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Sie machte ihre Leidenschaft zum Beruf: Rennfahrerin Christina Tomczyk-Surer. / Foto: URNER

Nicht lange nachdenken – sondern raus aus der Komfortzone

Christina Tomczyk ist im ersten Moment vielleicht nicht jedem ein Begriff. Bei Christina Surer sieht das schon ganz anders aus. Model, Moderatorin und Rennfahrerin. „Ich habe mehrmals mein Hobby zum Beruf machen können. Das ist wirklich ein Privileg,“ sagt die gebürtige Schweizerin.

Ihre Karriere fing bereits sehr früh an. Mit 10 Jahren ist sie beim Hundespaziergang als Model entdeckt worden. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin und mit 19 Jahren kam sie bei der Wahl zur Miss Schweiz ins Finale. Dass sie überhaupt Rennfahrerin wurde, hatte sich über die Jahre ergeben. Die Leidenschaft für ihr Hobby, dem Motorsport, wurde immer größer, bis sie sich entschied, volle Kraft da hereinzustecken und es zu ihrem Beruf zu machen. „Wenn man dann von seinem Hobby rund 20 Jahre leben kann, ist das großes Glück und ich scheine ja dann auch etwas richtig gemacht zu haben. Darauf bin ich stolz und das bedeutet für mich Erfolg.“

Für Christina Tomczyk-Surer sind es viele kleine Schritte, die sie immer wieder nach vorne gebracht haben. Als sie 1994 bei der Schweizer Kart-Meisterschaft ihr Debüt als Rennfahrerin gab, war der Frauenanteil in dieser Sportart sehr überschaubar. Man kann die Baslerin schon als eine Art Vorreiterin bezeichnen und wie sie selbst sagt, ist sie stolz darauf, wenn die Frauen sie als Vorbild sehen.

Und das zu Recht. Denn es verlangt schon einiges an Mut und Können, sich über so lange Zeit so erfolgreich im Rennsport zu beweisen. Allein viermal fuhr Christina Tomczyk-Surer die „Grüne Höller“. „Für mich persönlich ist das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einer der härtesten Wettkämpfe, sagt die 47-Jährige.” Ein Rennen, das schon so

Heute steht sie wieder vermehrt für Moderationsjobs vor der Kamera und auf der Bühne. / Foto: DTM

manchen Mann zum Schwitzen gebracht hat. Der Rennsport ist zwar nach wie vor eine Männerdomäne, aber Christina Tomczyk-Surer sieht dort gar kein Geschlechterproblem. „Interessanterweise glaubt man oft, dass Männer keine Frauen im Motorsport haben wollen. Ich habe das nie verspürt.

Viele Männer haben mich bei meinem Vorhaben unterstützt.

Ich hatte viele Mentoren, ohne sie wäre ich sicherlich nicht so weit gekommen,“ verrät sie. Neben der Unterstützung von außen hat sie ihre Karriere auch ein kleines bisschen ihrer Spontanität zu verdanken. „Ich hatte schon immer eine große Klappe, die mich allerdings auch oft in Situationen gebraucht hat, in denen ich mich dann selbst gefragte habe ´Was hast Du da schon wieder angestellt? `,“ erzählt sie lachend und ergänzt: „Aber so musste ich oft aus meiner Komfortzone raus und genau das hat mich weitergebracht.

Hätte ich über manche Dinge länger nachgedacht, dann hätte ich sie bestimmt nicht gemacht und somit auch nicht erfahren, wozu ich fähig bin.“

Christina Tomczyk-Surer sieht in der Männerdomäne kein Geschlechterproblem und ist dankbar für die Unterstützung vieler Mentoren. / Foto: jh-press.de

Doch Spontanität allein führt auch nicht immer zum Erfolg. „Man braucht schon Freude an dem, was man tut. Und den Willen und das Durchhaltevermögen auch dranzubleiben, wenn es schwierig wird. Rückschläge haben mich zum Beispiel immer wieder angespornt, um besser zu werden.“ Gerade im Motorsport können Rückschläge auch Unfälle bedeuten. „Auch ich hatte leider Unfälle und da ist es immer wichtig zu analysieren, warum das passiert ist. Man darf nicht sofort aufgeben.“ Christina Tomczyk-Surer ist eine sehr disziplinierte Frau, denn so sehr sie den Rennsport auch liebt, hat sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder die Rennen reduziert. Auch ihr Mann, Martin Tomczyk, ist Rennfahrer und beide Elternteile mit einem riskanten Beruf, da fährt man das Arbeitspensum dann auch gerne mal zurück. Aber die Leidenschaft steckt nach wie vor in ihr. „Nachdem unsere Kinder Emily (8) und Lio (6) nun etwas größer sind, kann und will ich beruflich wieder mehr machen. Ich freue mich, wieder vermehrt für Moderationen auf der Bühne oder vor der Kamera zu stehen und auch Fahrevents als Instrukteurin zu begleiten.“

