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Schon seit ihrem 8. Lebensjahr schreibt die gebürtige Bambergerin Geschichten und Gedichte – heute ist sie eine der meistgelesenen deutsprachigen Autorinnen. / Foto: privat

Das Bestseller-Rezept

Sie ist eine der meistgelesenen deutschsprachigen Autorinnen, ihre Bücher fesseln mit einem Mix aus historischen Fakten und frei erdachten Geschichten. Die Schriftstellerei ist für Tanja Kinkel nicht nur Einkommensmöglichkeit, sondern auch Leidenschaft.

Egal, ob Mittelalter, 19. Jahrhundert oder Deutscher Herbst – Tanja Kinkel kann aus fast allen Stoffen einen spannenden Bestseller machen. Mittlerweile ist die Autorin mit ihren Thrillern und Romanen Stammgast in den Bücher-Charts von Spiegel & Co, ihre Werke wurden bisher in 15 Sprachen übersetzt. Wie schafft man es, so konstant einen solchen Erfolg zu haben? Für die 52-Jährige ist die Antwort klar: „In welchem Bereich du auch immer Erfolg haben willst, stelle sicher, dass dir die betreffende Tätigkeit Freude macht, dass sie für dich nicht nur Einkommensmöglichkeit, sondern auch Leidenschaft ist. Das hilft nicht nur beim Überbrücken der harten Zeiten, sondern teilt sich anderen Menschen auch mit, was wiederum zum Erfolg beiträgt.“

Ihren eigenen Bereich hatte die gebürtige Bambergerin schon mit acht Jahren gefunden: Seitdem schreibt sie Geschichten und Gedichte, im Laufe der Zeit für ein immer größeres Publikum. Der Wunsch, möglichst viele Menschen zu erreichen, treibt sie dabei an: „Ohne zu veröffentlichen, schriebe ich nur für die Schublade. Das brächte mich nicht nur um ein Einkommen für meinen Lebensunterhalt, sondern außerdem um die Freude, die Geschichten, die mich selbst bewegen, mit anderen zu teilen.

Und ich habe noch viele Geschichten in mir, die erzählt werden wollen!“

Die Doktorin der Philosophie begeistert in ihren Büchern mit glaubwürdigen Charakteren in verschiedensten Zeitaltern. / Foto: © Gisela Schobel

Obwohl ihre Bücher in ganz unterschiedlichen Zeiten spielen und verschiedenste historische Vorlagen haben, ist es der Doktorin

der Philosophie gelungen, für ihre schriftstellerische Arbeit ein Erfolgsrezept zu entwickeln: „Ich schreibe glaubwürdige Charaktere und kann ihre Geschichten gut vermitteln. Recherche ist keine Härte für mich, sondern eine Entdeckungsreise, die mir Freude bereitet, was schon deswegen hilfreich ist, weil jeder Roman, wenn er nicht gerade das eigene unmittelbare Umfeld schildert, Recherche erfordert, ganz gleich, in welcher Zeit er spielt.”

Ihre Energie steckt sie allerdings nicht nur in die Schriftstellerei: Neben Verpflichtungen als Gastdozentin an Hochschulen in München und Zürich engagiert sie sich seit 1992 über den von ihr gegründeten Verein „Brot und Bücher“ für die Bildung von Kindern in Afrika, Indien und Deutschland. „Wir können als Spezies Mensch nur überleben, wenn sich viele erfolgreiche Menschen sozial engagieren“, betont sie. Nicht zuletzt wegen ihres sozialen Engagements weiß Tanja Kinkel ihren Erfolg besonders zu schätzen:

„Ich habe das Privileg, das tun zu können, wozu ich das größte Talent habe, und was mich am glücklichsten macht, um so ein sinnvolles Leben zu führen.“

Daher würde sie rückblickend auf ihre Karriere auch kaum etwas anders machen. Nur eine Kleinigkeit fällt ihr ein: „Auf Lesereisen hätte ich von Anfang an ein Zimmer mit Dusche, Toilette und Schreibtisch verlangen sollen, statt zwei Jahre lang zu schüchtern dafür zu sein.“

 

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Sein Arbeitsplatz sind die Wälder Brandenburgs

Christian Wegner wollte Lehrer werden. Daraus ist nichts geworden. Stattdessen hat er „momox“ gegründet, eine An- und Verkaufsbörse für gebrauchte Bücher. Mittlerweile hat der 41-Jährige die Anteile an seinem Unternehmen, das auf 1500 Mitarbeiter und 250 Millionen Euro Umsatz gewachsen war, extrem erfolgreich verkauft und ist an etwas – noch geheimen – Neuen dran.

