Bei Instagram findet man sie unter dem Namen „donnaromina“. Foto: © Instagram.com/donnaromina

Wenn das Hobby zum Beruf wird

Auf ihrem Instagram-Account „donnaromina“ folgen der 26-Jährigen Romina Meier 350 Tausend Fans. Neben lässigen Outfit- und Lifestyle-Bildern überzeugt die lässige Duisburgerin vor allem auch mit ihrem Humor.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, wenn man mit sich und seinem Leben zufrieden ist und man irgendwann nicht sagt ,,hätte ich das damals mal anders gemacht’’.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl? Welche Berufswahl genau?
Ich habe nach meinem Abitur eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht. Bewusst habe ich mich für diese Ausbildungsstelle entschieden, da diese breit gefächert ist und nach Abschluss viele Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. Man ist nicht allzu sehr spezialisiert wie bspw. Bei einer Ausbildung zur Friseurin. Perfekt für die Leute, die in frühen Jahren noch nicht so wirklich wissen, was sie einmal werden möchten. In der Zeit war ich aber schon sehr aktiv auf Social Media und habe da schon die ein oder andere Kooperation abgewickelt. Das ich mit meinem Hobby irgendwann mal Geld verdienen könnte, hätte ich im Traum nicht gedacht.

Was wollten Sie als Kind werden? Und warum?
Meine Mutter hat mir damals immer Jura oder Medizin eingepredigt. Ich habe aber schon schnell in der Schule gemerkt, dass ich kein Lern-Typ bin und viel mehr in der Mode aufging. Ich habe schon im Kindergarten selber entschieden, was ich anziehe und wie mein Outfit aussehen soll. Das erzählt mir meine Mutter heute noch. Damals gab es den Beruf als ,,Influencer’’ nicht. Deshalb war mein Traumberuf Modedesignerin. Das ich irgendwann mal im Social Media Bereich lande, hätte ich mir damals nicht ausmalen können. Schließlich gab es diese neue Welt da noch gar nicht.

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriere-Schritte? Und warum?
Mein wichtigster Karriere-Schritt war, als ich mich für die Selbstständigkeit entschieden hatte. Ich hatte immer große Zukunfts-Angst und wusste nicht, wohin all das führen wird. Daher habe ich mich auch erst dann dafür entschieden, nachdem ich meine Ausbildung erfolgreich absolviert habe. Man kann schließlich nicht zwei Hasen hinterherlaufen – sonst gehen beide rennen.

Gab es einen materiellen Wunsch der Sie am Anfang bis zum ersten (großen) Erfolg begleitet hat? Und wenn ja was und wann haben Sie Ihn sich erfüllt und warum war es der große Wunsch?
Mein größter Traum damals war die Speedy 30 (oder auch 35) von Louis Vuitton. Von meinem ersten verdienten Gehalt und ein bisschen Zuschuss von Mama habe ich mir meinen Traum relativ schnell erfüllt.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten? Und was raten Sie einem (jungen) Menschen der Erfolg haben möchte?
Lebe deine Träume. Hab nicht allzu viel Angst vor der Zukunft, gerade dann, wenn du noch jung bist. Ich hatte auch große Zukunftsängste und wollte den Schritt in die Selbstständigkeit nicht wagen. Heute bin ich froh, dass ich all meinen Mut zusammengenommen habe.

Was treibt Sie beruflich weiter voran?
Mein Umfeld. Ich bin sehr dankbar für meine Familie, Freunde und meinen Freund. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich nicht da, wo ich heute bin. Von Tag 1 wurde ich unterstützt und mir wird bis heute täglich Mut zugesprochen.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?
Mein Freund ist nicht im Bereich Social Media tätig und steht nur hinter der Kamera und berät mich. Er geht einen ,,normalen’’ Job nach und daher fällt es mir auch einfacher von meinem Alltag mal abzuschalten und über andere Dinge zu reden als nur über Instagram / Social Media. Ich stelle es mir super schwierig vor, wenn mein Freund auch Content Creator wäre.

An welchen Orten finden Sie neue Inspiration? Woraus schöpfen Sie Kraft bzw. was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?
Auf Reisen lasse ich mich gerne inspirieren – sei es von den Orten oder aber auch wenn den Menschen. Ich habe das Gefühl, dass ich in Urlauben nochmal ganz anders aufgehe und der Content hier deutlich einfacher zu gestalten ist.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?
Authentizität.

Was ist heute Ihr Antrieb jeden Tag weiter zu machen, nachdem Sie nun erfolgreich sind?
Stehen bleiben kommt für mich nicht in Frage und das funktioniert in dem Business auch nicht. Ob privat oder beruflich – weiterentwickeln sollte man sich immer und vielleicht auch neue Seiten / Stärken entdecken / ausschöpfen.

Können Sie Ihr Erfolgsgeheimnis für uns zusammenfassen?
Es gibt kein Rezept für (m)ein Erfolgsgeheimnis. In gewisser Art und Weise sollte man versuchen sich von der Masse abzuheben aber trotzdem sich selbst treu zu bleiben.

 

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Bildcredit: Max Sonnenschein

Meine Omi ist mein Vorbild!

Leonie Gerner ist ein wahres Multitalent: Angefangen hat sie als Moderedakteurin, arbeitete unter anderem als Freelancerin für Otto, Elle oder Burda Creative. Heute ist sie Moderatorin, Art Direktorin und macht Musik. In der Corona-Zeit hat sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Julian Krohn einen Podcast ins Leben gerufen, der sich mit den Problemen der Berliner Kunst- und Kulturszene beschäftigt. Wir haben mit ihr über die aktuelle Situation, ihren Erfolgsweg und zukünftige Ideen gesprochen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich vor allem sich selbst auf gewisse Art und Weise zu verwirklichen, sich zu trauen auch mal “nein” zu sagen zu Dingen die vielleicht finanziell attraktiv sind, einen menschlich nicht widerspiegeln!

Wer ist ihr größtes Vorbild?
Meine Omi – von ihr habe ich glaube ich auch meine Begeisterungsfähigkeit. Das hat mich an ihr immer besonders fasziniert – selbst mit 90 Jahren konnte sie sich noch an kleinsten Dingen erfreuen und sie betrachten, als wäre es das erste Mal. Das gleiche Merkmal trägt auch meiner Mutter im Herzen.

Außerdem verfolge ich seit einiger Zeit die US-amerikanische Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez, ihre Stärke und Energie ist beeindruckend. Sie engagiert sich für die wichtigen Dinge in der Politik und vertritt richtige Werte. Die Reden der demokratischen Sozialistin (wie sie sich selbst bezeichnet) ziehen einem die Schuhe aus – knaller Frau!

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Das ist sehr schwer zu sagen, denn das was ich noch vor wenigen Jahren gemacht habe, gehört jetzt nur noch teilweise zu meinem jetzigen Arbeitsalltag. Damals habe ich mich dazu entschlossen Moderedakteurin zu werden, weil ich mich für Mode interessiert habe und außerdem die Welt sehen wollte. Das ist mir gelungen, ich bin sehr dankbar dafür. Durch meinen Job als Modejournalistin und Art Direktorin habe ich die Welt gesehen. Heute haben sich meine beruflichen Wege verändert, ich habe mich einer neuen Form des Journalismus zugewandt. Mittlerweile bin ich als Moderatorin vor der Kamera zu finden, mit meiner Interview Sendun

Bildcredit: Paul Keuter

g “Berlin Kunterbunt” ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Als Founder des Podcasts “SHOW DOWN – Der Kampf um die Feierkultur” den ich zusammen mit meinem Freund und Kollegen Julian Krohn ins Leben gerufen habe, widme ich mich seit Anbeginn der Corona Zeit unserer schwer angeschlagenen Kunst und Kulturszene. Vor allem mit Schwerpunkt auf die Berliner Clubkultur. Die Tatsache, dass ich selbst auch Musik auflege hat mir hier viele Türen geöffnet. In Zusammenarbeit mit einem regionalen Berliner Sender drehe ich außerdem im Moment auch eine Dokumentation zum Thema Clubkultur in Berlin. Diese wird im Jahr 2021 erscheinen.

