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Der Spaß an seinem Beruf treibt ihn an: Endokrinologe und Diabetologe Prof. Dr. med. Christian Berg. / Foto: © EVK Mettmann

Keine Pflicht, sondern ein Privileg

Als Chefarzt trägt Prof. Dr. Christian Berg viel Verantwortung – für seine Mitarbeiter und vor allem für seine Patienten. Aber die Möglichkeit, Menschen helfen zu können, ist ihm jede Anstrengung wert

Es kommt wahrscheinlich selten vor, dass ein renommierter Mediziner den Tennis-König Roger Federer als Vorbild nennt. Dass Prof. Dr. med. Christian Berg die Tennis-Legende bewundert, bedeutet allerdings nicht, dass er ihm sportlich nacheifern möchte. Es geht um die innere Einstellung: „Roger Federer hat wie kein zweiter gezeigt, wie man es mit Einsatz, Motivation, Kraft und Willensstärke bis ganz nach oben schaffen kann“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann. Diese Eigenschaften bestimmen auch sein eigenes Handeln: „Neben der persönlichen Einsatzbereitschaft braucht es vor allem Authentizität, Ehrlichkeit und Empathie für das, was man tut.“

Der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann will Menschen bei ihren medizinischen Problemen weiterhelfen. / Foto: © EVK Mettmann

Sich in seine Patienten einzufühlen, fällt dem 44-Jährigen nicht schwer: Als Diabetiker kennt er deren Beschwerden oft aus eigener Erfahrung. „Es treibt mich an, noch mehr Menschen bei ihren Anliegen und medizinischen Problemen wirklich helfen zu können. Manchen kann man eine Heilung ermöglichen, vielen eine Besserung.“ Diese Möglichkeit zu haben, war auch ausschlaggebend für seine Berufswahl: „Der Gedanke, Krankheiten bekämpfen zu können und dabei gleichzeitig Menschen helfen zu können, hat mich immer fasziniert.“

Seine Leidenschaft für diese Ausgabe führte Christian Berg in Rekordzeit die medizinische Karriereleiter hinauf: Mit nur 35 Jahren wurde er zum Chefarzt an einem akademischen Lehrkrankenhaus ernannt. Dabei galt es auch, innere Hürden zu überwinden: „Die größte Schwierigkeit zu Beginn meiner Karriere war für mich, als junger Arzt von der Unterstützung anderer Entscheider abhängig zu sein. Manche Dinge liegen nicht in der eigenen Hand, vielmehr kommt es wohl darauf an, zu richtigen Zeit am richtigen Ort das Bestmögliche zu erreichen“, erinnert sich der dreifache Familienvater. Das Privatleben mit dem Beruf zu verbinden, ist in der Medizin bekanntermaßen teilweise schwierig. „Aber ich versuche, außerhalb der Klinik Berufliches auszublenden. Das gelingt mir auch deswegen gut, weil ich meistens sofort abschalten kann.“

Prof. Dr. Christian Berg mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. / Foto: privat

Kraft und Rückhalt gibt ihm dabei seine Familie, seine Kindern vor allem seine Ehefrau: Ohne ihre Unterstützung und ihren Rat hätte ich viele Dinge vielleicht anders und weniger gut entschieden. Ihr Einfühlungsvermögen und Empathie für die Dinge, die auf meinem beruflichen Weg wichtig waren und sind, sind meine allergrößte Unterstützung.“ Trotz allem Stress, den seine Arbeit mit sich bringt, lässt sich der Mediziner die Begeisterung dafür nicht nehmen: „Der Spaß an meinem Beruf treibt mich an. Es ist keine Pflicht, die erledigt werden muss, es ist ein Privileg.“ Und diesen Spaß merkt man ihm an. Gefragt nach einem Must-Have in seinem Beruf, antwortet er lachend: „Ein weißer Kittel.“

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Erfolg bedeutet für Wilma Elles, sehr gut in dem zu sein, was sie macht. In der türkischen Serie „Öyle bir geçer zaman ki“ stellt sie ihr Talent unter Beweis. / Foto: SAFFET AZAK

