Nelson Müller wollte schon seit Kindheitstagen Koch werden. Seinen Ausgleich findet der 42-Jährige in der Musik und im Sport. / Fotos: © Mario Andreya

Lebe im Hier, Jetzt und Heute!

Seit über einem Jahrzehnt ist Nelson Müller aus den deutschen TV-Küchen nicht mehr weg zu denken. Feinschmecker aus ganz Europa schwärmen von den Restaurants des Sterne-Kochs. Trotz seines Ruhms ist der 42-Jährige bodenständig geblieben. Erfolg ist für ihn vor allem eine Bestätigung des eigenen Tuns.
Wann wussten Sie, dass Sie Koch werden wollen?

Schon als Kind! inspiriert von meiner Familie habe ich mir damals eine Küche gewünscht und wollte kochen lernen. Mir hat das einfach immer schon Spaß gemacht. Ich konnte mir nie einen anderen Beruf für mich vorstellen!

Welchen Einfluss hatten Ihre Lehrmeister auf Ihren persönlichen Küchenstil?

Innerhalb der Top-Gastronomie ist es wichtig, gute Adressen im Lebenslauf zu haben. Aber man nimmt aus jeder Küche natürlich mehr mit als einen Eintrag im Lebenslauf. Die Summe der verschiedenen Küchen ist am Ende das, was den eigenen Küchenstil prägt.

Was war bisher Ihr größer Erfolg?

Für einen Koch ist der Michelin-Stern ein Ritterschlag. Ich habe mich unglaublich gefreut, als mein Restaurant Schote in Essen 2011 einen Stern bekam.

Welche Herausforderung in Ihrer Karriere ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Der Schritt in die Selbständigkeit mit dem ersten Restaurant. Ich hatte zwar auch schon vorher Caterings gemacht und Kochkurse gegeben. Aber Restaurant, Catering und Kochschule unter einen Hut zu bekommen, war und ist manchmal nicht einfach. Elementar wichtig dabei ist, das passende Team zu finden. Heute bin ich froh, diesen Schritt getan zu haben.

Wie vereinbaren Sie all diese Projekte mit Ihrem Privatleben?

Der größte Erfolg für den Koch: Der Michelin-Stern für sein Restaurant „Schote“ in Essen. / Fotos: © Mario Andreya

Ha, da fragen Sie den Richtigen! Koch zu sein, heißt ja: Arbeit am Abend, in der Nacht, am Wochenende, an Feiertagen und so weiter. Menschen aus meinem privaten Umfeld müssen da oft einiges Verständnis aufbringen.

Sie sind auch als Musiker aktiv. Ist das für Sie eine Art Ausgleich?

Ja, absolut. Wäre ich nicht Koch geworden, wäre ich heute Musiker. Ich liebe die Musik! Außerdem treibe ich als Ausgleich täglich Sport. Inzwischen macht mir das sogar Spaß!

Welches Ziel verfolgen Sie aktuell, z.B. einen weiteren Stern für eines Ihrer Restaurants?

Ein weiterer Stern wäre natürlich schön, aber ich habe keine Ziele, die ich verfolge. Zu viele Menschen leben im Vielleicht, im Morgen und vergessen dabei das Hier, Jetzt und Heute.

 

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Sie steht voll im Leben und verliert nie ihr Lachen: Journalistin Anne Gesthuysen / Foto: Stephan Pick

Von Kopf- und Herzerfolgen

Anne Gesthuysen ist eine wortgewandte, humorvolle Frau, die voll im Leben steht. Alles Qualitäten, die ihr u. a. auch zu ihren beruflichen Erfolgen verholfen haben. Anne Gesthuysen ist erfolgreiche Journalistin, war von 2002 bis 2014 das Gesicht beim ARD-Morgenmagazin. Neben ihrem aktuellen Buch „Wir sind schließlich wer“ kommt ihr viertes Buch im November 2021 auf den Markt.

Die 52-Jährige sieht Erfolg von zwei Seiten. „Erfolg ist zum einen das, was es an ‚Trophäen‘ gibt, also was
das Hirn berührt. Und dann gibt es noch den Herzerfolg, die pure Freude, die man empfindet, weil man sein Ziel erreicht hat.
Das kann auch was ganz Banales sein.“ Für Anne Gesthuysen stand bereits früh fest, dass sie Journalistin werden wollte. „Ich war ein sehr loborientiertes Kind und irgendwann wurde mir ein Rhetorik-Talent zugesprochen, was mir ein Lob zu sein schien. So war klar, dass ich irgendwann in den elektronischen Medien landen möchte.“ Mit diesem Ziel vor Augen machte sie sich auf den Weg. Ehrgeiz, ein starker Wille und, wie sie selbst von sich sagt, „Marathonqualitäten“ haben ihr geholfen, so manche Hürde zu überwinden. „Ich halte so lange an einer Sache fest, bis ich im Ziel ankomme. Natürlich muss man auch manchmal einsehen, wann man verloren hat. Aber ich gebe einfach nicht gerne auf.“

Gerade zu Beginn beim ARD-Morgenmagazin haben ihr diese Qualitäten geholfen. „Die ersten drei Jahre habe ich sehr gelitten. Ich war immer übermüdet und längst nicht so gut, wie ich gerne sein wollte. Doch ich arbeite stets so lange weiter an mir, bis ich alles, was ich kann, aus mir rausgeholt habe.“ Nach diesen ersten drei harten Jahren folgten noch neun erfolgreiche weitere Jahre beim ARD-Morgenmagazin. Für Anne Gesthuysen ist es genau diese Beharrlichkeit, die man mitbringen muss, um zu seinem persönlichen Erfolg zu kommen. Auch ein gewisses Selbstbewusstsein, nach dem Motto „Hoppla, jetzt komm ich“ darf gerade zu Beginn der Karriere nicht fehlen. „Man muss erst mal loslaufen, wenn man irgendwo ankommen möchte. Es schadet allerdings nicht, sich manchmal zu fragen, wo stehe ich eigentlich und wie geht‘s weiter? Man sollte sich immer gut einschätzen können.“

Neben der Karriere als Moderatorin und Journalistin feiert die gebürtige Niederrheinerin auch Erfolge als Romanautorin.

„Erfolg hilft mir, mit mir im Reinen zu sein, und das macht mich glücklich“,

sagt Gesthuysen und fährt fort: „Doch noch wichtiger ist das Familienglück, das private Glück.“ Gesthuysen ist mit Moderator Frank Plasberg verheiratet. Beide haben einen zehnjährigen Sohn. Anders, als man sich vielleicht vorstellt, gibt es im Hause Gesthuysen/Plasberg keinen großen beruflichen Austausch. „Fernsehsendungen sind kein Thema bei uns. Dennoch gibt es gegenseitige Ratschläge. Es gelingt uns immer ganz gut, uns gegenseitig zu erden, wenn der andere gerade unter der Decke hängt.“ Eine weitere wichtige Eigenschaft für Gesthuysen ist Humor. „Er ist etwas Lebenswichtiges und hilft oft, die Dramatik des Lebens auszuhalten.

Ich habe festgestellt, dass sogar in schlimmsten Situationen irgendwo ein Lachen lauert, das einen weiterleben lässt.“

Eine Einstellung, die ihr auch bei ihrem sozialen Engagement hilft. Seit 2011 ist sie Schirmherrin der Kinderaugenkrebsstiftung. „Wenn man in der Öffentlichkeit steht und davon profitiert, muss man auch etwas zurückgeben.“ Für Anne Gesthuysen beruhigt Erfolg die Nerven.

Auch wenn der Ehrgeiz niemals aufhört. Sie hat bereits neue Ziele. „Ich spiele seit vier Jahren Tennis. Jetzt träume ich von der Ü-80-WM. 30 Jahre bleiben noch fürs Training“, sagt Anne Gesthuysen und lacht. Wenn das Lachen nicht gewesen wäre, dann hätte man ihr glatt geglaubt. Oder meint sie es ernst? Da war sie wieder. Die wortgewandte, humorvolle Frau, die voll im Leben steht.

 

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Er hatte schon immer eine starke Neigung zur Exzentrik: Regisseur und Autor Oskar Roehler. / Foto: © Gerald von Foris

„Mein Erfolgsgeheimnis ist mein Fanatismus.“

Er ist der Unbeugsame unter den deutschen Filmemachern. Der, der seine Meinung sagt – selbst wenn sie unbequem sein mag. In Deutschland hat Oskar Roehler längst Kultstatus, doch mit seinem letzten Film “Enfant terrible”, einem Porträt über Regielegende Rainer Werner Fassbinder, hat es der Regisseur auch ins offizielle Programm beim Filmfest in Cannes geschafft. Roehlers erträumter Ritterschlag. Oder zumindest fast. Auch als Autor ist er sehr erfolgreich. Mit seinem neusten Roman „Der Mangel“ macht er seine persönliche Tragödie zu einem Lehrstück über die frühe Bundesrepublik. Dieser Roman erzählt von der Kehrseite des Wirtschaftswunders – und von der Rettung durch Kunst.
Ihr großer Traum war es, beim Filmfestival in Cannes für einen Beitrag gefeiert zu werden. 2020 wäre es so weit gewesen – aber dann hat das wegen der Pandemie alles im sehr abgespeckten Rahmen stattgefunden. Hat es Sie trotzdem ein bisschen befriedigt?

Das war jetzt wirklich ein Pech. Wenn dieses Festival stattgefunden hätte, dann wäre ich in Deutschland mit Lorbeerkranz durch die Gegend gelaufen und alle wären auf die Knie gegangen. Aber diese Genugtuung ist halt leider nicht passiert. Es hat zwar jeder erfahren, aber wenn die Presse keine Bilder kriegt und es keinen roten Teppich gibt, kann man nicht viel erwarten. Aber der Festivalchef hat den wunderbaren Satz formuliert “You are now in the family.” Man wird meine nächsten Filme also wahrnehmen…

Also ist die Goldene Palme von Cannes nach wie vor das Ziel? Oder eher ein Oscar?

Ich wollte immer Kunst machen und da ist mir die Palme viel wichtiger als Hollywood. Ich war ein paar Mal eingeladen, in Amerika einen Film zu drehen, aber es hat nie geklappt. Ich habe dazu eine herrliche Anekdote. Mir ist mal ein Manuskript vorgelegt worden, aber ich konnte mir nicht vorstellen, einen Film über zwei schwule Cowboys in den Bergen zu machen und habe abgesagt. Jahre sind vergangen und ich habe das Ganze vergessen. Dann ging ich mit meiner Frau ins Kino und nach zehn Minuten merke ich, dass ich die Geschichte kenne. Der Film „Brokeback Mountain“ wurde ein Welterfolg – und ich habe ihn nicht gemacht.

Haben Sie Ihre Entscheidung bereut?

Gott sei Dank habe ich ihn nicht gedreht. So genial wie Ang Lee hätte ich es nicht hinbekommen. Ich glaube einfach, der mag selbst auch lieber Jungs… Außerdem habe ich Probleme damit, wenn ich mit Leuten zu tun habe, die ihnen in der Hierarchie untergeordnete Leute schlecht behandeln. Das erlebt man in Hollywood oft. Ich habe keinen Bock darauf, in so einem Umfeld zu arbeiten.

Was bedeutet für Sie Erfolg?

De facto war es immer der Ruhm, der mich interessiert hat. Ich wollte berühmt werden. Ich habe mir immer gesagt, ich bin etwas total Besonderes – im Guten wie im Schlechten. Ich hatte immer schon eine sehr starke Neigung zur Exzentrik. Ich bin einfach nicht Mainstream genug und habe noch immer den gleichen Status – den des Außenseiters, der einfach keine Lust hat, sich unterzuordnen. Der Filmakademie zum Beispiel. Da bin ich jetzt aufgetreten.

Wie angepasst muss man für Erfolg sein?

Seine Filme sind weltweit bekannt. Auch als Autor ist er neben seinen Regie-Tätigkeiten sehr erfolgreich. / Foto: © Gerald von Foris

Ich glaube, das ist nicht unbedingt ein Kriterium. Man kann sich gut durchmogeln durch diese schrecklich banale Filmlandschaft. Ich war habe meine Filme in alle wichtigen Länder verkauft. Diese Art von Erfolg war mir aber nie so wichtig. Dafür habe ich mir, als ich neu in Berlin war, die Nase platt gedrückt draußen an der Pariser Bar, wo Fassbinder und andere illustre Erscheinungen gefeiert haben. Da wollte ich dabei sein.

Wie wichtig ist Glück?

Ich hatte zwei wahnsinnig wichtige Sachen in meinem Leben, die mir widerfahren sind. Als es mir damals sehr schlecht ging bei meinem Vater, einem Alkoholiker, tauchte wie ein Sendbote des Himmels eines Tages ein Mann in blauer Livree auf und sagte zu mir, er sei der Fahrer meines Großvaters. Dann sind wir mit der Limousine ins Kempinski gefahren und dort erwarteten meine Großeltern mich bereits. Ich konnte mich gar nicht mehr an sie erinnern. Am nächsten Tag haben sie sich die Wohnung angeguckt, in der ich mit meinem Vater wohnte, mich unter den Arm gepackt und gesagt: Zu deinem Vater, da lassen wir dich nicht mehr zurück. Meine Großmutter hat mir für meinen ersten Film auch 20 000 Mark gegeben. Für meinen Zweiten bin ich dann Klinken putzen gegangen, aber keine Sau wollte mir Geld geben. Dann starb meine Mutter und ich habe über meinen Großvater eine ganze Stange Geld geerbt. Plötzlich konnte ich den Film aus der Portokasse bezahlen. So hatte ich nie mehr so richtig Geldsorgen in größerem Maße.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Fanatismus. Das Durchfechten gegen alle Widerstände. Als ich ein Jahr lang Klinken geputzt habe und nur abgelehnt worden bin, war es schwer nicht aufzugeben. Und dann kam die Kohle – und ich habe den Film wahnsinnig gut verkauft damals. Ich habe ein Vielfaches von dem wiederbekommen, was ich reingesteckt habe. Das war das Allerbeste daran.

Schauen Sie selbst im Kino nur künstlerisch wertvolle Filme oder darf es auch mal ein Bond-Streifen sein?

Nicht unbedingt James Bond, aber zum Beispiel Spider-Man. Ich gucke mir auch gern Horrorfilme an. Eigentlich gehe ich nur in Filme, die mir Spaß machen und das ist garantiert nicht klassisches Intellektuellen-Kino.

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Sie machte ihre Leidenschaft zum Beruf: Rennfahrerin Christina Tomczyk-Surer. / Foto: URNER

Nicht lange nachdenken – sondern raus aus der Komfortzone

Christina Tomczyk ist im ersten Moment vielleicht nicht jedem ein Begriff. Bei Christina Surer sieht das schon ganz anders aus. Model, Moderatorin und Rennfahrerin. „Ich habe mehrmals mein Hobby zum Beruf machen können. Das ist wirklich ein Privileg,“ sagt die gebürtige Schweizerin.

Ihre Karriere fing bereits sehr früh an. Mit 10 Jahren ist sie beim Hundespaziergang als Model entdeckt worden. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin und mit 19 Jahren kam sie bei der Wahl zur Miss Schweiz ins Finale. Dass sie überhaupt Rennfahrerin wurde, hatte sich über die Jahre ergeben. Die Leidenschaft für ihr Hobby, dem Motorsport, wurde immer größer, bis sie sich entschied, volle Kraft da hereinzustecken und es zu ihrem Beruf zu machen. „Wenn man dann von seinem Hobby rund 20 Jahre leben kann, ist das großes Glück und ich scheine ja dann auch etwas richtig gemacht zu haben. Darauf bin ich stolz und das bedeutet für mich Erfolg.“

Für Christina Tomczyk-Surer sind es viele kleine Schritte, die sie immer wieder nach vorne gebracht haben. Als sie 1994 bei der Schweizer Kart-Meisterschaft ihr Debüt als Rennfahrerin gab, war der Frauenanteil in dieser Sportart sehr überschaubar. Man kann die Baslerin schon als eine Art Vorreiterin bezeichnen und wie sie selbst sagt, ist sie stolz darauf, wenn die Frauen sie als Vorbild sehen.

