Bei Spaziergängen und großartigen Unterhaltungen mit netten Menschen tankt er Kraft. / Foto: © Sven Cichowicz

Das Leben ist wie ein Flur mit vielen Türen

36 Fit Ones, 22 Clever Fits und ein Jump One in Hannover: Moritz Mühleck hat sich mit Mitte 30 ein Fitness-Imperium aufgebaut. Seine Filiale in Ingolstadt startete sogar schon mit 5.000 Mitgliedern – damit war es die erfolgreichste Eröffnung eines Fitnessstudios in ganz Europa. In Wien möchte der Unternehmer nun mit Well One, einem neuen Wellness-Freizeit-Konzept, durchstarten.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg, Moritz Mühleck?

Erfolg ist, seine Balance zu finden, und Geschäft, Privatleben und Persönlichkeitsentwicklung den benötigten Raum zu geben.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach dem ersten großen Erfolg erfüllt haben?

Ich wollte schon immer gut wohnen und ein tolles Auto fahren. Jetzt habe ich eine schöne Penthouse-Wohnung und fahre einen Audi RS7.

Was sind Ihre Stärken, Moritz Mühleck?

Ich bin ein sehr ehrgeiziger und fleißiger Mensch. Ich kann außerdem gut durchhalten und meine Wünsche durchsetzen, wenn sie mir wichtig sind. Meine Hartnäckigkeit ist also sehr von Vorteil – und Misserfolg ist immer noch besser, als es nie versucht zu haben.

Was bedeutet Unglück für Sie?

Beim Film „Population Zero“ spielte Moritz Mühleck die Rolle des Jackson

Einsamkeit. Wenn du niemanden hast, mit dem du deinen Erfolg teilen kannst, ist nichts etwas wert. Familie ist mir sehr wichtig. Mit den wichtigen Menschen genug Zeit zu verbringen, ist eins meiner privaten täglichen Ziele.

Was war die bisher größte Schwierigkeit, die Sie als Unternehmer überwinden mussten?

Die große Herausforderung ist immer dranzubleiben – auch wenn es schwer wird. Oft kann ein Job sehr unbefriedigend sein. Man muss Stärke beweisen, wenn man Privates und Geschäftliches unter einen Hut bekommen möchte.

Was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit, Moritz Mühleck?

Ich liebe es, Kampfkunst und Sport zu betreiben, mag Spaziergänge und großartige Unterhaltungen mit netten Menschen. Außerdem bin ich ein Film- und Gaming-Fan, da kann man super  bschalten.

36 Fit Ones, 22 Clever Fits und ein Jump One in Hannover: Moritz Mühleck hat sich mit Mitte 30 ein Fitness-Imperium aufgebaut.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Nie aufgeben und einfach mal machen. Natürlich muss man auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das Leben ist wie ein Flur mit vielen Türen. Oft gehen Türen auf und wieder zu, die Frage ist immer: Ist man gerade bereit, den richtigen Raum zu betreten oder verpasst man etwas? Deswegen ist es auch eins meiner privaten Ziele, innere Ruhe zu erreichen. Mentale Stärke ist die Grundvoraussetzung für alles.

Welche Rolle spielt die Herkunft beim Erfolg, Moritz Mühleck?

Einen guten Background zu haben, hilft einem, gewisse Stufen zu überspringen. Vitamin B ist essenziell, denn selfmade ist eigentlich kaum jemand. Man braucht immer Menschen, die einem unter die Arme greifen. JR

 

Das Interview und viele weitere Erfolgsgeschichten können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

Der Unternehmer will unseren Planeten mit nachhaltiger Mobilität besser machen. / Fotos: © Juri Reetz

Ich wünschte, ich wäre mein jüngeres Ich, dann wäre ich mit allem noch viel schneller

Jeder sollte sich im Leben Ziele setzen. Das Ziel von Andreas Zurwehme erscheint im ersten Moment vielleicht etwas „hochgegriffen“ – aber wenn man sich den Werdegang und vor allem die Schnelligkeit dieses Mannes und dessen Erfolg anschaut, scheint das Ziel plötzlich weniger unrealistisch. „Ich möchte, dass Millionen unserer emissionsfreien Fahrzeuge die Welt erobern und damit Millionen Tonnen von CO2 einsparen.“

Andreas Zurwehme arbeitet an diesem Ziel. Als Founder und Vorstand bei der eROCKIT AG hat er sich auf die Fahne geschrieben, unseren Planeten mit nachhaltiger Mobilität besser zu machen. Dabei spielt Geschwindigkeit eine große Rolle. Nicht nur mit dem eROCKIT, das er auf den Markt gebracht hat. Einem Bike mit fast magischen Antriebskräften, das einfach wie ein Fahrrad zu bedienen ist, aber die Leistungsdaten eines Elektromotorrads hat. Das eROCKIT begeisterte auch Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg beim Greentech Festival in Berlin, London und New York. Auch im Leben verlangt Zurwehme eine gewisse Geschwindigkeit von sich selbst und auch von anderen. „Ich wünschte, ich wäre mein jüngeres Ich, dann wäre ich mit allem noch viel schneller.

Wenn man Erfolg haben möchte, dann muss man an sich glauben, Arschbacken zusammenkneifen, Vollgas geben, niemals nachlassen und der Work-Life-Balance auch einfach mal die Rote Karte zeigen, solange die Arbeit Spaß macht.“

Auch wenn die Aussage der heutigen Lifestyle-Entscheidungen etwas konträr gegenübersteht, für Andreas Zurwehme ist es ein Muss. Das heißt auch, den Horizont und die eigenen Grenzen zu erweitern. „Mein wichtigster Karriereschritt waren meine Aufenthalte in der Welt. Deutschland ist so winzig – wenn auch stark. Aber in den USA, im Silicon Valley, habe ich viel über Disruption gelernt.“ Vor Veränderungen, die solche Umbrüche mit sich bringen, hatte der heute 61-Jährige noch nie Angst. „Schwierigkeiten Schwierigkeiten kenne ich nicht, nur Herausforderungen, und die nehme ich an. Das ist auch das, was mich immer wieder antreibt und mir Kraft gibt. Der Wunsch, etwas wirklich zu bewegen. Nicht reden – machen!“

Mit eROCKIT ist er auf dem Weg, einen wichtigen Meilenstein in der Mobilitätswende weltweit zu setzen, in rasantem Tempo. 2018 zog Zurwehme in eine leere Industriehalle bei Berlin, holte ein beeindruckendes Entwickler-Team und prominente Investoren wie Profi-Kicker Max Kruse oder Youtube-Star Aaron Troschke an Bord. In 2021 wurde die eROCKIT AG an den Start gebracht. Mittlerweile stärken über 220 Aktionäre dem Unternehmen den Rücken. Nächstes Ziel: Mit Top-Speed an die Börse. Auch wenn der Wind einem dabei manchmal direkt ins Gesicht schlägt.

„Ich glaube, ich habe eine Widerstandskraft bis Ultimo, und manche sagen, ich wäre weise wie Yoda, verwegen wie Han Solo und naiv mutig wie Luke Skywalker“, sagt Andreas Zurwehme lachend.

Zurwehme hier gemeinsam mit Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und den besonderen Bikes „eROCKIT”. / Fotos: © Juri Reetz

Woher der der gebürtige Westfale seinen Drive nimmt? „Mit 21 Jahren habe ich das Industrieunternehmen meiner Familie mit aufgebaut. Mit der Elektromobilität eröffnet sich einer der größten boomenden Märkte unserer Zeit. Deutschland kann vorn mit dabei sein!“

Mit der Aufnahme neuer Investoren soll der Erfolg beschleunigt werden. Andreas Zurwehme: „Ich sehe die eROCKIT AG als eine starke Gemeinschaft, die den Trend der Zeit erkannt hat. Wir haben Ingenieurskunst ‚Made in Germany‘ auf zwei Rädern erschaffen. Über 3.000 Anfragen aus über 100 Ländern geben uns recht.“

„Wichtig ist es, dass du den Durchblick behältst, an dich glaubst und dich nicht beirren lässt. Aber das Wichtigste ist, dass du dich für nichts und niemanden verbiegst.“ Wenn Andreas Zurwehme das sagt, schlägt das Herz eines Vollblut-Unternehmers. DU

Das Interview und viele weitere Erfolgsgeschichten können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

 

Unternehmer sein bedeutet für ihn, immer einen kühlen Kopf zu bewahren und die eigenen Gefühle im Griff zu haben. / Fotos: © Scheer GmbH

Der Vordenker

Er war seiner Zeit immer voraus: Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer war der erste Professor für Wirtschaftsinformatik an die Universität des Saarlandes, einem Fach, das es bis dahin noch nicht gab. Mit 42 Jahren gründete er die IDS Scheer AG und damit das drittgrößte IT-Unternehmen Deutschlands. Wer nun einen betagten Computer-Nerd erwartet, der irrt: Er ist weiterhin in seinen Unternehmen aktiv. Seinen Ausgleich findet der 81-Jährige auf der Bühne, er spielt leidenschaftlich Saxofon und ist selbst bei professionellen Musikern hoch angesehen.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer?

Mit dem Begriff Erfolg kann ich wenig anfangen – eher mit dem Begriff Zufriedenheit als Bestätigung eines erreichten Ziels. Aber Zufriedenheit darf
nicht zu Hochmut führen, die nächste Herausforderung wartet häufig schon hinter der nächsten Ecke.

Wie startet man eine Karriere – und vor allem ein Unternehmen wie Ihres?

Zur Gründung eines neuen Unternehmens braucht man vor allem Ideen, die dem Markt voraus sind, ein gutes Team und Beharrlichkeit.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer?

Ich führe ein ausgeglichenes Leben zwischen Spannung und Entspannung mit einem disziplinierten Zeitmanagement. Ich kann mich gut auf wesentliche

Andere betiteln ihn häufig als „Lonely Wolf“, denn der 81-Jährige liebt das Alleinsein – ist dabei aber nie einsam.

Dinge konzentrieren und weniger wichtige delegieren. Andrew Grove, der ehemalige CEO von Intel, hat den Spruch geprägt:
„Only the paranoid survive“. Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Er meint damit, dass ein ausgeprägtes Radar für aufkommende Gefahren fürs Business unerlässlich ist. Es gilt, Bedrohungen frühzeitig zu erahnen und rechtzeitig gegenzusteuern. Dadurch bin ich mit dem Umgang kritischer Situationen gedanklich vertraut und kann dann, wenn eine eintritt, relativ rational reagieren. Als Unternehmer muss man seine Gefühle im Griff haben, sie dürfen den kühlen Kopf bei wichtigen Entscheidungen nicht beeinflussen.

Wie schaffen Sie es, bestätigt von Ihrem bisherigen Erfolg, offen für Neues zu bleiben?

Innovative Ideen und Strategien faszinieren mich. Jede Diskussion über neue, vielleicht auch gewagte Wege bringt mich ein Stück weiter. Ich lese sehr viele aktuelle Sachbücher, auch und gerade von Autoren, die gegen den Zeitgeist anschreiben. Wenn man sich an deren Ansichten reibt, gelangt man zu neuen Erkenntnissen.

In welcher Atmosphäre sind Sie am effektivsten, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer?

Ich werde häufiger als „Lonely Wolf“ bezeichnet, ich bin aber nicht einsam, sondern liebe das Alleinsein. Ich habe mehrere Wohnorte im In- und Ausland. Die habe ich mir so eingerichtet, dass ich nur mit kleinem Gepäck reisen muss und mich sofort wohlfühle. Dort kann ich ungestört lesen, nachdenken, musizieren, joggen, schreiben, konzipieren und Projekte zur Entscheidungsreife bringen.

Wie schaffen Sie es, die Balance zwischen Privatleben und Beruf zu halten?

Ich habe gelesen, dass Sie engen Beziehungen im Prinzip abgeschworen haben und heute Ihren Fokus voll auf die Musik und Ihr Unternehmen legen. Ich denke, es geht immer wieder um „Timing“, so wie ich es in meinem kürzlich erschienenen, gleichnamigen Buch beschrieben habe.

Es gibt Phasen, wo berufliche Herausforderungen wenig Raum für Privates lassen, und andere, in denen Privates im Fokus steht.

Und auch wenn ich mein Privatleben nicht öffentlich ausbreite, ich habe eine Familie, der ich eng verbunden bin, gute Freundinnen und Freunde. Klammernde Beziehungen vermeide ich. Bei der Gestaltung gemeinsamer Zeit geht es aber weniger um die Quantität, also die Stunden und Tage, die man miteinander verbringt, sondern um die Qualität.

Große Glücksgefühle bekommt Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer beim leidenschaftlichen Saxofon spielen auf seinen Konzerten.

Welche Werte haben Sie Ihren drei Kindern mitgegeben – und haben Sie manchmal das Gefühl, Sie hätten früher vielleicht öfter zu Hause sein sollen, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer?

Ich habe meinen Kindern vor allem vorgelebt, Eigenverantwortung zu übernehmen und mit Mut den eigenen Weg zu gehen. Sie haben alle Bildungschancen erhalten und diese erfolgreich genutzt. Sie wissen, dass ich sie unterstütze, und wir vertrauen uns. Und auch wenn ich in der sogenannten
Familienphase beruflich sehr eingespannt war und den Alltag nicht wirklich prägen konnte, sind meine Kinder untereinander sehr loyal und haben selbst Familien gegründet.

Haben Sie auch musikalisch Ziele, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer?

Natürlich möchte ich am Saxofon immer noch ein bisschen besser werden. Ich bin mir aber bewusst, dass das vorrangig harte Arbeit bedeutet. Deshalb nehme ich noch gelegentlich Unterricht. Mein Ehrgeiz wird vor allem durch die sehr talentierten Profi-Musiker, mit denen ich zusammenspiele, gereizt. Nach einem gelungenen Konzertauftritt habe ich Glücksgefühle, die ich nicht missen möchte.

Das ganze Interview und viele weitere Erfolgsgeschichten können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

Eine besondere Fähigkeit des 57-Jährigen: andere für gemeinsame Ziele begeistern und diese somit auch zu erreichen. / Foto: © Andi Werner

Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung

Der IT-Unternehmer Theodor Niehues liebt es, neue Firmen zu gründen und digitale Geschäftsmodelle aufzubauen. Aber er weiß: Erfolg kommt niemals (von) allein.

In jungen Jahren wollte Theodor Niehues Pilot werden, weil ihn die Kombination aus Freiheit und Geschwindigkeit faszinierte. „Der Gedanke, alleine so
eine Maschine zu steuern, hat mich begeistert“, erinnert sich der heute 57-Jährige. Sein Interesse für Innovationen, IT-Lösungen und betriebswirtschaftliche Fragestellungen in Kombination mit einem Talent für Mathematik und Zahlen brachten den Jungen aus dem Münsterland zwar auf einen anderen beruflichen Kurs, aber im übertragenen Sinne hat sich sein Wunsch erfüllt – wenn auch anders, als er es sich damals hat träumen lassen:

Seit über 20 Jahren steuert der Diplom-Wirtschaftsmathematiker Unternehmen aus den Bereichen Internet, Telekommunikation und Payment als Gründer, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender sicher auch durch turbulente Zeiten. Um bei der Luftfahrt-Analogie zu bleiben: Zum Glück ging es für ihn dabei fast immer nur aufwärts, auch wenn mal Turbulenzen aufkamen. Das Geheimnis seines anhaltenden Erfolgs fasst der Unternehmer so zusammen:

„Ich schaue immer nach vorne, um das Ziel und die Strategie im Auge zu behalten. Wichtig ist auch, beharrlich zu bleiben und nicht aufzugeben.

Man muss immer bereit sein, neue Wege zu denken.“ Diese Eigenschaften, gepaart mit seiner Fähigkeit, andere für gemeinsame Ziele zu begeistern und diese zusammen zu erreichen, verhalfen dem Vater von zwei Kindern zu einem schnellen Aufstieg schon zu Beginn seiner Karriere: Bereits mit 34 Jahren wurde Theodor Niehues zum Bereichsleiter bei der damaligen o.tel.o communication GmbH befördert, die heute zu Vodafone gehört. „Ich hatte in meiner Zeit als Angestellter zwei wichtige Chefs, die mich gefördert haben“, erzählt er rückblickend. Seit damals weiß Niehues,

was gute Führungskräfte auszeichnet: „Verbindlichkeit, Risikobereitschaft sowie die Fähigkeit, Kritik zuzulassen und annehmen zu können.“

Seine Inspiration findet der Gründer auf Reisen und auf dem privaten Landgut seiner Familie in Westfalen. / Foto: privat

Nach diesem Vorbild führt er seither auch seine eigenen Teams: „Ich versuche, stetig positiv zu motivieren und zu unterstützen, gebe viel Freiraum und Selbstverantwortung ins Team, pflege flache Hierarchien in enger Abstimmung mit den Führungsebenen, lasse Fehler zu. Auch durch Trial and Error kann man lernen.“ Erstmals selbst als Unternehmer tätig wurde der Wahl-Düsseldorfer 2001 als Gründer der net mobile AG, einem Anbieter von Payment-Produkten und Contentplattformen für Mobilfunkunternehmen. 2005 brachte Theodor Niehues seine Firma erfolgreich an die Börse, 2009 wurde die gesamte Firma von dem japanischen Mobilfunkanbieter NTT Docomo übernommen und anschließend von Niehues eine Zeit lang als Docomo Digital weitergeführt. Seitdem ist seine Begeisterung für Gründung und Aufbau neuer Firmen und Geschäftsmodelle entfacht: Ob Internetdienste, Online-Spiele oder Payment Services:

„Mein Antrieb ist es, jeden Tag zu versuchen, neue Ideen zu generieren und umzusetzen.“

So wurde Theodor Niehues 2014 in den Vorstand der Gamigo AG berufen, einem der führenden Anbieter von Online-Spielen in Europa und Nordamerika. 2017 gründete er die ITX ventures GmbH, die er 2021 – mittlerweile in eine Aktiengesellschaft umgewandelt – als net digital AG erfolgreich an die Börse brachte. Dieser Antrieb spiegelt sich auch in seinen Zukunftsplänen wider: „Auf die aktuellen Krisen reagieren wir, indem wir frühzeitig die richtigen Strategien und Innovationen für die Geschäftsmodelle auf den Weg bringen, die Unternehmen richtig ausrichten und so weiter wachsen. Langfristig wollen wir ein größerer und noch bedeutenderer Anbieter für Payment- und KI-Lösungen werden. Die globalen Möglichkeiten im Business bieten dafür die Chancen, bringen aber auch zusätzliche Komplexität und Dinge, auf die man achten muss.“

Die Betonung des „Wir“ ist dem Unternehmer wichtig: „Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung. Erfolg bedeutet für mich, wenn innovative Ideen im Team umgesetzt werden, zum Wachstum und zur Stabilität des Unternehmens beitragen und dabei nachhaltig Motivation, Zufriedenheit und Freude an der Arbeit steigen.“

Aber was kann man tun, wenn es mal turbulent wird? Auch dafür hat Theodor Niehues ein Rezept:

Theodor Niehues weiß, die Arbeit im Team auf Augenhöhe und mit flachen Hierarchien schafft gemeinsamen Erfolg. / Foto © Andi Werner

„In solchen Fällen muss man sich auf das Wesentliche und die eigenen Stärken fokussieren und gleichzeitig bereit sein, nicht den einfachen Weg zu nehmen, sondern flexibel und offen nach neuen Lösungen zu suchen.“

Er selbst findet Inspiration auf dem Landgut seiner Familie in Westfalen und durch den Kontakt mit anderen Kulturen auf Reisen, die die Familie zusammen unternimmt. Die Kombination aus diesen Momenten und beruflichen Erfolgen ist für ihn die Definition von Glück: „Zeit mit der Familie, Gesundheit und Freude an der Arbeit mit zufriedenen, motivierten Mitarbeiter – was will man mehr?“ Dabei greifen Privatleben und Beruf bei ihm durchaus ineinander:

„Unterstützung im privaten Umfeld ist immer sehr wichtig, um die beruflichen Ziele verfolgen zu können, vor allem Verständnis für die Umstände, die der Job mit sich bringt.“

Diese Erkenntnis gilt übrigens für Wirtschaftslenker genauso wie für Piloten. Heute führt Theodor Niehues als Vorstandsvorsitzender sehr erfolgreich die von ihm gegründete net digital AG, zusammen mit deren fünf Tochterunternehmen. Dank seiner Erfahrung und Leidenschaft für Digitalisierung und Online-Dienste bleibt er optimistisch, trotz der herausfordernden gesamtpolitischen Lage auch künftig Zukunftstrends identifizieren und gezielt umsetzen zu können. CK

Das ganze Interview und viele weitere Erfolgsgeschichten können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

Sein größter Erfolg? Nach all den Jahren morgens immer noch gerne zur Arbeit zu fahren und zu lieben, was er tut: Investor Ralf Dümmel. / Foto: © Stefan Groenveld

Ich kann nicht gut verlieren

Er ist der Liebling des TV-Publikums und konnte bei der VOX Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ schon sagenhafte 141 Deals abschließen: Ralf Dümmel ist einer von Deutschlands berühmtesten Investoren, was er anfasst, wird fast immer zum Erfolg. Seine große Karriere startete der erfolgreiche Unternehmer aber ganz unspektakulär als Möbelhaus-Azubi mit Mittlerer Reife.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg ist relativ. Man kann ihn sowohl im Großen als auch im Kleinen haben. Für mich sind es schon Erfolge, wenn ich gesteckte Ziele erreiche oder – noch besser – sie übertreffe. Ich sehe es zudem für mich persönlich als großen Erfolg an, einen Job zu haben, der mir auch nach 34 Jahren noch so viel Spaß bereitet.

