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Der Schauspieler Roland Suso Richter gemeinsam mit einem Geparden bei den Dreharbeiten zu „Grzimek”. / Foto: Fotos: © Roland Suso Richter

Erfolg ganz ohne Rampensau-Gen

Er habe keinen Bock mehr auf seinen Job – das musste sich Regisseur Roland Suso Richter anhören, als er beschloss, in Zukunft anders zu arbeiten als die Kollegen. Aber: Das stimmt so nicht! Im Gegenteil. Er wollte einfach weiter Spaß an seinem Beruf haben. Und mit Filmen wie „Der Tunnel“, „Mogadischu“ und die „Zürich-Krimis“ überlebt er seit über 40 Jahren bestens im harten Filmbusiness.
Wie lief Ihr Einstieg ins Filmgeschäft?

Ich machte ein Praktikum in einer Hamburger Werbeagentur und wollte meinen ersten Kurzfilm drehen – ich bin kläglich gescheitert. Niemand wollte umsonst für mich arbeiten. Also zog ich nach München, wo die Filmhochschule ist. Und ein halbes Jahr später drehte ich meinen ersten Kurzfilm. Er hieß „Überflüssig“. Vielleicht war er auch überflüssig – aber nicht für mich. Heiner Lauterbach spielte in dem Film seine erste Rolle! Und der heutige UFA-Geschäftsführer Nico Hofmann war mein Ton-Mann.

Kennen Sie Existenzängste?

Leider ja. Der Kinofilm „Medicus“ stürzte mich in eine Krise. Der Vertrag dafür war schon unterschrieben, da sagte der Produzent den Drehstart ab. Ein Jahr später wurde doch gedreht – allerdings mit einem anderen Regisseur. Diese Erfahrung kostete mich viel Geld und Emotionen. Ich musste mit der Akquise bei null starten und rumfragen, ob jemand etwas für mich hat. Natürlich kam da auch die Sorge auf, wie ich die nächste Miete zahlen soll…

Was bedeutet für Sie Erfolg?

1980 und in den 90er Jahren träumte ich schon vom amerikanischen Kino. Heute mache ich Erfolg daran aber nicht mehr fest: Jemand ist für mich erfolgreich, wenn er Ausdauer hat. Also nach einem Film direkt den nächsten dreht, an sich glaubt, sich selbst treu bleibt. Erfolg heißt für mich auch, nach über 30 Jahren die Liebe zur Arbeit nicht zu verlieren. Bei mir gab es aber vor zwölf Jahren einen Moment, an dem ich dachte: Filme machen kann auch total langweilig sein.

Waren Sie damals versucht, sich neu zu orientieren?

Natürlich habe ich auch andere Leidenschaften wie die Musik oder das Kochen. Aber ich wollte das Drehen nie aufgeben. Also beschloss ich, dass ich etwas ändern sollte und das war mein Plan B.

Am Set des TV Films „Der Weg nach San José“.

Normalerweise treffen sich alle am Set, lesen den Text, proben. Diese erste Interaktion der Schauspieler untereinander während der Probe ist großartig. Aber die wird nie gefilmt. Also änderte ich die Arbeitsweise, drehte direkt ohne Probe mit zwei Kameras. Natürlich sagten einige zu der ungewohnten Arbeitsweise: Der hat keine Lust mehr und will Zeit sparen, deshalb probt der nicht. Da musste ich mich durchsetzen – aber das Ergebnis gibt mir recht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Viele denken, ein Regisseur muss sagen, was die Schauspieler machen sollen. Aber ich nehme mich zurück und gebe allen das Gefühl, frei zu sein. Ich führe leise Regie, drehe an kleinen Stellschrauben. Mir geht es um den Moment, wenn der Schauspieler vor der Kamera steht – weniger um die technische Welt.

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, was würden Sie anders machen?

Manchmal hätte ich mehr Rampensau sein können. Manche sind lauter. Ob ich dann mehr erreicht hätte? Vielleicht. Aber so bin ich nicht.

Ein Dreh ist sehr arbeitsintensiv. Was ist Ihr Ausgleich?

Inzwischen erhole ich mich tatsächlich bei der Arbeit am besten. Ich habe einen niedrigen Blutdruck, beobachte gern, bin Minimalist. Und ich finde es toll, zu wissen, wann ich wo sein muss. Ich werde gebraucht, das ist ein schönes Gefühl.

Welche Ziele peilen Sie als Nächstes an?

Eine Netflix-Serie würde ich gern machen. Da ist die Lust, an ein Ufer zu schwimmen, das ich noch nicht kenne.

