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Hatte schon immer einen Faible für Digitales: Userlane Gründer Hartmut Hahn Foto © Userlane GmbH

Der Krisen-Meisterer

Computer waren immer schon die Leidenschaft von Hartmut Hahn. Vor vier Jahren gründete er deshalb Userlane – eine Firma, die dafür sorgen will, dass wirklich jeder seine Software auch anwenden kann. Heute hat der 39-Jährige bereits siebzig Mitarbeiter, Tendenz drastisch steigend. Dass bei einem so jungen und schnell wachsenden Unternehmen nicht immer alles läuft wie ursprünglich geplant, stresst ihn nicht – der Unternehmer ist Stress gewöhnt. Sein Abitur machte der gebürtige Niederbayer 2001 zur Dotcomkrise, zur Finanzkrise 2007 war er fertig mit dem Studium und suchte einen Job — und pünktlich zur Coronakrise ist er nun dabei, mit Userlane international zu expandieren.

 

Wie sind Sie auf die Idee zu Userlane gekommen?
Ich war schon als Kind begeistert von allem, was digital war, und habe – unter Bedenken meiner Eltern – einen Großteil meiner Freizeit vor dem Bildschirm verbracht. Mit dieser Begeisterung für Digitales bin ich dann auch ins Berufsleben gestartet und war zunehmend enttäuscht davon, wie frustrierend die Arbeit mit komplexer Software sein kann. Die Anzahl der Anwendungen, mit denen man sich auskennen muss, steigt ständig, alles verändert sich laufend und die Bedienbarkeit lässt meistens zu wünschen übrig. Im Großen und Ganzen schien es mir, dass meine Kollegen und mich vieles eher behindert hat, statt uns produktiver zu machen. Die Idee von Userlane ist aus diesem Problem heraus entstanden – wir wollten das Arbeiten mit Technologie einfacher, effektiver und motivierender machen, indem wir jedem Menschen bei jeder Software genau die Hilfe geben, die er gerade braucht.

Wie startet man ein Unternehmen wie Ihres?
Ein Unternehmen zu starten, ist theoretisch einfach: Ein Problem finden und lösen, für das die Menschen bereit sind, Geld zu bezahlen. Für mich ist aber eine andere Sache entscheidend: Wie begeistert bin ich von dem Problem, das ich lösen möchte? Die Antwort macht den Unterschied, ob ich nach Rückschlägen aufgebe oder nach Lösungen suche – und im Endeffekt ist Erfolg dann nur eine Frage der Zeit und ob man lange genug durchhält, bis es klappt.

Wie viel Mut braucht es, heute ein Unternehmen zu gründen?
Für mich fühlt es sich riskanter an, nicht zu gründen und Jahre meines Lebens in einem Unternehmen an etwas zu arbeiten, mit dem ich mich nicht identifiziere und dessen Sinn ich nicht teile. Wenn man sich bewusst macht, dass alles in der eigenen Verantwortung liegt, gibt einem das sehr viel Freiheit – es gibt keine Ausreden, etwas nicht zu ändern, wenn es einem nicht passt.

Ist Userlane einer der Gewinner der Coronakrise?
Nein. Auch wenn wir als digitales Unternehmen in den letzten Monaten stärker an Umsatz und Mitarbeitern zugelegt haben, spüren wir die impliziten Kosten der Krise. Emotional, weil ich spüre, dass die anfängliche Homeoffice-Euphorie nachlässt und unseren Mitarbeitern der soziale Austausch fehlt, und strukturell, weil wir einiges – wie die Eröffnung eines Office in den USA – verschieben mussten.

Sie haben gerade in einer Finanzierungsrunde zehn Millionen eingesammelt. Wie investieren Sie die?
Die Basis von Userlane sind die Menschen, die mit uns arbeiten. Daher investieren wir in erster Linie in neue Mitarbeiter – einerseits, um unser Produkt weiterzuentwickeln, und andererseits, um neue Märkte zu erschließen.

Von Johanna Reichert

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Der Hangar II bei Paderborn ist bekannt für seine Legenden der Luftfahrt. Dort kann man auch eine Pilatus P3-05 „Brazil Lady” bestaunen. Max Schwarz darf sie sogar regelmäßig fliegen. Bild: privat

Über den Wolken schweben

Wer hätte gedacht, dass große Fluglinien plötzlich ums Überleben kämpfen? Max Schwarz aus Paderborn will trotzdem Pilot werden. Er kann sich keinen schöneren Beruf vorstellen. Der 21-Jährige lässt sich von der Weltuntergangsstimmung in der Branche nicht beirren und hat mit der Ausbildung zum Berufspiloten begonnen. In etwa einem Jahr hat er die Lizenz in der Tasche. Dann will er sich selbstständig machen – und Manager*innen, Geschäftsleute, VIPs und viele weitere erfolgreiche Menschen an ihren Wunschort fliegen.

Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Welt von oben sehen, mühelos durch den Himmel gleiten und die unendliche Freiheit genießen. Aber durch Corona fühlen sich viele Menschen nicht mehr wohl in den großen Fliegern, meiden sie. Stattdessen steigen die Nachfragen für Privatflüge. Auch Max Schwarz wurde schon mehrmals gefragt, ob er nicht so einen Privatflug übernehmen könnte. „Das darf ich nur mit einer Berufspilotenlizenz, deshalb jetzt die weitere Ausbildung“, sagt der 21-Jährige. „Ich glaube, dass die Nachfrage nach Privatflügen weiterhin steigen wird. Wer vor Corona Business oder First Class geflogen ist, bevorzugt jetzt den Privatjet.

Wer mit Max Schwarz fliegt, vertraut sich einem jungen, aber sehr talentierten Flieger an. Mit 21 Jahren kann er bereits 400 Flugstunden vorweisen. Für sein Alter ungewöhnlich viele, andererseits ist Max Schwarz in eine Familie hineingeboren, die seit drei Generationen die Flugleidenschaft gepackt hat und immer wieder Piloten hervorbringt. Die Leidenschaft ist auch auf Max Schwarz übergesprungen. Mit acht Jahren, platziert auf drei Sitzkissen in Opas Flugzeug, durfte er zum ersten Mal das Steuer im Flugzeug halten. Seine fliegerische Ausbildung begann er mit 13. Er begann mit Segelflug, später kam Motorflug und die Kunstflugberechtigung für Segel- und Motorflugzeuge dazu. Inzwischen fördert ein Paderborner Oldtimerclub dieses junge Talent und vertraut ihm die alten historischen Flugzeuge für Rundflüge und Vorführungen an.

Umso erstaunlicher, dass er nach dem Abitur ernsthaft darüber nachgedacht hatte, Wirtschaftsingenieurswesen zu studieren. „Was Bodenständiges eben“, sagt er. Dabei fühlt er sich in der Luft am wohlsten. Zum Glück hat er es sich doch noch überlegt und sich für den Berufspilotenschein entschieden. „Erfolg hat für mich gar nicht so viel mit Geld zu tun. Vielmehr hat es damit zu tun, ob ich glücklich bin. In der Luft bin ich glücklich“, sagt er. Schließlich kam er zu dem Entschluss: Warum etwas studieren, was vielleicht nie so glücklich machen kann wie Fliegen? Außerdem könne er sich keinen Beruf vorstellen, wo er sich so frei fühlen könnte. Über den Wolken ist die Freiheit ja bekanntlich grenzenlos – und der Blick auf die unendliche Weite ist laut Max Schwarz einfach unbeschreiblich schön.

Dass sein Traum vom selbstständigen Berufspiloten auch platzen könnte, daran denkt er nicht. „Nein. Ich zieh das jetzt durch und ich bin mir sicher, dass das auch klappt und der richtige Weg für mich ist. Denn Fliegen ist genau mein Ding. Das ist das, was ich unbedingt machen möchte. Dafür kämpfe ich auch, tue alles, um beruflich in die Luft zu kommen“, sagt Max Schwarz.

