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Der Schauspieler Roland Suso Richter gemeinsam mit einem Geparden bei den Dreharbeiten zu „Grzimek”. / Foto: Fotos: © Roland Suso Richter

Erfolg ganz ohne Rampensau-Gen

Er habe keinen Bock mehr auf seinen Job – das musste sich Regisseur Roland Suso Richter anhören, als er beschloss, in Zukunft anders zu arbeiten als die Kollegen. Aber: Das stimmt so nicht! Im Gegenteil. Er wollte einfach weiter Spaß an seinem Beruf haben. Und mit Filmen wie „Der Tunnel“, „Mogadischu“ und die „Zürich-Krimis“ überlebt er seit über 40 Jahren bestens im harten Filmbusiness.
Wie lief Ihr Einstieg ins Filmgeschäft?

Ich machte ein Praktikum in einer Hamburger Werbeagentur und wollte meinen ersten Kurzfilm drehen – ich bin kläglich gescheitert. Niemand wollte umsonst für mich arbeiten. Also zog ich nach München, wo die Filmhochschule ist. Und ein halbes Jahr später drehte ich meinen ersten Kurzfilm. Er hieß „Überflüssig“. Vielleicht war er auch überflüssig – aber nicht für mich. Heiner Lauterbach spielte in dem Film seine erste Rolle! Und der heutige UFA-Geschäftsführer Nico Hofmann war mein Ton-Mann.

Kennen Sie Existenzängste?

Leider ja. Der Kinofilm „Medicus“ stürzte mich in eine Krise. Der Vertrag dafür war schon unterschrieben, da sagte der Produzent den Drehstart ab. Ein Jahr später wurde doch gedreht – allerdings mit einem anderen Regisseur. Diese Erfahrung kostete mich viel Geld und Emotionen. Ich musste mit der Akquise bei null starten und rumfragen, ob jemand etwas für mich hat. Natürlich kam da auch die Sorge auf, wie ich die nächste Miete zahlen soll…

Was bedeutet für Sie Erfolg?

1980 und in den 90er Jahren träumte ich schon vom amerikanischen Kino. Heute mache ich Erfolg daran aber nicht mehr fest: Jemand ist für mich erfolgreich, wenn er Ausdauer hat. Also nach einem Film direkt den nächsten dreht, an sich glaubt, sich selbst treu bleibt. Erfolg heißt für mich auch, nach über 30 Jahren die Liebe zur Arbeit nicht zu verlieren. Bei mir gab es aber vor zwölf Jahren einen Moment, an dem ich dachte: Filme machen kann auch total langweilig sein.

Waren Sie damals versucht, sich neu zu orientieren?

Natürlich habe ich auch andere Leidenschaften wie die Musik oder das Kochen. Aber ich wollte das Drehen nie aufgeben. Also beschloss ich, dass ich etwas ändern sollte und das war mein Plan B.

Am Set des TV Films „Der Weg nach San José“.

Normalerweise treffen sich alle am Set, lesen den Text, proben. Diese erste Interaktion der Schauspieler untereinander während der Probe ist großartig. Aber die wird nie gefilmt. Also änderte ich die Arbeitsweise, drehte direkt ohne Probe mit zwei Kameras. Natürlich sagten einige zu der ungewohnten Arbeitsweise: Der hat keine Lust mehr und will Zeit sparen, deshalb probt der nicht. Da musste ich mich durchsetzen – aber das Ergebnis gibt mir recht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Viele denken, ein Regisseur muss sagen, was die Schauspieler machen sollen. Aber ich nehme mich zurück und gebe allen das Gefühl, frei zu sein. Ich führe leise Regie, drehe an kleinen Stellschrauben. Mir geht es um den Moment, wenn der Schauspieler vor der Kamera steht – weniger um die technische Welt.

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, was würden Sie anders machen?

Manchmal hätte ich mehr Rampensau sein können. Manche sind lauter. Ob ich dann mehr erreicht hätte? Vielleicht. Aber so bin ich nicht.

Ein Dreh ist sehr arbeitsintensiv. Was ist Ihr Ausgleich?

Inzwischen erhole ich mich tatsächlich bei der Arbeit am besten. Ich habe einen niedrigen Blutdruck, beobachte gern, bin Minimalist. Und ich finde es toll, zu wissen, wann ich wo sein muss. Ich werde gebraucht, das ist ein schönes Gefühl.

Welche Ziele peilen Sie als Nächstes an?

Eine Netflix-Serie würde ich gern machen. Da ist die Lust, an ein Ufer zu schwimmen, das ich noch nicht kenne.

Seit einiger Zeit sind Sie mit Ina Paule Klink liiert, die in Ihren „Zürich-Krimis“ mitspielt. Wie klappt das am Set?

Als ich als Regisseur zum „Zürich-Krimi“ kam, hatten wir noch keine Beziehung. Und jetzt ist das eben unser Job und ich finde, das kann auch gut vom Privaten getrennt werden. Paule, muss genau so funktionieren wie die anderen Schauspieler auch. Schauspieler zu sein ist schon Herausforderung genug, das muss man durch private Konstellationen nicht noch verkomplizieren.

Wer hat bei Ihnen zu Hause das Sagen?

Zumindest in der Küche ich – das findet Paule aber nicht schlimm. Wir verstehen uns ausgesprochen gut, vielleicht, weil wir beide Sternzeichen Steinbock sind.

Ist es schwer Beruf und Privatleben zu vereinbaren?

In der Kategorie „Regie“ gewann Roland Suso Richter den „Bayerischen Fernsehpreis“.

Ich bin viel unterwegs, das ist für den Partner nicht immer schön. Das verstehe ich. Manchmal komme ich nur fürs Wochenende und total fertig nach Hause. Da kann sich die Frau kaum auf den Mann einstellen, der gefühlte 18 Stunden vorbeischaut.

Haben Sie mal einen Erfolg besonders gefeiert?

