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Statt mit ästhetischen Eingriffen als Schönheitschirurg beschäftigt sich Dr. Bruce Reith während der Pandemie mit dem Aufbau eines Schnelltest-Systems. / Foto: © Medical Hair & Estehtic

Umdenken statt Querdenken

Eigentlich verhilft Dr. Bruce Reith als Schönheitschirurg seinen Patienten zu mehr Lebensqualität. Während der Pandemie hat er aus der Not eine Tugend gemacht: mit dem Aufbau eines Schnelltest-Systems.

Ich liebe es, mich manisch auf Dinge zu versteifen, die mich interessieren“, erzählte Bruce Reith in der letzten Ausgabe von „Secrets of Success“. Dieser Leidenschaft ist der Beauty-Doc auch in Corona-Zeiten treu geblieben. Allerdings profitierten von seiner neuesten Obsession nicht die Patienten seiner Schönheitskliniken, sondern die Allgemeinheit: Statt mit nicht ganz perfekten Körpern und lichtem Haar beschäftigte er sich während der Pandemie vor allem damit, ein Schnelltest-System aufzubauen, das einfach zu handhaben war und verlässliche Ergebnisse lieferte. „Am selben Tag, an dem die AntigenSchnelltests 2020 zugelassen wurden, habe ich in meiner Praxis in Köln ein Schnelltestzentrum eingerichtet, das gleichzeitig das erste in Deutschland war, und nach Schulung meines medizinischen Personals umgehend eröffnet“, erinnert

Er hat 2020 das erste Schnelltestzentrum Deutschlands eingerichtet – dabei ging es ihm nie um den finanziellen Erfolg. / Foto: privat

sich der Mediziner an die Anfänge seiner Test-Aktivitäten. „Nach dem ersten Monat in Köln im Oktober 2020 habe ich meine Praxen in München und Berlin ebenso umgerüstet. Anfang März 2021 kamen dann noch 18 private Testzentren dazu.“ Trotz mehrerer Millionen Umsatz

pro Monat ist es Reith wichtig zu betonen, dass sein Hauptanliegen nicht der finanzielle Erfolg war. „Mein persönlicher Verdienst lag weit unter dem in meinem eigentlichen Betätigungsfeld.

Während andere mit dem von mir entwickelten System Millionäre wurden, wollte ich vor allem einen Beitrag zur Sicherheit unserer Gesellschaft leisten.

Dr. Bruce Reith (r.) mit Sänger und Entertainer Dave Kaufmann (l.) in einer seiner Teststationen. / Foto: © Christian Rudnik / BILD

Mir ging es darum, in dieser schweren Zeit zu helfen. Wichtig war mir, Infektionsketten effektiv zu durchbrechen. Dazu haben wir als einer der Ersten in größerem Umfang Kapazitäten geschaffen. Dabei haben wir Pionierarbeit in Sachen Datenschutz, Aufklärung, Rechtssicherheit, Hygienekonzept und Abrechnung geleistet.“ Die Qualität seiner Tests sprach sich schnell herum, sodass Reith Verträge mit Bundesministerien, Fernsehproduktionen und anderen Wirtschaftsträgern abschließen konnte. An seinem Erfolg mit den Testzentren ließ Reith auch Freunde und Bekannte teilhaben, die durch die Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren:

„Ich habe jedem, der mich darum bat, einen Job gegeben.

Zeitweise hatte ich deshalb in den Testzentren über 300 Mitarbeiter, obwohl ich eigentlich auch mit der Hälfte ausgekommen wäre.“

Für den Mediziner steht fest, dass es in Krisenzeiten wichtig ist, als Vorbild voranzugehen und dabei unbürokratische Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls zu treffen, statt darauf zu warten, dass die Politik alles regel.