Von Claudia Rothhammer

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

©Verena Ecker

„Eine klare Zielsetzung haben“

Helmut Zierl ist als erfolgreicher Schauspieler aus dem deutschen Fernsehen nicht wegzudenken. Er flimmert seit über dreißig Jahren über die Mattscheibe und spielt in einer großen Produktion nach der nächsten mit. In über hundert Filmen und Serien ist Zierl seit 1982 zu sehen gewesen – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Herr Zierl, Sie sind schon hunderte Male in fremde Charaktere geschlüpft – an welcher Rolle sind Sie am meisten gewachsen?
Diese Rolle liegt gar nicht lange zurück. Ich habe 160-mal den Willy Loman in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ gespielt. Ein erfolgloser Vater, der seinen beiden Söhnen großen Erfolg vorgaukelt und an dieser Lebenslüge zerbricht. Ein menschliches Schicksal, das auch im realen Leben oft vorkommt. Ich wachse immer wieder daran, mich in menschliche Tragödien hineinzuversetzen. Das gilt natürlich auch für positiv besetzte Rollen.

Wollten Sie schon immer Schauspieler werden, um in fremde Rollen schlüpfen zu können?
Mich haben im Religionsunterricht die Geschichten interessiert. Ich war auch gerne Konfirmand. Ich fühlte mich berufen, anderen zu helfen. Daher wollte ich gerne Pastor oder Sozialarbeiter werden.

Warum dann doch Schauspieler?
Irgendwann entstand in mir der Wunsch, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, mich in andere hineinzuversetzen. Unterschiedliche Charaktere zu prägen, ist für mich bis heute eine große Herausforderung.

Apropos Herausforderung, gab es Rückschläge auf ihrem Karriereweg?
Die einzigen Rückschläge, an die ich mich erinnere, waren Begegnungen mit Regisseuren, die ich im Nachhinein als Sadisten bezeichnen würde. Nur durch viel Selbstbewusstsein und den Glauben an mich selbst konnte ich solche Tiefen überwinden.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Ich spiele meine Rollen sehr authentisch und ich habe von Anfang an gespürt, dass ich als Sympathieträger vom Publikum angenommen wurde.

Was sehen Sie rückblickend als Ihre wichtigsten Karriereschritte?
Der erste Karriereschritt war von der Schauspielschule ins feste Engagement nach Hannover. Von da an kam der große Karrieresprung ans Hamburger Thalia Theater, und anschließend im Fernsehbusiness bis heute Fuß gefasst zu haben, war der dritte Karriereschritt.

War das der Wendepunkt Ihrer Karriere?
Der Entschluss, mich vom Theater abzuwenden, kostete mich viel Überwindung, weil ich damit eine sichere Einnahmequelle aufgab. Ich habe mich dann anfänglich durchs Synchronisieren über Wasser gehalten. In meinem Beruf sind Begegnungen oder Beziehungen sehr wichtig. Die „richtigen Leute“ kennenzulernen, war am Anfang sehr schwierig.

Welchen Tipp würden Sie heute Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Meinem jüngeren Ich würde ich raten, den Anspruch zu verfolgen, seine Träume zu verwirklichen. Und jedem Berufseinsteiger kann ich nur empfehlen, an sich zu glauben und eine klare Zielsetzung für sich zu haben.

Gab es jemanden, der Sie auf Ihrem Weg unterstützt hat?
Ganz am Anfang haben meine Eltern mich sehr unterstützt. Mein Vater verdiente als Polizeibeamter nicht viel Geld. Trotzdem hat er mir die teure Schauspielschule finanziert. Ohne die Hilfe meiner Eltern wäre ich gleich am Anfang gescheitert.

An welchen Orten tanken Sie Kraft für neue Projekte und Rollen?
Früher habe ich auf Reisen meine Energie geholt. Heute komme ich am besten zu Hause in Lütjensee und in meinem Domizil in Südfrankreich zur Ruhe. Dort schöpfe ich Kraft.

Das Reisen ist Ihre Leidenschaft. Gibt es ein berufliches Reiseziel, dass Ihnen in Erinnerung geblieben ist?
Weil ich ein Leben lang unter entsetzlichem Fernweh litt, war 1984 die Hauptrolle in dem Sechsteiler „Flug in die Hölle“, der sechs Monate lang in Australien gedreht wurde, ein absolutes Highlight.
Von Renate Kerscher

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Inhaber und Geschäftsführer der K-motion-Häuser Mathias Kemme mit Geschäftspartner Christof Gläser.

„Kino machen ist kein Beruf, sondern Leidenschaft“

Magische Kinomomente gehören für Kinobetreiber Mathias Kemme zum täglichen Geschäft. Als Inhaber und Geschäftsführer der K-motion-Häuser bringt er spannende Blockbuster und feine Arthouse-Filme auf die Leinwände in 15 Standorten und zaubert Filmfans ein Lächeln ins Gesicht. Ein Job, der glücklich macht!

Mit dem Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“ fing alles an. Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder tauchte Mathias Kemme 1967 zum ersten Mal in die wunderbare Welt des Filmes ein und verliebte sich sofort in die einzigartige Magie des Kinos. Begeistert vom Popocornduft und dem Flimmern auf der Leinwand wurde mit diesem Erlebnis der Grundstein für seinen Traumberuf gelegt.

Für den heute 56-jährigen Geschäftsführer hat die Faszination zum Film nichts von seinem Glanz verloren. Ein Grund, warum Mathias Kemme zusammen mit seinem Geschäftspartner Christof Gläser und einem achtköpfigen Team auf innovative Ideen in seinen Kinostandorten setzt. „Der Glaube ans Kino gibt uns in jedem Bereich Antrieb. Sei es bei der Vermarktung unserer Häuser oder der fortlaufenden Suche nach geeigneten Bauprojekten und Grundstücken für neue Standorte. Kino zu leben, beinhaltet mehr als nur das Genießen von großartigen Filmen.“

Der Weg zum Erfolg führte Mathias Kemme über verschiedene Stationen, die jedoch immer mit dem Thema Kino verbunden waren. Ob im Immobilienmanagement für eine Multiplexkette oder als Förderer von vielversprechenden Filmprojekten: Kino spielt im Leben des gebürtigen Westafrikaners eine wichtige Rolle.

„Kino machen ist kein Beruf, sondern Leidenschaft“, sagt Kemme, der 2008 die laufenden Geschäfte der K-motion Kinobetriebe federführend übernahm. „Man lässt sich auf jeden Film ein und möchte die Freude am Film mit den Kinogästen teilen. Egal, ob es sich um millionenschwere Produktionen wie James Bond oder deutlich kleinere Projekte aus dem europäischen Raum handelt. Das Geheimnis liegt in der Art, Filme zu betrachten und jedes Projekt mit gleicher Sorgfalt auszuwerten. Diese Herangehensweise federt auch Rückschläge und nachhaltige Umbrüche in der Branche ab.“

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Michael Hoffmann ist im Niedersächsischen Oldenburg aufgewachsen und absolvierte ein Masterstudium in Leadership & Organisationsentwicklung an der Universität Bremen. Hier ist er zu sehen mit seinen Klienten Etienne und Stefan Effenberg. Foto © Acorado Sports GmbH

Wille schlägt Talent

Michael Hoffmann startete bereits mit 27 Jahren seine Manager-Laufbahn. Doch ein Job war dem gebürtigen Bremer nie genug – so wurde er Vorstandsvorsitzender beim Bremer Luftfahrtcluster, Repräsentant der Amerikanischen Stadt Savannah und Vorstandsmitglied des Branchenverbandes Bremen Digital Media.

