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Statt mit ästhetischen Eingriffen als Schönheitschirurg beschäftigt sich Dr. Bruce Reith während der Pandemie mit dem Aufbau eines Schnelltest-Systems. / Foto: © Medical Hair & Estehtic

Umdenken statt Querdenken

Eigentlich verhilft Dr. Bruce Reith als Schönheitschirurg seinen Patienten zu mehr Lebensqualität. Während der Pandemie hat er aus der Not eine Tugend gemacht: mit dem Aufbau eines Schnelltest-Systems.

Ich liebe es, mich manisch auf Dinge zu versteifen, die mich interessieren“, erzählte Bruce Reith in der letzten Ausgabe von „Secrets of Success“. Dieser Leidenschaft ist der Beauty-Doc auch in Corona-Zeiten treu geblieben. Allerdings profitierten von seiner neuesten Obsession nicht die Patienten seiner Schönheitskliniken, sondern die Allgemeinheit: Statt mit nicht ganz perfekten Körpern und lichtem Haar beschäftigte er sich während der Pandemie vor allem damit, ein Schnelltest-System aufzubauen, das einfach zu handhaben war und verlässliche Ergebnisse lieferte. „Am selben Tag, an dem die AntigenSchnelltests 2020 zugelassen wurden, habe ich in meiner Praxis in Köln ein Schnelltestzentrum eingerichtet, das gleichzeitig das erste in Deutschland war, und nach Schulung meines medizinischen Personals umgehend eröffnet“, erinnert

Er hat 2020 das erste Schnelltestzentrum Deutschlands eingerichtet – dabei ging es ihm nie um den finanziellen Erfolg. / Foto: privat

sich der Mediziner an die Anfänge seiner Test-Aktivitäten. „Nach dem ersten Monat in Köln im Oktober 2020 habe ich meine Praxen in München und Berlin ebenso umgerüstet. Anfang März 2021 kamen dann noch 18 private Testzentren dazu.“ Trotz mehrerer Millionen Umsatz

pro Monat ist es Reith wichtig zu betonen, dass sein Hauptanliegen nicht der finanzielle Erfolg war. „Mein persönlicher Verdienst lag weit unter dem in meinem eigentlichen Betätigungsfeld.

Während andere mit dem von mir entwickelten System Millionäre wurden, wollte ich vor allem einen Beitrag zur Sicherheit unserer Gesellschaft leisten.

Dr. Bruce Reith (r.) mit Sänger und Entertainer Dave Kaufmann (l.) in einer seiner Teststationen. / Foto: © Christian Rudnik / BILD

Mir ging es darum, in dieser schweren Zeit zu helfen. Wichtig war mir, Infektionsketten effektiv zu durchbrechen. Dazu haben wir als einer der Ersten in größerem Umfang Kapazitäten geschaffen. Dabei haben wir Pionierarbeit in Sachen Datenschutz, Aufklärung, Rechtssicherheit, Hygienekonzept und Abrechnung geleistet.“ Die Qualität seiner Tests sprach sich schnell herum, sodass Reith Verträge mit Bundesministerien, Fernsehproduktionen und anderen Wirtschaftsträgern abschließen konnte. An seinem Erfolg mit den Testzentren ließ Reith auch Freunde und Bekannte teilhaben, die durch die Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren:

„Ich habe jedem, der mich darum bat, einen Job gegeben.

Zeitweise hatte ich deshalb in den Testzentren über 300 Mitarbeiter, obwohl ich eigentlich auch mit der Hälfte ausgekommen wäre.“

Für den Mediziner steht fest, dass es in Krisenzeiten wichtig ist, als Vorbild voranzugehen und dabei unbürokratische Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls zu treffen, statt darauf zu warten, dass die Politik alles regel.

 

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Der Spaß an seinem Beruf treibt ihn an: Endokrinologe und Diabetologe Prof. Dr. med. Dr. Christian Berg. / Fotos: © EVK Mettmann

Keine Pflicht, sondern ein Privileg

Als Chefarzt trägt Prof. Dr. Christian Berg viel Verantwortung – für seine Mitarbeiter und vor allem für seine Patienten. Aber die Möglichkeit, Menschen helfen zu können, ist ihm jede Anstrengung wert.