Seit einiger Zeit sind Sie mit Ina Paule Klink liiert, die in Ihren „Zürich-Krimis“ mitspielt. Wie klappt das am Set?

Als ich als Regisseur zum „Zürich-Krimi“ kam, hatten wir noch keine Beziehung. Und jetzt ist das eben unser Job und ich finde, das kann auch gut vom Privaten getrennt werden. Paule, muss genau so funktionieren wie die anderen Schauspieler auch. Schauspieler zu sein ist schon Herausforderung genug, das muss man durch private Konstellationen nicht noch verkomplizieren.

Wer hat bei Ihnen zu Hause das Sagen?

Zumindest in der Küche ich – das findet Paule aber nicht schlimm. Wir verstehen uns ausgesprochen gut, vielleicht, weil wir beide Sternzeichen Steinbock sind.

Ist es schwer Beruf und Privatleben zu vereinbaren?

In der Kategorie „Regie“ gewann Roland Suso Richter den „Bayerischen Fernsehpreis“.

Ich bin viel unterwegs, das ist für den Partner nicht immer schön. Das verstehe ich. Manchmal komme ich nur fürs Wochenende und total fertig nach Hause. Da kann sich die Frau kaum auf den Mann einstellen, der gefühlte 18 Stunden vorbeischaut.

Haben Sie mal einen Erfolg besonders gefeiert?

Ich kaufe mir nicht etwas aufgrund des Erfolgs. Aber nach dem „Tunnel“-Dreh habe ich mir zwölf Monate Auszeit gegönnt und einen Teich gebaut. Es war ein großer Teich. Ich habe ein zehn mal zehn Meter großes Loch dafür ausgehoben, die Folie dafür wog gefühlt über 150 Kilogramm. Und ich wollte alles allein machen. Was auch immer mich da geritten hat.

 

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Der Sinn fürs Unternehmertum liegt dem 74-Jährigen im Blut. Schon als Kind wusste der gebürtige Berliner, dass er einmal Unternehmer werden will. / Foto: KPM Berlin

Ein Gespür für das Richtige

Bankier, Hotelier, Porzellan-Produzent, Autosammler: Jörg Woltmann beweist bei nahezu allem, was er anfasst, ein gutes Händchen

Jörg Woltmann weiß, was Kunden wollen: 1979 gründete der gebürtige Berliner mit einem Partner die Privatbank ABK Allgemeine Beamten Bank AG, deren Angebot ganz auf die Bedürfnisse von Beamten und Angestellten aus dem Öffentlichen Dienst zugeschnitten ist und deren Alleinaktionär er heute ist. 2006 übernahm er die angeschlagene Königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin und machte sie wieder zu den ersten Adressen für Liebhaber von edlem Geschirr. Außerdem betreibt der Bundesverdienstkreuzträger vier Hotels in Berlin, Potsdam und Thüringen, in denen die Gäste nach allen Regeln der Kunst verwöhnt werden. Dass er künftige Entwicklungen richtig einschätzen kann, bewies der inzwischen 74-Jährige aber schon zu Studienzeiten, als er während der Ölkrise mehrere Autohäuser in Berlin kaufte, um sie nach dem Studium gewinnbringend wieder zu verkaufen. Der Sinn fürs Unternehmertun liegt bei ihm in der Familie.

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie Unternehmer werden möchten?

Ich wusste schon als Kind, dass ich später Unternehmer werden will, weil meine Mutter auch selbstständig war und die Unabhängigkeit liebte.

Trotzdem sind Sie zunächst in eine andere Firma eingetreten. Warum?

Ich war nach dem Abitur überzeugt, dass eine Banklehre eine solide und umfassende Grundlage für das spätere Berufsleben ist. Deshalb habe ich mich im Bankhaus Hermann Lampe zum Bankkaufmann ausbilden lassen.

Damit sollten Sie Recht behalten, denn Sie haben später eine eigene Bank gegründet. War das Ihr wichtigster Karriere-Schritte?

Die königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin rettete er vor der Insolvenz. / Foto: KPM Berlin

Ja, absolut. Die Gründung der Allgemeinen Beamten Bank im Jahre 1979 war für meine Karriere entscheidend, weil sich daraus alle weiteren unternehmerischen Tätigkeiten entwickelt haben.

Gab es weitere Highlights in Ihrer Karriere?

Ja, der Kauf der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin 2006 war auch etwas ganz Besonderes. Das Unternehmen stand damals kurz vor der Insolvenz.

