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„Sehnsüchte sind mein Motor“

Er ist und bleibt der bayerische Sonnyboy mit dem Hang zu schweren Maschinen: Beruflich hat Wolfgang Fierek schon 1985 sehr erfolgreich „Resi mit seim Traktor“ abgeholt, privat bevorzugt er Motorräder. Daran änderte auch ein schwerer Unfall 2003 nichts, bei dem der gelernte Feinmechaniker fast sein rechtes Bein verloren hätte. Mit 70 Jahren sitzt Fierek noch immer fest im (Schauspiel-)Sattel und hat nichts von seinem Charme, mit dem er als „Ein Bayer auf Rügen“ ein Millionenpublikum verzauberte, eingebüßt. Zurzeit spielt der USA-Fan eine Hauptrolle in der ZDF-Serie „Marie fängt Feuer“, rockt mit seiner Band „Freedom Riders“ oder genießt die Zeit mit seiner großen Liebe, der Malerin Djamila Mendil, die er vor 27 Jahren nach einer indianischen Zeremonie der Lakota Sioux im amerikanischen South Dakota geheiratet hat.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Für mich bedeutet Erfolg, mein Leben so zu leben, wie ich mir das vorstelle. Ich plane weder Erfolg noch Anerkennung, ich folge meiner inneren Stimme, meiner Intuition, meinen Gefühlen, wenn dann meine Handlungen Anerkennung finden, ist das für mich Erfolg.

Was waren die wichtigsten Meilensteine in Ihrer Karriere?

Zusätzlich rockt der Schauspieler Wolfgang Fierek mit seiner Band „Freedom Riders“ auf der Bühne. / Foto: privat

Wahrscheinlich war der wichtigste mein Tapetenwechsel von Landsberg am Lech nach München, und zwar nach Schwabing, dort, wo die Musik spielte. Nach meinem Ausscheiden aus der Bundeswehr war ich auf einem Selbstfindungstrip. Dann kam auf einmal das Angebot von Klaus Lemke, den ich über einen Freund kennenlernte, für eine Hauptrolle in einem Fernsehfilm … Da dachte ich: Wolfgang, you made it. Gut, es hat dann doch noch ein bisschen gedauert. Danach kam die „Resi mit dem Traktor“. Wieder wähnte ich mich auf dem Weg nach oben, aber auch diesmal musste ich fighten, um in die Top 100 der Charts zu kommen. Für meinen ersten Gig habe ich neun Eintrittskarten verkauft. Aber ich gab auf der Bühne alles, als ob ich im Wembley-Stadion wäre. Ein Jahr später waren es 1.400 Gäste in derselben Disco und ich gab ein Zusatzkonzert. Geht doch, Wolfgang, sagte ich zu mir …

Wann hatten Sie mal einen heftigen „Wow, ich hab es geschafft“-Moment?

Als ich auf den Wiener Filmball 2010 eingeladen wurde, saß ich mit meiner Frau am Tisch mit Ornella Muti, nicht schlecht, oder? Doch das war es nicht. An diesem Abend hielt Maximilian Schell eine Laudatio und unterbrach sie auf einmal mit den Worten: „Ich habe gehört, der Wolfgang Fierek ist hier?“ Ich wusste nicht, wie mir geschieht. Ich stand von meinem Tisch auf und dann sagte Maximilian: „Ich sehe mir jeden Abend deine Serien auf dem Heimatkanal an, ich muss dir sagen, du bist ein hervorragender Schauspieler, natürlich, amüsant, ehrlich …Kompliment!“ Nach seiner Laudatio ging ich zu ihm und habe mich für seine für mich unvergesslichen Worte bedankt. Das war mein absolutes Highlight, ein Ritterschlag von einem Oscar-Preisträger und hervorragendem Menschen.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach Ihrem ersten Erfolg erfüllt haben?

So richtig materielle Wünsche habe ich weniger, eher Träume. Ich wollte immer eine coole Frau an meiner Seite und glücklich sein, wie meine Eltern es waren …

Wolfgang Fierek (r.) gemeinsam mit Patrick Dempsey (l.) beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. / Foto: privat

Wer ist Ihr größtes Vorbild?