Was wollten Sie als Kind werden, Ralf Dümmel?

Als Kind war mein Traumberuf Lkw-Fahrer. An den Raststätten habe ich immer gesehen, dass die Fahrer fernsehen konnten. Da dachte ich mir als kleiner Ralf: „Fernsehen und Lkw fahren – was für ein toller Job.“ Mir war damals nicht klar, dass das ein wirklich harter Job ist. Heute habe ich den allergrößten Respekt vor diesem Beruf.

Was war bisher Ihr wichtigster Karriereschritt?

Mein erster Deal – denn ich wollte unbedingt eine Lehre bei „Möbel Kraft“, dem Arbeitgeber meines Vaters, machen. Die nahmen allerdings keine Hauptschüler. Da sagte ich dem Personalchef, ich mache nur den Realschulabschluss, wenn ich danach eine Ausbildung im Möbelhaus machen darf. Er meinte, so frech sei ihm noch keiner mit gerade einmal 15 Jahren gekommen, und ließ sich darauf ein. Das war mein erster Deal und direkt nach dem Realschulabschluss begann ich eine Lehre als Einzelhandelskaufmann und wurde Küchenverkäufer.

Gab es einen Wunsch, den Sie sich mit dem ersten eigenen „großen“ Geld erfüllt haben, Ralf Dümmel?

Stolze 3.000 D-Mark habe ich nach meiner Ausbildung verdient. Davon habe ich mir einen weißen Fiat Uno mit 45 PS gekauft. Insgesamt hat das Auto 11.500 D-Mark gekostet. Geld, das ich nicht einfach auf dem Konto hatte, und so habe ich einen Kredit aufgenommen mit 1,9 Prozent effektivem Jahreszins. Ich war so stolz darauf und bin es immer noch. (lacht)

Was ist für Sie heute Luxus?

Wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Wenn ich mit meinen Söhnen, meiner Lebensgefährtin und ihrem Sohn gemeinsam in den Urlaub fahre, dann ist das einfach purer Luxus.

Was raten Sie Menschen, die Erfolg haben möchten?

Sein ganzer Stolz: Dümmel mit der ersten teuren Investition nach seiner Ausbildung – einem Fiat Uno 45 PS. / Foto: privat

Mein Leitsatz ist: Können kommt von Wollen.  Man sollte für die eigene Idee brennen und dafür kämpfen – das ist die Grundvoraussetzung.

Die größte Herausforderung dabei ist, nicht die Kosten aus den Augen zu verlieren. Bevor kein Geld verdient wird, muss man das Geld zusammenhalten: Geld haben kommt nicht von Geld ausgeben. Besonders bei innovativen Geschäftsmodellen, die viel Entwicklungszeit kosten, ist das nicht einfach.

Glauben Sie, Erfolg zu haben, ist heute einfacher, Ralf Dümmel?

Durch die Digitalisierung und die Schnelligkeit der Welt ändern sich stündlich irgendwelche Sachen. Die Start-ups müssen breiter und digitaler aufgebaut sein – und müssen sich sehr schnell anpassen können.

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen brauchen?

Man darf keine Angst davor haben, auch mal einen Fehler zu machen.

Wer viel arbeitet, macht eben Fehler und niemand ist fehlerfrei. Wichtig ist ja, was man aus ihnen lernt und wie man sie künftig vermeidet.
Was ist Ihre persönliche größte Stärke?

Das müssten andere beurteilen. Man sagt mir aber wohl nach, dass ich meine Leidenschaft für Produkte ganz gut in Vertriebsgesprächen zeigen kann.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?

Tatsächlich habe ich gerade ein neues Hobby für mich entdeckt – Spazierengehen. Früher habe ich Menschen immer schief angeschaut, die mir erzählt haben, dass sie stundenlang durch die Gegend laufen, heute finde ich das selbst richtig entspannend und kann dabei gut abschalten. So lade ich nach Feierabend oder auch am Wochenende meine Akkus auf, und in Hamburg, einer so schönen Stadt, gibt es viele tolle Ecken, die jeder öfter besuchen sollte.

Was bedeutet für Sie Unglück, Ralf Dümmel?

Wenn ich einen Deal bei „Die Höhle der Löwen“ verliere, dann bedeutet das ganz großes Pech für mich. Ich kann einfach nicht gut verlieren … Das mussten auch meine Kinder schon früh beim „Mensch ärgere Dich nicht“-Spielen mit mir lernen. Irgendwann sind meine Söhne allerdings älter geworden und dann war das Gewinnen nicht mehr ganz so einfach. (lacht)

Der sympathische Investor kann zwar nicht gut verlieren, weiß aber, dass Fehler im Job viel Erfahrungen bringen und wichtig sind. / Foto: © Stefan Groenveld

Welche Sehnsüchte haben Sie?

Ich bin zurzeit auf Diät und versuche weniger Süßigkeiten zu essen, deshalb sind Chips, Salmi-Lollis, Schokolade, Popcorn und noch viele weitere Sachen aktuell meine Sehnsüchte.

Was ist heute Ihr Antrieb, jeden Tag weiterzumachen, obwohl Sie doch längst Erfolg haben?

Ich liebe meinen Job einfach und kann mir nicht vorstellen, dass ich morgens nicht mehr zur Arbeit fahre. Für mich ist Arbeit kein Stress, auch wenn der ein oder andere denkt, dass ich das nur sage, weil es sich total gut anhört. Selbst meine Lebensgefährtin sagt manchmal: „Hast Du wirklich Lust, du hast doch nur vier, fünf Stunden geschlafen?“ Ja, ich habe Lust, denn ich liebe und lebe meinen Job.

 

Was war für Sie überhaupt ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl, Ralf Dümmel?

Ich bin mehr oder weniger in die Selbstständigkeit so reingerutscht (lacht).

Ich habe gar nicht geplant Geschäftsführer einer Firma zu werden.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

Dirk Graszt ist Logistik- und Nutzfahrzeugspezialist. Er verhilft Bussen und 40-Tonnern zu einem zweiten emissionsfreien Leben, indem er sie mit einem sauberen Wasserstoffantrieb ausstattet. In der börsennotierten Clean Logistics SE ist er geschäftsführender Direktor und stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats. / Foto: © Lars Franzer

Ich bin ein Überzeugungstäter

Lkw so auszurüsten, dass sie dank Wasserstoff-Antrieb Güter emissionsfrei transportieren – das ist die Passion von Dirk Graszt. Eigentlich hatte der erfolgreiche Unternehmer mit Mitte 50 vor, etwas kürzer zu treten, doch dann entstand die Idee zu Clean Logistics SE. Jetzt will er die Welt frei von Emissionen gestalten – oder zumindest dabei helfen …

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Ich bin seit über 35 Jahren im Geschäft. Letztlich zeichnet wirklichen Erfolg aus, dass man Dinge aus voller Überzeugung tut und das Gefühl hat, seiner Umwelt durch den persönlichen Erfolg Gutes zu tun.

Wie wichtig ist Leidenschaft, Dirk Graszt?

Ich bin ein absoluter Überzeugungstäter. Vor fünf Jahren habe ich darüber nachgedacht, langsamer zu machen, ich wollte raus aus dem Tagesgeschäft und mir auch mal Zeit für mich nehmen. Doch dann lief mir mein neues Herzensprojekt über den Weg – damit hatte sich das dann erst mal erledigt.

Was hat Ihre Frau gesagt, als der Plan, weniger zu arbeiten, ad acta gelegt wurde?

Nachdem sie gehört hatte, worum es bei dem Projekt geht, hat sie mich ermutigt und hat mich stets in allen Entscheidungen und bei allen Entwicklungsschritten der jungen Unternehmung unterstützt.

Wie kamen Sie als Logistik-Experte überhaupt auf die Idee, selbst Lkws auf Wasserstoff-Antrieb umzurüsten?

Die Clean Logistics-Gründer Dirk Graszt und Dirk Lehmann erzählen Kai Ebel von ihren weiteren Schritten, den Truck am Markt zu etablieren. / Foto: © Clean Logistics SE

Ich bin Ende 2017 im Rahmen meiner Tätigkeit als Logistiker in Jahresgespräche mit potenziellen Lieferanten gegangen und wollte in diesem Zusammenhang für meine Speditionsgruppe neue, emissionsfreie oder zumindest emissionsarme Fahrzeuge kaufen. Mir wurde in den Gesprächen komplettes Unverständnis entgegengebracht, was mich zu dem Punkt gebracht hat, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Der Grundstein war zunächst eine eher hemdsärmelige unternehmerische Idee, die mittlerweile zu einem veritablen Geschäftsmodell gewachsen ist. Welche Widerstände gab es?

Als wir Ende 2017 begonnen haben, war intensiver Klimaschutz noch kein großes gesellschaftspolitisches Thema. Wir haben deutlich gespürt, dass die Marktteilnehmer, insbesondere die großen Hersteller, überhaupt kein Interesse daran hatten, emissionsfreie Antriebe in den Markt zu bringen. Selbst 2019 wurde unsere Idee noch als abstrus abgetan, heute sind wir jedoch deutlich weiter als etablierte Mitbewerber.

Sie sind sehr bald an die Börse gegangen und setzen auf zügiges Wachstum. Gibt es auch ein zu schnell, Dirk Graszt?

Die Clean Logistics SE beschäftigt derzeit 180 Mitarbeiter und es werden wöchentlich mehr – beim Klimaschutz kann es kein zu schnell geben. Wir als Gesellschaft haben für 2030 Klimaschutzziele definiert, die es zu erreichen gilt. Dafür müssen wir bis dahin 48 Prozent CO2 in er Mobilität einsparen. Das kann uns nur gelingen, wenn wir mit ordentlich Pace unterwegs sind, ohne dabei die Qualität aus den Augen zu verlieren.

Warum ist ein wasserstoff-elektrischer Antrieb aus Ihrer Sicht besser als ein batterieelektrischer Antrieb bei Lkws?

Weltpremiere: Clean Logistics SE enthüllte den ersten Wasserstoff-Zero-Emission-Truck. Die Tanks im Prototyp fassen 43 Kilogramm. Die Betankung ist in weniger als 15 Minuten erledigt. / Foto: © Clean Logistics SE

Es gibt kein besser oder schlechter, es geht rein um die Anforderungen, die der jeweilige Flottenbetreiber hat. Im Nah- und Stadtverkehr brauche ich keinen Wasserstoff, das Fahrzeug fährt am Tag vielleicht 250 Kilometer und kommt wunderbar damit aus, über Nacht geladen zu werden. Im Fernverkehr sieht es aber anders aus, hier können batterieelektrische Fahrzeuge nicht überzeugen. Ein Lkw würde durch das Gewicht der benötigten Batterien deutlich an Nutzlast verlieren und das bedeutet für den Spediteur, dass er bares Geld verliert. Zudem sind die eher langen Ladezeiten im Vergleich zur Wasserstoffaufnahme an Tankstellen indiskutabel. Wenn ich mit meinem 40-Tonnen-Lkw an eine Fast-Charger-Ladesäule fahre, brauche ich mindestens
eine Stunde zum Aufladen, wenn denn überhaupt eine Säule auf den überfüllten Rastplätzen frei sein sollte. Der damit verbundene Energiebedarf ist derart hoch, dass die Leitungsnetze schnell überlastet wären und benötigte Energie an anderen Stellen nicht mehr geliefert werden könnte. Bei Lkws mit Brennstoffzellen-Antrieb fahre ich an die Tankstelle und benötige zum Befüllen nicht länger, als würde ich fossilen Dieselkraftstoff tanken müssen.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis, Dirk Graszt?

Wenn du etwas willst, musst du zu hundert Prozent von dem, was du tust, überzeugt sein. Ich will nicht sagen, gegen jeden Widerstand, aber gegen viele Widerstände. Ich bin seit dreieinhalb Jahren mehr oder weniger überzeugend missionarisch unterwegs. Herzblut, Überzeugung und Begeisterung sind für mich wesentliche Erfolgsfaktoren.

Wie schützen Sie privat die Umwelt?

Mobilität ist für mich auch privat ein Kernthema. Ich vermeide Flugreisen. Und ich hoffe, dass ich bald eines der ersten in Deutschland produzierten Wasserstoff-Pkws steuern darf. Zumindest habe ich schon die Zusage. Mülltrennung ist ein anderer wichtiger Punkt – und wir sind gerade dabei, unser Haus umzubauen, um nachhaltig energie-autark zu werden und unseren Bedarf deutlich zu senken. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man zukünftig auch Entbehrungen in Kauf nehmen muss, wenn man wirklich etwas verändern will.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns vorbestellen.

Von der U14 bis zur A-Nationalmannschaft stand René Adler (1. FSV Mainz 05, Hamburger SV, Bayer Leverkusen 04) in sämtlichen DFB-Auswahlteams im Tor. / Foto: privat

Aus Träumen entstehen Ziele

Wenn man einen ehemaligen Profifußballer fragt, was für ihn Erfolg ist, dann vermutet man als Antwort die Aufzählung einzelner Erfolge in der Bundesliga oder mit der Nationalmannschaft. René Adler hätte solch eine Antwort geben können. Er war Torhüter bei Bayer Leverkusen, dem Hamburger SV und Mainz 05, dazu stand er im Kader der deutschen Bundesadler. Doch seine Antwort fällt anders aus.

Ich war so lange Profifußballer und demnach in gewisser Weise fremdbestimmt. Mir wurde gesagt, wann ich zu trainieren hatte, wann ich in den Urlaub konnte, was ich am besten essen sollte. Das ist jetzt kein Jammern. Es ist eine wunderbare Zeit gewesen.

Aber die Erkenntnis, nach meinem Karriereende selbstbestimmt entscheiden zu können, das ist jetzt Erfolg für mich.“

Dass René Adler den Weg in den Profifußball einschlägt, war relativ schnell klar. Mit sechs Jahren spielte er bereits beim VfB Leipzig, mit 15 Jahren ging er zu Bayer Leverkusen. In dem Alter sicherlich kein einfacher Schritt. Doch für Adler war es eine logische Konsequenz. „Aus Träume entstehen Ziele. Und ich habe nach dem klassischen Beispiel gelebt: Der Weg ist das Ziel! Ich habe darauf hingearbeitet. Und ich habe das geliebt, was ich gemacht habe. Deshalb ist es mir auch nicht schwer gefallen, von zu Hause wegzugehen oder auf irgendetwas zu verzichten. Zudem war ich immer schon sehr fokussiert und zielstrebig. Das ist meine Persönlichkeit.“

Seit 2017 ist René Adler als Co-Founder der erfolgreichen Torwarthandschuh-Marke T1TAN unternehmerisch aktiv. Er widmet sich heute seiner zweiten Karriere als Fußballexperte, Keynote-Speaker und Unternehmer.

René Adler konnte sich von Beginn an auf das konkrete Ziel „Profifußball“ fokussieren. Er hatte eine Familie, die ihn unterstützte, und später den Verein, der ihn geleitet hat. Seiner erfolgreichen Karriere stand somit nichts im Wege. Allerdings gehört der heute 37-Jährige zu den Menschen, die hinterfragen, und vor allem, die reflektieren. „Ich betrachte immer alles von verschiedenen Seiten. Man kann Dinge nur richtig einschätzen, wenn man sich auch traut, mal von außen auf die Situation zu schauen – eine Art Helikopterperspektive. Als Profifußballer wird dir alles abgenommen. Du musst dich um nichts kümmern und natürlich ist das angenehm und bequem, aber leider nach der Karriere oftmals nicht mehr gegeben.“

René Adler hat als Fußballer viele erfolgreiche Jahre gehabt. Aber auch viele Verletzungen. Seine Fähigkeit, sich auf Dinge zu fokussieren und sein Ziel zu verfolgen, hat ihn immer wieder zurückgebracht.

Allerdings haben ihm die Rückschläge auch gezeigt, dass er nicht nur auf den Fußball setzen sollte. „Du bündelst deine ganze Energie für deinen Job und hast nur das.

Aber wenn negative Zeiten kommen wie Verletzungen oder auch das Karriereende, dann bricht dir diese Seite weg und ich hatte plötzlich nicht mehr viel außerhalb des Fußballs. Keine großen Hobbys, keine Interessen. Man sollte sich schon immer wieder die Frage stellen: Wofür kann ich mich sonst noch begeistern, was sind meine Interessen? Vielleicht ist das der Grund, warum viele so lange an ihrer Karriere festhalten und im Sport bleiben. Das ist ein sicheres System, was weiter auf dich aufpasst und dich durchs Leben führen kann. Aber was ist mit denen, die nicht dort bleiben wollen oder auch können?“

Mit-Gründer T1TAN Matthias Leibitz (l.) und René Adler (r.). Bis zum heutigen Tage ist René der einzige Bundesliga-Keeper der mit selbst entwickelten Torwarthandschuhen gespielt hat. / Foto: privat

René Adler hat noch während seiner Profikarriere sein Studium als Sportmanager abgeschlossen. Eine Perspektive, die ihm nach seinem Karriereende 2019 geholfen hat. Dennoch war auch für ihn die Zeit nach der Profikarriere eine Herausforderung.

„Plötzlich liegt vor dir ein weißes Blatt Papier, was du selbst befüllen musst. An sich ein schönes Gefühl, selbst zu bestimmen. Aber auch hart, wenn du es nie gelernt hast.“

Genau da sollten Vereine seiner Meinung nach auch ansetzen und etwas ändern. „Der Spieler sollte verstehen, dass er für seine Karriere und sein Leben die Verantwortung hat. Es ist ein Fehler, wenn man alles blind abgibt. Wenn man sich nur darum kümmert, was man auf dem Platz macht und alles andere drumherum wird an Verein, Berater und Co verteilt. Die Vereine sollten die Spieler dafür sensibilisieren, dass es wichtig ist, einige Dinge, die zum Leben dazugehören, selbst zu verstehen. Ich sehe darin eine Art Aufklärungsauftrag.“ Vielleicht ein naiver Gedanke, aber er könnte auch helfen. Denn nicht jeder hat diesen Eigenantrieb und bereitet sich schon während seiner Karriere auf die Zeit danach vor. „Es gibt viele Sportler, denen es nicht so leicht fällt.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns vorbestellen.

Die Ausbildung zum Golftrainer lehrte Lehnert den Umgang mit Menschen. / Foto: privat

Machen statt Reden

Timo Lehnert ist ein Macher. Das ist alleine an seinen bisherigen Stationen gut zu erkennen. Diplomierter Golftrainer und erfolgreicher Geschäftsmann. Dahinter steckt ein starker Wille und Selbstbewusstsein. Timo Lehnert und seine Frau Britta gründeten das Unternehmen Organic Friends & Sports – dieses setzt auf BIO, vegane, laktose- und glutenfreie Produkte.

