Er macht Pflege(n) leichter

Unsere Gesellschaft wird immer älter – das macht Pflege zu einem zentralen Zukunftsthema. Dr. Alexander König will mit den Assistenz-Systemen seines Start-ups Reactive Robotics das Leben der Patienten und auch der Pflegenden erleichtern. Der 41-jährige Gründer hat in Amerika studiert und war als Postdoktorand sogar an der renommierten Harvard Medical School tätig. Da ist es logisch, dass sein nächstes Ziel ist, auch den US-Markt zu überzeugen.

Wie genau funktionieren Ihre Assistenz-Roboter?
Wir wollen Pflegekräfte und Therapeutinnen in Ihrer Arbeit unterstützen. Dafür haben wir eine Art Exoskelett – eine äußere Stützstruktur – erfunden, die robotisch-assistierte Frühmobilisierung ermöglicht. Die Patienten können in einem speziell entwickelten Intensivbett eine Gangtherapie machen, ohne das Bett verlassen zu müssen. Studien zeigen, dass sich die Liegezeit und das Risiko von Sekundär-Komplikationen dadurch verringert. Bisher wäre diese Therapie aber bei Schwerbetroffenen manuell nur mit hohem Personalaufwand und hoher körperlicher Belastung für die Pflegekraft möglich gewesen. Durch unser System kann sie jetzt durch nur eine Person und ohne großen Kraftaufwand umgesetzt werden.

Was sind die größten Schwierigkeiten in Ihrer Branche?
Bis man ein Produkt in der Realität ausprobieren kann, können Jahre vergehen. Wir haben fast fünf Jahre gearbeitet, bevor wir den ersten Patienten therapieren konnten. Das Medizinproduktegesetz erlaubt Tests mit einem unfertigen, nicht zertifizierten Produkt nur in extrem begrenzten Umfang, also entwickeln die meisten Firmen zu Ende und stellen sich dann erst dem Markt und der Realität. Bis dahin muss man durchhalten.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.