Es kommt wahrscheinlich selten vor, dass ein renommierter Mediziner den Tennis-König Roger Federer als Vorbild nennt. Dass Prof. Dr. med. Christian Berg die Tennis-Legende bewundert, bedeutet allerdings nicht, dass er ihm sportlich nacheifern möchte. Es geht um die innere Einstellung: „Roger Federer hat wie kein zweiter gezeigt, wie man es mit Einsatz, Motivation, Kraft und Willensstärke bis ganz nach oben schaffen kann“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann. Diese Eigenschaften bestimmen auch sein eigenes Handeln:

„Neben der persönlichen Einsatzbereitschaft braucht es vor allem Authentizität, Ehrlichkeit und Empathie für das, was man tut.“

Der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann will Menschen bei ihren medizinischen Problemen weiterhelfen. / Fotos: © EVK Mettmann

Sich in seine Patienten einzufühlen, fällt dem 44-Jährigen nicht schwer: Als Diabetiker kennt er deren Beschwerden oft aus eigener Erfahrung. „Es treibt mich an, noch mehr Menschen bei ihren Anliegen und medizinischen Problemen wirklich helfen zu können. Manchen kann man eine Heilung ermöglichen, vielen eine Besserung.“ Diese Möglichkeit zu haben, war auch ausschlaggebend für seine Berufswahl: „Der Gedanke, Krankheiten bekämpfen zu können und dabei gleichzeitig Menschen helfen zu können, hat mich immer fasziniert.“

Seine Leidenschaft für diese Ausgabe führte Christian Berg in Rekordzeit die medizinische Karriereleiter hinauf: Mit nur 35 Jahren wurde er zum Chefarzt an einem akademischen Lehrkrankenhaus ernannt. Dabei galt es auch, innere Hürden zu überwinden: „Die größte Schwierigkeit zu Beginn meiner Karriere war für mich, als junger Arzt von der Unterstützung anderer Entscheider abhängig zu sein. Manche Dinge liegen nicht in der eigenen Hand, vielmehr kommt es wohl darauf an, zu richtigen Zeit am richtigen Ort das Bestmögliche zu erreichen“, erinnert sich der dreifache Familienvater. Das Privatleben mit dem Beruf zu verbinden, ist in der Medizin bekanntermaßen teilweise schwierig. „Aber ich versuche, außerhalb der Klinik Berufliches auszublenden. Das gelingt mir auch deswegen gut, weil ich meistens sofort abschalten kann.“

Prof. Dr. Christian Berg und seine Familie / Foto: privat

Kraft und Rückhalt gibt ihm dabei seine Familie, seinen Kindern vor allem seine Ehefrau: Ohne ihre Unterstützung und ihren Rat hätte ich viele Dinge vielleicht anders und weniger gut entschieden. Ihr Einfühlungsvermögen und Empathie für die Dinge, die auf meinem beruflichen Weg wichtig waren und sind, sind meine allergrößte Unterstützung.“ Trotz allem Stress, den seine Arbeit mit sich bringt, lässt sich der Endokrinologe und Diabetologe die Begeisterung dafür nicht nehmen: „Der Spaß an meinem Beruf treibt mich an. Es ist keine Pflicht, die erledigt werden muss, es ist ein Privileg.“ Und diesen Spaß merkt man ihm an. Gefragt nach einem Must-Have in seinem Beruf, antwortet er lachend: „Ein weißer Kittel.“

 

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Der Spaß an seinem Beruf treibt ihn an: Endokrinologe und Diabetologe Prof. Dr. med. Christian Berg. / Foto: © EVK Mettmann

Keine Pflicht, sondern ein Privileg

Als Chefarzt trägt Prof. Dr. Christian Berg viel Verantwortung – für seine Mitarbeiter und vor allem für seine Patienten. Aber die Möglichkeit, Menschen helfen zu können, ist ihm jede Anstrengung wert

Es kommt wahrscheinlich selten vor, dass ein renommierter Mediziner den Tennis-König Roger Federer als Vorbild nennt. Dass Prof. Dr. med. Christian Berg die Tennis-Legende bewundert, bedeutet allerdings nicht, dass er ihm sportlich nacheifern möchte. Es geht um die innere Einstellung: „Roger Federer hat wie kein zweiter gezeigt, wie man es mit Einsatz, Motivation, Kraft und Willensstärke bis ganz nach oben schaffen kann“, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann. Diese Eigenschaften bestimmen auch sein eigenes Handeln: „Neben der persönlichen Einsatzbereitschaft braucht es vor allem Authentizität, Ehrlichkeit und Empathie für das, was man tut.“