Was raten Sie einem (jungen) Menschen der Erfolg haben möchte?
So spannend sich etwas auch anfühlt, ein Schritt zurück, genau hinschauen, dann entscheiden und weiter gehen. Wenn man den Mut hat auch mal Unkonventionelles zu machen, aus der Reihe zu tanzen und seine Ideen laut auszusprechen, kann daraus etwas Fantastisches entstehen! Sich selbst treu und dabei aber mutig bleiben ist glaube ich das Geheimrezept.

Welche Sehnsüchte haben Sie?
Mich noch mehr selbst zu verwirklichen und dabei aber auch gleichzeitig was im Außen bewegen. Ein bisschen mehr Struktur hier und da könnte mir nicht schaden ;). Außerdem wünsche ich mir in nicht allzu ferner Zukunft eine Familie zu gründen – man wird sehen was die Zukunft bringt.

Haben Sie eine lustige „Anekdote“ aus Ihrem Erfolgs Leben?
Puh … so viele!!! Mit Johannes Oerding habe ich mich für unser Interview in einer meiner Lieblingsbars, dem “Neulich” in Berlin Neukölln, getroffen. Michi der hinter der Bar für unser Wohlbefinden verantwortlich war, meinte es wohl etwas zu gut mit uns. Am Ende des Interviews war ich der Meinung mindestens genauso gut singen zu können wie Johannes – konnte ich nicht! Das Video gibts noch online auf Youtube ..

Was bedeutet Ihnen der Partner beim Erklimmen der Karriereleiter?
Mein Partner ist neben meinem Bruder Constantin, mein schärfster Kritiker. Was mir hilft, in dieser Branche lohnt es sich, genauer hin zu sehen. Und im Zweifel auch mal “Nein” zu sagen.

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für die Zukunft?
Mein Traum wäre es, ein Interview Format wie “Inas Nacht” hosten zu dürfen – ein Format das anspruchsvoll, aber lustig ist und gleichzeitig auch mal aneckt! Aber jetzt freue ich mich erstmal auf das Ergebnis der Dokumentation an der wir seit Wochen arbeiten. Was mich bei allem Stress immer wieder in Balance bringt ist übrigens die Musik – aktuell bin ich mit meinem Freund im Studio, mal schauen was da so passiert 🙂

Mehr Infos über Leonie Gerner auf:

Website LEONIE GERNER 
Podcast: FEIERKULTUR

Für den berühmtesten Werber Jean-Remy von Matt ist Erfolg die nasse Seife auf dem Boden deiner Dusche. © Yves Borgwardt

Erfolg ist eine nasse Seife.

Diesen Werber kennt ganz Deutschland: Jean-Remy von Matt, 68. Werbeslogans wie „Bild dir deine Meinung“, „Geiz ist Geil“ und „Wer hat`s erfunden? Ricola“ sind nur einige der bekannten Kampagnen, die in seiner Agentur Jung von Matt entworfen worden. Die Agentur gründete der in Belgien geborene Schweizer 1991 gemeinsam mit Holger Jung. Zahlreiche Auszeichnungen wie „Independent Agency of the Year“ bei Cannes Lions folgten.

Herr von Matt, was wollten Sie als Kind werden?
Ich wollte Bauer werden, meinte mit dem Begriff aber etwas anderes – nämlich jemanden, der baut. Also Architekt. Architekten bauen für Generationen. Darum beneide ich sie. Während die Halbwertzeit unserer Konzepte und Ideen immer kürzer wird. Jedes Tattoo-Studio schafft heute nachhaltigere Ergebnisse.

Hatten Sie ein Vorbild?
Neben den vielen sehr beeindruckenden Menschen, für die und mit denen ich in meinen 45 Jahren an der Werbefront arbeiten durfte, ist es immer noch meine radikal lösungsorientierte Mutter. Ein Cousin beschrieb sie sehr treffend mit dem Satz: Bei Edith war nichts kompliziert.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
In den 60er Jahren wurde Werbung durch einige herausragende Persönlichkeiten revolutioniert, die die ersten wirklich kreativen Kampagnen schufen. Das hat mich als Jugendlicher fasziniert, das wollte ich auch.

Fällt Ihnen eine Kampagne ein, die Sie besonders fasziniert hat?
Meine Marienerscheinung war die Kampagne, mit der Herausforderer Avis in den 60er Jahren den Marktführer Hertz angriff. Sie faszinierte mich so sehr, dass ich jeden Text bis zum letzten Wort auswendig konnte.

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere?
Das für mich wertvollste waren die ganzen Begegnungen mit herausragenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Sport, Politik – bis hin zum Handshake mit dem Papst.
Seit 36 Jahren arbeite ich unter anderem mit Erich Sixt zusammen und profitiere vom Scharfsinn und Bauchgefühl dieses großen Unternehmers. Als er mir vor einem Jahr das Du anbot, war das für mich mehr wert als jede Auszeichnung.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriereweg?
Die Kreativindustrie ist voller Unwägbarkeiten, so dass einem jeden Tag kleinere und jedes Jahr größere Rückschläge sicher sind. Dass man aus jedem von ihnen lernen etwas kann, macht sie leichter erträglich. Hinschmeißen war jedenfalls für mich nie eine Option. Erst recht nicht seit ich als Mitinhaber einer Agentur Verantwortung für Partner, Kolleginnen und Kollegen trage.

Was bedeutet Erfolg für Sie?
Erfolg ist die nasse Seife auf dem Boden deiner Dusche. Du musst dich krumm machen, um sie zu erreichen. Und schon rutscht sie dir aus der Hand und ist wieder etwas weiter weg.

Was glauben Sie ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?
Erfolg hat nach wie vor sehr viel mit der Begeisterungsfähigkeit für ein Thema zu tun hat. Der Rest ist dann Talent und Fleiß. Nachhaltiger Erfolg war früher einfacher. Heute, in der Agilität des digitalen Lebens, ist es wiederum einfacher, einen kurzfristigen Erfolg zu landen und dafür den berühmten 15-Minuten-Ruhm zu geniessen.

Was macht für Sie eine gute Führungskraft aus?
Am wichtigsten ist, ein Vorbild zu sein, auch was Einsatz angeht. Als wir anfingen, hatten wir vor allem ein Ziel – das beste Produkt herstellen. Doch da wir weder intelligenter noch kreativer waren als unsere Wettbewerber, half nur eins: früher im Büro und später zufrieden sein als alle anderen.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Denkt man an Psychothriller, fällt einem sofort der Besteller Autor Sebastian Fitzek ein.

„Who the fuck is Fitzek?“

Es ist heute kaum vorstellbar, dass ein Sebastian Fitzek seinen Debütroman bei 18 Verlagen einreicht und 15 Absagen erhält. Fitzek – der Erfolgsautor für Psychothriller, der seit 2006 einen Bestseller nach dem anderen schreibt. Die Gatekeeper von damals fassen sich vermutlich immer noch an den Kopf ob der Erfolgsgeschichte Fitzeks: ein Bestseller nach dem anderen, Buchpreise en masse und schließlich die Verfilmung einiger Bücher. Fitzeks Erfolg ist das Ergebnis einer einfachen Prämisse: Er tut, was ihm Spaß macht.

 

 

 

Was war für Sie bei Ihrer Berufswahl ausschlaggebend?
Ich hab schon immer gern gelesen und mich dabei oft gefragt, ob ich auch so eine Geschichte erzählen und schreiben könnte. Dann hab ich es einfach gemacht.

Die Verlage waren eher abweisend, was Ihren Debütroman betraf. Was war der Wendepunkt?
Der Tag, als Droemer Knaur mein erstes Manuskript angenommen hat und ich ein Jahr später das Buch in den Händen hielt.

Wer hat Sie auf diesem Weg am meisten unterstützt?
Ich habe unglaubliches Glück, ich habe viele Unterstützer. Angefangen mit meinen Eltern, die wirklich alles mitgemacht haben, was ich mir so ausgedacht habe. Meine Mutter ist „Schuld“ daran, dass ich Autor geworden bin. Sie hat immer alles von mir gelesen und wenn ich total verzweifelt war über den Müll, den ich fabriziert hatte, und aufgeben wollte, sagte sie, das ist toll, ich will weiterlesen, bitte schreib weiter. Heute muss ich mich bei so vielen Menschen für ihre Unterstützung bedanken, das sehen Sie ja auch an meinen Danksagungen.

