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Für Erfolg gibt es keine Gebrauchsanweisung

Sein berufliches Vorbild ist Virgin-Gründer Richard Branson, musikalisch bewundert Martin J. Krug die Rolling Stones. Sein Markenzeichen: Neugierde an völlig unterschiedlichen Themen und Herausforderungen.

Scheinbar unlösbare Probleme hinterfragt der Unternehmer, der sich sowohl als Filmproduzent als auch Marketingexperte einen Namen gemacht hat, geht er mutig oft als Querdenker an. Seine Erfolgsrezepte sind „Selbstvertrauen und eine Menge Arbeitseinsatz. Dinge ohne, Gebrauchsanweisung’ angehen. Ideen entwickeln und konsequent umsetzen.“ So hat der Wahl-Münchner die wichtigsten Herausforderungen seiner Karriere gemeistert – wie erstmal die Bank von seiner beruflichen Vision zu überzeugen und später, zum Beispiel das weltweite Merchandising für Mercedes in der Formel 1 und DTM oder das Kanzler-Portrait des “ Goldenen Schröders fürs Bundeskanzleramt.

. Ausruhen auf Erfolgen kommt für Martin J. Krug nicht infrage: „Letztlich bin ich Dienstleister und freue mich wie zum Beispiel ein Fußballer über ein geschossenes Tor. Juhu & Jubel. Jedoch alles in dem Bewusstsein, dass nach dem Spiel vor dem Spiel ist“, sagt er.

Auch soziales Engagement ist für Martin J. Krug ein wichtiger Pfeiler seines Lebens: 2002 gründete Krug zum Beispiel Power-Child e. V., einen Verein, der sich präventiv gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen einsetzt. „Ohne Nächstenliebe und soziale Verantwortung macht das Leben wenig Sinn. Nicht immer gleich die Welt retten wollen. Oft sind es auch kleine Dinge, die für andere große Bedeutung haben“, erklärt er.
Aber so entspannt der Filmproduzent auf den roten Teppichen wirkt – auch er erlebt Herausforderungen: „Der Job ist nicht selten eine spannende Abenteuerreise, auch manchmal unter bedrohlichen Gewitterwolken.“ Sein Rezept gegen Rückschläge? „Jägermeister“, antwortet er lachend. „Nein, im Ernst – nicht verdrängen. Shit happens, so what. Rein in die lästige Herausforderung. Der Weg ist das Ziel.“

Glück ist für Martin J. Krug nicht in erster Linie beruflicher Erfolg, sondern „die Kombination aus Gesundheit, Zufriedenheit, Liebe, Familie und einem coolen Job.“ In genau definierter Reihenfolge: „Zuerst das Wohl der Familie und dann der Job. Klar, verbringt man in der Regel mehr Zeit in seinem Leben mit dem Job als mit der Familie. Dennoch gibt es bei mir klare Prioritäten. Der Job ist ja teilweise eine zwingende Notwendigkeit, die Familie jedoch das wunderbare Lebenselixier.“ Dazu passt eines seiner nächsten Projekte: das Kinderbuch, das er Tochter Lilly widmet, fertig zu schreiben. Und sein nächster Film.