Und das zu Recht. Denn es verlangt schon einiges an Mut und Können, sich über so lange Zeit so erfolgreich im Rennsport zu beweisen. Allein viermal fuhr Christina Tomczyk-Surer die „Grüne Höller“. „Für mich persönlich ist das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einer der härtesten Wettkämpfe, sagt die 47-Jährige.” Ein Rennen, das schon so

Heute steht sie wieder vermehrt für Moderationsjobs vor der Kamera und auf der Bühne. / Foto: DTM

manchen Mann zum Schwitzen gebracht hat. Der Rennsport ist zwar nach wie vor eine Männerdomäne, aber Christina Tomczyk-Surer sieht dort gar kein Geschlechterproblem. „Interessanterweise glaubt man oft, dass Männer keine Frauen im Motorsport haben wollen. Ich habe das nie verspürt.

Viele Männer haben mich bei meinem Vorhaben unterstützt.

Ich hatte viele Mentoren, ohne sie wäre ich sicherlich nicht so weit gekommen,“ verrät sie. Neben der Unterstützung von außen hat sie ihre Karriere auch ein kleines bisschen ihrer Spontanität zu verdanken. „Ich hatte schon immer eine große Klappe, die mich allerdings auch oft in Situationen gebraucht hat, in denen ich mich dann selbst gefragte habe ´Was hast Du da schon wieder angestellt? `,“ erzählt sie lachend und ergänzt: „Aber so musste ich oft aus meiner Komfortzone raus und genau das hat mich weitergebracht.

Hätte ich über manche Dinge länger nachgedacht, dann hätte ich sie bestimmt nicht gemacht und somit auch nicht erfahren, wozu ich fähig bin.“

Christina Tomczyk-Surer sieht in der Männerdomäne kein Geschlechterproblem und ist dankbar für die Unterstützung vieler Mentoren. / Foto: jh-press.de

Doch Spontanität allein führt auch nicht immer zum Erfolg. „Man braucht schon Freude an dem, was man tut. Und den Willen und das Durchhaltevermögen auch dranzubleiben, wenn es schwierig wird. Rückschläge haben mich zum Beispiel immer wieder angespornt, um besser zu werden.“ Gerade im Motorsport können Rückschläge auch Unfälle bedeuten. „Auch ich hatte leider Unfälle und da ist es immer wichtig zu analysieren, warum das passiert ist. Man darf nicht sofort aufgeben.“ Christina Tomczyk-Surer ist eine sehr disziplinierte Frau, denn so sehr sie den Rennsport auch liebt, hat sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder die Rennen reduziert. Auch ihr Mann, Martin Tomczyk, ist Rennfahrer und beide Elternteile mit einem riskanten Beruf, da fährt man das Arbeitspensum dann auch gerne mal zurück. Aber die Leidenschaft steckt nach wie vor in ihr. „Nachdem unsere Kinder Emily (8) und Lio (6) nun etwas größer sind, kann und will ich beruflich wieder mehr machen. Ich freue mich, wieder vermehrt für Moderationen auf der Bühne oder vor der Kamera zu stehen und auch Fahrevents als Instrukteurin zu begleiten.“

Beim Taekwondo kann die 47-Jährige abschalten und setzt sich auch dort große Ziele. / Foto: KwonRo Kampfsportschule Alicia Osterhammer

Die Baslerin, die mittlerweile mit ihrer Familie im bayerischen Rosenheim wohnt, ist noch lange nicht an ihrem Ziel angekommen und erfindet sich auch gerne neu. „Ich habe immer wieder neue Ideen und Lust auf Neues. Das treibt mich auch immer wieder voran. Seit drei Jahren mache ich Taekwondo. Dabei kann ich abschalten und Kraft tanken. Und auch da habe ich ein Ziel. Ich sag nur Mission Black Belt.“ Christina Tomczyk-Surer hat das gewisse Etwas, was man braucht, um Erfolg zu haben.

Kompetenz, Durchhaltevermögen gepaart mit Freundlichkeit und Respekt.

Und wie sie dann noch verrät: „Immer etwas mehr tun als die anderen und auch etwas mehr auffallen.“

 

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Der Schauspieler Roland Suso Richter gemeinsam mit einem Geparden bei den Dreharbeiten zu „Grzimek”. / Foto: Fotos: © Roland Suso Richter

Erfolg ganz ohne Rampensau-Gen

Er habe keinen Bock mehr auf seinen Job – das musste sich Regisseur Roland Suso Richter anhören, als er beschloss, in Zukunft anders zu arbeiten als die Kollegen. Aber: Das stimmt so nicht! Im Gegenteil. Er wollte einfach weiter Spaß an seinem Beruf haben. Und mit Filmen wie „Der Tunnel“, „Mogadischu“ und die „Zürich-Krimis“ überlebt er seit über 40 Jahren bestens im harten Filmbusiness.
Wie lief Ihr Einstieg ins Filmgeschäft?

Ich machte ein Praktikum in einer Hamburger Werbeagentur und wollte meinen ersten Kurzfilm drehen – ich bin kläglich gescheitert. Niemand wollte umsonst für mich arbeiten. Also zog ich nach München, wo die Filmhochschule ist. Und ein halbes Jahr später drehte ich meinen ersten Kurzfilm. Er hieß „Überflüssig“. Vielleicht war er auch überflüssig – aber nicht für mich. Heiner Lauterbach spielte in dem Film seine erste Rolle! Und der heutige UFA-Geschäftsführer Nico Hofmann war mein Ton-Mann.

Kennen Sie Existenzängste?

Leider ja. Der Kinofilm „Medicus“ stürzte mich in eine Krise. Der Vertrag dafür war schon unterschrieben, da sagte der Produzent den Drehstart ab. Ein Jahr später wurde doch gedreht – allerdings mit einem anderen Regisseur. Diese Erfahrung kostete mich viel Geld und Emotionen. Ich musste mit der Akquise bei null starten und rumfragen, ob jemand etwas für mich hat. Natürlich kam da auch die Sorge auf, wie ich die nächste Miete zahlen soll…

Was bedeutet für Sie Erfolg?

1980 und in den 90er Jahren träumte ich schon vom amerikanischen Kino. Heute mache ich Erfolg daran aber nicht mehr fest: Jemand ist für mich erfolgreich, wenn er Ausdauer hat. Also nach einem Film direkt den nächsten dreht, an sich glaubt, sich selbst treu bleibt. Erfolg heißt für mich auch, nach über 30 Jahren die Liebe zur Arbeit nicht zu verlieren. Bei mir gab es aber vor zwölf Jahren einen Moment, an dem ich dachte: Filme machen kann auch total langweilig sein.

Waren Sie damals versucht, sich neu zu orientieren?

Natürlich habe ich auch andere Leidenschaften wie die Musik oder das Kochen. Aber ich wollte das Drehen nie aufgeben. Also beschloss ich, dass ich etwas ändern sollte und das war mein Plan B.

Am Set des TV Films „Der Weg nach San José“.

Normalerweise treffen sich alle am Set, lesen den Text, proben. Diese erste Interaktion der Schauspieler untereinander während der Probe ist großartig. Aber die wird nie gefilmt. Also änderte ich die Arbeitsweise, drehte direkt ohne Probe mit zwei Kameras. Natürlich sagten einige zu der ungewohnten Arbeitsweise: Der hat keine Lust mehr und will Zeit sparen, deshalb probt der nicht. Da musste ich mich durchsetzen – aber das Ergebnis gibt mir recht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Viele denken, ein Regisseur muss sagen, was die Schauspieler machen sollen. Aber ich nehme mich zurück und gebe allen das Gefühl, frei zu sein. Ich führe leise Regie, drehe an kleinen Stellschrauben. Mir geht es um den Moment, wenn der Schauspieler vor der Kamera steht – weniger um die technische Welt.

Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten, was würden Sie anders machen?

Manchmal hätte ich mehr Rampensau sein können. Manche sind lauter. Ob ich dann mehr erreicht hätte? Vielleicht. Aber so bin ich nicht.

Ein Dreh ist sehr arbeitsintensiv. Was ist Ihr Ausgleich?

Inzwischen erhole ich mich tatsächlich bei der Arbeit am besten. Ich habe einen niedrigen Blutdruck, beobachte gern, bin Minimalist. Und ich finde es toll, zu wissen, wann ich wo sein muss. Ich werde gebraucht, das ist ein schönes Gefühl.

Welche Ziele peilen Sie als Nächstes an?

Eine Netflix-Serie würde ich gern machen. Da ist die Lust, an ein Ufer zu schwimmen, das ich noch nicht kenne.

Seit einiger Zeit sind Sie mit Ina Paule Klink liiert, die in Ihren „Zürich-Krimis“ mitspielt. Wie klappt das am Set?

Als ich als Regisseur zum „Zürich-Krimi“ kam, hatten wir noch keine Beziehung. Und jetzt ist das eben unser Job und ich finde, das kann auch gut vom Privaten getrennt werden. Paule, muss genau so funktionieren wie die anderen Schauspieler auch. Schauspieler zu sein ist schon Herausforderung genug, das muss man durch private Konstellationen nicht noch verkomplizieren.

Wer hat bei Ihnen zu Hause das Sagen?

Zumindest in der Küche ich – das findet Paule aber nicht schlimm. Wir verstehen uns ausgesprochen gut, vielleicht, weil wir beide Sternzeichen Steinbock sind.

Ist es schwer Beruf und Privatleben zu vereinbaren?

In der Kategorie „Regie“ gewann Roland Suso Richter den „Bayerischen Fernsehpreis“.

Ich bin viel unterwegs, das ist für den Partner nicht immer schön. Das verstehe ich. Manchmal komme ich nur fürs Wochenende und total fertig nach Hause. Da kann sich die Frau kaum auf den Mann einstellen, der gefühlte 18 Stunden vorbeischaut.

Haben Sie mal einen Erfolg besonders gefeiert?

Ich kaufe mir nicht etwas aufgrund des Erfolgs. Aber nach dem „Tunnel“-Dreh habe ich mir zwölf Monate Auszeit gegönnt und einen Teich gebaut. Es war ein großer Teich. Ich habe ein zehn mal zehn Meter großes Loch dafür ausgehoben, die Folie dafür wog gefühlt über 150 Kilogramm. Und ich wollte alles allein machen. Was auch immer mich da geritten hat.

 

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Erfolg bedeutet für Wilma Elles, sehr gut in dem zu sein, was sie macht. In der türkischen Serie „Öyle bir geçer zaman ki“ stellt sie ihr Talent unter Beweis. / Foto: SAFFET AZAK

Deutschlands unbekannter Superstar

In Deutschland kennt man ihren Namen (noch) kaum, aber: Wilma Elles ist ein Exportschlager. Sie modelte schon für Vogue, Elle und Grazia – zum Superstar machte sie aber die in mittlerweile 70 Ländern ausgestrahlte türkische Serie „Öyle bir geçer zaman ki“ (übersetzt „Wie die Zeit vergeht“). Jetzt will sich die gebürtige Kölnerin auch zu Hause in die A-Liga spielen und drehte unter anderen den Kinofilm “Die Rückkehr” mit Ralf Bauer.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich, sehr gut in dem zu sein, was ich mache – und immer besser zu sein als gestern. Das ist mir wichtiger als Geld. Erfolg ist die innere Einstellung im Wettbewerb mit sich selbst. Ich möchte kein hin und hergetriebener Ball, sondern in meinem Leben selbst die richtweisende Kraft sein. Dazu muss ich wissen, was ich will. Es ist wichtig, Entscheidungen bewusst zu treffen. Es kann auch ein Erfolg sein, auf den einen Job zu verzichten, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Oder andersrum muss man oft auf eine tiefverwurzelte Einbindung in die Umgebung verzichten, weil man immer auf Reisen ist.

Was wollten Sie als Kind werden?

Immer Schauspielerin. Ich bin immer mutig auf mein Ziel zugegangen, weil ich mir dachte, dass mir dieser Traum von oben eingegeben wurde – ich habe mir das nicht selbst ausgesucht. Es hat mich immer von innen wie von selbst angetrieben.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Viel und mit Freude und Leidenschaft arbeiten, schöne gute Gedanken pflegen, ein gutes Team aufbauen und pflegen, sich immer wieder die Ziele vergegenwärtigen, gesund leben, Chancen sehen und kreativ wahrnehmen, von anderen lernen.

Was macht Sie aus?

Die gebürtige Kölnerin Wilma will sich nun auch in Deutschland in die A-Liga spielen und drehte unter anderem einen Kinofilm mit Ralf Bauer. / Foto: Wilma Elles

Ich kann hart und sanft sein, witzig und ernst, konservativ und modern, laut und leise, ich kann stark sein und ich kann um Hilfe bitten. Ich setze mir keine Schranken.

Wie sind Sie Superstar in der Türkei geworden?

Der Anfang hierzu war in Deutschland. Ein befreundeter Regisseur hatte mich darauf gebracht, mich für eine Hauptrolle im türkischen Kinofilm “Turkish Style” zu bewerben. Zwei Jahre später empfahl mich jemand an die Regisseurin der Serie „Öyle bir geçer zaman ki“. Wenig später zog ich schon nach Istanbul.

Sie konnten aber kein Türkisch. Bekommt man da nicht Panikattacken?

Schon etwas, um ehrlich zu sein. Was dazu führt, dass ich noch mehr gearbeitet habe. Ich war Tag und Nacht mit dem Text und der Rolle beschäftigt. Da ich Wörter anfangs völlig falsch ausgesprochen habe, sind schon mal Verzerrungen in der Bedeutung entstanden. Das hat viele Lachanfälle am Set ausgelöst. Funktioniert hat es trotzdem sehr gut und war für mich der beste Schauspielunterricht. Ich habe gelernt, wirklich mit dem Herzen zu spielen.

Haben Sie türkische Wurzeln?

Nein, meine Großeltern und Eltern sind Deutsche. Ich bin die Erste mit türkischem Pass in meiner Familie. Jetzt habe ich zwei Heimaten.

Wie nervös waren Sie bei Ihrem Umzug nach Istanbul?

Ich hatte schon etwas Angst, da ich mir die Kultur viel fremder vorgestellt habe, aber dann habe ich mich sehr schnell eingewöhnt. Die deutsche und türkische Kultur passen so gut zusammen. Bei allen Aufregungen habe ich immer Rat bei meiner Mutter eingeholt. Dafür bin ich ihr so dankbar und denke immer noch viel an ihre Worte.

Sie drehen sowohl in Deutschland, wo Sie auch wieder leben, dazu nach wie vor in der Türkei und sogar in den USA. Wie schafft man das als alleinerziehende Mutter von sechsjährigen Zwillingen?

Zum Glück hatte ich immer eine sehr gute Babysitterin an meiner Seite und seit einem Jahr ist auch mein bester Freund mehr eingebunden. Ohne ihn würde es nicht gehen. Meine Kinder sind begeistert, da er sehr viel Sport mit ihnen macht. Außerdem sind sie perfekt eingebunden in ihre Kita in Berlin und ich nehme sie sowieso zu 75 Prozent überall mit hin. Die Zwillinge sind das Set-Leben gewöhnt.

Ihr Beruf lässt sich wunderbar mit ihren Zwillingen vereinbaren, so die Schauspielerin. / Foto: SAFFET AZAK

Gibt es bei Ihnen nach der Trennung von Ihrem Mann wieder jemand Besonderes?

Ja, den gibt es. Jemand, der extrem positiv ist und besonders bei schwierigen Aufgaben immer sagt: Das macht mir viel Spaß. Die Lebenslust ist sofort spürbar.

Würden Sie nochmal heiraten?

Ich habe nie richtig geheiratet. Es gab nur eine kleine Zeremonie. Aufgrund all der Horrorgeschichten über Scheidungen reizt mich eine Heirat nicht besonders. Aber wer weiß, vielleicht traue ich mich irgendwann zu einer Trauung! Das wäre natürlich wunderschön, da ich gerne noch weitere Kinder hätte.

Wie bringen Sie Familie und Beruf unter einen Hut?

