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Meine Omi ist mein Vorbild!

Leonie Gerner ist ein wahres Multitalent: Angefangen hat sie als Moderedakteurin, arbeitete unter anderem als Freelancerin für Otto, Elle oder Burda Creative. Heute ist sie Moderatorin, Art Direktorin und macht Musik. In der Corona-Zeit hat sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Julian Krohn einen Podcast ins Leben gerufen, der sich mit den Problemen der Berliner Kunst- und Kulturszene beschäftigt. Wir haben mit ihr über die aktuelle Situation, ihren Erfolgsweg und zukünftige Ideen gesprochen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich vor allem sich selbst auf gewisse Art und Weise zu verwirklichen, sich zu trauen auch mal “nein” zu sagen zu Dingen die vielleicht finanziell attraktiv sind, einen menschlich nicht widerspiegeln!

Wer ist ihr größtes Vorbild?
Meine Omi – von ihr habe ich glaube ich auch meine Begeisterungsfähigkeit. Das hat mich an ihr immer besonders fasziniert – selbst mit 90 Jahren konnte sie sich noch an kleinsten Dingen erfreuen und sie betrachten, als wäre es das erste Mal. Das gleiche Merkmal trägt auch meiner Mutter im Herzen.

Außerdem verfolge ich seit einiger Zeit die US-amerikanische Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez, ihre Stärke und Energie ist beeindruckend. Sie engagiert sich für die wichtigen Dinge in der Politik und vertritt richtige Werte. Die Reden der demokratischen Sozialistin (wie sie sich selbst bezeichnet) ziehen einem die Schuhe aus – knaller Frau!

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Das ist sehr schwer zu sagen, denn das was ich noch vor wenigen Jahren gemacht habe, gehört jetzt nur noch teilweise zu meinem jetzigen Arbeitsalltag. Damals habe ich mich dazu entschlossen Moderedakteurin zu werden, weil ich mich für Mode interessiert habe und außerdem die Welt sehen wollte. Das ist mir gelungen, ich bin sehr dankbar dafür. Durch meinen Job als Modejournalistin und Art Direktorin habe ich die Welt gesehen. Heute haben sich meine beruflichen Wege verändert, ich habe mich einer neuen Form des Journalismus zugewandt. Mittlerweile bin ich als Moderatorin vor der Kamera zu finden, mit meiner Interview Sendun

Bildcredit: Paul Keuter

g “Berlin Kunterbunt” ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Als Founder des Podcasts “SHOW DOWN – Der Kampf um die Feierkultur” den ich zusammen mit meinem Freund und Kollegen Julian Krohn ins Leben gerufen habe, widme ich mich seit Anbeginn der Corona Zeit unserer schwer angeschlagenen Kunst und Kulturszene. Vor allem mit Schwerpunkt auf die Berliner Clubkultur. Die Tatsache, dass ich selbst auch Musik auflege hat mir hier viele Türen geöffnet. In Zusammenarbeit mit einem regionalen Berliner Sender drehe ich außerdem im Moment auch eine Dokumentation zum Thema Clubkultur in Berlin. Diese wird im Jahr 2021 erscheinen.

Was raten Sie einem (jungen) Menschen der Erfolg haben möchte?
So spannend sich etwas auch anfühlt, ein Schritt zurück, genau hinschauen, dann entscheiden und weiter gehen. Wenn man den Mut hat auch mal Unkonventionelles zu machen, aus der Reihe zu tanzen und seine Ideen laut auszusprechen, kann daraus etwas Fantastisches entstehen! Sich selbst treu und dabei aber mutig bleiben ist glaube ich das Geheimrezept.

Welche Sehnsüchte haben Sie?
Mich noch mehr selbst zu verwirklichen und dabei aber auch gleichzeitig was im Außen bewegen. Ein bisschen mehr Struktur hier und da könnte mir nicht schaden ;). Außerdem wünsche ich mir in nicht allzu ferner Zukunft eine Familie zu gründen – man wird sehen was die Zukunft bringt.

Haben Sie eine lustige „Anekdote“ aus Ihrem Erfolgs Leben?
Puh … so viele!!! Mit Johannes Oerding habe ich mich für unser Interview in einer meiner Lieblingsbars, dem “Neulich” in Berlin Neukölln, getroffen. Michi der hinter der Bar für unser Wohlbefinden verantwortlich war, meinte es wohl etwas zu gut mit uns. Am Ende des Interviews war ich der Meinung mindestens genauso gut singen zu können wie Johannes – konnte ich nicht! Das Video gibts noch online auf Youtube ..

Was bedeutet Ihnen der Partner beim Erklimmen der Karriereleiter?
Mein Partner ist neben meinem Bruder Constantin, mein schärfster Kritiker. Was mir hilft, in dieser Branche lohnt es sich, genauer hin zu sehen. Und im Zweifel auch mal “Nein” zu sagen.

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für die Zukunft?
Mein Traum wäre es, ein Interview Format wie “Inas Nacht” hosten zu dürfen – ein Format das anspruchsvoll, aber lustig ist und gleichzeitig auch mal aneckt! Aber jetzt freue ich mich erstmal auf das Ergebnis der Dokumentation an der wir seit Wochen arbeiten. Was mich bei allem Stress immer wieder in Balance bringt ist übrigens die Musik – aktuell bin ich mit meinem Freund im Studio, mal schauen was da so passiert 🙂

Mehr Infos über Leonie Gerner auf:

Website LEONIE GERNER 
Podcast: FEIERKULTUR