2016 gründete er die Acorado Sports GmbH und baute diese in kürzester Zeit zu einer interdisziplinären Sport-Agentur aus. Seit 2018 ist er zudem Mitglied der Geschäftsleitung bei einem weltweit führenden Aktienunternehmen mit über 45.000 Mitarbeitern. Das ist aber noch lange nicht das Ende seines Weges. Für Secrets of Success haben wir mit ihm über seine Erfolgsgeschichte gesprochen.

Fragt man Michael Hoffmann nach seinem Verständnis von Erfolg ist seine Antwort klar: „Die Anerkennung, für die ich Leistung erbracht habe.“ Er wusste schon früh, dass er erfolgreich sein möchte. Als sein Großvater plötzlich starb, merkte er, wie gerne er ihm gezeigt hätte, was er alles erreichen kann. „Für mich war die Wertschätzung durch meinen Großvater sehr wichtig.

Mir ist damals klargeworden, dass man nicht so viel Zeit hat. Man muss Gas geben, damit zumindest die eigenen Eltern den Erfolg miterleben.“, so Hoffmann. Das tat er dann auch. Mit 17 Jahren wurde er bereits Vorsitzender der Jugendvertretung bei Airbus und sprach im Arbeitskampf vor tausenden Menschen im TV. Dort traf er auf den damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder, der ihn mit seiner Begeisterungsfähigkeit und seinem Willen inspirierte. Der junge Hoffmann nahm sich diese Zielstrebigkeit zu Herzen und startete als Unternehmer mit dem Bremer Start-Up CeBeNetwork durch. „Wir haben es damals von einem kleinen Entwicklungslieferanten von Airbus unter die Top 3 der Deutschen Zulieferer geschafft.“, erklärt er. Innerhalb von vier Jahren stieg die Mitarbeiterzahl von 15 auf über 450 stetig an. Genauso erfolgreich ging es für Hoffmann weiter: „Einer der wichtigsten Schritte war definitiv die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender für das Luft- und Raumfahrtcluster in Bremen.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Wollte etwas ändern: Stand-up Comedian Nicole Jäger Bild © Archiv Nicole Jäger

„Locker durch die Hose atmen“

Hätte man vor zehn Jahren Nicole Jäger ihr heutiges Selbst präsentiert, hätte sie vermutlich gelacht. Sehr laut gelacht. Jägers Erfolgsgeschichte liest sich wie ein modernes Märchen. 340 Kilo brachte sie seinerzeit auf die Waage. Dann packt sie es an. Sie verliert Gewicht, wird Erfolgsautorin und schließlich eine bekannte Stand-up-Comedian. Eine unwirkliche Geschichte, die vor allem mit harter Arbeit und viel Disziplin verbunden ist.

Ihren heutigen Beruf hat sich Nicole Jäger, Jahrgang 1982, nicht ausgesucht. „Ich bin hineingestolpert.“ Gekommen ist das so: Jäger wiegt 340 Kilo und will abnehmen – ohne Magenband. Ihren Fortschritt und ihre Gedankenwelt teilt Jäger in einem Blog. Es interessiert. So sehr, dass ein Verlag auf Jäger aufmerksam wird und ihr ein Buch anbietet. Die Geburtsstunde von „Die Fettlöserin“ – ein Bestseller. Da sind wir wieder – beim Hineinstolpern. „Ich schrieb ein Buch, das Ding ging durch die Decke. Ich wollte auf Lesereise, da hieß es dann aber aus dem Management: Das ist stinklangweilig, niemand will eine Fette lesen sehen, du musst das performen.‘ Also performte ich es.“

Der Rest ist Geschichte. Ihre Performance kommt an. Das war 2016. Inzwischen tourt Nicole Jäger mit ihrem dritten Bühnenprogramm durch die Republik. Ihr größtes Highlight spielte sich allerdings abseits der Bühne ab – auf einer roten Bank. „Ich war mal so stark übergewichtig, dass ich nicht mehr laufen konnte. Ich habe dann über einen langen Zeitraum hinweg mächtig viel Zeit, Tränen und Schweiß investiert, um irgendwie wieder klarzukommen. Der Tag, an dem ich aufstand und das erste Mal wieder das Haus verließ, von der Haustür bis zur roten Bank. Eine Bank, die in 100 m Entfernung vom Haus stand. Ich schaffte es aus eigener Kraft und hatte das Gefühl, dass, wenn ich mich aus dieser Scheiße herausgekämpft habe, ich es überallhin schaffe. Das wird auf ewig mein größtes Highlight und mein größter Stolz sein.“
Von Renate Kerscher

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Sein Stil? Abstrakter Expressionismus. Bild © Phil Semelink

Der neue Rockstar der Kunstszene

Bunte Tattoos zieren seinen Körper und sogar sein Gesicht, die Kippe im Mund ist ein häufiges Accessoires zu seinen schrillen Klamotten: Alexander Höller sieht aus wie ein Enfant terrible – hat aber die Manieren eines Traum-Schwiegersohns. Dieser Mix ließ ihn schon mit Anfang 20 zum Shootingstar der Kunst-Branche aufsteigen. Längst zeigt er auf der Art Miami und Arnold Schwarzenegger hat seine Kunst an der Wand. Seinen Stil beschreibt der 24-Jährige als abstrakten Expressionismus, den er mit hochwertigsten Farben aus Frankreich auf reines belgisches Leinen bringt. Manchmal dauert es Jahre, bis die Bilder fertig sind und zum Teil für mehrere Zehntausend Euro an Kunstliebhaber gehen. Sein Diplom an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in München hat Alexander aber trotzdem kürzlich gemacht.

Wolltest Du schon immer Künstler werden?
Als ich anfing, mich ernsthaft mit Kunst zu beschäftigen, habe ich gar nicht darüber nachgedacht, dass ich mein Leben komplett der Kunst widmen werde. Und dann habe ich mit 17 Jahren die Schule abgebrochen, um Vollzeit-Künstler zu sein. Mit der Kunst kann ich meine Gefühle und Emotionen sichtbar machen. Als Kind wollte ich aber eigentlich Fußballtorhüter werden. Mein großes Idol war damals Oliver Kahn. Jedes Jahr war ich der Erste, der im Sportgeschäft unserer Kleinstadt sein neues Trikot gekauft hat. Es macht mich stolz, dass Oliver nun eines meiner Bilder besitzt.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Du Dir nach dem ersten Erfolg erfüllt hast?
Aktuell gebe ich nicht so viel auf Materielles. Ich habe noch keine teure Uhr und fahre auch noch kein Luxus-Auto. Ich schließe diese Dinge nicht aus, aber im Moment strebe ich sie einfach nicht an. Ich kaufe mir allerdings sehr gerne qualitativ hochwertige Kleidung und auch beim Fliegen und Reisen spare ich nicht. Mein Hauptziel war immer, dass ich mir so viel Material für meine Kunst kaufen kann, wie ich möchte. Das habe ich mir zum Glück relativ schnell erfüllt.

Was sind Deine Stärken?
Konzentration, Disziplin, unangenehmen Situationen aussitzen können. Meine Ungeduld. Die ist gleichzeitig aber auch oft meine größte Schwäche.

Gab es Rückschläge auf Deinem Weg zum Erfolg?
Bis jetzt ging es zum Glück immer steil nach oben. Aber ich bewahre die Ruhe und bilde mir darauf nichts ein. Eine Sternschnuppe verglüht schnell…

Was macht Dich traurig?
Privat, wenn ich Streit mit Menschen habe, die ich eigentlich sehr liebe. Beruflich, wenn ich stundenlang im Atelier sitze und nicht weiterkomme.