Ich kaufe mir nicht etwas aufgrund des Erfolgs. Aber nach dem „Tunnel“-Dreh habe ich mir zwölf Monate Auszeit gegönnt und einen Teich gebaut. Es war ein großer Teich. Ich habe ein zehn mal zehn Meter großes Loch dafür ausgehoben, die Folie dafür wog gefühlt über 150 Kilogramm. Und ich wollte alles allein machen. Was auch immer mich da geritten hat.

 

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„Sehnsüchte sind mein Motor“

Er ist und bleibt der bayerische Sonnyboy mit dem Hang zu schweren Maschinen: Beruflich hat Wolfgang Fierek schon 1985 sehr erfolgreich „Resi mit seim Traktor“ abgeholt, privat bevorzugt er Motorräder. Daran änderte auch ein schwerer Unfall 2003 nichts, bei dem der gelernte Feinmechaniker fast sein rechtes Bein verloren hätte. Mit 70 Jahren sitzt Fierek noch immer fest im (Schauspiel-)Sattel und hat nichts von seinem Charme, mit dem er als „Ein Bayer auf Rügen“ ein Millionenpublikum verzauberte, eingebüßt. Zurzeit spielt der USA-Fan eine Hauptrolle in der ZDF-Serie „Marie fängt Feuer“, rockt mit seiner Band „Freedom Riders“ oder genießt die Zeit mit seiner großen Liebe, der Malerin Djamila Mendil, die er vor 27 Jahren nach einer indianischen Zeremonie der Lakota Sioux im amerikanischen South Dakota geheiratet hat.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Für mich bedeutet Erfolg, mein Leben so zu leben, wie ich mir das vorstelle. Ich plane weder Erfolg noch Anerkennung, ich folge meiner inneren Stimme, meiner Intuition, meinen Gefühlen, wenn dann meine Handlungen Anerkennung finden, ist das für mich Erfolg.

Was waren die wichtigsten Meilensteine in Ihrer Karriere?

Zusätzlich rockt der Schauspieler Wolfgang Fierek mit seiner Band „Freedom Riders“ auf der Bühne. / Foto: privat

Wahrscheinlich war der wichtigste mein Tapetenwechsel von Landsberg am Lech nach München, und zwar nach Schwabing, dort, wo die Musik spielte. Nach meinem Ausscheiden aus der Bundeswehr war ich auf einem Selbstfindungstrip. Dann kam auf einmal das Angebot von Klaus Lemke, den ich über einen Freund kennenlernte, für eine Hauptrolle in einem Fernsehfilm … Da dachte ich: Wolfgang, you made it. Gut, es hat dann doch noch ein bisschen gedauert. Danach kam die „Resi mit dem Traktor“. Wieder wähnte ich mich auf dem Weg nach oben, aber auch diesmal musste ich fighten, um in die Top 100 der Charts zu kommen. Für meinen ersten Gig habe ich neun Eintrittskarten verkauft. Aber ich gab auf der Bühne alles, als ob ich im Wembley-Stadion wäre. Ein Jahr später waren es 1.400 Gäste in derselben Disco und ich gab ein Zusatzkonzert. Geht doch, Wolfgang, sagte ich zu mir …

Wann hatten Sie mal einen heftigen „Wow, ich hab es geschafft“-Moment?

Als ich auf den Wiener Filmball 2010 eingeladen wurde, saß ich mit meiner Frau am Tisch mit Ornella Muti, nicht schlecht, oder? Doch das war es nicht. An diesem Abend hielt Maximilian Schell eine Laudatio und unterbrach sie auf einmal mit den Worten: „Ich habe gehört, der Wolfgang Fierek ist hier?“ Ich wusste nicht, wie mir geschieht. Ich stand von meinem Tisch auf und dann sagte Maximilian: „Ich sehe mir jeden Abend deine Serien auf dem Heimatkanal an, ich muss dir sagen, du bist ein hervorragender Schauspieler, natürlich, amüsant, ehrlich …Kompliment!“ Nach seiner Laudatio ging ich zu ihm und habe mich für seine für mich unvergesslichen Worte bedankt. Das war mein absolutes Highlight, ein Ritterschlag von einem Oscar-Preisträger und hervorragendem Menschen.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach Ihrem ersten Erfolg erfüllt haben?

So richtig materielle Wünsche habe ich weniger, eher Träume. Ich wollte immer eine coole Frau an meiner Seite und glücklich sein, wie meine Eltern es waren …

Wolfgang Fierek (r.) gemeinsam mit Patrick Dempsey (l.) beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. / Foto: privat

Wer ist Ihr größtes Vorbild?

Das ist und bleibt mein Vater. Daddy war immer gut drauf, einfach ein cooler Typ, bei jedermann beliebt, immer hilfsbereit, freundlich und charmant. Für meinen Vater gab es nichts, was nicht möglich war. Er hat mich im Glauben bestärkt, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es nur will und bereit bin, dafür hart zu arbeiten. Außerdem hat er mich immer wieder auf Kurs gebracht. „Runter vom Gas“ waren immer seine Worte, wenn der Bub zu hoch flog. Ab meiner Hochzeit mit meinem persönlichen Engel war es meine Frau.

Welche Ihrer Stärken sind für Sie ein Erfolgs-Booster?

Da wären einige Bausteine, die für den Erfolg einfach wichtig sind: Geduld, Disziplin, Beharrlichkeit, Humor und Teamgeist.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?

Ich lebe beides, ohne dabei zu merken, was jetzt was ist.

Wobei haben Sie denn neben dem Beruf gern Erfolg?

Bei meinen Workouts fünfmal die Woche. Nur ned locker lassen!

Was ist Ihr Ausgleich – zum Sport und zur täglichen Arbeit?

Für mich waren immer 70er-Jahre-Rock, Bergwandern und meine Touren mit meinem Motorrad die beste Inspiration und der effektivste Ausgleich. Day Rides mit Freunden sind ein Muss. Da wird die Liebe zum Motorrad und der Natur geteilt, viel gelacht und zum Abschluss gibt es eine gute Brotzeit. Was braucht man mehr?