Ich nehme meine private Situation mit Gelassenheit und viel Freude am Moment. Da ich schon zwei Kinder habe, habe ich keine Torschlusspanik mehr, sondern kann mich auf meinen Beruf konzentrieren, der sich wunderbar mit den Zwillingen vereinbaren lässt. Ich erkunde oft Rollen im Spiel mit ihnen und versuche immer vieles miteinander zu verbinden. Wenn sie in der Kita sind, erledige ich Büroarbeit. Zwischenzeitlich, zur körperlichen Betätigung räume ich auf, dabei telefoniere ich. Auf dem Weg zum Supermarkt lerne ich Text, mache mir Gedanken über meine Rolle und dann sind wir alle zusammen auf Reisen.

 

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Ihren Werdegang hat Alice Brauner nicht geplant. Sie wurde zum Einstieg ins Filmgeschäft 2005 einfach ins kalte Wasser geschmissen. Resultat: Ein beachtlicher Karriereweg als einer der rfolgreichsten Filmproduzentinnen Deutschlands. / Foto: CCC Filmkunst/ Daniela Incoronato

Liebe und Leidenschaft aktivieren und los geht’s!

Diese Berlinerin gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzentinnen Deutschlands. Die Journalistin und Geschäftsführerin der CCC Filmstudios Dr. Alice Brauner führt das filmische Erbe ihres Vaters Artur Brauner fort und hat sich zugleich längst von ihrem verstorbenen Vater beruflich emanzipiert.

Für Dr. Alice Brauner bedeutet Erfolg, im Leben eine gute und ausgeglichene Balance zwischen dem zu schaffen, was einem einerseits privat wichtig und wertvoll ist, andererseits geschäftlich ökonomisch sinnvoll erscheint. Es ist wichtig, eine gesunde und glückliche Familie zu haben, und diese mit beruflichem Erfolg in Einklang bringen zu können, ohne dass dabei jemand oder etwas zu kurz kommt. „Meine Familie, meine Söhne, und einige Freundschaften sind mein Lebenselixier und mein beruflicher Erfolg ist das I-Tüpfelchen darauf.“

Sie wollte als Kind bereits Journalistin werden, weil sie schon als kleines Mädchen gerne geschrieben hat. „Ich war sehr neugierig, habe schon früh viel gelesen. Für mich gab es gar keinen anderen Weg. Ich habe mich für Geschichte, politische Wissenschaften und Romanistik entschieden.“

Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört das Lesen. Sie berichtet von ihrer Büchersendung, die sie ein Jahr lang auf n-tv hatte.

„Jede Woche ein Buch lesen zu dürfen und dann den entsprechenden Autor bzw. die Autorin zu interviewen, das empfand ich als puren Luxus.“

Ausschlaggebend für Ihre Berufswahl war ihre Mutter, die ihr in ihrer Jugend sehr viel von der Journalistin Oriana Fallaci erzählt hat. Sie hat viel recherchiert und diese Journalistin sehr bewundert. So wollte sie auch werden. „Ich habe klein angefangen, beim Spandauer Volksblatt, was mir enorm Spaß machte.“ Ihren Werdegang hat sie nicht geplant, sondern wurde aufgrund von Anfragen in die Bahnen gelenkt.

Die Familie ist für die Filmproduzentin das Lebenselixier. Hier gemeinsam in Kindertagen mit ihrem Vater Artur Brauner. / Foto: privat

Ihren Einstieg ins Filmgeschäft war im Jahr 2005/6, als der Herstellungsleiter bei der Filmproduktion DER LETZTE ZUG ausfiel und sie die Produktion auf Wunsch ihres Vaters übernehmen sollte. Sie wurde sozusagen ins eiseskälteste Wasser geschmissen und hat ein Jahr lang von der Pike auf alles gelernt und musste sich viel selber beibringen. „Ich hätte mir nie vorstellen können, einmal Filmproduzentin zu werden. Zum einen, weil ich nie mit meinem Vater zusammenarbeiten wollte und zum anderen, weil es in Deutschland sehr wenige unabhängige Filmproduzentinnen gibt.

Man muss sich da in einem noch immer überaus männerdominierten Bereich durchsetzen und braucht dazu einen unglaublich starken Willen.“

Rückschläge auf Ihrem Karriereweg gibt es für Frau Dr. Brauner nicht. Sie hat bereits von ihrem Vater beigebracht bekommen, immer wieder aufzustehen und sich niemals unterkriegen zu lassen. „Auch wenn es sehr abgedroschen klingt: Ein Rückschlag bringt uns am Schluss weiter, sofern wir darüber nachdenken, was falsch gelaufen ist und was man hätte besser machen können.“ Auch die Rückschläge, die sie erlebt hatte, empfindet sie als wichtig. Die Vorurteile gegen sie, dass durch ihre Herkunft ihr beruflicher Werdegang einfacher gewesen wäre und sie den Erfolg in die Wiege gelegt bekommen hat, findet sie absurd. „Als Tochter muss man sich viel stärker durch seine eigenen Leistungen hervorheben. Das kann sehr mühsam sein, weil man dabei auch manchmal sein ehrliches Ich aus den Augen verliert und sich vorkommt, als müsse man der Branche und der Gesellschaft fortwährend und über ein normales Maß hinaus beweisen, dass man sich seinen Erfolg durch eigene Qualitäten erarbeitet hat.“

Gerade im Filmgeschäft braucht man ein dickes Fell, erzählt Dr. Alice Brauner. Man bekommt so viele Absagen bei Projekten, an denen man zum Teil jahrelang gearbeitet hat – weil das Geld nicht da ist oder weil das Thema im Moment nicht passt. „Man glaubt einen sensationellen Stoff oder einen Besteller entdeckt zu haben und weiß, dass er die Welt bewegen wird und es dann nicht schafft, das Projekt auf die Beine zu stellen.“ Da können einem schon mal Zweifel kommen, ob man überhaupt das Richtige macht. Aber diese Zweifel vergehen relativ schnell wieder, wenn auf der anderen Seite ein Erfolgserlebnis da ist.

Einen markanten Wendepunkt gab es, als ihr Vater sie in die Firma holte. Bis dahin war sie eine recht erfolgreiche Journalistin und Moderatorin. 2005 sollte sie mit einem Mal einen großen Kinofilm zu Ende produzieren, DER LETZTE ZUG, obwohl sie das vorher noch nie gemacht hatte. Ein Jahr schlaflose Nächte, dunkelschwarze Augenringe, irrationale Panikattacken, Deo freie Schweißanfälle. Aber am Ende ist alles gut ausgegangen und der Schritt in die nächste Karriere hatte für Dr. Alice Brauner begonnen. Diesen September feierte die CCC Filmkunst ihr 75-jähriges Jubiläum.

In ihrem SPIEGEL-Bestseller „Also dann in Berlin …“ beschreibt sie die Überlebens-, Flucht- und Lebensgeschichte ihrer heute verstorbenen Eltern. / Foto: CCC Filmkunst

Nun legt sie basierend auf neuen Familiendokumenten eine berührende Biografie mit ihrem Buch „Also dann in Berlin…“ über die Ehe ihrer beiden Eltern vor. Darin beschreibt sie abseits von roten Teppichen und Filmerfolgen ihres Vaters die Überlebens-, Flucht- und Lebensgeschichte von Maria und Artur Brauner. Dieses ist Ihr persönliches Highlight in Ihrer Karriere. Vor allem weil es gerade erst in kürzester Zeit zum SPIEGEL-Bestseller geworden ist. „Als meine Mutter gestorben ist, habe ich schon angefangen zu schreiben. Als dann auch noch mein Vater starb, war für mich klar, dass ich die Geschichte meiner Eltern aufschreiben muss.“ Sie wollte ihren Eltern ein Denkmal setzen, das sie absolut verdient haben. Und damit setzt Dr. Alice Brauner nicht nur ein Denkmal, sondern tut auch noch etwas Gutes. Denn alle Einnahmen daraus gehen an Yad Vashem und das DFF – Deutsche Filminstitut Filmmuseum –DFF, Institutionen zu denen ihre Eltern eine besondere Verbindung hatten.

Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis lautet: „Ich versuche, schnell wieder nach vorn zu schauen. Ich bin glücklicherweise ein durch und durch positiv eingestellter Mensch. Diese gute Eigenschaft wurde mir in die Wiege gelegt, und ich denke, diese Fähigkeit zur Resilienz und zum positiven Denken machen das Geheimnis aus. Außerdem Geduld, Ausdauer, innere Stärke, Rückgrat und Anstand.“

 

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Monica Lierhaus war die erste Frau im Deutschen Fernsehen, die die Sportschau mit der Fußball-Bundesliga moderierte / Foto: Agentur Baganz

Erfolg hat viele Facetten

Wer an Monica Lierhaus denkt, sieht sofort die Frau mit den roten Haaren vor sich. Sie hat das Frauenbild der Sportmoderation im TV positive verändert. Ein Erfolg für die Frauen an sich aber speziell für sie.

Schon sehr früh wusste Lierhaus, dass sie einen Beruf einschlagen würde, der mit der Deutschen Sprache zu tun hat. Lehrerin oder Journalistin waren die Optionen. Schon während ihres Studiums arbeite sie beim Radio. Der Sprung zum Fernsehen kam über ein Praktikum bei SAT1 Hamburg. „Rückblickend betrachtet, war das der Grundstein meiner journalistischen Laufbahn.“ Der entscheidende Schritt war aber, als sie zur Sportschau gerufen wurde. „Das war der Durchbruch für mich. Ich war damit die erste Frau im Deutschen Fernsehen, die die Sportschau mit der Fußball-Bundesliga moderiert hat.“

Als Vorreiterin musste sie sich auch über viele Vorurteile hinwegsetzen. Was sie mit Erfolg machte. „Ich habe einen sehr hohen Qualitätsanspruch an mich selbst aber auch an alle anderen um mich herum. Sicherlich habe ich mir damit nicht nur Freunde gemacht. Doch so bin ich. Zudem habe ich die Fähigkeit, das Wesentliche herauszufiltern und auf den Punkt zu bringen.“ Mit ihrem Können und ihrem Charme hat sie sich in der Männerdomäne durchgesetzt. Ohne Zweifel hat Monica Lierhaus beruflich Erfolg gehabt.

Monica Lierhaus gemeinsam mit Lothar Matthäus (l.) und Franz Beckenbauer (r.) / Foto: Sky

Rückschläge im Job gab es für sie nicht. „Wenn sich eine Tür schloss, dann tat sich eine andere auf,“ so Lierhaus. Doch ihren persönlich größten Rückschlag erlebte sie 2009. Bei einer Operation an einem Hirn-Aneurysma gab es Komplikationen und Monica Lierhaus lag vier Monate im künstlichen Koma. „Ich war danach auf dem Stand eines Kleinkindes. Alles musste ich neu lernen. Ich konnte ja nicht einmal aufrecht sitzen.“ Für sie begann der Kampf um ihren persönlichen Erfolg. „Beruflich gesehen war ich immer ein Einzelkämpfer. Doch diese Zeit hätte ich nicht ohne meine Familie so gut bewältigen können. Die andere Seite ist natürlich, einen gewissen Eigenantrieb zu haben.“

Natürlich hat sich ihr Leben nach diesem Vorfall verändert. „Es war schrecklich, meine Selbstständigkeit verloren zu haben und auf andere Menschen angewiesen zu sein.“ Monica Lierhaus hat es geschafft, wieder ins Leben zurückzufinden. Sie nimmt sich Zeit für sich. „Wenn ich aufs Wasser gucken kann, finde ich Ruhe. Aber ich brauche auch meine Arbeit. Zumal sie mir nach wie vor Spaß macht.

Beim Blick aufs Wasser findet sie Ruhe. / Foto: privat

Ihr ist es wichtig, anderen Menschen zu zeigen, wie man Krisen bewältigen kann. „Deshalb habe ich auch eine Vortragsreihe erarbeitet mit dem Titel: Wer nach den Sternen greift, wird niemals mit einer Hand voll Dreck enden!“ Erfolg hat für Monica Lierhaus viele Facetten und sie ist davon überzeugt, dass man sein Ziel erreicht, wenn man gradlinig und konsequent seinen Weg weitergeht.

 

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Das 29-jährige Nachwuchstalent der Filmbranche bleibt bescheiden und plant keine Karriere als Blockbuster-Regisseur in Hollyood. / Foto: Murad Abu Eisheh

Auf dem richtigen Weg

Durch den Gewinn des Studenten-Oscars steht der Regisseur Murad Abu Eisheh in einer Reihe mit Regie-Legenden wie Spike Lee. Trotzdem ist Hollywood für ihn vorerst kein Thema.

Mit der „Movie meets Media“ veranstalten die Macher dieser Zeitschrift eines der größten Events der Filmbranche in Deutschland. Deswegen ist es uns wichtig, auch Nachwuchstalente vorzustellen. Als einer der großen Hoffnungsträger gilt spätestens seit dem 21. Oktober der Regisseur Murad Abu Eisheh. An diesem Tag verkündete die US-amerikanische Academy of Motion Picture Arts and Science, dass sein Film „Tala’vision“ den Student Academy Award 2021 in Gold gewonnen hat, den sogenannten Studenten-Oscar. In dem knapp halbstündigen Film geht es um die zerstörte Kindheit eines Mädchens in vom Islamischen Staat besetztem Gebiet.

Mit dem Gewinn steht der 29-Jährige nun in einer Reihe mit Regie-Stars wie John Lasseter („Toy Story“), Spike Lee („Malco

Murad Abu Eisheh ist der erste Regisseur aus der arabischen Welt, der jemals einen Oscar für einen szenischen Film gewann. / Foto Privat

lm X“) und Cary Fukunaga („James Bond – Keine Zeit zu sterben“), die zu Beginn ihrer Karriere ebenfalls den Studenten-Oscar gewannen. „Das fühlt sich immer noch wie ein Traum an“, erzählt der angehende Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg lachend. „Richtig glauben werde ich es erst, wenn ich die Statue in den Händen halte, die Bekanntgabe fand ja ausschließlich digital statt.“

Er ist der erste Regisseur aus der arabischen Welt, der jemals einen Oscar für einen szenischen Film gewann. Seine Mutter brach bei der Nachricht in Tränen aus, natürlich ist die ganze Familie ungeheuer stolz. Dabei waren seine Eltern anfangs nicht begeistert von seinen Karriereplänen: „Mein Vater wollte, dass ich Arzt, Anwalt oder Ingenieur werde, statt mich einer vermeintlich brotlosen Kunst zu widmen“, grinst der Jordanier. Inzwischen stehen alle hinter ihm, und zwar nicht erst seit seinem jüngsten Erfolg.

Bei der Bekanntgabe, dass Murad Abu Eisheh mit seinem Team den Student Academy Award 2021 in Gold gewinnt. / Foto: privat

Schon 2015 konnte der Regisseur Murad Abu Eisheh sein Können erstmals einer breiten Öffentlichkeit zeigen, als er von der jordanischen Regierung beauftragt wurde, Werbespots für die nationalen Streitkräfte
zu drehen. „Das war in der Hochphase des Kriegs gegen den IS“, erinnert er sich. „Es ging darum, der Bevölkerung das Gefühl zu vermitteln, dass die Streitkräfte in der Lage sind, sie und das Land zu schützen.“ Trotz des Gewinns des Studenten-Oscars plant Murad Abu Eisheh keine Karriere als Blockbuster-Regisseur in Hollywood: „Ich möchte mich auch weiterhin den Geschichten widmen, die mich interessieren.

 

Ich habe keinen großen Traum, sondern folge einfach dem Weg, der vor mir liegt, wohin der mich auch führen mag.

Die nötigen Entscheidungen treffe ich unterwegs.“ Erfolg, da ist sich der Studenten-Oscar-Gewinner sicher, sei langfristig sowieso nicht planbar.

 

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„Sehnsüchte sind mein Motor“

Er ist und bleibt der bayerische Sonnyboy mit dem Hang zu schweren Maschinen: Beruflich hat Wolfgang Fierek schon 1985 sehr erfolgreich „Resi mit seim Traktor“ abgeholt, privat bevorzugt er Motorräder. Daran änderte auch ein schwerer Unfall 2003 nichts, bei dem der gelernte Feinmechaniker fast sein rechtes Bein verloren hätte. Mit 70 Jahren sitzt Fierek noch immer fest im (Schauspiel-)Sattel und hat nichts von seinem Charme, mit dem er als „Ein Bayer auf Rügen“ ein Millionenpublikum verzauberte, eingebüßt. Zurzeit spielt der USA-Fan eine Hauptrolle in der ZDF-Serie „Marie fängt Feuer“, rockt mit seiner Band „Freedom Riders“ oder genießt die Zeit mit seiner großen Liebe, der Malerin Djamila Mendil, die er vor 27 Jahren nach einer indianischen Zeremonie der Lakota Sioux im amerikanischen South Dakota geheiratet hat.
Was bedeutet für Sie Erfolg?

