„Seien Sie authentisch“

Im Jahr 2010 gründete Mark Gregg die BONAGO Incentive Marketing Group GmbH in München. Als Vice President der Incentive Marketing Association Europe befasst er sich seit mittlerweile mehr als zehn Jahren mit innovativen Incentives für Mitarbeiter, Kunden und Verbraucher. Zusammen mit seinem Team aus Belohnungsexperten unterstützt er seither branchenübergreifend Firmen aller Größenklassen bei Herausforderungen im Personal- und Marketingbereich.

Was ist bislang das Hightlight Ihrer Karriere?

© Bonago

Ich wollte schon immer Themen vorantreiben und etwas (er)schaffen, weshalb die Gründung von BONAGO im Jahr 2010 etwas ganz Besonderes für mich war und ist. In diesem Zusammenhang habe ich mich sehr über den diesjährigen „Spirit of IMA“-Award gefreut, einer Auszeichnung der globalen Incentive Marketing Association für die Verdienste, das Thema und damit einhergehende Entwicklungen zu fördern und zu kommunizieren. Eine für mich sehr schöne Anerkennung.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten? Und was raten Sie jungen Menschen, die Erfolg haben möchten?

Der konkrete Rat an mich selbst wäre: „Sei mutig und mache Dich früher selbstständig!“
Allgemein gesprochen würde ich jedem, der erfolgreich sein möchte, empfehlen nur das zu tun, wofür er sich begeistern kann. Wenn man sich mit Leidenschaft und Engagement einer Aufgabe widmet, wird man irgendwann Erfolg haben.

Was ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen brauchen?

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Zwischen Lausbubigkeit und Zielstrebigkeit

Simon Brunke verkaufte schon mit 13 Jahren gewinnbringend Ü-Ei-Figuren auf dem Flohmarkt © Exporo AG

Simon Brunke ist Mitbegründer und CEO der Exporo AG. Der gebürtige Hamburger studierte zunächst europäische Unternehmensführung, absolvierte unter anderem Praktika bei Daimler und Axel Springer und gründete bereits 2004 sein erstes Unternehmen, die Aeris GmbH & Co KG. Sein erster Exit folgte 2011 mit der wika AG, wo er als Gründer und Finanzvorstand von 2007 an tätig war. Seit 2014 baute er gemeinsam mit Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen die Exporo AG auf, Deutschlands führende Plattform für digitale Immobilieninvestments. Mittlerweile hat Exporo über 190 Mitarbeiter – und befindet sich weiterhin im stetigen Wachstum.

Herr Brunke, was wollten Sie als Kind werden?
Simon Brunke: Begeistert haben mich in meiner Kindheit Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und Dagobert Duck. Eine Mischung aus Eigenständigkeit und Freiheit, Lausbubigkeit und Zielstrebigkeit.

Ihr größtes Vorbild ist?
Mein Vater – seine Grundeinstellung zum Leben hat mich schon immer inspiriert und motiviert. Sowohl in guten als auch in schlechteren Phasen hat er immer positiv gedacht und das Beste aus jeder Situation gemacht. Er hat zwar viel gearbeitet, doch er war immer für die Familie da. Ich hatte viele Freiheiten, aber auch meine Pflichten: Abends spät ins Bett war ok, trotzdem war morgens Rasenmähen angesagt.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Schon mit 13 Jahren habe ich auf Flohmärkten jeden Monat mit Überraschungseier-Figuren gehandelt und während meines BWL-Studiums 2004 meine erste Firma gegründet. Ich war nie angestellt, die Rolle als selbstständiger Unternehmer ist mir sozusagen in die Wiege gelegt worden und hat mir von  Kindheit an große Freude bereitet.