Beim Taekwondo kann die 47-Jährige abschalten und setzt sich auch dort große Ziele. / Foto: KwonRo Kampfsportschule Alicia Osterhammer

Die Baslerin, die mittlerweile mit ihrer Familie im bayerischen Rosenheim wohnt, ist noch lange nicht an ihrem Ziel angekommen und erfindet sich auch gerne neu. „Ich habe immer wieder neue Ideen und Lust auf Neues. Das treibt mich auch immer wieder voran. Seit drei Jahren mache ich Taekwondo. Dabei kann ich abschalten und Kraft tanken. Und auch da habe ich ein Ziel. Ich sag nur Mission Black Belt.“ Christina Tomczyk-Surer hat das gewisse Etwas, was man braucht, um Erfolg zu haben.

Kompetenz, Durchhaltevermögen gepaart mit Freundlichkeit und Respekt.

Und wie sie dann noch verrät: „Immer etwas mehr tun als die anderen und auch etwas mehr auffallen.“

 

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Das Schönste für den 30-Jährigen Comedian: die Menschen zum Lachen zu bringen, miteinander und über sich. / Foto: © Robert Maschke

Endlich dürfen wir über uns selbst lachen

„Darf er das?“ Mit diesen drei Worten beweist Chris Tall nicht nur sehr viel Humor, sondern auch Mut. In seiner Show spricht er offen und offensiv auch Tabuthemen an – frisch, unverkrampft, äußerst humorvoll. Fast fühlt man ein Aufatmen durch die Zuschauerschaft gehen. Hier steht ein Künstler auf der Bühne, der es wagt, den geschaffenen Grenzen ins Auge zu sehen, diese zu hinterfragen und ins Komische zu lenken. Er tut dies auf eine intelligente, gewinnende Art, bleibt trotz aller vermeintlicher Respektlosigkeit sensibel und doch respektvoll. Endlich dürfen wir über uns selbst lachen. Und genau darum geht es ihm: Dass wir alle endlich wieder mehr über uns lachen. Als einer der jüngsten und erfolgreichsten Stand-upKomiker weiß Chris Tall: Seine Selbstironie ist großer Teil seines Erfolgsgeheimnisses.

Sein Rezept: Unverkrampfte Selbstironie. Seinen Durchbruch hatte der gebürtige Hamburger 2013, als er den „RTL Comedy Grand Prix“ für sich entschied und danach einige Male bei „TV Total“ zu Gast war. Der 30-jährige Chris Tall gehört heute zu den ganz Großen der Comedy-Szene. Noch vor zehn Jahren steht er als frisch ausgebildeter Versicherungskaufmann auf Deutschlands Open Stages und tut das, wofür er brennt: Stand-upComedy. „Auftreten, auftreten, auftreten!“ ist sein Rat an jeden Comedian, der Erfolg haben will.

Nur auf der Bühne lernt man, Lampenfieber zu überwinden, Sicherheit zu gewinnen – und zu improvisieren. Zusammen mit der puren Leidenschaft hat er es zum Erfolg geschafft.

Heute zählt Chris Tall zu den ganz Großen der Comedy-Szene. Hier zu sehen mit US-Schauspieler Will Smith (l.) / Foto: © RTL / Constantin Entertainment

Diese Leidenschaft führt seinen Karriereweg über die Bühnen von „TV Total“, „Willkommen bei Mario Barth“, „Genial daneben“ u. v. m. Er moderiert 2017 die „1LIVE Köln Comedy Nacht XXL“ und den „Deutschen Comedypreis“. Obwohl auch er Rückschläge durchleben muss, lässt ihn „die Liebe zu dem Beruf und der Comedy immer wieder aufstehen“.

Mehr noch: Einen Beruf auszuüben, der ihm Spaß macht – das bedeutet für ihn Erfolg und Glück zugleich.