Auf den Touren mit seinem Motorrad findet der Schauspieler Inspiration und Ausgleich. / Foto: privat

Welche Sehnsüchte haben Sie?

Sehnsüchte sind sehr wichtig für mich. Ich brauche sie wie die Luft zum Leben. Sie sind mein Motor, genauer gesagt.

Gibt es ein Must-have in ihrem Beruf?

Da ich sehr viel beruflich unterwegs bin zu Dreharbeiten oder Gigs, zum Beispiel mit meiner „Freedom Riders“-Band, ist mein Must-have ein Auto, am liebsten mag ich amerikanische Pick-ups. Ein Auto muss cool sein, zuverlässig und eine Hi-Fi-Anlage mit gutem Sound haben. Und einen V8 Motor, wenn’s geht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich halte mich an das Motto:„Per ardua ad astra“ – durch das Unwegsame zu den Sternen.

 

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Das größte Glück für Ludger Pistor: anderen Leuten Freude bereiten! / Foto: Christina Kratsch

„Hollywood ist mein Hobby“

Quentin Tarantino schrieb ihm extra eine Rolle auf den Leib und am James-Bond-Set hatte er seinen eigenen Unterhalter – doch Ludger Pistor strebt nicht nach einer Hollywood-Karriere. Er genießt lieber den kleinen Ruhm in Deutschland und das gute Gefühl, nichts zu müssen. Privat findet man ihn entweder auf seinem Sofa… oder im Tempel. Der Komödiant ist nämlich praktizierender Hindu.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Die Aufgabe eines Schauspielers ist es zu unterhalten. Wenn man den Leuten Freude bringt, ist das sehr befriedigend. Und wenn dann ein Film auch noch gut besprochen wird… großartig. Wenn das mal anders ist, kann man aber zumindest daran wachsen.

Was reizt Sie daran, Menschen zum Lachen zu bringen?

Als Komödiant wird man in unserem Land immer wieder gefragt, warum man nicht Rollen mit mehr Tiefgang spielt. Ich persönlich mag gar keinen Tiefgang. Tiefgang haben wir hier schon genug, was wir brauchen, ist mehr von der heiteren Seite. Ich finde es schön, wenn Leute fröhlich sind.

Sie haben in vielen internationalen Produktionen mitgespielt. Ist Hollywood Ihr Ziel?

Das wäre, als würde ich auf einen Sechser im Lotto hinarbeiten. Ich mache das mehr als Hobby. Der Druck, als berühmter Hollywoodschauspieler seinen Erfolg zu halten, ist enorm. Man sieht ja, wie viele daran kaputt gehen. Ich habe da viel Glück mit meiner Karriere. Ich bin bekannt, konnte immer davon leben können und es geht mir gut. Wichtiger als Erfolg ist für mich, dass man seinen Seelenfrieden hat. Ich weiß nicht, was man noch alles für Erfolg tun könnte, aber ich gehe nur arbeiten. Mir gefällt es, keine anderen Verpflichtungen zu haben. Ich mache zum Beispiel kein Social

Mit Bernd Herzsprung (r.) hat Pistor (l.) 2006 in der Filmkomödie „Goldene Zeiten“ gespielt. / Foto: © Baganz

Media.

Sie haben für den Fernsehfilm „Ein Schnitzel für drei“ ein Rollenangebot von Quentin Tarantino in „Inglourious Basterds“ abgelehnt…

Das hat zeitlich mit der Szene nicht gepasst. Ich hatte beim WDR den Vertrag schon unterschrieben – und ich werde doch für einen kleinen Auftritt keinen großen Fernsehfilm platzen lassen. Zu meiner Überraschung hat Tarantino sich hingesetzt und eine neue Rolle für mich ins Drehbuch geschrieben. Wenn Tarantino etwas will, dann will er es. Da ist er wie ein Kind. Und es ist natürlich schön, wenn man selbst das ist, was Tarantino haben will.

Was war bisher Ihre liebste Rolle?

Ich war sehr gern der Krapp in „Balko“. Die schönste Produktion war aber „James Bond“. Das war die Erfüllung meines Kindheitstraums. So stellt man sich Hollywood vor – und so ist es normalerweise nicht. Als Teil der „James-Bond“-Familie wird man hofiert, hat eine persönliche Assistentin – und man muss auch die Gage nicht verhandeln. Das erste Angebot ist mehr als man wollte. Allein, was die einem zum Verspeisen auf den Tisch stellen, ist das Honorar eines Kleindarstellers. Es wird sogar ein Unterhalter mit Geschenken in die Garderobe geschickt, damit man gut gelaunt ist.

Warum wollten Sie Schauspieler werden?

Meine Oma war besessen vom Kino. Mit ihr habe ich als vierjähriger Laurel und Hardy, also Dick und Doof, gesehen und fand das toll. Genau sowas wollte ich machen.

Ludger Pistor (r.) gemeinsam mit Steffen Groth (l.): Beide haben 2007 zusammen in „Kein Geld der Welt” mitgespielt. / Foto: Christina Kratsch

Wie haben Sie Ihre Ausbildung finanziert? Sie waren unter anderem in Amerika an der Schauspielschule…
Ich hatte einen Job in einem Schokoladenladen, der aber nicht so gut lief. Nur die alten, aus Deutschland emigrierten Omas kamen, um unterm Ladentisch illegal importierte Weinbrandbohnen zu kaufen. Gefüllte Schokolade ist in Amerika nämlich verboten.

Wo finden Sie einen Ausgleich zu Ihrem Beruf?

Ach, auf dem Sofa. Und ich fliege manchmal nach Indien. Ich bin seit gut 20 Jahren Hindu.

Wie sind Sie zum Hinduismus gekommen?

