Lerne, wie Geld für dich arbeitet. Wenn du anfangs für jemanden arbeitest, dann nie primär des Geldes wegen, sondern, um Erfahrung zu sammeln für den Weg zu deinen Zielen. Vergeude möglichst keine Zeit mit Tätigkeiten, die dich nicht deinen Lebenszielen näherbringen.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?

Ich habe schon sehr früh in meiner Selbstständigkeit konsequent eine Vier-Tage-Woche geführt. Freitag war Frei-Tag. Im weiteren Verlauf haben wir, meine Frau und ich, unsere Strategie weiter umgesetzt. Es war Teil unseres privaten Plans, durch Digitalisierung unserer Unternehmensberatung und Investments an der Börse sowie Immobilien nicht abhängig zu sein vom fatalen Prinzip „Zeit gegen Geld“.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Als Allererstes meine Eltern. Sie haben als Christen aufgrund religiöser Benachteiligung die Türkei verlassen und sind, als ich zwei Monate alt war, mit einer Tasche in der Hand nach Deutschland ausgewandert. Sie haben mir beigebracht, dass Ehrlichkeit, Mut und Fleiß sich immer auszahlen. Schon früh hat sich mein Vater selbstständig gemacht und Risiken übernommen. Ich konnte bereits als Kind viel von ihm lernen. Er war mein erster und wichtigster Mentor. Später im Leben buchte ich dann viele weitere Mentoren, und zwar in den verschiedensten Sparten, im Verkauf, bei Investments, an der Börse und so weiter.

Fuat Akar (2. v. l.) mit seinen zwei Kinden und seiner Frau Marta (r.). / Foto: privat

Was ist heute Ihr Antrieb, jeden Tag weiterzumachen?

Meiner Frau Marta und mir geht es nicht ums Geld. Wir könnten von unseren Laptops aus an der Börse handeln und weiter in Immobilien oder Unternehmen investieren. Die Menschen, die wir begleiten und deren Leben sich in vielen Bereichen ins Positive verändert, sind der Grund, warum wir tun, was wir tun. Ich habe dazu ein Bild in meinem Kopf: Menschen in die finanzielle Freiheit zu begleiten, ist wie in der Antike als Gladiator Sklaven aus der Gefangenschaft zu befreien.

Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, sagt der Volksmund. Trifft das bei Ihnen zu?

Zu 100 Prozent! In meinem Fall ist meine Frau nicht nur stark, sondern selbst erfolgreich, und darauf bin ich sehr stolz. Ohne meine Frau wäre ich nicht da, wo ich heute stehe. Und sie wäre ohne mich nicht da, wo sie heute steht, sondern vermutlich noch viel weiter … Niemand kennt mich so gut wie sie. Sie hört, was ich denke. Aber um das
zu beherrschen, hatte sie auch viel Zeit – wir sind seit 21 Jahren verheiratet.

Wie wichtig ist Ihnen soziales Engagement?

Wir haben schon immer soziales Engagement gelebt. So haben wir es von unseren Eltern vorgelebt bekommen. Obwohl sie wenig hatten, haben sie immer über Kirchen oder sonstige Organisationen Bedürftigen Spenden zukommen lassen. Dieses Jahr haben wir den Bau eines Waisenhauses in Äthiopien gefördert und 50 Prozent der Baukosten gespendet. Das war Martas Projekt und Herzenswunsch. Wir haben 40.000 Euro gespendet und den Bau ermöglicht. Zusätzlich haben wir in unserem Netzwerk mit weiteren erfolgreichen Menschen das Projekt vorgestellt und weitere 20.000 Euro eingesammelt. Dieses Projekt rettet Menschenleben.

 

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Einer seiner größten Antriebe sei es, anderen Menschen mit seinem Tun eine Freude zu bereiten. Seinen Mitarbeitern will er ein stabiles Umfeld bieten. / Foto: © STEINERfood

„Du musst für die Sachen brennen.“

Matthias Steiner ist ein Bilderbuchsportler – Olympiasieger, Welt- und Europameister im Gewichtheben, Sportler des Jahres 2008 und ausgezeichnet für hervorragende Leistungen im Sport mit dem staatlichen Ehrenzeichen des Silbernen Lorbeerblatts. Heute hat er sich als Lebensmittelunternehmer etabliert, hält zudem Vorträge und schreibt Bücher über Ernährung..
So bemerkenswert all dies ist, die Geschichte dahinter ist es noch viel mehr. Ein unbändiger Wille, viel Geduld und das Talent, die Dinge zu akzeptieren, die er nicht selbst ändern kann, haben den 39-jährigen Leistungssportler und Unternehmer zu der eindrucksvollen Persönlichkeit gemacht, mit der wir uns heute austauschen dürfen.

Nicht immer geht alles nach Plan. Matthias Steiners Lebensgeschichte ist von vielen Rückschlägen geprägt. Sein Trainer, der ihm so nah wie ein zweiter Vater ist, stirbt nach schwerer Krankheit, als Matthias gerade einmal 17 Jahre alt ist. Wenig später stellen die Ärzte bei ihm Diabetes Typ 1 fest, der sich bei ihm nach einem verschleppten Virusinfekt entwickelt. Diese Autoimmunerkrankung legt ihm nicht nur privat, sondern auch seiner Karriere Steine in den Weg. Nicht nur empfehlen ihm die Ärzte, mit dem Gewichtheben aufzuhören. Die Diagnose verwehrt dem Österreicher überdies die Förderung, die er benötigt, um als Sportler wirklich erfolgreich zu werden. Beim Bundesheer und später als Deutscher bei der Bundeswehr, wird er als „untauglich“ ausgemustert.

Matthias Steiner denkt stattdessen: „Jetzt erst recht.“

Der gebürtige Wiener beantragt 2005 die deutsche Staatsbürgerschaft. Drei lange Jahre muss er darauf warten, lebt und trainiert bereits in Deutschland, darf aber an keinem internationalen Wettkampf teilnehmen, obwohl er leistungsmäßig in den Medaillenrängen gewesen wäre. Die deutsche Einbürgerung führt zum Wendepunkt seiner Karriere. Schon ein halbes Jahr später gewinnt er 2008 bei Olympia in Peking Gold – ein unermesslicher Sieg: Er hebt sage und schreibe 258 Kilogramm für diesen Erfolg, ein Wagnis, mit dem er seine persönliche Bestleistung übertrifft. Der gelernte Installateur wird als Sportler des Jahres ausgezeichnet und erhält die Ehrenauszeichnung des Silbernen Lorbeerblatts. Für ihn ist klar, wie er dies erreichen konnte. Sein Antrieb begründet sich in dem tief verankerten Wunsch, es zu schaffen. Er brennt für die Sache. Nur so, sagt er, kann man seine selbst gesetzten Ziele erreichen.

Erfolg bedeutet für Matthias Steiner, die Dinge umzusetzen, die man sich vorgenommen hat, gleich welcher Dimension.

Der Sieg bei den Olympischen Spielen ist das Highlight seiner Karriere, aber für ihn überdies ein persönlicher Meilenstein.

Als Steiner mit der Vorbereitung beginnt, lebt seine erste Frau Susann noch, die ihn immer unterstützte und den Rücken freihielt, und die mit ihm diesen Weg begann. In einem unverschuldeten Autounfall kommt sie ums Leben. Trotz dieses enormen Verlusts trainiert Steiner weiter. Der Sieg schließlich erlaubt ihm, seine Wut und Trauer in Energie umzuwandeln – und Abschied zu nehmen.

Die Bilder in Peking zeugen von starken Emotionen: Steiner hält nicht nur die Goldmedaille, sondern auch ein Foto seiner verstorbenen Frau in die Kameras. Seine Schicksalsgeschichte und wieviel Kraft es kostete, so viele Hürden zu überwinden, sind ihm ins Gesicht geschrieben.

Große Erfolge sind zu großen Teilen der eigenen Persönlichkeit zu verdanken.

Wie wir mit Schwierigkeiten umgehen, ist ausschlaggebend für unser Leben. Gebe ich auf oder sage ich „Jetzt erst recht“? Eltern, Trainer, geliebte Menschen prägen uns alle und so auch Matthias Steiners Lebensweg. Steiner weiß, dass die Persönlichkeitsentwicklung verantwortlich für die Leistungsentwicklung ist. Er fügt hinzu: Im Sport sei es leichter als in der Wirtschaft, einen vertrauenswürdigen Mentor zu finden, weil es nicht einfach um den eigenen Vorteil, sondern überwiegend um das gemeinsame Ziel geht.

Sein erster Trainer Walter Legel, selbst Gewichtheber, verankert in ihm seine Zielstrebigkeit. Peter Lauterer begleitet ihn später viele Jahre als Trainer, sogar ehrenamtlich. Er führt ihn an die Weltspitze und prägt Steiners optimistische, widerstandsfähige Persönlichkeit maßgeblich.

Das Talent, die Dinge zu akzeptieren, die er nicht ändern kann, und sich voll und ganz für solche einzusetzen, die in seiner Hand liegen, führen ihn zum Erfolg und geben ihm die nötige Energie, immer wieder neue Wege zu beschreiten. Und um die vorausgegangenen Erfolge sinnbringend zu nutzen. Denn „die Dinge umzusetzen, die man sich vorgenommen hat, gleich welcher Dimension,“ ist seine Definition von Erfolg. Diese Selbstbestimmtheit spornt Steiner an, ebenso wie die vorhergegangenen Erfolge. Olympiasieger, Weltmeister- und Europameister wollte er werden. Dies hat er geschafft, daher beendet er 2013 seine Profisportkarriere, um sich neue Ziele fernab des Leistungssports zu setzen.

„Die Titel im Sport motivieren mich immer weiter.“

Mit seiner zweiten Frau, der Journalistin und N24-Moderatorin Inge Steiner geborene Posmyk macht er sich selbständig gibt zunächst sein Wissen zu Motivation, Diabetes und Ernährung in Vorträgen weiter. 45 Kilogramm nimmt er ab und tanzt sich 2015 – fast wie nebenbei – ins Finale der TV-Show „Let´s Dance“. Der Auftritt ist von Leichtigkeit und Lebensfreude geprägt. So ist es kein Zufall, dass er klar sagt:

„Wer erfolgreich sein will, muss mit Freude bei der Sache sein.“

Erfolgreiche Menschen brennen für ihre Arbeit, ihr Unternehmen, ihr Projekt. Dieses Fakt und der Wunsch, etwas Sinnbringendes zu tun, führen ihn zu seinem logischen nächsten Schritt. Sein Buch „Das Steiner Prinzip“ wird 2015 rasch zum Bestseller, gefolgt von seinem zweiten Buch, dem „12-Wochen-Plan“. Parallel zu seiner Autorentätigkeit entwickelt er Low-Carb-Lebensmittel. Nicht nur wollte er schon als Kind Koch werden. Er sieht das auch pragmatisch, frei nach dem Motto: Wenn der einseitige Lebensmittelmarkt keine wohlschmeckende Lösung zum Abnehmen zu bieten hat, entwickelt er eben sein eigenes kohlenhydratarmes Brot. So entstand mit seinem Freund, einem Bäckermeister, eine proteinreiche Variante, die er nun über seine 2020 gegründete STEINERfood GmbH vertreibt.

Seine Arbeit als Lebensmittelunternehmer sei in gewisser Weise gar nicht so anders als die eines Leistungssportlers. „Du fängst klein an und steckst all deine Energie rein und nach und nach stellen sich die Erfolge ein,“ fasst er diesen Tatbestand zusammen. À propos Energie. Woher nimmt er all diese Energie?

Nach wie vor findet der ehemalige Leistungssportler Ausgleich in der Bewegung, sei es beim Radfahren, Gewichtheben oder Bergwandern. Matthias Steiner liebt es aber auch, einfach Zeit in seinem Garten zu verbringen und seine Bienen gedeihen zu sehen. Bei allem Erfolg ist er bescheiden und bodenständig geblieben. Er schöpft Freude aus den einfachen Dingen wie fließendem Wasser und einem ruhigen Zuhause. Matthias Steiner weiß eben, wie man sich aufs Wesentliche konzentriert – ein unverzichtbares Talent für erfolgreiche Menschen.

 

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Bei ihren Mitarbeiter:innen ist sie bekannt für ihr offenes Ohr und die pragmatischen Lösungsansätze: Geschäftsführerin von „Aldiana Club Resorts“ Stefanie Brandes. / Foto: Aldiana GmbH

„Aufgeben gilt nicht“

Hinter ihr liegen beruflich die mit Abstand härtesten Jahre ihres Lebens: Erst musste Stefanie Brandes, die Geschäftsführerin des Premium Clubanbieters Aldiana, ihre Firma durch Turbulenzen steuern, die die Pleite eines Gesellschafters ausgelöst hat – und dann kam direkt im Anschluss Corona. Geschlafen hat sie schon seit Sommer 2019 kaum mehr ruhig, aber die Leidenschaft, für Aldiana zu kämpfen, brennt nach wie vor in ihr.