Was rätst Du einem jungen Künstler, der gern in Deine Fußstapfen treten möchte?
Man muss und kann sich alles erarbeiten. Aber wenn die anderen Party machen, musst du im Atelier stehen.

Wobei hast Du außerhalb des Ateliers gern Erfolg?

Ich fahre gerne Monoski. Da versuche ich immer bis ans Limit der Geschwindigkeit zu gehen.

Und was treibt Dich beruflich dazu, ans Limit zu gehen?
Mein großes Ziel. Ich möchte noch zu Lebzeiten eine Einzel-Ausstellung im Museum of Modern Art in New York haben.

Was war für Dich bisher der größte Wow-Moment Deiner Karriere?
Als ich Ende 2018 realisiert habe, dass ich 127 Bilder innerhalb von 12 Monaten verkauft hatte. Das war echt krass.

An welchen Orten findest Du neue Inspiration?
Ich bin direkt am Wald aufgewachsen. Seit ich denken kann, bin ich sehr eng mit dem Wald verbunden. Vor allem kann ich dort durchatmen. Ich liebe frische Luft.

Wo arbeitest Du?
Aktuell habe ich ein leerstehendes Gebäude in München als Atelier – vor ein paar Monaten habe ich aber auch noch das daneben gemietet. In etwa einem Jahr will ich in eine Lagerhalle außerhalb von München umziehen, die mindestens zehnmal so viel Fläche hat und direkt am Wald liegt.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Der größte Karriereschritt der Münchnerin: Die Teilnahme bei der ZDF/KiKASerie „Die Mädchen-WG“. Foto © VERY US a division of WVG Medien GmbH

Mit Empathie nach vorne preschen!

Jolina Marie Ledl weiß mit ihren 17 Jahren schon genau, warum sie bei ihren 322.000 Instagram-Followern so gut ankommt. Die Influencerin, bekannt durch ihre Teilnahme an der ZDF/KiKA-Serie „Die Mädchen-WG“ im Jahre 2016, fasziniert mit ihrer fröhlichen, positiven und nahbaren Art.

Was bedeutet für sie Erfolg?
Für mich bedeutet Erfolg etwas im eigenen Leben gefunden zu haben mit dem man einen Mehrwert schaffen kann. Bei mir ist das beruflich meine Präsenz auf den Sozialen Medien, weil ich hier Positivität verbreiten und wichtige Werte, wie Respekt, Toleranz, Mitgefühl und auch Selbstwertgefühl vermitteln kann. Auch die Möglichkeit für meine Community eine Ansprechpartnerin in vielen Lebensbereichen zu sein, schafft meiner Meinung nach einen gewissen Mehrwert und macht mich glücklich.

Was ist bislang das persönliche Highlight ihrer Karriere? Und warum?
Oh, das ist eine schwierige Frage! Es gab tatsächlich schon sehr viele unterschiedliche Highlights. Ich freue mich eigentlich über alles was bis jetzt in meinem Leben passiert ist. Ein grosses Highlight für mich war die Veröffentlichung meines ersten eigenen Buches „Rock Your Day“. Die Möglichkeit zu bekommen ein eigenes Buch zu schreiben, damit viele Menschen zu erreichen und vielleicht zu inspirieren war echt unglaublich für mich.

Wo sehen sie ihre Stärken, die auch für ihren Erfolg maßgeblich sind?
Meine Stärken liegen darin, dass ich ein offener, positiver und emphatischer Mensch bin. Meine Community kann sich gut mit mir identifizieren, weil ich ja in erster Linie eine Schülerin, ein Teenager bin wie sie, und auch dieselben Alltagsprobleme und Fragen an das Leben habe. Ich bin für die Anderen sehr nahbar. Außerdem bin ich extrem zielstrebig, ich habe einen hohen Anspruch an mich und mein Tun. Meine größte Stärke ist das ich sehr an mich glaube und mich traue sämtliche Möglichkeiten die mir das Leben bietet zu nutzen, ich bin überhaupt nicht ängstlich und scheue mich auch nicht davor mal auf die Nase zu fallen

Wobei haben sie außerdem gerne Erfolg (außerhalb ihres täglichen Berufslebens)?
Ich treibe seit 12 Jahren Leistungssport im Turnen. Hier habe ich mich auch immer sehr auf die Wettkämpfe vorbereitet und wollte natürlich auch Erfolge sehen. Über eine gute Platzierung nach einer Meisterschaft konnte ich mich immer sehr freuen, das Training hatte sich dann gelohnt und die Medaille war das Sahnehäubchen nach getaner Arbeit.  Auch im Bereich Schule ist es mir sehr wichtig erfolgreich zu sein. Ich habe hohe Erwartungen an meine eigene Leistung und nehme mir ausreichend Zeit für schulische Aufgaben. Schule stand für mich trotz allem die letzten Jahre immer an erster Stelle

Was treibt sie beruflich weiter voran?
Durch meine ersten Erfahrungen als Moderatorin für den WG-Kanal auf YouTube von ZDF Kika, habe ich eine kleine neue Leidenschaft gefunden. Mir macht das Moderieren super viel Spaß und es fordert mich auch. Ich hoffe, dass ich noch mehr in diesem Bereich machen darf. Ich möchte beruflich gerne so viel wie möglich ausprobieren. Austesten was mag ich, was liegt mir nicht so, wo sind meine Grenzen.

An welchen Orten finden sie neue Inspiration? Woraus schöpfen sie Kraft bzw. Was ist ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?
Meine Kraft und Motivation schöpfe ich aus dem Reisen und unterwegs sein. Ich liebe es neue Orte zu sehen, neue Leute kennenzulernen und einfach aktiv etwas zu unternehmen. Für mich heißt „neue Energie tanken“ nicht unbedingt auf einer Liege am Strand chillen, sondern vielmehr neues erleben und Abwechslung schaffen.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?
Ganz klar mein Handy!! Ohne das geht gar nichts!! Ich mache Fotos mit meinem Handy, bearbeite meine Bilder mit meinem Handy, manage meine Accounts mit meinem Handy und und und

Was ist heute ihr Antrieb jeden Tag weiter zu machen, nachdem sie nun erfolgreich sind?
Das Feedback meiner Community. Zu sehen wie oft ich meine Follower motivieren und gute Laune verbreiten kann, macht mich sehr sehr glücklich und treibt mich jeden Tag an weiter zu machen. Es ist eigentlich ein Geben und Nehmen. Ich motiviere meine Follower und sie motivieren mich, durch ihre Kommentare, Fanedits und Direktnachrichten. Wir haben eine große Familie aufgebaut und bestärken uns gegenseitig. Wenn mir ein Follower z.B. schreibt das er jetzt sein Mobbing Problem angegangen ist und sich endlich Hilfe geholt hat, weil ich das Thema bei mir auf der Seite diskutiert habe, freut mich das unglaublich und treibt mich an mich mit so viel mehr auseinanderzusetzen, was die Mädels und Jungs da draussen beschäftigt, um so ihr Motivator sein zu können.

Wie wichtig ist ihnen ein soziales Engagement bzw. Meinen sie erfolgreiche Menschen sollten sich sozial engagieren und wenn ja wie bzw. in welchem Umfang?
Wie ich oben schon erwähnt hatte, ist mir ein gewisser Mehrwert wichtig, den man durch seine Arbeit schafft. Sich zusammen mit seiner Community sozial zu engagieren ist meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit einen Mehrwert zu schaffen. Ich zum Beispiel spende alle meine Einnahmen von meinem Merchshop an SOS Kinderdorf und besuche auch deren Einrichtungen, um meinen Follower diese wertvolle Arbeit näher zu bringen.
Ich finde, wenn man eine Reichweite aufgebaut hat, ist es schön diese auch zu nutzen, um sozialen Projekten zu helfen, sei es durch Spenden oder durch das darauf aufmerksam machen.