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriereschritte?
Während meines Studiums gründete ich einen klassischen Maklervertrieb, der auf circa 500 Mitarbeiter anwuchs. 2011 verkaufte ich meine Anteile, 2013 schied ich als Vorstand aus. Die Ineffizienzen des klassischen Vertriebs – egal ob Immobilien, Versicherungen oder andere Produkte – waren unübersehbar, das Potenzial von Fintech-Unternehmen hingegen sehr groß. Mit der Gründung von Exporo im Jahr 2014 verband ich beides: Zusammen mit meinen Mitgründern entwickelten wir eine Plattform für digitale Immobilieninvestments, die es jedem ermöglicht, wie ein Großanleger in professionelle Immobilien zu investieren.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Optimismus, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft. Vor allem aber meine absolute Überzeugung und Begeisterung für das, woran wir als Firma jeden Tag arbeiten.

Was raten Sie jungen Menschen, die Erfolg haben möchten?
Ich glaube, dass es wichtig ist, eine eigene Idee zu haben und sich zu trauen, diese einfach mal umzusetzen. Eine solche Idee muss das Potenzial haben, ganze Märkte und Industrien zu ändern und dementsprechend auch das Nutzerverhalten.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?
In meinen Augen muss es möglich sein, das Privates und Berufliches in Einklang zu bringen. Mir persönlich hilft Sport dabei, und natürlich Familie und gute Freunde. Geht es mir privat gut, kann ich beruflich gut performen. Performe ich beruflich, hat das wieder einen positiven Effekt auf mein Privatleben.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?
Mein Vater und mein Professor, Herr. Dr. Müller-Siebers, haben mich dabei unterstützt, meinen eigenen Weg zu gehen. Und dieser führte schon früh in die Selbstständigkeit, sodass auch das Stehen auf eigenen Beinen mich gefördert und gestärkt hat.

Haben Sie eine lustige Anekdote aus Ihrem Erfolgsleben?
Bei einem Vortrag vor vier Jahren kam aus dem Publikum – alles Vertreter von offenen und geschlossenen Fonds – folgender Kommentar: „Simon, es ist ja eine lustige Idee von euch, digital mit Kleinanlegern eine bis zwei Millionen Euro pro Immobilie einzusammeln. Aber für uns würde sich das nicht lohnen, wir machen immer mindestens 20 Millionen Euro pro Immobilie. Spielt ihr mal ruhig weiter.“ Mittlerweile haben wir bewiesen, wie gut es tatsächlich funktioniert, und etliche Branchenvertreter der „alte Finanzwelt“ möchten über uns Tech, Marketing und Know-how einkaufen.

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, würden Sie etwas anders machen?
Für mich war es lehrreich, zu erfahren, wie gut bestimmte Dinge funktionieren, wenn man sie vernünftig übergibt und seinen Mitarbeitern vertraut. Zu denken, man muss in einem Unternehmen alles selbst machen oder kontrollieren, ist aus meiner Sicht ein großer Fehler.

Wie leiten Sie Ihr Team?
Ich glaube an ein „Führen durch Vorbild“ und an den Teamgeist. Daran arbeite ich täglich. Wir pflegen ein starkes Miteinander bei Exporo. Die Hierarchien sind bewusst flach. Ich bin ein großer Freund davon, Dinge gemeinsam zu machen und demokratisch zu arbeiten.

Wie wichtig ist Ihnen soziales Engagement?
Bei allem Blick auf Wachstum und Zukunft des Unternehmens verlieren wir bei Exporo gesellschaftliche Verantwortung und soziales Engagement nicht aus den Augen. Seit vielen Jahren verfolgen meine Vorstandskollegen und ich deshalb privat verschiedene Hilfsprojekte. Doch auch in die Unternehmenspraxis unserer Plattform ist das freiwillige Engagement längst eingebunden: So hat Exporo in den vergangenen Jahren mit diversen Aktionen beträchtliche Summen Geld eingesammelt und für den guten Zweck gespendet.

 

Von AS

Geld mit Geld verdienen

Die Berufswünsche von kleinen Jungen sind vielfältig – Feuerwehrmann, Polizist oder Baggerfahrer sind Klassiker. Der Wiener Markus Lehner hatte als Kind ganz andere Vorstellungen von seiner Zukunft. Er wollte einfach „nur“ erfolgreich werden. Heute lebt Lehner in Monte Carlo, ist privater Investor und Mehrheitsaktionär einer börsennotierten Investment-Holding sowie Jetpilot und hat als Rennfahrer sogar eine Meisterschaft gewonnen. Kurz gesagt: Er ist extrem erfolgreich.