Was bedeutet für Sie genau Erfolg?

Erfolg ist für mich, die gesteckten Ziele zu erreichen und dabei das Beste gegeben zu haben. Dabei geht es mir aber nicht nur um harte Fakten wie Umsatz oder Qualität, sondern auch um die „weichen Ziele“. Bin ich zufrieden? Wie begeistert sind die Mitarbeiter_innen und Gäste? Und das Wichtigste: Den Erfolg auch im Team zu feiern und sich darüber zu freuen. Der Applaus der Kollegen spornt für die Zukunft an.

Was bedeutete die Thomas-Cook-Pleite für Aldiana?

Die Thomas-Cook-Insolvenz war definitiv existenzgefährdend für uns. Nicht wegen der gesellschaftlichen Minderheitsanteile, die Thomas Cook hielt, sondern vielmehr wegen des operativen Alltags. Von heute auf morgen hatten wir kein Buchungssystem, keinen Flugeinkauf und keinen Transferservice in einigen Zielgebieten mehr. Außerdem mussten wir kurzfristig auch neue Büroräume für die Aldiana-Zentrale suchen, da wir bis dato im Thomas-Cook-Gebäude ansässig waren. Die Situation hat uns über Nacht erwischt. In weniger als zwei Monaten haben wir ein eigenes Buchungssystem aufgebaut und in vielen Nacht- und Wochenendstunden Gäste manuell wieder auf ihre ursprünglichen Flüge eingebucht. Das war sehr anstrengend, hat aber auch Kräfte in den Teams freigesetzt, die ich so noch nie gesehen habe. Wir hätten uns allerdings nicht vorstellen können, dass es noch schlimmer kommen kann. Bis Anfang Februar 2020 waren wir im Krisen-Modus, dann hatten wir so weit wieder alles im Griff – und im März ging Corona los.

Haben Sie in den letzten knapp drei Jahren überhaupt ein einziges Mal gut geschlafen?

Ihr Führungsstil mag unkonventionell sein, hat ihr Unternehmen aber tapfer durch die Krisen gebracht. / Foto: privat

Offen gesprochen, war die Zeit sehr herausfordernd und hat viel Energie und Nerven gekostet. Das hat zahlreiche schlaflose Nächte nach sich gezogen. Ich fühle mich verantwortlich für mein Team und nehme das ernst. Deshalb fiel und fällt mir das Abschalten schwer. Es beschäftigt mich auch heute noch sehr intensiv.

Wie reagiert man als Geschäftsführerin am besten auf eine Hiobsbotschaft?

Zunächst einmal mit Ruhe. Ich funktioniere dann. Wichtig ist, die Lage so schnell wie möglich zu analysieren, die Fakten zusammenzutragen und ein Krisenteam zusammenzustellen. Bei mir werden die Knie immer erst weich, wenn alles zu meiner Zufriedenheit gelöst ist.

Was haben Sie aus den beiden direkt aufeinander folgenden – wirklich existenzbedrohenden – Krisen gelernt?

Aufgeben gilt nicht und es gibt oft noch Lösungen, die man im ersten Moment nicht sieht. Ganz entscheidend sind die Menschen um dich herum. Es müssen wirklich alle mitziehen, sonst hast Du keine Chance. Ich bin mächtig stolz darauf, was jeder Einzelne in der Aldiana-Familie geleistet hat. Beeindruckt hat mich auch, wie wir gegenseitig auf uns aufgepasst, uns geholfen haben und wie jeder für jeden eingesprungen ist. Aber es wird auch Zeit, dass möglichst bald wieder eine Art von Normalität eintritt, da die Akkus mittlerweile schon sehr leer sind…

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Beim Reiten kommt die Unternehmerin zur Ruhe und findet Inspiration in der Natur. / Foto: privat

Ich habe gelernt, meinen Weg zu gehen, der an der einen oder anderen Stelle als Geschäftsführung auch sehr unkonventionell ist, weil ich mich nicht über meinen Titel identifiziere, sondern über meine Leistung. Ich brauche zum Beispiel keine VIP-Behandlung, wenn ich in einen unserer Aldiana-Clubs komme. Laut meiner engsten Mitarbeiter_innen bin ich ein Mensch, der sehr gut zuhören kann und sehr gute Antennen hat. Kommunikation und Transparenz ist mir sehr wichtig, so dass möglichst effizient gearbeitet werden kann. Darüber hinaus schätzen die Kollegen_innen meine pragmatischen Lösungsansätze und dass man mir oft an der Nasenspitze ansieht, ob ich etwas gut oder schlecht finde.

Was unterscheidet Ihren Führungsstil eventuell von dem männlicher Kollegen?

Hier sind wir schnell bei Klischees. Es gibt unterschiedliche Führungsstile. Ob man diese immer nur an dem Thema Mann oder Frau festmachen kann, bezweifele ich. Wichtig für mich ist es, dass mich Menschen respektieren, weil ich die Dinge so tue, wie ich sie tue. Ich denke, ich kann gut motivieren. Fordern und fördern ist mein Thema. Ich musste aber zum Beispiel auch lernen, die Weichmacher aus meiner Sprache zu entfernen und klar zu kommunizieren, was ich will. Am Anfang habe ich sehr häufig den Konjunktiv verwendet – ein Fehler, den viele Frauen machen…

Wo oder wobei finden Sie Ruhe und Inspiration?

Ich liebe die Natur und in der Corona-Zeit habe ich das Spazierengehen für mich entdeckt. Wenn ich die Gelegenheit habe, dann reite ich im Gelände oder spiele Golf – zugegeben noch im Anfängermodus. Und ich habe meine Begeisterung für die Musik wiedergefunden. Zum Leidwesen meiner Nachbarn lerne ich jetzt Saxofon.

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Reiner Calmund gemeinsam mit seiner Frau Sylvia, anlässlich seines 70. Geburtstages. / Foto: L. Gode

“Hinfallen darf man – aufstehen muss man!”

Reiner Calmund hat es geschafft, zu einer eigenen Marke zu werden. Wie sagt er von sich selbst: Große Klappe und was dahinter. So lässt sich auch sein schon seit vielen Jahren andauernder Erfolg erklären. Wer mit „Calli“ zu tun hat, der erkennt schnell, dass zwar auch Spaß am Start ist – aber vor allem Professionalität. Denn der Mann weiß, was es heißt, für sein Glück und seinen Erfolg zu arbeiten.

 

Diese Eigenschaft hat er von seiner Mutter geerbt, die auch sein großes Vorbild ist. „Meine Mutter hat sich förmlich krummgelegt, um mir in den ersten schweren Nachkriegszeit-Jahren eine Perspektive für mein Leben zu schaffen. Obwohl mein Vater verstarb, als ich noch nicht einmal eingeschult war, ermöglichte meiner Mutter mir trotz einfacher Verhältnisse mit Herz und Verstand eine gute Zukunft,“ so Calmund.

Dies war die Basis für den Erfolg, den er sich später hart erarbeitete. Dass er sang- und klanglos durch die Prüfung seiner Elektrolehre fiel, weil er die Zahlen auf der Farbtafel nicht richtig lesen konnte, hatte mit seiner Farbenblindheit zu tun. Für ihn Glück im Unglück, denn so machte er stattdessen eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann und schloss diese mit einem erfolgreichen Betriebswirtschaftsstudium ab. „Das war das Fundament für meine Karriere.

Ich begann meine duale Zeit bei der Bayer AG. Zunächst war ich halbtags in der Personal-Abteilung Ausland für den internationalen Lohnkosten-Vergleich zuständig und die zweite Tageshälfte als 2. Vorsitzender, Chefscout und Verantwortlicher für die Nachwuchsarbeit für die Fußball-Abteilung im Einsatz. Erst später wurde ich Vollzeit-Manager und Geschäftsführer der Bayer 04 Fußball GmbH.“ Was sich nach einem kleinen Spaziergang anhört, war harte Arbeit. Reiner Calmund weiß, was dahintersteckt, nach oben zu kommen. „Es ist wichtig, sich mit den Themen zu beschäftigen und zu identifizieren, die auf einen zukommen. Leeres Geschwätz ist schnell entlarvt.“ Und auch wenn der mittlerweile 72-jährige immer einen lockeren Spruch auf den Lippen

„Calli“ 1988 beim UEFA-Cup-Sieg mit der Fußballmannschaft vom TSV Bayer 04 Leverkusen./ Foto: © Andreas Pohl

hatte, sein Reden hatte immer Gehalt. Sein Erfolg gibt ihm recht.

1976 startete er seine Karriere bei Bayer Leverkusen. „Calli“ wurde einer der bekanntesten Bundesliga-Manager. Er wusste, was er kann und er wusste was er wollte. Und dafür hat er hart gearbeitet. Das verlangte er auch von seinen Mitarbeitern. „Früher gab es mal ein lustiges Mitarbeiter-Zitat über mich: “Wer beim Calli arbeitet, freut sich aufs Sterben.” Das Leben ist kein

Zuckerschlecken und mit bloßem Gelaber kommt man nicht weit. Zumindest nicht auf Dauer. Reiner Calmund war 27 Jahre bei Bayer Leverkusen tätig. Er hat die Erfolge des Vereins mitgeprägt. Und auch für ihn selbst sind diese Jahre die persönlichen Highlights seiner Karriere. „Es sind die vielen wundervollen Siege in der Bundesliga und den internationalen Wettbewerben mit Bayer 04, das war auch ohne Meistertitel eine Erfolgsstory.“
Doch wenn man so viele Jahre mit dem Erfolg verbunden ist, dann muss man auch mit Rückschlägen rechnen. Auch die kannte Reiner Calmund nur zu gut. „Mein Rücktritt als Fußballchef von Bayer 04 war mit ein paar unschönen Nebengeräuschen verbunden. Doch ich habe ein Motto und das lebe ich auch: „Hinfallen darf man, aber Aufstehen muss man.“

Für Reiner Calmund sind Kompetenz und Leidenschaft die Schlüssel zum Erfolg. „Wer beherzigt, dass das eine ohne das andere nicht geht, der hat schon fast gewonnen. Intelligente Schlaf-Tabletten haben keinen Erfolg,“ so seine klare Aussage. Doch Calmund weiß

Kaum mehr wieder zu erkennen: „Calli“ nach seiner Gewichtsabnahme auf Kreuzfahrt. / Foto: privat

auch, dass man einen starken Halt an seiner Seite braucht. „Ohne meine Frau Sylvia, die für mich ein Sechser im Lotto war und ist, wäre ich nicht so glücklich und erfolgreich.“ Auf seine Art verdeutlicht er diese Aussage: „Sie kennen ja das bekannte Zitat von Martin Luther: „Aus einem traurigen Arsch kommt kein fröhlicher Furz.“ Der Weg zum Erfolg und möglicherweise unter der Brücke pennen, ist oft nicht so groß. Meine Frau Sylvia hat mein Leben in den Griff gekriegt und in die richtigen Bahnen gelenkt.“

Doch ernsthaft: „Ich habe früh gelernt, dass es nur von Vorteil sein kann, von so vielen Menschen wie möglich zu lernen. Man sollte jeden Teilbereich kennenlernen und schauen, wie passt das zu mir? Bleibe ich authentisch? Wirkt das jetzt gestelzt? Man sollte wissen, wohin man will und sich dabei auch nicht scheuen, Ratschläge anzunehmen.“

Reiner Calmund ist mit sich im Reinen. Vielleicht ist es das Alter, vielleicht der Werdegang. Man kann auf jeden Fall einiges von ihm auf dem Weg zum Erfolg lernen. Und wie sagt er so schön: „Das Gefühl, nicht mehr zu müssen, aber noch gewollt zu werden, ist ein schöner Antrieb.“

 

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Das größte Glück für Ludger Pistor: anderen Leuten Freude bereiten! / Foto: Christina Kratsch

„Hollywood ist mein Hobby“

Quentin Tarantino schrieb ihm extra eine Rolle auf den Leib und am James-Bond-Set hatte er seinen eigenen Unterhalter – doch Ludger Pistor strebt nicht nach einer Hollywood-Karriere. Er genießt lieber den kleinen Ruhm in Deutschland und das gute Gefühl, nichts zu müssen. Privat findet man ihn entweder auf seinem Sofa… oder im Tempel. Der Komödiant ist nämlich praktizierender Hindu.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Die Aufgabe eines Schauspielers ist es zu unterhalten. Wenn man den Leuten Freude bringt, ist das sehr befriedigend. Und wenn dann ein Film auch noch gut besprochen wird… großartig. Wenn das mal anders ist, kann man aber zumindest daran wachsen.

Was reizt Sie daran, Menschen zum Lachen zu bringen?