Chris Tall weiß früh, dass Comedy sein Weg ist. Als er Mario Barth auf der Bühne in Hamburg sieht, denkt er: „Das will ich auch können!“ Doch zunächst entschließt er sich für einen sicheren, kaufmännischen Beruf. Einen Anzug zu tragen, nimmt er als Garant für „ein festes Einkommen und einen guten Job“ wahr und lacht heute über seine damalige „naive Denke“, wie er sie selbst bezeichnet.

Hinter dem Wunsch seines jüngeren Ichs, einmal einen großen Saal zu füllen, verbirgt sich dieser eine Wunsch: die Menschen zum Lachen zu bringen, miteinander und über sich. Während eines Auftritts im „Atelier Theater“ in Köln gerät er mit einer Familie in der ersten Reihe ins Improvisieren. Noch heute bezeichnet er diesen Abend als eines seiner persönlichen Highlights.

Chris Tall beim Golf spielen / Foto: ©simon-hofmann

Er weiß: In Europa führen wir alle sehr privilegierte Leben. Sich sozial zu engagieren, ist daher für Tall selbstverständlich. So unterstützt er die Organisation „Magic Moments“, welche benachteiligte Kinder in Nepal fördert. Mit den Spenden von Chris Tall und seinem Gewinn von 125.000 Euro bei „Wer wird Millionär? – Das Prominenten-Special“, wurde die „Chris Tall School“ in einem entlegenen Bergdorf gebaut.

 

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Bild: Toledo

Das Erkennen von Ängsten war der Schlüssel, um sie zu überwinden

Er ist ein internationaler Klassikstar und lebt die Musik. Der Spanier wird als Botschafter der spanischen Kultur gefeiert und gilt inzwischen als einer der weltweit führenden und besten Gitarristen: Pablo Sáinz-Villegas. Anfang des Jahres hatte er zusammen mit den Berliner Philharmonikern das traditionsreiche Silvesterkonzert gespielt – und sich damit seinen Jugendtraum erfüllt. Mit sechs Jahren hat er begonnen, Gitarre zu spielen. Mit sieben stand er das erste Mal auf der Bühne – und das hat ihn richtig umgehauen, “dieses Gefühl, im Scheinwerferlicht zu stehen und die Musik mit anderen zu teilen.” Das Publikum konnte Pablo Sáinz-Villegas in diesem Moment zwar nicht sehen, aber ganz genau spüren. “Bis heute liebe ich diesen emotionalen Zustand”.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Es bedeutet, sich erfüllt und in Frieden mit sich selbst zu fühlen. Erfolg ist eine Haltung.

Was wollten Sie als Kind werden? Und warum?
Als Kind wollte ich Fußballprofi werden und eines Tages im Santiago Bernabeu in Madrid spielen. Nun, 2006 habe ich mit Plácido Domingo im Santiago Bernabeu Stadion Gitarre vor 85.000 Leuten gespielt. Ich habe im Stadion nicht Fußball gespielt, aber ich habe darin Gitarre gespielt! Träume auf die eine oder andere Weise, finden immer einen Weg, um wahr zu werden.

Wer ist Ihr Vorbild?
Andrés Segovia, ein Gitarrist, der von 1893 bis 1987 lebte und sein Leben der Aufgabe widmete, die Gitarre aus seiner kleinen Heimatstadt im Süden Spaniens in die renommiertesten Konzertsäle der Welt zu bringen. Er transzendierte die klassische Musik, um eine Sensation und eine inspirierende Figur für das Mainstream-Publikum zu werden. Die Gitarre ist eines der beliebtesten Instrumente der Welt und auch eines der demokratischsten… Aufgrund ihrer Vielseitigkeit passt sie sich praktisch jedem Musikgenre an, von Klassik bis Flamenco, Folk, Pop oder Rock. Die Gitarre ist das Instrument der Menschen und ein außergewöhnliches Instrument, um sie zusammenzubringen und die Menschheit zu feiern.

