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Er ist davon überzeugt: „Um Erfolg zu haben, braucht es Durchhaltevermögen.“ / Foto: privat

Das Schicksal liegt in seinen Händen

Seine Fähigkeiten haben schon viele Karrieren gerettet: Dr. Michael Lehnert gilt als Koryphäe in der Handchirurgie, viele Spitzensportler und Musiker vertrauen nur ihm. Sein Ratgeber „Hände gut, alles gut: Meine Tipps für gesunde und bewegliche Hände“ wurde sogar ein SPIEGEL-Bestseller …

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Das ist für mich der höchste Zustand persönlicher Zufriedenheit und die Bestätigung des eigenen Handelns.

Was wollten Sie als Kind werden?

Schauspieler. Ich habe es geliebt, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und anschließend Applaus dafür zu bekommen.

Irgendwann haben sich Ihre Interessen offensichtlich gewandelt…

Ich habe eine Leidenschaft entwickelt, mehr über den Körper des Menschen zu wissen als andere und dieses Wissen dann in Hilfe für zum Teil sehr verzweifelte Patienten umzusetzen. Für mich ist es etwas Besonderes, dass sie meinen Fähigkeiten so sehr vertrauen, dass ich in ihre Hände schneiden darf.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach dem ersten großen Erfolg erfüllt haben?

Er darf anderen Spitzensportlern und Musikern in die Hände schneiden: Dr. Michael Lehnert. / Foto: privat

Ich wollte immer Porsche fahren. Vom ersten verdienten Geld aus meiner eigenen Praxis habe ich mir diesen Wunsch dann erfüllt.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Konsequenz und ein bedingungsloser Ehrgeiz, mit dem ich mein Ziel fokussiere. Dazu bin ich mit schneller Auffassungsgabe und der Fähigkeit Struktur orientiert zu Denken und Handeln gesegnet. Um Erfolg zu haben, braucht es außerdem Durchhaltevermögen – und man muss einfach schneller sein als andere.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten?

Lass Dir mehr Zeit für Entscheidungen und bei der Umsetzung von Projekten. Und ganz wichtig: Investiere privat nur, wenn das Geld wirklich übrig ist.

Im Sport findet der Chirurg seine Energie, immer weiterzumachen. / Foto: privat

Was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?

Ich treibe sehr regelmäßig Sport und benötige ein bis zwei Stunden pro Tag für mich alleine, das gibt mir die notwendige Energie immer weiter zu machen. Außerdem lese ich viel. Oft sind es sogar zwei bis drei Bücher parallel, auf die ich mich zu jeder Zeit des Tages freue.

Wovon träumen Sie?

Ich würde gern ein Jahr mit meiner Freundin durch die Welt reisen und meine Geschäfte von unterwegs erledigen.

Sie waren schon sehr jung als Handchirurg angesehen. Hat das zu witzigen Situationen geführt?

Oh ja, öfter! Ein neuer Patient sagte zum Beispiel mal bei seiner ersten Vorstellung zu mir: „Ich habe so viel Gutes von Ihnen gehört und jetzt sind Sie gar nicht weißhaarig!“ Er hat mir aber trotzdem vertraut.

Was ist für Sie Luxus?

Lebensmittel einzukaufen, ohne zu wissen, was die Butter kostet.

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

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Der Spaß an seinem Beruf treibt ihn an: Endokrinologe und Diabetologe Prof. Dr. med. Christian Berg. / Foto: © EVK Mettmann

Keine Pflicht, sondern ein Privileg

Als Chefarzt trägt Prof. Dr. Christian Berg viel Verantwortung – für seine Mitarbeiter und vor allem für seine Patienten. Aber die Möglichkeit, Menschen helfen zu können, ist ihm jede Anstrengung wert

Es kommt wahrscheinlich selten vor, dass ein renommierter Mediziner den Tennis-König Roger Federer als Vorbild nennt. Dass Prof. Dr. med. Christian Berg die Tennis-Legende bewundert, bedeutet allerdings nicht, dass er ihm sportlich nacheifern möchte. Es geht um die innere Einstellung: „Roger Federer hat wie kein zweiter gezeigt, wie man es mit Einsatz, Motivation, Kraft und Willensstärke bis ganz nach oben schaffen kann“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann. Diese Eigenschaften bestimmen auch sein eigenes Handeln: „Neben der persönlichen Einsatzbereitschaft braucht es vor allem Authentizität, Ehrlichkeit und Empathie für das, was man tut.“