Für mich bedeutet Erfolg, mein Leben so zu leben, wie ich mir das vorstelle. Ich plane weder Erfolg noch Anerkennung, ich folge meiner inneren Stimme, meiner Intuition, meinen Gefühlen, wenn dann meine Handlungen Anerkennung finden, ist das für mich Erfolg.

Was waren die wichtigsten Meilensteine in Ihrer Karriere?

Zusätzlich rockt der Schauspieler Wolfgang Fierek mit seiner Band „Freedom Riders“ auf der Bühne. / Foto: privat

Wahrscheinlich war der wichtigste mein Tapetenwechsel von Landsberg am Lech nach München, und zwar nach Schwabing, dort, wo die Musik spielte. Nach meinem Ausscheiden aus der Bundeswehr war ich auf einem Selbstfindungstrip. Dann kam auf einmal das Angebot von Klaus Lemke, den ich über einen Freund kennenlernte, für eine Hauptrolle in einem Fernsehfilm … Da dachte ich: Wolfgang, you made it. Gut, es hat dann doch noch ein bisschen gedauert. Danach kam die „Resi mit dem Traktor“. Wieder wähnte ich mich auf dem Weg nach oben, aber auch diesmal musste ich fighten, um in die Top 100 der Charts zu kommen. Für meinen ersten Gig habe ich neun Eintrittskarten verkauft. Aber ich gab auf der Bühne alles, als ob ich im Wembley-Stadion wäre. Ein Jahr später waren es 1.400 Gäste in derselben Disco und ich gab ein Zusatzkonzert. Geht doch, Wolfgang, sagte ich zu mir …

Wann hatten Sie mal einen heftigen „Wow, ich hab es geschafft“-Moment?

Als ich auf den Wiener Filmball 2010 eingeladen wurde, saß ich mit meiner Frau am Tisch mit Ornella Muti, nicht schlecht, oder? Doch das war es nicht. An diesem Abend hielt Maximilian Schell eine Laudatio und unterbrach sie auf einmal mit den Worten: „Ich habe gehört, der Wolfgang Fierek ist hier?“ Ich wusste nicht, wie mir geschieht. Ich stand von meinem Tisch auf und dann sagte Maximilian: „Ich sehe mir jeden Abend deine Serien auf dem Heimatkanal an, ich muss dir sagen, du bist ein hervorragender Schauspieler, natürlich, amüsant, ehrlich …Kompliment!“ Nach seiner Laudatio ging ich zu ihm und habe mich für seine für mich unvergesslichen Worte bedankt. Das war mein absolutes Highlight, ein Ritterschlag von einem Oscar-Preisträger und hervorragendem Menschen.

Gab es einen materiellen Wunsch, den Sie sich nach Ihrem ersten Erfolg erfüllt haben?

So richtig materielle Wünsche habe ich weniger, eher Träume. Ich wollte immer eine coole Frau an meiner Seite und glücklich sein, wie meine Eltern es waren …

Wolfgang Fierek (r.) gemeinsam mit Patrick Dempsey (l.) beim 24-Stunden-Rennen von Daytona. / Foto: privat

Wer ist Ihr größtes Vorbild?

Das ist und bleibt mein Vater. Daddy war immer gut drauf, einfach ein cooler Typ, bei jedermann beliebt, immer hilfsbereit, freundlich und charmant. Für meinen Vater gab es nichts, was nicht möglich war. Er hat mich im Glauben bestärkt, dass ich alles erreichen kann, wenn ich es nur will und bereit bin, dafür hart zu arbeiten. Außerdem hat er mich immer wieder auf Kurs gebracht. „Runter vom Gas“ waren immer seine Worte, wenn der Bub zu hoch flog. Ab meiner Hochzeit mit meinem persönlichen Engel war es meine Frau.

Welche Ihrer Stärken sind für Sie ein Erfolgs-Booster?

Da wären einige Bausteine, die für den Erfolg einfach wichtig sind: Geduld, Disziplin, Beharrlichkeit, Humor und Teamgeist.

Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?

Ich lebe beides, ohne dabei zu merken, was jetzt was ist.

Wobei haben Sie denn neben dem Beruf gern Erfolg?

Bei meinen Workouts fünfmal die Woche. Nur ned locker lassen!

Was ist Ihr Ausgleich – zum Sport und zur täglichen Arbeit?

Für mich waren immer 70er-Jahre-Rock, Bergwandern und meine Touren mit meinem Motorrad die beste Inspiration und der effektivste Ausgleich. Day Rides mit Freunden sind ein Muss. Da wird die Liebe zum Motorrad und der Natur geteilt, viel gelacht und zum Abschluss gibt es eine gute Brotzeit. Was braucht man mehr?

Auf den Touren mit seinem Motorrad findet der Schauspieler Inspiration und Ausgleich. / Foto: privat

Welche Sehnsüchte haben Sie?

Sehnsüchte sind sehr wichtig für mich. Ich brauche sie wie die Luft zum Leben. Sie sind mein Motor, genauer gesagt.

Gibt es ein Must-have in ihrem Beruf?

Da ich sehr viel beruflich unterwegs bin zu Dreharbeiten oder Gigs, zum Beispiel mit meiner „Freedom Riders“-Band, ist mein Must-have ein Auto, am liebsten mag ich amerikanische Pick-ups. Ein Auto muss cool sein, zuverlässig und eine Hi-Fi-Anlage mit gutem Sound haben. Und einen V8 Motor, wenn’s geht.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich halte mich an das Motto:„Per ardua ad astra“ – durch das Unwegsame zu den Sternen.

 

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Das größte Glück für Ludger Pistor: anderen Leuten Freude bereiten! / Foto: Christina Kratsch

„Hollywood ist mein Hobby“

Quentin Tarantino schrieb ihm extra eine Rolle auf den Leib und am James-Bond-Set hatte er seinen eigenen Unterhalter – doch Ludger Pistor strebt nicht nach einer Hollywood-Karriere. Er genießt lieber den kleinen Ruhm in Deutschland und das gute Gefühl, nichts zu müssen. Privat findet man ihn entweder auf seinem Sofa… oder im Tempel. Der Komödiant ist nämlich praktizierender Hindu.

 

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Die Aufgabe eines Schauspielers ist es zu unterhalten. Wenn man den Leuten Freude bringt, ist das sehr befriedigend. Und wenn dann ein Film auch noch gut besprochen wird… großartig. Wenn das mal anders ist, kann man aber zumindest daran wachsen.

Was reizt Sie daran, Menschen zum Lachen zu bringen?

Als Komödiant wird man in unserem Land immer wieder gefragt, warum man nicht Rollen mit mehr Tiefgang spielt. Ich persönlich mag gar keinen Tiefgang. Tiefgang haben wir hier schon genug, was wir brauchen, ist mehr von der heiteren Seite. Ich finde es schön, wenn Leute fröhlich sind.

Sie haben in vielen internationalen Produktionen mitgespielt. Ist Hollywood Ihr Ziel?

Das wäre, als würde ich auf einen Sechser im Lotto hinarbeiten. Ich mache das mehr als Hobby. Der Druck, als berühmter Hollywoodschauspieler seinen Erfolg zu halten, ist enorm. Man sieht ja, wie viele daran kaputt gehen. Ich habe da viel Glück mit meiner Karriere. Ich bin bekannt, konnte immer davon leben können und es geht mir gut. Wichtiger als Erfolg ist für mich, dass man seinen Seelenfrieden hat. Ich weiß nicht, was man noch alles für Erfolg tun könnte, aber ich gehe nur arbeiten. Mir gefällt es, keine anderen Verpflichtungen zu haben. Ich mache zum Beispiel kein Social

Mit Bernd Herzsprung (r.) hat Pistor (l.) 2006 in der Filmkomödie „Goldene Zeiten“ gespielt. / Foto: © Baganz

Media.

Sie haben für den Fernsehfilm „Ein Schnitzel für drei“ ein Rollenangebot von Quentin Tarantino in „Inglourious Basterds“ abgelehnt…

Das hat zeitlich mit der Szene nicht gepasst. Ich hatte beim WDR den Vertrag schon unterschrieben – und ich werde doch für einen kleinen Auftritt keinen großen Fernsehfilm platzen lassen. Zu meiner Überraschung hat Tarantino sich hingesetzt und eine neue Rolle für mich ins Drehbuch geschrieben. Wenn Tarantino etwas will, dann will er es. Da ist er wie ein Kind. Und es ist natürlich schön, wenn man selbst das ist, was Tarantino haben will.

Was war bisher Ihre liebste Rolle?

Ich war sehr gern der Krapp in „Balko“. Die schönste Produktion war aber „James Bond“. Das war die Erfüllung meines Kindheitstraums. So stellt man sich Hollywood vor – und so ist es normalerweise nicht. Als Teil der „James-Bond“-Familie wird man hofiert, hat eine persönliche Assistentin – und man muss auch die Gage nicht verhandeln. Das erste Angebot ist mehr als man wollte. Allein, was die einem zum Verspeisen auf den Tisch stellen, ist das Honorar eines Kleindarstellers. Es wird sogar ein Unterhalter mit Geschenken in die Garderobe geschickt, damit man gut gelaunt ist.

Warum wollten Sie Schauspieler werden?

Meine Oma war besessen vom Kino. Mit ihr habe ich als vierjähriger Laurel und Hardy, also Dick und Doof, gesehen und fand das toll. Genau sowas wollte ich machen.

Ludger Pistor (r.) gemeinsam mit Steffen Groth (l.): Beide haben 2007 zusammen in „Kein Geld der Welt” mitgespielt. / Foto: Christina Kratsch

Wie haben Sie Ihre Ausbildung finanziert? Sie waren unter anderem in Amerika an der Schauspielschule…
Ich hatte einen Job in einem Schokoladenladen, der aber nicht so gut lief. Nur die alten, aus Deutschland emigrierten Omas kamen, um unterm Ladentisch illegal importierte Weinbrandbohnen zu kaufen. Gefüllte Schokolade ist in Amerika nämlich verboten.

Wo finden Sie einen Ausgleich zu Ihrem Beruf?

Ach, auf dem Sofa. Und ich fliege manchmal nach Indien. Ich bin seit gut 20 Jahren Hindu.

Wie sind Sie zum Hinduismus gekommen?

Ich wollte in Sri Lanka eine Ayurveda-Kur machen, weil ich überarbeitet war. Dort habe ich schnell wieder ausgecheckt, war aber dafür bei einer Palmblatt-Lesung. Angeblich soll vor ein paar Tausend Jahren die Zukunft aufgeschrieben worden sein und man kann sich das eigene Leben vorlesen lassen. Das habe ich gemacht. Alles aus der Vergangenheit stimmte und es treten auch noch immer wieder Dinge ein. Unglaublich. Ein Kapitel war über das vorherige Leben und was man machen kann, um das Karma positiv zu verändern. Das interessierte mich am meisten. Nach diesem Erlebnis habe ich über mein Hotel die ersten Brahmanen und Mönche kennengelernt. Zu Hause habe ich mir dann einen Hindu-Tempel in Berlin gesucht. Hindu ist aber eine Religion ohne Muss. Wenn man in den Tempel geht, bekommt man einen Segen, wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. In meiner Wohnung habe ich außerdem einen kleinen Schrein, an dem ich Räucherstäbchen anstecken kann.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Ich glaube, das ist Karma. Kompetenz schadet nicht, aber was man unbedingt braucht, ist Glück, sonst kommt man nie auf einen grünen Zweig. Und Dankbarkeit ist auch wichtig.

Welchen Traum würden Sie sich gern noch erfüllen?

Das Haus von Ian Fleming, dem Erfinder von „James Bond“, auf Jamaika ist heute ein Hotel. Man kann in seinem original eingerichteten Arbeitszimmer schlafen. Das würde ich gern mal machen – und wenn es nur für eine Nacht ist.

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Alleine auf der Bühne stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness

Rufus Becks Ratschlag an sein jüngeres Ich: „Alles ist gut, du bist geliebt, jeder Tag ist eine Chance, sei dankbar und höre auf dein Herz.“ / Foto: BrauerPhotos / O.Walterscheid

Rufus Beck sieht sich als Zehnkämpfer der darstellenden Künste. Ein sportlicher Ansatz, den der 65-jährige allerdings auch zu 100 % erfüllt. Passend zu seinem Lebens- und Berufsmotto: „100 % sind Minimum“. Beck ist Schauspieler, Sänger, Regisseur, Sprecher und Produzent. In all diesen „Disziplinen“ kann er Erfolge vorweisen. Dabei ist Beck eher durch Zufall in die Sphäre der darstellenden Künste eingedrungen.

Während seines Studiums der Ethnologie und Philosophie an der Universität Heidelberg arbeitete Beck nebenbei am Stadttheater. „Ich wusste nicht, dass ich das Talent zur Schauspielerei beziehungsweise zum Showbusiness habe. In zwei Theaterproduktionen habe ich dort unter anderem Musik gemacht und kleine Rollen gespielt. Der Regisseur und seine Regieassistentin meinten, ich solle auf eine Schauspielschule gehen. Vielleicht hatte man das eher im Spaß gesagt, aber ich habe das ernst genommen und meine akademische Laufbahn beendet,“ so Beck. Manchmal braucht es ihm Leben andere Menschen, die einem den gewissen Schubs geben. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass viele Menschen mich gefördert haben oder in mir etwas gesehen haben, von dem ich selbst gar nichts ahnte und das mir dann eine völlig neue berufliche Richtung gab.“

Schauspielerin Jo Kern (l.) und Rufus Beck (r.) bei der „Movie meets Media” in München 2020. Foto: © Baganz

Allerdings bringt Beck sehr wohl das nötige Talent und die richtige Einstellung mit, um so lange in dieser Branche erfolgreich sein zu können. „Ich bin jetzt seit über 40 Jahren im Showbusiness und habe so vieles ausprobiert, hatte Höhen und Tiefen, Erfolge und Flops. Entscheidend ist aber immer wieder, sich selbst in Frage zu stellen. Was möchte ich? Wo will ich Hin? Was sagt mir mein Herz? Wie werde ich glücklich?“ Neben etwas Glück, das auch immer zum Erfolg gehört braucht es allerdings auch noch ein paar Eigenschaften, die man mitbringen sollte. „Man sollte eine Vision haben. Der Glaube an sich selbst und dass Träume in Erfüllung gehen können. Und nicht zu vergessen: Leidenschaft für das, was man tut.“

Bei Rufus Beck hat vieles funktioniert, weil er diese Eigenschaften mitbringt und verinnerlicht hat. „Ich hatte zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn die etwas kindliche Vision, einmal alleine auf den größten Bühnen zu stehen und vor einem großen Publikum zu spielen. Das passierte dann wirklich nach vielen Jahren zum ersten Mal 1994 auf der ersten „Tabaluga“ Deutschland Tournee unter anderem in der Olympiahalle München, wo ich die Show als „Magier“ eröffnen durfte und vor 12.000 Menschen agierte.“ Alleine auf der Bühne zu stehen ist die Königsdisziplin im Showbusiness. Und Beck erfüllt diese Disziplin mit Leidenschaft und Bravour.

Doch nicht nur da. Jeder, der Harry Potter gehört hat, kennt seine Stimme. Die Harry Potter-Hörbücher mit Beck als Sprecher haben sich fast 4 Millionen mal verkauft. Überregionale Anerkennung und Schauspielpreise bekam er, als er von 1988-94 am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert war….