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Entwickelte seinen Geschäftssinn schon früh: Oliver Kaltner, Europachef des Start-ups Room. Bild © privat

„Nicht zu früh auf Titel und Geld schielen“

Oliver Kaltner hat so ziemlich alles schon gesehen: Er war Manager bei Nike, Electronic Arts, Sony und Microsoft, Vorstand bei Premiere, CEO des Luxuskameraherstellers Leica und ist nun Europachef beim aufstrebenden Start-up Room. Im Interview lüftet er sein Erfolgsgeheimnis.

 

Herr Kaltner, was wollten Sie als Kind später einmal werden?
Oliver Kaltner: Ich habe schon als kleiner Bub mit dem Kicken angefangen und immer meinen Idolen Rummenigge und Breitner nachgeeifert. Damit waren Feuerwehrmann und Schornsteinfeger raus aus der Berufswahl.

Profifußballer sind Sie heute nicht. Was war bei Ihrer Berufswahl ausschlaggebend?
In meiner Gymnasialzeit habe ich mit allerlei Dingen Handel betrieben: seltene Bravo-Starschnitte, ungewöhnliche Modelle aus der Schlumpf-Sammlung oder CDs. Alles ließ sich gut verpackt mit ordentlichen Gewinnen verkaufen. Es musste also etwas mit Marketing und Sales sein.

Schließlich sind Sie bei diversen internationalen Topfirmen gelandet. Wie schafft man das?
Der beste Weg zum Erfolg ist ein Mix aus Talent, Lernbereitschaft, Motivation, Leidenschaft, Wissen in Tiefe und Breite sowie eine ordentliche Prise Glück. Man sollte nicht zu früh auf Titel und Geld schielen, denn wer wirklich gut ist, wird seinen Marktpreis früh genug gestalten.

Was war Ihr persönliches Highlight in Ihrer Karriere?
Meine Zeit bei Leica. Eine solche Traditionsmarke in einem stark rückläufigen Kameramarkt mit enormer Unterstützung des weltweiten Leica-Teams zu digitalisieren und zu Rekordumsätzen und Rekordträgern zu führen, ist von nachhaltiger Relevanz für mich.
Von Jonas Raab

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Succes lesen.

Viele kennen ihn als „der letzte Bulle“: Schauspieler Henning Baum. Bild © Ian Siepmann

„Das Image vom Traummann schleift sich im Alltag schnell ab“

Durchtrainiert, schelmisches Grinsen und ein Timbre in der Stimme, das Millionen Frauen die Knie weich werden lässt: Henning Baum gilt als der Prototyp des kantigen Traummanns. Stark macht den „letzten Bullen“ aber nicht nur sein tägliches Training, sondern vor allem sein Glaube an Gott.

 

Wie wichtig ist der Faktor Glück, um Erfolg zu haben?
Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige. Ein Beispiel: Ich hatte nach meinem Schauspiel-Studium ein Anfänger-Engagement am Theater. Das erste Stück lief gut, aber beim Zweiten habe ich gemerkt, dass ich nicht genug gefordert werde. Da habe ich das Theater wieder verlassen – ohne etwas in der Hinterhand. Ich hatte nur Selbstvertrauen und Gottvertrauen, dass das schon den richtigen Verlauf nehmen wird. Vermutlich ist einer der Schlüssel zum Erfolg und zum erfüllten Dasein bereit zu sein, sicheres Terrain zu verlassen.

Sie sind mehrfacher Vater – wie finden Sie die Balance zwischen Absicherung der Familie und Risikobereitschaft?
Wenn man Familie hat, geht man keine sinnlosen Risiken ein. Aber wenn ich auf mein Berufsleben von 23 Jahren zurückblicke, hatte ich immer wieder Kipp-Punkte: Ob es eine Festanstellung im Ensemble war oder Serien, die erfolgreich liefen – ich habe dort trotz des sicheren Einkommens einfach keine weitere Entwicklung gesehen. Da würden einem viele Leute einen Vogel zeigen. Aber ich habe das Gottvertrauen, dass mir der richtige Weg gewiesen werden wird. Materieller Wohlstand ist zwar sehr angenehm, aber das allein macht Erfolg nicht aus.

Müssen Sie diszipliniert sein?
Ja, sehr. Das ist aber nicht so schlimm, ich habe mich daran gewöhnt. Ich brauche Struktur. Es ist ja nicht so, als würde ich von selbst fit, wach, stark und talentiert bleiben. Ich kann mich also nicht die ganze Zeit gehen lassen. Zeit zu verschwenden geht nicht. Man muss zum Beispiel aufpassen, dass man die Zeit nicht am Handy verdaddelt.

Ich neige leider dazu, Zeit auf Instagram zu vertrödeln…
Ist ja auch hochinteressant. Deshalb habe ich mir selbst eine 15-Minuten-Sperre am Tag für Instragam eingestellt. Nach dieser Zeit erscheint eine Sanduhr und ich kann nicht mehr drauf.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Dr. Ulrich Ruppe ist ein großer Fan der Formel 1. Seit zehn Jahren lebt er selbst an der Côte d’Azur.

Blockaden überwinden

Durch unsere Arterien, Venen und Kapillaren fließt unser Lebenselixier, das Blut. Ohne dieses Netzwerk geht nichts in unserem Körper. Das merkt man spätestens, wenn es an einer Stelle zu einem Engpass oder Verschluss kommt. Wie gut, dass es Experten wie Dr. Ulrich Ruppe gibt. Seine Praxen liegen im Berliner Ärztezentrum „Helle Mitte“ sowie im „Gesundheitszentrum am Potsdamer Platz“. Der renommierte Gefäßchirurg hat schon vielen Patienten das Leben gerettet, indem er Blockaden in Blutgefäßen beseitigt hat. Auch auf seinem Weg zum Traumberuf musste er Barrieren überwinden.

Seit 25 Jahren ist Ulrich Ruppe niedergelassener Gefäßchirurg mit eigenen Praxen. Er behandelt vor allem Krampfaderpatienten aus Berlin – und durch seine russischen, polnischen und englischen Sprachkenntnisse Männer und Frauen aus der ganzen Welt. Er ist zweifelsohne erfolgreich. Die Patienten vertrauen ihm. Aber wie definiert er Erfolg? An der Zahl seiner Patienten? Den über 10.000 durchgeführten Venenoperationen? „Viele setzen Erfolg leider mit Geld gleich. Schade“, sagt er. Erfolgreich sei in seinen Augen derjenige, der mit dem, was er tut, für sich „und die Welt“ Gutes tut. Zufrieden kann Ulrich Ruppe auf jeden Fall mit seinem Leben sein. Nicht nur, weil er täglich Menschen hilft, sondern auch, weil er sein privates Glück gefunden hat. Er ist mit der ebenso erfolgreichen Unternehmerin und Influencerin Dana Huschert liiert, mit der er die zwölfjährige Tochter Emily Elisabeth hat.

Ulrich Ruppe wusste bereits mit elf, dass er explizit „Chirurg“ werden will, wie seine Helden in der US-Serie M.A.S.H., die in jeder Folge mit dem Skalpell in der Hand Leben retteten. Auf dem Weg zum Traumberuf gab es viele Hürden zu überwinden, an denen andere mutlos aufgegeben hätten. Nicht aber Ulrich Ruppe. Sein „unabdingbarer Wille“ hat ihm geholfen, alle Blockaden zu überwinden.