Als Komödiant wird man in unserem Land immer wieder gefragt, warum man nicht Rollen mit mehr Tiefgang spielt. Ich persönlich mag gar keinen Tiefgang. Tiefgang haben wir hier schon genug, was wir brauchen, ist mehr von der heiteren Seite. Ich finde es schön, wenn Leute fröhlich sind.

Sie haben in vielen internationalen Produktionen mitgespielt. Ist Hollywood Ihr Ziel?

Das wäre, als würde ich auf einen Sechser im Lotto hinarbeiten. Ich mache das mehr als Hobby. Der Druck, als berühmter Hollywoodschauspieler seinen Erfolg zu halten, ist enorm. Man sieht ja, wie viele daran kaputt gehen. Ich habe da viel Glück mit meiner Karriere. Ich bin bekannt, konnte immer davon leben können und es geht mir gut. Wichtiger als Erfolg ist für mich, dass man seinen Seelenfrieden hat. Ich weiß nicht, was man noch alles für Erfolg tun könnte, aber ich gehe nur arbeiten. Mir gefällt es, keine anderen Verpflichtungen zu haben. Ich mache zum Beispiel kein Social

Mit Bernd Herzsprung (r.) hat Pistor (l.) 2006 in der Filmkomödie „Goldene Zeiten“ gespielt. / Foto: © Baganz

Media.

Sie haben für den Fernsehfilm „Ein Schnitzel für drei“ ein Rollenangebot von Quentin Tarantino in „Inglourious Basterds“ abgelehnt…

Das hat zeitlich mit der Szene nicht gepasst. Ich hatte beim WDR den Vertrag schon unterschrieben – und ich werde doch für einen kleinen Auftritt keinen großen Fernsehfilm platzen lassen. Zu meiner Überraschung hat Tarantino sich hingesetzt und eine neue Rolle für mich ins Drehbuch geschrieben. Wenn Tarantino etwas will, dann will er es. Da ist er wie ein Kind. Und es ist natürlich schön, wenn man selbst das ist, was Tarantino haben will.

Was war bisher Ihre liebste Rolle?

Ich war sehr gern der Krapp in „Balko“. Die schönste Produktion war aber „James Bond“. Das war die Erfüllung meines Kindheitstraums. So stellt man sich Hollywood vor – und so ist es normalerweise nicht. Als Teil der „James-Bond“-Familie wird man hofiert, hat eine persönliche Assistentin – und man muss auch die Gage nicht verhandeln. Das erste Angebot ist mehr als man wollte. Allein, was die einem zum Verspeisen auf den Tisch stellen, ist das Honorar eines Kleindarstellers. Es wird sogar ein Unterhalter mit Geschenken in die Garderobe geschickt, damit man gut gelaunt ist.

Warum wollten Sie Schauspieler werden?

Meine Oma war besessen vom Kino. Mit ihr habe ich als vierjähriger Laurel und Hardy, also Dick und Doof, gesehen und fand das toll. Genau sowas wollte ich machen.

Ludger Pistor (r.) gemeinsam mit Steffen Groth (l.): Beide haben 2007 zusammen in „Kein Geld der Welt” mitgespielt. / Foto: Christina Kratsch

Wie haben Sie Ihre Ausbildung finanziert? Sie waren unter anderem in Amerika an der Schauspielschule…
Ich hatte einen Job in einem Schokoladenladen, der aber nicht so gut lief. Nur die alten, aus Deutschland emigrierten Omas kamen, um unterm Ladentisch illegal importierte Weinbrandbohnen zu kaufen. Gefüllte Schokolade ist in Amerika nämlich verboten.

Wo finden Sie einen Ausgleich zu Ihrem Beruf?

Ach, auf dem Sofa. Und ich fliege manchmal nach Indien. Ich bin seit gut 20 Jahren Hindu.

Wie sind Sie zum Hinduismus gekommen?

Ich wollte in Sri Lanka eine Ayurveda-Kur machen, weil ich überarbeitet war. Dort habe ich schnell wieder ausgecheckt, war aber dafür bei einer Palmblatt-Lesung. Angeblich soll vor ein paar Tausend Jahren die Zukunft aufgeschrieben worden sein und man kann sich das eigene Leben vorlesen lassen. Das habe ich gemacht. Alles aus der Vergangenheit stimmte und es treten auch noch immer wieder Dinge ein. Unglaublich. Ein Kapitel war über das vorherige Leben und was man machen kann, um das Karma positiv zu verändern. Das interessierte mich am meisten. Nach diesem Erlebnis habe ich über mein Hotel die ersten Brahmanen und Mönche kennengelernt. Zu Hause habe ich mir dann einen Hindu-Tempel in Berlin gesucht. Hindu ist aber eine Religion ohne Muss. Wenn man in den Tempel geht, bekommt man einen Segen, wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. In meiner Wohnung habe ich außerdem einen kleinen Schrein, an dem ich Räucherstäbchen anstecken kann.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich glaube, das ist Karma. Kompetenz schadet nicht, aber was man unbedingt braucht, ist Glück, sonst kommt man nie auf einen grünen Zweig. Und Dankbarkeit ist auch wichtig.

Welchen Traum würden Sie sich gern noch erfüllen?

Das Haus von Ian Fleming, dem Erfinder von „James Bond“, auf Jamaika ist heute ein Hotel. Man kann in seinem original eingerichteten Arbeitszimmer schlafen. Das würde ich gern mal machen – und wenn es nur für eine Nacht ist.

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Die Sex-Expertin Paula Lambert behandelt in ihrem neuen Buch den Weg zu einem gesunden Selbstbewusstsein. / Foto: Copyright: sixx/Marc Rehbeck;

„Frauen geben sich mit mittelmäßigen Optionen zufrieden“

 

Sie ist Deutschlands Sex-Expertin und bringt auf Sixx sowohl die heißesten als auch die heikelsten Themen auf den Tisch. Kürzlich ist Paula Lamberts sechstes Buch erschienen: „Geh schon mal in dich, das Glück kommt dann nach“ – ein Ratgeber, der helfen soll, Selbstzweifeln endlich die Stirn zu bieten.

 

Wie sehr trifft Dich selbst Kritik? Gerade in der Showbranche ist man ja nicht zimperlich…

Kritik trifft einen nur, wenn man selber ahnt, dass man Mist gebaut hat oder einfach nicht gut genug war. Richtige Kritik hilft einem aber, sich selbst zu hinterfragen und besser zu werden. Also: Ich bin Kritikfan, so grundsätzlich.

Du bist – gefühlt im Gegensatz zu fast der gesamten Fernsehbranche – nicht Size Zero. Empfindest Du heute noch Druck?

Ich war immer schlank und super-sportlich. Zugenommen habe ich parallel zu meiner Fernsehkarriere, auch, weil ich mich maximal um die Sorgen der anderen kümmere. Da brauche ich eine Schutzschicht, hat sich meine Seele offenbar gedacht. Von Seiten der Sender habe ich keinen Druck bekommen, aber von meinem Körper. Übergewicht ist kein Spaß, ich merke das inzwischen in den Gelenken und in den Organen. Bodypositivity hin oder her.

Was kann man für sein Selbstbewusstsein tun?

Foto: Heyne

Ehrlich und authentisch sein und aushalten, nicht von allen geliebt zu werden. Mein neues Buch „Geh schon mal in dich, das Glück kommt dann nach“ behandelt genau diesen Weg.

Was bedeutet für Dich Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich umsetzen zu können, was ich mir vorgenommen habe?

Gibt es ein zu viel an Erfolg?

Es gibt nur den Verlust des eigenen Ichs. Das kann aber auch mit ein bisschen Erfolg oder ganz ohne Erfolg passieren.

Wer ist Dein Vorbild?

Sara Blakely, die Gründerin von Spanx, fällt mir da ein. Die würde ich wirklich gerne mal kennenlernen.

Foto: privat

Du bist Expertin für Sex. Was ist denn eigentlich guter Sex?

Wenn man wirklich im Hier und Jetzt ist und alles miteinander spürt. Und ein bisschen Technik.

Wie schwierig ist es für Dich als Mutter, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen?

Für Mütter ist das Leben ein täglicher Kampf um das „Ich würde gern“, „Ich sollte“ und „Sie brauchen mich ja gar nicht mehr“. Meine Kinder sind praktisch aus dem Haus, die brauchen mich kaum noch. Davor war es aber jahrelang die Hölle. Es ist eigentlich nicht schaffbar, alles unter einen Hut zu bringen.

Welche Fehler machen Frauen mit denen sie sich den Weg nach oben versperren?

Sie geben sich mit mittelmäßigen Optionen zufrieden. Frauen müssen groß und gewaltig denken, genau wie Männer!

 

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Er hat seine Wünsche immer vor Augen und ist dabei stets realistisch: Naturwissenschaftler und Direktor an den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie in Göttingen und für medizinische Forschung in Heidelberg: Stefan Hell. / Foto: © MPIBP

„Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit.“

Forschung und Wissenschaft faszinierten Prof. Dr. Stefan Hell schon seit Kindertagen. Der Ehrgeiz, neue Entdeckungen aufzuspüren und die richtigen Fragen nach dem Warum zu stellen, wurde 2014 mit dem Nobelpreis für Chemie belohnt. Trotz aller Forschungen und Erkenntnisse lässt sich der Physiker gern von zufälligen Glücksmomenten überraschen.

 

Mit der Verleihung des Nobelpreises haben Sie die wichtigste Ehrung erhalten, die es in der Wissenschaft gibt. Ist dies auch Ihr persönliches Highlight Ihrer Karriere?

Zweifellos war die Preisverleihung durch König Gustav von Schweden einer der aufregendsten Momente in meinem Leben. Ich betrachte aber die Entdeckung, dass man mit Licht molekular scharfe Mikroskopbilder aufnehmen kann als den eigentlichen Erfolg. Also herausgefunden zu haben, dass es entgegen jeglicher Lehrmeinung physikalisch geht. Bei allem Respekt für den Nobelpreis: für mich ist die Entdeckung an und für sich das Highlight.

Warum wählen Sie diesen Blickwinkel?

Stefan Hell (l.) bei der Verleihung des Nobelpreises für Chemie im Jahr 2014. / Foto: © Nobel Media AB 2014, photo: Alexander Mahmoud

Weil am Ende nur die Ergebnisse zählen und das, was man mit ihnen machen kann. Auch muss man als Wissenschaftler ein untrügliches Auge für den realen Sachverhalt haben. Selbst wenn die Fakten einem nicht in den Kram passen, muss man sie trotzdem erkennen und anerkennen. Die Natur ist nun mal so, wie sie ist. Bei all den Schwächen, die ich sicherlich habe, gehört wahrscheinlich zu meinen Stärken, dass ich versuche, mein Bestes zu geben, Wunschdenken von Realität zu trennen. Allerdings ohne dabei die Wünsche aus den Augen zu verlieren. Diesen Spagat gemeistert zu haben, macht wahrscheinlich das Geheimnis meines Erfolgs aus.

Gab es auf Ihrem Weg auch Rückschläge, die Sie zweifeln ließen?

Gerade in den ersten Jahren gab es Rückschläge zuhauf. Nämlich als ich mich in diversen Labors quer über den Kontinent verdingte und von der Hand in den Mund lebte. Abgelehnte Anträge auf Forschungsmittel oder Jobabsagen von verschiedenen Universitäten in der ganzen Welt haben mich fast verzweifeln lassen. Es gab viele Stunden, in denen ich ratlos über den Ablehnungsschreiben saß. Retrospektiv lesen sich diese Schreiben sehr skurril. Wahrscheinlich hat sich die eine oder andere Institution später über sich selbst geärgert. Aber so ist es nun einmal: Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit und meistens lässt er sich nicht vorhersagen!

Die Neugier, Neues zu entdecken, treibt ihn schon seit Kindertagen an. / Foto: © MPIBP

Ist es in der Wissenschaft schwierig, mutige Unterstützer zu finden?

Mittlerweile ist die Situation besser als in den Neunziger Jahren, aber trotzdem ist es oft nicht einfach. Mein Glück war, dass damals am Max-Planck-Institut in Göttingen ein paar Wissenschaftler mir eine Chance gaben, meine ungewöhnlichen Forschungsideen zu überprüfen. Sie haben mir vertraut, dass ich fachlich richtig liege und dass ich den Erfolg will. Vorgesetzte, die Risiken mit neuen Mitarbeitern eingehen und die Chancen, die sie mit sich bringen, erkennen, braucht es immer wieder – nicht nur in der Wissenschaft. Viele Institutionen scheuen einen mutigen, risikobehafteten Schritt. Sie entscheiden sich dann lieber für das Vorhersagbare und daher meistens auch für das Mittelmaß. Doch wer Überraschungen ausschließt, tut das Gleiche mit dem Erfolg.

Was würden Sie daher Jüngeren ans Herz legen?