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Das Filmemachen ist ein Lernprozess

Er möchte Filme machen, die eine gewisse Sicht auf die Welt widerspiegeln: Regisseur Simon Denda. / Bild: © Holger Jungnicke

Einige Kinder kaufen sich von ihrem Konfirmationsgeld Kleidung oder Handys – Simon Denda kaufte sich damals eine Kamera. Das war sein erster Schritt in Richtung Filmemachen. “Mit diesem Camcorder konnte man die Videos auch rückwärts abspielen. Meine Freunde und ich sind damit durch die Straßen gerannt und von Gegenständen gesprungen und haben es uns rückwärts angesehen. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich weiter damit beschäftigt habe.”

Nun hat er in seiner jungen Karriere eine der höchsten Auszeichnungen erhalten. Den Student Academy Award in Silber in der Kategorie „Narrative International“. „Diese Auszeichnung ist eine absolute Ehre. Sie verschafft einem Aufmerksamkeit aber vor allem die Versicherung, dass man das, was man macht auch beherrscht.

Es sind Zwei Nachwuchs-Regisseure von deutschen Filmhochschulen in Los Angeles zusammen mit weiteren 15 Studierenden aus aller Welt mit einem Studenten-Oscar ausgezeichnet worden und dazu gehört auch Simon Denda aus Karlsruhe. Die Ehrung fand coronabedingt im Rahmen einer virtuellen Zeremonie statt. In diesem Jahr hatten 210 amerikanische und 126 internationale Hochschulen über 1.400 Beiträge eingereicht. Die Gewinner können mit ihren Filmen nun auch beim Oscar-Wettbewerb im Jahr 2022 mitmachen.

Bild: The Academy of Motion Picture Arts and Sciences

Die Frage „Kann der das überhaupt?“ muss nicht mehr gestellt werden, denn sie wurde mit dieser Auszeichnung beantwortet.“

Nach seinem Abitur machte Denda ein Praktikum beim Film, wo er einige Stationen am Set durchlief. Ursprünglich sollte danach ein Studium an der Filmhochschule folgen. Allerdings gab es eine Absage. Es folgte ein Bachelor in „Audiovisuelle Medien“ und der 2. Bewerbungsversuch. Diesmal mit Erfolg und zwar an der HFF in München. Für seinen Abschlussfilm „Adisa“, der nach einer wahren Begebenheit in einem Dorf an der somalischen Grenze spielt und das Ziel eines Terrorangriffs wurde, gab es nun die Auszeichnung. „Man träumt natürlich davon, solch einen Preis zu bekommen, aber es ist schon absurd, zu wissen, dass man jetzt Teil der Academy ist und für immer in deren Archiv eingelagert ist.“

Simon Denda gemeinsam mit der Filmcrew beim Dreh südlich von Nairob / Bild: © Nic Thuita

Simon Denda ist bewusst, dass dieser Preis ein Sprungbrett im Filmbusiness sein kann. Große Regisseure wie Spike Lee oder auch Robert Zemeckis haben ihn ebenfalls erhalten. Aber er ist Realist. „Wie heißt es: `You still have to do the work`. Der Preis hilft Dir nicht dabei, Dich zu etablieren.“ Bereits vor der Auszeichnung hatte Denda ein gutes Netzwerk und steht nun kurz vor seinem Debut-Film und weiteren Projekten. „Mein Ziel ist, mein Leben lang Filme machen zu können, die eine gewissen Sicht auf die Welt widerspiegeln und Themen und Ideen zu verarbeiten, die mir wichtig sind.“

Wichtig sind Simon Denda auch die Menschen – im Film und in seinem Team „Regie führen ist nicht nur eine Vision zu haben, sondern Du musst mit Menschen können. Teamführung ist wichtig. Die Leute zu animieren, das Beste zu geben.“….

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„Sei mutig. Und glaube fest daran, dass das Leben immer nur das Beste für dich will.“

Lebensbejahend und voller Tiefgang: Schauspieler Jan Sosniok./ Bild: © Heiko Richte

Ursprünglich wollte er Modedesigner werden. Handwerklich begabt, näht der junger Jan Sosniok nicht nur seine Kleidung selbst, er schreinert auch – eine Tätigkeit, die ihm auch heute noch als 54-jährigem Schauspieler viel Freude und Ausgleich beschert. Das Leben hatte andere Pläne mit ihm. Das Handwerk rückt bald in die zweite Reihe.

Nachdem seine damalige Freundin den jungen Jan Sosniok zur Teilnahme an einem Modellwettbewerb überredet, führt sein Weg zieht er kurzerhand aus dem beschaulichen Wiehl in Nordrhein-Westfalen nach Berlin. Hier bringt er es unter die Top 10 der „Gesichter ´92“ der Zeitschrift Max – von insgesamt 30.000 Bewerbern! Dass Jan Sosniok aber viel mehr als auffallend gutes Aussehen zu bieten hat, beweist er nicht nur vor der Kamera. Im Gespräch zeigt sich der charismatische Schauspieler facettenreich, lebensbejahend und voller Tiefgang.

Die deutsche Komödie „Das beste Stück“ verschafft ihm 2002 den Durchbruch. Zahlreiche Deutsche Filmpreise und Emmy Awards folgen für seine Rollen als Sven in der Serie „Berlin, Berlin“ und als Dr. Oliver Schmidt in „Danni Lowinski“. Er spielt in Dutzenden von Filmen mit und verkörpert sechs Jahre lang die Sehnsuchtsrolle des Winnetou bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg.

In seiner Instagram-Reihe „Was machst du da?“ widmet sich der Schauspieler seiner großen Leidenschaft und setzt Bauprojekte in Haus und Garten um. / Bild: © Heiko Richter

Jan Sosniok strahlt eine Energie und Lebensfreude aus, die fraglos mitverantwortlich für seinen dauerhaften Erfolg sind. Doch auch Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit und Demut zeichnen ihn aus. Schon sein Vater gibt ihm diese wichtigen Werte mit auf den Weg.

Die Familie und Ehefrau Nadine sind ein wesentlicher Bestandteil seines Lebens und damit auch seiner Karriere. Sie unterstützen ihn, halten ihm den Rücken frei und stehen als ehrliche Ratgeber zur Seite. Bei seiner Familie schöpft er Kraft und genießt den für ihn größten Luxus: Zeit. „Auf der Welt zu sein und all die schönen Dinge zu erleben, die das Leben zu bieten hat“, sei das wahre Glück für ihn.

Keine Erfolgsgeschichte geht immer nur bergauf. Auch Sosniok macht als junger Mann die Erfahrung, dass manche Versprechen leer bleiben. Heute erlaubt er sich erst dann aufrichtige Freude, wenn der versprochene Vertrag auf dem Tisch liegt. Enttäuschungen gehören zu jedem Weg dazu. Sie lassen ihn noch aufmerksamer und auch selbstbewusster werden.

Seine Ehefrau Nadine hält ihm den Rücken frei und steht ihm als ehrliche Ratgeberin immer zur Seite. / Bild: privat

„Selbst wenn ich Fehler mache und es den Anschein macht, dass der Erfolg in die Ferne rückt, so weiß ich, dass dies nur ein Baustein ist, um sich ihm wieder zu nähern“, lernt er aus diesen Erlebnissen. Rückschläge stellen auch die Chance zu persönlichem Wachstum dar, denn für ihn ist klar: „Erfolge sind möglich. Ich möchte ein Teil davon sein.“

Erfolg bedeutet für Jan Sosniok auch, der Gesellschaft etwas Gutes zurückzugeben und sich zu engagieren. Er hat sich der Organisation Kinderschutzengel (www.kinderschutzengel.de) angeschlossen, die herzkranke Kinder unterstützt, und ergänzt, Erfolg gönne er allen Menschen und vor allem „den Menschen, die die Welt durch ihre persönlichen Einsatz für Hilfsbedürftige wertvoller machen“….

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„Meine Stärke ist auch mein größter Schwachpunkt“

 

Früh übt sich, wer eine eigene TV-Produktionsfirma haben will… Eva Habermann hat geschafft, wovon viele Schauspieler träumen. Sie ist nicht nur Schauspielerin und Moderatorin, sondern produziert auch ihre eigenen Filme und kann sich so in Rollen verwirklichen, die schon lange auf ihrer Wunschliste stehen. Dabei war es Zufall, dass sie heute vor und hinter der Kamera aktiv ist. Eva Habermann weiß: Wer erfolgreich sein will, darf sich von Rückschlägen nicht einschüchtern lassen.

Erfolg bedeutet für Eva Habermann ganz klar: „Ich habe ein Ziel und es gelingt mir, dieses zu erreichen.“ Was einfach klingt, ist in der Umsetzung alles andere als simpel: „In meinem Beruf muss man eine starke Willenskraft haben und sich ein dickes Fell zulegen.“

Sie ist mutig, willensstark, risikobereit. Aber was einerseits ihre Stärke ist, ist auch ihr größter Schwachpunkt: „Mit der Einstellung, „ganz oder gar nicht“ wird man auch einige, „gar nichts geht“-Momente erleben.“ Und dann?

„Wann immer es Rückschläge gab – und davon gibt es viele – habe ich es als Motivation gesehen, einen anderen Weg zu finden, um meine Passion Film weiterzuleben.“ Ihr Erfolgsgeheimnis: „Ich stehe zu dem, was ich mache! Und ich habe immer eine Vision, von dem, was ich will und bleibe mir selbst treu.“

Schon als Kind stand Eva Habermann vor der Kamera, da sie mit fünf Jahren in einer ZDF Kinderserie „die Musikdose“ mitspielte.
Mit 14 Jahren bewarb sie sich für die Moderation des Disney Club, schaffte in die letzte Bewerbungsrunde… Gut, der Sender entschied sich für Moderatorin Antje Piper. Aber die junge Eva gab nicht auf, fragte nach: „Was bringt mich für meinen Berufswunsch nach vorne?“ Dort lernte sie auch Schauspielkollege Ralf Bauer kennen.

Sie nahm Schauspiel- und Sprechunterricht. Mit 17 Jahren bekam die Hamburgerin ihren ersten TV-Job, moderierte „Pumuckl TV“. Zwei Jahre später stand sie als Schauspielerin vor der Kamera. In über 75 TV- und Kinoproduktionen wirkte sie mit, war für das Publikum und die TV-Macher die perfekte Besetzung für eine Frau mit den Attributen „sympathisch, schön, sexy“. Aber: „Mit etwa 35 Jahren wurden die Angebote weniger.“

Trotzdem ließ sie sich nicht vom TV-Business demotivieren: „Jeder Schritt ist ein Teil des Weges.“ Das, was man in diesen künstlerischen Berufen vor allem braucht, ist Mut und die Kraft nach Enttäuschungen wieder aufzustehen und den Weg weiterzugehen, an sich als Schauspieler zu arbeiten.“ Die leidenschaftliche Reiterin, die gerne Kraft in der Natur tankt, zog es ans Boulevard-Theater. „Dort konnte ich meine Fähigkeiten als Schauspielerin noch weiter ausbauen“, sagt sie.

Jede Stufe ihrer Karriere war zu dem Zeitpunkt ein persönliches Highlight sagt sie. Zu ihren persönlichen neuesten Highlights Ihrer Karriere gehört der Dreh eines eigenen Films „Cyst“ und die damit verbundene Zusammenarbeit mit bekannten amerikanischen Schauspielern, wie zum Beispiel Gene Jones (no country for old men) oder Jason Douglas (The Walking Dead)

Die wichtigste Eigenschaft, die erfolgreiche Menschen heute brauchen, ist eine besondere Art zu denken und zu handeln. „Anstatt, dass Du anderen Menschen ihren Erfolg neidest, konzentriere dich auf deine Weiterentwicklung und sei noch fleißiger als die Anderen. Wenn du jemanden was missgönnst, ist es Zeitverschwendung, kümmere dich lieber um dich.“
Dann spielte der Zufall Schicksal: Nach dem Dreh des Fantasie-Independent-Film „Trolls World-voll vertrollt“ bekam sie von dem Macher ein Angebot als Co-Produzentin. Ein Traumjob: „Durch die Arbeit hinter der Kamera, entdeckte ich, wie sehr mich das erfüllt. Ich bin sehr glücklich in meiner Rolle als Produzentin und Drehbuchautorin. Ich kann eigene Geschichten erzählen und umsetzen, insbesondere Themen, die mir am Herzen liegen.“

2017 gründete sie mit ihrem Freund Alexander König die Produktionsfirma Fantomfilm. Sie sind ein perfektes Team – privat und geschäftlich: „Er akzeptiert und liebt mich mit meinen Stärken und mit meinen Fehlern.“ Eine gute Stimmung am Arbeitsplatz ist ihr sehr wichtig und möchte keine Hierarchien in der Firma. „Meine Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, nur so entfaltet jeder sein ganzes kreatives Potential. Ich sorge dafür, dass sie mir auf Augenhöhe begegnen und mit mir über alles sprechen können. Außerdem sorge ich für immer für guten Kaffee und Essen.“

Eva Habermann hat einen Traum und zwar weiterhin als Produzentin zu arbeiten und Stoffe zu verwirklichen, die sie antreiben, umgeben von kreativen, tollen Mitarbeitern. „Natürlich werde ich auch noch als Schauspielerin arbeiten und freue mich auf spannende Rollen, die ich noch spielen werde.“

Ihr neustes Projekt ist eine Jugendserie, die sie gerade entwickelt und auch mitschreiben möchte. „Es ist eine von mir bewusste Entscheidung, für Teenager eine freche, lustige Youtube-Serie zu entwickeln.“

Soziales Engagement, egal wie erfolgreich oder prominent man ist, ist sehr wichtig. Wenn jeder Mensch auf dieser Welt sich positiv einbringen würde, würde es der Gesellschaft besser gehen. „Ich habe in meinem Leben bereits so viel vom Universum geschenkt bekommen. Ich sehe es als meine Pflicht, auch etwas zurückzugeben zum Beispiel für die „Stiftung Kinderjahre“ von Hannelore Ley, für die sie sich schon seit einigen Jahren engagiert.“

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

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Peter Ladkani, Filmregisseur Bild: privat

Glaub an Dich und Deine Fähigkeiten

Nicht jeder kann von sich behaupten, schon einmal gegen Chuck Norris gekämpft zu haben. Peter Ladkani kann es. Auch wenn er gegen Norris am Ende verloren hat. Das ist nur eine von vielen kleinen Anekdoten, die der Regisseur aus seiner langen Laufbahn zu erzählen hat.

Die Chuck-Norris-Geschichte stammt aus dem Jahr 1990 als Peter Ladkani als Stundman in dem US-amerikanischen Actionfilm „Delta Force 2“ mitwirkte. Noch bevor er seine Erfolge als Regisseur und Drehbuchautor feiern konnte, begann der gebürtige Ungar seine Karriere als Schauspieler und Stuntman. Ein Ziel, dass er schon sehr früh verfolgte: „Ich wollte bereits als Kind Filmemacher werden. Doch zuerst habe ich mit acht Jahren angefangen, als Kinder-Darsteller in Ungarn bei mehreren Filmen und TV-Spots mitzuwirken.“ Bis zu seiner eigentlichen Bestimmung, dem Filmemachen, sollten noch einige Jahre und viele erfolgreiche Erfahrungen vergehen. „Meine Liebe zum Film war immer stärker als der Wunsch nach einer geordneten Zukunft. Deshalb bin ich nach dem Abitur erst einmal ins Ausland gegangen und habe in den USA verschiedene Schauspielkurse besucht. Nach zwei Jahren bin ich auf den Philippinen gelandet, um dort als Stuntman zu arbeiten. Ich war

Bild: privat

zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Aus dieser „richtigen Zeit am richtigen Ort“ hat Ladkani viel gemacht und somit auch den Grundstein für seine Erfolge gelegt. In drei Jahren hat er in 15 internationalen Produktionen mitgewirkt. U.a. in „Born on the 4th of July“ oder „Delta Force 2“.