 

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Bei ihren Mitarbeiter:innen ist sie bekannt für ihr offenes Ohr und die pragmatischen Lösungsansätze: Geschäftsführerin von „Aldiana Club Resorts“ Stefanie Brandes. / Foto: Aldiana GmbH

„Aufgeben gilt nicht“

Hinter ihr liegen beruflich die mit Abstand härtesten Jahre ihres Lebens: Erst musste Stefanie Brandes, die Geschäftsführerin des Premium Clubanbieters Aldiana, ihre Firma durch Turbulenzen steuern, die die Pleite eines Gesellschafters ausgelöst hat – und dann kam direkt im Anschluss Corona. Geschlafen hat sie schon seit Sommer 2019 kaum mehr ruhig, aber die Leidenschaft, für Aldiana zu kämpfen, brennt nach wie vor in ihr.

Was bedeutet für Sie genau Erfolg?

Erfolg ist für mich, die gesteckten Ziele zu erreichen und dabei das Beste gegeben zu haben. Dabei geht es mir aber nicht nur um harte Fakten wie Umsatz oder Qualität, sondern auch um die „weichen Ziele“. Bin ich zufrieden? Wie begeistert sind die Mitarbeiter_innen und Gäste? Und das Wichtigste: Den Erfolg auch im Team zu feiern und sich darüber zu freuen. Der Applaus der Kollegen spornt für die Zukunft an.

Was bedeutete die Thomas-Cook-Pleite für Aldiana?

Die Thomas-Cook-Insolvenz war definitiv existenzgefährdend für uns. Nicht wegen der gesellschaftlichen Minderheitsanteile, die Thomas Cook hielt, sondern vielmehr wegen des operativen Alltags. Von heute auf morgen hatten wir kein Buchungssystem, keinen Flugeinkauf und keinen Transferservice in einigen Zielgebieten mehr. Außerdem mussten wir kurzfristig auch neue Büroräume für die Aldiana-Zentrale suchen, da wir bis dato im Thomas-Cook-Gebäude ansässig waren. Die Situation hat uns über Nacht erwischt. In weniger als zwei Monaten haben wir ein eigenes Buchungssystem aufgebaut und in vielen Nacht- und Wochenendstunden Gäste manuell wieder auf ihre ursprünglichen Flüge eingebucht. Das war sehr anstrengend, hat aber auch Kräfte in den Teams freigesetzt, die ich so noch nie gesehen habe. Wir hätten uns allerdings nicht vorstellen können, dass es noch schlimmer kommen kann. Bis Anfang Februar 2020 waren wir im Krisen-Modus, dann hatten wir so weit wieder alles im Griff – und im März ging Corona los.

Haben Sie in den letzten knapp drei Jahren überhaupt ein einziges Mal gut geschlafen?

Ihr Führungsstil mag unkonventionell sein, hat ihr Unternehmen aber tapfer durch die Krisen gebracht. / Foto: privat

Offen gesprochen, war die Zeit sehr herausfordernd und hat viel Energie und Nerven gekostet. Das hat zahlreiche schlaflose Nächte nach sich gezogen. Ich fühle mich verantwortlich für mein Team und nehme das ernst. Deshalb fiel und fällt mir das Abschalten schwer. Es beschäftigt mich auch heute noch sehr intensiv.

Wie reagiert man als Geschäftsführerin am besten auf eine Hiobsbotschaft?

Zunächst einmal mit Ruhe. Ich funktioniere dann. Wichtig ist, die Lage so schnell wie möglich zu analysieren, die Fakten zusammenzutragen und ein Krisenteam zusammenzustellen. Bei mir werden die Knie immer erst weich, wenn alles zu meiner Zufriedenheit gelöst ist.

Was haben Sie aus den beiden direkt aufeinander folgenden – wirklich existenzbedrohenden – Krisen gelernt?