Der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann will Menschen bei ihren medizinischen Problemen weiterhelfen. / Foto: © EVK Mettmann

Sich in seine Patienten einzufühlen, fällt dem 44-Jährigen nicht schwer: Als Diabetiker kennt er deren Beschwerden oft aus eigener Erfahrung. „Es treibt mich an, noch mehr Menschen bei ihren Anliegen und medizinischen Problemen wirklich helfen zu können. Manchen kann man eine Heilung ermöglichen, vielen eine Besserung.“ Diese Möglichkeit zu haben, war auch ausschlaggebend für seine Berufswahl: „Der Gedanke, Krankheiten bekämpfen zu können und dabei gleichzeitig Menschen helfen zu können, hat mich immer fasziniert.“

Seine Leidenschaft für diese Ausgabe führte Christian Berg in Rekordzeit die medizinische Karriereleiter hinauf: Mit nur 35 Jahren wurde er zum Chefarzt an einem akademischen Lehrkrankenhaus ernannt. Dabei galt es auch, innere Hürden zu überwinden: „Die größte Schwierigkeit zu Beginn meiner Karriere war für mich, als junger Arzt von der Unterstützung anderer Entscheider abhängig zu sein. Manche Dinge liegen nicht in der eigenen Hand, vielmehr kommt es wohl darauf an, zu richtigen Zeit am richtigen Ort das Bestmögliche zu erreichen“, erinnert sich der dreifache Familienvater. Das Privatleben mit dem Beruf zu verbinden, ist in der Medizin bekanntermaßen teilweise schwierig. „Aber ich versuche, außerhalb der Klinik Berufliches auszublenden. Das gelingt mir auch deswegen gut, weil ich meistens sofort abschalten kann.“

Prof. Dr. Christian Berg mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. / Foto: privat

Kraft und Rückhalt gibt ihm dabei seine Familie, seine Kindern vor allem seine Ehefrau: Ohne ihre Unterstützung und ihren Rat hätte ich viele Dinge vielleicht anders und weniger gut entschieden. Ihr Einfühlungsvermögen und Empathie für die Dinge, die auf meinem beruflichen Weg wichtig waren und sind, sind meine allergrößte Unterstützung.“ Trotz allem Stress, den seine Arbeit mit sich bringt, lässt sich der Mediziner die Begeisterung dafür nicht nehmen: „Der Spaß an meinem Beruf treibt mich an. Es ist keine Pflicht, die erledigt werden muss, es ist ein Privileg.“ Und diesen Spaß merkt man ihm an. Gefragt nach einem Must-Have in seinem Beruf, antwortet er lachend: „Ein weißer Kittel.“

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Vor zehn Jahren hat Carsten Öztan seine Zahnklinik Ost in Berlin gegründet. Seitdem wächst das Unternehmen ununterbrochen. Foto: Nicole Schnittfincke

„Sie werden doch wohl nicht…“

Seit zehn Jahren wächst Carsten Öztans Zahnklinik Ost unaufhörlich. Der Berliner weiß genau, welche Charakterzüge Unternehmer brauchen, um Widrigkeiten zu meistern und langfristig erfolgreich zu sein.

„Sie werden doch wohl nicht in die Türkenklinik gehen?“ Mit perfiden Aussagen wie dieser machte manch Berliner Zahnarzt vor rund zehn Jahren bei seinen Patienten gegen Carsten Öztan mobil. Der hatte zusammen mit seinem Bruder Jürgen gerade die Zahnklinik Ost gegründet – ein Dorn im Auge mancher Berufskollegen. „Mit Migrationshintergrund muss man immer ein Stück besser sein als andere. Es gelten andere Maßstäbe. Eigentlich bin ich immer Deutscher, aber wenn jemandem etwas missfällt, dann bin ich sofort der Türke“, sagt Ötzan. Sonderlich gestört haben ihn solche Schmähungen, so schlimm und aus der Zeit gefallen sie auch waren, nie. Ganz im Gegenteil: Für ihn waren sie Ansporn, noch mehr dafür zu tun, mit seinem jungen Unternehmen noch schneller zu wachsen. „Wenn das Umfeld nicht versucht hätte, mir solche Steine in den Weg zu legen, könnte es gut sein, dass ich es bei einer Klinik belassen hätte.“ Hat er aber nicht. Mittlerweile sind es drei Kliniken, aufgeteilt unter den beiden Brüdern.