Deutschlands unbekannter Superstar

In Deutschland kennt man ihren Namen (noch) kaum, aber: Wilma Elles ist ein Exportschlager. Sie modelte schon für Vogue, Elle und Grazia – zum Superstar machte sie aber die in mittlerweile 70 Ländern ausgestrahlte türkische Serie „Öyle bir geçer zaman ki“ (übersetzt „Wie die Zeit vergeht“). Jetzt will sich die gebürtige Kölnerin auch zu Hause in die A-Liga spielen und drehte unter anderen den Kinofilm “Die Rückkehr” mit Ralf Bauer.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich, sehr gut in dem zu sein, was ich mache – und immer besser zu sein als gestern. Das ist mir wichtiger als Geld. Erfolg ist die innere Einstellung im Wettbewerb mit sich selbst. Ich möchte kein hin und hergetriebener Ball, sondern in meinem Leben selbst die richtweisende Kraft sein. Dazu muss ich wissen, was ich will. Es ist wichtig, Entscheidungen bewusst zu treffen. Es kann auch ein Erfolg sein, auf den einen Job zu verzichten, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Oder andersrum muss man oft auf eine tiefverwurzelte Einbindung in die Umgebung verzichten, weil man immer auf Reisen ist.

Was wollten Sie als Kind werden?

Immer Schauspielerin. Ich bin immer mutig auf mein Ziel zugegangen, weil ich mir dachte, dass mir dieser Traum von oben eingegeben wurde – ich habe mir das nicht selbst ausgesucht. Es hat mich immer von innen wie von selbst angetrieben.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Viel und mit Freude und Leidenschaft arbeiten, schöne gute Gedanken pflegen, ein gutes Team aufbauen und pflegen, sich immer wieder die Ziele vergegenwärtigen, gesund leben, Chancen sehen und kreativ wahrnehmen, von anderen lernen.

Was macht Sie aus?

Die gebürtige Kölnerin Wilma will sich nun auch in Deutschland in die A-Liga spielen und drehte unter anderem einen Kinofilm mit Ralf Bauer. / Foto: Wilma Elles

Ich kann hart und sanft sein, witzig und ernst, konservativ und modern, laut und leise, ich kann stark sein und ich kann um Hilfe bitten. Ich setze mir keine Schranken.

Wie sind Sie Superstar in der Türkei geworden?

Der Anfang hierzu war in Deutschland. Ein befreundeter Regisseur hatte mich darauf gebracht, mich für eine Hauptrolle im türkischen Kinofilm “Turkish Style” zu bewerben. Zwei Jahre später empfahl mich jemand an die Regisseurin der Serie „Öyle bir geçer zaman ki“. Wenig später zog ich schon nach Istanbul.

Sie konnten aber kein Türkisch. Bekommt man da nicht Panikattacken?

Schon etwas, um ehrlich zu sein. Was dazu führt, dass ich noch mehr gearbeitet habe. Ich war Tag und Nacht mit dem Text und der Rolle beschäftigt. Da ich Wörter anfangs völlig falsch ausgesprochen habe, sind schon mal Verzerrungen in der Bedeutung entstanden. Das hat viele Lachanfälle am Set ausgelöst. Funktioniert hat es trotzdem sehr gut und war für mich der beste Schauspielunterricht. Ich habe gelernt, wirklich mit dem Herzen zu spielen.

Haben Sie türkische Wurzeln?

Nein, meine Großeltern und Eltern sind Deutsche. Ich bin die Erste mit türkischem Pass in meiner Familie. Jetzt habe ich zwei Heimaten.

Wie nervös waren Sie bei Ihrem Umzug nach Istanbul?

Ich hatte schon etwas Angst, da ich mir die Kultur viel fremder vorgestellt habe, aber dann habe ich mich sehr schnell eingewöhnt. Die deutsche und türkische Kultur passen so gut zusammen. Bei allen Aufregungen habe ich immer Rat bei meiner Mutter eingeholt. Dafür bin ich ihr so dankbar und denke immer noch viel an ihre Worte.

Sie drehen sowohl in Deutschland, wo Sie auch wieder leben, dazu nach wie vor in der Türkei und sogar in den USA. Wie schafft man das als alleinerziehende Mutter von sechsjährigen Zwillingen?