Aufgeben gilt nicht und es gibt oft noch Lösungen, die man im ersten Moment nicht sieht. Ganz entscheidend sind die Menschen um dich herum. Es müssen wirklich alle mitziehen, sonst hast Du keine Chance. Ich bin mächtig stolz darauf, was jeder Einzelne in der Aldiana-Familie geleistet hat. Beeindruckt hat mich auch, wie wir gegenseitig auf uns aufgepasst, uns geholfen haben und wie jeder für jeden eingesprungen ist. Aber es wird auch Zeit, dass möglichst bald wieder eine Art von Normalität eintritt, da die Akkus mittlerweile schon sehr leer sind…

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Beim Reiten kommt die Unternehmerin zur Ruhe und findet Inspiration in der Natur. / Foto: privat

Ich habe gelernt, meinen Weg zu gehen, der an der einen oder anderen Stelle als Geschäftsführung auch sehr unkonventionell ist, weil ich mich nicht über meinen Titel identifiziere, sondern über meine Leistung. Ich brauche zum Beispiel keine VIP-Behandlung, wenn ich in einen unserer Aldiana-Clubs komme. Laut meiner engsten Mitarbeiter_innen bin ich ein Mensch, der sehr gut zuhören kann und sehr gute Antennen hat. Kommunikation und Transparenz ist mir sehr wichtig, so dass möglichst effizient gearbeitet werden kann. Darüber hinaus schätzen die Kollegen_innen meine pragmatischen Lösungsansätze und dass man mir oft an der Nasenspitze ansieht, ob ich etwas gut oder schlecht finde.

Was unterscheidet Ihren Führungsstil eventuell von dem männlicher Kollegen?

Hier sind wir schnell bei Klischees. Es gibt unterschiedliche Führungsstile. Ob man diese immer nur an dem Thema Mann oder Frau festmachen kann, bezweifele ich. Wichtig für mich ist es, dass mich Menschen respektieren, weil ich die Dinge so tue, wie ich sie tue. Ich denke, ich kann gut motivieren. Fordern und fördern ist mein Thema. Ich musste aber zum Beispiel auch lernen, die Weichmacher aus meiner Sprache zu entfernen und klar zu kommunizieren, was ich will. Am Anfang habe ich sehr häufig den Konjunktiv verwendet – ein Fehler, den viele Frauen machen…

Wo oder wobei finden Sie Ruhe und Inspiration?

Ich liebe die Natur und in der Corona-Zeit habe ich das Spazierengehen für mich entdeckt. Wenn ich die Gelegenheit habe, dann reite ich im Gelände oder spiele Golf – zugegeben noch im Anfängermodus. Und ich habe meine Begeisterung für die Musik wiedergefunden. Zum Leidwesen meiner Nachbarn lerne ich jetzt Saxofon.

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„Wenn ich die Grenzen nicht spüre, weiß ich, ich bin nicht weit genug gegangen“

CureVac co-founder Ingmar Hoerr / Der Pionier in der Entwicklung von RNA-Impfstoffen will vor allem eins: anderen Menschen helfen.

Seine Partner und Investoren heißen Dietmar Hopp, Bill Gates und Elon Musk. Angeblich wollte sich Donald Trump sogar den Impfstoff seines Biopharma-Unternehmen CureVac exklusiv sichern – doch Ingmar Hoerr bleibt cool. Der Biologe, der als Pionier in der Entwicklung von RNA-Impfstoffen gilt, die das entscheidende Werkzeug im Kampf gegen Corona sind, will nur eines – den Menschen helfen. Vor allem auch denen, die in wirtschaftlich unterprivilegierten Ländern leben.

Wie hat es ein kleiner Realschüler zum Gründer einer heute so erfolgreichen Firma gebracht?

Es war ein langer Weg. Aber steinige Wege zeichnen mich aus. Vielleicht hätte ich gar nicht gegründet, wenn ich mir nicht immer alles hätte erkämpfen müssen – gern abseits vom Mainstream. Der Rest meiner Kommilitonen ging zum Beispiel in die USA – und ich nach Indien. Ich habe mich irgendwie darin gesonnt, einsame Pfade zu nehmen, die andere nicht gegangen sind. Das zieht sich durch mein ganzes Leben.

