„Jeder sollte versuchen, das Beste zu geben“

 

Peter Merck Geschäftsführer Golf Lounge Hamburg Billwerder / Kommunikationstalent trifft Organisationsfreude: Peter Merck wollte schon als Kind die Olympischen Spiele planen. Heute betreibt er die „Golf Lounge” – Ein Ort, der neben Golf-Trainingsanlage auch EventLocation ist. / Foto: Golf Lounge

In Hamburg betreibt Peter Merck das Golf Lounge Resort. Uns hat der 54-Jährige erzählt, wie seine Begeisterung für Sport ihn antreibt und was die lila Kuh damit zu hat.

Was war ausschlaggebend für Ihre Berufswahl?
Ich wollte schon als Kind die Olmypischen Spiele organisieren. Da kam damals schon meine Leidenschaft für Organisation und für den Sport durch. Als ich mein Wirtschaftsstudium abgeschlossen hatte, wollte ich diesen Strang wieder aufnehmen. Ich habe mich gefragt: Welche Sportarten sind in Deutschland ausbaufähig? Am Anfang bin ich natürlich über Fußball gestolpert, aber da hat keiner auf mich gewartet. Also habe ich weiter geguckt und bin beim Golf gelandet. Das war eine analytische Abwägung, nichts Emotionales.

Woher hat man als Kind den Traum, eine Olympiade zu organisieren?
Ich habe einfach immer Spaß am Organisieren gehabt. Bei einem Kindergeburtstag hatte sich mal jemand die lila Kuh von Milka gewünscht. Alle anderen haben natürlich Schokolade geschenkt. Ich bin zum Bauern um die Ecke gegangen und habe gefragt, ob ich eine Kuh ausleihen und sie als lila Milka Kuh präsentieren kann.

Heute managen Sie Ihr eigenes Golf-Unternehmen. Ihre Golf Lounge in Hamburg zieht gerade an einen neuen Standort. Bisher war es eine dreistöckige Driving Range, Ihr neues Golf Lounge Resort hat einen richtigen Golfplatz. Ein großer Schritt?
Kommt drauf an, wie man es sieht. Die alte Golf Lounge wurde als innerstädtische Trainingsanlage gebaut, für Golfer und Leute, die Golfen lernen wollen. Wir haben aber relativ schnell gemerkt, dass wir auch eine tolle Event-Location sind, mit der wir Unternehmen eine Plattform für Gespräche oder Weiterbildungen bieten können. Im Grunde genommen machen wir jetzt das Gleiche, bloß in groß: Wir bieten wieder Golf an und lassen im Umfeld sehr viele Events laufen.

Ihre Kunden können also auf gewisse Art bei ihnen in den Tag rein leben. Das ja auch Ihre persönliche Definition von Glück, oder?
Ja. Ich schöpfe meine Kraft aus der Natur und den Momenten, die ich in ihr verbringe, egal ob auf dem Land, auf dem Wasser oder in den Bergen.

Dabei hat man als Unternehmer gerade dafür eher wenig Zeit. Wie kriegen Sie Wunsch und Wirklichkeit unter einen Hut?
Ich bin auf der einen Seite sehr ehrgeizig und ungeduldig, weil ich meine Projekte durchbekommen möchte. Andererseits habe ich eine Familie, die mich auffordert, mir Freiräume zu nehmen und am Familienleben teilzunehmen.

Welche weiteren Eigenschaften zeichnen Sie aus?
Mich zeichnet aus, dass ich neugierig bin, dass ich Dinge von unterschiedlichen Blickwinkeln angucke. Ich versuche, immer über den Tellerrand zu schauen. Und es ist für mich wichtig, klare Entscheidungen zu treffen und dafür im Zweifel auch meinen Kopf hinzuhalten.

Dürfen Ihre Mitarbeiter Sie kritisieren?
Absolut! Natürlich ist für mich im Unternehmen Loyalität ist wichtig. Aber ich schätze eine offene Kultur, in der mein Team klar artikuliert, was ihm gefällt und was nicht. Bevor wir große, weitreichende Entscheidungen treffen, versuche ich, jedem zuhören und abzuwägen.

War es für Sie eine Option, beruflich bei dem von Ihren Vorfahren gegründeten Chemie- und Pharma-Konzern Merck einzusteigen?
Nein. Ich fände es nicht klug, die eigene Familie in irgendwelche Positionen zu protegieren. Es ist viel sinnvoller, sich zurückzunehmen und ein operatives Management marschieren zu lassen. Man muss auch überlegen, wo man seine Stärken hat. Ich bin nicht der geborene Analytiker. Ich bin eher jemand, der Menschen zusammenführt und der auf der Ebene der Kommunikation viel bewegen kann.

Gibt es ein Familien-Credo, das Sie leben?
Für mich ist es wichtig, dass wir über die Familie schon im Kindesalter versuchen, Werte zu vermitteln. Dazu gehört ua. Respekt, Toleranz, Verantwortung und eine gewisse Gelassenheit. Das sind Dinge, die nicht von heute auf morgen kommen. Das ist ein langer Prozess. Ich versuche meinen Kindern zu erklären, dass wir eine Vorbildfunktion haben und dass man diese nicht erst als Erwachsener übernimmt, sondern dass das schon in den Kinderschuhen anfängt. Jeder sollte versuchen, sein Bestes zu geben.

Sie engagieren sich auch ehrenamtlich. Wie bringen Sie sich wo ein?

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