Der Chefarzt der Inneren Medizin am Evangelischen Krankenhaus Mettmann will Menschen bei ihren medizinischen Problemen weiterhelfen. / Foto: © EVK Mettmann

Sich in seine Patienten einzufühlen, fällt dem 44-Jährigen nicht schwer: Als Diabetiker kennt er deren Beschwerden oft aus eigener Erfahrung. „Es treibt mich an, noch mehr Menschen bei ihren Anliegen und medizinischen Problemen wirklich helfen zu können. Manchen kann man eine Heilung ermöglichen, vielen eine Besserung.“ Diese Möglichkeit zu haben, war auch ausschlaggebend für seine Berufswahl: „Der Gedanke, Krankheiten bekämpfen zu können und dabei gleichzeitig Menschen helfen zu können, hat mich immer fasziniert.“

Seine Leidenschaft für diese Ausgabe führte Christian Berg in Rekordzeit die medizinische Karriereleiter hinauf: Mit nur 35 Jahren wurde er zum Chefarzt an einem akademischen Lehrkrankenhaus ernannt. Dabei galt es auch, innere Hürden zu überwinden: „Die größte Schwierigkeit zu Beginn meiner Karriere war für mich, als junger Arzt von der Unterstützung anderer Entscheider abhängig zu sein. Manche Dinge liegen nicht in der eigenen Hand, vielmehr kommt es wohl darauf an, zu richtigen Zeit am richtigen Ort das Bestmögliche zu erreichen“, erinnert sich der dreifache Familienvater. Das Privatleben mit dem Beruf zu verbinden, ist in der Medizin bekanntermaßen teilweise schwierig. „Aber ich versuche, außerhalb der Klinik Berufliches auszublenden. Das gelingt mir auch deswegen gut, weil ich meistens sofort abschalten kann.“

Prof. Dr. Christian Berg mit seiner Frau und seinen beiden Kindern. / Foto: privat

Kraft und Rückhalt gibt ihm dabei seine Familie, seine Kindern vor allem seine Ehefrau: Ohne ihre Unterstützung und ihren Rat hätte ich viele Dinge vielleicht anders und weniger gut entschieden. Ihr Einfühlungsvermögen und Empathie für die Dinge, die auf meinem beruflichen Weg wichtig waren und sind, sind meine allergrößte Unterstützung.“ Trotz allem Stress, den seine Arbeit mit sich bringt, lässt sich der Mediziner die Begeisterung dafür nicht nehmen: „Der Spaß an meinem Beruf treibt mich an. Es ist keine Pflicht, die erledigt werden muss, es ist ein Privileg.“ Und diesen Spaß merkt man ihm an. Gefragt nach einem Must-Have in seinem Beruf, antwortet er lachend: „Ein weißer Kittel.“

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Vor zehn Jahren hat Carsten Öztan seine Zahnklinik Ost in Berlin gegründet. Seitdem wächst das Unternehmen ununterbrochen. Foto: Nicole Schnittfincke

„Sie werden doch wohl nicht…“

Seit zehn Jahren wächst Carsten Öztans Zahnklinik Ost unaufhörlich. Der Berliner weiß genau, welche Charakterzüge Unternehmer brauchen, um Widrigkeiten zu meistern und langfristig erfolgreich zu sein.

„Sie werden doch wohl nicht in die Türkenklinik gehen?“ Mit perfiden Aussagen wie dieser machte manch Berliner Zahnarzt vor rund zehn Jahren bei seinen Patienten gegen Carsten Öztan mobil. Der hatte zusammen mit seinem Bruder Jürgen gerade die Zahnklinik Ost gegründet – ein Dorn im Auge mancher Berufskollegen. „Mit Migrationshintergrund muss man immer ein Stück besser sein als andere. Es gelten andere Maßstäbe. Eigentlich bin ich immer Deutscher, aber wenn jemandem etwas missfällt, dann bin ich sofort der Türke“, sagt Ötzan. Sonderlich gestört haben ihn solche Schmähungen, so schlimm und aus der Zeit gefallen sie auch waren, nie. Ganz im Gegenteil: Für ihn waren sie Ansporn, noch mehr dafür zu tun, mit seinem jungen Unternehmen noch schneller zu wachsen. „Wenn das Umfeld nicht versucht hätte, mir solche Steine in den Weg zu legen, könnte es gut sein, dass ich es bei einer Klinik belassen hätte.“ Hat er aber nicht. Mittlerweile sind es drei Kliniken, aufgeteilt unter den beiden Brüdern.

