Ein Erfolgsgeheimnis hat der Politiker und Unternehmer nicht. „Zum Erfolg gehört eine Portion Glück“, so der gebürtige Hamburger. / Fotos: privat

Mehr als die Stimme der deutschen Industrie

Wirtschaftsexperte, Honorarprofessor, Politiker… Hans-Olaf Henkel blickt auf viele Karrieren zurück. Er ist kein Typ, der sich ausruht. Denn Glück bedeutet für den gebürtigen Hamburger „immer eine Aufgabe zu haben“.

Wer hätte gedacht, dass DER Wirtschaftsrepräsentant Deutschlands eigentlich Saxofonist werden wollte? Aber der Zufall – im wahrsten Sinne des Wortes – hatte andere Karrierepläne.

Nach seinem Abschluss stolperte Henkel – zufällig – über einePolitik Anzeige des IT-Giganten IBM, wird dort später Europachef. „Alles, was ich erreicht habe, habe ich meiner Lehrzeit bei Kühne & Nagel in Hamburg, meinem Studium an der Akademie für Wirtschaft und Politik und der IBM zu verdanken“, betont der Unternehmer heute. Diese Erfahrung als Lehrling bei Kühne & Nagel hat in ihm die Sehnsucht nach anderen Ländern geweckt.

Erfolg bedeutet für ihn, „ein gesetztes Ziel erreicht oder überschritten zu haben.“ Er selbst hat sich nach seinem ersten Erfolg übrigens einen Jugendtraum erfüllt: „1962 kaufte ich mir am Bodensee eine Segeljolle.“

Und vielleicht wäre Henkels Karriere auch anders verlaufen, hätte er 1972 IBM mit jenen fünf Kollegen verlassen, die damals SAP gründeten. Aber: „Sie haben mich nicht gefragt und wenn sie mich gefragt hätten, hätte ich wohl ‚nein‘ gesagt. Deren Mut hatte ich damals nicht.“

Welche persönlichen Stärken für seine Erfolge maßgeblich waren? „Ich habe keine

Er behält immer die Ruhe: Hans-Olaf Henkel bei einem Schachduell. / Foto: privat

Stärken, habe keine bestimmten Begabungen. Vielleicht ist meine einzige Stärke, keine besonders auffallenden Schwächen zu haben?“ Henkels Karriere hatte viele Wendepunkte: „Entscheidend war, dass ich bei allen Veränderungen etwas Neues lernen konnte.“

Nach seiner Zeit bei IBM, die er meist in Asien, Frankreich und den USA verbrachte, war er von 1995 bis 2000 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), anschließend Präsident der Leibniz-Gemeinschaft („Nach meiner Karriere in der Wirtschaft eröffnete mir das ganz neue Perspektiven.“) und lehrte dazu über zehn Jahre als Honorarprofessor (ehrenamtlich) an der BWL-Fakultät an der Universität Mannheim.

Die wissenschaftliche Arbeit trieb ihn in die Politik, 2014 wurde er ins Europaparlament gewählt. Das Entscheidende bei jedem Karrierewechsel war dabei für ihn „immer wieder etwas Neues lernen zu können”.

Was sein Erfolgsgeheimnis ist? „Ich habe keins. Wahrscheinlich gehört zum Erfolg eine gehörige Portion Glück, und das hatte ich immer wieder mal.“ Denn natürlich gab es Rückschläge: „Meist waren sie auf zu viel Selbstzufriedenheit zurückzuführen. Sobald ich das merkte, ging es wieder bergauf.“

Überheblichkeit, Selbstzufriedenheit und Arroganz sind für ihn ganz klar keine Erfolgsgaranten. Henkel ist lieber selbstkritisch – auch im Rückblick auf seine getroffenen Entscheidungen: „Ich würde mich nicht wieder für die Einführung des Euro einsetzen, was ich als BDI-Präsident tat.“ Und was würde er heute seinem jüngeren Ich raten: „Beruflich nur das zu tun, was drei Voraussetzungen erfüllt: Es muss Freude machen; man muss das Gefühl haben, es zu können und man muss davon unabhängig von anderen leben können.“ Es gibt übrigens einen Bereich, in dem Hans-Olaf Henkel noch nicht ganz erfolgreich ist. Tenorsaxophon würde er gerne spielen können.

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