Das ist und bleibt mein Vater. Daddy war immer gut drauf, einfach ein cooler Typ, bei jedermann beliebt, immer hilfsbereit, freundlich und charmant. Für meinen Vater gab es nichts, was nicht möglich war. Er hat mich im Glauben bestärkt, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es nur will und bereit bin, dafür hart zu arbeiten. Außerdem hat er mich immer wieder auf Kurs gebracht. „Runter vom Gas“ waren immer seine Worte, wenn der Bub zu hoch flog. Ab meiner Hochzeit mit meinem persönlichen Engel war es meine Frau.

Welche Ihrer Stärken sind für Sie ein Erfolgs-Booster?

Da wären einige Bausteine, die für den Erfolg einfach wichtig sind: Geduld, Disziplin, Beharrlichkeit, Humor und Teamgeist.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?

Ich lebe beides, ohne dabei zu merken, was jetzt was ist.

Wobei haben Sie denn neben dem Beruf gern Erfolg?

Bei meinen Workouts fünfmal die Woche. Nur ned locker lassen!

Was ist Ihr Ausgleich – zum Sport und zur täglichen Arbeit?

Für mich waren immer 70er-Jahre-Rock, Bergwandern und meine Touren mit meinem Motorrad die beste Inspiration und der effektivste Ausgleich. Day Rides mit Freunden sind ein Muss. Da wird die Liebe zum Motorrad und der Natur geteilt, viel gelacht und zum Abschluss gibt es eine gute Brotzeit. Was braucht man mehr?

Auf den Touren mit seinem Motorrad findet der Schauspieler Inspiration und Ausgleich. / Foto: privat

Welche Sehnsüchte haben Sie?

Sehnsüchte sind sehr wichtig für mich. Ich brauche sie wie die Luft zum Leben. Sie sind mein Motor, genauer gesagt.

Gibt es ein Must-have in ihrem Beruf?

Da ich sehr viel beruflich unterwegs bin zu Dreharbeiten oder Gigs, zum Beispiel mit meiner „Freedom Riders“-Band, ist mein Must-have ein Auto, am liebsten mag ich amerikanische Pick-ups. Ein Auto muss cool sein, zuverlässig und eine Hi-Fi-Anlage mit gutem Sound haben. Und einen V8 Motor, wenn’s geht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich halte mich an das Motto:„Per ardua ad astra“ – durch das Unwegsame zu den Sternen.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

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Das größte Glück für Ludger Pistor: anderen Leuten Freude bereiten! / Foto: Christina Kratsch

„Hollywood ist mein Hobby“

Quentin Tarantino schrieb ihm extra eine Rolle auf den Leib und am James-Bond-Set hatte er seinen eigenen Unterhalter – doch Ludger Pistor strebt nicht nach einer Hollywood-Karriere. Er genießt lieber den kleinen Ruhm in Deutschland und das gute Gefühl, nichts zu müssen. Privat findet man ihn entweder auf seinem Sofa… oder im Tempel. Der Komödiant ist nämlich praktizierender Hindu.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Die Aufgabe eines Schauspielers ist es zu unterhalten. Wenn man den Leuten Freude bringt, ist das sehr befriedigend. Und wenn dann ein Film auch noch gut besprochen wird… großartig. Wenn das mal anders ist, kann man aber zumindest daran wachsen.

Was reizt Sie daran, Menschen zum Lachen zu bringen?

Als Komödiant wird man in unserem Land immer wieder gefragt, warum man nicht Rollen mit mehr Tiefgang spielt. Ich persönlich mag gar keinen Tiefgang. Tiefgang haben wir hier schon genug, was wir brauchen, ist mehr von der heiteren Seite. Ich finde es schön, wenn Leute fröhlich sind.

Sie haben in vielen internationalen Produktionen mitgespielt. Ist Hollywood Ihr Ziel?

