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Mark Gregg ist Geschäftsführer der BONAGO Incentive Marketing Group GmbH. / Foto: BONAGO

Erfolgreiche Mitarbeiterbindung durch Flexibilität und Individualisierung

Die Coronapandemie hat sämtliche Branchen in den letzten 1 ½ Jahren herausgefordert.
Herr Gregg, wie hat BONAGO diese Zeit erfolgreich überstanden?

Wir hatten das Glück, dass unsere Branche nur wenig von der Krise betroffen war. Unsere Kunden haben ihre Mitarbeiter weiterhin unterstützt, wo es ging. Das finde ich bemerkenswert. Ich muss aber auch sagen, dass wir nicht untätig waren. Wir haben letztes Jahr als eines der ersten Unternehmen Coronatests für Mitarbeiter angeboten und haben dieses Jahr das erfolgreiche Multi Flex-Ben Portal für Mitarbeiter weiterentwickelt und um neue attraktive Benefits erweitert. Das Erfolgsrezept war also, dass wir neue Chancen ergriffen haben, ohne unser Stammgeschäft zu vernachlässigen.

Sie sprechen von Flexibilität. Wie wichtig ist das in der heutigen Zeit?

Unser Beispiel zeigt, wie wichtig Flexibilität in der heutigen Zeit ist. Man muss auf unterschiedliche Einflüsse von außen reagieren und dabei stets die Sicherheit gewährleisten. Das gilt nicht nur für die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden, sondern auch für die zu den eigenen Mitarbeitern. Jeder Mitarbeiter hat individuelle Bedürfnisse. Um die Mitarbeiter zu fördern und vor allem zu halten müssen Unternehmen auf die individuellen Wünsche eingehen können. Beispielsweise freuen sich alle über die 50€ Sachbezug. Eine Kollegin möchte jedoch ein neues E-Auto über den Arbeitgeber leasen und der andere Kollege benötigt den Kindergartenzuschuss. Die Personalabteilung im Mittelstand kann diese Individualität gar nicht leisten. Deshalb haben wir das Multi Flex-Ben Portal mit 25 Benefits entwickelt, in dem jeder Mitarbeiter seine Benefits selbst zusammenstellen kann.

Welche Rolle spielt für Sie das Gesundheitsmanagement bei der Mitarbeiterbindung?

Die Gesundheit steht bei der Mitarbeiterbindung an oberster Stelle. Das haben spätestens jetzt alle verstanden. Neben der körperlichen Gesundheit, vergessen viele aber immer noch die psychische Gesundheit. Unternehmen wollen aber langfristig von der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter profitieren. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Ein gutes Beispiel hierfür ist die PGB (Psychische Gefährdungsbeurteilung). Obwohl die Analyse verpflichtend ist und sogar hohe Bußgelder drohen, führen mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen diese nicht regelmäßig durch. Infolgedessen haben wir uns dazu entschieden, jedem Kunden mit Full Service im Portal die PGB für 3 Jahre zu schenken. Das ist unser Beitrag zur Mitarbeitergesundheit.

 

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Das Motto von Oleksandr Kotsyuba: „Durch Digitalisierung und Innovationen zur Nachhaltigkeit: Aufgeben – keine Option!“ / Foto: privat

Erfolgreich durch die Pandemie dank motiviertem Personal

Als Anbieter von Reise- und Software-Lösungen hatte es Oleksandr Kotsyuba in den letzten zwei Jahren nicht leicht, sollte man glauben. Aber der Unternehmer hat die Krise gemeistert – vor allem durch den Einsatz seiner Mitarbeiter.

Egal, welche Statistik mit den am stärksten von Corona betroffenen Branchen man sich ansieht, eine steht immer ganz oben: der Tourismus. Mit Ausbruch der Pandemie war Reisen nahezu unmöglich geworden und die Branche praktisch tot. Aber mit seiner entdecke.net DMC GmbH aufzugeben, kam für Oleksandr Kotsyuba nicht infrage. Seine Firma ist spezialisiert auf das B2B-Geschäft mit weltweiten Sportreisen sowie Kultur- und Aktivreisen in mehr als 20 Ländern Mittel- und Osteuropas.