Ich rate ihnen: „Aim high, stay grounded“. Also nach den Sternen zu greifen, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Und zwar, wenn man auch den Spaß daran hat. Ungewöhnliche Ziele zu haben, bietet viele Freiräume und ist persönlich befriedigender, als in ausgetretene Pfaden zu stapfen. Und mit Spaß und Freude an der Sache lassen sich auch Durststrecken überwinden. Als Naturwissenschaftler darf man aber eines nicht vergessen: die Natur ist unerbittlich. Sie ist, wie sie ist. Sie toleriert daher keine Traumtänzer und Phantasten.

Ist dies heute womöglich einfacher als früher?

Die Welt ist heute dynamischer und mobiler als noch vor zwanzig Jahren, wodurch Erfolge schneller erreichbar sind. Ich glaube, in der öffentlichen Wahrnehmung werden diese Chancen etwas unterschätzt. Auch Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen – zu denen ich sicherlich auch einmal gehört habe- können durch Risikobereitschaft und Fleiß ihr Ziel erreichen. Nicht im Schlafwagen. Hinzu kommt, dass in der westlichen Welt aufgrund einer Periode lang anhaltenden Wohlstands viele junge Menschen nicht mehr den Anreiz verspüren, erfolgreich sein zu wollen. Deswegen gelangen diejenigen, die es wirklich wollen, schneller und vorhersagbarer ans Ziel.

Sie meinen, jeder, der an den Erfolg glaubt, bekommt und verdient ihn?

In der Natur schöpft Prof. Dr. Stefan Hell Energie / Foto: privat

Sagen wir es mal so: ein hoher sozialer Hintergrund kann Tür und Tor öffnen. Zudem fällt es einem dann leichter, die Risiken einzugehen, die für den Erfolg nun einmal nötig sind. Umgekehrt kann ein hoher sozialer Status die eigene Motivation schmälern. Wenn man fast alles hat, wozu soll man sich dann noch anstrengen? Daher kann ein weniger gut betuchtes Elternhaus sogar von Vorteil sein. Auf jeden Fall gilt für alle, die ihren Erfolg mehr oder minder hart erarbeiten mussten, ihn auch verdient haben. Neid wäre fehl am Platz, denn ihr Erfolg bringt meistens auch alle anderen weiter. Wir brauchen erfolgreiche Menschen in unserer Gesellschaft.

Was treibt Sie weiter voran, Ihren Weg zu gehen?

Es gibt noch viel Neues zu entdecken und zu erfinden. Und herauszufinden, was das wirklich sein könnte, macht im Übrigen auch eine Menge Spaß.

 

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Heute unterstützt sie als Expertin Kosmetikunternehmen: Klara Ahlers / Foto: privat

„Ich wollte eigentlich ein weiblicher Schimanski werden…“

Sie gilt als die Pionierin der Naturkosmetik: Klara Ahlers entstaubte das Image der Bio-Schönmacher und verpasste ihnen den nötigen Glamour – mit blonder Wallemähne und mörderischen Hacken, die sie ebenso wie ihre Wanderstiefel liebt. Doch von ihrer attraktiven Optik sollte man sich nicht täuschen lassen: Die ehemalige Geschäftsführerin von lavera Naturkosmetik ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau – und noch immer unterwegs, um Naturkosmetik zu demokratisieren. Nach über zwei Jahrzehnten an der Spitze des wohl heute bekanntesten deutschen Unternehmens ihrer Branche, unterstützt Klara Ahlers nun als Expertin Kosmetikunternehmen, das volle Potenzial des wachsenden Naturkosmetikmarktes auszuschöpfen.

 

Als Kind hat man mit Kosmetik nicht so viel am Hut: Was wollten Sie werden, als Sie klein waren?

Ein weiblicher Schimanski. Deshalb habe ich nach der Realschule auch als Vorbereitung darauf eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht. Dann kam aber doch alles anders und ich eröffnete 1988 aus L Freude am Verkaufen mein Naturkosmetik Fachgeschäft in Göttingen, den Cremetopf. Es war einer der ersten Läden dieser Art in Deutschland, nach und nach baute ich das Sortiment mit dem verdienten Geld aus. Den Cremetopf, den ich 2003 verkaufte, gibt es bis heute in der Burgstraße in Göttingen.

Wer ist Ihr größtes Vorbild?

Ich stamme aus sehr bescheidenen Verhältnissen, wir vier Schwestern wuchsen mit unseren Eltern auf dem Land auf. Unser Vater wurde krank, verstarb früh und wir lebten zeitweise mit der Unterstützung von Sozialhilfe. Jedoch bin ich mit starken Frauen aufgewachsen, die viel für ihre Familie in ihren landwirtschaftlichen Betrieben und in ihrem Leben geleistet haben. Das hat mir imponiert und mich geprägt – bis heute!

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach dem ersten größeren Erfolg erfüllt haben?

2005 erfüllte sie sich ihren größten materiellen Traum und kaufte sich eine Rolex. / Foto: privat

Auf dem Berliner Kurfürstendamm gibt es ein Rolex-Geschäft. Jedes Mal, wenn ich dort vorbeigekommen bin, träumte ich davon, dort irgendwann eine Uhr zu kaufen und dabei einen Champagner und einen Espresso zu trinken. Dieses Verwöhn-Programm konnte ich durchs Schaufenster beobachten. 2005 war es dann so weit. Das Shoppingerlebnis beinhaltete aber auch drei Anrufe bei meiner Bank, da von meiner Kreditkarte nur 2500 Euro abgebucht werden konnten. Das war der unromantische Teil.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Harte Arbeit, Durchhaltevermögen, privater Verzicht und Anstrengungsbereitschaft machen für mich den Weg zum Erfolg aus. Es würde sich natürlich sexier anhören, wenn ich sagen würde, du brauchst nur eine Idee, an die du glaubst, den Glauben an dich selbst und natürlich viele Likes auf Instagram. Erfolg ist ein Marathon, kein Sprint. Als Marathonläuferin kenne ich die Phasen aus Freude spüren, die lange Strecke verfluchen und zeitweise einfach nur durchhalten müssen, jedoch kenne ich auch das große Glück beim Ankommen ins Ziel. Deshalb liebe ich das Wort Anstrengungsbereitschaft – und die wohnt nicht unter einem Dach mit Work-Life-Balance. Wenn ich Erfolg im „klassischen Sinne“ möchte, muss ich bereit sein, sehr viel zu leisten!

Sind Sie gut darin, zumindest eine gewisse Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu halten?

Ich bin zum 4. Mal verheiratet, haben Sie da noch Fragen? Wenn man sich, wie ich, beruflich sehr stark engagiert, braucht man einen Partner, der das nicht nur toleriert, sondern voll und ganz respektiert. Nach 3 nicht funktionierenden Ehen habe ich vor acht Jahren meine Schulhofliebe wiedergefunden, seit drei Jahren sind wir nun sehr glücklich verheiratet. In ihm habe ich den unterstützenden, bestärkenden und liebenden Mann gefunden, den ich brauche – er ist meine große Liebe.

Lassen sich Karriere und Kind überhaupt ohne schlechtes Gewissen vereinbaren?

Mir war es immer wichtig, Mitarbeiter/Innen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen. Für viele Frauen ist untergründig irgendwie klar, dass sie, wenn sie nach der Babypause zurück ins Unternehmen kommen, keinen Platz mehr als Führungsperson haben. Das sehe ich zu 100% anders. Ich habe versucht, die Frauen, wenn sie es wollten, auch während der Elternzeit ins Geschehen miteinzubeziehen. Ich bin selbst Mutter und weiß, was geht – und wo es schwierig wird. Um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, braucht es ein stabiles Netz aus Betreuungsangeboten, Familie und Freunden. Natürlich hatte auch ich oft ein schlechtes Gewissen – gegenüber meinem Beruf, meinem Kind und manchmal auch beidem gleichzeitig, aber dieser Zwiespalt gehört wohl dazu

Wo haben Sie jenseits Ihrer Karriere gern Erfolg?

Beim Sport. 2017 habe ich den Zugspitz- Berglauf geschafft. Nach 16 Kilometern nur bergauf und fast 2.500 Höhenmetern auf der Strecke, war das Gefühl am Ziel anzukommen, unbeschreiblich erfüllend.

Wo können Sie entspannen?

Die Natur und die Bewegung in ihr, sind für mich existenziell und Quelle der Inspiration. Ich kläre auf meinen Märschen eine Menge Dinge für mich, die ich am Wickel habe – oder die mich am Wickel haben!

Was treibt Sie an?

Etwas verändern, verbessern und beizutragen zu können. Den Vorsatz, die Welt verbessern zu wollen, ist mir zu abgehoben, aber Teil der Bio-& Naturkosmetik Bewegung zu sein und etwas Positives, etwas wirklich Gutes, am Markt anzubieten, das gibt mir Energie.

Wovon träumen Sie?

Beruflich gesehen, entwickle ich eines Tages vielleicht noch meine eigene Marke, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
Privat möchte ich in Zukunft gerne einen Teil meiner Zeit in Meran, in Südtirol, verbringen und dort zeitweise leben.

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„Ich musste meine geliebte Sportart früher aufgeben, weil ich mich verbrannt habe“

Sven Hannawald strebt heute nicht mehr nach sportlichem Erfolg, sondern vor allem nach einem Leben in Balance. / Foto: HONKPHOTO

2002 schrieb Sven Hannawald Sportgeschichte. Er war der erste, der alle vier Skispringen der Vierschanzentournee gewinnen konnte. Ein Erfolg, der ein Leben verändern kann. Auch das Leben von Sven Hannawald sollte sich ändern. Allerdings nicht wegen der zahlreichen sportlichen Erfolge bei Olympischen Spielen und diversen Weltmeisterschaften. Das, was sein Leben zwangsläufig verändert hat kam 2004.

Hannawald durchlebte ein Burnout und brauchte Jahre, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Ein Leben in Balance. „Ich habe viel zu spät erkannt, dass ich nicht 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche an Skispringen denken muss. Ich hätte auch etwas von dem, was ich reingesteckt habe, weglassen können und es hätte meine Leistung sicherlich nicht wesentlich beeinträchtigt. Aber damals habe ich geglaubt – je mehr ich mache, desto besser werde ich. Das war der Weg, den ich mir vorgenommen hatte. Und am Ende hat er mir zwei Seiten aufgezeigt: Den Erfolg, den ich damit errungen habe aber auch meinen Körper, den ich damit kaputt gemacht hatte.“

Die Sehnsucht ist immer mal wieder da, Große Olympiaschanze / Foto: privat

Hannawald begann mit 7 Jahren das Skispringen. Das Erzgebirge ist eine Wintersportregion. Hier regierte damals nicht der Fußball. Als er das erste Mal ein Skispringen im Fernsehen sah, war es für ihn ein Match. Es war die Faszination, mit zwei Skiern durch die Luft zu fliegen. Schon gleich zu Beginn merkte er auch, dass er ein gewisses Mehrtalent als andere hatte. Es fiel ihm leicht, weit zu springen. „Erfolg hieß für mich schon damals, so weit zu springen, wie es mir möglich ist. Dabei war es mir egal, wenn ich dann mal gestürzt bin und nur fünfter wurde. Für mich war es dennoch ein Erfolg, weil ich das erreicht hatte, was ich mir persönlich vorgenommen hatte.“ Sven Hannawald sagt von sich selbst, dass er so gestrickt sei. Es war von Anfang an das innere Gefühl, das ihn über Jahre gleitet hat, was er zu tun und zu lassen hat. Und er gibt zu, dass dieses Gefühl ihn auch in die Sackgasse geführt hat.

Hannawald 2002 bei der Vierschanzentournee mit Zugspitze im Hintergrund. / Foto: Thomas Kohl

„Alles, was ich anfange, möchte ich auch so professionell und perfekt wie möglich machen. Ich war als Kind schon so. Es gab für mich nichts anderes. Deshalb bin ich auch die extremen Wege gegangen. Ich kann es nicht nachvollziehen, nur Spaß bei der Sache zu haben. Mit 12 Jahren bin ich von zu Hause weg und auf die Kinder- und Jugendsportschule gegangen. Ich hatte Heimweh, mir haben meine Eltern gefehlt. Aber mir war das Skispringen wichtiger. Deswegen war es für mich auch ok, den härteren Weg zu gehen. Wenn ich gesprungen bin, dann war das mein Leben. Ich habe gelernt, früh zu akzeptieren, dass es auch Punkte für den Erfolg gibt, die weh tun.“

Der Startschuss für die großen Erfolge fiel in der Saison 1997/98.
2. Bei der Vierschanzentournee. Silber bei der Skiflug-WM in Oberstdorf und im Mannschaftsspringen bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998. Auch bei der nordischen Ski-WM 1999 in Ramsau gewann er im Einzelwettbewerb von der Großschanze Silber hinter Martin Schmitt. Beim Mannschaftsspringen von der Großschanze gab es dann die Gold Medaille.