Gewinnen und Erfolg spielen für ihn eine große Rolle. „Auch außerhalb meines täglichen Business bin ich gerne aktiv. Vor allem beim Sport. Und natürlich gewinne ich auch dort am liebsten.“ Lehnert hatte schon immer ganz klare Vorstellungen – eine Eigenschaft, die für ihn auch unabdingbar ist, wenn es um Erfolg geht.

„Du musst Visionen haben und diese auch manifestieren. Dazu muss man strukturiert arbeiten und bereit sein, Prozesse ständig zu verbessern.

Aber vor allem muss man hartnäckig und mutig sein.“ Und genau das sind auch seine Stärken. Wobei sein Erfolg auch mit Leidenschaft zu tun hat. Das begann bereits mit seiner Ausbildung zum Golftrainer und A-Trainer des DOSB. „Es war die Leidenschaft zum Golfspielen, die mich überhaupt dahin gebracht hat. Meine Zeit als professioneller Golftrainer war

sehr prägend und hat mich viel im Umgang mit Menschen gelehrt. Die eigene Handelsfirma zu gründen, war dann ein nächster sehr wichtiger großer Schritt.“

Sein bislang persönliches Highlight war jedoch PURYA. „Der Aufbau einer eigenen Marke im Handel und dann auch der Firmenverkauf im vergangenen Jahr, das war eine prägende Phase.“

Eine Phase, die ihm recht gegeben hat – in seinen Entscheidungen und in seinem Handeln. Wobei eines auch in seinem beruflichen Leben nicht fehlen darf. „Mir macht Spaß, was ich mache. Das treibt mich auch immer wieder an.“ So auch sein Ratschlag an diejenigen, die noch auf der Suche sind.

„Finde heraus, was dir wirklich Spaß macht. Idealerweise kann man in dem Bereich dann auch arbeiten.

Getreu dem Motto „Schmeckt gut, tut gut“ bietet Organic Friends & Sports Produkte internationaler Marken wie Raw Bite, Nohrlund und Organic Human. / Foto: Fotos: © Marc Metzler

Meine heutige Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer einer Handelsfirma hat sich aus dem Bedürfnis einer selbstständigen Arbeit und der Verbindung zu hochwertigen Lebensmitteln ergeben.“ Timo Lehnert erkennt Notwendigkeiten und lässt so eine Vision entstehen, an die er glaubt und an der er arbeitet. Machen statt reden – für Timo Lehnert ein Must-have für den Erfolg. So lassen sich viele Dinge auch ohne große Unterstützung umsetzen. „Eigentlich habe ich mir immer selbst geholfen. Einen Mentor gab es nicht.“ Alleine ist Timo Lehnert nicht. Nach dem erfolgreichen Verkauf von PURYA gründete er die Beteiligungsfirma „friends2grow GmbH“ mit einem weiteren Geschäftspartner. „Meine Frau ist Mitgesellschafterin und Geschäftsführerin in meinen Firmen. Die Zusammenarbeit mit ihr war immer wichtig und essenziell für den Erfolg. Zudem habe ich ein gutes Team um mich herum.“

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen. Ab sofort können Sie dieses im Handel erwerben oder bei uns vorbestellen.

Aktuell konzentriert sich der Unternehmer auf sein Versandunternehmen, welches durch einen Algorithmus für jeden Kunden den günstigsten Versandtarif ermittelt. / Foto: © Media Group – Jörg Blümel

One last thing

Jörg Blümel hat ein klares Ziel: Er möchte für E-Commerce-Bestellungen das größte Vergleichsportal für Versandleistungen in Europa aufbauen. Sein Credo auf dem Weg dorthin: Entscheidungen treffen, auch wenn sie unbequem sind.

Während der Präsentationen der Neuheiten seines Konzerns sagte Apple-Gründer Steve Jobs gerne „One more thing”, um dann noch einen Knaller wie das neueste iPhone-Modell aus dem Hut zu zaubern. Für Jörg Blümel ist Jobs ein Vorbild. „Weil er Visionen hatte und der Gesellschaft etwas Bleibendes hinterließ“, erklärt der Hamburger, der mit seiner Kollegin Jessica Thomas und der United Postal Group das größte Versandunternehmen für E-Commerce in Europa aufbauen möchte. Den legendären Satz des Apple-Gurus hat Blümel für sich etwas adaptiert:

„Bei mir heißt es: One last thing. Es ist diese eine Sache, noch etwas Großes und Beständiges aufzubauen!“

Jörg Blümel und Jessica Thomas gemeinsam mit ihrem Team in der Druckstation zur Cricket-WM in der Karibik. / Foto: privat

Zurzeit fließt seine ganze Energie in das Vergleichsportal, das weltweit für Onlinehändler, Unternehmen und die Medienbranche tätig ist. Über die eigens entwickelte Software vergleicht ein Algorithmus für jeden Kunden über 60.000 verschiedene Einzelprodukte von zahlreichen internationalen Postgesellschaften und ermittelt so die günstigsten Versandtarife. Dabei sparen Händler und Kunden im Vergleich zu den bekannten Versanddiensten bis zu 50 % der Portokosten. 2021 ist Blümel auch ins Privatkundengeschäft eingestiegen und eröffnete in Deutschland und weiteren Ländern Europas Shops zur Einlieferung von Sendungen. Dabei geht es ihm nicht nur um schnelle Expansion:

„Erfolg kann man schaffen, man muss ihn aber auch erhalten“, betont er.

2021 eröffnete Blümel europaweit Shops zur Einlieferung von Sendungen. / Foto: privat

Sein Geschäft und die Branche kennt der 55-Jährige in- und auswendig. Schon 1990 gründete er mit dem Blümel Couvertier Service sein erstes Unternehmen. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder schwierige Situationen, aber die gehören für Blümel dazu: „Klar, macht man mal Fehler, aber sie sind oft unvermeidbar auf dem Weg zum Erfolg.

Wenn Du merkst, du gehst den falschen Weg, stoppe ihn und gehe in eine andere Richtung.“

Die Entwicklung seiner Firmengruppe führte ihn seitdem rund um den Globus; ein Luxus, den er zu schätzen weiß: „Ich hatte das Privileg, überall auf der Welt unterwegs zu sein und vieles zu sehen.“ An eine Episode in den 2010er-Jahren erinnert er sich besonders gern: „Auf den karibischen Inseln haben wir damals digitale Zeitungsdruckstationen aufgebaut, auch auf der Privatinsel Mustique. Dort habe ich nur ganz knapp ein spontanes Konzert mit Bruce Springsteen, Phil Collins und Mick Jagger verpasst!“

„One last thing“ ist in Wahrheit eigentlich das erste richtig große Ding. Von wo aus er es eines Tages steuern möchte, weiß er schon: „Zeitweise in New York oder Miami zu leben und zu arbeiten, wäre toll!“ Aber das ist ein anderes Kapitel.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Nachdem er verschiedene Firmen aufgebaut hat, hat Michael Urban mittlerweile den Job als Geschäftsführer aufgegeben und ist Vollimker. / Foto: © privat

Von Büchern und Bienen

„Wenn ich meine Karriere erst mit 25 oder 30 Jahren begonnen hätte, dann wäre es sicherlich nicht so gut gelaufen,“ sagt Michael Urban. „Denn dann macht man viele Dinge einfach nicht mehr mit so einer Leichtigkeit. Man dreht gedanklich drei Runden mehr und verwirft es dann wieder, weil es doch zu schwierig werden könnte.“

Michael Urban hat nicht viel verworfen – er hat viel gemacht. Und das mit Erfolg. Mit 17 Jahren hat er seine erste Firma gegründet, mit der er die damalige Stadtschülerzeitung herausbrachte. Damals titelte eine Zeitung: „Michael Urban, jüngster Verleger Deutschlands“. Das war sein Einstieg in das Verlagswesen, das er in den Jahren darauf immer mehr aus- und umbaute. „Mit der Zeit kamen plötzlich Kunden mit Druckanfragen auf mich zu. Briefbögen usw. Da dachte ich mir, wenn ich eine Druckermaschine kaufe, dann können wir auch Drucksachen anbieten.“ Ab dem Zeitpunkt druckte Urban Kataloge, Prospekte und alles, was angefragt wurde.

Bis 1993 hatte er eine Druckerei aufgebaut. Richtig durchstarten konnte er aber erst, als er glaubte, alles verloren zu haben, weil sich ein Großauftrag als Schwindel herausstellte und er auf 10000 gedruckten Büchern saß. Doch ein Kontakt zum Weltbild Verlag

Als „jüngster Verleger Deutschlands“ druckte Urban Kataloge, Prospekte und alles, was angefragt wurde.

war seine Rettung. Der Verlag kaufte ihm die Bücher ab und Urban investierte und vergrößerte sein Spektrum.

Mit seinen Computer- und Programmierkenntnissen erstellte er 1994 eine Internetseite und bot dort eigene Bücher an. Das war der Anfang von seinem Unternehmen buch.de. Der zweite große Player am Online-Markt nach Amazon. „Ich überlasse gerne anderen den ersten Platz, als zweiter muss man sich nicht so viel rechtfertigen,“ sagt er lachend. Der 50-jährige hat dennoch alles richtig gemacht, weil er stets die Augen offen hatte und die Chancen, die sich ihm geboten haben, auch genutzt hat. „Ich bin immer losgelaufen und habe die Äpfel und Kirschen, die am Baum hingen, im Vorbeilaufen gepflückt,“ so seine Erklärung. „

Man muss mutig sein und man muss auch immer wieder aufstehen können, analysieren und weitermachen.“

Nachdem er seine Anteile an buch.de Jahre später verkauft hatte, erfüllte er sich einen Kindheitstraum. „Als kleiner Junge war ich mit meinen Eltern im Urlaub und wir hatten vor dem Küchenfenster einen Zitronenbaum. Man musste nur das Fenster aufmachen und konnte die Zitronen pflücken. Das wollte ich auch haben.“ So kaufte sich Urban ein Grundstück auf Gran Canaria und baute dort ein Ferienhaus. Mit einem Zitronenbaum. Das war zugleich der Anfang seiner neuen Karriere. Denn dort kam er auch zu seinem ersten Bienenstamm und entdeckte seine Leidenschaft für die Imkerei. Den Bienenstamm musste er damals kaufen, da sich durch den starken Wind einfach keine Bienen auf sein Grundstück „verfolgen“ und somit auch nicht den Zitronenbaum bestäuben konnten. Aus einer Not

wurde somit seine neue Karriere vorangetrieben – zumindest stand sie da schon unerkannt in den Startlöchern.

Er erfüllte seinen Kindheitstraum von einem eigenen Zitronenbaum. / privat

Für Michael Urban wäre alles so weitergegangen, wenn ihm das Leben nicht einen Spiegel vorgehalten hätte. Bis dahin arbeitete Urban 12 – 14 Stunden am Tag, auch an den Wochenenden. Dann kam die Diagnose Multiple Sklerose und alles wurde anders. Michael Urban war mehr im Krankenhaus als zu Hause. Sein Arzt gab ihm noch fünf Jahre. „Damals brach alles für mich zusammen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich verschiedene andere Firmen aufgebaut. Ich verkaufte alle Firmenanteile. Doch durch die Medikamente, die ich gegen die Krankheit nehmen musste, bekam ich eine

Depression. Fast ein Jahr lang konnte ich nicht das Haus verlassen. Erst langsam wurde es besser. Diese Zeit hat mir aber auch die Augen geöffnet.“ Als es ihm besser ging, übernahm er erstmals in seinem Leben eine Festanstellung als Geschäftsführer in einem Unternehmen. Ein Nine-To-Five-Job, der ihm aber nicht ausreichte. So widmete er sich immer mehr der Imkerei.

Mittlerweile ist Urban zu einem der größten Königinnen- und Bienenzüchter Deutschlands geworden. „Mein Sohn ist auch in die Imkerei eingestiegen und wir produzieren jedes Jahr mehr als 10000 Bienenköniginnen und Bienenvölker, die wir an unsere Kunden verkaufen. So habe ich den Dreh von meinem Zitronenbaum zu meinen Bienen geschafft und somit auch zu meinem heutigen Business.“ Den Job als

Mit seinem Sohn Maximilian plant Michael Urban große Erfolge mit Bienen / Foto: Fotos: © privat

Geschäftsführer hat er aufgegeben und ist mittlerweile Vollimker. Mit seinem Sohn plant er nun andere große Erfolge. Sein Sohn hat mit Kollegen gerade eine Imkergenossenschaft gegründet und Urban steht als Senior und Unterstützer beim Start zur Verfügung. Sie wollen eine neue Honigmarke auf den Markt bringen. „Summstoff“ heißt sie. „Mein Traum ist es, dass die Leuten in fünf Jahren im Supermarkt konkret nach einem Glas „Summstoff“ fragen.“

Wenn man sich seinen Werdegang so ansieht, könnte das auch so kommen. „Ich bin auf meinem Karriereweg immer irgendwo reingestolpert und habe die Gelegenheit genutzt. Dabei kann man auch hinfallen. Aber man muss auch wieder aufstehen und weitermachen.“ Übrigens sind die fünf

Jahre, die ihm der Arzt damals gegeben hat, schon überschritten.

„Ich bin davon überzeugt, dass man sehr viel erreichen kann, wenn man eine Perspektive hat und positiv denkt.“

Wer weiß, ob er so weit gekommen wäre, wenn er nicht schon mit 17 Jahren seine Karriere gestartet hätte.

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Die beiden Gründer von CIRCLY: Oliver Kremer (l.) und Maximilian Munz / Foto: CIRCLY

Creme aus Café

Oliver Kremer und Maximilian Munz von CIRCLY glauben daran, dass sich gute Hautpflege und umweltbewusster Konsum nicht ausschließen. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten aus der Getränkeindustrie sammeln die beiden 33-Jährigen Rohstoffe, die wir alle im Alltag konsumieren: Aus verbrauchtem Kaffee und Obstschalen schaffen sie und ihre sechs Mitarbeiter seit 2019 Naturkosmetik, die neue Standards in puncto Ressourcenschonung setzt.

 

Wie ist die Idee entstanden?

In der Vergangenheit arbeiteten Oliver und ich in zahlreichen Beratungsprojekten in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wiederaufbereitung. Hierbei lernten wir unter anderem, dass es noch sehr viele Stoffströme gibt, die in der Lebensmittelindustrie verschwendet werden, die jedoch sehr gut für weitere Produkte verwendet werden können. So begannen wir, so viel wie möglich über die Bereiche des Upcyclings zu lernen. Da wir beide zu empfindlicher Haut neigen, war die Idee zu CIRCLY geboren: Upcycling meets Skincare. Ein neues, aber innovatives Konzept mit einem echten Mehrwert für Haut und Umwelt. Mit CIRCLY möchten wir zeigen, dass Naturkosmetik noch einen Schritt weitergedacht werden kann.

Foto: CIRCLY

Wie hat sich Ihr Geschäft bisher entwickelt?

Aktuell sind wir in über 700 Retail-Stores. Wir planen einen weiteren Ausbau im Handel sowie im Online-Vertrieb. Corona hat gezeigt, dass viele Kunden bestimmte Produkte, die sonst offline nachgefragt wurden, nun auch online nachfragen. Wir konnten innerhalb kürzester Zeit über 10.000 KundInnen von unserem Konzept überzeugen. Wir sind uns sicher: Upcycled-Beauty ist ein neuer Megatrend!

Klingt gut. Lief bei dieser Entwicklung alles nach Plan oder gab es auch Überraschungen?

Eine der Überraschungen war die Erkenntnis, im Marketing besser nur den Hauptnutzen herauszustellen, also tolle Hautpflege, statt sich voll auf das Upcycling zu konzentrieren. Gleichzeitig hilft uns dieser Zusatznutzen, unsere Marke spitz im Markt zu positionieren.

Hat sich im Kopf der KundInnen etwas getan im Vergleich zu vor ein paar Jahren?

Upcycling-Power für die Haut: Die CIRCLY-Produkte sind zu 100% nachhaltig. / Foto: CIRCLY

Auf jeden Fall! Nicht nur bedingt durch die Presse, sondern auch durch die Politik erkennt man einen Wandel in der Gesellschaft, bei dem das bestehende Denkmuster hinterfragt und nach neuen, grünen Lösungen gesucht wird.

Was muss sich noch ändern, um die Umwelt zu retten?

Wir alle müssen damit aufhören, Greenwashing zu betreiben und Lösungen, die nicht wirklich umweltfreundlich sind, als umweltfreundlich zu verkaufen! Sinnvoller erscheint mir, kleine Schritte zu gehen und sich um die Nachteile dieser Lösungen bewusst zu sein. So schaffen wir ein besseres Verständnis, welche Schritte noch nötig sind.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

 

Mit guter Laune Müll vermeiden: Gründer:innen von „Saatgutkonfetti” Christoph, Katja und Philip (v.l.n.r.). / Foto: © Saatgutkonfetti

Kompostierbares Konfetti

Erlebe schöne Momente, hinterlasse dabei keinen Müll, sondern säe Wildpflanzen und mach somit gleichzeitig etwas für die Umwelt – das ist die Idee von Philip Weyer (32), Katja Filippenko (34) und Christoph Trimborn (31), mit der sie im April 2019 ihre Firma Saatgutkonfetti gründeten. Inzwischen beschäftigen sie in Kassel 24 MitarbeiterInnen, wo das Saatgutkonfetti in Handarbeit hergestellt wird.
Wie ist die Idee entstanden?

Philip: Konfetti ist so ein symbolisch starkes Produkt. Alle Leute verbinden schöne und positive Momente damit, gleichzeitig werfen wir aber Müll in unsere Umwelt. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Parallel zu diesen Gedanken habe ich auf dem Weg zur Uni regelmäßig Blumensamen vom Fahrrad geworfen, aus denen dann kleine Pflänzchen an Büschen und Grünflächen wuchsen. Ich bin der Meinung, dass wir sowohl eine höhere Diversität an Wildpflanzen in unseren Städten brauchen, als auch eine größere Toleranz gegenüber Wildwuchs. Entstanden ist aus diesen Gedanken dann letztendlich unser Saatgutkonfetti!

Sind Sie mit dem bisherigen Erfolg zufrieden?

Katja: Wir konnten mit diesem Produkt ein grünes soziales Start Up aufbauen und über 24 Leuten die Möglichkeit geben, mit Sinn und Spaß zu arbeiten und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Außerdem war es schön zu sehen, wie viele Menschen Konfetti auch in der ersten COVID-Phase bestellt haben. Wir haben uns riesig gefreut, dass so viele Unternehmen das Saatgutkonfetti ihren KundInnen und MitarbeiterInnen als Geschenk nach Hause

Das Konfetti / Foto: © Saatgutkonfetti

geschickt haben, um sie in dieser Zeit ein wenig aufzumuntern!

Was bedeutet das in Zahlen ausgedrückt?

Katja: Dieses Jahr werden wir voraussichtlich einen Umsatz von einer halben Million Euro machen. Wir wollen unsere Ziele aber nicht nur an wirtschaftlichen Zahlen messen, sondern auch an der Menge an Saatgut, die wir ausbringen. Aktuell haben wir Saatgut für ca. 10.000 Quadratmeter herausgebracht und 1300 Kilogramm schädliches Konfetti durch unser Saatgutkonfetti ersetzt!

Was ist Ihr Antrieb?

Chris: Individuelle und planetare Gesundheit. Zum einen möchten wir so viel herkömmliches Konfetti wie möglich ersetzen, um einen Beitrag gegen unnötige Müllverschmutzung zu leisten. Mit guter Laune soll dann noch mehr als nur “kein Müll” entstehen. Wir wollen unseren Beitrag gegen den Verlust der Artenvielfalt leisten, indem wir heimische Wildpflanzenarten ausbringen, die Heimat- und Nahrungsquellen für

Das Start-up bei “Höhle der Löwen” / Foto: © Saatgutkonfetti

Insekten und andere kleine Tieren sind. Gleichzeitig möchten wir Wissen über unsere Pflanzen- und Tierwelt kommunizieren, zum Beispiel mit unserem Kartenspiel. Denn schützen können wir nur das, was wir kennen.