Der Weg zum Erfolg ist manchmal auch steinig und mühsam. Was würden Sie jungen Menschen raten, die Erfolg haben möchte?
Einstein sagte einmal: „Jeder ist ein Genie. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben lang glauben, dass er dumm sei.“
Und ich füge hinzu: Lasst euch umgekehrt nicht davon abhalten, auf einen Baum zu klettern, nur weil andere euch für einen Fisch halten. Hört nicht auf diejenigen, die euch sagen, etwas würde nicht gehen. Seid Fische, die auf Bäume klettern.

Sie haben heute Ihren Weg gefunden und schreiben einen Bestseller nach dem anderen. Wo finden Sie die Inspiration und Kraft für Ihre Werke?
Von meinem Büro aus gucke ich in einen sehr schönen Garten. Aber ich bin nicht der Autor im stillen Kämmerlein, ich brauche Menschen um mich herum, daher arbeite ich in einer Bürogemeinschaft. Meine Ideen stammen eigentlich immer aus der Realität.
Wie jetzt auch zu meinem aktuellen Buch: Eine Leserin erzählte mir, dass sie für das Heimwegtelefon arbeitet, was ich nicht kannte. Also habe ich es recherchiert und es
nimmt eine zentrale Rolle im Thriller ein.

Das komplette Interview können Sie in der Print Ausgabe von „Secrets of Success“ lesen. Dieses kommt am 4. Dezember 2020 in den Handel.

Mit Themen wie Body Possitivity ist Farina Opoku Vorbild für viele Frauen.

„Niemand muss super skinny sein!“

Mode und Make-up waren immer ihre Leidenschaft! Eigentlich war das Ziel von Farina Opoku nach dem Abschluss ihres Studiums in Journalismus und Unternehmenskommunikation einen Job als Beauty-Redakteurin bei einem Hochglanz-Magazin zu ergattern. Stattdessen schreiben die Journalisten heute aber über sie und ihre Looks. Angefangen hat alles, als die heute so erfolgreiche Influencerin in einem Klamotten-Laden jobbte, um sich die Uni zu finanzieren. Damals postete sie online erste Outfits. Heute folgen ihrem Account Novalanalove 1,2 Millionen Fans, Farina ist damit eine der erfolgreichsten Vertreterinnen ihrer Branche. Eines ihrer wichtigsten Themen: Body-Positivity. Das macht sie zum Vorbild für viele junge Mädchen. Die Kölnerin hat mittlerweile sogar ein eigenes Fashion Label gegründet – weil sie nie die perfekten Sachen in den Shops gefunden hat, um ihre tolle, aber eben etwas weiblichere Figur, perfekt in Szene zu setzen. Der Name ihres Lifestyle-Blogs setzt sich übrigens so zusammen: Nova steht für Neuanfang, Lana für ihr Idol Lana del Rey – und Love ist einfach das Wichtigste für Farina. Es gibt aber auch noch einen zweiten, nicht ganz so bekannten Account: Auf „neverfailedsogood“ zeigt die 29-Jährige ganz uneitel misslungene Fotos, um klar zu machen, dass auch bei ihr nicht immer alles auf Anhieb klappt– und sie auch nicht durchgehend perfekt aussieht. Warum sie das macht? Farina will sich dem Sog der Social-Media-Plastikwelt nicht ergeben. Für sie gilt: Natürlichkeit siegt.

Was würdest Du Mädchen raten, die in Deine Fußstapfen treten möchten?
Dass sie niemals von den falschen Gründen angetrieben werden. Der Spaß und die Kreativität sollten die Motivation sein, wieso sie ihr Leben online teilen möchten und nicht der Erfolg oder das Geld. Auch mein Job bringt Nachteile mit sich, nur sehen die viele auf den ersten Blick nicht.

Wie sieht ein „normaler“ Tag bei Dir aus – und wie viele Stunden am Tag arbeitest Du davon an Deinem Content?

Bei mir gibt es keinen Alltag. Mein Tagesablauf hängt ganz von meinen Partnern, den jeweiligen Kampagnen, Shootings und Events ab. Aber auch abseits davon arbeite ich eigentlich 24/7, da ich versuche, so viel wie möglich in Interaktion mit meiner Community zu sein. Ich beantworte mehrere Stunden am Tag Nachrichten.

In welchen Situationen wird Dir bewusst, wie anders Dein Leben im Vergleich zu früher ist?

Heute kann ich genau das machen, was ich immer wollte, ohne dass mich jemand einschränkt. Ich darf meiner Kreativität freien Lauf lassen und genau das war immer mein Ziel. 
Und genau das ist für mich auch das, was Erfolg bedeutet.

Hattest Du je eine absurde, komische oder auch beängstigende Situation mit einem Fan?
Ich liebe es, Follower auf der Straße zu treffen, denn so bekomme ich zu der „Zahl“ auch Gesichter und das freut mich immer sehr. Vor allem, wenn ich merke, wie lange mich manche online schon begleiten. In meiner alten Wohnung in der Innenstadt hat allerdings einmal jemand durchs Fenster von unten meine Füße gefilmt und das Video nachher ins Netz gestellt. Das war echt etwas creepy…

Wie gehst Du mit Hass und Beschimpfungen im Internet um?
Den ignoriere ich weitestgehend und versuche mich mehr auf die vielen positiven
Feedbacks zu konzentrieren.

Das ganze Interview können Sie in der Print Ausgabe von „Secrets of Success“, die am 4. Dezember 2020 in den Handel kommt, lesen.

„Was ich in meiner Karriere gelernt habe? Probleme sollte man als Herausforderungen sehen.“

Lifestyle, Kreativität und Nahbarkeit – für diesen Mix lieben ihre rund 250 000 Follower Laura Noltemeyer. Ihren „Designdschungel“ hat die Hamburgerin mittlerweile zur internationalen Marke ausgebaut und eine eigene Social-Media-Marketing-Agentur gegründet. Das neuste Baby der 32-Jährigen ist die Kosmetik-Marke „Bayage Beauty“, deren Produkte alle vegan sind und frei von Parabenen, Silikon, Mikroplastik und Mineralöl.

 

Interview:

Wie haben Deine Eltern auf Deine Karriere reagiert?

Ich habe einen Master in Architektur, deshalb war das alles nicht so einfach für sie. Meine Eltern hatten sich mit dem Gedanken angefreundet, dass ich Architektin werde. Ich habe mir dann erst mal ein Jahr gegeben und in einer mini-kleinen Wohnung ohne große Fixkosten gewohnt, um auszuprobieren, ob ich mit meinem Konzept erfolgreich werden könnte – ohne dabei Schulden anzuhäufen. Jetzt, fast sieben Jahre später, würde ich sagen, es hat sich gelohnt, dass ich nicht auf die Meinung anderer gehört habe und meine Eltern sagen das auch.

 

Was ist Dein Erfolgsgeheimnis?

Ich versuche, keine Probleme zu sehen, wo keine sind. Und wenn ich etwas mache, bin ich bereit, alles dafür zu geben und bin mir für nichts zu schade.

 

Welche Opfer musst Du denn bringen?

Extrem viele, das sieht man auf Social Media nur nicht. Ich kann nicht einfach mal so mit Freunden bis fünf Uhr morgens feiern oder mich entspannt unter der Woche auf einen Wein treffen, sondern muss viel auslassen, um meine Karriere so professionell zu betreiben, dass es meinem Anspruch an mich selbst genügt.

Das ganze Interview können Sie am 4. Dezember 2020 im Print Magazin Secrets of Success nachlesen.

Frank Thelen – etwas zu bewegen ist sein Antrieb Fotos: © Frank Thelen / frank.io

„Startup-DNA“

Wenn Kinder laufen lernen, fallen sie auch böse hin: Frank Thelen aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ weiß nicht nur, wie man Start-ups das Laufen beibringt. Er ist auch tief gefallen. Mit 25 Jahren stand er als Unternehmer vor dem Ruin, hat es aber zurück nach oben geschafft. Heute ist der 44-Jährige für diese schmerzhafte Erfahrung sogar dankbar. Er findet: Richtig auf die Schnauze zu fallen, tut einem Gründer gut.