Zum Glück hatte ich immer eine sehr gute Babysitterin an meiner Seite und seit einem Jahr ist auch mein bester Freund mehr eingebunden. Ohne ihn würde es nicht gehen. Meine Kinder sind begeistert, da er sehr viel Sport mit ihnen macht. Außerdem sind sie perfekt eingebunden in ihre Kita in Berlin und ich nehme sie sowieso zu 75 Prozent überall mit hin. Die Zwillinge sind das Set-Leben gewöhnt.

Ihr Beruf lässt sich wunderbar mit ihren Zwillingen vereinbaren, so die Schauspielerin. / Foto: SAFFET AZAK

Gibt es bei Ihnen nach der Trennung von Ihrem Mann wieder jemand Besonderes?

Ja, den gibt es. Jemand, der extrem positiv ist und besonders bei schwierigen Aufgaben immer sagt: Das macht mir viel Spaß. Die Lebenslust ist sofort spürbar.

Würden Sie nochmal heiraten?

Ich habe nie richtig geheiratet. Es gab nur eine kleine Zeremonie. Aufgrund all der Horrorgeschichten über Scheidungen reizt mich eine Heirat nicht besonders. Aber wer weiß, vielleicht traue ich mich irgendwann zu einer Trauung! Das wäre natürlich wunderschön, da ich gerne noch weitere Kinder hätte.

Wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?

Ich nehme meine private Situation mit Gelassenheit und viel Freude am Moment. Da ich schon zwei Kinder habe, habe ich keine Torschlusspanik mehr, sondern kann mich auf meinen Beruf konzentrieren, der sich wunderbar mit den Zwillingen vereinbaren lässt. Ich erkunde oft Rollen im Spiel mit ihnen und versuche immer vieles miteinander zu verbinden. Wenn sie in der Kita sind, erledige ich Büroarbeit. Zwischenzeitlich, zur körperlichen Betätigung räume ich auf, dabei telefoniere ich. Auf dem Weg zum Supermarkt lerne ich Text, mache mir Gedanken über meine Rolle und dann sind wir alle zusammen auf Reisen.

 

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Fotos © Thomas Stachelhaus

Der Chef im Hause Kelly

Joey Kelly ist Geschäftsmann, Extremsportler, Musiker und Speaker. Er kann eigentlich alles – außer faul sein.

Stillstand ist für Joey Kelly die Höchststrafe. Er braucht den Reiz der Herausforderung, ob beruflich oder sportlich. „Obwohl ich schon mehr geschafft habe, als ich mir je erträumt hätte, bin ich noch nicht satt“, sagt der 48-Jährige. Sein Weg hat ihn aus dem Schatten der Familie in eine eigene Karriere geführt – heute ist er Geschäftsmann und Sportler: „Nur, wer kämpft, schafft es. Ich habe kein Talent, aber ich habe Disziplin“, erklärt er seinen Erfolg. Kein Talent? „Ich habe nie etwas gefunden, das ich schnell lerne. Ich musste immer mehr tun als andere, ich musste intensiver meine Instrumente üben und muss länger am Schreibtisch sitzen, muss mehr kämpfen. Ich behaupte, mein einziges Talent ist Ausdauer. Aber man kann sich immer steigern, man darf nur nicht aufgeben.“ Zweifel kennt er trotzdem: „Es gab immer wieder Momente in Wettkämpfen, in denen ich dachte, dass ich es nicht ins Ziel schaffe, ich bin aber immer angekommen – und es hat mich jedes Mal stärker gemacht.“ Ein Fan von Extremsport ist er aber nicht: „Sehr riskante Sachen reizen mich nicht. Meine Intention ist es, möglichst lange zu leben.“ Am gefährlichsten fand er nicht, im Wok einen Berg runterzurasen oder durch die Wüste zu joggen, seine Warnleuchten gingen an, als er für eine Show Pokern lernte: „Ich bin ins Bett gegangen und habe ans Pokern gedacht und nach dem Aufstehen dachte ich sofort wieder daran. Ich habe den Pott heimgeholt, 50 000 Euro gewonnen und wusste, dass ich dieses Spiel nie wieder anfassen darf. Es gibt genügend Menschen, die Haus und Hof verspielt haben.“ Manchmal ist es eben auch eine Herausforderung, etwas nicht zu tun.