Wie startet man ein Unternehmen wie Ihres?
Ich brauche eine Vision, um etwas zu starten. Eine Vision ist für mich ein Film, den man immer und immer wieder im Kopf abspult und der starke Emotionen in einem weckt. Ich sage bewusst „Film“, weil das nicht so esoterisch besetzt ist wie „Traum“.

Worum gehts in Ihrem persönlichen Film?
In meiner Vision dreht sich alles um die Verwertung nicht mehr benötigter Dinge. Ich will dazu beitragen, dass so viele Dinge wie möglich, die derzeit irgendwo verstauben, wieder in den Warenkreislauf gelangen. Ich will erreichen, dass eines Tages genauso viele Sachen gebraucht wie neu gekauft werden und dass möglichst viele Menschen vom Handel damit leben können. Das treibt mich an. Die Angebote, die es gibt, sprechen noch immer nicht genug Menschen an. Das will ich ändern. Ein bisschen ist mir das mit „momox“ bereits gelungen. Aber es gibt natürlich nicht nur Bücher, die irgendwo nutzlos rumliegen. Die meiste Arbeit liegt daher noch vor mir. Sicher gibt es spannendere und größere Filme. Aber das ist eben meiner.

Wie schwer fiel Ihnen der Abschied von Ihrem Baby „momox“?
Schwerer als ich dachte, leichter als man im Allgemeinen denken würde.

Warum haben Sie sich dazu entschieden?
Es war notwendig, weil ich gemerkt habe, dass ich mich in einer Sackgasse befinde. Ich konnte mich nicht mehr verwirklichen, meine Ideen waren nicht mehr gefragt. Aber es war eine tolle Zeit für mich und ich habe unendlich viel gelernt.

Hatten Sie Angst vor dem „Danach“?
Nein, das „Danach“ war mein nächstes Zwischenziel.

Sie gründen gerade eine neue Firma, können Sie schon ein bisschen was verraten?
Erst einmal noch nicht. Wenn ich etwas mache, das nicht funktioniert, lerne ich, dass es so nicht geht und dass ich es anders probieren muss, was dann wiederum ein Schritt nach vorn ist. Aber natürlich ist mir sowas peinlich und unangenehm, weil es stigmatisierend ist. Deshalb lege ich erst einmal los und posaune es nicht rum. Gerade wenn man schon einmal Früchte geerntet hat wie ich, ist die Erwartung, dass man ein kleiner Zauberer ist, bei dem immer alles klappt. Das ist natürlich Quatsch. Aber ich spiele das Spiel mit und versuche, alles was nicht klappt, zu verbergen.

Alles hat angefangen, weil Sie dringend ein bisschen Geld brauchten und sie online Bücher weiterverkauften. Heute haben Sie reichlich Polster. Wie ist Ihr Verhältnis zu Luxus und Vermögen?
Wenn man kein Geld hat, dann will man unbedingt welches haben. Ist man dann reich, stellt man fest, dass sich nicht wirklich viel ändert. Wenn man sich alles leisten kann, wird es wieder langweilig. Plötzlich fängt man dann an, Second Hand zu shoppen und einen Kleinwagen zu kaufen. Am Ende kommt dann irgendwie jeder, der viel Geld hat, zu dem Schluss, dass Geld aber schon auch gut ist und dass es wichtig ist als Brennstoff für Dinge, die man noch vorhat. Ein Unternehmen kann oft schneller mit Geld wachsen als ohne.

Was war Ihre erste große Anschaffung, die Sie sich gegönnt haben?
Ein gebrauchter Mercedes AMG C63. Das Auto hat sechs Monate gehalten, bevor ich es mit 120 km/h gegen die Leitplanke gesetzt habe. Ich hatte einen Schutzengel. Das Auto hatte keinen.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Weg zum Erfolg?
Linearität gibt es nicht. Ständig klappen Dinge nicht. Ständig geht was schief. Ständig gibt es Probleme, die man lösen muss. Das ist Tagesgeschäft. Das gehört dazu.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.