Wenn Frank Thelen in der „Höhle der Löwen“ sitzt, warten die Zuschauer gebannt auf seine Einschätzung. Der 44-Jährige kennt nicht nur die Tech- und Gründerszene sehr gut, er scheint auch immer den richtigen Riecher zu haben, ob eine Geschäftsidee Potenzial hat. Dass er einmal Deutschlands bekanntester und mit sechs Staffeln dienstältester „Löwe“ werden würde, hätte der Bonner nie gedacht. Seine Eltern vermutlich auch nicht, als ihr Frank so viele Fünfer und Sechser nach Hause brachte, dass er vom Gymnasium flog und auf der Realschule landete. Hätte man ihn damals gefragt, was er sich einmal für seine Zukunft vorstellt, hätte er gesagt: „Eher was Sportliches.“ Auch wenn er leidenschaftlich gerne Skateboard fährt, hatten es ihm früher kleine Bälle angetan. „Als Kind wollte ich mal Tischtennisprofi werden, weil mich der Sport begeistert hat. Ich war auch tatsächlich ganz gut, aber für eine Profikarriere hätte es wohl nicht gereicht“, verrät Thelen.

Gereicht haben dann zumindest die schulischen Leistungen doch noch. Thelen kämpfte sich hoch, konnte studieren und entschied sich für Informatik – um es dann doch wieder abzubrechen. Er hatte nämlich mit 18 Jahren seine erste Firma gegründet, die er ausbauen wollte. Sein Unternehmen stellte ein innovatives Framework zur Herstellung von High-End-Multimedia-CD-ROMs zur Verfügung. Für Interessierte nur so viel: Es war eine schnellere und flexiblere Alternative zur beliebten Macromedia-Director-Plattform. 1996 fusionierte seine erste Firma mit Pro PC zur Marke Create Media, die einige der ersten größeren Websites in Deutschland wie zum Beispiel hallo.de oder bilder.de erstellte und betrieb. 1997 glaubten Investoren so fest an ihn und seine Fähigkeiten, dass er für seine neue Firma Twisd 1,4 Millionen D-Mark Wagniskapital bekam, um einen Linux-basierten Router zu entwickeln und zu vertreiben, der lokale Netzwerke mit dem Internet verband.

Zwei Jahre nach der Firmengründung stand Thelen mit Twisd kurz vor dem Sprung an die Börse und damit mit gerade mal 24 Jahren vor seinem vermeintlich größten Erfolg. Doch dann stürzte alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Die Internetblase platzte. Doch Thelen und seine Mitgründer hatten zur Überbrückung der letzten Phase vor dem Börsengang einen Kredit über zwei Millionen D-Mark aufgenommen – und dabei einen ihrer größten Fehler gemacht: Sie haben mit ihrem Privatvermögen gebürgt. Thelen stand plötzlich vor dem Ruin und vor einem riesigen Schuldenberg. „Das war mein größter Rückschlag.“ Er verkroch sich erstmal, sortierte sich neu, suchte nach Auswegen. „Ich konnte glücklicherweise einen Vergleich mit der Bank aushandeln und den Mut und die Willenskraft finden, erneut zu gründen – diesmal erfolgreich.“

Thelen geht ganz offen mit seiner Niederlage um. „Wir lernen mehr durch Schmerz als durch Glück“, gibt er zu bedenken. Und der junge Firmengründer ist gewillt, zu lernen. Zehn Jahre stottert er seine Schulden ab, Monat für Monat. Auch wenn er im Laufe der Jahre alles mit einem Schlag hätte begleichen können, er will die Erinnerung an seine schwerste Zeit nicht so schnell hinter sich lassen. Nach Twisd gründet er die Firma ip.labs, die zum Weltmarktführer für Onlinefotoservices wird: „Das war der wohl wichtigste Karriereschritt und auch einer der wichtigsten Wendepunkte in meinem Leben. Nicht nur, weil das letztendlich zum ersten größeren wirtschaftlichen Erfolg für mich wurde, sondern auch, weil ich aus einer sehr schwierigen Situation heraus erneut gegründet und mir selbst und anderen Gründern gezeigt habe: Wieder aufstehen lohnt sich!“

Thelen ist der festen Überzeugung: „Niemand hat nur Glück und Erfolg.“ Niederlagen gehörten ebenso zum Leben. Die Frage sei nur, wie man mit den Tiefpunkten umgehe. Das will er jungen Gründern mit auf den Weg geben. Auch seine Autobiografie „Startup DNA“ trägt den prägnanten Untertitel „Hinfallen, aufstehen, die Welt verändern.“ Besser könnte man den 44-Jährigen nicht beschreiben. Auch er möchte die Welt verändern. „Mein größtes Vorbild ist Elon Musk, weil er visionär denkt und in fast allen relevanten Zukunftsthemen spürbar involviert ist.“ Dass die Welt vor einem großen Umbruch steht, liegt für Thelen auf der Hand: „Sämtliche Industrien werden in den kommenden Jahrzehnten durch immer wieder neue, technologische Entwicklungen disruptiert. Wer hierfür kein Verständnis hat und nicht vorausschauend handelt, wird abgehängt.“

Dass Deutschland sich selbst abgehängt hat, ist Thelens große Befürchtung. Oder, wie er es ausdrückt: „Internet, Smartphone, Cloud: Europa hat alles verpennt.“ Deshalb treibt ihn jetzt vor allem eines an: „Bisher war es immer die Begeisterung für neue Technologien und die Liebe zum Produkt, an dem ich zu dem Zeitpunkt gebaut habe. Jetzt habe ich zum ersten Mal einen Zehnjahresplan und eine Agenda: Ich möchte einen Technologie-Champion aus Europa mit aufbauen. Wir müssen unsere wirtschaftliche Lage gegenüber den USA und China stärken, damit wir auch in Zukunft noch auf Augenhöhe mit den Weltmächten verhandeln können. Wir brauchen globale Lösungen für Themen wie KI und Klimaschutz. Das spornt mich an.“ Etwas zu bewegen, das ist sein Antrieb und Motor. Das spürt man. Deshalb verwundert es auch nicht, dass er über sich selbst sagt: „Für mich bedeutet Erfolg, jeden Tag ein bisschen besser zu werden und immer wieder an neuen Herausforderungen mit den klügsten Köpfen arbeiten zu dürfen.“

Ihm sei es auch nie wichtig gewesen, einmal ein großer Firmenchef zu sein. „Ich habe schon immer aus Passion heraus gehandelt. Ich habe mich nie aktiv dazu entschieden, Gründer oder Investor zu werden, sondern habe einfach immer mit Herzblut an Produkten gearbeitet, bis daraus Unternehmen entstanden sind. Investor bin ich dann geworden, weil ich mit meinem Kapital etwas an die Start-up-Szene zurückgeben wollte.“ Jungen Gründern rät er: „Wer mit Passion und aus Leidenschaft und tiefster Überzeugung heraus ein Ziel verfolgt, kann es in meinen Augen mit harter Arbeit und Disziplin auch immer schaffen. Wer nur auf Erfolg aus ist, wird es hingegen schwierig haben.“

Claudia Rothhammer

Lutz Marmor spricht als Intendant des NDR bei einer Mitarbeiterversammlung. © NDR Jann Wilken

Langfristig denken

Lutz Marmor hat eine erstklassige Karriere in öffentlichen-rechtlichen Rundfunkanstalten hingelegt: Westdeutscher Rundfunk, Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg, Norddeutscher Rundfunk. Beim NDR ist der 65-Jährige seit 2008 Intendant – noch bis Januar 2020. Geplant war seine Medienkarriere nicht, aber der studierte Betriebswirt ist sehr froh, dass es so gekommen ist. „Mein Lebenslauf sieht im Nachhinein so geplant aus, das war aber gar nicht so. Manchmal ergibt sich etwas und man muss die Chance ergreifen“, sagt Marmor über seinen Werdegang.

„Ich war ja in der Unternehmensberatung tätig und habe für den WDR ein Konzept ausgearbeitet“, erklärt Marmor seinen ersten Berührungspunkt mit der Medienbranche. Schließlich sei er vom WDR gefragt worden, ob er das Konzept selbst umsetzen wolle. „Den WDR und überhaupt Medien fand ich total spannend. Die haben offene Türen bei mir eingerannt“, spricht Lutz Marmor über einen wichtigen Schritt in seiner Karriere.