Eine wichtige Lektion in Sachen „Durchhaltevermögen“ hat er in Leningrad (heute St. Petersburg) gelernt. Dort studierte der gebürtige Ostberliner in den 80er-Jahren sechs Jahre Medizin, erlebte Gorbatschows „Perestroika“ vor Ort. „2 1/2 Stunden Anstehen für Butter bei minus 28 Grad, die dann unmittelbar vor dir ausverkauft ist – das prägt“, lacht er heute. Aber er lernt: Mit Hartnäckigkeit und einem guten Netzwerk kommt man doch noch an Butter – oder an seinen Traumjob.
Von Claudia Rothhammer

 

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Frische und gesunde Lebensmittel sind die entscheidenden Zutaten in Daniela Laubingers Erfolgsrezept – privat wie beruflich. Bild © Jürgen Frank

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Daniela Laubinger hilft mit ihrer Natural Weight Loss Company Promis und Topmanager*innen in Hamburg beim Abnehmen. Als sie ihr Konzept vor rund zehn Jahren entwickelte, sorgte es schnell auch in London und Abu Dhabi für Aufsehen.

Medizinstudium bei der Bundeswehr, nebenbei Gebietsleitung in einer Werbeagentur, dann ein Schlenker zu L’Oréal und schließlich die eigene Firma: Daniela Laubinger bezeichnet ihren beruflichen Weg als „durchaus ungewöhnlich“. Anders machen würde sie trotzdem nichts. Warum auch, schließlich ist sie seit mittlerweile zehn Jahren genau da, wo sie immer hinwollte. „Meine eigene Firma zu haben, war schon immer mein größter Wunsch. Selbstständig arbeiten zu können, ist ein großes Geschenk. Und meine Arbeit macht mir sehr, sehr viel Spaß“, sagt sie.

In ihrer Karriere hätte sich einiges gefügt, sagt die 47-Jährige. Auch wenn Daniela Laubinger gerne von Fügung oder Glück spricht, sind das sicherlich nicht die Hauptgründe für ihren Erfolg: Ihr fundiertes Wissen aus dem Medizinstudium, ein einmaliges Konzept, Leidenschaft für ihr Vorhaben, Selbstvertrauen und Freude am Netzwerken ließen schon in den ersten Monaten ihrer Selbstständigkeit opulente Angebote aus Abu Dhabi und London ins Haus flattern.

Aber der Reihe nach. Die erste Fügung: Auf die Idee, sich mit ihrer Natural Weight Loss Company als Ernährungsberaterin selbstständig zu machen, kam Daniela Laubinger nur, weil sie für ihre eigene Hochzeit abnehmen wollte, in sechs Wochen elf Kilo verlor und damit einer Dame auf einer Gartenparty doch recht imponierte. Und weil diese Dame zu der Zeit als Beraterin für eine Schönheitsklinik in Abu Dhabi tätig war, wurde man in den Vereinigten Arabischen Emiraten schnell auf Daniela Laubinger aufmerksam und lud sie ein.

Da sie nicht als Privatperson sondern als Unternehmerin nach Asien reisen wollte, gründete sie im Schnellverfahren eine Firma, schrieb Tag und Nacht an einer Präsentation und saß ein paar Tage später damit im Flugzeug. „Man hat mich im Emirates Palace untergebracht und von Termin zu Termin chauffiert. Dann nahm das Ganze sehr viel Fahrt und gipfelte beim dortigen Gesundheitsminister“, erzählt sie. Nach reichlich Überlegungszeit lehnte Daniela Laubinger das Angebot, mit ihrem Programm in sieben Emiraten zu starten, aber ab. „Ich habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich muss nicht alles um jeden Preis machen. Zwei Wochen im Monat dort vor Ort zu sein, kam für mich einfach nicht infrage.“ Mutig zu sein und auf getroffene Entscheidungen zu vertrauen, hat Daniela Laubinger seitdem unaufhörlich nach vorne gebracht. In ihrer Hamburger Praxis geben sich seit Jahren Topmanager*innen und Promis die Klinke in die Hand.

Auf dem Flug nach Abu Dhabi die zweite Fügung: Während Daniela Laubinger ihrer Präsentation den letzten Feinschliff verpasste, bot ihr ein Sitznachbar an, sich das Ganze als Native Speaker nochmal anzuschauen. Wie die Dame auf dem Gartenfest war er begeistert von Daniela Laubingers Konzept. Später stellte sich heraus, dass er einer der Top Ten plastischen Chirurgen Großbritanniens ist. Auch er bot ihr an, als Ernährungsberaterin in seiner Londoner Praxis zu arbeiten. „Er meinte, das wäre genau das Richtige für seine Patienten. Er gab mir einen Schlüssel für seine Praxis und hat mir die Hand geschüttelt.“ Drei Jahre lang arbeiteten die beiden dann erfolgreich zusammen, bis der gebürtige Amerikaner seine Londoner Praxis aufgab, um wieder in die Heimat zurückzukehren. Das Angebot, die Praxis im Anschluss komplett zu übernehmen, lehnte Daniela Laubinger aus zeitlichen und familiären Gründen ab.

Von Jonas Raab

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

© Christian Hesselmann

Tue, was du liebst oder liebe was du tust.

Ich beschäftige mich nie mit der Frage, ‚Ob‘ etwas funktionieren kann, sondern immer mit dem ‚Wie‘ etwas funktionieren kann. Und genau das zeichnet Philipp J. Müller aus.
Trotz aller Ratschläge seiner Eltern gegen eine Selbstständigkeit wurde Philipp J. Müller mit nur 23 Jahren Unternehmer und gründete seine erste Investmentgesellschaft. Er machte sein Hobby, das er bereits mit 16 Jahren ausübte, an der Börse anzulegen, zum Beruf und das noch im Jahr 1999 während der schweren Börsenkriese. Damit wurde er zum Multimillionär und gründete mehrere Unternehmen in derselben Branche. Im Alter von 33 verkaufte er all seine Firmen und wurde Privatier.
Mit der 2015 gegründeten Finanzakademie, die „PJM Investment Akademie, bietet er ein Ausbildungsprogramm für das eigenverantwortliche und erfolgreiche Anlegen an der Börse an. Sein Credo „Nur mit der richtigen inneren Haltung kann man nachhaltig erfolgreich am Finanzmarkt agieren, seine Ziele erreichen und sein eigener Finanzberater werden.“

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Dass ich etwas Positives in die Welt schicke. Ich sende etwas in meine Umwelt, ich konzentriere mich auf etwas und daraus entsteht ein Erfolg. Zusammengefasst: Erfolg ist: Eine Idee zu haben, sich ein Ziel zu setzen, einen Plan zu machen und ihn umzusetzen und daraus etwas Gutes entstehen zu lassen. Auch monetär.

Was wollten Sie als Kind werden?
Ich wollte in der Bank arbeiten. Andere hatten einen Kaufmannsladen, ich habe gerne mit Geld gespielt. Mein Verständnis als Kind war, dass man etwas brauchte, dafür ging man dann zu Bank, hat Geld bekommen und konnte dann das benötigte kaufen. Es hat mich fasziniert, dass man Menschen helfen kann, in denen man ihnen Geld gibt. Und das wollte ich machen. Helfen.

Wer ist Ihr größtes Vorbild und warum?
Nelson Mandela. 30 Jahre Gefängnis haben ihn nicht gebrochen. Inhaftiert zu sein, hat ihn als Mensch nicht gebrochen und auch nicht seine Überzeugungen.
Er zeigte für mich eine unheimliche Willensstärke und Lebensfreude. Wenn wir alle nur im Ansatz ein bisschen davon ins eigene Leben integrieren könnten, wäre die Welt ein besserer Ort.