Ich wollte in Sri Lanka eine Ayurveda-Kur machen, weil ich überarbeitet war. Dort habe ich schnell wieder ausgecheckt, war aber dafür bei einer Palmblatt-Lesung. Angeblich soll vor ein paar Tausend Jahren die Zukunft aufgeschrieben worden sein und man kann sich das eigene Leben vorlesen lassen. Das habe ich gemacht. Alles aus der Vergangenheit stimmte und es treten auch noch immer wieder Dinge ein. Unglaublich. Ein Kapitel war über das vorherige Leben und was man machen kann, um das Karma positiv zu verändern. Das interessierte mich am meisten. Nach diesem Erlebnis habe ich über mein Hotel die ersten Brahmanen und Mönche kennengelernt. Zu Hause habe ich mir dann einen Hindu-Tempel in Berlin gesucht. Hindu ist aber eine Religion ohne Muss. Wenn man in den Tempel geht, bekommt man einen Segen, wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. In meiner Wohnung habe ich außerdem einen kleinen Schrein, an dem ich Räucherstäbchen anstecken kann.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich glaube, das ist Karma. Kompetenz schadet nicht, aber was man unbedingt braucht, ist Glück, sonst kommt man nie auf einen grünen Zweig. Und Dankbarkeit ist auch wichtig.

Welchen Traum würden Sie sich gern noch erfüllen?

Das Haus von Ian Fleming, dem Erfinder von „James Bond“, auf Jamaika ist heute ein Hotel. Man kann in seinem original eingerichteten Arbeitszimmer schlafen. Das würde ich gern mal machen – und wenn es nur für eine Nacht ist.

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Alleine auf der Bühne stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness

Rufus Becks Ratschlag an sein jüngeres Ich: „Alles ist gut, du bist geliebt, jeder Tag ist eine Chance, sei dankbar und höre auf dein Herz.“ / Foto: BrauerPhotos / O.Walterscheid

Rufus Beck sieht sich als Zehnkämpfer der darstellenden Künste. Ein sportlicher Ansatz, den der 65-jährige allerdings auch zu 100 % erfüllt. Passend zu seinem Lebens- und Berufsmotto: „100 % sind Minimum“. Beck ist Schauspieler, Sänger, Regisseur, Sprecher und Produzent. In all diesen „Disziplinen“ kann er Erfolge vorweisen. Dabei ist Beck eher durch Zufall in die Sphäre der darstellenden Künste eingedrungen.

Während seines Studiums der Ethnologie und Philosophie an der Universität Heidelberg arbeitete Beck nebenbei am Stadttheater. „Ich wusste nicht, dass ich das Talent zur Schauspielerei beziehungsweise zum Showbusiness habe. In zwei Theaterproduktionen habe ich dort unter anderem Musik gemacht und kleine Rollen gespielt. Der Regisseur und seine Regieassistentin meinten, ich solle auf eine Schauspielschule gehen. Vielleicht hatte man das eher im Spaß gesagt, aber ich habe das ernst genommen und meine akademische Laufbahn beendet,“ so Beck. Manchmal braucht es ihm Leben andere Menschen, die einem den gewissen Schubs geben. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass viele Menschen mich gefördert haben oder in mir etwas gesehen haben, von dem ich selbst gar nichts ahnte und das mir dann eine völlig neue berufliche Richtung gab.“

Schauspielerin Jo Kern (l.) und Rufus Beck (r.) bei der „Movie meets Media” in München 2020. Foto: © Baganz

Allerdings bringt Beck sehr wohl das nötige Talent und die richtige Einstellung mit, um so lange in dieser Branche erfolgreich sein zu können. „Ich bin jetzt seit über 40 Jahren im Showbusiness und habe so vieles ausprobiert, hatte Höhen und Tiefen, Erfolge und Flops. Entscheidend ist aber immer wieder, sich selbst in Frage zu stellen. Was möchte ich? Wo will ich Hin? Was sagt mir mein Herz? Wie werde ich glücklich?“ Neben etwas Glück, das auch immer zum Erfolg gehört braucht es allerdings auch noch ein paar Eigenschaften, die man mitbringen sollte. „Man sollte eine Vision haben. Der Glaube an sich selbst und dass Träume in Erfüllung gehen können. Und nicht zu vergessen: Leidenschaft für das, was man tut.“

Bei Rufus Beck hat vieles funktioniert, weil er diese Eigenschaften mitbringt und verinnerlicht hat. „Ich hatte zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn die etwas kindliche Vision, einmal alleine auf den größten Bühnen zu stehen und vor einem großen Publikum zu spielen. Das passierte dann wirklich nach vielen Jahren zum ersten Mal 1994 auf der ersten „Tabaluga“ Deutschland Tournee unter anderem in der Olympiahalle München, wo ich die Show als „Magier“ eröffnen durfte und vor 12.000 Menschen agierte.“ Alleine auf der Bühne zu stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness. Und Beck erfüllt diese Disziplin mit Leidenschaft und Bravour.

Doch nicht nur da. Jeder, der Harry Potter gehört hat, kennt seine Stimme. Die Harry Potter-Hörbücher mit Beck als Sprecher haben sich fast 4 Millionen mal verkauft. Überregionale Anerkennung und Schauspielpreise bekam er, als er von 1988-94 am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert war….

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„Sei mutig. Und glaube fest daran, dass das Leben immer nur das Beste für dich will.“

Lebensbejahend und voller Tiefgang: Schauspieler Jan Sosniok./ Bild: © Heiko Richte

Ursprünglich wollte er Modedesigner werden. Handwerklich begabt, näht der junger Jan Sosniok nicht nur seine Kleidung selbst, er schreinert auch – eine Tätigkeit, die ihm auch heute noch als 54-jährigem Schauspieler viel Freude und Ausgleich beschert. Das Leben hatte andere Pläne mit ihm. Das Handwerk rückt bald in die zweite Reihe.