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Ich war 7 Jahre alt, als ich zum ersten Mal auf die Bühne ging, um in einem alten schönen Konzertsaal in meiner Heimatstadt in Spanien ein paar Gitarrenstücke für Familie und Freunde zu spielen. Ich fühlte das Scheinwerferlicht in meinen Augen und ich konnte niemanden sehen, nur ein schwarzes Loch… aber ich konnte die Leute atmen, flüstern, mich anstarren und darauf warten fühlen, dass ich spielte… Ich fühlte eine solche Aufregung. Aber der außergewöhnliche Moment war, als ich anfing, die erste Note zu spielen und eine magische Verbindung zu etwas Größerem als mir selbst spürte. Dieser Tag hat mein Schicksal mit Musik und mein Verhältnis zum Publikum bis heute bestimmt… Ich habe verstanden, dass Musik den Menschen gehört und ich mich ihnen treu ergeben habe.

Bild: Berliner Philharmonie

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriere-Schritte? Und warum?
Den Parkening International Competition zu gewinnen, weil ich dadurch der erste Manager war, mit dem ich zusammengearbeitet habe, der meine Möglichkeiten als Musiker erweitert hat. Dann als Duo mit dem Tenor Plácido Domingo ein Album aufnehmen und mit ihm in zahlreichen Stadien spielen. Außerdem spielte er beim Silvesterkonzert mit den Berliner Philharmonikern am 31. Dezember 2020 unter der Leitung von Maestro Kirill Petrenko. All dies sind Träume für mich persönlich, für die Gitarre und für die spanische Musik.

Gab es einen materiellen Wunsch der Sie am Anfang bis zum ersten (großen) Erfolg begleitet hat? Und wenn ja was und wann haben Sie Ihn sich erfüllt und warum war es der große Wunsch?
Manchmal sind materielle Wünsche eine Folge immaterieller Träume. Als ich im Alter von 6 Jahren anfing, Gitarre zu spielen, wollte ich einfach nur auf der Bühne stehen und die wenigen Stücke spielen, die ich kannte, also fing ich an, in Kinderheime zu gehen, um für die dort lebenden Opas und Omas zu spielen. Mir wurde klar, dass ich meinen Traum erfülle und gleichzeitig Menschen glücklich mache. Wahrscheinlich nicht so sehr wegen meiner Musik, sondern vor allem, weil ein 6-jähriger Junge mit seiner großen Gitarre an einem Sonntagmorgen an sie dachte. Das waren die ersten Samen, aus denen später mein soziales gemeinnütziges Projekt entstand, durch das ich für mehr als 45.000 Kinder in verschiedenen Schulen auf der ganzen Welt gespielt habe.

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere? Und warum?
Als ich 18 Jahre alt war, habe ich in Berlin gelebt und zahlreiche Konzerte in der Philharmonie besucht; einige davon auf Stehplätzen. Ich war fasziniert vom Klang und künstlerischen Engagement aller Musiker der Berliner Philharmoniker, es war eine solche Inspiration. Es war das erste Mal, dass ich davon träumte, eines Tages mit diesem Orchester zu spielen, und 25 Jahre später wurde dieser Traum wahr, als ich am 31. Dezember 2020 beim Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Maestro Kirill Petrenko auftrat.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Mein Verstand und meine Leidenschaft mit den Werten eines gesunden Ehrgeizes, in allem, was ich als Mensch tue, mein Bestes zu geben. Auch meine Entschlossenheit, Geduld, Hingabe und meine Fähigkeit, die Herausforderungen auf der Straße anzunehmen und zu ertragen, um zu lernen und zu wachsen.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg? Wenn ja, wie haben Sie die überwunden?
Natürlich war die Gitarre mein transparentester Spiegel, auf dem ich meine Gaben und auch meine Ängste betrachtet habe. Das Erkennen von Ängsten war der Schlüssel, um sie zu überwinden und zu wachsen. Selbst in meinen schwierigsten Momenten, in denen ich am liebsten aufgeben wollte, wachte ich am nächsten Morgen auf und übte mit bedingungsloser Entschlossenheit weiter. Als Gitarrist war es mein Ziel, in die Welt der klassischen Musik einzusteigen, und es war manchmal die schwierigste Aufgabe, die spanische Gitarre als eines der schönsten Instrumente zu begeistern, ein Instrument, das den Menschen am nächsten liegt.

