Beiträge

„Bildung ist der Schlüssel für Erfolg“

 

Sie zeigt der FDP, wie man Wahlen gewinnt. Mit Katja Suding als Spitzenkandidatin schaffte die Partei nach zwei vergeblichen Versuchen 2011 den Wiedereinzug in die Hamburgische Bürgerschaft. Das war für die heute 43-Jährige der Startschuss für eine zweite Karriere. Seit 2015 ist die PR-Expertin stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, seit 2017 Mitglied des Bundestags.

Katja Suding ist zielstrebig. Während andere das Studentenleben genossen, arbeitete sie neben ihrem Studium der Kommunikationswissenschaften bereits als PR- und Kommunikationsberaterin. Nach ihrem Abschluss macht sie sich selbstständig, kümmert sich um Kunden aus der Mode-, Einrichtungs- und Automobilbranche. 2002 und 2004 kommen ihre Söhne Johann und Jacob auf die Welt. Als ihr Jüngster zwei Jahre alt ist, tritt sie in die FDP ein. Sie will etwas bewegen. „Guck’ nicht auf das, was andere für dich tun können, sondern mach’ es selbst“, ist ihr Leitspruch. „Ich wollte nie abhängig sein von irgendwem oder irgendwas. Mein erstes Geld verdiente ich als Schülerin: Vom Fließband einer Geflügelschlachterei bis zu Jobs als Zimmermädchen und im Supermarkt nutzte ich jede Gelegenheit, mir das Taschengeld für mein Schuljahr in Amerika zu erarbeiten.“
Ihr Ziel als Politikerin: Ihre Kinder sollen in einer Gesellschaft aufwachsen, in der alle Menschen in Freiheit und Verantwortung so leben können, wie sie es wollen. „Ich kämpfe für weltbeste Bildung für jedes Kind, unabhängig von Elternhaus und Wohnort. Deshalb engagiere ich mich für bundesweit einheitliche Bildungsstandards und für digitale Bildung in der Schule“, konkretisiert die zweifache Mutter ihre politischen Ambitionen. „Denn Bildung ist der Schlüssel für Selbstbestimmung und Erfolg. Kein Kind darf davon ausgenommen sein.“ Ein ambitioniertes Ziel. „Ja, man muss mutig sein und sich hohe Ziele setzen. Die erreicht man aber nicht über Nacht, dafür muss man bereit sein, zu kämpfen.“ Rückschläge gehören da dazu, eine Erfahrung, die sie auf dem politischen Parkett gelernt hat. „In der Politik gewinnt man nicht jede Wahl. Bei parteiinternen Wahlen bin ich schon mal gescheitert. Dann heißt es aufstehen und weitermachen.“ Am besten lege man sich für Rückschläge ein dickes Fell zu. Gegenwind und Widerstände müsse man aushalten können. Und was würde sie ihren Kindern raten? „Finde heraus, was dir Spaß macht, arbeite an dir und dann wirst du darin auch gut sein.“

 

Von Claudia Rothhammer