Als Unternehmer müsse man eben psychisch stabil, belastbar und mutig sein, um auch Widrigkeiten zu überstehen, ist sich Öztan sicher. Gerade in den Jahren nach der Klinikgründung, als Öztan das rasante Wachstum seines jungen Unternehmens finanziell nicht immer kompensieren konnte, waren diese Charaktereigenschaften gefragt. Am wichtigsten dabei: Ruhe bewahren. „Ich glaube, das hat man einfach oder man hat es nicht. Wenn ein Banker einem vorrechnet, dass Hunderttausende Euro fehlen, ist es natürlich schwer, ruhig zu bleiben. Aber meine Lebenseinstellung ist: Am Ende wird sowieso alles gut. Das ist schwer zu erklären, aber extrem hilfreich“, sagt der 44-Jährige.

Wenn Öztan von zurückliegenden Herausforderungen, vor allem aber von Meilensteinen und Erfolgen der Zahnklinik Ost spricht, dann immer im Plural. Zum einen, weil er das Unternehmen lange zusammen mit seinem Bruder Jürgen führte, zum anderen, weil es in den Kliniken trotz jährlichem Wachstum von rund 20 Prozent sehr familiär zugeht. „Da ist viel mehr Vertrauensbasis als in anderen Firmen. Die Personen, die seit der Firmengründung dabei sind, sind mittlerweile auch alle in Führungspositionen. Die stehen mir alle sehr nahe. Deshalb spreche ich auch immer von wir.“ Dieses Wir und die Verantwortung für die Belegschaft treiben den Berliner, der seine Stärken vor allem im Zwischenmenschlichen verortet, täglich an.

Carsten Öztans Tage sind lang. „So richtig abschalten kann ich nie. Ich arbeite eigentlich immer, wenn ich wach bin“, sagt er lachend. Seine Freundin könne ein Lied davon singen. „Auch wenn man heute mit Smartphones viel flexibler ist und schneller reagieren kann als früher, zur Ruhe kommt man damit natürlich viel schwieriger. Wenn dann wieder mal die wöchentliche Bildschirmzeit aufploppt, erschrecke ich oft.“ Etwas Ausgleich findet Öztan in seinen Hobbys, für die er sich bewusst Zeit freischaufelt.

Seit einem Marketingkniff im Rahmen der dritten Zahnklinik-Ost-Eröffnung – Öztan stieg damals für einen Box-Showkampf gegen Arthur Abraham in den Ring – boxt der Berliner mit Leidenschaft. Bis zu fünf Mal pro Woche, meist frühmorgens um 5 Uhr. Daneben fotografiert er, spielt Golf und ist gerne in der Natur unterwegs – mit dem Boot oder der Angelrute. Im Gegensatz zum Berufsleben ist er in seiner Freizeit nicht sonderlich erfolgsorientiert. „Beim Angeln geht es mir gar nicht darum, etwas zu fangen. Darin bin ich auch wirklich miserabel. Es geht mir vielmehr darum, ein paar Stunden alleine dazusitzen, ohne dass mich jemand anspricht.“

Luxus bedeutet für Öztan innere Zufriedenheit, ein sorgenfreies Leben und keine getroffene Entscheidung zu bereuen, auch wenn man im Nachhinein weiß, wie man es hätte besser machen können. „Diese Erfahrungen gehören dazu und prägen einen am Ende positiv“, ist er sich sicher. Viel wichtiger sei es für Unternehmer, durch ein Alleinstellungsmerkmal einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu haben. Öztans zahnärztliches Spezialgebiet ist das Setzen von Implantaten. Auch das – die Freiheit, sich im Berufsalltag voll auf seine Stärken und Vorlieben konzentrieren zu können – bezeichnet er als Luxus. „Das gleicht dann auch den ganzen Stress gut aus. Ich habe alles, was mich glücklich macht.“

Von Jonas Raab

Weiß, wie Frauen und Männer noch schöner werden: Schönheitschirurg Dr. Bruce Reith. © Hojabr Riahi

Die Gelegenheit beim Schopfe packen

Seine Partys in München sind legendär. Nicht nur, weil Dr. Bruce Reith jedes Jahr seinen 38. Geburtstag feiert, sondern weil bei ihm die Schönen, Reichen und Intellektuellen feiern. „Wer exzessiv arbeitet, darf auch exzessiv feiern“, sagt der Gastgeber in einem Interview mit Frank Elstner. Der Schönheitsdoc ist beruflich tatsächlich immer auf Achse. Schließlich hat er einige Beauty-Kliniken aufgebaut, in denen er regelmäßig Menschen zu mehr Schönheit verhilft. Vor allem wegen seiner Fingerfertigkeiten bei Schönheitseingriffen und Haartransplantationen ist Bruce Reith gefragt. Aber nicht nur die Promis lieben ihn dafür, auch die Fachwelt setzt auf seine Expertise.