Gab es einen materiellen Wunsch, der Sie am Anfang bis zum ersten Erfolg begleitet hat?
Das war für mich ein Porsche 9-11er, damals der Inbegriff des Erfolges. Als ich ihn mir dann leisten konnte, habe ich ihn aber noch eine ganze Weile nicht gekauft. Vielleicht hatte ich unterbewusst die Angst, dass es mich nicht so zufrieden stellen würde, ihn tatsächlich zu besitzen, wie ich es mir erträumt hatte. Genauso kam es dann auch. Ich kaufte ihn mit 30 und habe ihn nur 8 Monate behalten. Es hat mich aber nicht enttäuscht, dass er mir nicht das geben konnte, was ich mit ihm verband, sondern im Gegenteil, ich war sehr glücklich zu merken, dass ich, um mich erfolgreich zu fühlen, kein Statussymbol brauche. Die Zufriedenheit, kam aus meinem Inneren und nicht aus dem eines Sportwagens.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Ich beschäftige mich nie mit der Frage, ‚Ob‘ etwas funktionieren kann, sondern immer mit dem ‚Wie‘ etwas funktionieren kann. Mich reizen Herausforderungen, wenn sie mit etwas zu tun haben, an das ich glaube. Ich bin sehr zielstrebig, strategisch und diszipliniert. Das ist in meinem Berufsleben sehr wichtig. Auf der anderen Seite, messe ich mich nicht nur am beruflichen, sondern auch an unserem Familienleben. Wer nur verbissen arbeitet und sein Privatleben völlig vernachlässigt, der verpasst was im Leben und das ist schade. Durch ein erfülltes Familienleben, bin ich auch ausgeglichener, was wiederum meiner Arbeit zu Gute kommt.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg und wie haben Sie die über-wunden?
Ja natürlich. Im Berufsleben, genau wie im Privaten gibt es immer mal wieder Momente und Situationen, die man als problematisch oder als Rückschlag empfindet. Dann ist es wichtig, sich wieder aufzurappeln und weiter zu machen. Erst am Ende kann man beurteilen, ob etwas gut oder schlecht gelaufen ist, wenn sich ein Gesamtbild ergibt. Eine Erfolgsgeschichte sieht hinterher natürlich immer super aus, aber es heißt nicht, dass sie nur aus Erfolgen besteht, wie bei einem Mosaik.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten? Und was raten Sie einem (jungen) Menschen der Erfolg haben möchte?
Tue, was du liebst oder liebe was du tust. Verbringe deine Zeit mit Dingen, die dir gefallen, die dich weiterbringen und mit denen du noch was Gutes tun kannst. Schäme Dich nicht, damit dein Geld zu verdienen, auch wenn andere das belächeln. Wenn du davon überzeugt bist und gewillt hart zu arbeiten, dann stehen die Chancen gut, dass es klappt. Kurz schaffe Dir ein Geschäftsmodell, das dich in deinem ganzen Leben erfüllt, nicht nur beruflich.

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Wollte sich nie auf ein Genre fest -legen lassen: Oscarpreisträger und Regisseur Stefan Ruzowitzky.© Josef Fischnaller

Zwischen Zähigkeit und Flexibilität

Stefan Ruzowitzky hat ein Tattoo auf seiner Wade. Nicht irgendeins, sondern ein Motiv des Plakats seines ersten Films „Tempo“ von 1996. Er wusste, dass dieser Karriereschritt ihn ohnehin sein ganzes Leben lang begleiten würde und da hat er sich ihn kurzerhand auf dem Körper verewigen lassen.

Der wohl wichtigste Schritt in seiner Karriere kam dann 2008, als er mit „Die Fälscher“ einen Oscar in der Kategorie „Bester nichtenglischsprachiger Film“ erhielt. „Das war natürlich sehr emotional. Und ich war froh, dass er auch genau zu der Zeit kam. Denn es gab bei mir bereits davor Erfolge, aber auch Misserfolge in meiner Karriere und so wusste ich den Oscar auch genau richtig einzuschätzen“, ordnet Ruzowitzky diese Auszeichnung ein.

Stefan Ruzowitzky hat Spaß an seiner Arbeit. Spaß und die Chance, Sachen stets neu zu entdecken und zu gestalten, ist auch das, was ihn immer wieder antreibt. „Ich bin glücklich, wenn ich am Set sitze und neue Welten erschaffen kann. Ich sehe mich eher als Geschichtenerzähler. Dazu gehört alles am Set. Jeder Schauspieler, jede Requisite, jedes Kostüm erzählt in meinem Film seine Geschichte“, antwortet der 58-Jährige auf seine Stärken angesprochen.

Geschichtenerzähler und Regisseur war Ruzowitzky bereits in der Schule. „In der 4. Klasse gab es bei uns in der Grundschule immer ein Theaterstück, auf das ich mich das ganze Schuljahr gefreut hatte. In meinem Jahrgang sollte es dann plötzlich ausfallen, was mir gar nicht gefiel und deshalb habe ich das Theaterstück dann kurzerhand selbst organisiert. Für mich war immer klar, dass ich Regisseur werden möchte. Und heute weiß ich, dass es eine große Gnade ist, wenn man das findet, was man unbedingt machen möchte“, erzählt er.

Seit nunmehr 24 Jahren führt Stefan Ruzowitzky sehr erfolgreich Regie. „Anatomie“ aus dem Jahre 2000 ist sein kommerziell größter Erfolg und war 2000 auch der erfolgreichste deutsche Kinofilm. In seiner Arbeit erfindet er sich immer wieder neu. „Ich nehme für mich in Anspruch, mich selbst auszuprobieren. Horror, Kinderfilme, Drama. Ich wollte nie auf ein Genre festgelegt werden. Dabei fällt man natürlich auch mal auf die Nase. Es ist manchmal wie eine erotische Beziehung zwischen Publikum und Filmemacher.

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Oliver Holy fertigt und vertreibt mit ClassiCon GmbH hochwertige Designmöbel.© Henning Bock für ClassiCon

Was nicht passt, wird passend gemacht!

„Wenn es einem gutgeht, soll es anderen auch gutgehen“. Nach dieser Philosophie führt Oliver Holy auch ClassiCon. Oliver Holy ist Geschäftsführer und Alleininhaber der Münchener ClassiCon GmbH, mit der er klassische und zeitgenössische Designmöbel fertigt. Der älteste Entwurf in der Kollektion stammt aus dem Jahr 1908. Der 47-Jährige stammt aus einer Familie von Modeunternehmern; sein Vater und sein Onkel haben gemeinsam dem Metzinger Bekleidungshersteller Hugo Boss zu Weltruhm verholfen. Nach seinem Jura-Studium an der LMU in München beginnt er 1999 ein Trainee-Programm bei ClassiCon. Nachdem er sämtliche Firmenbereiche kennengelernt hat, wird Holy im Jahr 2001 Geschäftsführer und wenig später Alleininhaber.

Wie definieren Sie Erfolg?
Erfolg lässt sich für mich nicht nur am Umsatz und am Gewinn messen, sondern setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Erfolg ist, auf das richtige Produkt oder den richtigen Designer zu setzen, Handwerker und Zulieferer fair zu behandeln und am Ende des Tages trotz allen kommerziellen Drucks noch mit sich selbst im Reinen zu sein.

Sie sind der Urenkel von Hugo Ferdinand Boss, dem Gründer der weltbekannten Modemarke Hugo Boss. Statt für Fashion haben Sie sich für zeitgenössisches Möbeldesign entschieden. Warum keine Bekleidung?
Ich liebe Mode über alles, habe mich aber von kleinauf mehr für Möbel, Design und Architektur interessiert. Ich habe mir schon als kleiner Junge überlegt, wie ich mein Kinderzimmer effektiver gestalten könnte; besonders im Hinblick auf meine Bedürfnisse als Rollstuhlfahrer. Dieser Gestaltungsdrang ist mit den Jahren immer stärker geworden.