Das wäre, als würde ich auf einen Sechser im Lotto hinarbeiten. Ich mache das mehr als Hobby. Der Druck, als berühmter Hollywoodschauspieler seinen Erfolg zu halten, ist enorm. Man sieht ja, wie viele daran kaputt gehen. Ich habe da viel Glück mit meiner Karriere. Ich bin bekannt, konnte immer davon leben können und es geht mir gut. Wichtiger als Erfolg ist für mich, dass man seinen Seelenfrieden hat. Ich weiß nicht, was man noch alles für Erfolg tun könnte, aber ich gehe nur arbeiten. Mir gefällt es, keine anderen Verpflichtungen zu haben. Ich mache zum Beispiel kein Social

Mit Bernd Herzsprung (r.) hat Pistor (l.) 2006 in der Filmkomödie „Goldene Zeiten“ gespielt. / Foto: © Baganz

Media.

Sie haben für den Fernsehfilm „Ein Schnitzel für drei“ ein Rollenangebot von Quentin Tarantino in „Inglourious Basterds“ abgelehnt…

Das hat zeitlich mit der Szene nicht gepasst. Ich hatte beim WDR den Vertrag schon unterschrieben – und ich werde doch für einen kleinen Auftritt keinen großen Fernsehfilm platzen lassen. Zu meiner Überraschung hat Tarantino sich hingesetzt und eine neue Rolle für mich ins Drehbuch geschrieben. Wenn Tarantino etwas will, dann will er es. Da ist er wie ein Kind. Und es ist natürlich schön, wenn man selbst das ist, was Tarantino haben will.

Was war bisher Ihre liebste Rolle?

Ich war sehr gern der Krapp in „Balko“. Die schönste Produktion war aber „James Bond“. Das war die Erfüllung meines Kindheitstraums. So stellt man sich Hollywood vor – und so ist es normalerweise nicht. Als Teil der „James-Bond“-Familie wird man hofiert, hat eine persönliche Assistentin – und man muss auch die Gage nicht verhandeln. Das erste Angebot ist mehr als man wollte. Allein, was die einem zum Verspeisen auf den Tisch stellen, ist das Honorar eines Kleindarstellers. Es wird sogar ein Unterhalter mit Geschenken in die Garderobe geschickt, damit man gut gelaunt ist.

Warum wollten Sie Schauspieler werden?

Meine Oma war besessen vom Kino. Mit ihr habe ich als vierjähriger Laurel und Hardy, also Dick und Doof, gesehen und fand das toll. Genau sowas wollte ich machen.

Ludger Pistor (r.) gemeinsam mit Steffen Groth (l.): Beide haben 2007 zusammen in „Kein Geld der Welt” mitgespielt. / Foto: Christina Kratsch

Wie haben Sie Ihre Ausbildung finanziert? Sie waren unter anderem in Amerika an der Schauspielschule…
Ich hatte einen Job in einem Schokoladenladen, der aber nicht so gut lief. Nur die alten, aus Deutschland emigrierten Omas kamen, um unterm Ladentisch illegal importierte Weinbrandbohnen zu kaufen. Gefüllte Schokolade ist in Amerika nämlich verboten.

Wo finden Sie einen Ausgleich zu Ihrem Beruf?

Ach, auf dem Sofa. Und ich fliege manchmal nach Indien. Ich bin seit gut 20 Jahren Hindu.

Wie sind Sie zum Hinduismus gekommen?

Ich wollte in Sri Lanka eine Ayurveda-Kur machen, weil ich überarbeitet war. Dort habe ich schnell wieder ausgecheckt, war aber dafür bei einer Palmblatt-Lesung. Angeblich soll vor ein paar Tausend Jahren die Zukunft aufgeschrieben worden sein und man kann sich das eigene Leben vorlesen lassen. Das habe ich gemacht. Alles aus der Vergangenheit stimmte und es treten auch noch immer wieder Dinge ein. Unglaublich. Ein Kapitel war über das vorherige Leben und was man machen kann, um das Karma positiv zu verändern. Das interessierte mich am meisten. Nach diesem Erlebnis habe ich über mein Hotel die ersten Brahmanen und Mönche kennengelernt. Zu Hause habe ich mir dann einen Hindu-Tempel in Berlin gesucht. Hindu ist aber eine Religion ohne Muss. Wenn man in den Tempel geht, bekommt man einen Segen, wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. In meiner Wohnung habe ich außerdem einen kleinen Schrein, an dem ich Räucherstäbchen anstecken kann.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich glaube, das ist Karma. Kompetenz schadet nicht, aber was man unbedingt braucht, ist Glück, sonst kommt man nie auf einen grünen Zweig. Und Dankbarkeit ist auch wichtig.