Bruce Reith ist wahnsinnig erfolgreich. Ob am Bodensee, in Düsseldorf, München oder Berlin: Der Schönheitschirurg hat einige namhafte Kliniken mitaufgebaut oder ist daran beteiligt. Mit Promis, den Reichen und Schönen ist er per Du. Nicht nur mit deutschen VIPs, sondern auch mit Hollywoodstars. Klar, dass er den Erfolg auch in vollen Zügen genießt. Aber mit gutem Recht, wie er sagt: „Ich habe mir alles hart erarbeitet, habe nichts dem Zufall überlassen. Denn: Nichts kommt über Nacht. Man muss Chancen erkennen und nutzen.“

Die Gelegenheit beim Schopfe packen, heißt es. Dabei sah es anfangs nicht danach aus, dass Bruce Reith mal Spezialist für Haartransplantation, Fettabsaugung und minimalinvasive Behandlungen werden könnte. Was allerdings früh deutlich wurde: Er ist sehr intelligent. Im Bundeswettbewerb Mathematik gewann er den zweiten Preis. Mit 19 Jahren machte er an der Börse mit Devisenspekulationen seine erste Million. Aber Bruce Reith ist nicht nur ein Meister der Analyse, sondern hat auch ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Deshalb fühlt er sich in Gegenwart von Investmentbankern und Spekulanten nicht wohl, wie er sagt. Er schwenkt auf Medizin um, verdient nebenbei „auf ehrliche Art und Weise“ Geld mit typischen Studentenjobs. Aus seiner Studienzeit bleiben ihm zwei Uniabschlüsse, einer in Medizin und einer in Public Health, und die Erkenntnis: Man sollte den Blick auf Wertschöpfung richten, nicht auf Geldschöpfung.

Als Arzt zieht es ihn zur Ästhetischen Chirurgie. So ausgeprägt wie seine Intelligenz ist auch sein Sinn für Ästhetik. Er hat den gewissen Blick dafür. „Ich liebe alles, was schön ist. Vor allem Frauen“, sagt Bruce Reith und lächelt. Seine Freundinnen sind in der Tat immer bildhübsch. Er gibt aber auch zu: „Ich hätte mit dieser Vorliebe aber genauso gut Kunsthändler werden können.“ Zum Glück für seine vielen Patienten ist er aber bei der Chirurgie geblieben, hat bei dem Besten der Besten gelernt und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um überhaupt bei ihm arbeiten zu dürfen. „Er ist der Mozart der Chirurgie“, sagt Bruce Reith über seinen Lehrmeister Ivo Pitanguy. Zweieinhalb Jahre war Bruce Reith bei ihm in Rio de Janeiro und hat weit mehr gelernt als chirurgische Techniken. Das Fellowship habe ihn verändert. Die Menschen in Brasilien seien zwar arm, aber nicht unglücklich. „Ich habe gelernt, dass man kein Geld braucht, um glücklich zu sein. Auch das Aussehen ist nicht wichtig, sondern das Gefühl in dir.
Das macht dich glücklich.“ Seitdem definiert Bruce Reith Erfolg für sich neu: „Erfolg macht nicht glücklich. Wenn man aber glücklich ist, ist man auch erfolgreich.“

Von Claudia Rothhammer

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Professor Dr. Mark Obermanns Blick ist stets nach vorne gerichtet. Fotos: © Obermann

In Etappen zum Erfolg

Dass Professor Dr. Mark Obermann heute Ärztlicher Direktor der Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen und Direktor des dazugehörigen Zentrums für Neurologie ist, verdankt er neben seiner Qualifikation und seinem Fleiß auch einer Entscheidung, die er schon vor Jahren traf.

Allein Professor Dr. Mark Obermanns Curriculum Vitae ist länger als so manche Bewerbung. Das Kapitel Studium endet mit einer Professur an der Universität Duisburg-Essen, das der beruflichen Laufbahn schließt unter anderem mit dem Titel des Ärztlichen Direktors der Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen. Und auf den folgenden Seiten tummeln sich schier unzählige Zusatzbezeichnungen, Stipendien, Preise, Kooperationen oder veröffentlichte Studien. Sein Tag scheint 48 Stunden zu haben.