Erstmals Skiflugweltmeister wurde er 2000 im norwegischen Vikersund.
Die Saison 2001/02 sollte dann die erfolgreichste in seiner Karriere werden. Hannawald gewann als erster Skispringer alle vier Teilwettbewerbe der Vierschanzentournee in einer Saison. „Natürlich waren das auch

Sven Hannawald feiert nach seinem letzten Sprung bei der ersten Station des Vierschanzen-Skisprungturniers im süddeutschen Oberstdorf 2001 den ersten Wettbewerb in Oberstdorf. / Foto: Christof Stache

die wichtigsten Punkte meiner Karriere. Es waren die Momente, die man auch genießen kann, ganz oben zu stehen.“ Gleichzeitig gab ihm dieser Erfolg auch wieder den Glauben an sein Tun zurück. „Diese Momente nehmen einem auch jeden Zweifel. Denn dann sieht man auch den Weg, den man bis dahin gemacht hat.

Du darfst den Glauben nie verlieren. Die Tournee zu gewinnen, war so ein Moment. Ein Glaube, an den ich mich seit Kindheit an – über fast zwei Jahrzehnte – geklammert hatte.“
Doch diese Leistung und der damit verbundene Druck kostete enorm viel Energie. Hannawald trainierte noch intensiver – sowohl psychisch als auch physisch. Und so trug diese Leistung sicherlich auch etwas zu seinem Burnout bei.

Burnout – Es ist ein schleichender Prozess. Man nimmt vielleicht kleine Veränderungen bei sich wahr aber man denkt nicht weiter darüber nach und unternimmt auch nichts, um es zu ändern. Hannawald weiß, dass es von einem selbst kommen muss. „Mit meinem Perfektionismus und meinem Ehrgeiz bin ich einfach schwer zu stoppen. Deshalb habe ich auch viel zu spät auf die Zeichen reagiert. Als es mir ganz schlecht ging, half auch kein zweiwöchiger Urlaub mehr. Es waren einfach zu tiefe Risse, die ich mir selbst zugefügt hatte.“

Weil er den Adrinalinpush braucht, kam nach dem Skispringen der Radrennsport. / Foto: privat

Nach der Diagnose Burnout folgten mehrere Wochen Klinikaufenthalt. Am Ende stand dann der sportliche Abgang 2005. „Ich musste meine geliebte Sportart früher aufgeben, weil ich mich verbrannt hatte. Ich musste erst einmal lernen, damit umzugehen – das zu akzeptieren. Vor allem, weil der Kopf schneller frisch ist als der Körper. Gedanklich hatte ich mich schon wieder mit dem Skispringen beschäftigt. Aber der Körper wollte noch nicht mehr.“
Die sportlichen Erfolge haben Hannawald zwar einerseits seinen Traum vom Fliegen genommen aber anderseits auch gezeigt, wie man im Leben landet. Diesen „Sprung“ hat er auch in seiner Biografie „Mein Leben – mein Absturz – meine Landung im Leben“ beschrieben. Ihm ist es wichtig, seine Erfahrungen weiterzugeben.
2016 gründete er mit Sven Ehricht zusammen eine Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt „Corporate Health und Sportlervermarktung. In Workshops und Seminaren berichtet Hannawald über seine Erfahrungen und gibt Tipps für Stressmanagement und nachhaltige Burnout-Prävention.

Gerade in der heutigen Zeit, in der alles so schnell gehen muss, ist es wichtig, auf sich zu achten. „Das Dauergeziehe an einem macht uns krank – doch das muss man erst einmal lernen.“ Hannawald betont, dass er in den Seminaren seine Erfahrung nur als Beispiel aufführen und keine Vorschriften machen kann. „Allerdings wissen die Seminarteilnehmer, was ich gemacht und erreicht habe und dass die Erfolge nicht durch frühes Schlafengehen gekommen sind. Es ist egal, welchen Beruf man hat. Es gilt immer das Gleiche: Man muss auf seine persönlichen Pausen achten. Natürlich kann ich niemandem vorschreiben, wann er Pausen zu machen hat, denn am Ende muss die Arbeit immer erledigt werden. Vor allem, wenn man Erfolg haben möchte. Aber es muss die Balance stimmen.“
Hannawald hat gelernt, auf sich zu achten, auf seinen Körper zu hören und eine gewisse Balance im Leben zu finden. Ruhe und Entspannung findet der heute 46-jährige bei seiner Familie.

„Der Sport hat so lange, so viel Platz in meinem Leben eingenommen. Nach dem Skispringen, kam der Rennsport, weil ich den Adrinalinpush gebraucht hatte. Damals hatte ich keine Zeit für eine Familie. Ich war jemand, der sich nicht hätte binden können. In einem Interview habe ich mal gesagt, dass Familie erst kommt, wenn ich ganz aufgehört habe. Jetzt

bin ich soweit, dass ich gelernt habe, mit der neuen Familie den beruflichen Weg zu integrieren. Ich versuche jeden Tag, das bestmöglich zu managen.“

Sven Hannawald ist schon lange wieder im Leben angekommen. Er hat große sportliche Erfolge feiern können, er hat erfahren müssen, wie es ist, wenn der Perfektionismus und Ehrgeiz nach seinem persönlichen Erfolg einen krank machen kann und er hat den größten Erfolg feiern können, in dem er daraus gelernt hat. „Ich habe gelernt, meiner Stimme wieder zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Aber mit Bedacht. Weil es am Ende auch mein Lebensweg ist.“

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist ab sofort im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

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„Sozial-Kompetenz ist für mich ein Must-have“

Fachkompetenz, Sorgfalt und Empathie sind für Dagmar Wöhrl Must-haves in ihrem Beruf. / Foto: Dagmar Wöhrl

Eigentlich wollte sie Tierärztin werden, aber dafür reichten ihre Noten nicht. Stattdessen studierte Dagmar Wöhrl Jura. Richtige Entscheidung: Heute ist die 67-Jährige eine der bekanntesten Unternehmerinnen Deutschlands. Nach ihrer politischen Karriere kennt das TV-Publikum sie als Jurorin der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“. Und nicht nur im übertragenen Sinn kann sie mit ihrer Tierliebe doch noch Gutes tun: Neben ihren vielen sozialen Projekten für Menschen in Not engagiert sich die ehemalige Miss Germany für das Nürnberger Tierheim. Obwohl sie als Ehefrau des Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl nicht unbedingt arbeiten müsste, war es ihr stets wichtig, finanziell unabhängig zu bleiben und ihr Leben eigenverantwortlich zu führen. Eine Erfolgsgeschichte!

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten großen, materiellen Wunsch, den Sie sich erfüllt haben?
Ein neues Auto! Dieser Wunsch hat zu meinem Ausflug in die Model-Branche geführt. Weil es bei der Miss Germany 1977 einen Neuwagen zu gewinnen gab, habe ich überhaupt teilgenommen. Ich brauchte damals unbedingt ein Auto, weil mein alter Mini den Geist aufgab. (lacht)

Was bedeutet heute für Sie Luxus?
Ich glaube, ich bin kein klassisches Luxus-Girl. Ich habe nicht den Schrank voller Taschen und ich trage auch nicht immer die neusten Schuhe. Luxus bedeutet für mich, mir viele meiner Wünsche selbst erfüllen zu können, ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Wenn man dann noch die Möglichkeit hat, Menschen zu unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite stehen, das ist sehr erfüllend. Mein großes Glück ist, dass meine Mama noch lebt und sie noch Teil meines Lebens ist.

Engagiert sich unter anderem für das Nürnberger Tierheim / Foto: Dagmar Wöhrl

Was war die größte Schwierigkeit, die Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg überwinden mussten?
Eine Herausforderung war sicherlich mein Wechsel in die Bundespolitik. Das war eine große Umstellung, auch für meine Familie. Im Jahr war ich mindestens 22 Wochen nicht zu Hause. Das hieß eine komplette Umstellung unseres Familienlebens. Unter der Woche war mein Mann Mutter und Vater in einem. Ich war aus der Ferne für die Hausaufgaben zuständig. Damals war das alles sehr umständlich – Handys gab es noch nicht – und funktionierte nur, wenn wir uns die Aufgaben per Fax hin- und herschickten. Das waren die privaten Herausforderungen. Beruflich musste ich mich als Frau erst einmal behaupten und darum kämpfen, meine vorhandene Expertise als Rechtsanwältin und Unternehmerin auch einbringen zu können.

Wie vereinbaren Sie heute Beruf und Privatleben?
Bei mir haben beide nie in direkter Konkurrenz gestanden. Als Mitglied eines Familienunternehmens gibt man die Firma nicht an der Garderobe ab, sobald man das eigene Zuhause betritt. Die Arbeit hat bei uns immer mit am Essenstisch gesessen, egal ob am Morgen oder am Abend. In der heutigen Zeit kann man von jedem Ort aus arbeiten, sodass ich selbst im Familienurlaub die nötigsten Dinge erledigen kann.

Was war – außer den Noten – eigentlich ausschlaggebend für Ihre Berufswahl?
Mir wurde meine Liebe für Bücher schon in die Schultüte gelegt. Außerdem habe ich akribisch meine Hefte geführt und meine Vorliebe für chronologische Abläufe entdeckt. Als lösungsorientierter Faktenmensch schien mir Jura da perfekt zu passen. Meine weiteren Karriereschritte waren allerdings meistens ungeplant. Dass ich nach meinem zweiten Staatsexamen eine eigene Kanzlei gründen würde, war für mich zwar schon während des Studiums klar, die Übernahme der Rechtsabteilung unseres Familienunternehmens schon weniger. 1990 begann ich, politische Luft zu schnuppern. Dies verdankte ich einem hartnäckigen Anwaltskollegen, der mir zusprach, für die CSU im Stadtrat zu kandidieren. Den vier Jahren im Stadtrat folgten 23 Jahre im Deutschen Bundestag, unter anderem als Parlamentarische Staatsekretärin des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie – das war sicher mit der einschneidendste Schritt.

23 Jahre war sie im Deutschen Bundestag, unter anderem als Parlamentarische Staatsekretärin des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie. / Foto: Dagmar Wöhrl

Gab es auch Rückschläge während Ihrer Karriere?
Natürlich! Ursprünglich sollte ich Luftfahrtkoordinatorin der Bundeskanzlerin werden. Da aber mein Mann zum damaligen Zeitpunkt Luftfahrtunternehmen besaß, erfanden Lufthansa und Opposition einen Interessenkonflikt, indem man suggerierte, dass mein Mann davon profitieren könnte. Dabei wäre das Thema Luftverkehrsrechte gar nicht in meinem Verantwortungsbereich gefallen, sondern hauptsächlich Technologie. Bei einem Mann hätte man nie hinterfragt, was die Frau beruflich macht, bei einer Frau dagegen schon (lacht). Am Ende wurde ich Maritime Koordinatorin der Kanzlerin. Eine Berufung, die ich nicht missen möchte.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?
Mein Mann! Er ist seit bald vierzig Jahren an meiner Seite und ich habe jede berufliche Entscheidung mit ihm zusammengetroffen. Anfang der 80er Jahre war es nicht selbstverständlich, dass sich eine Frau so ohne Weiteres selbst verwirklicht, schon gar nicht, wenn sie mit einem erfolgreichen Unternehmer verheiratet ist. Ich habe aber schon immer meinen Unterhalt selbst verdient, wollte meine Selbständigkeit und Unabhängigkeit nicht aufgeben. Auch als unsere zwei Kinder schon auf der Welt waren, hat mein Mann mich bestärkt, meine beruflich neuen Herausforderungen anzugehen. Ohne seine Unterstützung und die meiner Mama, die sich rührend um ihre Enkel gekümmert hat, wäre meine politische Karriere nicht möglich gewesen.

Apropos Menschen unterstützen: Sie selbst engagieren sich in vielen Projekten für Menschen in Not. Wie wichtig ist Ihnen soziales Engagement?
Sozial-Kompetenz ist für mich ein Must-have. Gerade wenn man erfolgreich ist. Ich würde mir aber wünschen, wenn sich noch mehr sozial engagieren würde, egal, in welchem Bereich sie tätig sind. Dafür braucht es auch keine großen Geldbeiträge. Oftmals hilft es schon, wenn man sich z.B. Zeit nimmt, um älteren Menschen vorzulesen oder einfach zuzuhören. Auch Tierheime freuen sich immer über ehrenamtliche Helfer. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, ohne soziales Engagement zu leben. Mich erfüllt es mit Freude, wenn ich benachteiligten Kindern wenigstens für kurze Zeit mit meinem Tun, ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann. Deshalb bin ich auch stellvertretende Vorsitzende von Unicef Deutschland und Vorstandsmitglied bei der TUI Care Foundation. Und mit unserer eigenen kleinen Stiftung, die wir zu Ehren unseres verstorbenen Sohnes gegründet haben, unterstütze ich auch viele Projekte in Deutschland und der Welt. Unsere Emanuel-Wöhrl-Stiftung konnte z.B. schon in Afrika, Nepal oder Sri Lanka hilfreiche Arbeit leisten. Darauf bin ich wirklich stolz!