Welchen Traum würden Sie sich gern noch erfüllen?

Das Haus von Ian Fleming, dem Erfinder von „James Bond“, auf Jamaika ist heute ein Hotel. Man kann in seinem original eingerichteten Arbeitszimmer schlafen. Das würde ich gern mal machen – und wenn es nur für eine Nacht ist.

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Die Sex-Expertin Paula Lambert behandelt in ihrem neuen Buch den Weg zu einem gesunden Selbstbewusstsein. / Foto: Copyright: sixx/Marc Rehbeck;

„Frauen geben sich mit mittelmäßigen Optionen zufrieden“

 

Sie ist Deutschlands Sex-Expertin und bringt auf Sixx sowohl die heißesten als auch die heikelsten Themen auf den Tisch. Kürzlich ist Paula Lamberts sechstes Buch erschienen: „Geh schon mal in dich, das Glück kommt dann nach“ – ein Ratgeber, der helfen soll, Selbstzweifeln endlich die Stirn zu bieten.

 

Wie sehr trifft Dich selbst Kritik? Gerade in der Showbranche ist man ja nicht zimperlich…

Kritik trifft einen nur, wenn man selber ahnt, dass man Mist gebaut hat oder einfach nicht gut genug war. Richtige Kritik hilft einem aber, sich selbst zu hinterfragen und besser zu werden. Also: Ich bin Kritikfan, so grundsätzlich.

Du bist – gefühlt im Gegensatz zu fast der gesamten Fernsehbranche – nicht Size Zero. Empfindest Du heute noch Druck?

Ich war immer schlank und super-sportlich. Zugenommen habe ich parallel zu meiner Fernsehkarriere, auch, weil ich mich maximal um die Sorgen der anderen kümmere. Da brauche ich eine Schutzschicht, hat sich meine Seele offenbar gedacht. Von Seiten der Sender habe ich keinen Druck bekommen, aber von meinem Körper. Übergewicht ist kein Spaß, ich merke das inzwischen in den Gelenken und in den Organen. Bodypositivity hin oder her.

Was kann man für sein Selbstbewusstsein tun?

Foto: Heyne

Ehrlich und authentisch sein und aushalten, nicht von allen geliebt zu werden. Mein neues Buch „Geh schon mal in dich, das Glück kommt dann nach“ behandelt genau diesen Weg.

Was bedeutet für Dich Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich umsetzen zu können, was ich mir vorgenommen habe?

Gibt es ein zu viel an Erfolg?

Es gibt nur den Verlust des eigenen Ichs. Das kann aber auch mit ein bisschen Erfolg oder ganz ohne Erfolg passieren.

Wer ist Dein Vorbild?

Sara Blakely, die Gründerin von Spanx, fällt mir da ein. Die würde ich wirklich gerne mal kennenlernen.

Foto: privat

Du bist Expertin für Sex. Was ist denn eigentlich guter Sex?

Wenn man wirklich im Hier und Jetzt ist und alles miteinander spürt. Und ein bisschen Technik.

Wie schwierig ist es für Dich als Mutter, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen?

Für Mütter ist das Leben ein täglicher Kampf um das „Ich würde gern“, „Ich sollte“ und „Sie brauchen mich ja gar nicht mehr“. Meine Kinder sind praktisch aus dem Haus, die brauchen mich kaum noch. Davor war es aber jahrelang die Hölle. Es ist eigentlich nicht schaffbar, alles unter einen Hut zu bringen.

Welche Fehler machen Frauen mit denen sie sich den Weg nach oben versperren?

Sie geben sich mit mittelmäßigen Optionen zufrieden. Frauen müssen groß und gewaltig denken, genau wie Männer!