Nachdem seine damalige Freundin den jungen Jan Sosniok zur Teilnahme an einem Modellwettbewerb überredet, führt sein Weg zieht er kurzerhand aus dem beschaulichen Wiehl in Nordrhein-Westfalen nach Berlin. Hier bringt er es unter die Top 10 der „Gesichter ´92“ der Zeitschrift Max – von insgesamt 30.000 Bewerbern! Dass Jan Sosniok aber viel mehr als auffallend gutes Aussehen zu bieten hat, beweist er nicht nur vor der Kamera. Im Gespräch zeigt sich der charismatische Schauspieler facettenreich, lebensbejahend und voller Tiefgang.

Die deutsche Komödie „Das beste Stück“ verschafft ihm 2002 den Durchbruch. Zahlreiche Deutsche Filmpreise und Emmy Awards folgen für seine Rollen als Sven in der Serie „Berlin, Berlin“ und als Dr. Oliver Schmidt in „Danni Lowinski“. Er spielt in Dutzenden von Filmen mit und verkörpert sechs Jahre lang die Sehnsuchtsrolle des Winnetou bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg.

In seiner Instagram-Reihe „Was machst du da?“ widmet sich der Schauspieler seiner großen Leidenschaft und setzt Bauprojekte in Haus und Garten um. / Bild: © Heiko Richter

Jan Sosniok strahlt eine Energie und Lebensfreude aus, die fraglos mitverantwortlich für seinen dauerhaften Erfolg sind. Doch auch Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit und Demut zeichnen ihn aus. Schon sein Vater gibt ihm diese wichtigen Werte mit auf den Weg.

Die Familie und Ehefrau Nadine sind ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens und damit auch seiner Karriere. Sie unterstützen ihn, halten ihm den Rücken frei und stehen als ehrliche Ratgeber zur Seite. Bei seiner Familie schöpft er Kraft und genießt den für ihn größten Luxus: Zeit. „Auf der Welt zu sein und all die schönen Dinge zu erleben, die das Leben zu bieten hat“, sei das wahre Glück für ihn.

Keine Erfolgsgeschichte geht immer nur bergauf. Auch Sosniok macht als junger Mann die Erfahrung, dass manche Versprechen leer bleiben. Heute erlaubt er sich erst dann aufrichtige Freude, wenn der versprochene Vertrag auf dem Tisch liegt. Enttäuschungen gehören zu jedem Weg dazu. Sie lassen ihn noch aufmerksamer und auch selbstbewusster werden.

Seine Ehefrau Nadine hält ihm den Rücken frei und steht ihm als ehrliche Ratgeberin immer zur Seite. / Bild: privat

„Selbst wenn ich Fehler mache und es den Anschein macht, dass der Erfolg in die Ferne rückt, so weiß ich, dass dies nur ein Baustein ist, um sich ihm wieder zu nähern“, lernt er aus diesen Erlebnissen. Rückschläge stellen auch die Chance zu persönlichem Wachstum dar, denn für ihn ist klar: „Erfolge sind möglich. Ich möchte ein Teil davon sein.“

Erfolg bedeutet für Jan Sosniok auch, der Gesellschaft etwas Gutes zurückzugeben und sich zu engagieren. Er hat sich der Organisation Kinderschutzengel (www.kinderschutzengel.de) angeschlossen, die herzkranke Kinder unterstützt, und ergänzt, Erfolg gönne er allen Menschen und vor allem „den Menschen, die die Welt durch ihre persönlichen Einsatz für Hilfsbedürftige wertvoller machen“….

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©Verena Ecker

„Eine klare Zielsetzung haben“

Helmut Zierl ist als erfolgreicher Schauspieler aus dem deutschen Fernsehen nicht wegzudenken. Er flimmert seit über dreißig Jahren über die Mattscheibe und spielt in einer großen Produktion nach der nächsten mit. In über hundert Filmen und Serien ist Zierl seit 1982 zu sehen gewesen – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Herr Zierl, Sie sind schon hunderte Male in fremde Charaktere geschlüpft – an welcher Rolle sind Sie am meisten gewachsen?
Diese Rolle liegt gar nicht lange zurück. Ich habe 160-mal den Willy Loman in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ gespielt. Ein erfolgloser Vater, der seinen beiden Söhnen großen Erfolg vorgaukelt und an dieser Lebenslüge zerbricht. Ein menschliches Schicksal, das auch im realen Leben oft vorkommt. Ich wachse immer wieder daran, mich in menschliche Tragödien hineinzuversetzen. Das gilt natürlich auch für positiv besetzte Rollen.

Wollten Sie schon immer Schauspieler werden, um in fremde Rollen schlüpfen zu können?
Mich haben im Religionsunterricht die Geschichten interessiert. Ich war auch gerne Konfirmand. Ich fühlte mich berufen, anderen zu helfen. Daher wollte ich gerne Pastor oder Sozialarbeiter werden.

Warum dann doch Schauspieler?
Irgendwann entstand in mir der Wunsch, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, mich in andere hineinzuversetzen. Unterschiedliche Charaktere zu prägen, ist für mich bis heute eine große Herausforderung.

Apropos Herausforderung, gab es Rückschläge auf ihrem Karriereweg?
Die einzigen Rückschläge, an die ich mich erinnere, waren Begegnungen mit Regisseuren, die ich im Nachhinein als Sadisten bezeichnen würde. Nur durch viel Selbstbewusstsein und den Glauben an mich selbst konnte ich solche Tiefen überwinden.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Ich spiele meine Rollen sehr authentisch und ich habe von Anfang an gespürt, dass ich als Sympathieträger vom Publikum angenommen wurde.

Was sehen Sie rückblickend als Ihre wichtigsten Karriereschritte?
Der erste Karriereschritt war von der Schauspielschule ins feste Engagement nach Hannover. Von da an kam der große Karrieresprung ans Hamburger Thalia Theater, und anschließend im Fernsehbusiness bis heute Fuß gefasst zu haben, war der dritte Karriereschritt.

