Zielstrebigkeit, ein enormer Wille, konsequente Disziplin und pralle Lebensfreude – das macht das männliche Topmodel so erfolgreich. / Foto: © Marcus Schenkenberg

„Behandele andere Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst.“

Seine Modelkarriere startet filmreif. Mit 20 Jahren wird Marcus Schenkenberg im kalifornischen Venice Beach beim Rollerskaten entdeckt. Nach einem Testshooting beginnt der 1,93 Meter große gebürtige Schwede seine Modelkarriere bei LA Models. Er arbeitet zunächst in Italien und Griechenland und dann rund um den Globus.
Marcus Schenkenberg war erstes männliches Cover-Model der Zeitschrift Harper´s Bazaar und ist bis heute das bestbezahlte männliche Model der Welt. Wir sprechen mit dem Mann, dessen Gesicht für Calvin Klein auf 116 Seiten in der Vanity Fair zu sehen war und der vom People Magazin zu den „50 Most Beautiful People“ gewählt wurde.

Marcus Schenkenberg selbst bezeichnet seine Modelkarriere als Lottogewinn. Es sei eine Aneinanderreihung von Zufällen gewesen, die dazu geführt haben. Seine entspannte Lebensphilosophie und enorme Ausstrahlung öffnen ihm Tor und Tür, während er auf der ganzen Welt seiner Modeltätigkeit nachgeht. Immer mit im Gepäck: viel Disziplin und die gesunde Einstellung, alle Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Seine Bescheidenheit möchten wir fast schon Demut nennen. Der 53-Jährigen mit Sternzeichen Löwe lässt sich von seinem Instinkt leiten und liegt damit richtig. Auf seine Modelkarriere folgen Musik- und Filmerfolge als Prinz Eisenherz oder Seite an Seite mit Uma Thurman, Mira Sorvino und Timothy Hutton. Mit Duftlinien, einer Männerpflegeserie, Fitness-DVD, Schmuck und einer Bodywear-Kollektion hat sein aus Deutschland stammendes Management, die Kuhlmann-Consulting-Group ihn als lifestylige und erfolgreiche Eigenmarke „Marcus Schenkenberg“ aufgebaut.

„Wenn man das tut, was man gerne macht, kommt der Erfolg ganz von allein.“

Das ist seine Überzeugung, die an die Philosophie des griechischen Epikur erinnert, der schon vor fast 2.500 Jahren dafür warb, nur Dinge zu tun, die man gerne tut. Materieller Erfolg ist für Schenkenberg niemals Motivation, höchstens in dem Maße, sich dauerhaft versorgt zu fühlen. „Ich wollte nur überleben, um Essen zu kaufen und Miete zu zahlen,“ verrät er uns im Interview. Diesen Wunsch erfüllt er sich mit gerade einmal 23 Jahren, als er in New York ein Apartment kauft. Sich „ein Dach über dem Kopf“ zu sichern, nennt Schenkenberg diese Erfüllung seines einzigen materiellen Wunsches. Heute ist diese Wohnung noch immer der Ort, an dem er Kraft schöpft, Ruhe und Inspiration findet.

Abgesehen davon sucht er den Sinn seiner Arbeit nicht im finanziellen Reichtum, sondern in der Tätigkeit selbst. So lautet sein Rat an sein jüngeres Ich, seine Energie in die Aufgaben zu investieren, die ihm Freude bereiten.

Seine Erfahrung beweist, dass sich Erfolge automatisch einstellen, „wenn Sie das tun, das Ihnen gefällt,“ und ergänzt: „Und wenn Sie Spaß an dem haben, was Sie tun, ist es nicht wirklich wie Arbeit.“ Eine solch gelassene Lebenseinstellung allein ist Glücksgarant, könnte man meinen. Doch natürlich steckt deutlich mehr hinter seinem Erfolgsgeheimnis.

Seine Erfolgsfaktoren: Zielstrebigkeit und Willenskraft, Konsequenz und Disziplin.