 

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Alleine auf der Bühne stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness

Rufus Becks Ratschlag an sein jüngeres Ich: „Alles ist gut, du bist geliebt, jeder Tag ist eine Chance, sei dankbar und höre auf dein Herz.“ / Foto: BrauerPhotos / O.Walterscheid

Rufus Beck sieht sich als Zehnkämpfer der darstellenden Künste. Ein sportlicher Ansatz, den der 65-jährige allerdings auch zu 100 % erfüllt. Passend zu seinem Lebens- und Berufsmotto: „100 % sind Minimum“. Beck ist Schauspieler, Sänger, Regisseur, Sprecher und Produzent. In all diesen „Disziplinen“ kann er Erfolge vorweisen. Dabei ist Beck eher durch Zufall in die Sphäre der darstellenden Künste eingedrungen.

Während seines Studiums der Ethnologie und Philosophie an der Universität Heidelberg arbeitete Beck nebenbei am Stadttheater. „Ich wusste nicht, dass ich das Talent zur Schauspielerei beziehungsweise zum Showbusiness habe. In zwei Theaterproduktionen habe ich dort unter anderem Musik gemacht und kleine Rollen gespielt. Der Regisseur und seine Regieassistentin meinten, ich solle auf eine Schauspielschule gehen. Vielleicht hatte man das eher im Spaß gesagt, aber ich habe das ernst genommen und meine akademische Laufbahn beendet,“ so Beck. Manchmal braucht es ihm Leben andere Menschen, die einem den gewissen Schubs geben. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass viele Menschen mich gefördert haben oder in mir etwas gesehen haben, von dem ich selbst gar nichts ahnte und das mir dann eine völlig neue berufliche Richtung gab.“

Schauspielerin Jo Kern (l.) und Rufus Beck (r.) bei der „Movie meets Media” in München 2020. Foto: © Baganz

Allerdings bringt Beck sehr wohl das nötige Talent und die richtige Einstellung mit, um so lange in dieser Branche erfolgreich sein zu können. „Ich bin jetzt seit über 40 Jahren im Showbusiness und habe so vieles ausprobiert, hatte Höhen und Tiefen, Erfolge und Flops. Entscheidend ist aber immer wieder, sich selbst in Frage zu stellen. Was möchte ich? Wo will ich Hin? Was sagt mir mein Herz? Wie werde ich glücklich?“ Neben etwas Glück, das auch immer zum Erfolg gehört braucht es allerdings auch noch ein paar Eigenschaften, die man mitbringen sollte. „Man sollte eine Vision haben. Der Glaube an sich selbst und dass Träume in Erfüllung gehen können. Und nicht zu vergessen: Leidenschaft für das, was man tut.“

Bei Rufus Beck hat vieles funktioniert, weil er diese Eigenschaften mitbringt und verinnerlicht hat. „Ich hatte zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn die etwas kindliche Vision, einmal alleine auf den größten Bühnen zu stehen und vor einem großen Publikum zu spielen. Das passierte dann wirklich nach vielen Jahren zum ersten Mal 1994 auf der ersten „Tabaluga“ Deutschland Tournee unter anderem in der Olympiahalle München, wo ich die Show als „Magier“ eröffnen durfte und vor 12.000 Menschen agierte.“ Alleine auf der Bühne zu stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness. Und Beck erfüllt diese Disziplin mit Leidenschaft und Bravour.

Doch nicht nur da. Jeder, der Harry Potter gehört hat, kennt seine Stimme. Die Harry Potter-Hörbücher mit Beck als Sprecher haben sich fast 4 Millionen mal verkauft. Überregionale Anerkennung und Schauspielpreise bekam er, als er von 1988-94 am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert war….

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„Meine Stärke ist auch mein größter Schwachpunkt“

 

Früh übt sich, wer eine eigene TV-Produktionsfirma haben will… Eva Habermann hat geschafft, wovon viele Schauspieler träumen. Sie ist nicht nur Schauspielerin und Moderatorin, sondern produziert auch ihre eigenen Filme und kann sich so in Rollen verwirklichen, die schon lange auf ihrer Wunschliste stehen. Dabei war es Zufall, dass sie heute vor und hinter der Kamera aktiv ist. Eva Habermann weiß: Wer erfolgreich sein will, darf sich von Rückschlägen nicht einschüchtern lassen.