Später folgte er dem Ruf des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB). Es war ein absolutes Highlight seiner Karriere, die Neugründung einer Rundfunkanstalt mitzuerleben. „Ich bin einen Monat vor Sendestart hingekommen, wir hatten 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und kurze Zeit später gut 500.“ Vier Jahre war Lutz Marmor beim ORB. „Die haben sich allerdings wie acht angefühlt“ – so intensiv, aber auch so schön hat er die Zeit in Erinnerung. Darin sieht Marmor auch sein Erfolgsgeheimnis: „Was ich gemacht habe, wollte ich immer bestmöglich machen. Auch mit großem zeitlichen Aufwand.“ Das ist auch sein Rat an junge Menschen. „Das versuchen, was einem liegt, aber dann auch exzellent machen und nicht halbherzig. Bei allem Ehrgeiz sollte aber das Private nicht zu kurz kommen.“

Seine Stärken beschreibt Lutz Marmor so: „Ich bin Mensch geblieben, authentisch, denke langfristig und bin ehrlich. Es bringt nichts, jemanden auszutricksen, weil man sich immer zweimal begegnet. Ich weiß fachlich sehr viel, lasse aber auch den Bauch noch entscheiden.“

Seinen Ausgleich findet der NDR-Intendant beim Sport. Früher sei er Baskenballspieler gewesen und habe sogar ein Team trainiert. „Da will man natürlich gewinnen, wobei man beim Sport auch das Verlieren lernt. Basketball ist ein Mannschaftssport und ich glaube, ich habe viel davon profitiert für mein Berufsleben.“ Doch nicht nur der Sport ist ihm Ausgleich, auch in der ehrenamtlichen Arbeit geht Marmor auf. „Das möchte ich wieder intensiver machen, wenn ich hier aufhöre.“

Von Renate Kerscher

Bekannt wurde er vor allem durch das Buch „Dieses bescheuerte Herz“ und den gleichnamigen Film Bild © melanie-koravitsch.com

Jeder Profi war mal Anfänger

Einer, der weiß, wie Erfolg geht, ist Lars Amend. Nicht zuletzt als Autor von „It’s All Good“, einem Ratgeber über Erfolg, Glück und Persönlichkeitsentwicklung. Der Schriftsteller hat elf Bücher in elf Jahren veröffentlicht. Bekannt wurde Amend vor allem durch sein Buch und den gleichnamigen Film „Dieses bescheuerte Herz“. Als Schriftsteller ist Lars Amend eher ein „Spätberufener“: Er begann erst mit 29 Jahren, zu schreiben.

„Nach der Schule bin ich ohne Plan nach London gezogen, um in der Musikbranche zu arbeiten. Dort habe ich gelernt, in einem fremden Land klarzukommen, ohne jemanden zu kennen und ohne viel Geld zu verdienen. Zehn Jahre später kam mein erstes Buch auf den Markt, das sofort ein Platz-1-Spiegel-Bestseller wurde“, erzählt Amend. Diese Erfahrung habe ihm gezeigt, dass man keine Angst vorm Scheitern haben darf, sondern es einfach probieren muss. Darin sieht er auch den Schlüssel zu seinem Erfolg: „Go your own way! – Hör auf dein Herz, zieh dein Ding durch und mache nichts, um anderen zu gefallen. Lass dich von Menschen, die deinen Weg schon gegangen sind, ruhig inspirieren, aber werde dein eigener Rockstar.

Wahrer Erfolg hat für Lars Amend nichts mit Geld, schnellen Autos oder großen Häusern zu tun – sondern mit Seelenfrieden. „Wenn du im Innen ruhst, brauchst du keine Bestätigung in Form von Erfolg im Außen mehr. Anders gesagt: Wenn du nichts brauchst, um glücklich zu sein, kann dir dieses Glück auch nicht mehr weggenommen werden. Das ist die höchstmögliche Form von Erfolg, da er durch nichts zerstört werden kann.“

Amend ist allerdings nicht so besonnen und in sich ruhend zur Welt gekommen. Darum hat er sich von seinem ersten Geld, das er mit Anfang 20 beim Radio verdient hat, einen Anzug von Helmut Lang gekauft – für knapp 2000 Euro. „Ich wollte eben dazugehören.“ Heute bedeuten ihm Statussymbole nichts mehr und er ist davon auch nicht beeindruckt. Den Helmut-Lang-Anzug hat er allerdings immer noch. „Ein zeitloser Klassiker.“

Was ihn heute wirklich beeindruckt sind Weltstars wie etwa Paulo Coelho und Rudolf Schenker von der Rockband The Scorpions, mit denen er zusammenarbeiten durfte. „Zeit mit zwei weltweit erfolgreichen Superstars zu verbringen, die auf allen Ebenen den puren Erfolg verkörpern, kann man mit keinem Geld der Welt bezahlen“, schwärmt er noch heute von diesem Karrierehighlight. Ein weiteres solches Highlight war natürlich auch die Verfilmung seines Buches „Dieses bescheuerte Herz“, die zu einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der letzten Jahre wurde. „Das war schon auch ganz geil.“

Lars Amend scheint auf einer nicht endenden Erfolgswelle zu surfen. Rückschläge? Gab’s immer wieder. „Ein Verleger hat mir einmal aus Eitelkeit und gekränktem Ego ziemlich große Knüppel vor die Beine geworfen und mir das Leben ganz bewusst schwer gemacht. Damals hat mich diese Ungerechtigkeit sehr belastet. Heute weiß ich, dass dies mein Weg sein sollte, um eine wichtige Lektion zu lernen“, stellt Amend fest. Darum ist Durchhaltevermögen eine wichtige Eigenschaft von erfolgreichen Menschen. „Es sind selten die Besten ganz oben, sondern die, die nach Rückschlägen immer wieder aufgestanden sind und es erneut probiert haben, oft über viele Jahre.“

Die Stärken für seinen eigenen Erfolg sieht Amend in seiner Authentizität und in seiner Empathie. „Ich höre gut zu und sehe genau hin.“ Gerade seine Empathie hat auch zu einem markanten Wendepunkt seiner Karriere beigetragen. „Als emphatischer Mensch habe ich einen starken Zugang zu meinen Gefühlen. Als ich jedoch verstanden habe, dass man Entscheidungen, die im Geschäftsleben getroffen werden, niemals persönlich nehmen darf, hat sich mein beruflicher Erfolg auf einen Schlag verdreifacht.“

Gerne lässt er junge Menschen an seinem Erfolg teilhaben und gibt Tipps für deren Karrieren. Besonders hilfreich ist laut Amend der Gedanke, dass jeder Profi einmal ein Anfänger war, der vielleicht für seine Vision ausgelacht wurde. „Das gehört alles dazu.“

Ein großes Thema, das erfolgreiche Menschen umtreibt, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben – gerade weil Zeit eine endliche Ressource ist. Für Lars Amend ist das kein Thema. „Da gibt es bei mir keine Trennung. Eine Work-Life-Balance gibt es bei mir nicht. Bei mir ist alles Life. Ich liebe meine Arbeit, weswegen ich auch keinen Urlaub von meinem Leben brauche.“ Der Mann scheint mit sich und seinem Leben absolut im Reinen zu sein. Ruhe findet er in der täglichen Meditation. „Diese Insel der Kraft, die in mir verborgen liegt und zu der ich immer reisen kann, ist ein großes Geschenk. Ich wünschte, jeder Mensch würde zu dieser Erkenntnis kommen.“
Von Renate Kerscher

Er-folg, Substantiv, maskulin (der)

Auf dieser Seite schreibt: Ines Rupprecht – Marketing Asset Managerin West-Europa bei Coca-Cola. Sie lebt seit 20 Jahren in Berlin. Mit einem wachsamen Auge für die kleinen aber besonderen Momente im Leben, besitzt die Freizeit-Autorin einen ausgeprägten Sinn für Humor. Auf ihrem Blog https://instantines.home.blog/ lädt Rupprecht regelmäßig ironische Texte zu Erlebnissen und Alltagssituationen hoch.

© privat Ines Rupprecht bringt die Dinge auf den Punkt – und das mit Humor.

