Florian Gallenberger – der Oscarpreisträger kann schon
jetzt auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. © Mathias Bothor

„Erfolg ist die beste Begründung“

 

Florian Gallenberger drehte als erster Deutscher einen großen Spielfilm mit indischen Schauspielern in Kalkutta, blieb hartnäckig, als es ewig dauerte, um in China die Dreh-Genehmigung für sein später gefeiertes Drama „John Rabe“ zu bekommen, und nahm sich über vier Jahre Zeit, das Vertrauen einer abgeschotteten Sekte zu gewinnen, um mit „Colonia Dignidad“ wieder ein Meisterwerk abzuliefern. Seine glänzende Regie-Karriere hat der Oscar-Preisträger vor allem seiner größten Stärke zu verdanken: seinem Durchhaltevermögen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert. Leider sind Filme teuer – und um das Geld für einen Film zu bekommen, ist die beste Begründung Erfolg. Innerlich muss man aber loslassen, damit er sich einstellt.

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, würden Sie etwas ändern?
2001, nach dem ich den Oscar gewonnen hatte, saß ich mit den größten Produzenten in Los Angeles zusammen und alle wollten wissen, was ich als Nächstes vorhabe. Das hat mich ein bisschen überfordert. Ich war fast froh, sagen zu können, dass ich jetzt erst mal nach Indien gehe, um dort zu drehen. Ich bereue es absolut nicht, „Schatten der Zeit“ gemacht zu haben, für die Karriere war das aber vielleicht die falsche Antwort. Manchmal denke ich auch, ich hätte zumindest später mal ein Jahr nach Los Angeles gehen sollen, aber dafür lief es zu gut in Deutschland. Vielleicht sticht mich ja irgendwann der Hafer und ich gehe doch noch rüber…

Johanna Reichert

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.