Nach den Erfahrungen auf den Philippinen kam das Studium der Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Während dieser Zeit realisierte Peter Ladkani bereits mehrere preisgekrönte Kurzfilme. Es folgten 14 Jahre, in denen er weltweit Werbe- und Imagefilme drehte. „Das war eine gute Schule für das Filmemachen. Seitdem drehe ich fürs Fernsehen und habe in den letzten fünf Jahren 28 Filme inszeniert.“ Peter Ladkani weiß, was es braucht, um Erfolg zu haben. „Man muss für seinen Beruf brennen und man sollte seine eigene Handschrift entwickeln, wenn man sich aus der Masse hervorheben möchte. Doch damit alleine ist es nicht getan. Man muss an sich und seine Fähigkeiten glauben. Man muss sich ein Ziel setzen und hart dafür

Der Regisseur (mitte) gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern seiner Serie „Cape Town“ Trond Espen Seim (l.) und Boris Kodjoe (r.) Bild: privat

arbeiten.“ Genauso hat er es gemacht. „Deswegen respektiere ich auch die Menschen, die hart arbeiten, nie aufgeben und die für ihre Karriere nicht über Leichen gehen. Das was zählt und womit man wirklich nach vorne kommt sind: Leidenschaft, Loyalität, Kompetenz, Neugier, Offenheit und Durchhaltevermögen.“

Eigenschaften, die jeder in sich trägt und somit auch jeder seinen persönlichen Erfolg angehen kann. Peter Ladkani, der „Arbeiter“, der Mann, der weiß, dass einem nicht alles in den Schoß fällt. Und der von einem ganz einfachen aber doch so entscheidenden Impuls immer wieder angetrieben wird. „Ich liebe meinen Beruf und habe noch viele Ziele und Träume, die ich verwirklichen möchte.“

 

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

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Tim Niedernolte ist TV-Moderator beim ZDF („hallo deutschland“), Buchautor und Keynotespeaker. © Julia Baumgart photography

RESPEKT – DIE KRAFT DIE ALLES VERÄNDERT

Respekt und Erfolg sind eng miteinander verknüpft. Wenn Respekt im Vordergrund steht, betrachten wir die Menschen, denen wir begegnen, mit anderen Augen. Wir nehmen ihre individuellen Stärken und ihre Bedeutung für das große Ganze in den Blick. Dadurch entsteht ein anderes Miteinander. Unserem Gegenüber zu zeigen: Du wirst gesehen, du bist wichtig; gut, dass du da bist – das verändert alles! Denn jeder sehnt sich nach Anerkennung und Beachtung, egal, welche Aufgabe er oder sie hat. Spürbare Wertschätzung und ein sorgsamer Umgang miteinander führen dazu, dass Menschen sich wohl fühlen. Und das setzt ungeahnte Kräfte frei. So entsteht gemeinsamer Erfolg. Gerade in Krisenzeiten ist Respekt ein entscheidender (Erfolgs-) Faktor.

ZEHN IMPULSE

1. Respekt fängt immer bei mir selbst an. Wenn ich mich nicht einmal selbst mit all meinen Bedürfnissen respektiere und auch das, was ich (nicht) habe, (nicht) kann und (nicht) bin – wie sollen meine Respekt-Ressourcen dann für die Menschen in meinem Umfeld reichen?

2. Wenn ich respektvoll leben will, darf es mir nicht egal sein, was den anderen bewegt und was um mich herum passiert.

3. Respekt sieht den Menschen so, wie er ist.

4. Respekt heißt, andere Meinungen – sofern sie nicht menschenverachtend sind – wahrzunehmen und stehen lassen zu können. Die eigene Sichtweise ist weder die
einzig existierende noch muss sie die einzig wahre sein.

5. Respekt erfordert Mut! Es gilt aufzustehen und zu sagen, was dran ist. Und es gilt liebevolle Zeichen zu setzen.

6. Respekt wird sichtbar, indem wir einem anderen Menschen etwas Gutes tun. Einfach so. Mitten im Alltag. Weil sie oder er es verdient hat. Es sind die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.

7. Respektvoll leben heißt dankbar sein. Nicht immer, nicht für alles und jeden – aber viel öfter und bewusster, als wir es meistens tun.

8. Respekt bedeutet: Vertrauen schenken und an jemanden glauben; manchmal sogar stellvertretend für denjenigen selbst.

9. Achtsam reden, unseren Mitmenschen zugewandt sein, hinhören und mitfühlen – das sorgt für frische Luft in unserer Gesellschaft und hilft, den Gestank von Respektlosigkeit zu bekämpfen.

10. Respekt hat immer Luft nach oben. Entscheidend ist, was Sie selbst daraus machen …

BUCHTIPP:

Tim Niedernolte
Respekt!
Die Kraft, die alles verändert – auch mich selbst
ISBN 978-3-96340-132-9

Er gilt als König des Trash – Uwe Boll ist Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor. Fotos: © Lichtwerker.ruhr

„Integer bleiben“

Von einigen Kritikern ist er als „schlechtester Regisseur aller Zeiten“ verrufen. Über seine Filme gibt es Verrisse en masse und die Goldene Himbeere hat er auch schon bekommen. Aber eben auch den Preis für den besten internationalen Film auf dem New York International Independent Film & Video Festival. Uwe Boll (Jahrgang 1965) polarisiert. Auch, weil er unbequem und systemkritisch ist. Allen Unkenrufen zum Trotz ist Boll ein sehr erfolgreicher Filmemacher von bisher 32 Filmen und vor allem ein findiger Geschäftsmann, wenn es um die Finanzierung und Vermarktung von Filmen geht. Boll ist ein Dickkopf und Macher, der sich nicht unterkriegen lässt und gerne dicke Bretter bohrt.

Herr Boll, Sie haben nicht immer den einfachsten Weg in Ihrer Karriere gewählt und scharen eine Traube an Kritikern hinter sich. Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?
Ich war zu ungeduldig und zu undiplomatisch. Man kann seine Ziele auch erreichen, ohne so viel verbrannte Erde zu hinterlassen wie ich. Trotzdem muss man eben auch in der Lage sein, Widerstände zu umgehen und gegebenenfalls zu brechen.

Sind Sie auf viele Widerstände gestoßen?
Hunderte! Aber man muss seinen Weg gehen, integer bleiben und seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Und guter Rotwein hilft…

Was würden Sie als Ihre wichtigsten Karriereschritte bezeichnen?
Dass ich selber in der Finanzbranche Fuß gefasst habe, um unabhängig von der Filmförderung international Filme machen zu können. Außerdem habe ich ab 25 internationale Spielfilme in Englisch für den Weltmarkt gedreht. Das war ein extrem wichtiger Schritt, ohne den meine Karriere extrem kurz geworden wäre. Nach meinem letzten deutschen Film (Das erste Semester, 1996) brauchte ich vier Jahre für diesen Schritt.

Sie können heute auf 32 Filme zurückblicken und haben sich 2018 offiziell zurückgezogen. Treibt Sie beruflich noch etwas an?
Ich habe jetzt drei Jahre keinen Film gedreht und es Zeit, wieder loszulegen. Es gibt einige Geschichten, die ich gerne erzählen will. DEUTSCHLAND IM WINTER ein Politthriller wird mein nächster Film werden, der erzählt was passiert, wenn die RECHTEN Deutschland wieder regieren.

Von Renate Kerscher

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Film- und Fernsehunternehmerin Susanne Porsche ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

„Ich gebe einfach nicht auf!“

Prof. Susanne Porsche ist als Film- und Fernsehunternehmerin seit über zwanzig Jahren eine feste und erfolgreiche Größe im Mediengeschäft.

Mit einem klaren Ziel vor Augen machte sie sich bereits mit 27 Jahren selbstständig.

„Mein Vater war mein großes Vorbild. Auch er war selbstständig und von ihm wusste ich, dass man als Selbstständige dann selbst und ständig arbeitet. Auch am Wochenende. So habe ich es von Beginn an gemacht. In den ersten Jahren wollte und konnte ich keinen Urlaub nehmen“, weiß sie aus ihren Anfängen zu berichten. Susanne Porsche gründete mehrere Produktionsfirmen, wie 1990 die MPS mediaproductions oder 2007 die summerset GmbH. 2010 übernahm sie die Neue Münchner Fernsehproduktion. Dabei hatte sie ursprünglich Ärztin werden und in die Krebsforschung gehen wollen. Das Medizinstudium begann sie zwar, doch schon bald entdeckte sie ihre Faszination für die Medienlandschaft. Nach einem Vorsprechen wurde sie als Moderatorin engagiert. „Ich muss sagen, dass viele glückliche Umstände meinen Weg geprägt haben, wobei sehr schnell für mich feststand, dass ich Produzentin werden möchte.“ Bis dahin folgten allerdings noch viele Schritte. Sie arbeitete als Regieassistentin, Regisseurin und Redakteurin. „Ich habe alles gemacht und immer Learning by Doing. Ich weiß aber, dass ich damals einfach immer im richtigen Moment am richtigen Platz war.“

Doch allein das perfekte Timing hat aus Susanne Porsche nicht die Erfolgsfrau gemacht, die sie heute ist. Angesprochen auf ihre Stärken kommt die prompte Antwort: „Ich gebe einfach nicht auf! Außerdem bin ich mutig, habe Humor und ich bin ziemlich fleißig, auch wenn das früher nicht sehr angesagt war.“

Seit 1980 ist die heute 68-Jährige als selbstständige Produzentin aktiv. Seit einigen Jahren investiert Susanne Porsche auch in Start-up-Unternehmen. „Das ist für mich Berufung. Ich investiere Geld und möchte, dass es auch fließt. Gleichzeitig treibt mich das aber auch beruflich an. Wenn ich den jungen Menschen mein Wissen vermitteln kann, dann ist das auch ein Erfolg.“

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success nachlesen.

©Verena Ecker

„Eine klare Zielsetzung haben“

Helmut Zierl ist als erfolgreicher Schauspieler aus dem deutschen Fernsehen nicht wegzudenken. Er flimmert seit über dreißig Jahren über die Mattscheibe und spielt in einer großen Produktion nach der nächsten mit. In über hundert Filmen und Serien ist Zierl seit 1982 zu sehen gewesen – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Herr Zierl, Sie sind schon hunderte Male in fremde Charaktere geschlüpft – an welcher Rolle sind Sie am meisten gewachsen?
Diese Rolle liegt gar nicht lange zurück. Ich habe 160-mal den Willy Loman in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ gespielt. Ein erfolgloser Vater, der seinen beiden Söhnen großen Erfolg vorgaukelt und an dieser Lebenslüge zerbricht. Ein menschliches Schicksal, das auch im realen Leben oft vorkommt. Ich wachse immer wieder daran, mich in menschliche Tragödien hineinzuversetzen. Das gilt natürlich auch für positiv besetzte Rollen.

Wollten Sie schon immer Schauspieler werden, um in fremde Rollen schlüpfen zu können?
Mich haben im Religionsunterricht die Geschichten interessiert. Ich war auch gerne Konfirmand. Ich fühlte mich berufen, anderen zu helfen. Daher wollte ich gerne Pastor oder Sozialarbeiter werden.

Warum dann doch Schauspieler?
Irgendwann entstand in mir der Wunsch, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, mich in andere hineinzuversetzen. Unterschiedliche Charaktere zu prägen, ist für mich bis heute eine große Herausforderung.

Apropos Herausforderung, gab es Rückschläge auf ihrem Karriereweg?
Die einzigen Rückschläge, an die ich mich erinnere, waren Begegnungen mit Regisseuren, die ich im Nachhinein als Sadisten bezeichnen würde. Nur durch viel Selbstbewusstsein und den Glauben an mich selbst konnte ich solche Tiefen überwinden.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Ich spiele meine Rollen sehr authentisch und ich habe von Anfang an gespürt, dass ich als Sympathieträger vom Publikum angenommen wurde.

Was sehen Sie rückblickend als Ihre wichtigsten Karriereschritte?
Der erste Karriereschritt war von der Schauspielschule ins feste Engagement nach Hannover. Von da an kam der große Karrieresprung ans Hamburger Thalia Theater, und anschließend im Fernsehbusiness bis heute Fuß gefasst zu haben, war der dritte Karriereschritt.

War das der Wendepunkt Ihrer Karriere?
Der Entschluss, mich vom Theater abzuwenden, kostete mich viel Überwindung, weil ich damit eine sichere Einnahmequelle aufgab. Ich habe mich dann anfänglich durchs Synchronisieren über Wasser gehalten. In meinem Beruf sind Begegnungen oder Beziehungen sehr wichtig. Die „richtigen Leute“ kennenzulernen, war am Anfang sehr schwierig.

Welchen Tipp würden Sie heute Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
Meinem jüngeren Ich würde ich raten, den Anspruch zu verfolgen, seine Träume zu verwirklichen. Und jedem Berufseinsteiger kann ich nur empfehlen, an sich zu glauben und eine klare Zielsetzung für sich zu haben.

Gab es jemanden, der Sie auf Ihrem Weg unterstützt hat?
Ganz am Anfang haben meine Eltern mich sehr unterstützt. Mein Vater verdiente als Polizeibeamter nicht viel Geld. Trotzdem hat er mir die teure Schauspielschule finanziert. Ohne die Hilfe meiner Eltern wäre ich gleich am Anfang gescheitert.

An welchen Orten tanken Sie Kraft für neue Projekte und Rollen?
Früher habe ich auf Reisen meine Energie geholt. Heute komme ich am besten zu Hause in Lütjensee und in meinem Domizil in Südfrankreich zur Ruhe. Dort schöpfe ich Kraft.

Das Reisen ist Ihre Leidenschaft. Gibt es ein berufliches Reiseziel, dass Ihnen in Erinnerung geblieben ist?
Weil ich ein Leben lang unter entsetzlichem Fernweh litt, war 1984 die Hauptrolle in dem Sechsteiler „Flug in die Hölle“, der sechs Monate lang in Australien gedreht wurde, ein absolutes Highlight.
Von Renate Kerscher

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Inhaber und Geschäftsführer der K-motion-Häuser Mathias Kemme mit Geschäftspartner Christof Gläser.

„Kino machen ist kein Beruf, sondern Leidenschaft“

Magische Kinomomente gehören für Kinobetreiber Mathias Kemme zum täglichen Geschäft. Als Inhaber und Geschäftsführer der K-motion-Häuser bringt er spannende Blockbuster und feine Arthouse-Filme auf die Leinwände in 15 Standorten und zaubert Filmfans ein Lächeln ins Gesicht. Ein Job, der glücklich macht!

Mit dem Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“ fing alles an. Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder tauchte Mathias Kemme 1967 zum ersten Mal in die wunderbare Welt des Filmes ein und verliebte sich sofort in die einzigartige Magie des Kinos. Begeistert vom Popocornduft und dem Flimmern auf der Leinwand wurde mit diesem Erlebnis der Grundstein für seinen Traumberuf gelegt.

Für den heute 56-jährigen Geschäftsführer hat die Faszination zum Film nichts von seinem Glanz verloren. Ein Grund, warum Mathias Kemme zusammen mit seinem Geschäftspartner Christof Gläser und einem achtköpfigen Team auf innovative Ideen in seinen Kinostandorten setzt. „Der Glaube ans Kino gibt uns in jedem Bereich Antrieb. Sei es bei der Vermarktung unserer Häuser oder der fortlaufenden Suche nach geeigneten Bauprojekten und Grundstücken für neue Standorte. Kino zu leben, beinhaltet mehr als nur das Genießen von großartigen Filmen.“

Der Weg zum Erfolg führte Mathias Kemme über verschiedene Stationen, die jedoch immer mit dem Thema Kino verbunden waren. Ob im Immobilienmanagement für eine Multiplexkette oder als Förderer von vielversprechenden Filmprojekten: Kino spielt im Leben des gebürtigen Westafrikaners eine wichtige Rolle.

„Kino machen ist kein Beruf, sondern Leidenschaft“, sagt Kemme, der 2008 die laufenden Geschäfte der K-motion Kinobetriebe federführend übernahm. „Man lässt sich auf jeden Film ein und möchte die Freude am Film mit den Kinogästen teilen. Egal, ob es sich um millionenschwere Produktionen wie James Bond oder deutlich kleinere Projekte aus dem europäischen Raum handelt. Das Geheimnis liegt in der Art, Filme zu betrachten und jedes Projekt mit gleicher Sorgfalt auszuwerten. Diese Herangehensweise federt auch Rückschläge und nachhaltige Umbrüche in der Branche ab.“

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Der größte Karriereschritt der Münchnerin: Die Teilnahme bei der ZDF/KiKASerie „Die Mädchen-WG“. Foto © VERY US a division of WVG Medien GmbH

Mit Empathie nach vorne preschen!