Als Unternehmer müsse man eben psychisch stabil, belastbar und mutig sein, um auch Widrigkeiten zu überstehen, ist sich Öztan sicher. Gerade in den Jahren nach der Klinikgründung, als Öztan das rasante Wachstum seines jungen Unternehmens finanziell nicht immer kompensieren konnte, waren diese Charaktereigenschaften gefragt. Am wichtigsten dabei: Ruhe bewahren. „Ich glaube, das hat man einfach oder man hat es nicht. Wenn ein Banker einem vorrechnet, dass Hunderttausende Euro fehlen, ist es natürlich schwer, ruhig zu bleiben. Aber meine Lebenseinstellung ist: Am Ende wird sowieso alles gut. Das ist schwer zu erklären, aber extrem hilfreich“, sagt der 44-Jährige.

Wenn Öztan von zurückliegenden Herausforderungen, vor allem aber von Meilensteinen und Erfolgen der Zahnklinik Ost spricht, dann immer im Plural. Zum einen, weil er das Unternehmen lange zusammen mit seinem Bruder Jürgen führte, zum anderen, weil es in den Kliniken trotz jährlichem Wachstum von rund 20 Prozent sehr familiär zugeht. „Da ist viel mehr Vertrauensbasis als in anderen Firmen. Die Personen, die seit der Firmengründung dabei sind, sind mittlerweile auch alle in Führungspositionen. Die stehen mir alle sehr nahe. Deshalb spreche ich auch immer von wir.“ Dieses Wir und die Verantwortung für die Belegschaft treiben den Berliner, der seine Stärken vor allem im Zwischenmenschlichen verortet, täglich an.

Carsten Öztans Tage sind lang. „So richtig abschalten kann ich nie. Ich arbeite eigentlich immer, wenn ich wach bin“, sagt er lachend. Seine Freundin könne ein Lied davon singen. „Auch wenn man heute mit Smartphones viel flexibler ist und schneller reagieren kann als früher, zur Ruhe kommt man damit natürlich viel schwieriger. Wenn dann wieder mal die wöchentliche Bildschirmzeit aufploppt, erschrecke ich oft.“ Etwas Ausgleich findet Öztan in seinen Hobbys, für die er sich bewusst Zeit freischaufelt.

Seit einem Marketingkniff im Rahmen der dritten Zahnklinik-Ost-Eröffnung – Öztan stieg damals für einen Box-Showkampf gegen Arthur Abraham in den Ring – boxt der Berliner mit Leidenschaft. Bis zu fünf Mal pro Woche, meist frühmorgens um 5 Uhr. Daneben fotografiert er, spielt Golf und ist gerne in der Natur unterwegs – mit dem Boot oder der Angelrute. Im Gegensatz zum Berufsleben ist er in seiner Freizeit nicht sonderlich erfolgsorientiert. „Beim Angeln geht es mir gar nicht darum, etwas zu fangen. Darin bin ich auch wirklich miserabel. Es geht mir vielmehr darum, ein paar Stunden alleine dazusitzen, ohne dass mich jemand anspricht.“

Luxus bedeutet für Öztan innere Zufriedenheit, ein sorgenfreies Leben und keine getroffene Entscheidung zu bereuen, auch wenn man im Nachhinein weiß, wie man es hätte besser machen können. „Diese Erfahrungen gehören dazu und prägen einen am Ende positiv“, ist er sich sicher. Viel wichtiger sei es für Unternehmer, durch ein Alleinstellungsmerkmal einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu haben. Öztans zahnärztliches Spezialgebiet ist das Setzen von Implantaten. Auch das – die Freiheit, sich im Berufsalltag voll auf seine Stärken und Vorlieben konzentrieren zu können – bezeichnet er als Luxus. „Das gleicht dann auch den ganzen Stress gut aus. Ich habe alles, was mich glücklich macht.“

Von Jonas Raab

Dr. Ulrich Ruppe ist ein großer Fan der Formel 1. Seit zehn Jahren lebt er selbst an der Côte d’Azur.