Herr Lehner, Sie wollten als Kind einfach nur erfolgreich werden. Ein eher ungewöhnlicher Wunsch eines Jungen.
Markus Lehner: Meine Eltern sind nicht arm, aber auch nicht reich, wenn wir über Geld sprechen. Ich hatte Freunde, die wirklich reich waren, und das hat mich sehr motiviert. Im Grunde aber fand ich erfolgreiche Leute schon immer interessant. Und wollte dann selbst nicht nur ein bisschen erfolgreich sein, sondern eben richtig erfolgreich.

Was macht einen „richtig erfolgreichen“ Menschen aus?
Der wesentliche Unterschied zwischen etwas erfolgreichen und richtig erfolgreichen Menschen, die in ihrem Bereich wirklich an die Weltspitze kommen, wie etwa Michael Schumacher, Elton John oder Bill Gates, ist ihre grenzenlose Begeisterung, ihre volle Motivation und ihre nahezu endlose Energie, mit der sie ihre Ziele verfolgen. Das Geld selbst ist genau genommen nur ein Mittel, das dann eh automatisch kommt.

Es ist also die Leidenschaft für Ihren Job, die Sie jeden Tag antreibt?
Ganz genau. Ich wusste nach der Militärzeit nicht, was ich machen sollte. Mit Anfang 20 war ich in den USA und habe dort das Investment-Business kennengelernt. In Wien gab es damals das Sparbuch und viel mehr gab es eigentlich nicht. In Amerika waren schon Investmentfonds sehr beliebt und daher auch weit verbreitet. Das hat mich so begeistert, dass ich mir gesagt habe, ich möchte in meinem Leben Geld mit Geld verdienen. Meine Berufung sind Investments – um die Welt zu reisen, Leute zu treffen, Deals zu machen und Leute von dem zu überzeugen, was ich auch für mich richtig finde, um erfolgreich zu sein.

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere?

(…)

LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IM PRINT-MAGAZIN. AB DEM 30. NOVEMBER 2019 IM HANDEL.

Von Renate Kerscher

Leidenschaft, Spaß und Talent.

In zwölf Profijahren gelangen Carl-Uwe Steeb drei Turniersiege

Die 80er- und 90er-Jahre waren die große Zeit des deutschen Tennis. Neben den Superstars Boris Becker und Steffi Graf prägte auch Carl-Uwe Steeb diese Ära. Der 1967 in Aalen geborene, von allen nur „Charly“ gerufene Linkshänder legte im Davis-Cup-Finale 1988 in Göteborg mit einem epochalen Fünf-Satz-Sieg über den Weltranglistenersten Mats Wilander den Grundstein für den ersten deutschen Gewinn der inoffiziellen Mannschaftsweltmeisterschaft. Heute ist Steeb unternehmerisch tätig, unter anderem als Partner der Hamburger Protagonists Group, die Dienstleistungen im Bereich Sport- und Veranstaltungsmarketing anbietet.

Er ist dem Thema Sport also treu geblieben. Seine Tenniskarriere bezeichnet er als „sehr gute Schule“ fürs Berufsleben. An dessen Beginn sollte nach Steebs Meinung stets die Begeisterung für etwas stehen, so wie bei ihm die Begeisterung fürs Tennis: „Bei der Berufswahl sind Leidenschaft, Spaß und Talent wichtig. Um dann wirklich erfolgreich zu sein, muss noch die Bereitschaft zu harter Arbeit dazukommen.“

Auch die schnelle Verarbeitung von Rückschlägen, die man im Sport zwangsläufig erlebt, hat Steeb in seiner Zeit als Profi gelernt. „Ich habe in zwölf Profijahren drei Turniere gewonnen. Das bedeutet umgekehrt, dass man jede Woche mit einer Niederlage umgehen muss.“ Daher gelte es auf dem Tennisplatz wie im Berufsleben, sich immer wieder zu motivieren, seine bisherige Arbeit zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern und sich neue, realistische Ziele zu setzen.