Kontra K singt: Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen
das Leben zahlt alles mal zurück….
Im Umkehrschluss bedeutet das dann wohl – erfolgreiche Menschen stehen in einer Lache aus Blut, schwitzen unangenehm und heulen ständig. Na herrlich.
Erfolg haben Menschen, die etwas Herausragendes schaffen, was man sich selbst nicht zutrauen würde oder wie ich finde: die Dinge tun, die einem selbst einfach zu anstrengend sind.
Die vom Erfolg Geküssten – die kennt jeder. Schön, reich, klug, sympathisch, mächtig sind sie. Ich weiss nicht, wann und wo genau diese Knutscherei stattgefunden hat – wer nicht eingeladen war, muss sich anstrengen. Vielleicht auch gut nicht dabei gewesen zu sein, denn es gibt auch die vom Erfolg Gebeutelten. Was will man beispielsweise als Erbe eines Vermögens anderes tun, als eben dieses „erfolgreich“ zu verpulvern?
Und erfolgreiche Kriminelle sind ganz arm dran – die rauben unerkannt eine Bank aus oder stehlen eine 100kg Goldmünze aus einem Museum aber können es keinem sagen. Also besser nicht. Wenn doch, feiert ein anderer einen Fahndungserfolg.
Scheinbar gibt es keinen Erfolg ohne einen Verlierer.

Ich habe jetzt in einer nicht repräsentativen Studie drei verschiedene Erfolgstypen identifiziert:
Die Prä-, Permanent- und Post-Erfolgreichen.

Die Prä-Erfolgreichen
sind die nervigsten von allen dreien. Die erzählen ständig und jedem auch ungefragt, welches Ziel sie gerade anpeilen. Die Klassiker, man kennt sie ja : „ich höre auf mit dem Rauchen, Trinken, Essen, Autofahren, Fliegen, Arbeiten…“ In endlosen Monologen erklären sie ihren Sinneswandel und warum das neue Leben so viel erstrebenswerter scheint. Einige gehen soweit, auch ihr Umfeld direkt auf dieses Ziel einzuschwören. Mir hat jemand mal einen leidenschaftlichen Vortrag über das Nichtrauchen gehalten und mich motiviert, ich könne das auch schaffen. Ich habe es den ganzen Abend nicht übers Herz gebracht zu sagen, dass ich gar nicht rauche. Man will diese Menschen in ihrer Euphorie ja nicht bremsen. Ich mache um diese Prä-Erfolgreichen mittlerweile einen großen Bogen. Die wenigen Laster die ich habe, will ich mir schließlich nicht nehmen lassen.

Die Permanent-Erfolgreichen
sind dagegen etwas unheimlich. Die kommen quasi schon mit Seepferdchen, Goldmedaille und einem Oscar auf die Welt. Sie sprechen drei Sprachen fließend während man selbst gerade die ersten Spuckeblasen zustande bringt. Sie spielen Klavier und Geige während andere sich im Band der Triangel verheddern. Diese Permanent-Erfolgreichen haben wenig Freunde aber viele Neider. Außer sie haben viel Geld, dann haben sie auch sehr viele sehr gute Freunde. Permanent-Erfolgreiche sind ganz miese Verlierer, das liegt denen einfach nicht. Dafür verfügen sie über ein sehr hohes Maß an Disziplin, Ehrgeiz, Intelligenz, guten Genen oder wohlhabenden Eltern. Man erkennt sie oft an ihrer Überheblichkeit. Auf ihren Erfolg angesprochen winken sie entweder ab, das war ja alles so schrecklich einfach oder aber echt harte Arbeit. Es ist nie irgendwas dazwischen.

Bleiben die Post-Erfolgreichen. Die mag ich.
Die lassen sich nicht stressen. Als Post-Erfolgreicher stolpert man so durchs Leben und nimmt sich nichts vor. Dann kann man an jeder beliebigen Stelle seines Lebens kurz innehalten und die Erfolge im Nachgang würdigen. Dinge wie: ganz allein den neuen Wlan Drucker installiert, das Leergut weggebracht, nicht zu spät gekommen, die EC Karten Pin beim ersten Mal richtig eingegeben…
So sehen Sieger aus! Die Post-Erfolgreichen haben eine Leichtigkeit, die den anderen zwei Erfolgstypen völlig fremd ist. Nur Nörgler sagen, die reden sich einfach alles schön.
Aber am Ende ist es mit dem Erfolg wie mit der Schönheit, beides liegt im Auge des Betrachters und ist vergänglich.

Von Ines Rupprecht

Mit Playboy-Gründer Hugh Hefner durfte Florian Boitin, Chefredakteur des deutschen Playboys, eines der letzten großen Interviews führen. Fotos: frei zur Verwendung

„Nehmt keinen Ratschlag an“

Florian Boitin, am 20.04.1967 in München geboren als Florian Christoph Oesterhelt, ist seit 2009 Chefredakteur des deutschen Playboy. Er ist Vater von drei Kindern, Mitglied beim FC Bayern, studierter Kommunikations-Designer, Journalist und Unternehmer. So verantwortete er als Chefredakteur u.a. die Magazine MAXIM, MAXIM FASHION, GRIP – das Motormagazin und MAX.
Ab Dezember 2019 erscheint Playboy Deutschland in der Kouneli Media GmbH, mit Myriam Karsch und Florian Boitin als gleichberechtigte geschäftsführende Gesellschafter.

Was waren Ihre größten Erfolge und Misserfolge?
Simone Thomalla auf den Titel des deutschen Playboy zu packen (immerhin die erfolgreichste Ausgabe der letzten 10 Jahre), das letzte Playboy-Interview mit Playboy-Gründer Hugh Hefner vor seinem Tod geführt zu haben und wegen einer Playboy-Anfrage an Helene Fischer auf dem Titel des Yello-Blattes „Frau Aktuell“ zu landen. Größter Misserfolg? Ein Interview mit dem italienischen Film-Komponisten Ennio Morricone veröffentlicht zu haben, dass so in der Form nie stattgefunden hat

Was wollten Sie als Kind werden?
Erst wollte ich Winnetou werden, dann Karl-Heinz Rummenigge und später Beatle. Ein Indianer, der Fußball spielen kann und die Mädchen zum Kreischen bringt? Wer würde das nicht wollen.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Die tägliche Lektüre des Sportteils der Süddeutschen Zeitung. Ich konnte mir als Jugendlicher nicht vorstellen, dass es einen noch cooleren Job geben könnte, als den des Sportreporters. Kostenlos ins Stadion, beste Plätze und auf Du und Du mit Franz Beckenbauer. Wahnsinn.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Meine größte Stärke ist vielleicht, dass es mir zumeist gelingt, unterschätzt zu werden.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg?
Morgens um 9 Uhr ins Verleger-Büro bestellt, um wenig später mit der Kündigung in der Hand zum Aufzug geleitet zu werden, zählt sicher nicht zu den schillerndsten Momenten meiner beruflichen Laufbahn.

Was raten Sie jungen Menschen die Erfolg haben möchten?
Nehmt keinen Ratschlag an. Auch diesen nicht.

Was treibt Sie beruflich voran?
Die Lust am Machen.

Haben Sie eine lustige „Anekdote“ aus Ihrem Erfolgsleben?
Noch nicht lange her. Ich traf im Aufzug eine Praktikantin, eine ehemalige, wie ich dachte. Nach kurzem Plausch fragte ich sie, wo sie denn aktuell beschäftigt sei? Da sah sie mich vollkommen irritiert an und meinte, na bei Dir. Wir setzen die Aufzugfahrt schweigend fort.

Was glauben Sie ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?
Demut.

Wer will, der macht!

Warum Ihr Wille über Ihren Erfolg entscheidet, nicht das Glück.

©privat

Jörg Laubrinus ist Vertriebscoach und Geschäftsführer der Mission Freiheit GmbH. In seinen Vorträgen gelingt es Jörg Laubrinus stets, für den wichtigsten Effekt im Publikum zu sorgen: Klarheit und Umsetzungsbereitschaft! Mit mehr als 40 Jahren eigener Vertriebserfahrung ist er, als erfolgreicher Unternehmer, Speaker und Coach, der Praktiker unter den deutschen Rednern. Für Secrets of Success hat er seine Tipps zusammengefasst:

Sie kennen das sicherlich: So viele gute Vorsätze! So vieles, was man erreichen will! Die Karriereleiter hochklettern, mehr Umsatz generieren, mehr Zeit für die Familie haben, endlich abnehmen usw. Die ersten Tage, vielleicht auch Wochen, setzt man das Vorhaben voller Elan in die Tat um, doch dann kommen nach und nach die ersten Ausreden, man verliert immer mehr das Neue aus den Augen. Die Folge: Frust und Stagnation!