War das der Wendepunkt Ihrer Karriere?
Der Entschluss, mich vom Theater abzuwenden, kostete mich viel Überwindung, weil ich damit eine sichere Einnahmequelle aufgab. Ich habe mich dann anfänglich durchs Synchronisieren über Wasser gehalten. In meinem Beruf sind Begegnungen oder Beziehungen sehr wichtig. Die „richtigen Leute“ kennenzulernen, war am Anfang sehr schwierig.

Welchen Tipp würden Sie heute Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Meinem jüngeren Ich würde ich raten, den Anspruch zu verfolgen, seine Träume zu verwirklichen. Und jedem Berufseinsteiger kann ich nur empfehlen, an sich zu glauben und eine klare Zielsetzung für sich zu haben.

Gab es jemanden, der Sie auf Ihrem Weg unterstützt hat?
Ganz am Anfang haben meine Eltern mich sehr unterstützt. Mein Vater verdiente als Polizeibeamter nicht viel Geld. Trotzdem hat er mir die teure Schauspielschule finanziert. Ohne die Hilfe meiner Eltern wäre ich gleich am Anfang gescheitert.

An welchen Orten tanken Sie Kraft für neue Projekte und Rollen?
Früher habe ich auf Reisen meine Energie geholt. Heute komme ich am besten zu Hause in Lütjensee und in meinem Domizil in Südfrankreich zur Ruhe. Dort schöpfe ich Kraft.

Das Reisen ist Ihre Leidenschaft. Gibt es ein berufliches Reiseziel, dass Ihnen in Erinnerung geblieben ist?
Weil ich ein Leben lang unter entsetzlichem Fernweh litt, war 1984 die Hauptrolle in dem Sechsteiler „Flug in die Hölle“, der sechs Monate lang in Australien gedreht wurde, ein absolutes Highlight.
Von Renate Kerscher

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Viele kennen ihn als „der letzte Bulle“: Schauspieler Henning Baum. Bild © Ian Siepmann

„Das Image vom Traummann schleift sich im Alltag schnell ab“

Durchtrainiert, schelmisches Grinsen und ein Timbre in der Stimme, das Millionen Frauen die Knie weich werden lässt: Henning Baum gilt als der Prototyp des kantigen Traummanns. Stark macht den „letzten Bullen“ aber nicht nur sein tägliches Training, sondern vor allem sein Glaube an Gott.

 

Wie wichtig ist der Faktor Glück, um Erfolg zu haben?
Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige. Ein Beispiel: Ich hatte nach meinem Schauspiel-Studium ein Anfänger-Engagement am Theater. Das erste Stück lief gut, aber beim Zweiten habe ich gemerkt, dass ich nicht genug gefordert werde. Da habe ich das Theater wieder verlassen – ohne etwas in der Hinterhand. Ich hatte nur Selbstvertrauen und Gottvertrauen, dass das schon den richtigen Verlauf nehmen wird. Vermutlich ist einer der Schlüssel zum Erfolg und zum erfüllten Dasein bereit zu sein, sicheres Terrain zu verlassen.

Sie sind mehrfacher Vater – wie finden Sie die Balance zwischen Absicherung der Familie und Risikobereitschaft?
Wenn man Familie hat, geht man keine sinnlosen Risiken ein. Aber wenn ich auf mein Berufsleben von 23 Jahren zurückblicke, hatte ich immer wieder Kipp-Punkte: Ob es eine Festanstellung im Ensemble war oder Serien, die erfolgreich liefen – ich habe dort trotz des sicheren Einkommens einfach keine weitere Entwicklung gesehen. Da würden einem viele Leute einen Vogel zeigen. Aber ich habe das Gottvertrauen, dass mir der richtige Weg gewiesen werden wird. Materieller Wohlstand ist zwar sehr angenehm, aber das allein macht Erfolg nicht aus.

Müssen Sie diszipliniert sein?
Ja, sehr. Das ist aber nicht so schlimm, ich habe mich daran gewöhnt. Ich brauche Struktur. Es ist ja nicht so, als würde ich von selbst fit, wach, stark und talentiert bleiben. Ich kann mich also nicht die ganze Zeit gehen lassen. Zeit zu verschwenden geht nicht. Man muss zum Beispiel aufpassen, dass man die Zeit nicht am Handy verdaddelt.

Ich neige leider dazu, Zeit auf Instagram zu vertrödeln…
Ist ja auch hochinteressant. Deshalb habe ich mir selbst eine 15-Minuten-Sperre am Tag für Instragam eingestellt. Nach dieser Zeit erscheint eine Sanduhr und ich kann nicht mehr drauf.

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Schauspieler Hans Sigl – viele kennen ihn als den „Bergdoktor“. © fotowunder

„Keine Rückschläge, sondern interessante Erfahrungen“

Er zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Schauspielern in Deutschlands: Hans Sigl. Dass sich darin die deutschen und die Fans aus seinem österreichischen Heimatland einig sind, lässt sich an zahlreichen Preisen ablesen.

Bereits dreimal wurde der spätestens seit seiner Verkörperung des Martin Gruber in „Der Bergdoktor“ 51-Jährige mit dem österreichischen Fernseh- und Filmpreis „Romy“ als beliebtester männlicher Seriendarsteller ausgezeichnet. In Deutschland bekam er 2015 und 2017 den Publikums- und Medienpreis „Goldene Henne“ verliehen. Diese Auszeichnungen zählen für Hans Sigl „neben vielen wundervollen Theaterpremieren und Filmen“ zu den Highlights seiner Karriere. „Ich freue mich über jeden der Publikumspreise“, sagt Sigl. Noch etwas darüber stehe aber die Freude über die „Goldene Kamera“ 2019, „weil wir sie für das gesamte Team gewonnen haben“. Serien wie „Der Bergdoktor“, in deren Remake Sigl seit 2008 die Hauptrolle des Martin Grubers spielt, seien ein Paradebeispiel für die hervorragende Arbeit aller Beteiligten. Der gebürtige Steirer bezeichnet sich selbst als Teamplayer. „Loyalität ist eine wundervolle Sache, die ich für unverzichtbar halte, und Durchhaltevermögen ist auch nicht gerade hinderlich. Und trotz aller Anspannung, die mein Beruf bietet, sind Humor und Leidenschaft, Empathie und Geradlinigkeit sehr wichtig“, meint Sigl.