Warum lohnt es sich in Ihre Firma zu investieren?

Katja: Zum einen sind wir ein stetig wachsendes, regeneratives Business, Der Konfettimarkt ist groß, Konfetti kommt bei vielen verschiedenen Anlässen zum Einsatz. Außerdem verfolgen wir eine zukunftsfähige Vision, nach der wir einen fairen Umgang mit unserer Umwelt anstreben und Produkte kreieren, die mehr können, als “nur nachhaltig” zu sein.

Welche Visionen haben Sie für die Zukunft?

Philip: Zum einen möchten wir mehr Saatgutkonfetti zu einem geringeren Preis anbieten, zum anderen wollen wir neue Zielmärkte erreichen, in denen wir dezentral agieren können. Darüber hinaus werden wir weitere Produkte präsentieren, die auf aktuelle Problematiken hinweisen und unseren KundInnen die Möglichkeit geben, einen positiven Einfluss darauf zu haben.

Wie grün ist Ihr Büroalltag?

Alle lieben Konfetti! Aus „Saatgutkonfetti” werden anschließend Wildpflanzen – so entsteht kein Müll und es wird etwas für die Umwelt gemacht. / Foto: © Saatgutkonfetti

Chris: In unserem Büro- und Fabrikgebäude versuchen wir so viel “grün” wie möglich zu integrieren. Das heißt: Strom aus erneuerbaren Energien, gebrauchte Möbel, viele Pflanzen, eine vegan/vegetarischen Küche und das Weglassen von Reinigungsmitteln beim Säubern unserer Produktionsgeräte, damit wir das Wasser zum Gießen unserer Pflanzen weiterverwenden können.

Welche Erkenntnis nehmen Sie mit aus der Gründungsphase Ihres Unternehmens?

Chris: Die eigene Wohnung in der Kölner Innenstadt an Karneval als öffentlicher Pop Up Shop für Saatgutkonfetti ist nur vor der Party eine gute Idee!

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Nelson Müller wollte schon seit Kindheitstagen Koch werden. Seinen Ausgleich findet der 42-Jährige in der Musik und im Sport. / Fotos: © Mario Andreya

Lebe im Hier, Jetzt und Heute!

Seit über einem Jahrzehnt ist Nelson Müller aus den deutschen TV-Küchen nicht mehr weg zu denken. Feinschmecker aus ganz Europa schwärmen von den Restaurants des Sterne-Kochs. Trotz seines Ruhms ist der 42-Jährige bodenständig geblieben. Erfolg ist für ihn vor allem eine Bestätigung des eigenen Tuns.
Wann wussten Sie, dass Sie Koch werden wollen?

Schon als Kind! inspiriert von meiner Familie habe ich mir damals eine Küche gewünscht und wollte kochen lernen. Mir hat das einfach immer schon Spaß gemacht. Ich konnte mir nie einen anderen Beruf für mich vorstellen!

Welchen Einfluss hatten Ihre Lehrmeister auf Ihren persönlichen Küchenstil?

Innerhalb der Top-Gastronomie ist es wichtig, gute Adressen im Lebenslauf zu haben. Aber man nimmt aus jeder Küche natürlich mehr mit als einen Eintrag im Lebenslauf. Die Summe der verschiedenen Küchen ist am Ende das, was den eigenen Küchenstil prägt.

Was war bisher Ihr größer Erfolg?

Für einen Koch ist der Michelin-Stern ein Ritterschlag. Ich habe mich unglaublich gefreut, als mein Restaurant Schote in Essen 2011 einen Stern bekam.

Welche Herausforderung in Ihrer Karriere ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Der Schritt in die Selbständigkeit mit dem ersten Restaurant. Ich hatte zwar auch schon vorher Caterings gemacht und Kochkurse gegeben. Aber Restaurant, Catering und Kochschule unter einen Hut zu bekommen, war und ist manchmal nicht einfach. Elementar wichtig dabei ist, das passende Team zu finden. Heute bin ich froh, diesen Schritt getan zu haben.

Wie vereinbaren Sie all diese Projekte mit Ihrem Privatleben?

Der größte Erfolg für den Koch: Der Michelin-Stern für sein Restaurant „Schote“ in Essen. / Fotos: © Mario Andreya

Ha, da fragen Sie den Richtigen! Koch zu sein, heißt ja: Arbeit am Abend, in der Nacht, am Wochenende, an Feiertagen und so weiter. Menschen aus meinem privaten Umfeld müssen da oft einiges Verständnis aufbringen.

Sie sind auch als Musiker aktiv. Ist das für Sie eine Art Ausgleich?

Ja, absolut. Wäre ich nicht Koch geworden, wäre ich heute Musiker. Ich liebe die Musik! Außerdem treibe ich als Ausgleich täglich Sport. Inzwischen macht mir das sogar Spaß!

Welches Ziel verfolgen Sie aktuell, z.B. einen weiteren Stern für eines Ihrer Restaurants?

Ein weiterer Stern wäre natürlich schön, aber ich habe keine Ziele, die ich verfolge. Zu viele Menschen leben im Vielleicht, im Morgen und vergessen dabei das Hier, Jetzt und Heute.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Der erfahrene CEO will sein Wissen an junge Nachwuchs-Unternehmer weitergeben. / Foto. privat

„Erfolg ist Freiheit“

Er ist der Prototyp des erfolgreichen Gründers: Claus-Georg Müller hat schon einige Unternehmen groß gemacht und sogar mehrfach den Kitzel erlebt, wenn das eigene Baby – zum Beispiel der Telekommunikationsausrüster ADVA Optical AG – an die Börse geht. Zurzeit führt er die Geschäfte der S4 Space AG, einer von ihm erst 2018 gegründeten Firma, die sich dem schnellen Anschluss an das Internet der Dinge verschrieben hat und dazu Lösungen anbietet.

Wenn man Claus-Georg Müller nach seinem Vorbild fragt, lautet die Antwort „Tesla-Gründer Elon Musk“.

Erfolg ist für den Wahl-Münchner nämlich Freiheit – also die Unabhängigkeit von der Bürokratie der Großunternehmen und die Chance, selbstbestimmt die Geschicke lenken und etwas bewegen zu können.

Zu sehen, wie die eigenen Ideen unternehmerisch Früchte tragen. Wie bei Musk, der seine

Aktionäre zwar mit seinen scheinbar unbedachten Äußerungen auf Twitter immer wieder das Fürchten lehrt, sie aber doch zu großen Gewinnen führt

, indem er – wie Müller es beschreibt – „risikobewusst Vollgas gibt“. In der heutigen Zeit braucht es aus seiner Sicht zum Erfolg nämlich vor allem eins: „Eier!“ Aber was ist der Antrieb des passionierten Gründers, der vor allem in den Bergen und in der Natur Inspiration findet? „Anderen zeigen zu können, was möglich ist“, wenn man es wirklich will und bereit ist durchzuhalten. Irgendwann, wenn seine Geschäftsideen ihm die Luft dazu lassen, will der erfahrene CEO sein Wissen jungen Nachwuchs-Unternehmern weitergeben.

In den Bergen und in der Natur findet der passionierte Gründer seine Inspiration. / Foto: privat

Leicht hatte es der kreativen Kämpfer, der Stress liebt und großes Talent besitzt, überraschende Lösungen zu finden, allerdings nicht immer. Eine schwere Krankheit, mit der Claus-Georg Müller auch heute, fünf Jahre später, noch zu tun hat, ließ seinen Karriereweg, der bis dahin immer nur steil nach oben ging, steinig werden. Nicht nur die Sorge um die eigene Gesundheit machte ihm zu schaffen – der fünf-fache Vater musste auch auf die harte Tour erkennen, dass nicht alle Menschen das sind, was sie vorgeben zu sein. „Viele angebliche Freunde, die mir eigentlich helfen wollten, haben sich überall bedient und sich die Taschen vollgemacht“, muss der Entrepreneur heute leider Bilanz ziehen. Daraus hat er vor allem eins gelernt:

Am besten verlässt man sich immer nur auf sich selbst – und auf die engere Familie.

Blut ist eben meist doch dicker als Wasser… Doch selbst wenn Müller die Zeit zurückdrehen könnte, würde der Unternehmer heute nur eines anders machen: Seine Erfolge mehr genießen.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Er gilt als einer der führenden Denker im digitalen Bereich: Geschäftsführer und Optimist Marcus Diekmann. / Foto: © Simon Thon

“Netzwerken bedeutet, viel Vertrauen zu investieren”

Er glaubt an die Vier-Tage-Woche, Solidarität unter Konkurrenten und Leidenschaft als Erfolgsvoraussetzung: Marcus Diekmann ist einer der Geschäftsführer des Radherstellers Rose Bikes, den er gemeinsam mit seinem Team in den kommenden zwei Jahren zur bedeutendsten FahrradBrand Deutschlands machen will. Er hat die Pro-Bono-Initiative „Händler helfen Händlern“ ins Leben gerufen und berät das Familienunternehmen BabyOne und den Bundesligisten Borussia Dortmund in digitalen Fragen. Angefangen hat der gelernte Steuerfachangestellte, der heute als einer der führenden Denker im digitalen Bereich gilt, übrigens als Mitarbeiter einer Tankstelle.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Sei der beste Manager oder auch Kellner, der du sein kannst. Sei, was immer dich glücklich macht. Wenn du nämlich glücklich bist, bist du erst gut darin. Ich bin aber auch ein Typ, der immer gewinnen will. Beim Sport, beruflich und privat. Trotzdem kann ich auch verlieren, dann will ich aber daraus lernen, was der andere besser gemacht hat – und schlage ihn beim nächsten Mal. Erfolg ist heute für mich aber auch, mit einem Team gemeinsam zu gewinnen und Dinge voller Liebe machen zu können. Das hört sich so kitschig an, ist aber mein voller Ernst. Ich liebe Fahrräder, ich liebe die Familie Rose
und ich liebe es, dass ich zusammen mit meinen besten Freunden die Firma leite.

Sie sind jemand, der sich durchbeißt. Erlauben Sie sich auch schwache Momente?

Man glaubt es kaum, aber kitschige Filme können mein Herz zerreißen. „Tatsächlich Liebe“ und „The Notebook“ habe ich beide bestimmt 50-mal gesehen. Wir tun ja alle immer so, als wären wir nur stark – das ist Quatsch. Aber ich bin ein unverbesserlicher Optimist und konnte mich immer gut durchsetzen.

Wie viel Engagement erwarten Sie von Mitarbeiter:innen jenseits der offiziellen Arbeitszeit?

Ich glaube, wir brauchen eine komplette Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Das Modell 9 bis 17 Uhr ist überholt, ich sehe dafür riesiges Potenzial in der Vier-Tage-Woche. Ich bin ein gutes Beispiel dafür, weil ich drei Tage die Woche CEO bei Rose bin – und ich habe mit dem Team einen der krassesten Changes in Deutschland hingelegt. Es geht darum, die richtige Idee
zum richtigen Zeitpunkt mit Vollgas anzugehen. Da bringt es einen nicht weiter, fünf Tage die Woche zehn Stunden am Stück zu arbeiten. Ich weiß nicht, ob ich früher wirklich immer sinnvolle Sachen gemacht habe – oder ob ich nicht Sachen wie die Farbe des Klopapiers entschieden habe.

Was machen Sie an den anderen vier Tagen?

Sein Beruf ist seine Passion und dabei macht der Unternehmer alle Dinge mit viel Liebe / Foto: © Simon Thon

Ich bin ein guter Vater. Die Kinder spielen gerade draußen und nach dem Interview werde ich mitmachen. Wenn ich mir Zeit für die Kids nehme, ist das Handy aus und wir sind wirklich nur miteinander, ganz intensiv. In der restlichen Zeit bin ich für BabyOne und den BVB da und engagiere mich als Investor. Mein Beruf ist meine Passion.

Es heißt, hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau. Stimmt das auch bei Ihnen?

Meine Ex-Frau Eliza ist Bürgermeisterin in Coesfeld. Sie ist eine verdammt starke Frau. Wir sind bis heute zusammen tolle Eltern und als Freunde auch noch immer ein tolles Paar.

Eine großartige Frau gehört zum Erfolg dazu,

aber auch ohne meine Eltern, die mich immer mit Liebe überschüttet haben, ohne meine besten Freunde und ohne mein Team wäre mein Erfolg so nicht möglich gewesen. Sie sind zusammen mein sicherer Hafen.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?

Fang früher an, dich gesund zu ernähren und schlafe mehr. Arbeite immer nur vier Tage und stecke die übrige Zeit in dein Netzwerk. Sieh zu, dass du immer weiter lernst und immer ein starkes Team um dich hast, trau dich, es wirklich laufen zu lassen – das braucht einen riesigen Vertrauensvorschuss, zahlt sich aber aus. Wenn ich all das früher schon gewusst hätte, hätte ich noch viel schneller sein können.

Wie beginnt man am besten damit, ein Netzwerk aufzubauen?

Früher brauchte man immer für so was Rotary Clubs, aber heute kann jeder bei LinkedIn einfach starten. Ich schreibe einfach Leute an und frage, ob wir uns zu bestimmten Themen austauschen können. Man muss da sehr offen reingehen und viel Vertrauen investieren, aber das bringt wirklich etwas. Ich habe schon als Kind jeden immer gefragt, was er da macht und wie das geht – meine Eltern hat das manchmal zu Tode genervt. Aber ich mache das bis heute, jeder Mensch kann irgendetwas besser als ich – und das kann ich von ihm lernen.

Haben Sie eine negative Eigenschaft, die in Ihrem Job aber super-hilfreich ist?

Ich springe den Berg einfach runter und schaue erst dann, was da unten genau kommt. Bisher hatte ich immer Glück, aber
bei mir ist es schon immer ein bisschen wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Der Mut hat mich zwar immer vorangebracht, aber vielleicht fliegt mir die Konsequenz meiner Art irgendwann voll um die Ohren.

Womit belohnen Sie sich nach einem anstrengenden Tag?

Nach einem glücklichen Tag treffe ich mich unglaublich gern mit meinen Freunden oder meiner Familie. Nach einem schlechten Tag fahre ich entweder Rennrad und kriege ihn damit weg – oder ich muss sechs Stunden Netflix am Stück gucken bis nachts um 2 Uhr.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Josef Haas geschäftsführender Gesellschafter der KAMPA GmbH / Foto: Michael Tinnefeld

Schnelligkeit ist gefragt, um erfolgreich zu sein

Es gibt Menschen, die mit ihrer Leidenschaft andere in ihren Bann ziehen. Josef Haas gehört zu diesen Menschen. Man muss ihn nur über seine Leidenschaft, dem Wertstoff Holz, reden hören. Josef Haas ist geschäftsführender Gesellschafter der KAMPA GmbH. Einem der bekanntesten Fertighaushersteller in Deutschland, dem Marktführer für Plusenergiehäuser aus Holz.

Ich bin auf einem land- und forstwirtschaftlichen Hof groß geworden. Holz hat für mich immer schon eine große Bedeutung gehabt. Ich liebe diesen Wertstoff“, sagt der 50-Jährige. Eigentlich wollte Haas Landwirt werden. Doch es sollte anders kommen. Er machte eine Ausbildung und fing bei Haas Fertigbau an. Im Übrigen nicht verwandt damit. Dort stieg er bis in die Geschäftsführung auf. 2001 wechselte er zur Wolf System GmbH, bis er dann 2007 beim börsennotierten Unternehmen Kampa AG anfing. „Ich komme aus ganz einfachen Verhältnissen. Aber ich habe immer mit Leidenschaft meinen Beruf ausgeübt. Leidenschaft, die nötige Motivation und natürlich auch ein gewisser Ehrgeiz. Ich bin eine Art Zwischengeneration. Wenn man bescheiden aufgewachsen ist, dann hat man eine ganz andere Einstellung zur Arbeit. Als ich anfing, da waren Work-Life-Balance, Homeoffice und Co noch gar nicht geboren. Für mich gibt es kein Reden, sondern Machen.“ Machen ist für Josef Haas das A und O. Als 2008 die große Finanzkrise kam und die Kampa AG insolvent ging, sicherte er sich die Rechte an der Marke KAMPA und führte diese fort. Die Kampa GmbH wurde gegründet, die Markenphilosophie konsequent weiterentwickelt. Und das vor allem mit seiner Leidenschaft für Holz. „Es war ein Schlag ins Gesicht, als die Kampa AG insolvent ging. Weil ich dafürstand. Deshalb habe ich auch alles darangesetzt, die Marke KAMPA aufrechtzuerhalten.

Man darf nicht aufgeben, wenn man an etwas glaubt.“

Er glaubt auch daran, dass der Klimawandel machbar ist. „Es macht mich wahnsinnig glücklich, jungen Familien die Zukunft des Wohnens zu erklären. Wenn man sich anschaut, welchen Wandel wir gerade durchleben, dann muss man gerade auch bei dem Bau von Häusern anfangen umzudenken. Deswegen setzen wir serienmäßig auf echte Plusenergie und maximalen
Ressourcenschutz. Wir bauen in unseren Hausbau-Manufakturen mit Holz – einem nachwachsenden Rohstoff, der zig Tonnen
schädliches Kohlendioxid bindet. Eine perfekt gedämmte Gebäudehülle, die selbst erzeugte, regenerative Energie sowie ein
effizientes Energiemanagement mit Wärmerückgewinnung machen ein KAMPA Haus zu einem echten Plusenergiehaus, welches das Klima entlastet und seine Bewohner zu Selbstversorgern macht. Unsere Häuser übertreffen schon heute die staatlichen Vorgaben von morgen. Und sichern den Bauherren die maximale Förderung. Man muss die Zeit der Veränderung mitgehen. Schnelligkeit ist gefragt, um erfolgreich zu sein. Corona hat uns gezeigt, dass sich alles ändern kann. Vor zwei Jahren sprachen alle über das urbane Leben in der Stadt. Mittlerweile erleben wir eine Stadtflucht. Ich mache mir Gedanken zum CO2-Ausstoß in Häusern. Wir als Hersteller kämpfen Tag für Tag für die Zukunft des Wohnens.“ Josef Haas ist ein Mann, der fest daran glaubt, dass man mit Leidenschaft und der nötigen Motivation viel erreichen kann. „Ich versuche sowohl mich als auch meine Mitarbeiter jeden Tag dazu zu motivieren, das Beste aus sich rauszuholen. Das treibt mich voran.“ Dieser Antrieb, gepaart mit einer Leidenschaft, die einen mitreißt, kann aus einem einfachen Jungen aus Niederbayern einen Menschen machen, der mit seinem Willen die Welt verändern möchte.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Mark Gregg ist Geschäftsführer der BONAGO Incentive Marketing Group GmbH. / Foto: BONAGO

Erfolgreiche Mitarbeiterbindung durch Flexibilität und Individualisierung

Die Coronapandemie hat sämtliche Branchen in den letzten 1 ½ Jahren herausgefordert.
Herr Gregg, wie hat BONAGO diese Zeit erfolgreich überstanden?

Wir hatten das Glück, dass unsere Branche nur wenig von der Krise betroffen war. Unsere Kunden haben ihre Mitarbeiter weiterhin unterstützt, wo es ging. Das finde ich bemerkenswert. Ich muss aber auch sagen, dass wir nicht untätig waren. Wir haben letztes Jahr als eines der ersten Unternehmen Coronatests für Mitarbeiter angeboten und haben dieses Jahr das erfolgreiche Multi Flex-Ben Portal für Mitarbeiter weiterentwickelt und um neue attraktive Benefits erweitert. Das Erfolgsrezept war also, dass wir neue Chancen ergriffen haben, ohne unser Stammgeschäft zu vernachlässigen.

Sie sprechen von Flexibilität. Wie wichtig ist das in der heutigen Zeit?