Gibt es auch einen privaten Kauf, an den Sie sich gern erinnern?

Ich habe mir vor 25 Jahren einen Mercedes 300 SL Roadster geleistet. Mit 12 Jahren hatte ich bei der Hochzeit eines befreundeten Ehepaares meiner Mutter Blumen gestreut. Das Hochzeitsgeschenk an die Braut war so ein 300 SL. Das war 1959. Seitdem fasziniert mich dieser Wagen.

Sind Sie generell ein Oldtimer-Fan?

Ja! Inzwischen besitze ich eine ganze Sammlung an alten, aber auch neuen Autos.

Welche Rolle spielt sozialer Status auf dem Weg zum Erfolg?

Generell spielt der soziale Status meines Erachtens keine entscheidende Rolle mehr. Bei mir war es natürlich so, dass meine Mutter schon selbstständig war und mir das Unternehmer-Gen weitergegeben hat.

Jörg Woltmann legt bei seinen Führungskräften neben Fachkenntnissen besonders viel Wert auf soziale Kompetenz. / Foto: KPM Berlin

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Ich stelle mich nicht in den Vordergrund, suche in den Leitungspositionen Mitarbeiter, die besser sind als ich. Ich glaube, dass ich über eine hohe soziale Kompetenz verfüge. Ich verlasse mich überwiegend auf mein Bauchgefühl.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?

In allen meinen unterschiedlichen Unternehmen ist es wichtig, dass ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe, denen ich vertrauen kann und die in meinem Sinne die Vision umsetzen.

Wie wählen Sie Führungskräfte in Ihren Unternehmen aus?

Neben den Fachkenntnissen ist soziale Kompetenz für mich sehr wichtig. Denn ich möchte, dass meine Führungskräfte ihre Teams kollegial leiten – das ist auch ein Anspruch, den ich an mich selbst stelle.

Wie würden Sie Ihr Erfolgsgeheimnis zusammenfassen?

Normal bleiben, niemanden überfordern, soziale Kompetenz zeigen und die preußischen Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit und Ehrlichkeit leben.

Was ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?

Nie aufgeben, auch nicht bei Rückschlägen.

Was treibt Sie persönlich beruflich weiter voran?

Koenigliche Porzellan Manufaktur, Berlin

Der Erfolg und die Umsetzung von Visionen.

Gibt es noch ein berufliches Ziel, das Sie unbedingt erreichen möchten?

 

Nein. Ich habe keine Sehnsüchte mehr. Ich habe mehr erreicht, als ich mir je vorgestellt habe.

Wenn Sie einen Blick auf Ihre bisherige Karriere werfen: Würden Sie Ihrem Jüngeren Ich trotzdem raten etwas anders zu machen?

Ja, da fällt mir etwas ein: In den Anfangszeiten meines Unternehmertums sollte man nicht so naiv sein zu glauben, andere Unternehmer wollten das Beste für dich – und nicht nur für sich selbst. Junge Menschen sollten sich selbst treu bleiben und den Geschäftspartner nicht versuchen zu überfordern. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Mein väterlicher Freund Prof. Dr. Siegfried Stange. Er war der Lebensgefährte meiner Mutter, nach dem Studium hatte ich das Glück mit ihm arbeiten zu dürfen. Ohne ihn hätte ich mir nicht zugetraut, mit 32 Jahren eine eigene Bank zu gründen.

Apropos Partner: Wie wichtig ist ist der auf dem Weg zum Erfolg?

Der richtige Partner hält den Rücken frei und organisiert das Privatleben. Da man, wenn man nach Hause kommt, Sorgen nicht an der Garderobe abgeben kann, ist es wichtig, dass man in ein Gesicht schaut, in dem die Mundwinkel nach oben und nicht nach unten zeigen. Deswegen sind Beruf und Privatleben für mich auch nicht zu trennen.

Was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?

Ich gehe täglich schwimmen und zweimal pro Woche in die Sauna. Da entspanne ich und überdenke alles.

Wenn Sie nicht das geworden wären, was Sie heute sind, was wären Sie dann?

Dann wäre ich in der Immobilienbranche selbstständig, weil ich gerne historische Gebäude saniere.

