5 Fragen an Vreni Frost. Autorin, Sprecherin und Moderatorin.

Credit:Jules Villbrandt

Was wollten Sie als Kind werden?

Meine Berufswünsche wechselten häufig. Von der Tierärztin bis hin zur Schauspielerin war alles dabei. Heute arbeite ich in der Kreativbranche und habe mehrere Standbeine, was mir unglaublich wichtig ist und was mein Leben auch ungemein bereichert. Als Autorin sitze ich meist im stillen Kämmerlein, als Moderatorin spreche ich mit und vor vielen Leuten – diesen Gegensatz liebe ich sehr.

Wie haben sie die Idee für ihren Blog neverever.me entwickelt?

Damals war das ein reines Hobby. Ich habe zu einer Zeit mit dem Bloggen angefangen, da hätte keiner von uns im Traum je daran gedacht, was für eine riesige Influencer-Bubble sich daraus entwickelt. Neverever.me sollte ursprünglich die Nevers und Evers der Modebranche auflisten. Das war jedoch zu kurz gedacht: Ich bin überaus begeisterungsfähig und gehe sehr positiv durchs Leben – da permanent etwas zu finden, was ich nicht gut finde, war unmöglich. Heute sehe ich den Namen als Wortspiel. Neverever.me drückt aus, dass meine Persönlichkeit zwar im Netz erlebbar ist, „neverever“ jedoch mein ganzes Privatleben preisgibt.

Wie bekommen Sie all Ihre Tätigkeiten unter einen Hut?

Das ist alles eine Frage von Zeitmanagement. Ich versuche immer nur so viele Aufträge anzunehmen, dass ich alles in Ruhe schaffe. Das klappt manchmal nicht, weil so viele großartige Projekte kommen. Die meisten Leute bauschen ihren Workload wahnsinnig auf, weil es gesellschaftlich angesehen ist Überstunden zu machen und busy zu sein. Das ist Quatsch. Ich arbeite effektiv und hochkonzentriert für 4-6 Stunden, manchmal höre ich danach auf, treffe mich mit Kollegen und Kunden oder erledige einfache Aufgaben. Ich bin eine große Verfechterin der 20 Stunden Woche und sicher, dass die meisten Schreibtischjobs auch in dieser Zeit erledigt werden können. Menschen arbeiten so viel effektiver und glücklicher, wenn sie ihre Arbeitszeit ihrer inneren Uhr anpassen können und meine tickt nun mal am lautesten zwischen 5 Uhr morgens und 14 Uhr mittags. In dieser Zeit schaffe ich fast immer alles, was erledigt werden muss. Alles andere darf auch mal warten.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

Die Wörter „Rückschlag“ oder „Scheitern“ gibt es bei mir nicht. Wenn etwas nicht beim ersten Mal gelingt, dann habe ich mich nicht gut genug vorbereitet oder ich bin einfach noch nicht so weit. Dies gilt es dann ehrlich zu beurteilen, dann kann ich mich weiterentwickeln und eine neue persönliche Strategie verfolgen.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Momentan fokussiere ich mich auf meine Arbeit als Autorin, Moderatorin und Sprecherin, nehme Schauspielunterricht und spiele Impro-Theater. Mein erstes Buch erscheint im Frühjahr 2020, es wird ein Sachbuch – mehr verrate ich noch nicht. Des Weiteren konzipiere ich meinen ersten Podcast und versuche als Sprecherin für Hörbuch, Hörspiel und Werbung Fuß zu fassen. Ich liebe es, mich alle paar Jahre neu zu erfinden und das wird wahrscheinlich mein Leben lang so bleiben.

Von Franziska Mansen

 

 

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