Unser Beispiel zeigt, wie wichtig Flexibilität in der heutigen Zeit ist. Man muss auf unterschiedliche Einflüsse von außen reagieren und dabei stets die Sicherheit gewährleisten. Das gilt nicht nur für die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden, sondern auch für die zu den eigenen Mitarbeitern. Jeder Mitarbeiter hat individuelle Bedürfnisse. Um die Mitarbeiter zu fördern und vor allem zu halten müssen Unternehmen auf die individuellen Wünsche eingehen können. Beispielsweise freuen sich alle über die 50€ Sachbezug. Eine Kollegin möchte jedoch ein neues E-Auto über den Arbeitgeber leasen und der andere Kollege benötigt den Kindergartenzuschuss. Die Personalabteilung im Mittelstand kann diese Individualität gar nicht leisten. Deshalb haben wir das Multi Flex-Ben Portal mit 25 Benefits entwickelt, in dem jeder Mitarbeiter seine Benefits selbst zusammenstellen kann.

Welche Rolle spielt für Sie das Gesundheitsmanagement bei der Mitarbeiterbindung?

Die Gesundheit steht bei der Mitarbeiterbindung an oberster Stelle. Das haben spätestens jetzt alle verstanden. Neben der körperlichen Gesundheit, vergessen viele aber immer noch die psychische Gesundheit. Unternehmen wollen aber langfristig von der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter profitieren. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Ein gutes Beispiel hierfür ist die PGB (Psychische Gefährdungsbeurteilung). Obwohl die Analyse verpflichtend ist und sogar hohe Bußgelder drohen, führen mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen diese nicht regelmäßig durch. Infolgedessen haben wir uns dazu entschieden, jedem Kunden mit Full Service im Portal die PGB für 3 Jahre zu schenken. Das ist unser Beitrag zur Mitarbeitergesundheit.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

 

Ein Erfolgsgeheimnis hat der Politiker und Unternehmer nicht. „Zum Erfolg gehört eine Portion Glück“, so der gebürtige Hamburger. / Fotos: privat

Mehr als die Stimme der deutschen Industrie

Wirtschaftsexperte, Honorarprofessor, Politiker… Hans-Olaf Henkel blickt auf viele Karrieren zurück. Er ist kein Typ, der sich ausruht. Denn Glück bedeutet für den gebürtigen Hamburger „immer eine Aufgabe zu haben“.

Wer hätte gedacht, dass DER Wirtschaftsrepräsentant Deutschlands eigentlich Saxofonist werden wollte? Aber der Zufall – im wahrsten Sinne des Wortes – hatte andere Karrierepläne.

Nach seinem Abschluss stolperte Henkel – zufällig – über einePolitik Anzeige des IT-Giganten IBM, wird dort später Europachef. „Alles, was ich erreicht habe, habe ich meiner Lehrzeit bei Kühne & Nagel in Hamburg, meinem Studium an der Akademie für Wirtschaft und Politik und der IBM zu verdanken“, betont der Unternehmer heute. Diese Erfahrung als Lehrling bei Kühne & Nagel hat in ihm die Sehnsucht nach anderen Ländern geweckt.

Erfolg bedeutet für ihn, „ein gesetztes Ziel erreicht oder überschritten zu haben.“ Er selbst hat sich nach seinem ersten Erfolg übrigens einen Jugendtraum erfüllt: „1962 kaufte ich mir am Bodensee eine Segeljolle.“

Und vielleicht wäre Henkels Karriere auch anders verlaufen, hätte er 1972 IBM mit jenen fünf Kollegen verlassen, die damals SAP gründeten. Aber: „Sie haben mich nicht gefragt und wenn sie mich gefragt hätten, hätte ich wohl ‚nein‘ gesagt. Deren Mut hatte ich damals nicht.“

Welche persönlichen Stärken für seine Erfolge maßgeblich waren? „Ich habe keine

Er behält immer die Ruhe: Hans-Olaf Henkel bei einem Schachduell. / Foto: privat

Stärken, habe keine bestimmten Begabungen. Vielleicht ist meine einzige Stärke, keine besonders auffallenden Schwächen zu haben?“ Henkels Karriere hatte viele Wendepunkte: „Entscheidend war, dass ich bei allen Veränderungen etwas Neues lernen konnte.“

Nach seiner Zeit bei IBM, die er meist in Asien, Frankreich und den USA verbrachte, war er von 1995 bis 2000 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anschließend Präsident der Leibniz-Gemeinschaft („Nach meiner Karriere in der Wirtschaft eröffnete mir das ganz neue Perspektiven.“) und lehrte dazu über zehn Jahre als Honorarprofessor (ehrenamtlich) an der BWL-Fakultät an der Universität Mannheim.

Die wissenschaftliche Arbeit trieb ihn in die Politik, 2014 wurde er ins Europaparlament gewählt. Das Entscheidende bei jedem Karrierewechsel war dabei für ihn „immer wieder etwas Neues lernen zu können”.

Was sein Erfolgsgeheimnis ist? „Ich habe keins. Wahrscheinlich gehört zum Erfolg eine gehörige Portion Glück, und das hatte ich immer wieder mal.“ Denn natürlich gab es Rückschläge: „Meist waren sie auf zu viel Selbstzufriedenheit zurückzuführen. Sobald ich das merkte, ging es wieder bergauf.“

Überheblichkeit, Selbstzufriedenheit und Arroganz sind für ihn ganz klar keine Erfolgsgaranten. Henkel ist lieber selbstkritisch – auch im Rückblick auf seine getroffenen Entscheidungen: „Ich würde mich nicht wieder für die Einführung des Euro einsetzen, was ich als BDI-Präsident tat.“ Und was würde er heute seinem jüngeren Ich raten: „Beruflich nur das zu tun, was drei Voraussetzungen erfüllt: Es muss Freude machen; man muss das Gefühl haben, es zu können und man muss davon unabhängig von anderen leben können.“ Es gibt übrigens einen Bereich, in dem Hans-Olaf Henkel noch nicht ganz erfolgreich ist. Tenorsaxophon würde er gerne spielen können.

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft

230 Mitarbeitende, fünf Standorte, vier Technologiepartner, ein Ziel. Anfang 2021 haben sich die beiden IT-Beratungsunternehmen PTS Group AG und affinis AG zusammengeschlossen. Wir haben Heiko Harms (CEO) und Jochen James Fischer (Aufsichtsratsvorsitzender) im Interview über die Ziele und die zukünftige Entwicklung der neuen affinis AG befragt.

 

Herr Harms, wie sind Sie zu dem Entschluss gekommen, dass die PTSGroup und affinis gemeinsam ihren Weg beschreiten sollen?

HARMS: Wir hatten uns zum gleichen Zeitpunkt dem Ziel gewidmet, unsere jeweiligen Kompetenzfelder zu stärken und mit einem strategischen Partner zu wachsen. Ausschlaggebend für den Zusammenschluss waren unsere sich ergänzenden Beratungs- und Serviceansätze, die Fokusbranchen und die ähnlichen Unternehmenskulturen. Uns verbinden die gleichen Unternehmenswerte, eine unermüdliche Motivation unsere Kunden voranzubringen sowie die Affinität für innovative Lösungen.

Und wie sieht die strategische Entwicklung der neuen affinis AG aus?

Jochen James Fischer ist Aufsichtsratsvorsitzender der affinis AG

HARMS: Durch den Zusammenschluss können wir unseren Kunden durchgängige Digitalisierungslösungen mit den Technologien SAP, Microsoft, ServiceNow, Adobe und ADITO liefern, abgerundet mit unserem tiefen ProzessKnow-how und unserer Beratungsexpertise. Neben dem Projektgeschäft werden wir die Erbringung von Serviceleistungen konsequent ausbauen und kommen somit dem Markttrend entgegen. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Plattform „smart us“, in die wir aktuell investieren – eine innovative digitale B2X Plattform, die alle entscheidenden Akteure aus dem Bereich Real Estate vernetzt. Hierbei konnten wir unsere umfangreiche Erfahrung in Microsoft Dynamics 365 mit unserer fast 20-jährigen Erfahrung im Bereich Real Estate bündeln.

Welches Potenzial sehen Sie zukünftig für die affinis AG?

FISCHER: Als innovative IT- und Technologieberatung bewegen wir uns mit unseren Leistungen in einem klaren Wachstumsmarkt. Der Bedarf an Digitalisierungsprojekten wird in den nächsten Jahren weiter wachsen und damit auch die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen. Wir verstehen uns als Problemlöser und Ansprechpartner in der Implementierung digitaler Prozesslösungen mit zukunftsweisenden Technologien. Mit der Entwicklung innovativer Serviceplattformen und intelligenter Systeme schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal für uns und einen Mehrwert für unsere Kunden.

Heiko Harms ist Vorstandsvorsitzender der affinis AG

Und was ist die nächste Schlagzeile, die wir über affinis lesen werden?

FISCHER: „affinis – Die IT- und Technologieberatung aus Deutschland!“ So oder so ähnlich zumindest, denn wir wollen die Anzahl unserer Standorte langfristig verdoppeln. Für uns steht fest, dass wir unser Ziel noch lange nicht erreicht haben. Wir möchten weiter wachsen – sowohl organisch als auch mit neuen strategischen Partnern.
HARMS: Wir haben in den letzten Wochen unsere Leistungen im Bereich Business Intelligence gebündelt, um unsere Kunden bei der Implementierung von Systemen zur automatisierten Entscheidungsfindung zu unterstützen. Wir legen damit die ersten Bausteine für den Einsatz künstlicher Intelligenz und werden dies zukünftig viel stärker ausbauen. Die spannendste Zeit liegt also noch vor uns. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Kunden die gesamten Potenziale der digitalen Transformation freizusetzen.

www.affinis.de

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Mit seinen Computerspielen Millionen Menschen Freude bereiten – dieses Gefühl liebt der Unternehmer Heiko Hubertz. / Foto: privat

„Mein Erfolgsgeheimnis ist ein Tick Wahnsinn“

Gerade baut Heiko Hubertz wieder eine Computerspiele-Firma auf, die er zum Erfolg führen will. Diesmal will er den US-Markt erobern. Auch mit Bigpoint, das Unternehmen, das er zu einem der größten Spiele-Giganten Europas machte, startete er diesen Versuch, konnte im Silicon Valley aber nicht punkten. Nun will es der 46-Jährige nochmal wissen. Nur das Valley sieht ihn nicht wieder…
Warum fasziniert Sie Gaming so?

Auf der einen Seite reizt mich, dass ich das Business verstanden habe und auf der anderen liebe ich den Reiz, den jedes neue Spiel bedeutet. Wir wissen vorher ja nie, ob es ein Erfolg wird – und dann das Gefühl zu haben, dass man Millionen Menschen Freude bereitet, ist einfach geil. Ich wüsste nicht, was ich Besseres machen könnte.

Sie haben mit Bigpoint auch finanziell den großen Wurf gelandet. Warum gründen Sie immer wieder neue Gaming-Firmen?

Warum spielt Bayern München nächstes Jahr schon wieder in der Bundesliga? Ich glaube, es gibt Menschen – und dazu zähle ich –, die es einfach toll finden, Erfolg zu haben. Und ein Unternehmen zu verkaufen, wenn es läuft, gehört für mich dazu. Dann habe ich wieder Platz im Kopf für das nächste Abenteuer.

Also fiel es Ihnen nicht schwer, sich von Ihrem Baby Bigpoint zu trennen?

Es war ja nicht wie bei einem plötzlichen Unfalltod, sondern ein Prozess. Sobald man den ersten Investor aufnimmt, weiß man, dass er sein Geld vervielfachen will – und zwar über den Verkauf. Für mich war klar, dass ich dann mit aussteige.

Haben Sie danach sofort wieder losgelegt?

Damals bin ich erst mal auf Weltreise gegangen und dachte, jetzt genießt Du das Leben und gründest irgendwann eine Familie. Das habe ich aber nicht mal ein Jahr ausgehalten…

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg?

Immer wieder. Der Schlimmste war sicherlich, als ich 2012 über 100 Mitarbeiter entlassen musste. Aber ich habe weitergemacht und einen Teil der Leute später in meiner neuen Firma wieder eingestellt.

Kann man Erfolg steuern?

Das Unternehmen „Bigpoint“ machte der 46-Jährige zu einem der größten Spiele-Giganten Europas. / Foto: privat

Definitiv. Wer nicht bereit ist, über Grenzen zu gehen und Sachen zu opfern, und ich betone hier bewusst das Wort opfern, wird keinen Erfolg haben. Wenn ich nicht jeden Tag trainiere, dann werde ich keine Top-Sportler – und wenn ich nicht jeden Tag im Büro bereit bin, Entscheidungen zu treffen und harte Arbeit reinzustecken, wird das auch nichts. Egal wie viel Glück und Talent ich habe.

Was haben Sie persönlich für den Erfolg geopfert?

Viel Freizeit. Ich konnte mir nie vorstellen, was Menschen machen, die um 18 Uhr nach Hause gehen. Fernsehen? Fußball spielen? Glück ist mit dem Tüchtigen, deshalb wollte ich lieber bis 22 Uhr im Büro sitzen. Das ist heute noch so, aber ich habe jetzt auch eine kleine Tochter, die ich ins Bett bringen möchte…

Gibt es etwas, worauf Sie trotz aller Opfer achten?

Ich nehme Recovery-Phasen sehr ernst. Wenn ich nicht genug Schlaf bekomme, bin ich einfach nicht in der Lage, ausgeglichen zu reagieren und gute Entscheidung zu treffen. Ich arbeite zwar auch am Wochenende, schlafe aber dann auch sehr lange.

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Ich arbeite gern gegen Ziele. Das heißt aber nicht, dass ich mich morgens hinsetze und mir ein Ziel überlege, das wäre mir zu strukturiert. Stattdessen habe ich immer ganz viele Ziele gleichzeitig, die ich zu bestimmten Zeitpunkten erreicht haben will. Mit diesem psychologischen Trick motiviere ich mich.

Setzen Sie sich auch private Ziele – wie am Wochenende mal das Handy auszuschalten?

„Mut haben und machen!“ – so lautet das Geheimnis des erfolgreichen Unternehmers. / Foto: privat

Ich setze mir nur realistische Ziele (lacht). Aber ich bin zum Beispiel ein leidenschaftlicher Golfer. Ich nehme mir jedes Jahr mit meinem Trainer etwas vor, um daran zu arbeiten – Schwung, Handicap oder eine bestimmte Platzierung bei einem Turnier. Im Urlaub trage ich mir genau im Terminkalender ein, was wir wann machen wollen, damit wir nichts wegen mangelnder Koordination verpassen. Ich kann mich nicht gut treiben lassen.

Was wollten Sie als Kind werden?

Manager von Coca Cola. Mein Vater arbeitete als Angestellter im öffentlichen Dienst und war in der Gewerkschaft. Meine Weltauffassung war schon als Kind völlig contraire. Meine Mutter sagte deshalb immer, ich würde mal Manager von Coca-Cola – das war das Sinnbild des Kapitalismus. Das fand ich toll – auch wenn ich nie dort gelandet bin. Aber ein großer Fan der USA bin ich noch immer, obwohl ich nach wie vor in Deutschland lebe.

Wäre nicht das Silicon Valley für Sie der Place to be?

Das war auch mein großer Wunsch. Es hängt mir bis heute nach, dass ich es da unten nicht geschafft habe. Bigpoint habe ich zwar gut verkauft, aber das US-Business war bei Weitem nicht so erfolgreich, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich war seitdem noch ein paar Mal in San Francisco, fühle mich da aber nicht mehr wohl, weil es für mich mit einer Niederlage verbunden ist.

Wollen Sie es trotzdem wieder versuchen?

Absolut. Mit meiner neuesten Firma werde ich den amerikanischen Markt als Erstes angehen. Ich will noch mal probieren, in den USA Erfolg zu haben – ins Valley gehe ich aber nicht wieder zurück. Dort hätte ich nicht genügend Energie, weil mich die Erinnerung bedrücken würde.

Und wie sind Sie eigentlich Unternehmen geworden?

Ich habe an einer privaten Fachhochschule in Hamburg studiert. Mehr oder weniger. Dann bot mir eine finnische Firma an, die IT-Leitung hier in Deutschland zu übernehmen. Ich hatte dort einen Chef, der mich überall mitreinschauen ließ. Und da ich dachte, wenn das die freie Wirtschaft ist, kann ich das auch. Also habe ich gekündigt und meine erste eigene Firma gegründet.

Hatten Sie Eigenkapital?

Nein, nur erste Kunden. Bis heute behalte ich mir eine gewisse Naivität – mit voller Absicht. Ich rate auch jedem: Gründe so jung wie möglich. Je mehr du die Risiken verstehst, desto mehr Angst hast du davor. Je mehr Du zu verlieren hast, desto schwieriger wird es. Du wirst dann nicht die mutigen Entscheidungen treffen, die für einen Unternehmer dazugehören. Auch meine aktuelle Firma habe ich nur gegründet, weil ich naiv war: Wir beschäftigen uns mit künstlicher Intelligenz, davon hatte ich vorher keine Ahnung. Sogar heute verstehe ich noch relativ wenig, dabei habe ich schon 30 Mitarbeiter. Die verstehen die Materie aber zum Glück. Im Nachhinein, jetzt, wo sich alles ein Bild ergibt, merke ich erst, wie verrückt ich war, zu glauben, dass das, was wir da machen, überhaupt geht. Naivität gehört eben dazu. Gerade wir Deutschen haben immer viel zu viel Angst zu scheitern.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Auch privat setzt sich der leidenschaftliche Golfer realistische Ziele / Foto: privat

Mut haben und machen. Vielleicht ist es auch ein Tick Wahnsinn, den ich habe. Wenn ich meiner Freundin sage, wie viel Geld ich in die Firma pumpen muss, um unsere Ziele zu erreichen, schlägtsie die Hände über dem Kopf zusammen. Dabei ist ja noch nichts sicher, ich hoffe nur, dass es funktioniert. Es ist wie beim Bungee-Jumping. Einfach Hopp und Sprung.

Verlangt es einer Frau viel ab, Ihre Partnerin zu sein?

Ich hatte immer nur Langzeitbeziehung. Die Frauen verstehen, wie ich bin. Ich verstehe aber auch umgekehrt, dass es nervt, wenn ich ständig am Handy rumtippe. Ich habe durchaus gute Eigenschaften, allerdings glaube ich, dass es trotzdem nicht einfach mit mir ist. Aber mit welchem Unternehmer ist es schon einfach…

Ist Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung?

Definitiv. Mein Erfolg hing auch immer mit der jeweiligen Frau an meiner Seite zusammen. Wenn ich ständig zu Hause Streitereien hätte, könnte ich mich nicht auf die Firma fokussieren. Ich weiß aber genau, dass man sich auf mich freut, wenn ich heimkomme. Das ist mir extrem wichtig.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Seit über 25 Jahren sucht Frank Obrist mit seinem Team nachhaltige Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit und entwickelt dabei innovative Technologien. / Foto: © Christoph Pallinger

Grüne Zukunft made in Austria

Mobilität muss CO2-neutral werden, das ist klar. Allerdings braucht es dafür eine global umsetzbare Lösung. Genau daran arbeitet die österreichische Innovationsfabrik OBRIST Powertrain GmbH aus Lustenau am Bodensee mit weltweit rund 70 Mitarbeiter:innen. Die Mission des Gründers Frank Obrist: „Umweltfreundliche Technologie zu entwickeln. Dinge nicht nur anders zu machen, sondern auch besser und enkeltauglich.“

Schon seit 1996 sucht Frank Obrist mit seinem Team Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit und entwirft neue Technologien, darunter die Serieneinführung der CO2-Klimaanlage in der Mercedes S-Klasse, also einer Kühlung, die mit Kohlendioxid als Kältemittel arbeitet. Diese Erfindung hievte die Firma technologisch in eine weltweite Führungsposition, aber der Tatendrang des Vorarlbergers ist längst nicht gestillt. Besonders die Themen CO2-Emissionsreduktion und alternative Energiequellen sieht er als entscheidend für die Zukunft unseres Planeten. Der neueste Coup des Lustenauer Unternehmers ist der „HyperHybrid“: Hier wird das Fahrzeug zwar elektrisch angetrieben, kombiniert aber einen sehr kleinen – und mit einem Verbrauch von zwei Liter auf hundert Kilometer auch sehr sparsamen – Zwei-Zylinder-Stromgenerator mit einer Batterie und einem Elektromotor. Um den Fahrzeugherstellern zu zeigen, welche Vorteile ein Auto mit einem derartigen Antrieb hat, wurde als Prototyp ein Tesla Model 3 umgerüstet.