Bild: Lisa-Marie-Mazzucco

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten oder generell junge Menschen, die erfolgreich werden möchten?
Mein Rat für mein jüngeres Ich wäre, mir selbst treu zu bleiben und das, was ich denke, was ich sage, was ich fühle und was ich tue, in meinem Leben so gut wie möglich aufeinander abzustimmen.
Mein Rat an junge Menschen, die sich nach Erfolg sehnen, wäre:
1. Stellen Sie sich vor und definieren Sie die Ziele, die Sie erreichen möchten, so konkret wie möglich. 2. Schreiben Sie diese Ziele in ein Notizbuch und während Sie sie aufschreiben, spüren Sie die warme Leidenschaft und Begeisterung in Ihrem Herzen, um sie zu verwirklichen, denn Leidenschaft ist eine Energie, die Dinge in Bewegung setzt
3. Jeden Tag leidenschaftlich Zeit widmen, um diesen Traum zu verwirklichen wahr.
Es gibt eine schöne persönliche Erklärung, die ich mir selbst wiederhole, um den kreativen Prozess meines Lebens zu ehren:
„Ich bin leicht in meinem Kopf, ich bin klar in meinen Worten, ich bin Leidenschaft in meinem Herzen, ich bin Wahrheit in meinem Handeln“

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?
Das außergewöhnliche Team, mit dem ich meine Werte und Träume teile, um sie zu verwirklichen. Ich glaube an das Sprichwort: „Teamwork lässt den Traum funktionieren“. Ich danke auch meiner Frau und meiner Familie für ihre Unterstützung, so gut sie es wissen und können.

Haben Sie eine lustige und/oder traurige „Anekdote“ aus Ihrem Erfolgsleben?
Während meiner Karriere hatte ich viele Anekdoten, aber jetzt erinnere ich mich an eine traurige, aber schöne. Ich wurde einmal über soziale Medien von einer Person kontaktiert, die mir erzählte, dass seine Mutter, die sehr krank war und im Sterben lag, mir beim Spielen von Arajuez’ Konzert zuhört. Ich war gerührt und fühlte mich geehrt, sie mit meiner Musik begleiten zu dürfen.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?
Der menschliche Teil ist mir in diesem Job am wichtigsten. Ein gutes Team mit persönlichen Beziehungen zu haben, die auf Werten wie Respekt, Empathie und Gleichberechtigung basieren. Und mich um alle in meinem Team zu kümmern, damit sie sich mit einer menschlichen Note motiviert fühlen. Denn Menschlichkeit ist das, was uns als Menschen ausmacht

Können Sie Ihr Erfolgsgeheimnis für uns zusammenfassen?
Erfolg ist eine Einstellung, durch die ich mein Leben lebe. Du kannst auch!

Was glauben Sie ist die wichtigste Eigenschaft, die erfolgreiche Menschen heute brauchen?
Träume groß und tue klein, mit Leidenschaft, Entschlossenheit, Beharrlichkeit, Großzügigkeit und sei freundlich in deinem Leben.

Bild: Toledo

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für die Zukunft?
Es ist mein Ziel, weiter zu expandieren und so viele Menschen wie möglich zu erreichen, um einen Raum für gegenseitiges Verständnis auf der Grundlage von Menschlichkeit zu schaffen. Ich arbeite daran, mein eigenes Orchester zu gründen, um Musikshows für das Mainstream-Publikum anzubieten. Ich arbeite auch daran, ein Musikfestival in meiner Heimatregion Rioja zu schaffen. Ich würde gerne ein Radio- und Fernsehprogramm machen… so viele Träume… Ich bin aus Träumen gemacht. Ich bin ehrgeizig und es ist mein Ziel, mein Bestes zu geben, um meine Gaben als Mensch zu ehren.

Wie wichtig ist Ihnen Social Media und wie wichtig ist es für Ihre Karriere?
Wir leben in einer Welt, in der soziale Medien es uns ermöglichen, uns mit Menschen zu verbinden, die mit uns und dem, was wir tun, verbunden sind. Ich glaube an all die wunderbaren Dinge, die das menschliche Dasein vereinen, wie die Musik. Social Media bietet mir die Möglichkeit, einen gemeinsamen Raum zu schaffen, um die Menschlichkeit zu feiern und Werte zu teilen, um das menschliche Dasein und Empathie füreinander zu stärken. Mein Ziel als Musiker ist es, unsere Menschlichkeit zu feiern, indem ich inspiriert und Brücken zwischen Menschen und Kulturen kreiere. Durch unsere Unterschiede lernen und entwickeln wir uns als eine Menschheit. Das Leben ist außergewöhnlich, genieße es!

