Die Roman-Queen

Die Autorin Gaby Hauptmann ist vielen ein Begriff – schließlich stammen aus ihrer Feder zahlreiche Bestseller-Romane, sowie Kinder – und Jugendbücher. 1995 gelang ihr mit ihrem Buch: „Suche impotenten Mann fürs Leben“ ein internationaler Bestseller-Start. Bis heute folgten viele weitere erfolgreiche Bücher wie zuletzt „Lebenslang mein Ehemann?“ oder davor: „Plötzlich Millionärin – nichts wie weg“, „Scheidung nie – nur Mord“, „Die Italienerin die das ganze Dorf in ihr Bett einlud“. Sechs ihrer Bücher wie „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“, „Die Meute der Erben“, „Hengstparade“ und „Fünf-Sterne-Kerle inklusive“, wurden zudem verfilmt. Wie sie von einer Redakteurin für Rundfunk und Fernsehen zur erfolgreichen Schriftstellerin wurde, hat sie uns im Interview erzählt.

„Die Geburt meiner kleinen Tochter Valeska krempelte mein Leben um. Vorher hatte ich vom eigenen Pressebüro bis zur Freiberuflerin bei SWF3 und HR-Fernsehen alle meine journalistischen Möglichkeiten von der Redakteursarbeit, über Filme machen bis zu einer eigenen Produktion: „Pp-Prominenz privat“ mit 27 Folgen ausgeschöpft. Als alleinerziehende, junge Mutter ging plötzlich nichts mehr. Der Vater meiner Tochter hatte mir zudem durch einen Trick mein Bankkonto leer geräumt, so dass ich finanziell zunächst mal vor dem Nichts stand. Mit einem Baby unter dem Arm kommt man in meinem Beruf nicht weit. Durch einen – für mich – legendären weiblichen Zusammenhalt fasste ich beim HR wieder Fuß und anschließend auch beim damaligen SWF und konnte Filme drehen, Dokumentationen beim SWF, Unterhaltung beim HR. In einer Drehpause bei mir zu Hause am Bodensee kam mir die Idee zu dem Buch „Suche impotenten Mann fürs Leben.“
Ich habe das Buch innerhalb von 6 Wochen geschrieben, während meine Freunde sich um meine kleine Tochter gekümmert haben. Es sprang mir sozusagen aus der Feder – allerdings sah ich meinen Weg nicht als Schriftstellerin, sondern weiterhin als Journalistin. Nach nunmehr 40 Büchern denke ich aber, dass ich wohl auch ein gewisses Talent zum Schreiben habe. Die Themen fliegen mich an und dann macht es mir Spaß, sie weiter zu verfolgen. Die Neugierde, einen Weg zu verfolgen, egal ob fiktiv oder real, war eine stete Begleiterin in meinem Leben – und ist sicherlich auch ein Grund, weshalb ich jetzt die swr-Sendung „Talk am See“ moderiere. Schauen was kommt – und wenn es Hindernisse sind, die sich in den Weg stellen, dann ist es wie in der Reiterei, es wird umso spannender.“

Von AS

 

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