Bis spätestens 2025 soll der „HyperHybrid“ in Serienproduktion gehen. Warum er am Ende trotz Mini-Verbrennungsmotor besser für die Umwelt ist als ein reines E-Auto? Seine Antriebsart kann laut den Entwicklern von Obrist in allen Fahrzeugklassen und für alle Anforderungen verwendet werden, nicht nur bei Autos und Lkws, sondern zum Beispiel auch bei Schiffen oder Kleinflugzeugen – das geht mit der reinen Batterieelektrik nur sehr bedingt. Und: Gerade in weniger gut entwickelten Ländern wie Afrika oder Süd-Amerika ist eine geringe Reichweite ein Problem – es fehlt an der Ladeinfrastruktur. Aber mit dem „HyperHybrid“ ist es nicht getan, bei Obrist hat man große Pläne. In fünf Jahren will man „im Bereich einer globalen grünen Energieversorgung sowie bei der Frage der optimalen grünen Antriebstechnologie maßgeblich mitgestalten“ undneue Innovationen zur Vermeidung von Emissionen zu Land, Luft und Wasser entwickeln. Dafür opfert Frank Obrist als großer Denker hinter der Firma auch schon mal die ein oder andere Nacht:

Er will umweltfreundliche Technologie „enkeltauglich“ machen: Unternehmer Frank Obrist / Foto: © Marcel Hagen, www.studio 22.at

„Ich versuche mit all meiner Kraft Lösungen zu finden, mit denen sich globale Probleme einfach und wirtschaftlich vertretbar realisieren lassen.“

Was für ihn Erfolg ist? „Die Welt besser zu verlassen, als man sie betreten hat. Die Verantwortung für unseren Planeten zu übernehmen, ist die größte und schönste Herausforderung, der man sich stellen kann. Ich sehe mit unseren Lösungen große Chancen, die Menschheit über Kontinente, Herkunft und alle Religionen hinweg in dieser Verantwortung zu einen und in eine bessere Zukunft zu führen.“ Dass in der ersten Welt zwar auf Elektro-Mobilität umgerüstet wird, aber andere Länder nicht von der Stelle kommen, sieht man bei OBRIST Powertrain als eine Aufgabe, die schnell angegangen werden muss. „Es gibt dringenden Entwicklungsbedarf im Bereich einer nachhaltigen, leistbaren und vor allem machbaren Realisierung einer globalen Energieversorgung für alle Lebensbereiche. Diese muss weltweit koordiniert werden.

Wie wollen wir den Grundlaststrom beim Ausstieg aus Kohle, Atom und Erdgas kompensieren, ohne die Umwelt zu belasten – und wie speichern und verteilen wir diesen Strom? Diese Fragen sind höchstens regional geklärt“, gibt Frank Obrist zu bedenken. Laut ihm heißt die Lösung – auf lange Sicht – „HyperHybrid® & aFuel®, um eine klimaneutrale Mobilität“ zu erreichen. aFuel® ist ein von Obrist entwickeltes Konzept, das modernste Technik der synthetischen Methanol-Herstellung mit CO2-Einlagerungs

Bis spätestens 2025 soll der neueste Coup des Unternehmers in Serienproduktion gehen: der „HyperHybrid“. / Foto: © VN/ Steuer

verfahren kombiniert. Auf diese Weise wird aus der Luft nicht nur CO2 für die Methanol Gewinnung entzogen, sondern durch die zusätzliche Speicherung von CO2 in Form von Grafit schafft aFuel® sogar eine negative CO2-Bilanz. Damit ist aFuel® der erste globale Energieträger, der zu einer Reduktion der CO2-Anteile in der Atmoshpäre führt. „Beweglich zu sein, ist für die meisten Menschen existenziell. Um eine weltweite, grüne und emissionsfreie Mobilität schaffen zu können, muss diese für alle auch leistbar sein. Wir dürfen bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass es der Erde egal ist, wo wir das CO2 ausstoßen!“

Gerade wird in seinem Unternehmen an mehreren Prototypen-Fahrzeugen in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Universitäten gefeilt. „Die neue Generation von ,HyperHybrid Powertrain‘ wird dann durch einen reinen aFuel®-Generator mit Strom versorgt. Damit kann das Fahrzeug sogar CO2-positiv und ohne Partikelausstoß auf den Straßen unterwegs sein“, verrät Frank Obrist. Für eine in naher Zukunft ausreichende Produktion des synthetischen Kraftstoffs aFuel® benötigt es allerdings im Sonnengürtel der Erde entsprechende Produktionsanlagen.Diese können dann mit preiswerter Solarenergie den Kraftstoff aFuel® herstellen. Effizienzverluste durch Wasseraufbereitung, Elektrolyse und Co können unter diesen Umständen vernachlässigt werden.

Und wenn die ersten „Modern Forests“ entstehen, also moderne Wälder, wie Frank Obrist die von ihm erdachten EnergieFabriken nennt, ist er seiner selbst definierten Bedeutung von Erfolg, nämlich die Welt besser zu hinterlassen, als er sie vorgefunden hat, schon ein großes Stück nähergekommen …

Derzeit baut Obrist ein Netzwerk an Partnern auf für die Realisierung von Modern Forest Anlagen. Interessenten können sich unter office@obrist.at mit der Firma in Verbindung setzen.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Der mehrfache Unternehmensgründer Dr. Stefan Kloth ist im norddeutschen Raum gut vernetzt. / Foto: osteolabs GmbH

Explosive Mischung

Dr. Stefan Kloth hat sowohl BWL als auch Physik studiert und ist damit in seiner Generation ein Exot. In seinen Firmen hält es ihn nie länger als 10 Jahre. Das nächste Projekt hat er schon im Blick: einen Sprengstofftest.
Was wollten Sie als Kind werden?

Zuerst Forscher, weil ich mit 13 an „Jugend forscht“ teilgenommen habe. Mit 16, 17 wollte ich Unternehmer werden, weil ich elektronische Bausätze verkaufen wollte. Dazu ist es aber nicht gekommen, weil es dafür keinerlei Unterstützung von meinen Eltern gab.

Trotzdem haben Sie diesen Wunsch nach dem Studium verwirklicht.

Ja, obwohl ich zu Beginn des Studiums noch keinen klaren Berufswunsch hatte. Ich wählte Physik, weil man damit so viel machen kann. Erst während des letzten Teils des Studiums fühlte ich, dass ich mich selbständig machten wollte. Nur womit? Darauf hatte ich noch keine Antwort.

Deswegen haben Sie sich zunächst doch für eine Beschäftigung als Arbeitnehmer entschieden.

Genau, als Vertriebsingenieur bei Philips in Hamburg. Mich hat damals schon mehr der Vertrieb als die Technik interessiert. Seit meinem Auslandsstudium in England wusste ich, dass ich nicht in einem Labor arbeiten wollte.

Mit 25 Jahren machten Sie sich dann selbstständig und gründeten den Kontaktlinsen-Versand „Lenscare“. Wie kommt man als Vertriebsingenieur bei Philips darauf, sich mit so einer Idee selbstständig zu machen?

Herr Dr. Kloth (r.) zusammen mit Herrn Prof. Dr. Anton Eisenhauer (l., Head of Research und Gründer von osteolabs GmbH) / Foto: osteolabs GmbH

 

Ich war Kontaktlinsenträger und fand diese kleinen Plastikschalen immer so teuer. Ein teures, aber kleines Produkt, das sich gut versenden lässt – das war für mich der ideale Einstieg in den Versandhandel. Das Wort „E-Commerce“ gab es damals noch nicht.

Im Jahr 2000 standen Sie mit „Lenscare“ kurz vor dem Börsengang, als die Blase am Neuen Markt platzte. Wie sehr traf Sie der Crash?

Wir hatten erhebliche Mittel und Energie für dieses Projekt verwendet. Dann kam eine lange Rezession und die Investoren hielten uns nicht mehr die Treue. Wir sind stattdessen auf Banken und Venture Capital Geber zugegangen. Aber das war natürlich eine ganz andere Bewertung, nämlich eine richtig miese. Das heißt, es war schon auch ein tiefer Rückschritt. Später habe ich das Unternehmen verkauft. Danach hatte ich Zeit und habe Betriebswirtschaft studiert und promoviert.

Dachten Sie damals daran aufzugeben?

Ja, mit Sicherheit.

Was war Ihre Motivation, trotzdem durchzuziehen?

Zunächst mal war „Lenscare“ meine einzige Einkommensquelle und ich war relativ jung, hatte also noch kein Vermögen aufgebaut. Außerdem waren da die ganzen Mitarbeiter. Hätte ich aufgegeben, hätte das ja auch sie betroffen. Da musste ich einfach weitermachen. Ich brauchte damals mit 31 Jahren ja auch nicht viel Geld. Es gab noch keine Familie zu finanzieren.

Prof.Eisenhauer & Minister_Buchholz_ & Dr.Kloth_Bueroeroeffnung2001

Gab es einen Mentor, der Sie am Anfang Ihrer Selbstständigkeit unterstützte?

Ja, den Direktor einer Großbank in Hamburg. Der sorgte dafür, dass es mit dem Kredit immer flutschte, wenn ich zu einem seiner Sachbearbeiter ging. Er war auch Kontaktlinsenträger und fand meine Idee gut. Ich musste für die Kredite natürlich trotzdem persönlich haften. Aber immerhin bekam ich überhaupt welche.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich aus heutiger Sicht raten?

Nicht so sehr auf Berater zu hören. Ich gewichte Stimmen heute anders und reflektiere mehr, was andere Menschen sagen. Damals habe ich vieles einfach geglaubt. Woher sollte ich es mit 31 Jahren auch besser wissen? Meine Eltern waren ja keine Unternehmer. Die hatten schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich bei Philips gekündigt hatte.

Was hat Sie trotz der Rückschläge zu einem erfolgreichen Unternehmer gemacht?

Der Glaube ans eigene Produkt ist ganz entscheidend. Und man muss sich mit den Details auskennen, auch wenn die Firma 20, 30, 40, 50 Mitarbeiter hat. Denn kein Mitarbeiter kann mir die Verantwortung gegenüber dem Finanzamt abnehmen. Sparsamkeit ist auch wichtig. Ich sitze an einem Schreibtisch von Ikea, den wir selbst aufgebaut haben. Ich brauche keine Innenarchitekten.

Sie betreiben mit osteolabs seit 2018 eine Firma, die sich auf Schnelltests für Zuhause zur Früherkennung von Osteoporose spezialisiert hat. Wie kommt man von Kontaktlinsen zu Knochenschwund?

Durch persönliche Kontakte und durch Zufall. Ich habe mir hier im norddeutschen Raum einen Namen gemacht als jemand, der sowohl technisch als auch betriebswirtschaftlich affin ist. Damit bin ich in meiner Generation ein Exot, denn zu meinen Studienzeiten war die Kombination von Physik und BWL nicht möglich. Ich bin also gut vernetzt. Deswegen werden mir Themen angetragen, die technisch interessant sind und ich prüfe dann, was sich ökonomisch daraus machen lässt. Beim OsteoTest, der online bestellt und per Post versandt wird, kommen mir meine Erfahrungen von LensCare natürlich sehr zugute.

Welche beruflichen Pläne haben Sie für die Zukunft?

Ich bleibe nirgends länger als zehn Jahre. Wenn irgendwann die Controller kommen, um aus 90 Prozent Effizienz 99 Prozent zu machen, bin ich weg. Das finde ich furchtbar langweilig.

Also, was kommt als nächstes?

OsteoTest / Foto: osteolabs GmbH

Ein Sprengstoffspurentest, den ich mit dem Institut für organische Chemie der Universität Kiel entwickle. Da sind wir aber noch ganz am Anfang, bis zur Marktreife muss noch viel geforscht werden. Insofern passt das ganz gut zu meinen Plänen bei OsteoLabs.

Oha. Welchen Luxus gönnen Sie sich? Möbel sind’s ja nicht.

Auch keine Rolex und kein Porsche. Ich wohne hier in Kiel in der ersten Reihe mit Blick auf die Ostsee. Wenn ich schwimmen gehen möchte, bin ich sofort am Wasser. Das ist für mich Luxus. Und ich gehe gern schön essen. Wobei da ab einem gewissen Rechnungsbetrag der BWLer in mir durchkommt, der nach dem abnehmenden Grenznutzen fragt. Man kann für 300 € mit der Familie sehr schön essen, es muss nicht 500€ kosten.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eine eigene Finca im Süden wäre toll. Da würde ich Wein anbauen und mit dem Trecker über meinen eigenen Weinberg fahren. Generell möchte ich aber keine Besitztümer sammeln, denn was du besitzt, besitzt dich. Es ginge mir nur um den Spaß an der Freude.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

 

Der Sinn fürs Unternehmertum liegt dem 74-Jährigen im Blut. Schon als Kind wusste der gebürtige Berliner, dass er einmal Unternehmer werden will. / Foto: KPM Berlin

Ein Gespür für das Richtige

Bankier, Hotelier, Porzellan-Produzent, Autosammler: Jörg Woltmann beweist bei nahezu allem, was er anfasst, ein gutes Händchen

Jörg Woltmann weiß, was Kunden wollen: 1979 gründete der gebürtige Berliner mit einem Partner die Privatbank ABK Allgemeine Beamten Bank AG, deren Angebot ganz auf die Bedürfnisse von Beamten und Angestellten aus dem Öffentlichen Dienst zugeschnitten ist und deren Alleinaktionär er heute ist. 2006 übernahm er die angeschlagene Königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin und machte sie wieder zu den ersten Adressen für Liebhaber von edlem Geschirr. Außerdem betreibt der Bundesverdienstkreuzträger vier Hotels in Berlin, Potsdam und Thüringen, in denen die Gäste nach allen Regeln der Kunst verwöhnt werden. Dass er künftige Entwicklungen richtig einschätzen kann, bewies der inzwischen 74-Jährige aber schon zu Studienzeiten, als er während der Ölkrise mehrere Autohäuser in Berlin kaufte, um sie nach dem Studium gewinnbringend wieder zu verkaufen. Der Sinn fürs Unternehmertun liegt bei ihm in der Familie.

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie Unternehmer werden möchten?

Ich wusste schon als Kind, dass ich später Unternehmer werden will, weil meine Mutter auch selbstständig war und die Unabhängigkeit liebte.

Trotzdem sind Sie zunächst in eine andere Firma eingetreten. Warum?

Ich war nach dem Abitur überzeugt, dass eine Banklehre eine solide und umfassende Grundlage für das spätere Berufsleben ist. Deshalb habe ich mich im Bankhaus Hermann Lampe zum Bankkaufmann ausbilden lassen.

Damit sollten Sie Recht behalten, denn Sie haben später eine eigene Bank gegründet. War das Ihr wichtigster Karriere-Schritte?

Die königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin rettete er vor der Insolvenz. / Foto: KPM Berlin

Ja, absolut. Die Gründung der Allgemeinen Beamten Bank im Jahre 1979 war für meine Karriere entscheidend, weil sich daraus alle weiteren unternehmerischen Tätigkeiten entwickelt haben.

Gab es weitere Highlights in Ihrer Karriere?

Ja, der Kauf der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin 2006 war auch etwas ganz Besonderes. Das Unternehmen stand damals kurz vor der Insolvenz.

Gibt es auch einen privaten Kauf, an den Sie sich gern erinnern?

Ich habe mir vor 25 Jahren einen Mercedes 300 SL Roadster geleistet. Mit 12 Jahren hatte ich bei der Hochzeit eines befreundeten Ehepaares meiner Mutter Blumen gestreut. Das Hochzeitsgeschenk an die Braut war so ein 300 SL. Das war 1959. Seitdem fasziniert mich dieser Wagen.

Sind Sie generell ein Oldtimer-Fan?

Ja! Inzwischen besitze ich eine ganze Sammlung an alten, aber auch neuen Autos.

Welche Rolle spielt sozialer Status auf dem Weg zum Erfolg?

Generell spielt der soziale Status meines Erachtens keine entscheidende Rolle mehr. Bei mir war es natürlich so, dass meine Mutter schon selbstständig war und mir das Unternehmer-Gen weitergegeben hat.

Jörg Woltmann legt bei seinen Führungskräften neben Fachkenntnissen besonders viel Wert auf soziale Kompetenz. / Foto: KPM Berlin

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Ich stelle mich nicht in den Vordergrund, suche in den Leitungspositionen Mitarbeiter, die besser sind als ich. Ich glaube, dass ich über eine hohe soziale Kompetenz verfüge. Ich verlasse mich überwiegend auf mein Bauchgefühl.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?

In allen meinen unterschiedlichen Unternehmen ist es wichtig, dass ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe, denen ich vertrauen kann und die in meinem Sinne die Vision umsetzen.

Wie wählen Sie Führungskräfte in Ihren Unternehmen aus?

Neben den Fachkenntnissen ist soziale Kompetenz für mich sehr wichtig. Denn ich möchte, dass meine Führungskräfte ihre Teams kollegial leiten – das ist auch ein Anspruch, den ich an mich selbst stelle.

Wie würden Sie Ihr Erfolgsgeheimnis zusammenfassen?

Normal bleiben, niemanden überfordern, soziale Kompetenz zeigen und die preußischen Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit und Ehrlichkeit leben.

Was ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?

Nie aufgeben, auch nicht bei Rückschlägen.

Was treibt Sie persönlich beruflich weiter voran?

Koenigliche Porzellan Manufaktur, Berlin

Der Erfolg und die Umsetzung von Visionen.

Gibt es noch ein berufliches Ziel, das Sie unbedingt erreichen möchten?

 

Nein. Ich habe keine Sehnsüchte mehr. Ich habe mehr erreicht, als ich mir je vorgestellt habe.

Wenn Sie einen Blick auf Ihre bisherige Karriere werfen: Würden Sie Ihrem Jüngeren Ich trotzdem raten etwas anders zu machen?

Ja, da fällt mir etwas ein: In den Anfangszeiten meines Unternehmertums sollte man nicht so naiv sein zu glauben, andere Unternehmer wollten das Beste für dich – und nicht nur für sich selbst. Junge Menschen sollten sich selbst treu bleiben und den Geschäftspartner nicht versuchen zu überfordern. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Mein väterlicher Freund Prof. Dr. Siegfried Stange. Er war der Lebensgefährte meiner Mutter, nach dem Studium hatte ich das Glück mit ihm arbeiten zu dürfen. Ohne ihn hätte ich mir nicht zugetraut, mit 32 Jahren eine eigene Bank zu gründen.

Apropos Partner: Wie wichtig ist ist der auf dem Weg zum Erfolg?

Der richtige Partner hält den Rücken frei und organisiert das Privatleben. Da man, wenn man nach Hause kommt, Sorgen nicht an der Garderobe abgeben kann, ist es wichtig, dass man in ein Gesicht schaut, in dem die Mundwinkel nach oben und nicht nach unten zeigen. Deswegen sind Beruf und Privatleben für mich auch nicht zu trennen.

Was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?

Ich gehe täglich schwimmen und zweimal pro Woche in die Sauna. Da entspanne ich und überdenke alles.

Wenn Sie nicht das geworden wären, was Sie heute sind, was wären Sie dann?

Dann wäre ich in der Immobilienbranche selbstständig, weil ich gerne historische Gebäude saniere.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Das Motto von Oleksandr Kotsyuba: „Durch Digitalisierung und Innovationen zur Nachhaltigkeit: Aufgeben – keine Option!“ / Foto: privat

Erfolgreich durch die Pandemie dank motiviertem Personal

Als Anbieter von Reise- und Software-Lösungen hatte es Oleksandr Kotsyuba in den letzten zwei Jahren nicht leicht, sollte man glauben. Aber der Unternehmer hat die Krise gemeistert – vor allem durch den Einsatz seiner Mitarbeiter.

