Dennis Diekmeier ist ein echter Familienmensch. Mit seiner Frau hat er vier gemeinsame Kinder: Delani, Dion, Dalina und Divia

„Ich habe mich nie kleinkriegen lassen.“

Man merkt sofort: Dennis Diekmeier ist ein positiver Mensch. Er lacht viel, ist ein Familienmensch, steht im Guinness-Buch der Rekorde, hat einen Kultstatus inne und ist trotzdem kein bisschen abgehoben. Deshalb definiert er Erfolg auch etwas anders. „Aus fußballersicher Sicht ist Erfolg natürlich ein Sieg. Doch es sind auch die vermeidlich kleinen Dinge, die ich als Erfolg werte. Vor Kurzem habe ich mit meiner Tochter Mathe geübt. Als sie mit einer guten Note nach Hause kam, war es nicht nur für sie ein Erfolg. Auch für mich.

Denn entscheidend war, mit ihr gemeinsam daran gearbeitet zu haben,“ sagt der vierfache Vater. Diekmeier wollte schon als Kind Fußballprofi werden. Sein Talent wurde schnell erkannt und er hat hart an seinem Traum gearbeitet. Dazu kam noch die „Faszination Stadion“. Jedes Mal, wenn er mit seinem Vater im Stadion war – vorzugsweise beim HSV – gab ihm das den Rest. „Das hat mich immer wieder umgehauen. Diese Stimmung, die vielen Menschen. Ich hatte nur noch Fußball und den Wunsch, Profi zu werden, im Kopf. Was natürlich meine Lehrer zu der Zeit nicht so toll fanden“, erinnert sich Diekmeier lachend.

Mit seinem gesunden Ehrgeiz und starken Willen ging es für ihn Schritt für Schritt Richtung Erfolg. Mit 14 Jahren wechselte er in die Jugendabteilung von Werder Bremen, ein paar Jahre später spielte er bereits in der 2. Mannschaft. 2008 dann der EM-Titel mit der deutschen U19-Nationalmannschaft. „Das war mein wichtigster Karriereschritt. Nicht nur der Turniersieg. Ich wurde auch mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. Das war der Startschuss.“ Diekmeier wechselte zum 1. FC Nürnberg, ehe er 2010 beim HSV unterschrieb. Dort blieb er bis 2018 und erlangte bei den Hamburgern Kultstatus. Nicht etwa, weil er sein Team von Sieg zu Sieg schoss. Im Gegenteil. In seiner Position als Rechtsverteidiger konnte sich seine Mannschaft auf ihn verlassen. Allerdings schaffte es Diekmeier in elf Jahren als Profi und 293 Spielen nicht, auch nur ein einziges Tor zu schießen.

DAS GANZE INTERVIEW LESEN SIE IM PRINT-MAGAZIN. AB DEM 4. DEZEMBER 2020 IM HANDEL.