Sie sitzen seit Ihrem 8. Lebensjahr im Rollstuhl. Inwieweit hat Sie dies während Ihrer beruflichen Karriere geprägt?
Ich kann gewisse Dinge viel schneller als andere akzeptieren und mich schneller auf neue Herausforderungen einstellen. Ich habe schon früh gelernt, nach Lösungen zu suchen und nicht aufzugeben. Man muss mit den Mitteln arbeiten, die einem zur Verfügung stehen und sollte versuchen, seine Zeit bestmöglich zu nutzen. Sicher habe ich durch den Rollstuhl eine andere Sicht auf die Welt und bin möglicherweise viel erkundungsfreudiger, als ich es vielleicht ohne ihn wäre.

Was würden Sie noch als Ihre persönlichen Stärken ansehen?
Gegenfrage: Was ist wichtiger – sich seiner Stärken oder seiner Schwächen bewusst zu sein? Meine Stärke ist sicherlich, dass ich gut mit Menschen umgehen kann und mit offenen Augen durch die Welt gehe. Außerdem kann ich meinem Bauchgefühl zu einhundert Prozent vertrauen, oftmals auch gegen den Rat aller anderen. Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, führe ich sie zum Erfolg….
Von Thomas Clausen

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Leitet gleich zwei Spitzenhotels: Stefan Athmann. © Stefan Athmann

„Der Mensch kommt zuerst“

Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist eine wichtige Eigenschaft erfolgreicher Menschen. Stefan Athmann ist so jemand, der vor Verantwortung nicht zurückschreckt, sondern davon gepusht und motiviert wird. Darum leitet er auch gleich zwei Spitzenhotels in Berlin – das Schlosshotel Berlin by Patrick Hellmann und das Bristol Berlin. Athmann kennt die Hotellerie aus dem Effeff. Er hat als Hotelfachmann angefangen und sich an die Spitze hochgearbeitet.

Sie sind General Manager zweier Luxushotels. Was würden Sie jungen Menschen raten, die genauso erfolgreich werden wollen?
Ein gutes Netzwerk ist, denke ich, für ein erfolgreiches Berufsleben entscheidend, damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Weiterbildung wird künftig noch viel mehr gefragt sein als früher. Auch, der Intuition zu folgen und auf sein Bauchgefühl zu hören, finde ich gerade in unserer heutigen Zeit sehr wichtig. Wenn man wie ich nach 25 Jahren im Job sagen kann, „Ich liebe, was ich tue“, hat man mehr Glück als viele andere….

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?
Bei mir kommt der Mensch zuerst, danach der Umsatz und das Materielle. Damit bin ich immer gut gefahren und meine Familie und Mitarbeiter haben mir immer den Rücken freigehalten. Das macht mich menschlich und empathisch. Bei mir steht die Tür immer offen und das meine ich so.
Von Renate Kerscher

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Bei Instagram findet man sie unter dem Namen „donnaromina“. Foto: © Instagram.com/donnaromina

Wenn das Hobby zum Beruf wird

Auf ihrem Instagram-Account „donnaromina“ folgen der 26-Jährigen Romina Meier 350 Tausend Fans. Neben lässigen Outfit- und Lifestyle-Bildern überzeugt die lässige Duisburgerin vor allem auch mit ihrem Humor.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Erfolg bedeutet für mich, wenn man mit sich und seinem Leben zufrieden ist und man irgendwann nicht sagt ,,hätte ich das damals mal anders gemacht’’.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl? Welche Berufswahl genau?
Ich habe nach meinem Abitur eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht. Bewusst habe ich mich für diese Ausbildungsstelle entschieden, da diese breit gefächert ist und nach Abschluss viele Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. Man ist nicht allzu sehr spezialisiert wie bspw. Bei einer Ausbildung zur Friseurin. Perfekt für die Leute, die in frühen Jahren noch nicht so wirklich wissen, was sie einmal werden möchten. In der Zeit war ich aber schon sehr aktiv auf Social Media und habe da schon die ein oder andere Kooperation abgewickelt. Das ich mit meinem Hobby irgendwann mal Geld verdienen könnte, hätte ich im Traum nicht gedacht.

Was wollten Sie als Kind werden? Und warum?
Meine Mutter hat mir damals immer Jura oder Medizin eingepredigt. Ich habe aber schon schnell in der Schule gemerkt, dass ich kein Lern-Typ bin und viel mehr in der Mode aufging. Ich habe schon im Kindergarten selber entschieden, was ich anziehe und wie mein Outfit aussehen soll. Das erzählt mir meine Mutter heute noch. Damals gab es den Beruf als ,,Influencer’’ nicht. Deshalb war mein Traumberuf Modedesignerin. Das ich irgendwann mal im Social Media Bereich lande, hätte ich mir damals nicht ausmalen können. Schließlich gab es diese neue Welt da noch gar nicht.

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriere-Schritte? Und warum?
Mein wichtigster Karriere-Schritt war, als ich mich für die Selbstständigkeit entschieden hatte. Ich hatte immer große Zukunfts-Angst und wusste nicht, wohin all das führen wird. Daher habe ich mich auch erst dann dafür entschieden, nachdem ich meine Ausbildung erfolgreich absolviert habe. Man kann schließlich nicht zwei Hasen hinterherlaufen – sonst gehen beide rennen.

Gab es einen materiellen Wunsch der Sie am Anfang bis zum ersten (großen) Erfolg begleitet hat? Und wenn ja was und wann haben Sie Ihn sich erfüllt und warum war es der große Wunsch?
Mein größter Traum damals war die Speedy 30 (oder auch 35) von Louis Vuitton. Von meinem ersten verdienten Gehalt und ein bisschen Zuschuss von Mama habe ich mir meinen Traum relativ schnell erfüllt.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten? Und was raten Sie einem (jungen) Menschen der Erfolg haben möchte?
Lebe deine Träume. Hab nicht allzu viel Angst vor der Zukunft, gerade dann, wenn du noch jung bist. Ich hatte auch große Zukunftsängste und wollte den Schritt in die Selbstständigkeit nicht wagen. Heute bin ich froh, dass ich all meinen Mut zusammengenommen habe.

Was treibt Sie beruflich weiter voran?
Mein Umfeld. Ich bin sehr dankbar für meine Familie, Freunde und meinen Freund. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich nicht da, wo ich heute bin. Von Tag 1 wurde ich unterstützt und mir wird bis heute täglich Mut zugesprochen.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?
Mein Freund ist nicht im Bereich Social Media tätig und steht nur hinter der Kamera und berät mich. Er geht einen ,,normalen’’ Job nach und daher fällt es mir auch einfacher von meinem Alltag mal abzuschalten und über andere Dinge zu reden als nur über Instagram / Social Media. Ich stelle es mir super schwierig vor, wenn mein Freund auch Content Creator wäre.

An welchen Orten finden Sie neue Inspiration? Woraus schöpfen Sie Kraft bzw. was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?
Auf Reisen lasse ich mich gerne inspirieren – sei es von den Orten oder aber auch wenn den Menschen. Ich habe das Gefühl, dass ich in Urlauben nochmal ganz anders aufgehe und der Content hier deutlich einfacher zu gestalten ist.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?
Authentizität.

Was ist heute Ihr Antrieb jeden Tag weiter zu machen, nachdem Sie nun erfolgreich sind?
Stehen bleiben kommt für mich nicht in Frage und das funktioniert in dem Business auch nicht. Ob privat oder beruflich – weiterentwickeln sollte man sich immer und vielleicht auch neue Seiten / Stärken entdecken / ausschöpfen.

Können Sie Ihr Erfolgsgeheimnis für uns zusammenfassen?
Es gibt kein Rezept für (m)ein Erfolgsgeheimnis. In gewisser Art und Weise sollte man versuchen sich von der Masse abzuheben aber trotzdem sich selbst treu zu bleiben.

 

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.