Weil Kotsyuba an den langfristiges Erfolg seines Geschäftsmodells glaubte, entschied er sich, seinen Mitarbeitern an den acht Standorten von Deutschland bis Aserbaidschan eine Perspektive zu bieten und nahm einen Kredit auf, um sein Unternehmen durch die Krise zu bringen. „Die Mitarbeiter mussten das Gefühl bekommen und daran glauben, dass ihr Arbeitsplatz nicht nur heute und morgen sicher ist, sondern auch für die nächsten Monate und das nächste Jahr“, erklärt er seine Entscheidung. Außerdem hat jeder Angestellte weit mehr Verantwortung als üblich bekommen. „So waren die Mitarbeiter enorm motiviert und dankbar.

Im Nachhinein bin ich froh, so gehandelt zu haben“, sagt der Firmengründer. Denn dank der Leistungen seiner Mitarbeiter konnte er sich auch in Krisenzeiten über Erfolge freuen: „Im einen Teilbereich der Sportreisen hatten wir 2020 das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Nie zuvor haben wir so viele Sport-Mannschaften, Clubs, Verbände betreut oder bei der Buchung von Hotels, Transfers und Verpflegung unterstützt. Und das nicht nur in Osteuropa, sondern europaweit.“

Respekt und Vertrauen steht bei dem Unternehmer immer an erster Stelle. / Foto: privat

Voll auf die Mitarbeiter setzte Kotsyuba auch bei seinem zweiten unternehmerischen Standbein BITECC.de, dessen Software anderen Firmen hilft, Prozesse im Backoffice zu vereinfachen oder auszulagern. Auch hier bekamen alle Angestellten während der gesamten Pandemie das volle Gehalt, ohne Abstriche, Zwangsurlaub oder Kurzarbeit. „Obwohl einige unserer Kunden pleite gingen, konnten wir das verlorene Geld und die Umsätze kompensieren. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir alle stolz sind“, verrät der Unternehmer, der inzwischen schon wieder genug Mut hat, neue Pläne zu schmieden: „Ich baue ein Unternehmen, das Beratung im Bereich „Digitale Transformation“ anbieten und Produkte zu den Themen Digitalisierung, Innovation und Sustainability auf den Markt bringen wird.“

Worauf es dabei vor allem ankommt, steht für Oleksandr Kotsyuba schon jetzt fest: „Auf die richtige Personalführung und motivierte Mitarbeiter natürlich!“

 

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Er verhilft als „Unternehmens-Gestalter“ Menschen dabei, ihr Leben in vielen bereichen ins Positive zu verändern. / Foto: © Fuat Akar

Der Gladiator des Erfolgs

Seit 15 Jahren hilft Fuat Akar anderen Unternehmern, ihre Firma erfolgreich zu führen. Er sieht sich dabei nicht als Berater, sondern
als Gestalter – und verfolgt ein antikes Ideal.

Ws bedeutet für Sie Erfolg?

Ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit zu leben, das meinen Kindern und anderen Menschen als Vorbild dient. Ein Leben, das mir ermöglicht, mit Leichtigkeit Hilfsbedürftigen wie Waisenkindern in Äthiopien oder Flutopfern in Deutschland Hilfe zukommen zu lassen.

Wen würden Sie als Ihr Vorbild bezeichnen?

Meinen ehemaligen Chef Reinhold Würth. Und zwar, weil ich damals als jüngster Finanzleiter der Würth-Gruppe hautnah in den halbjährlichen Konferenzen erleben durfte, wie dieser Vorzeigeunternehmer denkt und handelt. Er hat innerhalb eines Lebens einen Konzern mit knapp 80.000 Mitarbeitern und mehr als elf Milliarden Euro Umsatz aufgebaut. Seine ethischen Grundsätze zu allen Partnern und sein Umgang mit Menschen war mir immer ein Leitbild. Ich habe in den zehn Jahren viel von ihm gelernt und bin sehr dankbar dafür.