Egal, welche Statistik mit den am stärksten von Corona betroffenen Branchen man sich ansieht, eine steht immer ganz oben: der Tourismus. Mit Ausbruch der Pandemie war Reisen nahezu unmöglich geworden und die Branche praktisch tot. Aber mit seiner entdecke.net DMC GmbH aufzugeben, kam für Oleksandr Kotsyuba nicht infrage. Seine Firma ist spezialisiert auf das B2B-Geschäft mit weltweiten Sportreisen sowie Kultur- und Aktivreisen in mehr als 20 Ländern Mittel- und Osteuropas.

Weil Kotsyuba an den langfristiges Erfolg seines Geschäftsmodells glaubte, entschied er sich, seinen Mitarbeitern an den acht Standorten von Deutschland bis Aserbaidschan eine Perspektive zu bieten und nahm einen Kredit auf, um sein Unternehmen durch die Krise zu bringen. „Die Mitarbeiter mussten das Gefühl bekommen und daran glauben, dass ihr Arbeitsplatz nicht nur heute und morgen sicher ist, sondern auch für die nächsten Monate und das nächste Jahr“, erklärt er seine Entscheidung. Außerdem hat jeder Angestellte weit mehr Verantwortung als üblich bekommen. „So waren die Mitarbeiter enorm motiviert und dankbar.

Im Nachhinein bin ich froh, so gehandelt zu haben“, sagt der Firmengründer. Denn dank der Leistungen seiner Mitarbeiter konnte er sich auch in Krisenzeiten über Erfolge freuen: „Im einen Teilbereich der Sportreisen hatten wir 2020 das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Nie zuvor haben wir so viele Sport-Mannschaften, Clubs, Verbände betreut oder bei der Buchung von Hotels, Transfers und Verpflegung unterstützt. Und das nicht nur in Osteuropa, sondern europaweit.“

Respekt und Vertrauen steht bei dem Unternehmer immer an erster Stelle. / Foto: privat

Voll auf die Mitarbeiter setzte Kotsyuba auch bei seinem zweiten unternehmerischen Standbein BITECC.de, dessen Software anderen Firmen hilft, Prozesse im Backoffice zu vereinfachen oder auszulagern. Auch hier bekamen alle Angestellten während der gesamten Pandemie das volle Gehalt, ohne Abstriche, Zwangsurlaub oder Kurzarbeit. „Obwohl einige unserer Kunden pleite gingen, konnten wir das verlorene Geld und die Umsätze kompensieren. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir alle stolz sind“, verrät der Unternehmer, der inzwischen schon wieder genug Mut hat, neue Pläne zu schmieden: „Ich baue ein Unternehmen, das Beratung im Bereich „Digitale Transformation“ anbieten und Produkte zu den Themen Digitalisierung, Innovation und Sustainability auf den Markt bringen wird.“

Worauf es dabei vor allem ankommt, steht für Oleksandr Kotsyuba schon jetzt fest: „Auf die richtige Personalführung und motivierte Mitarbeiter natürlich!“

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Er verhilft als „Unternehmens-Gestalter“ Menschen dabei, ihr Leben in vielen bereichen ins Positive zu verändern. / Foto: © Fuat Akar

Der Gladiator des Erfolgs

Seit 15 Jahren hilft Fuat Akar anderen Unternehmern, ihre Firma erfolgreich zu führen. Er sieht sich dabei nicht als Berater, sondern
als Gestalter – und verfolgt ein antikes Ideal.

Ws bedeutet für Sie Erfolg?

Ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit zu leben, das meinen Kindern und anderen Menschen als Vorbild dient. Ein Leben, das mir ermöglicht, mit Leichtigkeit Hilfsbedürftigen wie Waisenkindern in Äthiopien oder Flutopfern in Deutschland Hilfe zukommen zu lassen.

Wen würden Sie als Ihr Vorbild bezeichnen?

Meinen ehemaligen Chef Reinhold Würth. Und zwar, weil ich damals als jüngster Finanzleiter der Würth-Gruppe hautnah in den halbjährlichen Konferenzen erleben durfte, wie dieser Vorzeigeunternehmer denkt und handelt. Er hat innerhalb eines Lebens einen Konzern mit knapp 80.000 Mitarbeitern und mehr als elf Milliarden Euro Umsatz aufgebaut. Seine ethischen Grundsätze zu allen Partnern und sein Umgang mit Menschen war mir immer ein Leitbild. Ich habe in den zehn Jahren viel von ihm gelernt und bin sehr dankbar dafür.

Gemeinsam mit seiner ebenfalls erfolgreichen Frau Marta bildet Fuat Akar ein gutes Team. Sie sind seit 21 Jahren verheiratet. / Foto: © Ronny Barthel

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?

Ich weiß, wie Geld funktioniert. Ich habe gelernt, Unternehmen zu sanieren, aufzubauen, Teams zu motivieren und zu führen. Daneben sehe ich mich als mutig an: Immer bereit zu sein, zu wachsen und neue Wege zu gehen. Darüber hinaus ist mir Ehrlichkeit wichtig: Unsere Kunden und Dienstleister wissen, dass man mit mir am Telefon Verträge abschließen kann.

Was bedeutet Unglück für Sie?

Unglück gibt es nicht. Alles passiert aus einem Grund. Es sind Lektionen des Lebens. Sie fallen dir so oft auf die Füße, bis du es verstanden hast und bereit bist für den nächsten Wachstumsschritt.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?

Dasselbe, was ich unseren 14 und 16 Jahre alten Kindern rate: Umgib dich auch mit Menschen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Suche dir Mentoren, die Abkürzungen zeigen. Lerne, wie Geld für dich arbeitet. Wenn du anfangs für jemanden arbeitest, dann nie primär des Geldes wegen, sondern, um Erfahrung zu sammeln für den Weg zu deinen Zielen. Vergeude möglichst keine Zeit mit Tätigkeiten, die dich nicht deinen Lebenszielen näherbringen.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?

Ich habe schon sehr früh in meiner Selbstständigkeit konsequent eine Vier-Tage-Woche geführt. Freitag war Frei-Tag. Im weiteren Verlauf haben wir, meine Frau und ich, unsere Strategie weiter umgesetzt. Es war Teil unseres privaten Plans, durch Digitalisierung unserer Unternehmensberatung und Investments an der Börse sowie Immobilien nicht abhängig zu sein vom fatalen Prinzip „Zeit gegen Geld“.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Als Allererstes meine Eltern. Sie haben als Christen aufgrund religiöser Benachteiligung die Türkei verlassen und sind, als ich zwei Monate alt war, mit einer Tasche in der Hand nach Deutschland ausgewandert. Sie haben mir beigebracht, dass Ehrlichkeit, Mut und Fleiß sich immer auszahlen. Schon früh hat sich mein Vater selbstständig gemacht und Risiken übernommen. Ich konnte bereits als Kind viel von ihm lernen. Er war mein erster und wichtigster Mentor. Später im Leben buchte ich dann viele weitere Mentoren, und zwar in den verschiedensten Sparten, im Verkauf, bei Investments, an der Börse und so weiter.

Fuat Akar (2. v. l.) mit seinen zwei Kinden und seiner Frau Marta (r.). / Foto: privat

Was ist heute Ihr Antrieb, jeden Tag weiterzumachen?

Meiner Frau Marta und mir geht es nicht ums Geld. Wir könnten von unseren Laptops aus an der Börse handeln und weiter in Immobilien oder Unternehmen investieren. Die Menschen, die wir begleiten und deren Leben sich in vielen Bereichen ins Positive verändert, sind der Grund, warum wir tun, was wir tun. Ich habe dazu ein Bild in meinem Kopf: Menschen in die finanzielle Freiheit zu begleiten, ist wie in der Antike als Gladiator Sklaven aus der Gefangenschaft zu befreien.

Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, sagt der Volksmund. Trifft das bei Ihnen zu?

Zu 100 Prozent! In meinem Fall ist meine Frau nicht nur stark, sondern selbst erfolgreich, und darauf bin ich sehr stolz. Ohne meine Frau wäre ich nicht da, wo ich heute stehe. Und sie wäre ohne mich nicht da, wo sie heute steht, sondern vermutlich noch viel weiter … Niemand kennt mich so gut wie sie. Sie hört, was ich denke. Aber um das
zu beherrschen, hatte sie auch viel Zeit – wir sind seit 21 Jahren verheiratet.

Wie wichtig ist Ihnen soziales Engagement?

Wir haben schon immer soziales Engagement gelebt. So haben wir es von unseren Eltern vorgelebt bekommen. Obwohl sie wenig hatten, haben sie immer über Kirchen oder sonstige Organisationen Bedürftigen Spenden zukommen lassen. Dieses Jahr haben wir den Bau eines Waisenhauses in Äthiopien gefördert und 50 Prozent der Baukosten gespendet. Das war Martas Projekt und Herzenswunsch. Wir haben 40.000 Euro gespendet und den Bau ermöglicht. Zusätzlich haben wir in unserem Netzwerk mit weiteren erfolgreichen Menschen das Projekt vorgestellt und weitere 20.000 Euro eingesammelt. Dieses Projekt rettet Menschenleben.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Einer seiner größten Antriebe sei es, anderen Menschen mit seinem Tun eine Freude zu bereiten. Seinen Mitarbeitern will er ein stabiles Umfeld bieten. / Foto: © STEINERfood

„Du musst für die Sachen brennen.“

Matthias Steiner ist ein Bilderbuchsportler – Olympiasieger, Welt- und Europameister im Gewichtheben, Sportler des Jahres 2008 und ausgezeichnet für hervorragende Leistungen im Sport mit dem staatlichen Ehrenzeichen des Silbernen Lorbeerblatts. Heute hat er sich als Lebensmittelunternehmer etabliert, hält zudem Vorträge und schreibt Bücher über Ernährung..
So bemerkenswert all dies ist, die Geschichte dahinter ist es noch viel mehr. Ein unbändiger Wille, viel Geduld und das Talent, die Dinge zu akzeptieren, die er nicht selbst ändern kann, haben den 39-jährigen Leistungssportler und Unternehmer zu der eindrucksvollen Persönlichkeit gemacht, mit der wir uns heute austauschen dürfen.

Nicht immer geht alles nach Plan. Matthias Steiners Lebensgeschichte ist von vielen Rückschlägen geprägt. Sein Trainer, der ihm so nah wie ein zweiter Vater ist, stirbt nach schwerer Krankheit, als Matthias gerade einmal 17 Jahre alt ist. Wenig später stellen die Ärzte bei ihm Diabetes Typ 1 fest, der sich bei ihm nach einem verschleppten Virusinfekt entwickelt. Diese Autoimmunerkrankung legt ihm nicht nur privat, sondern auch seiner Karriere Steine in den Weg. Nicht nur empfehlen ihm die Ärzte, mit dem Gewichtheben aufzuhören. Die Diagnose verwehrt dem Österreicher überdies die Förderung, die er benötigt, um als Sportler wirklich erfolgreich zu werden. Beim Bundesheer und später als Deutscher bei der Bundeswehr, wird er als „untauglich“ ausgemustert.

Matthias Steiner denkt stattdessen: „Jetzt erst recht.“

Der gebürtige Wiener beantragt 2005 die deutsche Staatsbürgerschaft. Drei lange Jahre muss er darauf warten, lebt und trainiert bereits in Deutschland, darf aber an keinem internationalen Wettkampf teilnehmen, obwohl er leistungsmäßig in den Medaillenrängen gewesen wäre. Die deutsche Einbürgerung führt zum Wendepunkt seiner Karriere. Schon ein halbes Jahr später gewinnt er 2008 bei Olympia in Peking Gold – ein unermesslicher Sieg: Er hebt sage und schreibe 258 Kilogramm für diesen Erfolg, ein Wagnis, mit dem er seine persönliche Bestleistung übertrifft. Der gelernte Installateur wird als Sportler des Jahres ausgezeichnet und erhält die Ehrenauszeichnung des Silbernen Lorbeerblatts. Für ihn ist klar, wie er dies erreichen konnte. Sein Antrieb begründet sich in dem tief verankerten Wunsch, es zu schaffen. Er brennt für die Sache. Nur so, sagt er, kann man seine selbst gesetzten Ziele erreichen.

Erfolg bedeutet für Matthias Steiner, die Dinge umzusetzen, die man sich vorgenommen hat, gleich welcher Dimension.

Der Sieg bei den Olympischen Spielen ist das Highlight seiner Karriere, aber für ihn überdies ein persönlicher Meilenstein.

Als Steiner mit der Vorbereitung beginnt, lebt seine erste Frau Susann noch, die ihn immer unterstützte und den Rücken freihielt, und die mit ihm diesen Weg begann. In einem unverschuldeten Autounfall kommt sie ums Leben. Trotz dieses enormen Verlusts trainiert Steiner weiter. Der Sieg schließlich erlaubt ihm, seine Wut und Trauer in Energie umzuwandeln – und Abschied zu nehmen.

Die Bilder in Peking zeugen von starken Emotionen: Steiner hält nicht nur die Goldmedaille, sondern auch ein Foto seiner verstorbenen Frau in die Kameras. Seine Schicksalsgeschichte und wieviel Kraft es kostete, so viele Hürden zu überwinden, sind ihm ins Gesicht geschrieben.

Große Erfolge sind zu großen Teilen der eigenen Persönlichkeit zu verdanken.

Wie wir mit Schwierigkeiten umgehen, ist ausschlaggebend für unser Leben. Gebe ich auf oder sage ich „Jetzt erst recht“? Eltern, Trainer, geliebte Menschen prägen uns alle und so auch Matthias Steiners Lebensweg. Steiner weiß, dass die Persönlichkeitsentwicklung verantwortlich für die Leistungsentwicklung ist. Er fügt hinzu: Im Sport sei es leichter als in der Wirtschaft, einen vertrauenswürdigen Mentor zu finden, weil es nicht einfach um den eigenen Vorteil, sondern überwiegend um das gemeinsame Ziel geht.

Sein erster Trainer Walter Legel, selbst Gewichtheber, verankert in ihm seine Zielstrebigkeit. Peter Lauterer begleitet ihn später viele Jahre als Trainer, sogar ehrenamtlich. Er führt ihn an die Weltspitze und prägt Steiners optimistische, widerstandsfähige Persönlichkeit maßgeblich.

Das Talent, die Dinge zu akzeptieren, die er nicht ändern kann, und sich voll und ganz für solche einzusetzen, die in seiner Hand liegen, führen ihn zum Erfolg und geben ihm die nötige Energie, immer wieder neue Wege zu beschreiten. Und um die vorausgegangenen Erfolge sinnbringend zu nutzen. Denn „die Dinge umzusetzen, die man sich vorgenommen hat, gleich welcher Dimension,“ ist seine Definition von Erfolg. Diese Selbstbestimmtheit spornt Steiner an, ebenso wie die vorhergegangenen Erfolge. Olympiasieger, Weltmeister- und Europameister wollte er werden. Dies hat er geschafft, daher beendet er 2013 seine Profisportkarriere, um sich neue Ziele fernab des Leistungssports zu setzen.

„Die Titel im Sport motivieren mich immer weiter.“

Mit seiner zweiten Frau, der Journalistin und N24-Moderatorin Inge Steiner geborene Posmyk macht er sich selbständig gibt zunächst sein Wissen zu Motivation, Diabetes und Ernährung in Vorträgen weiter. 45 Kilogramm nimmt er ab und tanzt sich 2015 – fast wie nebenbei – ins Finale der TV-Show „Let´s Dance“. Der Auftritt ist von Leichtigkeit und Lebensfreude geprägt. So ist es kein Zufall, dass er klar sagt:

„Wer erfolgreich sein will, muss mit Freude bei der Sache sein.“

Erfolgreiche Menschen brennen für ihre Arbeit, ihr Unternehmen, ihr Projekt. Dieses Fakt und der Wunsch, etwas Sinnbringendes zu tun, führen ihn zu seinem logischen nächsten Schritt. Sein Buch „Das Steiner Prinzip“ wird 2015 rasch zum Bestseller, gefolgt von seinem zweiten Buch, dem „12-Wochen-Plan“. Parallel zu seiner Autorentätigkeit entwickelt er Low-Carb-Lebensmittel. Nicht nur wollte er schon als Kind Koch werden. Er sieht das auch pragmatisch, frei nach dem Motto: Wenn der einseitige Lebensmittelmarkt keine wohlschmeckende Lösung zum Abnehmen zu bieten hat, entwickelt er eben sein eigenes kohlenhydratarmes Brot. So entstand mit seinem Freund, einem Bäckermeister, eine proteinreiche Variante, die er nun über seine 2020 gegründete STEINERfood GmbH vertreibt.

Seine Arbeit als Lebensmittelunternehmer sei in gewisser Weise gar nicht so anders als die eines Leistungssportlers. „Du fängst klein an und steckst all deine Energie rein und nach und nach stellen sich die Erfolge ein,“ fasst er diesen Tatbestand zusammen. À propos Energie. Woher nimmt er all diese Energie?

Nach wie vor findet der ehemalige Leistungssportler Ausgleich in der Bewegung, sei es beim Radfahren, Gewichtheben oder Bergwandern. Matthias Steiner liebt es aber auch, einfach Zeit in seinem Garten zu verbringen und seine Bienen gedeihen zu sehen. Bei allem Erfolg ist er bescheiden und bodenständig geblieben. Er schöpft Freude aus den einfachen Dingen wie fließendem Wasser und einem ruhigen Zuhause. Matthias Steiner weiß eben, wie man sich aufs Wesentliche konzentriert – ein unverzichtbares Talent für erfolgreiche Menschen.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

„Ich musste meine geliebte Sportart früher aufgeben, weil ich mich verbrannt habe“

Sven Hannawald strebt heute nicht mehr nach sportlichem Erfolg, sondern vor allem nach einem Leben in Balance. / Foto: HONKPHOTO

2002 schrieb Sven Hannawald Sportgeschichte. Er war der erste, der alle vier Skispringen der Vierschanzentournee gewinnen konnte. Ein Erfolg, der ein Leben verändern kann. Auch das Leben von Sven Hannawald sollte sich ändern. Allerdings nicht wegen der zahlreichen sportlichen Erfolge bei Olympischen Spielen und diversen Weltmeisterschaften. Das, was sein Leben zwangsläufig verändert hat kam 2004.

Hannawald durchlebte ein Burnout und brauchte Jahre, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Ein Leben in Balance. „Ich habe viel zu spät erkannt, dass ich nicht 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche an Skispringen denken muss. Ich hätte auch etwas von dem, was ich reingesteckt habe, weglassen können und es hätte meine Leistung sicherlich nicht wesentlich beeinträchtigt. Aber damals habe ich geglaubt – je mehr ich mache, desto besser werde ich. Das war der Weg, den ich mir vorgenommen hatte. Und am Ende hat er mir zwei Seiten aufgezeigt: Den Erfolg, den ich damit errungen habe aber auch meinen Körper, den ich damit kaputt gemacht hatte.“

Die Sehnsucht ist immer mal wieder da, Große Olympiaschanze / Foto: privat

Hannawald begann mit 7 Jahren das Skispringen. Das Erzgebirge ist eine Wintersportregion. Hier regierte damals nicht der Fußball. Als er das erste Mal ein Skispringen im Fernsehen sah, war es für ihn ein Match. Es war die Faszination, mit zwei Skiern durch die Luft zu fliegen. Schon gleich zu Beginn merkte er auch, dass er ein gewisses Mehrtalent als andere hatte. Es fiel ihm leicht, weit zu springen. „Erfolg hieß für mich schon damals, so weit zu springen, wie es mir möglich ist. Dabei war es mir egal, wenn ich dann mal gestürzt bin und nur fünfter wurde. Für mich war es dennoch ein Erfolg, weil ich das erreicht hatte, was ich mir persönlich vorgenommen hatte.“ Sven Hannawald sagt von sich selbst, dass er so gestrickt sei. Es war von Anfang an das innere Gefühl, das ihn über Jahre gleitet hat, was er zu tun und zu lassen hat. Und er gibt zu, dass dieses Gefühl ihn auch in die Sackgasse geführt hat.