Blockaden überwinden

Durch unsere Arterien, Venen und Kapillaren fließt unser Lebenselixier, das Blut. Ohne dieses Netzwerk geht nichts in unserem Körper. Das merkt man spätestens, wenn es an einer Stelle zu einem Engpass oder Verschluss kommt. Wie gut, dass es Experten wie Dr. Ulrich Ruppe gibt. Seine Praxen liegen im Berliner Ärztezentrum „Helle Mitte“ sowie im „Gesundheitszentrum am Potsdamer Platz“. Der renommierte Gefäßchirurg hat schon vielen Patienten das Leben gerettet, indem er Blockaden in Blutgefäßen beseitigt hat. Auch auf seinem Weg zum Traumberuf musste er Barrieren überwinden.

Seit 25 Jahren ist Ulrich Ruppe niedergelassener Gefäßchirurg mit eigenen Praxen. Er behandelt vor allem Krampfaderpatienten aus Berlin – und durch seine russischen, polnischen und englischen Sprachkenntnisse Männer und Frauen aus der ganzen Welt. Er ist zweifelsohne erfolgreich. Die Patienten vertrauen ihm. Aber wie definiert er Erfolg? An der Zahl seiner Patienten? Den über 10.000 durchgeführten Venenoperationen? „Viele setzen Erfolg leider mit Geld gleich. Schade“, sagt er. Erfolgreich sei in seinen Augen derjenige, der mit dem, was er tut, für sich „und die Welt“ Gutes tut. Zufrieden kann Ulrich Ruppe auf jeden Fall mit seinem Leben sein. Nicht nur, weil er täglich Menschen hilft, sondern auch, weil er sein privates Glück gefunden hat. Er ist mit der ebenso erfolgreichen Unternehmerin und Influencerin Dana Huschert liiert, mit der er die zwölfjährige Tochter Emily Elisabeth hat.

Ulrich Ruppe wusste bereits mit elf, dass er explizit „Chirurg“ werden will, wie seine Helden in der US-Serie M.A.S.H., die in jeder Folge mit dem Skalpell in der Hand Leben retteten. Auf dem Weg zum Traumberuf gab es viele Hürden zu überwinden, an denen andere mutlos aufgegeben hätten. Nicht aber Ulrich Ruppe. Sein „unabdingbarer Wille“ hat ihm geholfen, alle Blockaden zu überwinden.

Eine wichtige Lektion in Sachen „Durchhaltevermögen“ hat er in Leningrad (heute St. Petersburg) gelernt. Dort studierte der gebürtige Ostberliner in den 80er-Jahren sechs Jahre Medizin, erlebte Gorbatschows „Perestroika“ vor Ort. „2 1/2 Stunden Anstehen für Butter bei minus 28 Grad, die dann unmittelbar vor dir ausverkauft ist – das prägt“, lacht er heute. Aber er lernt: Mit Hartnäckigkeit und einem guten Netzwerk kommt man doch noch an Butter – oder an seinen Traumjob.
Von Claudia Rothhammer

 

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

PD Dr. med. Christian Weißenberger ist Leiter des Zentrums für Strahlentherapie Freiburg. © Zentrum für Strahlentherapie Freiburg

Erfolgreich Gesundheitsbewusstsein schaffen

Er gilt als einer der wichtigsten Krebsexperten Deutschlands und macht gemeinsam mit zahlreichen Prominenten auf die Bedeutung der Krebsprävention aufmerksam. Für PD Dr. med. Christian Weißenberger heißt Erfolg vor allem, kranken Menschen helfen zu können.

