„Ich kann mehr als nur in die Kamera lächeln“

Er ist gelernter Tischler und einer der erfolgreichsten Deutschen auf TikTok: Falco Punch hat weit über neun Millionen Follower, Tendenz steigend. Seinen richtigen Namen hält der 25-Jährige Schleswig-Holsteiner geheim, so viel Privatsphäre will er sich bewahren. Dafür ist bekannt, dass er mit Werbedeals allein 2019 eine sechsstellige Summe machte. Und einen Plattendeal mit Universal Music hat Falco auch. Trotz seines Erfolgs fing das Multi-Talent kürzlich eine Ausbildung zum Mediengestalter an. Die hat er – wie er selbst sagt „leider“ – schon wieder hingeschmissen, um sich bei TikTok noch stärker reinhängen zu können. Es läuft einfach zu gut…

Was ist Dein Erfolgsgeheimnis?
Ich spiele meine Stärken aus und probiere viele Dinge aus. Dabei verstelle ich mich nicht, bleibe immer am Boden und versuche immer meine Reichweite richtig einzusetzen. Außerdem bin ich einer der wenigen, der fast alles selbst macht. Ich gebe das Lenkrad nie ganz ab.

Was unterscheidet Dich von anderen Influencern?
Ich denke, dass der heutige Influencer – oder wie ich lieber sage „Content-Creator “ – ein Alleskönner sein muss. Es ist einfach authentischer, wenn man seine kreative Seite zeigt und damit außergewöhnlich ist. Ich bin einer der wenigen, der fast alles selbst macht. Ich gebe das Lenkrad nie ganz ab.

Wie haben Deine Eltern auf Deine Karriere reagiert?
Ich bin sehr glücklich, dass ich so eine coole Familie hab. Durch ihre Unterstützung konnte ich mir, als ich klein war – so ungefähr zehn Jahre –, meinen Traum erfüllen und lernen, wie man Videos produziert. Ich habe mir alles zuhause selbst beigebracht. Ich wollte schon damals Youtuber werden.

Wie diszipliniert bist Du?
Mal mehr, mal weniger. Als ich meine Ausbildung mit einer 40-Stunden-Woche gemacht habe, habe ich gemerkt, wie diszipliniert ich wirklich bin. Ich habe es tatsächlich geschafft, auch noch Content fürs Internet zu liefern. Leider hatte die Woche nur sieben Tage – das ging auf Dauer nicht.

Wie oft postest Du?
Auf TikTok zwei bis dreimal die Woche. Mir fällt es leichter, einfach zu posten, wenn ich mich gut fühle. Aber ich versuche, die Leute auf Instagram auf dem Laufenden zu halten. Ich arbeite etwa acht bis zehn Stunden pro Tag an meiner Internet-Karriere, aber was ich mache, variiert stark. Es gibt Tage, an denen ich einfach mal nichts produziere. Um kreativ sein zu können, muss ich den Kopf dafür frei haben.

Was treibt Dich an?
Ich mich selbst. Weil ich weiß: Von nichts kommt nichts.

Kannst Du begreifen, wie erfolgreich Du eigentlich bist?
Das habe ich nie richtig wahrgenommen, bis meine Freunde mir klar gemacht haben, wie viele Menschen ich eigentlich weltweit erreiche. Da habe ich erst mal Angst bekommen, weil mir die Verantwortung, die das bedeutet, bewusst wurde. Deswegen glaube ich, man sollte sich nicht so viele Gedanken über seine Reichweite und seinen Erfolg machen. Sonst wird der Stress zu groß.

Welche Deiner Beiträge haben den größten Erfolg?
Es gibt viele Videos, die bis zu 70 Millionen Aufrufe haben. In meinen Augen ist mein Love-Story-Video auf TikTok mit meiner Freundin das Erfolgreichste. Es ist wirklich sehr gut bei den Leuten angekommen.

Wozu möchtest Du Deine Berühmtheit nutzen?
Ich möchte Leute so inspirieren, wie ich auch früher inspiriert wurde. Ich habe es geliebt, Videos wie meine zu schauen. Ich versuche, damit auch immer eine Vorbildfunktion einzunehmen.

DAS GANZE INTERVIEW LESEN SIE IM PRINT-MAGAZIN. AB DEM 4. DEZEMBER 2020 IM HANDEL.