Das Filmemachen ist ein Lernprozess

Er möchte Filme machen, die eine gewisse Sicht auf die Welt widerspiegeln: Regisseur Simon Denda. / Bild: © Holger Jungnicke

Einige Kinder kaufen sich von ihrem Konfirmationsgeld Kleidung oder Handys – Simon Denda kaufte sich damals eine Kamera. Das war sein erster Schritt in Richtung Filmemachen. “Mit diesem Camcorder konnte man die Videos auch rückwärts abspielen. Meine Freunde und ich sind damit durch die Straßen gerannt und von Gegenständen gesprungen und haben es uns rückwärts angesehen. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich weiter damit beschäftigt habe.”

Nun hat er in seiner jungen Karriere eine der höchsten Auszeichnungen erhalten. Den Student Academy Award in Silber in der Kategorie „Narrative International“. „Diese Auszeichnung ist eine absolute Ehre. Sie verschafft einem Aufmerksamkeit aber vor allem die Versicherung, dass man das, was man macht auch beherrscht.

Es sind Zwei Nachwuchs-Regisseure von deutschen Filmhochschulen in Los Angeles zusammen mit weiteren 15 Studierenden aus aller Welt mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden und dazu gehört auch Simon Denda aus Karlsruhe. Die Ehrung fand coronabedingt im Rahmen einer virtuellen Zeremonie statt. In diesem Jahr hatten 210 amerikanische und 126 internationale Hochschulen über 1.400 Beiträge eingereicht. Die Gewinner können mit ihren Filmen nun auch beim Oscar-Wettbewerb im Jahr 2022 mitmachen.

Bild: The Academy of Motion Picture Arts and Sciences

Die Frage „Kann der das überhaupt?“ muss nicht mehr gestellt werden, denn sie wurde mit dieser Auszeichnung beantwortet.“

Nach seinem Abitur machte Denda ein Praktikum beim Film, wo er einige Stationen am Set durchlief. Ursprünglich sollte danach ein Studium an der Filmhochschule folgen. Allerdings gab es eine Absage. Es folgte ein Bachelor in „Audiovisuelle Medien“ und der 2. Bewerbungsversuch. Diesmal mit Erfolg und zwar an der HFF in München. Für seinen Abschlussfilm „Adisa“, der nach einer wahren Begebenheit in einem Dorf an der somalischen Grenze spielt und das Ziel eines Terrorangriffs wurde, gab es nun die Auszeichnung. „Man träumt natürlich davon, solch einen Preis zu bekommen, aber es ist schon absurd, zu wissen, dass man jetzt Teil der Academy ist und für immer in deren Archiv eingelagert ist.“

Simon Denda gemeinsam mit der Filmcrew beim Dreh südlich von Nairob / Bild: © Nic Thuita

Simon Denda ist bewusst, dass dieser Preis ein Sprungbrett im Filmbusiness sein kann. Große Regisseure wie Spike Lee oder auch Robert Zemeckis haben ihn ebenfalls erhalten. Aber er ist Realist. „Wie heißt es: `You still have to do the work`. Der Preis hilft Dir nicht dabei, Dich zu etablieren.“ Bereits vor der Auszeichnung hatte Denda ein gutes Netzwerk und steht nun kurz vor seinem Debut-Film und weiteren Projekten. „Mein Ziel ist, mein Leben lang Filme machen zu können, die eine gewissen Sicht auf die Welt widerspiegeln und Themen und Ideen zu verarbeiten, die mir wichtig sind.“

Wichtig sind Simon Denda auch die Menschen – im Film und in seinem Team „Regie führen ist nicht nur eine Vision zu haben, sondern Du musst mit Menschen können. Teamführung ist wichtig. Die Leute zu animieren, das Beste zu geben.“….

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