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Sie ist aus der Klassikszene nicht mehr wegzudenken: Opernsängerin Eva Lind. © Jens van Zoes

„Immer 110 Prozent geben“

Eine kristallklare Stimme und eine sympathische Ausstrahlung: Eva Lind zählt zu den bekanntesten klassischen Sängerinnen unserer Zeit. Die gebürtige Innsbruckerin stand von Mailand bis New York auf allen großen Bühnen der Welt. Auch aus dem TV ist ihr Gesicht nicht mehr wegzudenken.

Im zarten Alter von drei Jahren wusste Eva Lind schon, was sie später einmal werden will: Opernsängerin. Gemeinsam mit ihren Eltern sah sie damals die Übertragung der Oper „Carmen“ im TV. Da war es um sie geschehen. Ein paar Jahre später – vier an der Zahl – bekam die kleine Eva von ihrer Großmutter eine Langspielplatte mit der Gesamtaufnahme der berühmten „Zauberflöte“ geschenkt. „Wenn niemand zu Hause war, habe ich alle Partien mitgesungen, vom Sarastro bis zur Königin der Nacht“, verrät sie. Dass sie mit 19 Jahren – ihr Gesangsstudium am Tiroler Landeskonservatorium hatte sie da bereits abgeschlossen – ihr Debüt an der Wiener Staatsoper in ebendieser Rolle als „Königin der Nacht“ feiern durfte, bezeichnet Eva Lind als „Traum“, der in Erfüllung ging. Es war der Start in eine steile Karriere.

Seither ist Eva Lind aus der Klassikszene nicht mehr wegzudenken. In den renommiertesten Opernhäusern der Welt stand sie schon auf der Bühne: In Paris, London, New York, Berlin, München, Stuttgart, Zürich, Mailand, Madrid, Buenos Aires, Tokyo oder Shanghai bezauberte sie das anspruchsvolle Publikum in den Paraderollen der Operngeschichte. Dazu moderierte sie in mittlerweile knapp zwei Jahrzehnten schier unzählige TV-Formate im österreichischen und deutschen Fernsehen.

Doch wie erreicht man all das? Eva Linds ganz persönliche Erfolgsformel hat mehrere Komponenten: „Die Stimme wurde mir geschenkt. Dann sind aber natürlich auch Fleiß und Ausdauer ungeheuer wichtig sowie, auf dem Boden zu bleiben und sich realistisch einschätzen zu können“, sagt sie. Besonders wichtig sei allerdings, unbeirrt den Weg einzuschlagen, von dem man selbst überzeugt sei, erklärt sie weiter und fasst ihr Erfolgsrezept schließlich mit einem Zitat von Philosoph Augustinus Aurelius zusammen: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“

Diese Begeisterung für klassische Musik war für Eva Lind seit Kindheitstagen Antrieb – und ist es bis heute geblieben. Für ihre Karriere musste die 54-Jährige viel investieren. „Auch wenn man abends strahlend auf der Bühne steht, ist Operngesang körperliche Schwerstarbeit und man muss viele Entbehrungen in Kauf nehmen: stundenlanges Üben, keine Discobesuche als Teenager, vor dem Auftritt keine Schokolade“, verrät sie und lacht. Rückblickend würde sie vielleicht etwas weniger Zeit ins Proben investieren und das Leben mehr genießen, denn Zeit für die wichtigen Dinge im Leben ist für Eva Lind ein Luxus. Auf der anderen Seite: Zu den wichtigsten Dingen in Eva Linds Leben zählt eben die Musik. „Wenn man Musik liebt, dann verschwimmen die Grenzen zwischen Hobby und Beruf“, sagt sie.

Neue Inspiration schöpft Eva Lind in ihrem Garten. Den habe sie gerade in letzter Zeit als Refugium neu entdeckt, verrät sie. „Die körperliche Arbeit, zum Beispiel beim Rasenmähen, Heckenschneiden oder Kartoffelernten macht mir riesigen Spaß, erdet mich und gibt mir neue Kraft.“ Daneben reist sie gerne. Die Welt – vor allem aber Afrika – mit all ihren Facetten zu entdecken, ist Eva Linds große Leidenschaft neben der Musik. „Wenn ich könnte, würde ich mich permanent auf Weltreise befinden. Aber dann steht auch schon wieder die Apfelernte im Garten an“, scherzt sie.
Von Jonas Raab

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