Welche weiteren Must-Haves braucht es in Ihrem Beruf?
Fachkompetenz, Sorgfalt und Empathie. Außerdem ist ein gutes Netzwerk das „A“ und „O“ in der heutigen Berufswelt. Daher kann ich nur jedem raten, sich frühzeitig zu vernetzen und dieses Netzwerk auch zu pflegen. Dafür braucht es Kommunikationsfreude, Kreativität und Leidenschaft für die Sache.

Als Jurorin in der TV-Sendung “Die Höhle der Löwen” ist Dagmar Wöhrl schon seit Jahren tätig. / Foto: Dagmar Wöhrl

Von diesen Tipps profitieren sicher auch Ihre Schützlinge bei „Die Höhle der Löwen“. Wie beeinflusst Sie die Arbeit mit den Gründern?
Ich liebe es, mit meinen Start-ups Strategien zu erarbeiten und dann zu sehen, wie diese auch funktionieren. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn meine Gründer erfolgreich sind! Das beflügelt mich, in dieser Richtung noch weiter aktiv zu sein.

Wie leiten Sie Ihr eigenes Team?
Ich sehe mein Team eher als Partner. Daher habe ich auch schon sehr lange die gleichen Menschen um mich herum. Vertrauen, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit sind Attribute, auf die ich großen Wert lege. Dazu gehört für mich auch, offen für konstruktive Kritik zu sein. So kann ich mich weiterentwickeln und wir erreichen gemeinsam die größten Erfolge.

Welche Ziele in Sachen Erfolg setzen Sie sich persönlich für die Zukunft?
Wirklich neueZiele verfolge ich zurzeit nicht. Wichtig für mich ist, meine Nachfolge in meinen charitativen Projekten zu regeln, damit diese nachhaltig fortgeführt werden können. Dies liegt mir sehr am Herzen.

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„Man darf es sich nicht immer leicht machen“

Die Athletin ist nahezu jeden Tag auf dem Wasser / Foto: privat

Edina Müller ist eine Ausnahm-Athletin. Allein 2021 gewann sie innerhalb weniger Tage bei den Paralympics und bei der WM die Gold- und Silbermedaille im Kajak – auf zwei verschiedenen Kontinenten. Maßgeblich für ihren Erfolg ist die richtige Selbsteinschätzung und der Rückhalt der Familie

Gold in Tokio, wenige Tage später Silber in Kopenhagen – obwohl Sie kaum Zeit hatten, sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Wie haben Sie das geschafft?
Ehrlich gesagt, war ich nicht top vorbereitet für Kopenhagen. Ich war ganz schön platt. Sonst hätte es sicher auch Gold werden können. Natürlich freue ich mich auch über Silber.
Zwei Medaillen in so kurzer Zeit bei zwei unterschiedlichen Wettkämpfen. Das muss Ihnen erst mal jemand nachmachen.

Sind Sie stolz?
Klar bin ich stolz, auch weil die äußeren Umstände nicht immer einfach sind. Ich muss das ja alles selbst finanzieren. In Kopenhagen sollte zum Beispiel das Hotel 220 Euro pro Nacht pro Person kosten. Da waren wir dann halt auf dem Campingplatz. Das war zwar okay, nur kalt. Und ich hatte auf dem Campingplatz keinen Zugang zu den Physiotherapeuten, die sich um uns Athleten kümmern sollten. Die waren im Hotel. Wir haben es dennoch hinbekommen.

Allein in diesem Jahr sind Ihnen Kosten von rund 10.000 Euro entstanden. Wie schaffen Sie es, das zu finanzieren?
Ich bin Einzelsportlerin, da kann ich mir Sponsoren suchen. Theoretisch möchte ich gerne das Geld dafür ausgeben, dass ich top vorbereitet bin. Zum Beispiel mir einen Mentaltrainer nehmen oder noch mal in ein weiteres Trainingslager fahren. Doch meine Förderung ging hauptsächlich dafür drauf, dass ich überhaupt mein Trainingslager und Flüge finanzieren konnte. Und Tokio war natürlich wahnsinnig teuer.

Warum nehmen Sie das alles auf sich?
Das hat verschiedene Gründe. Zum einen bin ich wahnsinnig motiviert und habe einfach Lust, Medaillen zu holen, weil ich das Gefühl habe, damit ist bei mir noch nicht Schluss. Zum anderen ist da mein Sohn. Ich möchte ihm zeigen, dass man nicht freiwillig aufgibt. Dass er, wenn er etwas möchte, es auch schaffen kann.

Olympionikin Birgit Fischer und Edina Müller mit Baby / Foto: privat

Sie sind jetzt 38. Denken Sie allmählich daran, mit dem Leistungssport aufzuhören?
Nein. Ich orientiere mich an Leuten wie der erfolgreichsten deutschen Olympionikin Birgit Fischer, die noch mit 42 Jahren Gold gewonnen hat. So lange es der Körper mitmacht und so lange ich für die Sache brennte gibt es keinen Grund aufzuhören. Ich war dieses Jahr so schnell wie noch nie.

War Ihnen schon als Kind klar, dass Sie Leistungssportlerin werden? Sie haben ja sehr früh angefangen.
Nein. Ich habe immer mit viel Freude Sport getrieben. Ich komme aus einem wahnsinnig sportbegeisterten Haushalt. Meine Mutter ist Fußballfan, außerdem guckt sie Biathlon und Olympia sowieso. Mein Großvater kommt aus Ungarn, hat dort in der zweiten Liga Fußball gespielt. Meine Oma war als Jugendliche in der Handball-Nationalmannschaft. Der Sport war also immer schon in mein Leben integriert.

Sie sitzen seit dem Jahr 2000 im Rollstuhl. Bei dem Unfall waren Sie 16 Jahre alt. Das stelle ich mir sowohl körperlich als auch emotional enorm schwierig vor. Wie sind Sie durch diese Zeit durchgekommen?
Mit 16 ist das Leben ja eh gerade im Umbruch. Nachdem ich den Unfall hatte, habe ich versucht, mich auf andere Sachen zu konzentrieren. Ich bin viel mit Freunden ausgegangen. Erst drei Jahre später hatte ich ein richtiges Tief, kurz vorm Abi. Mir wurde klar, dass ich mir erlauben muss, wegen dieser Tragödie traurig zu sein. Ich glaube, dass dieser Trauerprozess absolut wichtig ist, um damit abschließen zu können und weiterzumachen. Meine Mutter war damals mein Anker. Für sie war das auch nicht einfach, zusammen haben wir uns da raus gezogen. Ich bin der Meinung, wer etwas wirklich aktiv verfolgt, dem öffnen sich immer Türen. Diese Erkenntnis zieht sich durch mein ganzes Leben.

Den Gewinn der Goldmedaille / Foto: privat

Dann würden Sie Ihren Unfall nicht als den lebensverändernden Moment sehen?
Lebensverändernd schon, nur bin ich in einer Situation, die ich selbst beeinflussen kann. Wenn jemand stirbt, kann ich das nicht. Mein Großvater starb, als ich 13 war. Er war meine männliche Bezugsperson und plötzlich einfach weg. Das war schlimm. Natürlich war mein Unfall wie gesagt eine Tragödie, doch nichts, was mich komplett aus der Bahn geworfen hat.

2012 haben Sie Ihre erste paralympische Gold-Medaille im Basketball gewonnen. Warum haben Sie danach die Sportart gewechselt?
Das hatte persönliche Gründe. Die Trainingsumstände passten damals einfach nicht mehr. Im Nachhinein glaube ich, es war einfach an der Zeit aufzuhören. Wenn ich heute zu einem Kajak-Rennen fahre, bin ich aufgeregt und habe Gänsehaut. Solche Momente hatte ich damals beim Basketball nicht mehr.

Was war bisher Ihr größter sportlicher Erfolg?
Das ist schwierig zu sagen, weil ich natürlich mit jedem Erfolg eine besondere Erinnerung verbinde. Die Silbermedaille in Peking bei meinen ersten Paralympischen Spielen war der Wahnsinn. Sich 2012 mit der Mannschaft durchzukämpfen und zusammen Gold zu gewinnen, war auch Wahnsinn. Genauso wie 2016 Silber in Rio: die ersten Paralympics in meiner neuen Sportart. Die Goldmedaille jetzt in Tokio war sicher die am härtesten erkämpfte, auch wegen des Trubels drumherum, weil es für meinen Sohn und meinen Mann so kompliziert war, mich zu begleiten.

Wer ist in solchen Zeiten Ihre größte Stütze?
Meine Mutter hat die Basis für meinen Erfolg als Sportlerin geschaffen. Auf sie konnte ich mich immer zu 100 Prozent verlassen. Dank ihr hatte ich nie Angst, sondern immer das Gefühl, es wird schon gehen. Seit 2012 ist auch mein Partner in so vielen Dingen eine Stütze…..

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„Jeder sollte versuchen, das Beste zu geben“

 

Peter Merck Geschäftsführer Golf Lounge Hamburg Billwerder / Kommunikationstalent trifft Organisationsfreude: Peter Merck wollte schon als Kind die Olympischen Spiele planen. Heute betreibt er die „Golf Lounge” – Ein Ort, der neben Golf-Trainingsanlage auch EventLocation ist. / Foto: Golf Lounge

In Hamburg betreibt Peter Merck das Golf Lounge Resort. Uns hat der 54-Jährige erzählt, wie seine Begeisterung für Sport ihn antreibt und was die lila Kuh damit zu hat.

Was war ausschlaggebend für Ihre Berufswahl?
Ich wollte schon als Kind die Olmypischen Spiele organisieren. Da kam damals schon meine Leidenschaft für Organisation und für den Sport durch. Als ich mein Wirtschaftsstudium abgeschlossen hatte, wollte ich diesen Strang wieder aufnehmen. Ich habe mich gefragt: Welche Sportarten sind in Deutschland ausbaufähig? Am Anfang bin ich natürlich über Fußball gestolpert, aber da hat keiner auf mich gewartet. Also habe ich weiter geguckt und bin beim Golf gelandet. Das war eine analytische Abwägung, nichts Emotionales.

Woher hat man als Kind den Traum, eine Olympiade zu organisieren?
Ich habe einfach immer Spaß am Organisieren gehabt. Bei einem Kindergeburtstag hatte sich mal jemand die lila Kuh von Milka gewünscht. Alle anderen haben natürlich Schokolade geschenkt. Ich bin zum Bauern um die Ecke gegangen und habe gefragt, ob ich eine Kuh ausleihen und sie als lila Milka Kuh präsentieren kann.

Heute managen Sie Ihr eigenes Golf-Unternehmen. Ihre Golf Lounge in Hamburg zieht gerade an einen neuen Standort. Bisher war es eine dreistöckige Driving Range, Ihr neues Golf Lounge Resort hat einen richtigen Golfplatz. Ein großer Schritt?
Kommt drauf an, wie man es sieht. Die alte Golf Lounge wurde als innerstädtische Trainingsanlage gebaut, für Golfer und Leute, die Golfen lernen wollen. Wir haben aber relativ schnell gemerkt, dass wir auch eine tolle Event-Location sind, mit der wir Unternehmen eine Plattform für Gespräche oder Weiterbildungen bieten können. Im Grunde genommen machen wir jetzt das Gleiche, bloß in groß: Wir bieten wieder Golf an und lassen im Umfeld sehr viele Events laufen.

Ihre Kunden können also auf gewisse Art bei ihnen in den Tag rein leben. Das ja auch Ihre persönliche Definition von Glück, oder?
Ja. Ich schöpfe meine Kraft aus der Natur und den Momenten, die ich in ihr verbringe, egal ob auf dem Land, auf dem Wasser oder in den Bergen.

Dabei hat man als Unternehmer gerade dafür eher wenig Zeit. Wie kriegen Sie Wunsch und Wirklichkeit unter einen Hut?
Ich bin auf der einen Seite sehr ehrgeizig und ungeduldig, weil ich meine Projekte durchbekommen möchte. Andererseits habe ich eine Familie, die mich auffordert, mir Freiräume zu nehmen und am Familienleben teilzunehmen.

Welche weiteren Eigenschaften zeichnen Sie aus?
Mich zeichnet aus, dass ich neugierig bin, dass ich Dinge von unterschiedlichen Blickwinkeln angucke. Ich versuche, immer über den Tellerrand zu schauen. Und es ist für mich wichtig, klare Entscheidungen zu treffen und dafür im Zweifel auch meinen Kopf hinzuhalten.