Seine eigenen Ziele waren schon immer hoch. „Als Kind wollte ich erst Fußballer und dann Tennisprofi werden. Mein großes Vorbild war der argentinische Weltklassespieler Guillermo Vilas, wie ich ein Linkshänder“, erzählt er von seinen frühen Berufswünschen. Weil bei Steeb die Faszination für den Sport mit einem außergewöhnlichen Talent zusammenkam, wagte er nach Erlangung der Mittleren Reife den Schritt in den Tenniszirkus.

Den einen besonderen Moment, in dem er wusste, dass er es dort schaffen würde, gab es im Rückblick für Steeb nicht. „Das war eher eine stetige Entwicklung. Aber ich konnte mich relativ schnell etablieren.“ Diese Entwicklung führte ihn zu Weltranglistenplatz 14, drei Turniersiegen und legendären Auftritten im Davis Cup. Den schon erwähnten Sieg gegen Wilander bezeichnet er als größten Erfolg seiner Karriere: „Gegen die Nummer eins in Schweden zu gewinnen und erstmals den Cup nach Deutschland zu holen, war zweifellos das Highlight.“

Von Rainer Wendl

5 Fragen an – Moritz Mühleck.

Die Fitness-Studio-Kette FIT/ONE ist auf der Überholspur. Es fing alles mit zwei Filialen an – mittlerweile gibt es 23 FitOne-Studios in Deutschland, Polen und Wien. Wir haben mit dem Geschäftsleiter gesprochen: Moritz Mühleck, 31 Jahre alt.

Sie sind eigentlich gelernter Schauspieler, wie kam es zu Ihrem Berufswechsel? 

Ich habe trainiert und mich generell für Fitness-Themen interessiert. Als ich mit meiner Schauspiel-Ausbildung fertig war, arbeitete ich zunächst auf Theater-Bühnen und konnte erste kleine TV-Rollen ergattern. Eines Tages kam dann aber mein Vater auf mich zu. Er hatte gerade zwei Fitness-Studios gekauft und ihm fehlte ein Geschäftsleiter. Für mich war das eine tolle Gelegenheit etwas Eigenes aufzubauen. Mittlerweile ist daraus die Marke FIT/ONE entstanden und wir sind mit 23 Studios in Deutschland, Polen und Wien vertreten. Weitere sind in Planung.

Welche Vision steckt hinter den FIT/ONE Studios?

Unsere Vision sind Mega-Fitnessstudios auf Flächen von 2.000qm² bis zu 8.000qm² wo alles geboten wird: seien es Pools, Freihantelbereiche, Kursräume oder modernste Geräte. Hier ist für jeden das passende Sportangebot dabei.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Ich bin definitiv sehr ehrgeizig und fleißig. Momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf meine Arbeit, bin von morgens bis abends im Büro. Aber natürlich erst nachdem ich mich morgens um meine kleine Tochter gekümmert habe.

Das bisherige Highlight Ihrer Karriere?

Die Eröffnung unseres Studios in Ingolstadt war mein bisheriges Highlight. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 7.000qm² und hat mittlerweile 5.000 Mitglieder. Hier gibt es eine Rundlaufbahn durch das gesamte Studio, frei nach dem Motto: „run the world“ at FIT/ONE. Außerdem bietet es bei einer so großen Fläche natürlich auch einen Wellnessbereich mit Sauna, Solarium und Massarium.

Welche Ziele setzen Sie sich für die Zukunft?

Die FIT/ONE-Geschäfte weiterhin erfolgreich zu führen und natürlich weiter zu expandieren. Unsere nächste Idee ist es, ein JumpOne zu eröffnen – also ein Studio für Jumping-Fitness.

Von AS