 

Joey Kellys sportliches Vorbild ist Luc Van Lierde: „Er ist ein ehemaliger belgischer Triathlet, der als Quereinsteiger die Weltspitze überrollte. Ich habe meinen Sohn nach ihm benannt.“ Und der ist heute ebenfalls auf dem Weg zum Sport-Maniac. „Ich bin sehr stolz auf ihn, er ist unfassbar ehrgeizig“, sagt der begeisterte Papa, der ihn gern auf seine Abenteuer mitnimmt. Nächstes Jahr möchte er als Challenge mit seinen beiden Ältesten in einem alten VW-Bus von Alaska nach Patagonien fahren – ohne Geld. Und: „Mit meiner Tochter und einem meiner Söhne mache ich außerdem Musik als Familie. Er spielt Klavier, sie singt. Das macht unfassbar viel Spaß.“ Ob das Ergebnis aber je als Album erscheint, steht nicht fest. „Ich halte meine Kinder aus der Öffentlichkeit raus, bis sie volljährig sind. Meine Tochter ist erst 14 Jahre alt. Ich will, dass sie selbst entscheiden kann, ob sie das will“, erklärt der Musiker, dessen Weg vorbestimmt war.

Dennis Diekmeier ist ein echter Familienmensch. Mit seiner Frau hat er vier gemeinsame Kinder: Delani, Dion, Dalina und Divia

„Ich habe mich nie kleinkriegen lassen.“

Man merkt sofort: Dennis Diekmeier ist ein positiver Mensch. Er lacht viel, ist ein Familienmensch, steht im Guinness-Buch der Rekorde, hat einen Kultstatus inne und ist trotzdem kein bisschen abgehoben. Deshalb definiert er Erfolg auch etwas anders. „Aus fußballersicher Sicht ist Erfolg natürlich ein Sieg. Doch es sind auch die vermeidlich kleinen Dinge, die ich als Erfolg werte. Vor Kurzem habe ich mit meiner Tochter Mathe geübt. Als sie mit einer guten Note nach Hause kam, war es nicht nur für sie ein Erfolg. Auch für mich.

Denn entscheidend war, mit ihr gemeinsam daran gearbeitet zu haben,“ sagt der vierfache Vater. Diekmeier wollte schon als Kind Fußballprofi werden. Sein Talent wurde schnell erkannt und er hat hart an seinem Traum gearbeitet. Dazu kam noch die „Faszination Stadion“. Jedes Mal, wenn er mit seinem Vater im Stadion war – vorzugsweise beim HSV – gab ihm das den Rest. „Das hat mich immer wieder umgehauen. Diese Stimmung, die vielen Menschen. Ich hatte nur noch Fußball und den Wunsch, Profi zu werden, im Kopf. Was natürlich meine Lehrer zu der Zeit nicht so toll fanden“, erinnert sich Diekmeier lachend.

Mit seinem gesunden Ehrgeiz und starken Willen ging es für ihn Schritt für Schritt Richtung Erfolg. Mit 14 Jahren wechselte er in die Jugendabteilung von Werder Bremen, ein paar Jahre später spielte er bereits in der 2. Mannschaft. 2008 dann der EM-Titel mit der deutschen U19-Nationalmannschaft. „Das war mein wichtigster Karriereschritt. Nicht nur der Turniersieg. Ich wurde auch mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. Das war der Startschuss.“ Diekmeier wechselte zum 1. FC Nürnberg, ehe er 2010 beim HSV unterschrieb. Dort blieb er bis 2018 und erlangte bei den Hamburgern Kultstatus. Nicht etwa, weil er sein Team von Sieg zu Sieg schoss. Im Gegenteil. In seiner Position als Rechtsverteidiger konnte sich seine Mannschaft auf ihn verlassen. Allerdings schaffte es Diekmeier in elf Jahren als Profi und 293 Spielen nicht, auch nur ein einziges Tor zu schießen.

DAS GANZE INTERVIEW LESEN SIE IM PRINT-MAGAZIN. AB DEM 4. DEZEMBER 2020 IM HANDEL.