Sein eigenes Erfolgsgeheimnis sei letztendlich keines: „Harte Arbeit und dabei sich selbst treu bleiben.“ Gleichzeitig müsse man darauf vertrauen, dass sich Wünsche auch erfüllen. Hans Sigl nennt den „Bergdoc“ seine wichtigste Rolle, „denn er begleitet mich am längsten und die Zeit mit ihm war am prägendsten“. Doch seine lange Bildschirmkarriere begann bereits 1994 mit dem österreichischen Spielfilm „Ich gelobe“. es folgten verschiedenste Serien und Filmrollen einem noch größeren Publikum wurde er durch die in der ORF-ZDF-Coproduktion „SOKO Kitzbühel“ bekannt. Dort verkörperte er zwischen 2001 und 2006 den Major Andreas Blitz.

Dabei sah es lange nicht nach einer Schauspielkarriere aus. „Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, wollte ich erst Bauer werden, dann Polizist und am Ende Lehrer. Dazwischen aber Anwalt und dann Therapeut. Ich habe auch einige Semester Anglistik und Psychologie studiert, bevor ich ans Theater gekommen bin“, erinnert sich Sigl. Die Schauspielerei war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Als er das erste Mal auf der Probebühne hinter den Kulissen des Theaters stand, spürte er die Magie der „Bretter, die die Welt bedeuten“. „Da wusste ich, ich bin angekommen“, lächelt Sigl glücklich. Nach bestandener Ausbildung im Tiroler Landestheater Innsbruck sei es deshalb auch sein sehnlichster Wunsch gewesen, von diesem Beruf leben zu können…
Von Robert Torunsky

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Der mit fünf Oscars ausgezeichnete Monumentalfilm „Gladiator“ war der erfolgreichste Film in der über 30-jährigen Schauspielkarriere von Ralf Moeller. Bild © Tom König

„Neid erdrückt und macht missmutig“

Er war Mr. Universum und ist seit über 30 Jahren im Filmgeschäft erfolgreich: Ralf Moeller. Der gebürtige Recklinghauser ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, der auch in Hollywood seinen Weg gegangen ist. Erfolg ist für Ralf Moeller indes „breit gefächert: sportlich, beruflich, sozial und privat“. Es komme immer auf die Situation an.

„Wenn ich sportlich erfolgreich sein möchte, muss ich jeden Tag vier bis fünf Stunden trainieren.
Das habe ich über zehn Jahre lang gemacht und erreichte so 1986 den Bodybuilding-Weltmeistertitel ,Mr. Universum‘. Fleiß, Disziplin, der Glaube an mich selbst waren da entscheidend, aber auch die Fähigkeit, Niederlagen hinnehmen, wieder aufstehen und weiter machen zu können. Mir ist wichtig, nicht nur an mich zu denken, sondern auch anderen zu helfen.“ Der Träger des Verdienstordens Nordrhein-Westfalens engagiert sich vielfältig für soziale Projekte: Er ist unter anderem Botschafter der Organisation „Skate-Aid“ und unterstützte den „Weißen Ring“ mit einem Videoclip mit dem Titel „Sei stark, hol‘ Dir Hilfe“. Moeller strotz auch mit 60 Jahren nur so vor Tatendrang: „Aktuell stehe ich mit meinem Freund Arnold Schwarzenegger und Michael Fassbender für die Actionkomödie „Kung Fury 2“ vor der Kamera – auch wenn wir leider unterschiedliche Drehtage haben. Kürzlich habe ich mit Bruce Willis in Atlanta gedreht. Dass ich den USA Filme drehen durfte, ist für mich ein Erfolg.“ In den Schoß gefallen ist das dem gelernten Schwimmmeister trotz seines aus dem Bodybuilding resultierenden Bekanntheitsgrades nicht: „Berühmt kann man ja erstmal nur werden, wenn man in einer Sache erfolgreich ist.

Ich musste sehr viel und hart trainieren, um Wettkämpfe zu gewinnen und Werbeverträge zu erhalten. Im Filmgeschäft ist es ähnlich: Es macht keiner für Dich.“

Moeller war es aus seiner Sportlerzeit gewohnt, sich selbst zu vermarkten. Das sollte ihm auch im Filmgeschäft – neben dem Gardemaß von 1,96 Meter bei 131 Kilogramm zu seiner Glanzzeit und seiner gewinnenden Art – nützlich sein. Feuer gefangen hatte er 1988 gleich bei seiner Bildschirmpremiere, eine Gastrolle im „Tatort“ an der Seite von „Schimanski“ Götz George. Bis heute das Highlight. „Gladiator mit seinen fünf Oscars war natürlich der erfolgreichste Film. Das Größte aber war und ist für mich, dass ich damals mit Götz George drehen durfte. Das Ruhrgebiet ist immer noch in mir“, beschreibt Moeller, der seit 2014 auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, seine Verbundenheit zum Pott. Seine Energie beziehe er auch aus seiner veganen Ernährung: „Ich war 40 Jahre lang Fleischesser. Meine Werte haben sich aber eben verbessert, seitdem ich kein Fleisch mehr esse“, so Moeller. „Mit 20 bis 30 Jahren kann der Körper dagegen ankämpfen, aber wenn Du über die 50 und 60 Jahre gehst, dann wird es kritisch – gerade im Magen-Darm-Bereich. Prostatakrebs, Darmkrebs oder hohes Cholesterin – das passiert alles durch Fleischkonsum.“ Er sage nicht, dass die Leute es machen müssen, könne es aber uneingeschränkt empfehlen.