Irgendwie ergeht es aber nicht allen Menschen so. Wie auch immer, die so genannten „Macher“ schaffen es, ihre Vorhaben stets mit voller Willenskraft zu verwirklichen. Sie gehen folglich erfolgreicher durchs Leben. Ach, wäre man doch nur auch mit diesem „Macher- Gen“ zur Welt gekommen!

Falsch! Es gibt kein angeborenes Gen. Diese Menschen nehmen Ihr Schicksal in die Hand und bleiben am Ball. Das KÖNNEN Sie auch, denn Sie haben alle Fähigkeiten dazu! Was zählt ist der WILLE, die Dinge konkret in Gang zu setzen, Sie zu MACHEN! Zwar fällt es manchen Menschen leichter, diesen Willen aufrecht zu erhalten, mit dem richtigen Mindset KANN das aber jeder.

So können auch Sie Ihren Willen stählen und Ihre Vorhaben ebenso systematisch wie verlässlich verwirklichen:

Keine Denkblockaden!
„Wenn es so einfach wär, dann …“ Sie kennen den Rest. Werfen Sie Sprüche wie diesen ein für alle Mal über Bord! Was uns Menschen fast immer davon abhält, unsere Ziele und Wünsche zu verwirklichen, sind nicht unsere Fähigkeiten, sondern die Vielzahl mentaler Blockierer in unseren Köpfen. Das Fleisch ist willig, doch der Geist ist schwach! Wenn Sie also Ihr Wunsch-Vorhaben das nächste Mal verwerfen, ohne auch nur ansatzweise die Machbarkeit erörtert zu haben, so muss sich Ihr mentales „Anti-Viren-Programm“ aktivieren und diesen destruktiven Gedanken eliminieren!

Mit Navigation zum Ziel
Mit dieser neuen mentalen Freiheit geht es nun an die praktische Umsetzung. Was sind eigentlich Ihre Ziele? Jeder Seefahrer muss navigieren, um ans Ziel zu kommen. Dabei ist es selbstverständlich, dass er sein Ziel klar benennt (sonst würde er auf den Weltmeeren herumirren). Jetzt frage ich Sie: Haben Sie Ihre persönlichen Ziele auch klar benannt? Falls ja: Glückwunsch – Sie zählen zu einer verschwindend kleinen Minderheit! Falls nicht: Nehmen Sie sich Zeit und ein Blatt Papier zur Hand. Schreiben Sie Ihre konkreten Wünsche und Ziele auf.

Messbarkeit macht den Unterschied
Jeder Seefahrer muss seinen Kurs stetig überprüfen und am Ende der Reise ist klar, ob er das Ziel erreicht oder verfehlt hat. Auch Sie können Ihre Vorhaben nur dann verlässlich umsetzen, wenn es messbar ist. Ein Beispiel: Die Vorgabe „mehr Erfolg“ ist nicht zielführend. Was ist Erfolg? Gemessen an was? In welchem Zeitraum? So machen Sie es richtig: „Gleiches Unternehmensergebnis, gemessen am Status Quo, bei geringerem Zeiteinsatz, d.h. maximal ein 6-Stunden-Tag und freie Wochenenden, zu erreichen innerhalb von 6 Monaten.“

Mentale Blockierer prallen nun also an Ihrer inneren „Firewall“ ab und aus schwammigen Vorhaben wurden konkrete Ziele, die es innerhalb eines klar abgesteckten Zeitraums zu verwirklichen gilt. Die Frage ist nur: Wie? Mein Tipp:

Das ZIEL NAVIGATIONS SYSTEM liefert Ihnen eine Herangehensweise, die Ihrer Zielerreichung Systematik und Verlässlichkeit verleiht. Und so geht’s:
1. Ist-Situation ermitteln
Wo stehen Sie genau, bzw. wo steht Ihr Unternehmen? Was leisten Sie derzeit? Definieren Sie hier den klaren Ist-Stand, ohne diesen zu bewerten.
2. Soll die Situation so bleiben?
Wollen Sie an der Ist-Situation etwas ändern? Beantworten Sie die Frage mit einem klaren Ja oder Nein.
3. Definition des Soll-Zustandes
Falls Nein: Legen Sie Ihr Ziel fest, den Soll-Zustand. Wichtig ist, dass er messbar ist: Zeit, Quantität, Qualität usw.
4. Wege zum Ziel finden
Erarbeiten Sie sich nun Wege zum Ziel. Der Plural ist wichtig: Viele Wege führen nach Rom. Legen Sie sich mehrere Marschrouten zurecht. Denken Sie quer, noch ist alles offen!
5. Definition der Vor- und Nachteile
Machen Sie sich eine Liste mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen der Wege. Bsp: Vorteil – Der Weg A bedeutet geringe finanzielle Investitionen. Nachteil – Er nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
6. Treffen Sie eine Entscheidung
Welcher Weg ist der _________ ? In das leere Feld tragen Sie nun Ihr Kriterium ein, nach welchem Sie die Entscheidung treffen wollen (leichteste, schnellste, günstigste, effizienteste…). Wichtig ist, dass Sie IHR Kriterium festlegen und hierdurch den für SIE passenden Weg finden.
7. Umsetzung
Nach der getroffenen Entscheidung gilt es nun die Maßnahme umzusetzen. Nicht mehr zögern, Sie haben jetzt entschieden!
8. Ergebniskontrolle
Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Ergebnisse, um auf Zielkurs zu bleiben.
Mit dem ZIEL NAVIGATIONS SYSTEM erlangen Sie die notwendige Klarheit, um die Motivation – den WILLEN – hoch zu halten. Werfen Sie also die mentalen Blockierer über Bord und verlassen Sie die Komfortzone, in der man so herrlich bequem ausharren kann, wo jedoch sämtliche Ambitionen verloren gehen. Ich garantiere Ihnen: Kein einziger „Macher“ hält sich in dieser Komfortzone auf.

Wenn Sie WOLLEN, dann KÖNNEN Sie es auch!

Jörg Laubrinus

Kontakt: laubrinus@dervertriebscoach.de

„Erfolg kommt nur mit der Extrameile“

Was wollten Sie als Kind werden?

Mit drei Jahren bekam ich einen Kassettenrecorder geschenkt und nahm ein „Interview als Reporter“ auf. Natürlich wusste ich damals noch nicht wirklich, was ein Journalist macht. Aber die Leute in Radio und TV haben mich damals offenbar beeindruckt.

Hat ihr Wunsch von damals im weitesten Sinne etwas mit Ihrem heutigen Schaffen zu tun?

Ich bin in der Tat Journalist geworden! Das bin ich bis heute, mit Leidenschaft. Allerdings ist meine Tätigkeit als Unternehmer in den letzten zwölf Jahren stark in den Vordergrund getreten. Meine Firma bietet Content Marketing an, also Unternehmensjournalismus.

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriere-Schritte?

Ich hatte das Glück, direkt nach dem Abitur in den Journalismus zu stolpern. Ich war einige Jahre als BILD-Reporter in verschiedenen Städten unterwegs. Das war wirklich sehr lehrreich – unglaublich, mit wie vielen verschiedenen Menschen ich dort in Berührung gekommen bin. Ich habe zwei Bundespräsidenten und drei Kanzler interviewt, den DalaiLama getroffen und mir die Sorgen von Sozialhilfeempfängern angehört. Ich bin Showstars begegnet und habe für sterbenskranke Kinder mit Krankenkassen gekämpft. Diese Bandbreite an Schicksalen von arm bis reich hat mich stark geprägt. Vor allem meine Zeit als Polizeireporter hat mir gezeigt, wie hart das Leben zuschlagen und wie schnell es vorbei sein kann. Das macht nachhaltig demütig und dankbar.

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere?

Es ist toll zu spüren, wenn jahrelange harte Arbeit belohnt wird. Ich habe Anfang 2019 meine Firma TESTROOM an den größten deutschen Digitalvermarkter Ströer verkauft. Es ist natürlich sehr befriedigend, wenn auch andere nach intensiver Begutachtung feststellen, welchen Wert man geschaffen hat. Ich bin schon sehr stolz, was die Mannschaft da aufgebaut hat.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?

