Sie machte ihre Leidenschaft zum Beruf: Rennfahrerin Christina Tomczyk-Surer. / Foto: URNER

Nicht lange nachdenken – sondern raus aus der Komfortzone

Christina Tomczyk ist im ersten Moment vielleicht nicht jedem ein Begriff. Bei Christina Surer sieht das schon ganz anders aus. Model, Moderatorin und Rennfahrerin. „Ich habe mehrmals mein Hobby zum Beruf machen können. Das ist wirklich ein Privileg,“ sagt die gebürtige Schweizerin.

Ihre Karriere fing bereits sehr früh an. Mit 10 Jahren ist sie beim Hundespaziergang als Model entdeckt worden. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin und mit 19 Jahren kam sie bei der Wahl zur Miss Schweiz ins Finale. Dass sie überhaupt Rennfahrerin wurde, hatte sich über die Jahre ergeben. Die Leidenschaft für ihr Hobby, dem Motorsport, wurde immer größer, bis sie sich entschied, volle Kraft da hereinzustecken und es zu ihrem Beruf zu machen. „Wenn man dann von seinem Hobby rund 20 Jahre leben kann, ist das großes Glück und ich scheine ja dann auch etwas richtig gemacht zu haben. Darauf bin ich stolz und das bedeutet für mich Erfolg.“

Für Christina Tomczyk-Surer sind es viele kleine Schritte, die sie immer wieder nach vorne gebracht haben. Als sie 1994 bei der Schweizer Kart-Meisterschaft ihr Debüt als Rennfahrerin gab, war der Frauenanteil in dieser Sportart sehr überschaubar. Man kann die Baslerin schon als eine Art Vorreiterin bezeichnen und wie sie selbst sagt, ist sie stolz darauf, wenn die Frauen sie als Vorbild sehen.

Und das zu Recht. Denn es verlangt schon einiges an Mut und Können, sich über so lange Zeit so erfolgreich im Rennsport zu beweisen. Allein viermal fuhr Christina Tomczyk-Surer die „Grüne Höller“. „Für mich persönlich ist das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einer der härtesten Wettkämpfe, sagt die 47-Jährige.” Ein Rennen, das schon so

Heute steht sie wieder vermehrt für Moderationsjobs vor der Kamera und auf der Bühne. / Foto: DTM

manchen Mann zum Schwitzen gebracht hat. Der Rennsport ist zwar nach wie vor eine Männerdomäne, aber Christina Tomczyk-Surer sieht dort gar kein Geschlechterproblem. „Interessanterweise glaubt man oft, dass Männer keine Frauen im Motorsport haben wollen. Ich habe das nie verspürt.

Viele Männer haben mich bei meinem Vorhaben unterstützt.

Ich hatte viele Mentoren, ohne sie wäre ich sicherlich nicht so weit gekommen,“ verrät sie. Neben der Unterstützung von außen hat sie ihre Karriere auch ein kleines bisschen ihrer Spontanität zu verdanken. „Ich hatte schon immer eine große Klappe, die mich allerdings auch oft in Situationen gebraucht hat, in denen ich mich dann selbst gefragte habe ´Was hast Du da schon wieder angestellt? `,“ erzählt sie lachend und ergänzt: „Aber so musste ich oft aus meiner Komfortzone raus und genau das hat mich weitergebracht.

Hätte ich über manche Dinge länger nachgedacht, dann hätte ich sie bestimmt nicht gemacht und somit auch nicht erfahren, wozu ich fähig bin.“

Christina Tomczyk-Surer sieht in der Männerdomäne kein Geschlechterproblem und ist dankbar für die Unterstützung vieler Mentoren. / Foto: jh-press.de

Doch Spontanität allein führt auch nicht immer zum Erfolg. „Man braucht schon Freude an dem, was man tut. Und den Willen und das Durchhaltevermögen auch dranzubleiben, wenn es schwierig wird. Rückschläge haben mich zum Beispiel immer wieder angespornt, um besser zu werden.“ Gerade im Motorsport können Rückschläge auch Unfälle bedeuten. „Auch ich hatte leider Unfälle und da ist es immer wichtig zu analysieren, warum das passiert ist. Man darf nicht sofort aufgeben.“ Christina Tomczyk-Surer ist eine sehr disziplinierte Frau, denn so sehr sie den Rennsport auch liebt, hat sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder die Rennen reduziert. Auch ihr Mann, Martin Tomczyk, ist Rennfahrer und beide Elternteile mit einem riskanten Beruf, da fährt man das Arbeitspensum dann auch gerne mal zurück. Aber die Leidenschaft steckt nach wie vor in ihr. „Nachdem unsere Kinder Emily (8) und Lio (6) nun etwas größer sind, kann und will ich beruflich wieder mehr machen. Ich freue mich, wieder vermehrt für Moderationen auf der Bühne oder vor der Kamera zu stehen und auch Fahrevents als Instrukteurin zu begleiten.“

Beim Taekwondo kann die 47-Jährige abschalten und setzt sich auch dort große Ziele. / Foto: KwonRo Kampfsportschule Alicia Osterhammer

Die Baslerin, die mittlerweile mit ihrer Familie im bayerischen Rosenheim wohnt, ist noch lange nicht an ihrem Ziel angekommen und erfindet sich auch gerne neu. „Ich habe immer wieder neue Ideen und Lust auf Neues. Das treibt mich auch immer wieder voran. Seit drei Jahren mache ich Taekwondo. Dabei kann ich abschalten und Kraft tanken. Und auch da habe ich ein Ziel. Ich sag nur Mission Black Belt.“ Christina Tomczyk-Surer hat das gewisse Etwas, was man braucht, um Erfolg zu haben.

Kompetenz, Durchhaltevermögen gepaart mit Freundlichkeit und Respekt.

Und wie sie dann noch verrät: „Immer etwas mehr tun als die anderen und auch etwas mehr auffallen.“

 

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