Welchen Tipp haben Sie für junge Leute, die in Ihre Fußstapfen treten möchten?

Überlege es Dir genau: Gehe ich dahin, wo alle lang gehen – oder in Richtungen, die noch keiner gegangen ist? Suche das Pionierhafte. Wenn man es als junger Mensch erfolgreich schafft, sich durchzubeißen, gibt einem das unheimlichen Auftrieb, der einem hilft, in der Zukunft Probleme zu umschiffen oder zu lösen.

Sie wollten mit CureVac als Erstes einen Impfstoff gegen Tollwut entwickeln. Tollwut ist in Deutschland aber etwa so aktuell wie die Pest, kein Mensch sieht darin ein Investment, mit dem sich

Immer wollte der Technologie-Fan sein Unternehmen CureVac großmachen – und hat es geschafft. / Bild: privat

Geld verdienen lässt. Wie haben Sie sich also als Firma finanziert?

Das war schwierig. Wir waren bei allen Investoren, die man so kennt und ich hätte sie schütteln können: Kapiert doch endlich, was wir da machen. Aber die haben sich gar nicht darauf eingelassen. Wir haben uns dann entschieden, unternehmerisch zu handeln und unsere entwickelte RNA selbst an Labore und Unternehmen verkauft. Für uns war wichtig, keine komische Startup-Klitsche zu sein, sondern uns von Anfang an mit Kunden auseinanderzusetzen. Gleichzeitig konnten wir daraus lernen. Unser Hauptziel war es nicht, die Welt retten, sondern unsere Kunden zufriedenzustellen. Wir haben gedacht, unsere Stunde schlägt schon noch.

Wie viele Stunden haben Sie, Herr Hoerr am Tag gearbeitet? Sie hatten ein Unternehmen zu führen, Sie hatten Ihre Forschung und parallel dazu Meetings mit potenziellen Investoren…

Sehr viele. Der Spirit hatte mich total durchdrungen. Ich habe alles persönlich genommen. Wenn ich abgeblitzt bin bei Investoren, dann war das ein Anti-Ingmar-Hoerr-Ergebnis. Ich war CureVac. Auf der anderen Seite war mir irgendwann klar, dass ich delegieren muss. Ich habe mir einen DIN A 4-Zettel genommen, mich in die Mitte geschrieben und darum einen Stern gemacht. Was für Fähigkeiten brauche ich, die mich komplettieren? Mir war klar: Ich bin kein Finanztyp und kein Wissenschaftler. Ich bin Gründer. Die guten Leute, die die eigenen Schwächen kompensieren, damit man sich auf seine Stärken fokussieren kann, sind sicher einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Firma.

Gründungsfoto / Bild: privat

Wie bekommt man eigentlich einen Termin bei einem Investor wie Bill Gates?

Man fängt immer klein an und darf nicht zu versessen darauf sein, von heute auf Morgen mit Elan Musk, Bill Gates oder Dietmar Hopp zusammen zu kommen. Man muss Netzwerke gründen. Deswegen sage ich auch jedem Gründer: Geht ungerichtet auf Messen und Gründerkonferenzen und redet mit irgendwelchen Leuten. In einen Small Talk bei einer Konferenz zu kommen, halte ich für viel wertvoller, als vorne ans Pult zu gehen, wo Bill Gates spricht. Den wird man nicht kriegen, weil tausend Leute das Gleiche vorhaben, deshalb bleibt man besser am hintersten Tisch und guckt auf den, der neben einem sitzt. Diese Leute sind die Wichtigeren. Ich glaube, dass jeder von uns über höchstens fünf Kontakte Bill Gates kennt. Man sollte darauf vertrauen, dass das Glück einem begegnet, wenn man sich öffnet und locker bleibt.

Wie pflegen Sie Ihr Netzwerk, Herr Hoerr?