Dass Gesundheit ein hohes Gut ist, muss man Christian Weißenberger nicht erklären. Der bundesweit bekannte Leiter des Zentrums für Strahlentherapie in Freiburg im Breisgau setzt sich seit Langem für ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein seiner Landsleute ein und feilt stets an neuen Therapiemöglichkeiten. „Persönlich erfolgreich zu sein heißt für mich, Dinge zu erreichen, ohne mir untreu zu werden“, erklärt Weißenberger. „Als Arzt geht es in dem Fall konkret darum, seinen Patienten die bestmögliche Therapie zu bieten – die zuverlässig und schonend und auch für alle Patienten bezahlbar ist.“

Wie man erfolgreich handelt, musste Christian Weißenberger bereits als 17-jähriger Gymnasiast lernen – und das nicht nur auf der Schulbank. Er und sein Bruder mussten nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters dessen Landwirtschaftsunternehmen übernehmen. Ein Sprung ins Ungewisse, der jedoch durch Fleiß und eine gesunde Selbsteinschätzung gelang: „In dieser Zeit habe ich gelernt, dass so manches gute Geschäft gerade dasjenige ist, das nicht zustande kommt“, blickt Christian Weißenberger zurück. „Egal ob es sich um Kunden oder um Patienten handelt: Wenn die Chemie zwischen den Beteiligten letztendlich nicht stimmt, sollte man es lieber lassen.“

Neben der Patientenbetreuung und der Forschung liegt dem 54-jährigen Mediziner der „Freiburg Health Day“ besonders am Herzen, den er 2016 aus der Taufe gehoben hat. Alljährlich geht es da an mehreren Standorten in Freiburg bei Sportveranstaltungen, Vorträgen und Showauftritten ausschließlich um das Thema Gesundheit. Unterstützt wird der „Freiburg Health Day“ von prominenten Sportlern wie der Olympiasiegerin Heike Drechsler oder von Schauspielern und Influencern wie Thorsten Nindel („Lindenstraße“), Patrick G. Boll („Berlin – Tag und Nacht“) oder Model und „Bachelor“-Kandidatin Dany Michalski. „Wenn ich da mit all diesen tollen Menschen auf der Bühne stehe und sehe, mit wie viel Freude die da alle mitmachen, dann ist das schon ein absolutes Highlight!“, freut sich Weißenberger.

Fußball und Kickern sind Claassens Leidenschaft. Zweimal war er bereits Präsident eines Fußballclubs – bei Hannover 96 und bei RCD Mallorca. Fotos: © Syntellix AG

Erfolgreich mit harter und strukturierter Arbeit

Prof. Utz Claassen ist ein Macher, ein Entrepreneur und Stehaufmännchen. Claassen schwimmt gerne auf der Erfolgswelle, bis sie ihn vom Brett reißt. Dann steht er auf und surft die nächste Welle. Sein Abitur macht er mit 17 Jahren mit dem Notendurchschnitt von 0,7. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und zwischenzeitlich auch der Medizin steigt er bei McKinsey ein und wechselt dann zu Ford, später zu Volkswagen. 1994 wird er Finanzvorstand und Vertreter des Präsidenten bei Seat. Es folgt der Posten des Vorstandsvorsitzenden bei Sartorius und 2003 schließlich bei EnBW. Heute steht Claassen an der Spitze des Medizintechnikherstellers Syntellix, den er 2008 gegründet hat.

Mit Erfolg, aber auch Widrigkeiten kennt er sich aus. Claassen hat viel durch in seiner beruflichen Laufbahn. Er polarisiert. Wenn Claassen auf Fragen antwortet, dann nie wie aus der Pistole geschossen. Er denkt intensiv nach, wägt ab, seine Wortwahl ist wohlüberlegt und freundlich.

Darin sieht er auch eine der Stärken, die für seinen Erfolg maßgeblich sind: „Ich kann mich vernünftig artikulieren.“ Außerdem habe er Kampfgeist, sei fleißig und bringe eine hohe Einsatzbereitschaft mit. Mit diesen Stärken kann er seinen selbstgestellten Ansprüchen gerecht werden und seine Ziele als Topmanager erreichen. Topmanager ist Claassens Berufsbezeichnung. Seit er 17 Jahre alt war, war ihm seine Berufswahl klar. „Ich wollte und will gestalten, verändern und verbessern. Das kann man als Topmanager.“ Als Kind hatte er verschiedene Berufe auf dem Zettel: Statiker, weil der Onkel einer war; Apotheker, weil der Menschen gesund macht; als Gymnasiast wollte er Gehirnchirurg werden, als Kind schwebte ihm eine Karriere als Fußballprofi vor.

