Marc Girardelli ist 1997 vom Skirennlauf zurückgetreten und ist seitdem beruflich in vielseitigen Bereichen aktiv. / Fotos: © Marc Girardelli

Die Kunst, zum richtigen Zeitpunkt aus dem Standy-Modus zu erwachen

Marc Girardelli gehörte zwischen 1980 und 1996 zu den erfolgreichsten Skirennläufern. Der gebürtige Österreicher, der während seiner Karriere für Luxemburg startete, gewann fünf Mal den Gesamtweltcup, 46 Weltcuprennen und war vier Mal Weltmeister. „Mein persönliches Highlight war der Gewinn der Streif 1989. Als Slalomfahrer die Streif zu gewinnen, hat schon was.“

Girardelli merkte früh, dass er für den Skirennlauf geschaffen war. „Ich war körperlich und auch von der Einstellung her den meisten anderen Kindern überlegen. Ich fürchtete absolut nichts, aber vor allem die Geschwindigkeit beim Skifahren war für mich schon fast eine Sucht. „Meine Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit für den Erfolg ist eine meiner größten Stärken. Zudem erwache ich erst richtig aus dem Standby-Modus, wenn es wirklich brenzlig wird. Hier kann ich Energien erzeugen, die mich nicht müde machen, bis das Problem gelöst ist. Das war für meine Rennsportkarriere als Mini-Team sehr wichtig“.

Rückschläge in Form von Verletzungen haben den ehemaligen Skirennläufer nie ausgebremst. / Fotos: Fotos: © Marc Girardelli

Rückschläge, in Form von Verletzungen gab es immer wieder. 1983 stürzte er so schwer, dass seine Karriere beendet schien. Sein linkes Knie wickelte es um 360 Grad um die eigene Achse. Die Versicherung stufte ihn zu 15 % Invalidität ein. Doch Girardelli gab nicht auf, und kam stärker zurück als zuvor. In der folgenden Saison gewann er die Weltcupkugel im Slalom vor Stenmark und die große Kugel in den beiden folgenden Jahren. Doch das Verletzungspech holte ihn 1989 wieder ein. Bei seinem Sturz 1989 im Super-G von Sestriere entging er nur knapp einer Querschnittslähmung. Nach einem durch Operationen und Reha verlorenen Winter konnte er sich aber wieder erholen und an seine früheren Erfolge anknüpfen. Noch mehr Kristall und Medaillen bei WM und Olympia waren die Ausbeute.

Für Girardelli sind zwei Faktoren überaus entscheidend, wenn man im Leben weiterkommen möchte. „Zum einen muss man gewillt sein, für den Erfolg auch Schmerzen zu akzeptieren.

Der Drang zur Perfektion ist auch der Schlüssel, um Spaß an seiner Aufgabe zu haben.

Man kann nur Bestleistungen erbringen, wenn man das was man tut, auch liebt. Ansonsten bleibt man wohl bestenfalls im Mittelmaß stecken.

Doch jedes Alter hat seine Grenzen. Mit Anfang 30 war der Körper ausgelaugt und kaputt. Die Willenskraft reichte nicht mehr aus, Weltklasseleistungen zu erbringen. Skirennfahren ist nicht so wie etwa Golf, das man bis ins hohe Alter auf gutem Niveau spielen kann. Skirennfahren erfordert dem Körper alles ab und deshalb kann man diesen Sport nur wenige Jahre auf höchstem Niveau ausüben. 1997 dann sein Rücktritt.

Seitdem arbeitet er im Tourismusbereich, produziert und vertreibt Team-Skiwear für Skiclubs, Skischulen und ganze Skigebiete, arbeitet für Bemer in Liechtenstein, organisiert Events und schreibt Krimis. Kommunikation ist überhaupt eine seiner Leidenschaften, nicht nur für seine beruflichen Aktivitäten sondern generell.

„Ich liebe Kommunikation mit Menschen in fremden Sprachen.

Gerade lerne ich Russisch – nicht gerade einfach. Aber wenn ich es schaffe, mich fließend auf russisch zu unterhalten, dann ist das für mich wie der Gewinn einer Weltcup-Kugel.“ Und man merkt, dass Marc Girardelli nicht nur Spaß an der Sache, sondern am Leben hat.

 

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