Jolina Marie Ledl weiß mit ihren 17 Jahren schon genau, warum sie bei ihren 322.000 Instagram-Followern so gut ankommt. Die Influencerin, bekannt durch ihre Teilnahme an der ZDF/KiKA-Serie „Die Mädchen-WG“ im Jahre 2016, fasziniert mit ihrer fröhlichen, positiven und nahbaren Art.

Was bedeutet für sie Erfolg?
Für mich bedeutet Erfolg etwas im eigenen Leben gefunden zu haben mit dem man einen Mehrwert schaffen kann. Bei mir ist das beruflich meine Präsenz auf den Sozialen Medien, weil ich hier Positivität verbreiten und wichtige Werte, wie Respekt, Toleranz, Mitgefühl und auch Selbstwertgefühl vermitteln kann. Auch die Möglichkeit für meine Community eine Ansprechpartnerin in vielen Lebensbereichen zu sein, schafft meiner Meinung nach einen gewissen Mehrwert und macht mich glücklich.

Was ist bislang das persönliche Highlight ihrer Karriere? Und warum?
Oh, das ist eine schwierige Frage! Es gab tatsächlich schon sehr viele unterschiedliche Highlights. Ich freue mich eigentlich über alles was bis jetzt in meinem Leben passiert ist. Ein grosses Highlight für mich war die Veröffentlichung meines ersten eigenen Buches „Rock Your Day“. Die Möglichkeit zu bekommen ein eigenes Buch zu schreiben, damit viele Menschen zu erreichen und vielleicht zu inspirieren war echt unglaublich für mich.

Wo sehen sie ihre Stärken, die auch für ihren Erfolg maßgeblich sind?
Meine Stärken liegen darin, dass ich ein offener, positiver und emphatischer Mensch bin. Meine Community kann sich gut mit mir identifizieren, weil ich ja in erster Linie eine Schülerin, ein Teenager bin wie sie, und auch dieselben Alltagsprobleme und Fragen an das Leben habe. Ich bin für die Anderen sehr nahbar. Außerdem bin ich extrem zielstrebig, ich habe einen hohen Anspruch an mich und mein Tun. Meine größte Stärke ist das ich sehr an mich glaube und mich traue sämtliche Möglichkeiten die mir das Leben bietet zu nutzen, ich bin überhaupt nicht ängstlich und scheue mich auch nicht davor mal auf die Nase zu fallen

Wobei haben sie außerdem gerne Erfolg (außerhalb ihres täglichen Berufslebens)?
Ich treibe seit 12 Jahren Leistungssport im Turnen. Hier habe ich mich auch immer sehr auf die Wettkämpfe vorbereitet und wollte natürlich auch Erfolge sehen. Über eine gute Platzierung nach einer Meisterschaft konnte ich mich immer sehr freuen, das Training hatte sich dann gelohnt und die Medaille war das Sahnehäubchen nach getaner Arbeit.  Auch im Bereich Schule ist es mir sehr wichtig erfolgreich zu sein. Ich habe hohe Erwartungen an meine eigene Leistung und nehme mir ausreichend Zeit für schulische Aufgaben. Schule stand für mich trotz allem die letzten Jahre immer an erster Stelle

Was treibt sie beruflich weiter voran?
Durch meine ersten Erfahrungen als Moderatorin für den WG-Kanal auf YouTube von ZDF Kika, habe ich eine kleine neue Leidenschaft gefunden. Mir macht das Moderieren super viel Spaß und es fordert mich auch. Ich hoffe, dass ich noch mehr in diesem Bereich machen darf. Ich möchte beruflich gerne so viel wie möglich ausprobieren. Austesten was mag ich, was liegt mir nicht so, wo sind meine Grenzen.

An welchen Orten finden sie neue Inspiration? Woraus schöpfen sie Kraft bzw. Was ist ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?
Meine Kraft und Motivation schöpfe ich aus dem Reisen und unterwegs sein. Ich liebe es neue Orte zu sehen, neue Leute kennenzulernen und einfach aktiv etwas zu unternehmen. Für mich heißt „neue Energie tanken“ nicht unbedingt auf einer Liege am Strand chillen, sondern vielmehr neues erleben und Abwechslung schaffen.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?
Ganz klar mein Handy!! Ohne das geht gar nichts!! Ich mache Fotos mit meinem Handy, bearbeite meine Bilder mit meinem Handy, manage meine Accounts mit meinem Handy und und und

Was ist heute ihr Antrieb jeden Tag weiter zu machen, nachdem sie nun erfolgreich sind?
Das Feedback meiner Community. Zu sehen wie oft ich meine Follower motivieren und gute Laune verbreiten kann, macht mich sehr sehr glücklich und treibt mich jeden Tag an weiter zu machen. Es ist eigentlich ein Geben und Nehmen. Ich motiviere meine Follower und sie motivieren mich, durch ihre Kommentare, Fanedits und Direktnachrichten. Wir haben eine große Familie aufgebaut und bestärken uns gegenseitig. Wenn mir ein Follower z.B. schreibt das er jetzt sein Mobbing Problem angegangen ist und sich endlich Hilfe geholt hat, weil ich das Thema bei mir auf der Seite diskutiert habe, freut mich das unglaublich und treibt mich an mich mit so viel mehr auseinanderzusetzen, was die Mädels und Jungs da draussen beschäftigt, um so ihr Motivator sein zu können.

Wie wichtig ist ihnen ein soziales Engagement bzw. Meinen sie erfolgreiche Menschen sollten sich sozial engagieren und wenn ja wie bzw. in welchem Umfang?
Wie ich oben schon erwähnt hatte, ist mir ein gewisser Mehrwert wichtig, den man durch seine Arbeit schafft. Sich zusammen mit seiner Community sozial zu engagieren ist meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit einen Mehrwert zu schaffen. Ich zum Beispiel spende alle meine Einnahmen von meinem Merchshop an SOS Kinderdorf und besuche auch deren Einrichtungen, um meinen Follower diese wertvolle Arbeit näher zu bringen.
Ich finde, wenn man eine Reichweite aufgebaut hat, ist es schön diese auch zu nutzen, um sozialen Projekten zu helfen, sei es durch Spenden oder durch das darauf aufmerksam machen.

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Viele kennen ihn als „der letzte Bulle“: Schauspieler Henning Baum. Bild © Ian Siepmann

„Das Image vom Traummann schleift sich im Alltag schnell ab“

Durchtrainiert, schelmisches Grinsen und ein Timbre in der Stimme, das Millionen Frauen die Knie weich werden lässt: Henning Baum gilt als der Prototyp des kantigen Traummanns. Stark macht den „letzten Bullen“ aber nicht nur sein tägliches Training, sondern vor allem sein Glaube an Gott.

 

Wie wichtig ist der Faktor Glück, um Erfolg zu haben?
Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige. Ein Beispiel: Ich hatte nach meinem Schauspiel-Studium ein Anfänger-Engagement am Theater. Das erste Stück lief gut, aber beim Zweiten habe ich gemerkt, dass ich nicht genug gefordert werde. Da habe ich das Theater wieder verlassen – ohne etwas in der Hinterhand. Ich hatte nur Selbstvertrauen und Gottvertrauen, dass das schon den richtigen Verlauf nehmen wird. Vermutlich ist einer der Schlüssel zum Erfolg und zum erfüllten Dasein bereit zu sein, sicheres Terrain zu verlassen.

Sie sind mehrfacher Vater – wie finden Sie die Balance zwischen Absicherung der Familie und Risikobereitschaft?
Wenn man Familie hat, geht man keine sinnlosen Risiken ein. Aber wenn ich auf mein Berufsleben von 23 Jahren zurückblicke, hatte ich immer wieder Kipp-Punkte: Ob es eine Festanstellung im Ensemble war oder Serien, die erfolgreich liefen – ich habe dort trotz des sicheren Einkommens einfach keine weitere Entwicklung gesehen. Da würden einem viele Leute einen Vogel zeigen. Aber ich habe das Gottvertrauen, dass mir der richtige Weg gewiesen werden wird. Materieller Wohlstand ist zwar sehr angenehm, aber das allein macht Erfolg nicht aus.

Müssen Sie diszipliniert sein?
Ja, sehr. Das ist aber nicht so schlimm, ich habe mich daran gewöhnt. Ich brauche Struktur. Es ist ja nicht so, als würde ich von selbst fit, wach, stark und talentiert bleiben. Ich kann mich also nicht die ganze Zeit gehen lassen. Zeit zu verschwenden geht nicht. Man muss zum Beispiel aufpassen, dass man die Zeit nicht am Handy verdaddelt.

Ich neige leider dazu, Zeit auf Instagram zu vertrödeln…
Ist ja auch hochinteressant. Deshalb habe ich mir selbst eine 15-Minuten-Sperre am Tag für Instragam eingestellt. Nach dieser Zeit erscheint eine Sanduhr und ich kann nicht mehr drauf.

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Wollte sich nie auf ein Genre fest -legen lassen: Oscarpreisträger und Regisseur Stefan Ruzowitzky.© Josef Fischnaller

Zwischen Zähigkeit und Flexibilität

Stefan Ruzowitzky hat ein Tattoo auf seiner Wade. Nicht irgendeins, sondern ein Motiv des Plakats seines ersten Films „Tempo“ von 1996. Er wusste, dass dieser Karriereschritt ihn ohnehin sein ganzes Leben lang begleiten würde und da hat er sich ihn kurzerhand auf dem Körper verewigen lassen.

Der wohl wichtigste Schritt in seiner Karriere kam dann 2008, als er mit „Die Fälscher“ einen Oscar in der Kategorie „Bester nichtenglischsprachiger Film“ erhielt. „Das war natürlich sehr emotional. Und ich war froh, dass er auch genau zu der Zeit kam. Denn es gab bei mir bereits davor Erfolge, aber auch Misserfolge in meiner Karriere und so wusste ich den Oscar auch genau richtig einzuschätzen“, ordnet Ruzowitzky diese Auszeichnung ein.

Stefan Ruzowitzky hat Spaß an seiner Arbeit. Spaß und die Chance, Sachen stets neu zu entdecken und zu gestalten, ist auch das, was ihn immer wieder antreibt. „Ich bin glücklich, wenn ich am Set sitze und neue Welten erschaffen kann. Ich sehe mich eher als Geschichtenerzähler. Dazu gehört alles am Set. Jeder Schauspieler, jede Requisite, jedes Kostüm erzählt in meinem Film seine Geschichte“, antwortet der 58-Jährige auf seine Stärken angesprochen.

Geschichtenerzähler und Regisseur war Ruzowitzky bereits in der Schule. „In der 4. Klasse gab es bei uns in der Grundschule immer ein Theaterstück, auf das ich mich das ganze Schuljahr gefreut hatte. In meinem Jahrgang sollte es dann plötzlich ausfallen, was mir gar nicht gefiel und deshalb habe ich das Theaterstück dann kurzerhand selbst organisiert. Für mich war immer klar, dass ich Regisseur werden möchte. Und heute weiß ich, dass es eine große Gnade ist, wenn man das findet, was man unbedingt machen möchte“, erzählt er.

Seit nunmehr 24 Jahren führt Stefan Ruzowitzky sehr erfolgreich Regie. „Anatomie“ aus dem Jahre 2000 ist sein kommerziell größter Erfolg und war 2000 auch der erfolgreichste deutsche Kinofilm. In seiner Arbeit erfindet er sich immer wieder neu. „Ich nehme für mich in Anspruch, mich selbst auszuprobieren. Horror, Kinderfilme, Drama. Ich wollte nie auf ein Genre festgelegt werden. Dabei fällt man natürlich auch mal auf die Nase. Es ist manchmal wie eine erotische Beziehung zwischen Publikum und Filmemacher.

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

Kompetent, locker und professionell: Moderator Gerhard Delling Bildcredit: © Georg Wendt

Bundesliga statt Bundeskanzler

Für Millionen von Fernsehzuschauern, vor allem für Sport- und insbesondere für Fußballfans, ist Gerhard Delling seit Jahrzehnten ein vertrautes Gesicht. Ob Olympische Spiele oder Bundesliga sowie gelegentlich auch Talkshows oder Nachrichtensendungen: Mit seinem kompetent-professionellen, aber stets auch lockeren Moderationsstil ist der gebürtige Rendsburger längst eine Marke geworden. Sogar eine hochdekorierte: Als kongenialer Partner von Günter Netzer analysierte Delling dreizehn Jahre lang die Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft – und weil die Wortgefechte des ungleichen Duos oft unterhaltsamer waren als das Geschehen auf dem Rasen, gab es den Grimme-Preis dafür.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Das Gelingen einer Aufgabe, die ich mir selbst gestellt habe oder die sich von außen ergeben hat.

Was wollten Sie als Kind werden? Und warum?
Bundeskanzler, weil ich dachte, der sorgt für die richtigen Entscheidungen im Land.

Die tatsächliche Berufswahl lautete dann Journalist – was war dafür ausschlaggebend?
Der Inhalt der Arbeit, das Interesse und der Spaß daran – und die Überzeugung, dass es eine Bedeutung hat.

Gab es einen materiellen Wunsch, der Sie am Anfang bis zum ersten Erfolg begleitet hat?
Ich wollte immer ein eigenes Dach über dem Kopf haben, mit einem kleinen Garten, in den ich nach Belieben hinausgehen konnte. Erstmals erfüllt habe ich mir diesen Wunsch mit Anfang dreißig mit einem kleinen Reihenhaus bei Baden-Baden.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriereweg? Wenn ja, wie haben Sie die überwunden?
Rückschläge gab es immer mal wieder. Aber ich habe versucht, es danach besser zu machen oder eben einen anderen Weg einzuschlagen.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt? Hatten Sie einen Mentor?
In Rudi Michel und Armin Hauffe hatte ich zwei hervorragende Ausbilder und Freunde. Auch in Werner Zimmer hatte ich einen verlässlichen Freund, der das Geschäft schon lange gemacht hatte.

Von Rainer Wendl

Das ganze Interview finden Sie in der Printausgabe von Secrets of Success.

 

Schauspieler Hans Sigl – viele kennen ihn als den „Bergdoktor“. © fotowunder

„Keine Rückschläge, sondern interessante Erfahrungen“

Er zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Schauspielern in Deutschlands: Hans Sigl. Dass sich darin die deutschen und die Fans aus seinem österreichischen Heimatland einig sind, lässt sich an zahlreichen Preisen ablesen.

Bereits dreimal wurde der spätestens seit seiner Verkörperung des Martin Gruber in „Der Bergdoktor“ 51-Jährige mit dem österreichischen Fernseh- und Filmpreis „Romy“ als beliebtester männlicher Seriendarsteller ausgezeichnet. In Deutschland bekam er 2015 und 2017 den Publikums- und Medienpreis „Goldene Henne“ verliehen. Diese Auszeichnungen zählen für Hans Sigl „neben vielen wundervollen Theaterpremieren und Filmen“ zu den Highlights seiner Karriere. „Ich freue mich über jeden der Publikumspreise“, sagt Sigl. Noch etwas darüber stehe aber die Freude über die „Goldene Kamera“ 2019, „weil wir sie für das gesamte Team gewonnen haben“. Serien wie „Der Bergdoktor“, in deren Remake Sigl seit 2008 die Hauptrolle des Martin Grubers spielt, seien ein Paradebeispiel für die hervorragende Arbeit aller Beteiligten. Der gebürtige Steirer bezeichnet sich selbst als Teamplayer. „Loyalität ist eine wundervolle Sache, die ich für unverzichtbar halte, und Durchhaltevermögen ist auch nicht gerade hinderlich. Und trotz aller Anspannung, die mein Beruf bietet, sind Humor und Leidenschaft, Empathie und Geradlinigkeit sehr wichtig“, meint Sigl.

Sein eigenes Erfolgsgeheimnis sei letztendlich keines: „Harte Arbeit und dabei sich selbst treu bleiben.“ Gleichzeitig müsse man darauf vertrauen, dass sich Wünsche auch erfüllen. Hans Sigl nennt den „Bergdoc“ seine wichtigste Rolle, „denn er begleitet mich am längsten und die Zeit mit ihm war am prägendsten“. Doch seine lange Bildschirmkarriere begann bereits 1994 mit dem österreichischen Spielfilm „Ich gelobe“. es folgten verschiedenste Serien und Filmrollen einem noch größeren Publikum wurde er durch die in der ORF-ZDF-Coproduktion „SOKO Kitzbühel“ bekannt. Dort verkörperte er zwischen 2001 und 2006 den Major Andreas Blitz.