Das mit dem Fußballprofi hat nicht geklappt, aber dafür war er zeitweise Fußballpräsident. 1997 für 74 Tage bei Hannover 96. Er wollte sanieren, stieß auf Widerstand, wurde bedroht, zog sich schließlich zurück. Seit 2010 war er Investor bei RCD Mallorca und hatte dort verschiedenen Posten inne – auch wieder als Präsident. Fußball ist eine Herzensangelegenheit für Claassen. Hier kommt er kurz ins Schwärmen, wird dann aber wieder sachlich. „Ein realisierter Traum oder eine genutzte Gelegenheit können sich im Nachhinein als wenig vorteilhaft herausstellen“, sagt er. Ob er irgendetwas nachtrauert? „Nein, es lohnt sich nicht, einer Sache nachzutrauern, weil sich die Vergangenheit nicht ändern lässt. Ärger und Angst sind schlechte Berater.“

Er muss es wissen. Claassen sieht stets das Positive in der jeweiligen Situation. „Jeder einzelne Schritt meiner Karriere war wichtig, weil er mir immer etwas anderes gebracht hat. Und zwar den Eintritt in eine neue Welt mit neuen Perspektiven.“ Trotzdem benennt er durchaus Highlights seiner Karriere. „Karrieretechnisch und medial war meine Position als EnBW-Chef ein Highlight, als ich 38.000 Mitarbeiter hatte. Von der Intensität her war die Seat-Sanierung mein Highlight.“ Auch den emotionalsten Moment seiner Laufbahn als Topmanager teilt Claassen: „2013, als Syntellix den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft erhalten hat, hatte ich mich vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, um mich um meine sterbende Mutter zu kümmern. Nur für einen Abend habe ich sie mit der Frau eines Freundes allein gelassen, als ich den Preis in Empfang genommen habe.“ Darum werde er den Preis immer mit seiner Mutter in Verbindung bringen, den er ihr als Zeichen seiner Wertschätzung mit nach Hause gebracht, gezeigt und gewidmet habe.

Neben seiner Mutter war Ferdinand Piëch eine wichtige Person in Claassens Leben. Dessen Tod am 25. August 2019 hat den Topmanager getroffen. „Die Person auf der Welt, die ich außerhalb der Familie am meisten respektiert habe und respektiere, der ich am meisten zu verdanken habe, die mir die meisten wichtigen Referenzpunkte, Förderungen, Forderungen, Herausforderungen, Lehren und Einsichten mitgegeben hat, ist Ferdinand Piëch. Sein kürzliches Ableben ist ein unfassbarer Verlust für unsere Wirtschaft und Gesellschaft gewesen, den viele wahrscheinlich nicht einmal richtig verstanden haben“, sagt Claassen über seinen Mentor.

Heute hat Claassen selbst Mentor-Qualitäten. Jungen Menschen, die ins Topmanagement wollen, gibt Utz Claassen folgenden Tipp mit auf dem Weg: „Sich nicht von der Leichtigkeit des Seins verführen lassen. Mit harter und strukturierter Arbeit kann man die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das berufliche Glück kommt. Daran habe ich mich immer gehalten.“ Gleichzeitig gibt Claassen aber zu, dass dieser Beruf mit dem Privatleben nicht immer einfach zu vereinbaren sei. „Ich habe zu viel Fokus auf meinem beruflichen Einsatz. Und extrem wenig Freizeit.“ Er könnte sich vorwerfen, zu wenig Freizeit und Privatleben zu haben. „Ich bin privat glücklich, aber objektiv betrachtet habe ich habe ich viel zu wenig Zeit für private Dinge.“ Ein Schicksal, das viele erfolgreiche Menschen mit Claassen teilen. Trotzdem nimmt er sich hin und wieder eine Auszeit. Zum Beispiel, um Tischfußball spielen, zu Hause am eigenen Kickertisch, aber auch auf Turnieren.