Gemeinsam mit seiner ebenfalls erfolgreichen Frau Marta bildet Fuat Akar ein gutes Team. Sie sind seit 21 Jahren verheiratet. / Foto: © Ronny Barthel

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?

Ich weiß, wie Geld funktioniert. Ich habe gelernt, Unternehmen zu sanieren, aufzubauen, Teams zu motivieren und zu führen. Daneben sehe ich mich als mutig an: Immer bereit zu sein, zu wachsen und neue Wege zu gehen. Darüber hinaus ist mir Ehrlichkeit wichtig: Unsere Kunden und Dienstleister wissen, dass man mit mir am Telefon Verträge abschließen kann.

Was bedeutet Unglück für Sie?

Unglück gibt es nicht. Alles passiert aus einem Grund. Es sind Lektionen des Lebens. Sie fallen dir so oft auf die Füße, bis du es verstanden hast und bereit bist für den nächsten Wachstumsschritt.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?

Dasselbe, was ich unseren 14 und 16 Jahre alten Kindern rate: Umgib dich auch mit Menschen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Suche dir Mentoren, die Abkürzungen zeigen. Lerne, wie Geld für dich arbeitet. Wenn du anfangs für jemanden arbeitest, dann nie primär des Geldes wegen, sondern, um Erfahrung zu sammeln für den Weg zu deinen Zielen. Vergeude möglichst keine Zeit mit Tätigkeiten, die dich nicht deinen Lebenszielen näherbringen.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?

Ich habe schon sehr früh in meiner Selbstständigkeit konsequent eine Vier-Tage-Woche geführt. Freitag war Frei-Tag. Im weiteren Verlauf haben wir, meine Frau und ich, unsere Strategie weiter umgesetzt. Es war Teil unseres privaten Plans, durch Digitalisierung unserer Unternehmensberatung und Investments an der Börse sowie Immobilien nicht abhängig zu sein vom fatalen Prinzip „Zeit gegen Geld“.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Als Allererstes meine Eltern. Sie haben als Christen aufgrund religiöser Benachteiligung die Türkei verlassen und sind, als ich zwei Monate alt war, mit einer Tasche in der Hand nach Deutschland ausgewandert. Sie haben mir beigebracht, dass Ehrlichkeit, Mut und Fleiß sich immer auszahlen. Schon früh hat sich mein Vater selbstständig gemacht und Risiken übernommen. Ich konnte bereits als Kind viel von ihm lernen. Er war mein erster und wichtigster Mentor. Später im Leben buchte ich dann viele weitere Mentoren, und zwar in den verschiedensten Sparten, im Verkauf, bei Investments, an der Börse und so weiter.

Fuat Akar (2. v. l.) mit seinen zwei Kinden und seiner Frau Marta (r.). / Foto: privat

Was ist heute Ihr Antrieb, jeden Tag weiterzumachen?

Meiner Frau Marta und mir geht es nicht ums Geld. Wir könnten von unseren Laptops aus an der Börse handeln und weiter in Immobilien oder Unternehmen investieren. Die Menschen, die wir begleiten und deren Leben sich in vielen Bereichen ins Positive verändert, sind der Grund, warum wir tun, was wir tun. Ich habe dazu ein Bild in meinem Kopf: Menschen in die finanzielle Freiheit zu begleiten, ist wie in der Antike als Gladiator Sklaven aus der Gefangenschaft zu befreien.

Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, sagt der Volksmund. Trifft das bei Ihnen zu?

Zu 100 Prozent! In meinem Fall ist meine Frau nicht nur stark, sondern selbst erfolgreich, und darauf bin ich sehr stolz. Ohne meine Frau wäre ich nicht da, wo ich heute stehe. Und sie wäre ohne mich nicht da, wo sie heute steht, sondern vermutlich noch viel weiter … Niemand kennt mich so gut wie sie. Sie hört, was ich denke. Aber um das
zu beherrschen, hatte sie auch viel Zeit – wir sind seit 21 Jahren verheiratet.