Dabei sah es lange nicht nach einer Schauspielkarriere aus. „Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, wollte ich erst Bauer werden, dann Polizist und am Ende Lehrer. Dazwischen aber Anwalt und dann Therapeut. Ich habe auch einige Semester Anglistik und Psychologie studiert, bevor ich ans Theater gekommen bin“, erinnert sich Sigl. Die Schauspielerei war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Als er das erste Mal auf der Probebühne hinter den Kulissen des Theaters stand, spürte er die Magie der „Bretter, die die Welt bedeuten“. „Da wusste ich, ich bin angekommen“, lächelt Sigl glücklich. Nach bestandener Ausbildung im Tiroler Landestheater Innsbruck sei es deshalb auch sein sehnlichster Wunsch gewesen, von diesem Beruf leben zu können…
Von Robert Torunsky

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.

Trotz vieler Niederlagen hat er es zum Erfolg geschafft: Moderator Daniel Aminati. © Andreas Thümmler

„Ich war immer ein Kämpfer“

Sein Leben glich einer Achterbahnfahrt: Die Kindheit verbrachte Daniel Aminati im Erziehungsheim, dann stieg er kometenhaft zum Popstar auf und landete letztlich unsanft in einem Schuldenberg. Der TV-Moderator ist aber für jeden Moment seiner Geschichte dankbar, besonders für die Schlechten. Denn die haben ihn geformt.

Daniel Aminati hat eine klare Lebensphilosophie: „Ein guter Tag ist, wenn Du mehr gelacht als Dir Gedanken über Probleme gemacht hast. Es gibt für fast alles eine Lösung. Ich möchte mich mehr in der Freude befinden als im Pessimismus“, sagt er. Es ist also nicht nur Fassade, dass der heute 47-Jährige wie ein Sunnyboy wirkt, der auf ruhiger See zum Erfolg gesegelt ist – obwohl er mehr als einem Sturm trotzen musste. Der TV-Star verrät: „Mein Leben wurde extrem von Niederlagen geprägt.

Das fing schon in der Kindheit an. Ich habe keinen Schulabschluss und bin ab meinem zehnten Lebensjahr in insgesamt drei Erziehungsheimen groß geworden – mein Weg war sehr, sehr steinig. Aber wegen des Lebens, das ich hinter mir habe, bin ich jetzt auch der, der ich bin. Ich war immer ein Kämpfer und kein Opfer.

Du lernst laufen nur durchs Hinfallen. Ich glaube, dass jeder Stolperstein Motivation sein kann zu wachsen.“ Wie damals, als er als Mitglied von „Bed & Breakfast“, der ersten deutschen Boyband, das Popstar-Klischee lebte und so einen finanziellen Scherbenhaufen produzierte. „Das wieder in Ordnung zu bringen und zu verstehen, was für mich ein zufriedenes Leben bedeutet, hat Jahre gedauert, war aber auch unfassbar lehrreich für mich. Ich bin zwar durch meine Arbeit noch immer eine Person der Öffentlichkeit, aber in erster Linie achte ich jetzt darauf, Mensch zu sein.

Das ganze Interview können Sie ab 4. Dezember 2020 in der Printausgabe von “Secrets of Success” lesen.

Denkt man an Psychothriller, fällt einem sofort der Besteller Autor Sebastian Fitzek ein.

„Who the fuck is Fitzek?“

Es ist heute kaum vorstellbar, dass ein Sebastian Fitzek seinen Debütroman bei 18 Verlagen einreicht und 15 Absagen erhält. Fitzek – der Erfolgsautor für Psychothriller, der seit 2006 einen Bestseller nach dem anderen schreibt. Die Gatekeeper von damals fassen sich vermutlich immer noch an den Kopf ob der Erfolgsgeschichte Fitzeks: ein Bestseller nach dem anderen, Buchpreise en masse und schließlich die Verfilmung einiger Bücher. Fitzeks Erfolg ist das Ergebnis einer einfachen Prämisse: Er tut, was ihm Spaß macht.

 

 

 

Was war für Sie bei Ihrer Berufswahl ausschlaggebend?
Ich hab schon immer gern gelesen und mich dabei oft gefragt, ob ich auch so eine Geschichte erzählen und schreiben könnte. Dann hab ich es einfach gemacht.

Die Verlage waren eher abweisend, was Ihren Debütroman betraf. Was war der Wendepunkt?
Der Tag, als Droemer Knaur mein erstes Manuskript angenommen hat und ich ein Jahr später das Buch in den Händen hielt.

Wer hat Sie auf diesem Weg am meisten unterstützt?
Ich habe unglaubliches Glück, ich habe viele Unterstützer. Angefangen mit meinen Eltern, die wirklich alles mitgemacht haben, was ich mir so ausgedacht habe. Meine Mutter ist „Schuld“ daran, dass ich Autor geworden bin. Sie hat immer alles von mir gelesen und wenn ich total verzweifelt war über den Müll, den ich fabriziert hatte, und aufgeben wollte, sagte sie, das ist toll, ich will weiterlesen, bitte schreib weiter. Heute muss ich mich bei so vielen Menschen für ihre Unterstützung bedanken, das sehen Sie ja auch an meinen Danksagungen.

Der Weg zum Erfolg ist manchmal auch steinig und mühsam. Was würden Sie jungen Menschen raten, die Erfolg haben möchte?
Einstein sagte einmal: „Jeder ist ein Genie. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben lang glauben, dass er dumm sei.“
Und ich füge hinzu: Lasst euch umgekehrt nicht davon abhalten, auf einen Baum zu klettern, nur weil andere euch für einen Fisch halten. Hört nicht auf diejenigen, die euch sagen, etwas würde nicht gehen. Seid Fische, die auf Bäume klettern.

Sie haben heute Ihren Weg gefunden und schreiben einen Bestseller nach dem anderen. Wo finden Sie die Inspiration und Kraft für Ihre Werke?
Von meinem Büro aus gucke ich in einen sehr schönen Garten. Aber ich bin nicht der Autor im stillen Kämmerlein, ich brauche Menschen um mich herum, daher arbeite ich in einer Bürogemeinschaft. Meine Ideen stammen eigentlich immer aus der Realität.
Wie jetzt auch zu meinem aktuellen Buch: Eine Leserin erzählte mir, dass sie für das Heimwegtelefon arbeitet, was ich nicht kannte. Also habe ich es recherchiert und es
nimmt eine zentrale Rolle im Thriller ein.

Das komplette Interview können Sie in der Print Ausgabe von “Secrets of Success” lesen. Dieses kommt am 4. Dezember 2020 in den Handel.

Seit 24 Jahren ist Schauspieler Erdoğan Atalay das Gesicht der Serie „ Alarm für Cobra 11“ Foto. © cobraeleven_erdogan

„Werden Sie lieber Automechaniker!“

„Ihr Revier ist die Autobahn. Ihre Gegner extrem schnell und gefährlich. Verbrechen ohne Limit!“ Fans wissen bei diesen Zeilen gleich, wovon die Rede ist: von der Actionserie „Alarm für Cobra 11“. Und sofort denkt man an ihn: Erdogan Atalay. Der 53-Jährige ist seit 24 Jahren das Gesicht der Serie.

Donnerstag ist Semir Gerkhans Tag. Dann sehen dem Autobahnkommissar regelmäßig zwei bis drei Millionen beim Verfolgen von Bösewichten zu. Seit der zweiten Folge verkörpert Atalay die Figur und hat damit einen großen Anteil am Erfolg der Serie. Auch für ihn persönlich begann mit der Rolle der Aufstieg als Schauspieler. Sein Talent hat er vom Vater geerbt, der in der Türkei Schauspieler war. „Aber als ich im Berufsbildungszentrum in Hannover meinen Berufswunsch vorstellte, lachte mich der Mitarbeiter dort aus und meinte: Das ist nichts für Sie. Werden Sie lieber Automechaniker!“ Atalay war tief gekränkt. „Insgeheim hat es mich aber bestärkt.“

Damit lernte der junge Atalay sogleich eine wichtige Lektion: „Rückschläge gibt es viele. Wichtig dabei ist, dass man immer wieder versucht, sein Bestes zu geben, auch wenn man oft abgelehnt wird.“ Der 53-Jährige weiß, wovon er spricht. „Ich habe einige beschissene Momente in meiner Laufbahn erlebt. Mich hat mal eine Agentur angerufen und mir eine Rolle angeboten, die ich sehr gerne bekommen hätte. Während des Gesprächs fiel der Dame auf, dass sie sich verwählt hat!“

Aber er gab nicht auf. Oder, wie er es ausdrückt: „Ich bin sehr leidenschaftlich hartnäckig und kämpferisch in meiner Arbeit.“ Mit dieser Einstellung ergatterte er mit 18 Jahren auch seine erste Rolle am Staatstheater in Hannover: „Ich bin in das Betriebsbüro gegangen und habe gesagt: Hallo, Sie machen doch hier Theater. Ich würde gerne mitspielen.“ Atalay lacht: „Wenn die beiden, die das Büro leiteten, nicht so verdutzt über mein völlig naives Auftreten gewesen wären, wäre vielleicht alles anders verlaufen. Aber nachdem sie mich zurechtgewiesen haben, dachten sie vielleicht an ihre eigene Jugend und kamen mir hinterhergelaufen, um mir eine Statistenrolle anzubieten.“

Mit 53 Jahren ist er selbst Chancengeber – als Unterstützer des Kinderhilfswerks „Die Arche“. „Es wäre klasse, wenn man eines Tages sagen könnte: Ich lebe in einem Land, in dem es keine Armut gibt, keine Ausgrenzung oder Diskriminierung, in dem jeder toleriert wird, egal welcher Nationalität oder Religion er angehört. Das wäre mal eine wirkliche Erfolgsgeschichte!“
Claudia Rothhammer

©Myro Wulff Der „Bambi“-Preisträger Francis Fulton-Smith zählt seit den 90er-Jahren zu den meistbeschäftigten Schauspielern Deutschlands.

Der Tausendsassa

Den Berufswunsch „Schauspieler“ hatte Francis Fulton-Smith bereits im Kindesalter– auch wenn es eine Art Zweitbesetzung war. „Ursprünglich wollte ich Cowboy oder Indianer werden, da mich Western fasziniert haben. Als mein Vater mir mit fünf Jahren sagte, ,Das sind Menschen, die für Geld spielen‘, stand fest: Ich werde Schauspieler“, erinnert sich der gebürtige Münchner. Dieses Ziel verfolgte er getreu seiner Devise: „Gib immer zwei Millimeter mehr als alle anderen“. Das sollte sich auszahlen: Für seine glänzende Verkörperung des legendären ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß 2014 in dem Politthriller „Die Spiegel-Affäre“ bekam er u.a. den „Bambi“ und den „Deutschen Schauspielerpreis“ verliehen. Die Hingabe für seinen Beruf unterstreicht die Tatsache, dass Fulton-Smith als Vorbereitung für die Rolle unter ärztlicher Aufsicht 20 Kilo zugenommen hatte. „Ich stelle mich mit eiserner Disziplin ganz in den Dienst der Figuren, die ich verkörpere. Ich werfe den schützenden Brudermantel um sie und verteidige ihr Sein“, nennt Fulton-Smith eines seiner Erfolgsgeheimnisse.

Zunächst stand für den Sohn einer deutschen Fremdsprachenkorrespondentin und eines britischen Jazzmusikers aber das Abitur an. Anschließend verfolgte er konsequent seinen Berufswunsch und absolvierte an der Otto Falckenberg Schule in München seine Ausbildung zum Schauspieler. Die Zeit an der Fachakademie zählt der 53-Jährige rückblickend zu seinen wichtigsten Karriereschritten – neben den Engagements am Staatstheater Braunschweig und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 2009 wurde Fulton-Smith von den Leserinnen der Zeitschrift „Das Neue Blatt“ für seine Rolle als Dr. Christian Kleist in der Serie „Familie Dr. Kleist“ (ARD) als „Mein Star des Jahres“ gekürt. „Meine Fähigkeit, mich in unterschiedlichste Menschen hineinzuversetzen, genau hinzusehen und hinzuhören, verleiht mir die Kraft und Konzentration für die nötige, authentische Natürlichkeit meines Spiels. Dabei nehme ich mich selbst nicht so wichtig.“

So unterschiedlich wie seine Rollen sind auch die Vorbilder von Francis Fulton-Smith: „Wenn es um den Erfolg geht, sind es Clint Eastwood und Warren Buffett.“ Der Regisseur und Schauspieler Eastwood und der Großunternehmer Buffett werden von drei weiteren Vorbildern komplettiert: „In puncto Menschlichkeit und Anmut bewundere ich Mahatma Ghandi – und auch meine beiden Töchter. Die Klarheit, mit der sie jedes noch so kleine Detail aufnehmen und die Welt entdecken, ist beeindruckend und für mich die pure Inspiration.“

Seine Kreativität nutzt Fulton-Smith nicht nur in seinem Erstberuf: Der Tausendsassa veröffentlichte 2017 sein erstes Sachbuch „Loving se Germans“, in dem der Halbbrite die Unterschiede zwischen Deutschen und Engländern beschreibt. Große Bedeutung haben für ihn auch seine Ausstellungen als Maler. Anfang Dezember 2019 beispielweise in der Galerie Walentowski in Hamburg. Das Hobby übt gleichermaßen Faszination wie auch meditative Wirkung aus.

Abseits der Künste ist er an der Firma IGESOLUTIONS Ltd. beteiligt, die ein Verfahren entwickelt hat, ohne toxische Emissionen und rückstandsfrei nicht-recycelbaren Plastikrestmüll in großen Mengen in Dieselkraftstoff umzuwandeln. Fulton-Smith engagiert sich aber nicht nur für die Umwelt: „Für mein Lebensglück bin ich sehr, sehr dankbar. Deswegen ist es mir ein Herzensanliegen, etwas davon zurückzugeben, um Gutes zu tun und andere Menschen und Projekte zu fördern und zu unterstützen“. Besonders wichtig seien ihm die Initiative „Besonderhaut“ für Kinder mit seltenen Hautkrankheiten von Dr. Nicole Inselkammer und die Deutsche Stiftung Kinderdermatologie.

Wie ist das alles mit dem Privatleben vereinbar? „Ich nutze meine Zeit optimal. Deshalb befinde ich mich immer in ,Einsteinzeit‘: Ich bin immer da, wo ich bin und wo ich bin, ist es immer richtig“, beschreibt Fulton-Smith seine Philosophie. Die Familie und er selbst sind ihm dabei heilig: „Ich nehme mir immer Zeit für meine Kinder und ich habe feste Zeiten pro Woche eingeplant, die ich ,Me-Time‘ nenne.“

Was würde Francis rückblickend seinem jüngeren Ich raten? Eine ganze Menge: „Folge deinem Herzen und halte deine Versprechen. Greife immer nach den Sternen. Sei dankbar, hilfsbereit, gütig und geduldig. Genieße das Leben und die Schönheit des Augenblicks.“ Etwas ändern würde er indes nicht: „Im Moment der Entscheidung formen wir unser Schicksal. An jeder Entscheidung reift man, lernt ständig dazu und wird so genau zu der Person, die man heute ist.“

Apropos Moment: Fulton-Smith freut sich sehr über seine ersten Erfolge als Produzent, wie kürzlich mit dem „Athen-Krimi“ oder dem Thriller „Totenfieber“ in der ARD. „Hier sind schon weitere spannende Projekte in Planung.“ Der Einzelkönner ist auch Mannschaftsspieler: „Ich habe ein Team von Spitzenkräften um mich herum, die es mir ermöglichen, meine Ressourcen optimal zu nutzen. Nicht der Kunde ist König, sondern das Team.“ Die Buchstaben T, E, A und M stünden für ihn dabei für „Together everyone achieves more – gemeinsam erreicht jeder mehr“.

Von Robert Torunsky