Gerne würde Utz Claassen mal einen ganzen Tag „offline“ sein. „Das wäre Luxus für mich.“ Allerdings sei das derzeit unvorstellbar und mit seiner unternehmerischen Verantwortung nicht zu vereinbaren. Verantwortungsgefühl ist ein Must-have in seinem Beruf. „Wer unternehmerisch tätig ist und Personalverantwortung trägt, muss rund um die Uhr Verantwortungsgefühl haben“, sagt Claassen. Verantwortungsgefühl mache seiner Meinung nach auch eine gute Führungskraft aus. „Und Führungsfähigkeit im Umgang mit Menschen. Nicht jeder, der ein guter Fachmann ist, ist auch eine gute Führungskraft.“ Seinen eigenen Führungsstil beschreibt Claassen so: „Jeder ist so frei, wie er gut ist.“

Über Statussymbole spricht Utz Claassen nicht so gerne. Er möchte seine finanziellen Möglichkeiten auch nicht mit seiner offenkundigen Leidenschaft für Autos in Verbindung bringen und bleibt vage, wenn es um seinen privaten Fuhrpark geht. Ein Bentley? „Ich lebe in starken Loyalitäten, und es versteht sich von selbst: Wenn ich ein Fahrzeug käuflich erworben habe, dann eines, das ich mit dem Konzept Piëch-Engineering in Verbindung bringe und das mich auch über meine Arbeitszeit im Volkswagen-Konzern hinaus mit Herrn Piëch verbindet, wann immer ich es fahre.“
Von Renate Kerscher

Prof. Dr. Marion Kiechle

Prof. Dr. Marion Kiechle ; Direktorin der Frauenklinik
Foto: Eckert / Heddergott

Wer Karriere machen will, darf sich nicht verstecken

Mit einer Freundin hat sie den Bestseller „Tag für Tag jünger“ geschrieben. Doch nicht nur wegen ihrer Anti-Aging-Strategien ist Marion Kiechle für Frauen interessant: Die Gynäkologin hat sich auch der Krebsforschung verschrieben und könnte mit ihrer Arbeit vielen Frauen helfen – Frauen wie Angelina Jolie, die eine Veranlagung für Brustkrebs in sich tragen und in ständiger Angst leben.

Kiechle zählt zu den Top-Brustkrebsspezialisten Deutschlands – und sie war die erste Frau hierzulande, die auf einen Gynäkologie-Lehrstuhl berufen wurde. Die 59-Jährige blickt auf eine beachtliche Karriere in der Medizin zurück. „Dabei ist bei uns in der Familie weit und breit kein Arzt vorhanden.“ Dafür aber eine Mutter, die ihrer Tochter von klein auf Mut zusprach. „Meine Mutter ist heute 81. Sie hat zwar ein gutes Abitur gemacht, durfte aber nicht studieren, da man davon ausging, dass sie eh mal heiratet. Dabei wäre sie gerne Apothekerin geworden.“ Ihre Mutter legte großen Wert auf Bildung, sie habe ihr immer geraten: „Mach dich nicht abhängig von einem Mann. Verdien dein eigenes Geld.“

Nach einem Praktikum im Krankenhaus schrieb sich Kiechle für Medizin an der Uni Freiburg ein. Es folgten Promotion und Habilitation. Aus ihren hochgesteckten Zielen hat sie nie ein Geheimnis gemacht. Ganz im Gegenteil: „Wenn man Karriere machen will, sollte man das auch nach außen kommunizieren, insbesondere den Menschen, die einem weiterhelfen und begleiten können.“ Das rät sie insbesondere jungen Frauen. Gerade die seien in Bewerbungsgesprächen meist bescheidener und zurückhaltender als ihre männlichen Kollegen. „Dabei hat Karriere so gar nichts mit Familienplanung zu tun. Kinder kann man nicht planen.“ Schon allein die Frage, wann man den richtigen Mann für die Familiengründung finde, könne keine Frau wissen. Sie selbst habe ihre große Liebe erst mit 46 Jahren getroffen – gemeint ist Sportkommentator Marcel Reif.

In Bayern kennt man Kiechle aber vor allem an der Seite eines anderen Mannes: Ministerpräsident Markus Söder. Er ernannte die Direktorin der Frauenklinik München 2018 zur Wissenschaftsministerin. Sieben Monate später – nach einer Wahlniederlage – war ihr Ausflug in die Politik zu Ende. Am nächsten Tag hat sie ihre Arbeit als Klinikdirektorin und ihre Forschungsarbeiten wieder aufgenommen. Sie wirkt zufrieden und mit sich im Reinen. „Niederlagen dürfen einen nicht aus dem Konzept bringen“, sagt sie. „Man darf sie vor allem nicht persönlich nehmen.“

Claudia Rothhammer