Wie wichtig ist Ihnen soziales Engagement?

Wir haben schon immer soziales Engagement gelebt. So haben wir es von unseren Eltern vorgelebt bekommen. Obwohl sie wenig hatten, haben sie immer über Kirchen oder sonstige Organisationen Bedürftigen Spenden zukommen lassen. Dieses Jahr haben wir den Bau eines Waisenhauses in Äthiopien gefördert und 50 Prozent der Baukosten gespendet. Das war Martas Projekt und Herzenswunsch. Wir haben 40.000 Euro gespendet und den Bau ermöglicht. Zusätzlich haben wir in unserem Netzwerk mit weiteren erfolgreichen Menschen das Projekt vorgestellt und weitere 20.000 Euro eingesammelt. Dieses Projekt rettet Menschenleben.

 

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Er hat seine Wünsche immer vor Augen und ist dabei stets realistisch: Naturwissenschaftler und Direktor an den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie in Göttingen und für medizinische Forschung in Heidelberg: Stefan Hell. / Foto: © MPIBP

„Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit.“

Forschung und Wissenschaft faszinierten Prof. Dr. Stefan Hell schon seit Kindertagen. Der Ehrgeiz, neue Entdeckungen aufzuspüren und die richtigen Fragen nach dem Warum zu stellen, wurde 2014 mit dem Nobelpreis für Chemie belohnt. Trotz aller Forschungen und Erkenntnisse lässt sich der Physiker gern von zufälligen Glücksmomenten überraschen.

 

Mit der Verleihung des Nobelpreises haben Sie die wichtigste Ehrung erhalten, die es in der Wissenschaft gibt. Ist dies auch Ihr persönliches Highlight Ihrer Karriere?

Zweifellos war die Preisverleihung durch König Gustav von Schweden einer der aufregendsten Momente in meinem Leben. Ich betrachte aber die Entdeckung, dass man mit Licht molekular scharfe Mikroskopbilder aufnehmen kann als den eigentlichen Erfolg. Also herausgefunden zu haben, dass es entgegen jeglicher Lehrmeinung physikalisch geht. Bei allem Respekt für den Nobelpreis: für mich ist die Entdeckung an und für sich das Highlight.

Warum wählen Sie diesen Blickwinkel?

Stefan Hell (l.) bei der Verleihung des Nobelpreises für Chemie im Jahr 2014. / Foto: © Nobel Media AB 2014, photo: Alexander Mahmoud

Weil am Ende nur die Ergebnisse zählen und das, was man mit ihnen machen kann. Auch muss man als Wissenschaftler ein untrügliches Auge für den realen Sachverhalt haben. Selbst wenn die Fakten einem nicht in den Kram passen, muss man sie trotzdem erkennen und anerkennen. Die Natur ist nun mal so, wie sie ist. Bei all den Schwächen, die ich sicherlich habe, gehört wahrscheinlich zu meinen Stärken, dass ich versuche, mein Bestes zu geben, Wunschdenken von Realität zu trennen. Allerdings ohne dabei die Wünsche aus den Augen zu verlieren. Diesen Spagat gemeistert zu haben, macht wahrscheinlich das Geheimnis meines Erfolgs aus.

Gab es auf Ihrem Weg auch Rückschläge, die Sie zweifeln ließen?

Gerade in den ersten Jahren gab es Rückschläge zuhauf. Nämlich als ich mich in diversen Labors quer über den Kontinent verdingte und von der Hand in den Mund lebte. Abgelehnte Anträge auf Forschungsmittel oder Jobabsagen von verschiedenen Universitäten in der ganzen Welt haben mich fast verzweifeln lassen. Es gab viele Stunden, in denen ich ratlos über den Ablehnungsschreiben saß. Retrospektiv lesen sich diese Schreiben sehr skurril. Wahrscheinlich hat sich die eine oder andere Institution später über sich selbst geärgert. Aber so ist es nun einmal: Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit und meistens lässt er sich nicht vorhersagen!