Ein persönlicher Erfolg sei auch sein Fitnesslevel mit 60 Jahren, sein biologisches Alter wurde bei Tests mit 39 Jahren angegeben. „Mir haben sie früher gesagt: ,Wenn Du 55 bist, dann hängt der Bizeps bis zu Kniekehle‘ – das ist nicht der Fall. Mit 27 Jahren konnte ich ja nicht sagen, ob die Besserwisser Recht behalten sollten und ich überhaupt 60 Jahre werde. Jetzt wo ich es bin – 114 Kilo bei 1,95 Meter – freue ich mich, dass es nicht so gekommen ist. Wenn man sich bewusst ernährt und in seinen Körper investiert, dann ist man 60 und später hoffentlich auch mit 70 Jahren noch fit.“ Moeller ist nicht nur ernährungstechnisch mit sich im Reinen: „Bei mir ist das Glas immer halb voll. Ich kann mich auch freuen, wenn andere Leute etwas Schönes haben. Ich bin ein Mensch, der nicht neidisch ist. Neid erdrückt und macht missmutig. Neid blockiert.“ Die Beteiligung an Dutzenden Filmen und Serien erfüllt den Seiteneinsteiger mit Stolz. Nicht nur „Gladiator“, so Moellers Spitzname in den Medien, auch andere Filme hätten Spaß gemacht: „Selbst ,Hai-Alarm auf Mallorca‘, in dem ich 2004 die Hauptrolle gespielt habe, hat immer noch Kultstatus.“ Wenn vor der Baleareninsel wieder ein Hai lande und die Leute nach so vielen Jahren noch sagen würden: „Mensch, wo ist der Möller, wenn man ihn braucht?“, dann sei das schön und er könne darüber lachen. „Man sollte ohnehin zu allem was man gemacht hat, stehen“, findet Ralf Moeller – und wer möchte dem „Gladiator“ schon widersprechen?
Von Robert Torunsky

Thomas Jauch:

Thomas Jauch wurde 1958 in Italien geboren und zog mit zwei Jahren mit seinen Eltern nach München. Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium im Bereich Marketing und Kommunikation arbeitete Jauch zunächst als Aufnahmeleiter und Regieassistent in der Werbefilmbranche, später als Regieassistent unter anderem bei Wolfgang Petersen, Vadim Glowna und John Frankenheimer.

Als Fernsehregisseur ist Jauch seit 1994 tätig. Er hat sich hauptsächlich mit Krimiproduktionen wie der „Tatort“-Reihe sowie mit Episoden von „Schimanski“, „Die Verbrechen des Professor Capellari“, „Das Duo“ und „Post Mortem“ einen Namen gemacht. Heute lebt Jauch in Hamburg. Er produziert immer noch Krimis, aber auch Komödien, und gibt Gastvorlesungen an der Universität.

Was bedeutet Erfolg für Sie?

„Ich bin dankbar dafür, dass man nicht komplett in die Krimischublade gesteckt wird, sondern auch noch andere Sachen machen kann, wie zum Beispiel mal eine Komödie.“

Was braucht es Ihrer Meinung nach, um erfolgreich zu sein?

„Disziplin. Das versuche ich auch meiner Tochter mitzugeben, Disziplin ist das Wichtigste.“

 

 

Marek Erhardt

Marek Erhardt wurde 1969 als Sohn des Regisseurs Gero Erhardt und Enkel von Heinz Erhardt in Hamburg geboren. 1990 verließ Erhardt drei Monate vor dem Abitur das Gymnasium und ging nach New York, wo er bis 1991 Schauspielunterricht am Herbert Berghoff Studio nahm. Seinen Durchbruch schaffte er noch im selben Jahr mit der Hauptrolle in der Fernsehserie „Freunde fürs Leben“. Erhardt war außerdem Stadionsprecher und Moderator, wurde 2011 sogar für vier Jahre in den Aufsichtsrat des Hamburger Sportvereins gewählt. Er spielte bei den 60. Karl-May-Festspielen die Titelrolle in „Der Ölprinz“, begleitete Zivilfahnder in Hamburg-Billstedt, um sich auf eine Rolle als ziviler Ermittler vorzubereiten, und schrieb darüber sogar ein Buch mit dem Titel „Undercover“. Außerdem ist Erhardt die Werbestimme vieler großer Unternehmen und Sänger des deutschen DJ-Projektes „Nightwatchers“. Seit 2018 spielt er den Hauptkommissar Oskar Schütz in der Serie „SOKO Hamburg“.

Was bedeutet Erfolg für Sie?

„Für mich ist es das Schönste und Beste, das ich mir vorstellen kann, Zeit mit meiner Familie und mit Freunden zu verbringen.“

„Besondere Höhepunkte in meiner Karriere waren, Stadionsprechen beim WM-Finale 2006 im eigenen Land zu sein. Die Serie ‚Freunde fürs Leben‘ und meine aktuelle Serie ‚SOKO Hamburg‘, das macht wahnsinnig viel Spaß und ist ein echtes Highlight.“

Was braucht es Ihrer Meinung nach, um erfolgreich zu sein?

„Man braucht schon ein Quäntchen Selbstbewusstsein. Und man muss sich so breit wie möglich aufstellen.“

„Ich habe vor 25 Jahren angefangen, Werbung zu sprechen, hab’ Synchron gemacht, ein Buch geschrieben, mache Lesungen, moderiere. Sich da nur auf eine Branche zu verlassen, kann ganz schnell in die falsche Richtung führen.“

„Man braucht schon einen relativ strikten Terminplan, um alles unter einen Hut zu bekommen.“

„Das Leben besteht pausenlos aus Rückschlägen. Ich hab sehr schnell gelernt, mit Rückschlägen gut umzugehen. Ich lasse das meine Umwelt nicht spüren, sondern mache es mit mir und meinen engsten Vertrauten alleine aus. Das ist mein Anspruch.“