Schenkenberg ist geprägt von einer unbändigen Willenskraft, die er schon in früher Jugend unter Beweis stellt. Mit 19 zieht es ihn in die USA. Er will reisen und Lebenserfahrung sammeln. Um das Geld dafür zu verdienen, arbeitet er den Sommer zuvor in einem Vergnügungspark. Wenn er sich für etwas entscheidet, dann zieht er es konsequent durch. Als er beschließt, seine Athletik zu verbessern, trainiert er so intensiv, dass er in nur sechs Monaten 30 Pfund Muskelmasse zunimmt. Als er beschließt, Italienisch zu lernen, spricht er diese Sprache nach einem halben Jahr. Fließend, wohlgemerkt. Dass er fünf weitere Sprachen beherrscht, ist eine Besonderheit, die er im Interview nicht einmal für erwähnenswert hält.

Marcus Schenkenberg mit Topmodel Linda Evangelista

Sein großer Antrieb hat ihn weit nach oben geführt – zu Aufträgen der ganz Großen. Calvin Klein und Versace, Lagerfeld und Joop, Iceberg und Donna Karan sind nur einige der Mega-Brands, für die er modelte. Die ersten Shootings mit Bruce Weber, einem der bekanntesten Modefotografen der USA, verschaffen dem attraktiven Hünen Anfang der 90er Jahre den Durchbruch. Was Schenkenberg als Lottogewinn bezeichnet, sehen wir als Glück der Tüchtigen. Denn nur, wer konsequent seine Ziele vor Augen hat, erreicht sie – und wenn man seine Arbeit liebt.

Das wissen auch seine Eltern, die ihren Sohn seit jeher in seinen beruflichen Aktivitäten ermutigen. Zwar stehen sie seiner Modelkarriere zunächst skeptisch gegenüber. „Aber sie haben mich immer unterstützt, solange ich glücklich war“. Solche Eltern haben wahre Vorbildfunktion und lehren ihn: „Wenn du gute Energie aussendest, wird du gute Energie empfangen.“

So ist es auch nicht verwunderlich, dass einer seiner Karrieretipps deutlich ist, immer freundlich zu den Menschen zu sein, mit denen er zusammenarbeitet. Weitere Must-Haves sind – ganz klar – immer diszipliniert und professionell zu arbeiten und auch Ablehnung gut annehmen zu können. Wenn er als Model einen Auftrag nicht bekommt, liegt das nicht an ihm, sondern lediglich daran, dass er für diesen bestimmten Job nicht geeignet ist. Wieder fühlen wir uns an Epikur erinnert: Nur “kleine Seelen werden durch Erfolge übermütig, durch Misserfolge niedergeschlagen.“
Welche Rolle spielt Social Media?

Natürlich führt auch Marcus Schenkenberg einen Instagram-Account, bespielt er ihn aber kaum. Für ihn sei Social Media niemals so relevant wie für die nachkommenden Generationen gewesen. Heute achten die Kunden viel mehr darauf, dass ihre Models viele Follower haben, aber für ihn selbst spiele es keine wirkliche Rolle. Im Gegenteil ist er überzeugt, dass die sozialen Medien “für all diese jungen Menschen“ nicht gut sind. Er geht einen Schritt weiter: „Es macht sie nicht glücklicher, im Gegenteil.“

Seine Arbeit führt ihn durch alle Kontinente. Er liebt es zu reisen und hat auf der ganzen Welt Freunde gewonnen. Wenn er beruflich unterwegs ist, lässt sich sein Beruf daher wunderbar mit seinem Privatleben verbinden. Das Einzige, das er sich manchmal noch für sein privates Glück wünscht, sind Frau und Kinder. „Ich überlasse es Gott,“ sagt er jedoch und weiß: „Aber auch wenn ich das nicht habe, wird es mir gut gehen.“

Bei so viel dankbarer Gelassenheit, Bescheidenheit und Talent zu aufrichtiger Zufriedenheit lässt sich getrost sagen: Marcus Schenkenberg sticht gleichermaßen durch seine innere wie durch seine äußere Anmut hervor.

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

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Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

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