Es ist wohl der lange Atem in Kombination mit Flexibilität. Viele Dinge funktionieren einfach nicht sofort oder nicht so, wie man sie sich vorgestellt hat. Oder gar nicht. Ich versuche, mich jederzeit auf neue Gegebenheiten einzustellen. Dabei muss man sich selbst permanent in Frage stellen. Selbstbewusstsein und Vertrauen ist gut. Selbstverliebtheit führt in den Untergang. Entscheidend ist das Durchhaltevermögen. Für mich war es nie eine Option, schnell aufzugeben. Ich gehe dann die Extrameile, hier trennt sich definitiv die Spreu vom Weizen. Erfolg kommt nur mit der Extrameile. In den ersten Jahren meiner Unternehmertätigkeit habe ich mir kein Gehalt ausgezahlt, um die Ausgaben wie Gehälter und Miete etc. bewältigen zu können. Da haben wir vom Gehalt meiner Frau Nikki gelebt. Auch als es nach guten Jahren dann eine Delle im Geschäftsbetrieb gab, habe ich finanziell temporär einen massiven Schritt zurück gemacht. Und gleichzeitig noch mehr gearbeitet. Jeder kann mal zwölf bis 14 Stunden sechs Tage die Woche arbeiten. Aber dies über einen langen Zeitraum von Monaten oder Jahren durchzuhalten, da lernt man sich neu kennen.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg? Wenn ja, wie haben Sie die überwunden?

Oh ja! Neben den vielen kleinen gab es auch einen richtig großen Rückschlag. Mit meiner Firma hatte ich mich lange auf Suchmaschinenoptimierung, SEO, spezialisiert. Wir waren von Google abhängig. Dann kam der Tag, als die Suchmaschine die Spielregeln, den Algorithmus, änderte. Ich war mit meiner Familie gerade im Urlaub, als mich mein damaliger Partner anrief und mir die Hiobsbotschaft mitteilte. Das war eine doppelte Strafe, nichts tun zu können, die eigene Firma am Abgrund und gleichzeitig die Herausforderung, der Familie nicht die letzten Urlaubstage zu verderben.

Du lächelst blinzelnd in die Sonne, schleckst Vanilleeis mit deinen Lieben und im Kopf hämmert es nur – was jetzt?

Freunde, Berater, Finanzexperten sagten mir damals: Das war es, mach‘ dicht. Das schaffst Du nicht. Insolvenz drohte. Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich trotzig reagiere, wenn ich die drohende „Schmach“ einer Pleite verzweifelt versuchte abzuwenden. Oder ob es der Mut zum Risiko wäre, dennoch nicht aufzugeben. Es war auf jeden Fall kloppehart. Und man ist ganz alleine mit der Entscheidung. Hilfe ohne Gegenleistung? Gibt es nicht. Jedenfalls keinen Blanko-Kredit für strauchelnde Mittelständler. Die Banken boten uns zwar eine Kreditlinie an. Aber nur mit persönlicher Absicherung von meinem Partner und mir. Da hilft auch keine GmbH. Alles sprach dagegen, gutes Geld dem schlechten hinterher zu werfen. Ich hatte aber das unbedingte Gefühl, es schaffen zu können. Ich bin meinem Partner unendlich dankbar, denn er vertraute mir, wir gingen „all-in“ und sicherten den Kredit persönlich ab. Wir mussten uns von einem Teil der Belegschaft trennen. Doch statt Kündigungen setzten wir auf Auflösungen mit Abfindung. Eigentlich ein Wahnsinn in so einer Situation.

Solche Phasen kann man in der Rückschau immer schön als lehrreich bezeichnen. In der Situation selbst gibt es neben der Arbeit nichts anderes mehr. Keine Freunde, keine Freude. Machen. Durchhalten. Das geht nicht ohne Resilienz. Man muss gut auf sich hören, um in solchen Phasen nicht wirklich richtig krank zu werden.

Wir haben es gut hinbekommen. Und ja, natürlich gehört auch Glück dazu, das Geschäftsmodell zu ändern, die guten Leute im Team zu halten und neue zahlende Kunden zu finden.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten?

Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt: Nüscht, mach‘ weiter so. Heute würde ich mir raten, möglichst frühzeitig kontinuierlich an der Weiterbildung dranzubleiben. Und vor allem: in das eigene Netzwerk zu investieren, das ist unheimlich wichtig. Das habe ich etwas spät erkannt.

Was treibt Sie beruflich weiter voran?

Anfang des Jahres habe ich meine Firma größtenteils verkauft. Dann haben wir meine Firma mit der Content Fleet GmbH, einer Ströer-Tochter, verschmolzen. An diesem Konstrukt bin ich weiterhin als geschäftsführender Gesellschafter beteiligt. Die jetzt laufende Postmerger-Integration ist für mich sehr wichtig. Ich bin nicht so der Exit-Typ, verspüre keinen Fluchtimpuls. Ich möchte den gemeinsamen Erfolg gern stabilisieren und dem Team helfen, im Content Marketing nachhaltig und noch profitabler aufgestellt zu sein. Es ist großartig zu sehen, wenn Synergien nicht nur im Mantra herbeigebetet werden, sondern tatsächlich greifen. Content Fleet hat jetzt 140 festangestellte Mitarbeiter, wir binden unsere Services stark an den Ströer-Konzern. Wir bieten integriertes Content Marketing wie keine zweite Agentur: Vom Plakat bis in den E-Commerce-Shop. Das macht wirklich Spaß.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?

Definitiv keine Plattitüde: Ich bin sehr dankbar, dass meine Frau und ich so wunderbar harmonieren. Wir unterstützen uns gegenseitig. Und das nicht nur morgens am Frühstückstisch. Wir teilen auch den Schreibtisch, sitzen tatsächlich seit vielen Jahren auch im Job nebeneinander. Wir haben uns vor 22 Jahren bei Axel Springer in der Redaktion von Computerbild kennengelernt.

Wir ernten natürlich immer wieder ungläubige Blicke: wie schafft ihr das, euch permanent zu sehen? Für uns gibt es nichts Anderes – twentyfourseven. Das hat den unglaublichen Vorteil, dass man abends nicht mehr erklären muss, warum Kollege Heinz heute so nervig war und wer Heinz überhaupt ist. Wir teilen sowohl berufliche als auch private Erfolge und Niederlagen. Nikki hat mir auch den überlebensnotwendigen Halt gegeben, als wir – nicht ich – in den beruflichen Abgrund geschaut haben.

An welchen Orten finden Sie neue Inspiration?

An möglichst vielen fremden und neuen Orten. Überall auf der Welt gibt es etwas zu entdecken. Ich bin eher der Forscher als der Farmer. Noch so eine Eigenschaft, die ich mit meiner Frau teile. Zusammen haben wir über 65 Ländern der Welt bereist und werden nicht müde. Wir sind auf aktiven Vulkanen spazieren gegangen, sind in allen Weltmeeren getaucht, unter anderem mit Wahlhaien und dem Weißen Hai. Wir sind aus dem Flugzeug gesprungen und haben uns, etwas sehr waghalsig, über den Rand der Victoria Wasserfälle in Sambia gehängt. Wir müssen aber nicht Angkor Wat in Kambodscha besuchen oder in Peru auf Macchu Pichu blicken, um inspiriert zu werden, auch die kleine Ostseepension oder die Sauna im Fitness-Studio um die Ecke bieten Ruhe und Raum für neue Gedanken. Es sind häufig die kleinen Fluchten, die die Gedanken beflügeln.

Was ist für Sie Luxus?

Kann es eine andere Antwort geben als: Zeit? Vor allem Zeit zu zweit. Und Zeit in Verbindung mit Freiheit und Gesundheit. Mehr geht nicht.

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für die Zukunft?

In der nächsten Zeit geht es darum, die Agentur erfolgreich auszubauen. Langfristig: Gesund und neugierig bleiben. Und weiterhin etwas vom eigenen Erfolg zurückgeben. Wir haben uns bisher immer an karitativen Initiativen anderer beteiligt. Von Regenwald über Ozean bis Patenschaften oder Brunnen bohren in Kambodscha. Wer weiß, vielleicht gibt es ja auf einer der nächsten Reisen eine Inspiration für eine eigene Initiative.