Dürfen Ihre Mitarbeiter Sie kritisieren?
Absolut! Natürlich ist für mich im Unternehmen Loyalität ist wichtig. Aber ich schätze eine offene Kultur, in der mein Team klar artikuliert, was ihm gefällt und was nicht. Bevor wir große, weitreichende Entscheidungen treffen, versuche ich, jedem zuhören und abzuwägen.

War es für Sie eine Option, beruflich bei dem von Ihren Vorfahren gegründeten Chemie- und Pharma-Konzern Merck einzusteigen?
Nein. Ich fände es nicht klug, die eigene Familie in irgendwelche Positionen zu protegieren. Es ist viel sinnvoller, sich zurückzunehmen und ein operatives Management marschieren zu lassen. Man muss auch überlegen, wo man seine Stärken hat. Ich bin nicht der geborene Analytiker. Ich bin eher jemand, der Menschen zusammenführt und der auf der Ebene der Kommunikation viel bewegen kann.

Gibt es ein Familien-Credo, das Sie leben?
Für mich ist es wichtig, dass wir über die Familie schon im Kindesalter versuchen, Werte zu vermitteln. Dazu gehört ua. Respekt, Toleranz, Verantwortung und eine gewisse Gelassenheit. Das sind Dinge, die nicht von heute auf morgen kommen. Das ist ein langer Prozess. Ich versuche meinen Kindern zu erklären, dass wir eine Vorbildfunktion haben und dass man diese nicht erst als Erwachsener übernimmt, sondern dass das schon in den Kinderschuhen anfängt. Jeder sollte versuchen, sein Bestes zu geben.

Sie engagieren sich auch ehrenamtlich. Wie bringen Sie sich wo ein?

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„Ohne Vision, ohne Träume kommt man nicht voran”

Weniger als 100% zu geben, gibt es bei dem gebürtigen Bergisch-Gladbacher nicht. Heute hält er Vorträge über mentale Stärke. / Foto: Fabian Hambüchen

Als Kind hatte Fabian Hambüchen Stuntman werden wollen. Er liebte schon immer das Risiko, das Adrinalin und den Nervenkitzel. Man kann sage: Knapp daneben. Denn diese drei Komponenten fanden sich dann auch in seiner erfolgreichen Karriere als Turner wieder. Fast 30 internationale Medaillen gehen auf Hambüchens Konto. 2016 erreichte er den Höhepunkt und sein Lebensziel. Er gewann bei den Olympischen Spielen in Rio die Goldmedaille am Reck. Danach beendet er seine internationale Karriere.

In seinem Buch „Den Absprung wagen“ nennt er diese Goldmedaille die Vollendung. Eine Vollendung nach vielen Erfolgen und vielen emotionalen Momenten. Allerdings war der Sieg in Rio schon etwas ganz besonders für ihn. „Ich hatte von klein auf den Wunsch, Olympiasieger zu werden. Und nach 25 Jahren Leistungssport, viel harter Arbeit, Durchhaltevermögen und starker Willenskraft hatte ich es geschafft.“ 25 Jahre hat Hambüchen für dieses Lebensziel gekämpft. So lange hält so manche Ehe nicht.

Was braucht man, um sein Ziel zu erreichen? Ausschlaggebend für den 33-jährigen: „Das Durchhaltevermögen, der Glaube an sich selbst und die Vision. Ohne Vision, ohne Träume kommt man nicht voran. Und vor allem muss man bereit sein alles dafür zu geben, um diese Träume zu erreichen – sein Leben dem Sport bzw. dem Erfolg zu widmen.“ Doch auch die Familie und die Freunde sind wichtig. „Wenn man beruflich erfolgreich sein möchte, dann muss das Umfeld drum herum passen. Es muss einen unterstützen, Kraft geben und nicht noch eine zusätzliche Belastung darstellen.“ Bei Hambüchen passte es. Sein Vater Wolfgang Hambüchen war von Beginn an auch sein Trainer. Für die mentale Unterstützung bei dieser doch harten Sportart sorgte sein Onkel Bruno Hambüchen, ein diplomierter Pädagoge mit Spezialisierung auf Mental Coaching.
Hartes Training, mentale Stärke sind allerdings nicht alleine für den Erfolg verantwortlich. „Wenn man Erfolg haben möchte, dann muss man weiterdenken, als schon zuvor. Man muss alle Aspekte und Experten mit einbeziehen, um seine eigene Leistung zu optimieren. Man muss sein eigenes Handeln immer hinterfragen, analysieren und überlegen, was man noch besser machen kann,“ so der Ratschlag von Hambüchen.

Der gebürtige Bergisch-Gladbacher ist kein Mann für halbe Sachen. Wie sähe es aus, wenn er nicht das geworden wäre, was er heute ist und erreicht hat? „Dann wäre ich in einem anderen Bereich gut geworden. Weil ich ein Typ bin, der immer 100% gibt, bei dem was ich anpacke.“ Diese 100 % gibt er nun auch nach dem Ende seiner internationalen Karriere.
Mittlerweile ist er TV-Experte bei Eurosport und berichtete von den Olympischen Spielen in Tokio…

 

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Wir wünschen Ihnen

schöne und besinnliche Weihnachtstage

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Viel Spaß beim Lesen!

„Die beste Motivation ist Emotion“

Er möchte kommende Generationen für das Thema Wirtschaft und Finanzen interessieren: Manuel Heyden. / Foto: nextmarkets

Für Finanzen und die Börse begeistert sich Manuel Heyden schon seit seiner Jugend, 2014 gründete er mit seinem Bruder Dominic den Online-Broker nextmarkets.com. Die gemeinsame Leidenschaft ist ein Grundpfeiler ihres Erfolgs

Haben Sie ein Vorbild?
Ja, Bill Gates. Zum einen, weil er mit Microsoft eine unglaubliche Gründungsleistung erbracht hat, die bis heute die Welt bestimmt. Zum anderen, weil er an seinen Zielen festgehalten hat, auch wenn er damit nicht den Konventionen entsprach. Ich denke zum Beispiel daran, dass er bereits mit 14 Jahren mit Traf-O-Data sein erstes Start-Up mit einem System zur Messung von Verkehrsströmen gründete. Auch, dass er sein Harvard-Studium abgebrochen hat, um seine Gründungsidee voranzubringen, zeugt von großer Überzeugung und großem Willen, an dem ich mir ein Beispiel nehme.

Was waren bisher die wichtigsten Schritte in Ihrer eigenen Karriere?
In meiner Gymnasialzeit begann ich mich für Finanzen und die Börse zu interessieren. Im Unterricht kamen diese Themen zwar so gut wie nicht vor, aber der Geist der New Economy erfasste mich trotzdem. Um meine ersten Ideen umzusetzen, gründete ich deshalb mit 19 mein erstes Start-Up für Online-Marketing. Die ersten Erfahrungen in der Selbstständigkeit waren für mich Gold wert. Genauso wie die zwei Jahre bei der ABN AMRO Bank, bei der ich in Frankfurt und London einen Online-Broker mit aufbaute. Mit diesem Background gründete ich 2014 das FinTech nextmarkets mit meinem Bruder Dominic, der als Ingenieur den Grundstein für die Technologie gelegt hat. Die Vision, den aktienbasierten Vermögensaufbau für eine breitere Bevölkerung zugänglich zu machen, treibt uns bis heute an.

Manuel Heyden (r.) gemeinsam mit Bruder Dominic (l.). Die Geschwister mischen mit „nextmarkets” die Trading-Branche auf. / Foto: nextmarkets

Wie schaffen Sie es dabei, sich selbst immer wieder neu zu motivieren?
Die beste Motivation ist Emotion. Meine persönliche Leidenschaft für FinTech-Innovation bringt mich dazu, immer weiter an der Verbesserung von nextmarkets zu arbeiten. Im Zusammenspiel von Finanzen und Technologie steckt viel Synergiepotential, was darauf wartet, entdeckt zu werden. Hinzu kommt, dass ich mit meinem Handeln etwas bewirken möchte, das über den persönlichen Nutzen hinausgeht und der Gemeinschaft insgesamt Vorteile bringt.

Welche Ziele setzen Sie sich für die Zukunft?
Mit Nextmarkets haben wir wichtige Zwischenziele erreicht. Dazu zählt, dass die Plattform weiter stark wächst und 2020 über eine Million Trades abgewickelt hat. Für die Zukunft steht die Expansion unseres Unternehmens in sechs weiteren europäischen Märkten an, wofür wir insgesamt 30 Millionen Euro an Investorengeldern sammeln konnten. Außerdem möchte ich eine Stiftung ins Leben rufen, die vor allem jungen Menschen das Thema „Finanzen“ näher bringt. Vieles von dem, was auf der Welt geschieht, hat wirtschaftliche Hintergründe, auch der Klimawandel. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, kommende Generation für das Thema Wirtschaft und Finanzen zu interessieren.

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Vegane Sneaker

Sie stehen mit ihrer Marke „Monaco Ducks“ für Nachhaltigkeit, Fairness und Slow Fashion: Gründer Julian Hermsdorf (r.) und Carl Warkentin. / Foto: Monaco Ducks

Monaco Ducks ist das erste klimaneutrale Designer Sneaker Label. Bei der Herstellung der handgefertigten Schuhe kommen Materialien wie Loden, nachhaltiges und zertifiziertes Leder oder eine vegane Lederalternative zum Einsatz. Den beiden Gründern Julian Hermsdorf und Carl Warkentin geht es darum, dass man Design, Lifestyle und Qualität ohne schlechtes Gewissen erleben kann.

Wie ist die Idee entstanden?
Wir haben die Idee im Studium gegründet, sind aber erst mal beide beruflich andere Wege eingeschlagen. Es hat als Hobby begonnen. Wir waren auf der Suche nach nachhaltig und fair produzierten Produkten, zu einem fairen Preis und mit einem hohen Anspruch an Qualität, Komfort und Design. Paradoxerweise gab es das nicht auf dem Markt, daher haben wir es selbst produziert.

Ist bisher alles gelaufen, wie geplant?
Wir sind seit 2017 auf dem Markt. Nicht nur in den letzten zwei Jahren mit Covid 19, sondern generell läuft es im Startup nie wie geplant. Aber das macht uns aus, wir kommen nicht aus der Modeindustrie und gehen Dinge anders an als etablierte Marken.

Wie hoch war zu Beginn das persönliche Risiko?
Sehr hoch. Die ersten Jahre haben wir eigenes Geld investiert und ohne Gehalt gearbeitet.

Die Gründer sind sich einig: Man kann nur langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn man sich dem neuen Wertesystem anpasst. / Foto: Monaco Ducks

Was ist eure Vision?
Wir stehen für echte Nachhaltigkeit, Fairness, Slow Fashion ohne Kompromisse im Design, Lifestyle oder Qualität zu machen. Wir möchten hier weiter als Vorbild vorangehen.

Wie schwierig ist es, dafür die richtigen Investoren zu finden?
Geld am Markt gibt es genug. Uns ist wichtig, dass die Investoren zu uns passen und unsere Vision unterstützen. Im besten Fall gibt es auch einen strategischen Fit und der neue Partner kann uns auch inhaltlich voranbringen.

Warum lohnt es sich in Monaco Ducks zu investieren?
Wir sind first-mover im wachsenden Nachhaltigkeitsmarkt. Und wir gehen in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation immer einen Schritt weiter als andere es kommunizieren. Wir sind davon überzeugt, dass der Return on Invest so für die Investoren, Mitarbeiter, Kunden, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen vorhanden ist.

Monaco Ducks” schafft nachhaltige Sneaker-Mode, ohne Kompromisse im Design oder der Qualität zu machen. / Foto: Monaco Ducks

Mit welchen Kleinigkeiten kann man die Welt besser machen?
Da gibt es viele! Wichtig ist es, sich zu informieren. Nachhaltigkeit ist zwar inzwischen als Thema in der Gesellschaft angekommen. Doch das kommuniziert auch jedes Unternehmen heutzutage. Für den Konsumenten ist es schwer, sich ein Bild davon zu machen, was wirklich nachhaltig ist und was nicht. Wenn Fast Fashion Unternehmen recycelte Mode anbieten, sollte man hinterfragen, wie viel davon wirklich recycelt ist und ob Fast Fashion überhaupt nachhaltig sein kann. So ist auch ein veganer Sneaker nicht automatisch nachhaltig. Am einfachsten und vielleicht wichtigsten ist jedoch, den Konsum einfach einzuschränken.

Was muss sich noch ändern, um die Umwelt zu retten?
Unserer Auffassung nach muss v.a. die Wirtschaft eine Vorbildfunktion einnehmen. Es kann kein Wert mehr darin liegen, immer schneller und weiter zu wachsen. Alle Stakeholder, egal ob Gesellschaft, Gesellschafter, Umwelt, Kunden oder Mitarbeiter werden das künftig nicht mehr schätzen. Das Wertesystem ändert sich. Wir glauben, man kann langfristig nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn man sich dem neuen Wertesystem anpasst. Neue Startup Unternehmen tun sich damit sicherlich leichter als große, etablierte Unternehmen.