Erfolg bedeutet für Eva Habermann ganz klar: „Ich habe ein Ziel und es gelingt mir, dieses zu erreichen.“ Was einfach klingt, ist in der Umsetzung alles andere als simpel: „In meinem Beruf muss man eine starke Willenskraft haben und sich ein dickes Fell zulegen.“

Sie ist mutig, willensstark, risikobereit. Aber was einerseits ihre Stärke ist, ist auch ihr größter Schwachpunkt: „Mit der Einstellung, „ganz oder gar nicht“ wird man auch einige, „gar nichts geht“-Momente erleben.“ Und dann?

„Wann immer es Rückschläge gab – und davon gibt es viele – habe ich es als Motivation gesehen, einen anderen Weg zu finden, um meine Passion Film weiterzuleben.“ Ihr Erfolgsgeheimnis: „Ich stehe zu dem, was ich mache! Und ich habe immer eine Vision, von dem, was ich will und bleibe mir selbst treu.“

Schon als Kind stand Eva Habermann vor der Kamera, da sie mit fünf Jahren in einer ZDF Kinderserie „die Musikdose“ mitspielte.
Mit 14 Jahren bewarb sie sich für die Moderation des Disney Club, schaffte in die letzte Bewerbungsrunde… Gut, der Sender entschied sich für Moderatorin Antje Piper. Aber die junge Eva gab nicht auf, fragte nach: „Was bringt mich für meinen Berufswunsch nach vorne?“ Dort lernte sie auch Schauspielkollege Ralf Bauer kennen.

Sie nahm Schauspiel- und Sprechunterricht. Mit 17 Jahren bekam die Hamburgerin ihren ersten TV-Job, moderierte „Pumuckl TV“. Zwei Jahre später stand sie als Schauspielerin vor der Kamera. In über 75 TV- und Kinoproduktionen wirkte sie mit, war für das Publikum und die TV-Macher die perfekte Besetzung für eine Frau mit den Attributen „sympathisch, schön, sexy“. Aber: „Mit etwa 35 Jahren wurden die Angebote weniger.“

Trotzdem ließ sie sich nicht vom TV-Business demotivieren: „Jeder Schritt ist ein Teil des Weges.“ Das, was man in diesen künstlerischen Berufen vor allem braucht, ist Mut und die Kraft nach Enttäuschungen wieder aufzustehen und den Weg weiterzugehen, an sich als Schauspieler zu arbeiten.“ Die leidenschaftliche Reiterin, die gerne Kraft in der Natur tankt, zog es ans Boulevard-Theater. „Dort konnte ich meine Fähigkeiten als Schauspielerin noch weiter ausbauen“, sagt sie.

Jede Stufe ihrer Karriere war zu dem Zeitpunkt ein persönliches Highlight sagt sie. Zu ihren persönlichen neuesten Highlights Ihrer Karriere gehört der Dreh eines eigenen Films „Cyst“ und die damit verbundene Zusammenarbeit mit bekannten amerikanischen Schauspielern, wie zum Beispiel Gene Jones (no country for old men) oder Jason Douglas (The Walking Dead)

Die wichtigste Eigenschaft, die erfolgreiche Menschen heute brauchen, ist eine besondere Art zu denken und zu handeln. „Anstatt, dass Du anderen Menschen ihren Erfolg neidest, konzentriere dich auf deine Weiterentwicklung und sei noch fleißiger als die Anderen. Wenn du jemanden was missgönnst, ist es Zeitverschwendung, kümmere dich lieber um dich.“
Dann spielte der Zufall Schicksal: Nach dem Dreh des Fantasie-Independent-Film „Trolls World-voll vertrollt“ bekam sie von dem Macher ein Angebot als Co-Produzentin. Ein Traumjob: „Durch die Arbeit hinter der Kamera, entdeckte ich, wie sehr mich das erfüllt. Ich bin sehr glücklich in meiner Rolle als Produzentin und Drehbuchautorin. Ich kann eigene Geschichten erzählen und umsetzen, insbesondere Themen, die mir am Herzen liegen.“

