Mit Playboy-Gründer Hugh Hefner durfte Florian Boitin, Chefredakteur des deutschen Playboys, eines der letzten großen Interviews führen. Fotos: frei zur Verwendung

„Nehmt keinen Ratschlag an“

Florian Boitin, am 20.04.1967 in München geboren als Florian Christoph Oesterhelt, ist seit 2009 Chefredakteur des deutschen Playboy. Er ist Vater von drei Kindern, Mitglied beim FC Bayern, studierter Kommunikations-Designer, Journalist und Unternehmer. So verantwortete er als Chefredakteur u.a. die Magazine MAXIM, MAXIM FASHION, GRIP – das Motormagazin und MAX.
Ab Dezember 2019 erscheint Playboy Deutschland in der Kouneli Media GmbH, mit Myriam Karsch und Florian Boitin als gleichberechtigte geschäftsführende Gesellschafter.

Was waren Ihre größten Erfolge und Misserfolge?
Simone Thomalla auf den Titel des deutschen Playboy zu packen (immerhin die erfolgreichste Ausgabe der letzten 10 Jahre), das letzte Playboy-Interview mit Playboy-Gründer Hugh Hefner vor seinem Tod geführt zu haben und wegen einer Playboy-Anfrage an Helene Fischer auf dem Titel des Yello-Blattes „Frau Aktuell“ zu landen. Größter Misserfolg? Ein Interview mit dem italienischen Film-Komponisten Ennio Morricone veröffentlicht zu haben, dass so in der Form nie stattgefunden hat

Was wollten Sie als Kind werden?
Erst wollte ich Winnetou werden, dann Karl-Heinz Rummenigge und später Beatle. Ein Indianer, der Fußball spielen kann und die Mädchen zum Kreischen bringt? Wer würde das nicht wollen.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Die tägliche Lektüre des Sportteils der Süddeutschen Zeitung. Ich konnte mir als Jugendlicher nicht vorstellen, dass es einen noch cooleren Job geben könnte, als den des Sportreporters. Kostenlos ins Stadion, beste Plätze und auf Du und Du mit Franz Beckenbauer. Wahnsinn.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Meine größte Stärke ist vielleicht, dass es mir zumeist gelingt, unterschätzt zu werden.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg?
Morgens um 9 Uhr ins Verleger-Büro bestellt, um wenig später mit der Kündigung in der Hand zum Aufzug geleitet zu werden, zählt sicher nicht zu den schillerndsten Momenten meiner beruflichen Laufbahn.

Was raten Sie jungen Menschen die Erfolg haben möchten?
Nehmt keinen Ratschlag an. Auch diesen nicht.

Was treibt Sie beruflich voran?
Die Lust am Machen.

Haben Sie eine lustige „Anekdote“ aus Ihrem Erfolgsleben?
Noch nicht lange her. Ich traf im Aufzug eine Praktikantin, eine ehemalige, wie ich dachte. Nach kurzem Plausch fragte ich sie, wo sie denn aktuell beschäftigt sei? Da sah sie mich vollkommen irritiert an und meinte, na bei Dir. Wir setzen die Aufzugfahrt schweigend fort.

Was glauben Sie ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?
Demut.

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