 

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Alleine auf der Bühne stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness

Rufus Becks Ratschlag an sein jüngeres Ich: „Alles ist gut, du bist geliebt, jeder Tag ist eine Chance, sei dankbar und höre auf dein Herz.“ / Foto: BrauerPhotos / O.Walterscheid

Rufus Beck sieht sich als Zehnkämpfer der darstellenden Künste. Ein sportlicher Ansatz, den der 65-jährige allerdings auch zu 100 % erfüllt. Passend zu seinem Lebens- und Berufsmotto: „100 % sind Minimum“. Beck ist Schauspieler, Sänger, Regisseur, Sprecher und Produzent. In all diesen „Disziplinen“ kann er Erfolge vorweisen. Dabei ist Beck eher durch Zufall in die Sphäre der darstellenden Künste eingedrungen.

Während seines Studiums der Ethnologie und Philosophie an der Universität Heidelberg arbeitete Beck nebenbei am Stadttheater. „Ich wusste nicht, dass ich das Talent zur Schauspielerei beziehungsweise zum Showbusiness habe. In zwei Theaterproduktionen habe ich dort unter anderem Musik gemacht und kleine Rollen gespielt. Der Regisseur und seine Regieassistentin meinten, ich solle auf eine Schauspielschule gehen. Vielleicht hatte man das eher im Spaß gesagt, aber ich habe das ernst genommen und meine akademische Laufbahn beendet,“ so Beck. Manchmal braucht es ihm Leben andere Menschen, die einem den gewissen Schubs geben. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass viele Menschen mich gefördert haben oder in mir etwas gesehen haben, von dem ich selbst gar nichts ahnte und das mir dann eine völlig neue berufliche Richtung gab.“

Schauspielerin Jo Kern (l.) und Rufus Beck (r.) bei der „Movie meets Media” in München 2020. Foto: © Baganz

Allerdings bringt Beck sehr wohl das nötige Talent und die richtige Einstellung mit, um so lange in dieser Branche erfolgreich sein zu können. „Ich bin jetzt seit über 40 Jahren im Showbusiness und habe so vieles ausprobiert, hatte Höhen und Tiefen, Erfolge und Flops. Entscheidend ist aber immer wieder, sich selbst in Frage zu stellen. Was möchte ich? Wo will ich Hin? Was sagt mir mein Herz? Wie werde ich glücklich?“ Neben etwas Glück, das auch immer zum Erfolg gehört braucht es allerdings auch noch ein paar Eigenschaften, die man mitbringen sollte. „Man sollte eine Vision haben. Der Glaube an sich selbst und dass Träume in Erfüllung gehen können. Und nicht zu vergessen: Leidenschaft für das, was man tut.“

Bei Rufus Beck hat vieles funktioniert, weil er diese Eigenschaften mitbringt und verinnerlicht hat. „Ich hatte zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn die etwas kindliche Vision, einmal alleine auf den größten Bühnen zu stehen und vor einem großen Publikum zu spielen. Das passierte dann wirklich nach vielen Jahren zum ersten Mal 1994 auf der ersten „Tabaluga“ Deutschland Tournee unter anderem in der Olympiahalle München, wo ich die Show als „Magier“ eröffnen durfte und vor 12.000 Menschen agierte.“ Alleine auf der Bühne zu stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness. Und Beck erfüllt diese Disziplin mit Leidenschaft und Bravour.

Doch nicht nur da. Jeder, der Harry Potter gehört hat, kennt seine Stimme. Die Harry Potter-Hörbücher mit Beck als Sprecher haben sich fast 4 Millionen mal verkauft. Überregionale Anerkennung und Schauspielpreise bekam er, als er von 1988-94 am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert war….

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Er gilt als König des Trash – Uwe Boll ist Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor. Fotos: © Lichtwerker.ruhr

„Integer bleiben“

Von einigen Kritikern ist er als „schlechtester Regisseur aller Zeiten“ verrufen. Über seine Filme gibt es Verrisse en masse und die Goldene Himbeere hat er auch schon bekommen. Aber eben auch den Preis für den besten internationalen Film auf dem New York International Independent Film & Video Festival. Uwe Boll (Jahrgang 1965) polarisiert. Auch, weil er unbequem und systemkritisch ist. Allen Unkenrufen zum Trotz ist Boll ein sehr erfolgreicher Filmemacher von bisher 32 Filmen und vor allem ein findiger Geschäftsmann, wenn es um die Finanzierung und Vermarktung von Filmen geht. Boll ist ein Dickkopf und Macher, der sich nicht unterkriegen lässt und gerne dicke Bretter bohrt.

Herr Boll, Sie haben nicht immer den einfachsten Weg in Ihrer Karriere gewählt und scharen eine Traube an Kritikern hinter sich. Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?
Ich war zu ungeduldig und zu undiplomatisch. Man kann seine Ziele auch erreichen, ohne so viel verbrannte Erde zu hinterlassen wie ich. Trotzdem muss man eben auch in der Lage sein, Widerstände zu umgehen und gegebenenfalls zu brechen.