2017 gründete sie mit ihrem Freund Alexander König die Produktionsfirma Fantomfilm. Sie sind ein perfektes Team – privat und geschäftlich: „Er akzeptiert und liebt mich mit meinen Stärken und mit meinen Fehlern.“ Eine gute Stimmung am Arbeitsplatz ist ihr sehr wichtig und möchte keine Hierarchien in der Firma. „Meine Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, nur so entfaltet jeder sein ganzes kreatives Potential. Ich sorge dafür, dass sie mir auf Augenhöhe begegnen und mit mir über alles sprechen können. Außerdem sorge ich für immer für guten Kaffee und Essen.“

Eva Habermann hat einen Traum und zwar weiterhin als Produzentin zu arbeiten und Stoffe zu verwirklichen, die sie antreiben, umgeben von kreativen, tollen Mitarbeitern. „Natürlich werde ich auch noch als Schauspielerin arbeiten und freue mich auf spannende Rollen, die ich noch spielen werde.“

Ihr neustes Projekt ist eine Jugendserie, die sie gerade entwickelt und auch mitschreiben möchte. „Es ist eine von mir bewusste Entscheidung, für Teenager eine freche, lustige Youtube-Serie zu entwickeln.“

Soziales Engagement, egal wie erfolgreich oder prominent man ist, ist sehr wichtig. Wenn jeder Mensch auf dieser Welt sich positiv einbringen würde, würde es der Gesellschaft besser gehen. „Ich habe in meinem Leben bereits so viel vom Universum geschenkt bekommen. Ich sehe es als meine Pflicht, auch etwas zurückzugeben zum Beispiel für die „Stiftung Kinderjahre“ von Hannelore Ley, für die sie sich schon seit einigen Jahren engagiert.“

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

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Trotz vieler Niederlagen hat er es zum Erfolg geschafft: Moderator Daniel Aminati. © Andreas Thümmler

„Ich war immer ein Kämpfer“

Sein Leben glich einer Achterbahnfahrt: Die Kindheit verbrachte Daniel Aminati im Erziehungsheim, dann stieg er kometenhaft zum Popstar auf und landete letztlich unsanft in einem Schuldenberg. Der TV-Moderator ist aber für jeden Moment seiner Geschichte dankbar, besonders für die Schlechten. Denn die haben ihn geformt.

Daniel Aminati hat eine klare Lebensphilosophie: „Ein guter Tag ist, wenn Du mehr gelacht als Dir Gedanken über Probleme gemacht hast. Es gibt für fast alles eine Lösung. Ich möchte mich mehr in der Freude befinden als im Pessimismus“, sagt er. Es ist also nicht nur Fassade, dass der heute 47-Jährige wie ein Sunnyboy wirkt, der auf ruhiger See zum Erfolg gesegelt ist – obwohl er mehr als einem Sturm trotzen musste. Der TV-Star verrät: „Mein Leben wurde extrem von Niederlagen geprägt.

Das fing schon in der Kindheit an. Ich habe keinen Schulabschluss und bin ab meinem zehnten Lebensjahr in insgesamt drei Erziehungsheimen groß geworden – mein Weg war sehr, sehr steinig. Aber wegen des Lebens, das ich hinter mir habe, bin ich jetzt auch der, der ich bin. Ich war immer ein Kämpfer und kein Opfer.

Du lernst laufen nur durchs Hinfallen. Ich glaube, dass jeder Stolperstein Motivation sein kann zu wachsen.“ Wie damals, als er als Mitglied von „Bed & Breakfast“, der ersten deutschen Boyband, das Popstar-Klischee lebte und so einen finanziellen Scherbenhaufen produzierte. „Das wieder in Ordnung zu bringen und zu verstehen, was für mich ein zufriedenes Leben bedeutet, hat Jahre gedauert, war aber auch unfassbar lehrreich für mich. Ich bin zwar durch meine Arbeit noch immer eine Person der Öffentlichkeit, aber in erster Linie achte ich jetzt darauf, Mensch zu sein.

Das ganze Interview können Sie ab 4. Dezember 2020 in der Printausgabe von “Secrets of Success” lesen.