Die Neugier, Neues zu entdecken, treibt ihn schon seit Kindertagen an. / Foto: © MPIBP

Ist es in der Wissenschaft schwierig, mutige Unterstützer zu finden?

Mittlerweile ist die Situation besser als in den Neunziger Jahren, aber trotzdem ist es oft nicht einfach. Mein Glück war, dass damals am Max-Planck-Institut in Göttingen ein paar Wissenschaftler mir eine Chance gaben, meine ungewöhnlichen Forschungsideen zu überprüfen. Sie haben mir vertraut, dass ich fachlich richtig liege und dass ich den Erfolg will. Vorgesetzte, die Risiken mit neuen Mitarbeitern eingehen und die Chancen, die sie mit sich bringen, erkennen, braucht es immer wieder – nicht nur in der Wissenschaft. Viele Institutionen scheuen einen mutigen, risikobehafteten Schritt. Sie entscheiden sich dann lieber für das Vorhersagbare und daher meistens auch für das Mittelmaß. Doch wer Überraschungen ausschließt, tut das Gleiche mit dem Erfolg.

Was würden Sie daher Jüngeren ans Herz legen?

Ich rate ihnen: „Aim high, stay grounded“. Also nach den Sternen zu greifen, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Und zwar, wenn man auch den Spaß daran hat. Ungewöhnliche Ziele zu haben, bietet viele Freiräume und ist persönlich befriedigender, als in ausgetretene Pfaden zu stapfen. Und mit Spaß und Freude an der Sache lassen sich auch Durststrecken überwinden. Als Naturwissenschaftler darf man aber eines nicht vergessen: die Natur ist unerbittlich. Sie ist, wie sie ist. Sie toleriert daher keine Traumtänzer und Phantasten.

Ist dies heute womöglich einfacher als früher?

Die Welt ist heute dynamischer und mobiler als noch vor zwanzig Jahren, wodurch Erfolge schneller erreichbar sind. Ich glaube, in der öffentlichen Wahrnehmung werden diese Chancen etwas unterschätzt. Auch Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen – zu denen ich sicherlich auch einmal gehört habe- können durch Risikobereitschaft und Fleiß ihr Ziel erreichen. Nicht im Schlafwagen. Hinzu kommt, dass in der westlichen Welt aufgrund einer Periode lang anhaltenden Wohlstands viele junge Menschen nicht mehr den Anreiz verspüren, erfolgreich sein zu wollen. Deswegen gelangen diejenigen, die es wirklich wollen, schneller und vorhersagbarer ans Ziel.

Sie meinen, jeder, der an den Erfolg glaubt, bekommt und verdient ihn?

In der Natur schöpft Prof. Dr. Stefan Hell Energie / Foto: privat

Sagen wir es mal so: ein hoher sozialer Hintergrund kann Tür und Tor öffnen. Zudem fällt es einem dann leichter, die Risiken einzugehen, die für den Erfolg nun einmal nötig sind. Umgekehrt kann ein hoher sozialer Status die eigene Motivation schmälern. Wenn man fast alles hat, wozu soll man sich dann noch anstrengen? Daher kann ein weniger gut betuchtes Elternhaus sogar von Vorteil sein. Auf jeden Fall gilt für alle, die ihren Erfolg mehr oder minder hart erarbeiten mussten, ihn auch verdient haben. Neid wäre fehl am Platz, denn ihr Erfolg bringt meistens auch alle anderen weiter. Wir brauchen erfolgreiche Menschen in unserer Gesellschaft.

Was treibt Sie weiter voran, Ihren Weg zu gehen?

Es gibt noch viel Neues zu entdecken und zu erfinden. Und herauszufinden, was das wirklich sein könnte, macht im Übrigen auch eine Menge Spaß.

 

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