Man darf da nicht zu ungestüm sein. Die wichtigen Leute sind umgeben von Menschen, die unbedingt etwas wollen. Ich glaube, man muss sich um den Menschen an sich kümmern und darf dabei nicht immer eine Agenda im Hinterstübchen haben. Die Persönlichkeit muss sich erst öffnen – und dann entstehen freundschaftliche Verhältnisse, in denen man sich immer wieder sieht oder einen E-Mail-Austausch hat. Man muss sich den Luxus leisten, das Netzwerk zu pflegen. Und dann bekommt man auch seine Audienz bei Bill Gates.

In Ihrem Fall in einem Heizungskeller in Paris…

Das war schon ein bisschen merkwürdig. In unserem digitalen Zeitalter wollte er ein Print-Handout. Mit diesem Ausdruck sind wir dann in den Keller eines Hotels geführt worden. Wir dachten, da will uns jemand veraschen. Aber Bill Gates saß da – direkt im Heizungskeller an einem Tisch. Ich habe natürlich einen Pitch gemacht, aber er wollte den ganzen Einführungskram gar nicht wissen und ist sofort auf Seite 13 oder 14 gesprungen, direkt zu den Daten. Wir sind mühsam hinterhergehoppelt. Und die ganze Zeit hat er keine Mine verzogen. Wir haben erst Tage später erfahren, dass er mitmacht.

Sie wurden im März 2020 durch eine Hirnblutung in dem Moment aus dem Alltag gerissen, als der Startschuss für den Corona-Impfstoff ertönte: Wie hat es sich angefühlt, im großen

CureVac The RNA Printer® V2.0 Tübingen Die besondere Technologie macht den Impfstoff CureVac auch für ärmere Länder attraktiv. / Bild: CuraVac

Moment Ihrer Firma nicht dabei zu sein?

Ich hatte riesige Probleme mit mir selbst, deswegen habe ich das gar nicht so mitgekriegt. Mit hat erst im Juni gedämmert, was draußen los ist. Ich war im Delir und damit quasi in meinem eigenen Lockdown. CureVac konnte nicht auf mich warten. Ich war ein Schatten meiner selbst und hatte große Gedächtnisprobleme. So jemand kann keine Firma leiten.

Was hat Ihnen die Kraft gegeben, sich wieder ins Leben zurück zu kämpfen?

Ich habe immer gekämpft. Nur ging es dieses Mal nicht um irgendwelche Projekte, sondern um mich. Als ich noch nicht reden konnte, habe ich meine Frau lautlos angeschrien: „Ich muss was machen, ich muss kämpfen, das geht so nicht.“ Die Ärzte sagen, dass ich eine ganz geringe Chance zu überleben hatte, sie wundern sich wirklich, dass ich es geschafft habe. Aber ich habe meine ganze Energie darauf verwendet.

Ihre Prioritäten haben sich bestimmt verschoben, oder?

Nicht nur meine Prioritäten, sondern auch mein Lebensziel. Ich wollte immer CureVac groß machen und bin dabei fast draufgegangen. Mein Fokus liegt jetzt auf meiner Familie und mir. Wir holen nach, was wir jahrelang nicht gemacht haben. Ich war nie daheim, sondern auf der ganzen Welt unterwegs. Jetzt für meine sieben Jahre alten Zwillinge da zu sein, ist ein ganz wesentlicher Punkt. Ich freue mich, dass ich das noch rechtzeitig realisiert habe – und nicht erst, wenn meine Söhne in die Pubertät kommen und fragen: Wo war denn der Vater?

Viele Unternehmer denken, Work-Life-Balance ist eher ein Erfolgs-Verhinderer…

Es braucht immer die Grenzerfahrung. Wenn ich die Grenzen nicht spüre, dann weiß ich, ich bin noch nicht weit genug gegangen. Man muss dahin, wo es wehtut. Ich mache gerade Reha-Sport, da ist es genauso – sonst bringt es nichts….

 

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