Sind Sie auf viele Widerstände gestoßen?
Hunderte! Aber man muss seinen Weg gehen, integer bleiben und seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Und guter Rotwein hilft…

Was würden Sie als Ihre wichtigsten Karriereschritte bezeichnen?
Dass ich selber in der Finanzbranche Fuß gefasst habe, um unabhängig von der Filmförderung international Filme machen zu können. Außerdem habe ich ab 25 internationale Spielfilme in Englisch für den Weltmarkt gedreht. Das war ein extrem wichtiger Schritt, ohne den meine Karriere extrem kurz geworden wäre. Nach meinem letzten deutschen Film (Das erste Semester, 1996) brauchte ich vier Jahre für diesen Schritt.

Sie können heute auf 32 Filme zurückblicken und haben sich 2018 offiziell zurückgezogen. Treibt Sie beruflich noch etwas an?
Ich habe jetzt drei Jahre keinen Film gedreht und es Zeit, wieder loszulegen. Es gibt einige Geschichten, die ich gerne erzählen will. DEUTSCHLAND IM WINTER ein Politthriller wird mein nächster Film werden, der erzählt was passiert, wenn die RECHTEN Deutschland wieder regieren.

Von Renate Kerscher

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

© MJK

Für Erfolg gibt es keine Gebrauchsanweisung

Sein berufliches Vorbild ist Virgin-Gründer Richard Branson, musikalisch bewundert Martin J. Krug die Rolling Stones. Sein Markenzeichen: Neugierde an völlig unterschiedlichen Themen und Herausforderungen.

Scheinbar unlösbare Probleme hinterfragt der Unternehmer, der sich sowohl als Filmproduzent als auch Marketingexperte einen Namen gemacht hat, geht er mutig oft als Querdenker an. Seine Erfolgsrezepte sind „Selbstvertrauen und eine Menge Arbeitseinsatz. Dinge ohne, Gebrauchsanweisung’ angehen. Ideen entwickeln und konsequent umsetzen.“ So hat der Wahl-Münchner die wichtigsten Herausforderungen seiner Karriere gemeistert – wie erstmal die Bank von seiner beruflichen Vision zu überzeugen und später, zum Beispiel das weltweite Merchandising für Mercedes in der Formel 1 und DTM oder das Kanzler-Portrait des ” Goldenen Schröders fürs Bundeskanzleramt.

. Ausruhen auf Erfolgen kommt für Martin J. Krug nicht infrage: „Letztlich bin ich Dienstleister und freue mich wie zum Beispiel ein Fußballer über ein geschossenes Tor. Juhu & Jubel. Jedoch alles in dem Bewusstsein, dass nach dem Spiel vor dem Spiel ist“, sagt er.

Auch soziales Engagement ist für Martin J. Krug ein wichtiger Pfeiler seines Lebens: 2002 gründete Krug zum Beispiel Power-Child e. V., einen Verein, der sich präventiv gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen einsetzt. „Ohne Nächstenliebe und soziale Verantwortung macht das Leben wenig Sinn. Nicht immer gleich die Welt retten wollen. Oft sind es auch kleine Dinge, die für andere große Bedeutung haben“, erklärt er.
Aber so entspannt der Filmproduzent auf den roten Teppichen wirkt – auch er erlebt Herausforderungen: „Der Job ist nicht selten eine spannende Abenteuerreise, auch manchmal unter bedrohlichen Gewitterwolken.“ Sein Rezept gegen Rückschläge? „Jägermeister“, antwortet er lachend. „Nein, im Ernst – nicht verdrängen. Shit happens, so what. Rein in die lästige Herausforderung. Der Weg ist das Ziel.“

Glück ist für Martin J. Krug nicht in erster Linie beruflicher Erfolg, sondern „die Kombination aus Gesundheit, Zufriedenheit, Liebe, Familie und einem coolen Job.“ In genau definierter Reihenfolge: „Zuerst das Wohl der Familie und dann der Job. Klar, verbringt man in der Regel mehr Zeit in seinem Leben mit dem Job als mit der Familie. Dennoch gibt es bei mir klare Prioritäten. Der Job ist ja teilweise eine zwingende Notwendigkeit, die Familie jedoch das wunderbare Lebenselixier.“ Dazu passt eines seiner nächsten Projekte: das Kinderbuch, das er Tochter Lilly widmet, fertig zu schreiben. Und sein nächster Film.