5 Fragen an Dr. Jana Michel. Inhaberin Zahnarztpraxis Dr. Jana Michel in München.

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Was wollten Sie als Kind werden?

Andere Mädels träumten davon einmal Tänzerin, Schauspielerin oder Sängerin zu werden – mit der Haarbürste als Mikrofon. Das war bei mir anders: Ich habe tatsächlich als Kind schon mit meiner Cousine „Zahnärztin“ gespielt, bei uns im Garten! Stöckchen dienten als Bohrer-Werkzeug.

Eigentlich wollte ich nie etwas anderes werden, nur einmal hab ich mich noch hinterfragt. Das war in der Oberstufe: ich habe ein mehrwöchiges Praktikum bei einem Rechtsanwalt gemacht- nur um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Danach war ich sicher!

Wie haben Sie den Beruf Zahnärztin für sich entdeckt?

Ich habe den Beruf im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt bekommen- mein Großvater hatte eine Zahnarztpraxis, die meine Mutter und mein Onkel später übernahmen. Ich habe also viel Zeit dort verbringen dürfen. Und das hat mich nicht abgeschreckt – ganz im Gegenteil. Ich hab zwar auch Patienten mit Angst und Schmerzen erlebt – dass meine Mutter ihnen helfen konnte, hat mich sehr beeindruckt.

Wie haben Sie sich dazu entschieden, eine eigene Praxis zu gründen?
Das war wirklich ein Meilenstein für mich. Aber der Entschluss, mich selbstständig zu machen, stand schon früh fest. Ich wollte „mein eigener Chef“ sein. Die Möglichkeit selbst zu gestalten, ob es um Personalführung, Einrichtung oder die Philosophie der Praxis geht, das ging mir über alles.

Beschreiben Sie uns die Herausforderungen, die eine Selbstständigkeit in jungen Jahren mit sich bringt. Wie überwinden Sie Hindernisse und Schwierigkeiten?

Mit Disziplin und Durchhaltevermögen! Gleichbedeutend sehe ich die Leidenschaft, mit der man einen Beruf ausüben sollte.
Die war auch nötig – denn Insbesondere „junge“ niedergelassene Frauen kämpfen oft mit Vorurteilen, nicht genug Erfahrung zu haben. Dabei sind es gerade sie, die auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sind – die Münchener Uni LMU ist wieder im Ranking der Top Unis der Welt.
Dasselbe gilt für die Anerkennung als Chefin, da die meisten Mitarbeiter/innen älter sind als man selbst. Da muss man erstmal seine Frau stehen und darf sich nicht verunsichern lassen.

Bei alledem muss man sich vor allem einen kühlen Kopf – und eine ruhige Hand – bewahren.

So gut die Unis sind – einige wichtige Dinge lernt man da nicht: Soft Skills wie Mitarbeiterführung, Patientenbeschwerdemanagement, BLW oder Kommunikation. Da wird man ins kalte Wasser geschmissen und muss beweisen, dass man das packt.

Selbstständigkeit heißt nun mal im wahrsten Sinne des Wortes „selbst und ständig“!

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Der Fokus meines Tages liegt auf der Patientenbehandlung. Nebenbei fallen jedoch auch viele bürokratische Dinge an, wie Planungen (Implantationen), Dokumentation, Koordinaten mit Laboren, Krankenkassen und Depots.
Wichtig ist für mich ebenfalls, immer ein offenes Ohr für meine Mitarbeiterinnen zu haben und für sie da zu sein. Das Team ist ganz entscheidend. Ohne das läuft nichts, da kannst du so gut sein wie du willst.

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für Ihre Zukunft?

Viele glückliche und zufriedene Patienten, die mit einem strahlenden Lächeln meine Praxis verlassen. Das wär das Schönste!

 

Von AS

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