Angesichts dieses Pensums und der Fülle an erbrachten Leistungen verwundert es nicht, dass es Mark Obermann schwerfällt, ein Karrierehighlight auszumachen. „Da gab es viele“, sagt er und überlegt kurz. „Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich in meinem damals noch sehr kleinen Wohnzimmer einen Freudentanz aufgeführt habe, als meine erste Forschungsarbeit in einem sehr angesehenen Journal publiziert wurde.“

Erfolgserlebnisse wie dieses, aber auch das Wohl seiner Patienten und wissenschaftliche Neugier sind Mark Obermanns Antrieb. „Ich gehe sehr offen auf neue Sachen zu“, erklärt er. Dazu gehöre auch, Verbesserungsvorschläge und Kritik anzunehmen und sie schließlich auch umzusetzen. „Ich bin sehr direkt und ehrlich im Umgang. Das hat manchmal auch Nachteile, aber viel öfter hat mich das nach vorne gebracht“, erklärt er.

Dass Mark Obermann heute da steht, wo er steht, verdankt er auch einer persönlichen Schlüsselentscheidung: Nach seinem Studium in Köln schlug er ein Angebot in der Domstadt aus, um am Universitätsklinikum Essen als Assistenzarzt anzuheuern. Dort bekam er später die Gelegenheit, als Oberarzt das Schwindelzentrum Essen aufzubauen. „So ging dann die Karriere weiter. Wenn ich mich damals anders entschieden hätte, wäre es auch anders gelaufen“, sagt er rückblickend.

Von Jonas Raab

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Dr. Ulrich Ruppe ist ein großer Fan der Formel 1. Seit zehn Jahren lebt er selbst an der Côte d’Azur.

Blockaden überwinden

Durch unsere Arterien, Venen und Kapillaren fließt unser Lebenselixier, das Blut. Ohne dieses Netzwerk geht nichts in unserem Körper. Das merkt man spätestens, wenn es an einer Stelle zu einem Engpass oder Verschluss kommt. Wie gut, dass es Experten wie Dr. Ulrich Ruppe gibt. Seine Praxen liegen im Berliner Ärztezentrum „Helle Mitte“ sowie im „Gesundheitszentrum am Potsdamer Platz“. Der renommierte Gefäßchirurg hat schon vielen Patienten das Leben gerettet, indem er Blockaden in Blutgefäßen beseitigt hat. Auch auf seinem Weg zum Traumberuf musste er Barrieren überwinden.

Seit 25 Jahren ist Ulrich Ruppe niedergelassener Gefäßchirurg mit eigenen Praxen. Er behandelt vor allem Krampfaderpatienten aus Berlin – und durch seine russischen, polnischen und englischen Sprachkenntnisse Männer und Frauen aus der ganzen Welt. Er ist zweifelsohne erfolgreich. Die Patienten vertrauen ihm. Aber wie definiert er Erfolg? An der Zahl seiner Patienten? Den über 10.000 durchgeführten Venenoperationen? „Viele setzen Erfolg leider mit Geld gleich. Schade“, sagt er. Erfolgreich sei in seinen Augen derjenige, der mit dem, was er tut, für sich „und die Welt“ Gutes tut. Zufrieden kann Ulrich Ruppe auf jeden Fall mit seinem Leben sein. Nicht nur, weil er täglich Menschen hilft, sondern auch, weil er sein privates Glück gefunden hat. Er ist mit der ebenso erfolgreichen Unternehmerin und Influencerin Dana Huschert liiert, mit der er die zwölfjährige Tochter Emily Elisabeth hat.

Ulrich Ruppe wusste bereits mit elf, dass er explizit „Chirurg“ werden will, wie seine Helden in der US-Serie M.A.S.H., die in jeder Folge mit dem Skalpell in der Hand Leben retteten. Auf dem Weg zum Traumberuf gab es viele Hürden zu überwinden, an denen andere mutlos aufgegeben hätten. Nicht aber Ulrich Ruppe. Sein „unabdingbarer Wille“ hat ihm geholfen, alle Blockaden zu überwinden.

Eine wichtige Lektion in Sachen „Durchhaltevermögen“ hat er in Leningrad (heute St. Petersburg) gelernt. Dort studierte der gebürtige Ostberliner in den 80er-Jahren sechs Jahre Medizin, erlebte Gorbatschows „Perestroika“ vor Ort. „2 1/2 Stunden Anstehen für Butter bei minus 28 Grad, die dann unmittelbar vor dir ausverkauft ist – das prägt“, lacht er heute. Aber er lernt: Mit Hartnäckigkeit und einem guten Netzwerk kommt man doch noch an Butter – oder an seinen Traumjob.
Von Claudia Rothhammer

 

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.