Hannawald 2002 bei der Vierschanzentournee mit Zugspitze im Hintergrund. / Foto: Thomas Kohl

„Alles, was ich anfange, möchte ich auch so professionell und perfekt wie möglich machen. Ich war als Kind schon so. Es gab für mich nichts anderes. Deshalb bin ich auch die extremen Wege gegangen. Ich kann es nicht nachvollziehen, nur Spaß bei der Sache zu haben. Mit 12 Jahren bin ich von zu Hause weg und auf die Kinder- und Jugendsportschule gegangen. Ich hatte Heimweh, mir haben meine Eltern gefehlt. Aber mir war das Skispringen wichtiger. Deswegen war es für mich auch ok, den härteren Weg zu gehen. Wenn ich gesprungen bin, dann war das mein Leben. Ich habe gelernt, früh zu akzeptieren, dass es auch Punkte für den Erfolg gibt, die weh tun.“

Der Startschuss für die großen Erfolge fiel in der Saison 1997/98.
2. Bei der Vierschanzentournee. Silber bei der Skiflug-WM in Oberstdorf und im Mannschaftsspringen bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998. Auch bei der nordischen Ski-WM 1999 in Ramsau gewann er im Einzelwettbewerb von der Großschanze Silber hinter Martin Schmitt. Beim Mannschaftsspringen von der Großschanze gab es dann die Gold Medaille.

Erstmals Skiflugweltmeister wurde er 2000 im norwegischen Vikersund.
Die Saison 2001/02 sollte dann die erfolgreichste in seiner Karriere werden. Hannawald gewann als erster Skispringer alle vier Teilwettbewerbe der Vierschanzentournee in einer Saison. „Natürlich waren das auch

Sven Hannawald feiert nach seinem letzten Sprung bei der ersten Station des Vierschanzen-Skisprungturniers im süddeutschen Oberstdorf 2001 den ersten Wettbewerb in Oberstdorf. / Foto: Christof Stache

die wichtigsten Punkte meiner Karriere. Es waren die Momente, die man auch genießen kann, ganz oben zu stehen.“ Gleichzeitig gab ihm dieser Erfolg auch wieder den Glauben an sein Tun zurück. „Diese Momente nehmen einem auch jeden Zweifel. Denn dann sieht man auch den Weg, den man bis dahin gemacht hat.

Du darfst den Glauben nie verlieren. Die Tournee zu gewinnen, war so ein Moment. Ein Glaube, an den ich mich seit Kindheit an – über fast zwei Jahrzehnte – geklammert hatte.“
Doch diese Leistung und der damit verbundene Druck kostete enorm viel Energie. Hannawald trainierte noch intensiver – sowohl psychisch als auch physisch. Und so trug diese Leistung sicherlich auch etwas zu seinem Burnout bei.

Burnout – Es ist ein schleichender Prozess. Man nimmt vielleicht kleine Veränderungen bei sich wahr aber man denkt nicht weiter darüber nach und unternimmt auch nichts, um es zu ändern. Hannawald weiß, dass es von einem selbst kommen muss. „Mit meinem Perfektionismus und meinem Ehrgeiz bin ich einfach schwer zu stoppen. Deshalb habe ich auch viel zu spät auf die Zeichen reagiert. Als es mir ganz schlecht ging, half auch kein zweiwöchiger Urlaub mehr. Es waren einfach zu tiefe Risse, die ich mir selbst zugefügt hatte.“

Weil er den Adrinalinpush braucht, kam nach dem Skispringen der Radrennsport. / Foto: privat

Nach der Diagnose Burnout folgten mehrere Wochen Klinikaufenthalt. Am Ende stand dann der sportliche Abgang 2005. „Ich musste meine geliebte Sportart früher aufgeben, weil ich mich verbrannt hatte. Ich musste erst einmal lernen, damit umzugehen – das zu akzeptieren. Vor allem, weil der Kopf schneller frisch ist als der Körper. Gedanklich hatte ich mich schon wieder mit dem Skispringen beschäftigt. Aber der Körper wollte noch nicht mehr.“
Die sportlichen Erfolge haben Hannawald zwar einerseits seinen Traum vom Fliegen genommen aber anderseits auch gezeigt, wie man im Leben landet. Diesen „Sprung“ hat er auch in seiner Biografie „Mein Leben – mein Absturz – meine Landung im Leben“ beschrieben. Ihm ist es wichtig, seine Erfahrungen weiterzugeben.
2016 gründete er mit Sven Ehricht zusammen eine Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt „Corporate Health und Sportlervermarktung. In Workshops und Seminaren berichtet Hannawald über seine Erfahrungen und gibt Tipps für Stressmanagement und nachhaltige Burnout-Prävention.

Gerade in der heutigen Zeit, in der alles so schnell gehen muss, ist es wichtig, auf sich zu achten. „Das Dauergeziehe an einem macht uns krank – doch das muss man erst einmal lernen.“ Hannawald betont, dass er in den Seminaren seine Erfahrung nur als Beispiel aufführen und keine Vorschriften machen kann. „Allerdings wissen die Seminarteilnehmer, was ich gemacht und erreicht habe und dass die Erfolge nicht durch frühes Schlafengehen gekommen sind. Es ist egal, welchen Beruf man hat. Es gilt immer das Gleiche: Man muss auf seine persönlichen Pausen achten. Natürlich kann ich niemandem vorschreiben, wann er Pausen zu machen hat, denn am Ende muss die Arbeit immer erledigt werden. Vor allem, wenn man Erfolg haben möchte. Aber es muss die Balance stimmen.“
Hannawald hat gelernt, auf sich zu achten, auf seinen Körper zu hören und eine gewisse Balance im Leben zu finden. Ruhe und Entspannung findet der heute 46-jährige bei seiner Familie.

„Der Sport hat so lange, so viel Platz in meinem Leben eingenommen. Nach dem Skispringen, kam der Rennsport, weil ich den Adrinalinpush gebraucht hatte. Damals hatte ich keine Zeit für eine Familie. Ich war jemand, der sich nicht hätte binden können. In einem Interview habe ich mal gesagt, dass Familie erst kommt, wenn ich ganz aufgehört habe. Jetzt

bin ich soweit, dass ich gelernt habe, mit der neuen Familie den beruflichen Weg zu integrieren. Ich versuche jeden Tag, das bestmöglich zu managen.“

Sven Hannawald ist schon lange wieder im Leben angekommen. Er hat große sportliche Erfolge feiern können, er hat erfahren müssen, wie es ist, wenn der Perfektionismus und Ehrgeiz nach seinem persönlichen Erfolg einen krank machen kann und er hat den größten Erfolg feiern können, in dem er daraus gelernt hat. „Ich habe gelernt, meiner Stimme wieder zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Aber mit Bedacht. Weil es am Ende auch mein Lebensweg ist.“

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist ab sofort im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

„Jeder sollte versuchen, das Beste zu geben“

 

Peter Merck Geschäftsführer Golf Lounge Hamburg Billwerder / Kommunikationstalent trifft Organisationsfreude: Peter Merck wollte schon als Kind die Olympischen Spiele planen. Heute betreibt er die „Golf Lounge” – Ein Ort, der neben Golf-Trainingsanlage auch EventLocation ist. / Foto: Golf Lounge

In Hamburg betreibt Peter Merck das Golf Lounge Resort. Uns hat der 54-Jährige erzählt, wie seine Begeisterung für Sport ihn antreibt und was die lila Kuh damit zu hat.

Was war ausschlaggebend für Ihre Berufswahl?
Ich wollte schon als Kind die Olmypischen Spiele organisieren. Da kam damals schon meine Leidenschaft für Organisation und für den Sport durch. Als ich mein Wirtschaftsstudium abgeschlossen hatte, wollte ich diesen Strang wieder aufnehmen. Ich habe mich gefragt: Welche Sportarten sind in Deutschland ausbaufähig? Am Anfang bin ich natürlich über Fußball gestolpert, aber da hat keiner auf mich gewartet. Also habe ich weiter geguckt und bin beim Golf gelandet. Das war eine analytische Abwägung, nichts Emotionales.

Woher hat man als Kind den Traum, eine Olympiade zu organisieren?
Ich habe einfach immer Spaß am Organisieren gehabt. Bei einem Kindergeburtstag hatte sich mal jemand die lila Kuh von Milka gewünscht. Alle anderen haben natürlich Schokolade geschenkt. Ich bin zum Bauern um die Ecke gegangen und habe gefragt, ob ich eine Kuh ausleihen und sie als lila Milka Kuh präsentieren kann.

Heute managen Sie Ihr eigenes Golf-Unternehmen. Ihre Golf Lounge in Hamburg zieht gerade an einen neuen Standort. Bisher war es eine dreistöckige Driving Range, Ihr neues Golf Lounge Resort hat einen richtigen Golfplatz. Ein großer Schritt?
Kommt drauf an, wie man es sieht. Die alte Golf Lounge wurde als innerstädtische Trainingsanlage gebaut, für Golfer und Leute, die Golfen lernen wollen. Wir haben aber relativ schnell gemerkt, dass wir auch eine tolle Event-Location sind, mit der wir Unternehmen eine Plattform für Gespräche oder Weiterbildungen bieten können. Im Grunde genommen machen wir jetzt das Gleiche, bloß in groß: Wir bieten wieder Golf an und lassen im Umfeld sehr viele Events laufen.

Ihre Kunden können also auf gewisse Art bei ihnen in den Tag rein leben. Das ja auch Ihre persönliche Definition von Glück, oder?
Ja. Ich schöpfe meine Kraft aus der Natur und den Momenten, die ich in ihr verbringe, egal ob auf dem Land, auf dem Wasser oder in den Bergen.

Dabei hat man als Unternehmer gerade dafür eher wenig Zeit. Wie kriegen Sie Wunsch und Wirklichkeit unter einen Hut?
Ich bin auf der einen Seite sehr ehrgeizig und ungeduldig, weil ich meine Projekte durchbekommen möchte. Andererseits habe ich eine Familie, die mich auffordert, mir Freiräume zu nehmen und am Familienleben teilzunehmen.

Welche weiteren Eigenschaften zeichnen Sie aus?
Mich zeichnet aus, dass ich neugierig bin, dass ich Dinge von unterschiedlichen Blickwinkeln angucke. Ich versuche, immer über den Tellerrand zu schauen. Und es ist für mich wichtig, klare Entscheidungen zu treffen und dafür im Zweifel auch meinen Kopf hinzuhalten.

Dürfen Ihre Mitarbeiter Sie kritisieren?
Absolut! Natürlich ist für mich im Unternehmen Loyalität ist wichtig. Aber ich schätze eine offene Kultur, in der mein Team klar artikuliert, was ihm gefällt und was nicht. Bevor wir große, weitreichende Entscheidungen treffen, versuche ich, jedem zuhören und abzuwägen.

War es für Sie eine Option, beruflich bei dem von Ihren Vorfahren gegründeten Chemie- und Pharma-Konzern Merck einzusteigen?
Nein. Ich fände es nicht klug, die eigene Familie in irgendwelche Positionen zu protegieren. Es ist viel sinnvoller, sich zurückzunehmen und ein operatives Management marschieren zu lassen. Man muss auch überlegen, wo man seine Stärken hat. Ich bin nicht der geborene Analytiker. Ich bin eher jemand, der Menschen zusammenführt und der auf der Ebene der Kommunikation viel bewegen kann.

Gibt es ein Familien-Credo, das Sie leben?
Für mich ist es wichtig, dass wir über die Familie schon im Kindesalter versuchen, Werte zu vermitteln. Dazu gehört ua. Respekt, Toleranz, Verantwortung und eine gewisse Gelassenheit. Das sind Dinge, die nicht von heute auf morgen kommen. Das ist ein langer Prozess. Ich versuche meinen Kindern zu erklären, dass wir eine Vorbildfunktion haben und dass man diese nicht erst als Erwachsener übernimmt, sondern dass das schon in den Kinderschuhen anfängt. Jeder sollte versuchen, sein Bestes zu geben.

Sie engagieren sich auch ehrenamtlich. Wie bringen Sie sich wo ein?

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

Diese ist ab sofort im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

„Die beste Motivation ist Emotion“

Er möchte kommende Generationen für das Thema Wirtschaft und Finanzen interessieren: Manuel Heyden. / Foto: nextmarkets

Für Finanzen und die Börse begeistert sich Manuel Heyden schon seit seiner Jugend, 2014 gründete er mit seinem Bruder Dominic den Online-Broker nextmarkets.com. Die gemeinsame Leidenschaft ist ein Grundpfeiler ihres Erfolgs

Haben Sie ein Vorbild?
Ja, Bill Gates. Zum einen, weil er mit Microsoft eine unglaubliche Gründungsleistung erbracht hat, die bis heute die Welt bestimmt. Zum anderen, weil er an seinen Zielen festgehalten hat, auch wenn er damit nicht den Konventionen entsprach. Ich denke zum Beispiel daran, dass er bereits mit 14 Jahren mit Traf-O-Data sein erstes Start-Up mit einem System zur Messung von Verkehrsströmen gründete. Auch, dass er sein Harvard-Studium abgebrochen hat, um seine Gründungsidee voranzubringen, zeugt von großer Überzeugung und großem Willen, an dem ich mir ein Beispiel nehme.

Was waren bisher die wichtigsten Schritte in Ihrer eigenen Karriere?
In meiner Gymnasialzeit begann ich mich für Finanzen und die Börse zu interessieren. Im Unterricht kamen diese Themen zwar so gut wie nicht vor, aber der Geist der New Economy erfasste mich trotzdem. Um meine ersten Ideen umzusetzen, gründete ich deshalb mit 19 mein erstes Start-Up für Online-Marketing. Die ersten Erfahrungen in der Selbstständigkeit waren für mich Gold wert. Genauso wie die zwei Jahre bei der ABN AMRO Bank, bei der ich in Frankfurt und London einen Online-Broker mit aufbaute. Mit diesem Background gründete ich 2014 das FinTech nextmarkets mit meinem Bruder Dominic, der als Ingenieur den Grundstein für die Technologie gelegt hat. Die Vision, den aktienbasierten Vermögensaufbau für eine breitere Bevölkerung zugänglich zu machen, treibt uns bis heute an.

Manuel Heyden (r.) gemeinsam mit Bruder Dominic (l.). Die Geschwister mischen mit „nextmarkets” die Trading-Branche auf. / Foto: nextmarkets

Wie schaffen Sie es dabei, sich selbst immer wieder neu zu motivieren?
Die beste Motivation ist Emotion. Meine persönliche Leidenschaft für FinTech-Innovation bringt mich dazu, immer weiter an der Verbesserung von nextmarkets zu arbeiten. Im Zusammenspiel von Finanzen und Technologie steckt viel Synergiepotential, was darauf wartet, entdeckt zu werden. Hinzu kommt, dass ich mit meinem Handeln etwas bewirken möchte, das über den persönlichen Nutzen hinausgeht und der Gemeinschaft insgesamt Vorteile bringt.

Welche Ziele setzen Sie sich für die Zukunft?
Mit Nextmarkets haben wir wichtige Zwischenziele erreicht. Dazu zählt, dass die Plattform weiter stark wächst und 2020 über eine Million Trades abgewickelt hat. Für die Zukunft steht die Expansion unseres Unternehmens in sechs weiteren europäischen Märkten an, wofür wir insgesamt 30 Millionen Euro an Investorengeldern sammeln konnten. Außerdem möchte ich eine Stiftung ins Leben rufen, die vor allem jungen Menschen das Thema „Finanzen“ näher bringt. Vieles von dem, was auf der Welt geschieht, hat wirtschaftliche Hintergründe, auch der Klimawandel. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, kommende Generation für das Thema Wirtschaft und Finanzen zu interessieren.

“Secrets of Success” ist ab sofort im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!

Vegane Sneaker

Sie stehen mit ihrer Marke „Monaco Ducks“ für Nachhaltigkeit, Fairness und Slow Fashion: Gründer Julian Hermsdorf (r.) und Carl Warkentin. / Foto: Monaco Ducks

Monaco Ducks ist das erste klimaneutrale Designer Sneaker Label. Bei der Herstellung der handgefertigten Schuhe kommen Materialien wie Loden, nachhaltiges und zertifiziertes Leder oder eine vegane Lederalternative zum Einsatz. Den beiden Gründern Julian Hermsdorf und Carl Warkentin geht es darum, dass man Design, Lifestyle und Qualität ohne schlechtes Gewissen erleben kann.

Wie ist die Idee entstanden?
Wir haben die Idee im Studium gegründet, sind aber erst mal beide beruflich andere Wege eingeschlagen. Es hat als Hobby begonnen. Wir waren auf der Suche nach nachhaltig und fair produzierten Produkten, zu einem fairen Preis und mit einem hohen Anspruch an Qualität, Komfort und Design. Paradoxerweise gab es das nicht auf dem Markt, daher haben wir es selbst produziert.

Ist bisher alles gelaufen, wie geplant?
Wir sind seit 2017 auf dem Markt. Nicht nur in den letzten zwei Jahren mit Covid 19, sondern generell läuft es im Startup nie wie geplant. Aber das macht uns aus, wir kommen nicht aus der Modeindustrie und gehen Dinge anders an als etablierte Marken.

Wie hoch war zu Beginn das persönliche Risiko?
Sehr hoch. Die ersten Jahre haben wir eigenes Geld investiert und ohne Gehalt gearbeitet.

Die Gründer sind sich einig: Man kann nur langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn man sich dem neuen Wertesystem anpasst. / Foto: Monaco Ducks

Was ist eure Vision?
Wir stehen für echte Nachhaltigkeit, Fairness, Slow Fashion ohne Kompromisse im Design, Lifestyle oder Qualität zu machen. Wir möchten hier weiter als Vorbild vorangehen.

Wie schwierig ist es, dafür die richtigen Investoren zu finden?
Geld am Markt gibt es genug. Uns ist wichtig, dass die Investoren zu uns passen und unsere Vision unterstützen. Im besten Fall gibt es auch einen strategischen Fit und der neue Partner kann uns auch inhaltlich voranbringen.

Warum lohnt es sich in Monaco Ducks zu investieren?
Wir sind first-mover im wachsenden Nachhaltigkeitsmarkt. Und wir gehen in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation immer einen Schritt weiter als andere es kommunizieren. Wir sind davon überzeugt, dass der Return on Invest so für die Investoren, Mitarbeiter, Kunden, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen vorhanden ist.

Monaco Ducks” schafft nachhaltige Sneaker-Mode, ohne Kompromisse im Design oder der Qualität zu machen. / Foto: Monaco Ducks

Mit welchen Kleinigkeiten kann man die Welt besser machen?
Da gibt es viele! Wichtig ist es, sich zu informieren. Nachhaltigkeit ist zwar inzwischen als Thema in der Gesellschaft angekommen. Doch das kommuniziert auch jedes Unternehmen heutzutage. Für den Konsumenten ist es schwer, sich ein Bild davon zu machen, was wirklich nachhaltig ist und was nicht. Wenn Fast Fashion Unternehmen recycelte Mode anbieten, sollte man hinterfragen, wie viel davon wirklich recycelt ist und ob Fast Fashion überhaupt nachhaltig sein kann. So ist auch ein veganer Sneaker nicht automatisch nachhaltig. Am einfachsten und vielleicht wichtigsten ist jedoch, den Konsum einfach einzuschränken.

Was muss sich noch ändern, um die Umwelt zu retten?
Unserer Auffassung nach muss v.a. die Wirtschaft eine Vorbildfunktion einnehmen. Es kann kein Wert mehr darin liegen, immer schneller und weiter zu wachsen. Alle Stakeholder, egal ob Gesellschaft, Gesellschafter, Umwelt, Kunden oder Mitarbeiter werden das künftig nicht mehr schätzen. Das Wertesystem ändert sich. Wir glauben, man kann langfristig nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn man sich dem neuen Wertesystem anpasst. Neue Startup Unternehmen tun sich damit sicherlich leichter als große, etablierte Unternehmen.

“Secrets of Success” ist ab sofort im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt die Printausgabe von “Secrets of Success” bei Allmara und erhalten das Magazin bequem nach Hause!