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„Man kann nicht immer und überall Vollgas geben“

Karsten Schramm ist Erfinder des E-Mail-Dienstes GMX und Mitgründer der sicheren und vertraulichen Kommunikationsplattform ginlo. Das Projekt baut er seit 2020 auf und gründete die ginlo.net GmbH. / Foto: privat

Er ist der Mann, der an seinen Rechner einen der berühmtesten Internet-Dienste unseres Landes programmierte: Karsten Schramm gründete 1997 GMX – und läutete so ein neues Kommunikationszeitalter ein. Jetzt will ausgerechnet er E-Mails überflüssig machen…

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Wenn mir etwas gelingt, von dem ich persönlich überzeugt bin – erst recht, wenn Kritiker der Sache keine Chance gaben.

Wie startet man ein Unternehmen wie GMX?
Man muss es einfach tun. Ich habe nicht lange geprüft, ob ich mir da zu viel vornehme, sondern meinen Rechner angeworfen und den Dienst programmiert. Mein Vorteil war, dass ich bereits Miteigentümer einer Münchner Internet-Firma war. Somit stand mir die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.

Wie sind Sie auf die Idee zu GMX gekommen? Damals war das Internet ja tatsächlich noch „Neuland“…
Ich habe den Bedarf für einen Dienst gesehen, der E-Mail-Nutzer unabhängig von ihren Internet-Anbietern macht. Mich hat gestört, dass die großen Provider ihre Kunden damals quasi in Geiselhaft nahmen. Man konnte seine E-Mail-Konten oft nur kostenpflichtig über deren teure Einwahlpunkte nutzen.

Was hat für Sie den Reiz ausgemacht?
Das war ein klassisches Underdog-Projekt, das es auf einmal mit den ganz Großen aufgenommen hat. Die Nähe zu den Nutzern war klasse. Das extrem starke Wachstum des Projekts war eine große Herausforderung. Da hieß es jeden Tag powern -– teilweise bis zu 20 Stunden.

Ist Bauchgefühl ein entscheidender Faktor für Erfolg?
Zumindest ein wichtiger. Ist man bei einer Sache sehr engagiert und hat auch das notwendige Wissen, dann fühlt man oft instinktiv, ob eine Wahl die richtige ist.

Karsten Schramm gründete mit Eric Dolatre und Peter Köhnkow 1997 den E-Mail-Dienst GMX. 7 Foto: privat

Was war Ihre erste große Anschaffung, die Sie sich gegönnt haben, als GMX groß wurde?
Das kann ich Ihnen nicht einmal sicher sagen, weil es für mich nicht wichtig war. Später habe ich natürlich für meine Familie und mich ein Haus gebaut.

Wie schwer fiel Ihnen der Abschied von Ihrem Baby GMX?
Das war seinerzeit kurz nach dem Crash des Neuen Marktes. Ich war gerade auf Roadshow, als in England die erste Internet-Pleite die Börsen abstürzen ließ. Entsprechend musste der Börsengang von GMX abgesagt werden, was zu großer Verunsicherung bei unserem Ankerinvestor geführt hat. Es war eine schmerzliche Zeit. Ich sah meine Ziele das Unternehmen in der gegebenen Konstellation dann nicht mehr erreichbar.

Hatten Sie Angst vor dem „Danach“?
Nein. Ich habe die Zeit genutzt, erst einmal wieder aufzutanken und mich mehr um meine Familie zu kümmern. Die vorgegangenen Jahre waren schon ziemlich extrem.

Mit Brabbler wollten Sie eine sichere Alternative zu WhatsApp etablieren. Das hat leider nicht geklappt. Woran lag das?
Den Anspruch, WhatsApp oder einen der anderen großen Messenger in kurzer Zeit zu ersetzen, sollte kein Unternehmen haben – schon gar nicht mit dem Fokus auf Privatnutzer. Außerdem war ein Produkt geplant, das weit mehr sein wollte als nur ein Messenger. Brabbler hat sich zu viel vorgenommen.

Gehören Rückschläge zum Erfolg?
Rückschläge sorgen für Bodenhaftung und lassen einen das Nachdenken nicht verlernen. Sie sind Lektion, nicht Katastrophe.

Woran arbeiten Sie gerade?
Ich habe vor etwas über einem Jahr die ginlo.net GmbH gegründet, die das Dual-Messenger-Projekt ginlo entwickelt und vermarktet. Es handelt sich dabei um die Kombination von zwei Datenschutz-Verordnungs-konformen Hochsicherheits-Messengern – einer für den kommerziellen Einsatz und einer für Privatnutzer. Diese arbeiten reibungslos zusammen und haben das Potenzial, E-Mail bei der Kommunikation zwischen Organisationen und privaten Nutzern weitgehend zu ersetzen – selbst bei sensiblen Daten und inklusive Live-Audio-Video-Konferenzen. Die Anfänge dieses Projekts reichen bis 2011 zurück, dann wurde es ein Opfer der Insolvenz der Brabbler AG. Wir haben den Dienst in den vergangenen Monaten bereits stark ausgebaut und sind mit dem Schwerpunkt Business-Kunden auf einem guten Weg. Bei meiner Historie klingt das jetzt vielleicht seltsam, aber es ist an der Zeit, die Verwendung von E-Mail überflüssig zu machen. Der Komfort- und Sicherheitsgewinn wäre beachtlich….

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Alleine auf der Bühne stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness

Rufus Becks Ratschlag an sein jüngeres Ich: „Alles ist gut, du bist geliebt, jeder Tag ist eine Chance, sei dankbar und höre auf dein Herz.“ / Foto: BrauerPhotos / O.Walterscheid

Rufus Beck sieht sich als Zehnkämpfer der darstellenden Künste. Ein sportlicher Ansatz, den der 65-jährige allerdings auch zu 100 % erfüllt. Passend zu seinem Lebens- und Berufsmotto: „100 % sind Minimum“. Beck ist Schauspieler, Sänger, Regisseur, Sprecher und Produzent. In all diesen „Disziplinen“ kann er Erfolge vorweisen. Dabei ist Beck eher durch Zufall in die Sphäre der darstellenden Künste eingedrungen.

Während seines Studiums der Ethnologie und Philosophie an der Universität Heidelberg arbeitete Beck nebenbei am Stadttheater. „Ich wusste nicht, dass ich das Talent zur Schauspielerei beziehungsweise zum Showbusiness habe. In zwei Theaterproduktionen habe ich dort unter anderem Musik gemacht und kleine Rollen gespielt. Der Regisseur und seine Regieassistentin meinten, ich solle auf eine Schauspielschule gehen. Vielleicht hatte man das eher im Spaß gesagt, aber ich habe das ernst genommen und meine akademische Laufbahn beendet,“ so Beck. Manchmal braucht es ihm Leben andere Menschen, die einem den gewissen Schubs geben. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass viele Menschen mich gefördert haben oder in mir etwas gesehen haben, von dem ich selbst gar nichts ahnte und das mir dann eine völlig neue berufliche Richtung gab.“

Schauspielerin Jo Kern (l.) und Rufus Beck (r.) bei der „Movie meets Media” in München 2020. Foto: © Baganz

Allerdings bringt Beck sehr wohl das nötige Talent und die richtige Einstellung mit, um so lange in dieser Branche erfolgreich sein zu können. „Ich bin jetzt seit über 40 Jahren im Showbusiness und habe so vieles ausprobiert, hatte Höhen und Tiefen, Erfolge und Flops. Entscheidend ist aber immer wieder, sich selbst in Frage zu stellen. Was möchte ich? Wo will ich Hin? Was sagt mir mein Herz? Wie werde ich glücklich?“ Neben etwas Glück, das auch immer zum Erfolg gehört braucht es allerdings auch noch ein paar Eigenschaften, die man mitbringen sollte. „Man sollte eine Vision haben. Der Glaube an sich selbst und dass Träume in Erfüllung gehen können. Und nicht zu vergessen: Leidenschaft für das, was man tut.“

Bei Rufus Beck hat vieles funktioniert, weil er diese Eigenschaften mitbringt und verinnerlicht hat. „Ich hatte zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn die etwas kindliche Vision, einmal alleine auf den größten Bühnen zu stehen und vor einem großen Publikum zu spielen. Das passierte dann wirklich nach vielen Jahren zum ersten Mal 1994 auf der ersten „Tabaluga“ Deutschland Tournee unter anderem in der Olympiahalle München, wo ich die Show als „Magier“ eröffnen durfte und vor 12.000 Menschen agierte.“ Alleine auf der Bühne zu stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness. Und Beck erfüllt diese Disziplin mit Leidenschaft und Bravour.

Doch nicht nur da. Jeder, der Harry Potter gehört hat, kennt seine Stimme. Die Harry Potter-Hörbücher mit Beck als Sprecher haben sich fast 4 Millionen mal verkauft. Überregionale Anerkennung und Schauspielpreise bekam er, als er von 1988-94 am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert war….

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Das Filmemachen ist ein Lernprozess

Er möchte Filme machen, die eine gewisse Sicht auf die Welt widerspiegeln: Regisseur Simon Denda. / Bild: © Holger Jungnicke

Einige Kinder kaufen sich von ihrem Konfirmationsgeld Kleidung oder Handys – Simon Denda kaufte sich damals eine Kamera. Das war sein erster Schritt in Richtung Filmemachen. “Mit diesem Camcorder konnte man die Videos auch rückwärts abspielen. Meine Freunde und ich sind damit durch die Straßen gerannt und von Gegenständen gesprungen und haben es uns rückwärts angesehen. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich weiter damit beschäftigt habe.”

Nun hat er in seiner jungen Karriere eine der höchsten Auszeichnungen erhalten. Den Student Academy Award in Silber in der Kategorie „Narrative International“. „Diese Auszeichnung ist eine absolute Ehre. Sie verschafft einem Aufmerksamkeit aber vor allem die Versicherung, dass man das, was man macht auch beherrscht.

Es sind Zwei Nachwuchs-Regisseure von deutschen Filmhochschulen in Los Angeles zusammen mit weiteren 15 Studierenden aus aller Welt mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden und dazu gehört auch Simon Denda aus Karlsruhe. Die Ehrung fand coronabedingt im Rahmen einer virtuellen Zeremonie statt. In diesem Jahr hatten 210 amerikanische und 126 internationale Hochschulen über 1.400 Beiträge eingereicht. Die Gewinner können mit ihren Filmen nun auch beim Oscar-Wettbewerb im Jahr 2022 mitmachen.

Bild: The Academy of Motion Picture Arts and Sciences

Die Frage „Kann der das überhaupt?“ muss nicht mehr gestellt werden, denn sie wurde mit dieser Auszeichnung beantwortet.“

Nach seinem Abitur machte Denda ein Praktikum beim Film, wo er einige Stationen am Set durchlief. Ursprünglich sollte danach ein Studium an der Filmhochschule folgen. Allerdings gab es eine Absage. Es folgte ein Bachelor in „Audiovisuelle Medien“ und der 2. Bewerbungsversuch. Diesmal mit Erfolg und zwar an der HFF in München. Für seinen Abschlussfilm „Adisa“, der nach einer wahren Begebenheit in einem Dorf an der somalischen Grenze spielt und das Ziel eines Terrorangriffs wurde, gab es nun die Auszeichnung. „Man träumt natürlich davon, solch einen Preis zu bekommen, aber es ist schon absurd, zu wissen, dass man jetzt Teil der Academy ist und für immer in deren Archiv eingelagert ist.“

Simon Denda gemeinsam mit der Filmcrew beim Dreh südlich von Nairob / Bild: © Nic Thuita

Simon Denda ist bewusst, dass dieser Preis ein Sprungbrett im Filmbusiness sein kann. Große Regisseure wie Spike Lee oder auch Robert Zemeckis haben ihn ebenfalls erhalten. Aber er ist Realist. „Wie heißt es: `You still have to do the work`. Der Preis hilft Dir nicht dabei, Dich zu etablieren.“ Bereits vor der Auszeichnung hatte Denda ein gutes Netzwerk und steht nun kurz vor seinem Debut-Film und weiteren Projekten. „Mein Ziel ist, mein Leben lang Filme machen zu können, die eine gewissen Sicht auf die Welt widerspiegeln und Themen und Ideen zu verarbeiten, die mir wichtig sind.“

Wichtig sind Simon Denda auch die Menschen – im Film und in seinem Team „Regie führen ist nicht nur eine Vision zu haben, sondern Du musst mit Menschen können. Teamführung ist wichtig. Die Leute zu animieren, das Beste zu geben.“….

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