©Myro Wulff Der „Bambi“-Preisträger Francis Fulton-Smith zählt seit den 90er-Jahren zu den meistbeschäftigten Schauspielern Deutschlands.

Der Tausendsassa

Den Berufswunsch „Schauspieler“ hatte Francis Fulton-Smith bereits im Kindesalter– auch wenn es eine Art Zweitbesetzung war. „Ursprünglich wollte ich Cowboy oder Indianer werden, da mich Western fasziniert haben. Als mein Vater mir mit fünf Jahren sagte, ,Das sind Menschen, die für Geld spielen‘, stand fest: Ich werde Schauspieler“, erinnert sich der gebürtige Münchner. Dieses Ziel verfolgte er getreu seiner Devise: „Gib immer zwei Millimeter mehr als alle anderen“. Das sollte sich auszahlen: Für seine glänzende Verkörperung des legendären ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß 2014 in dem Politthriller „Die Spiegel-Affäre“ bekam er u.a. den „Bambi“ und den „Deutschen Schauspielerpreis“ verliehen. Die Hingabe für seinen Beruf unterstreicht die Tatsache, dass Fulton-Smith als Vorbereitung für die Rolle unter ärztlicher Aufsicht 20 Kilo zugenommen hatte. „Ich stelle mich mit eiserner Disziplin ganz in den Dienst der Figuren, die ich verkörpere. Ich werfe den schützenden Brudermantel um sie und verteidige ihr Sein“, nennt Fulton-Smith eines seiner Erfolgsgeheimnisse.

Zunächst stand für den Sohn einer deutschen Fremdsprachenkorrespondentin und eines britischen Jazzmusikers aber das Abitur an. Anschließend verfolgte er konsequent seinen Berufswunsch und absolvierte an der Otto Falckenberg Schule in München seine Ausbildung zum Schauspieler. Die Zeit an der Fachakademie zählt der 53-Jährige rückblickend zu seinen wichtigsten Karriereschritten – neben den Engagements am Staatstheater Braunschweig und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 2009 wurde Fulton-Smith von den Leserinnen der Zeitschrift „Das Neue Blatt“ für seine Rolle als Dr. Christian Kleist in der Serie „Familie Dr. Kleist“ (ARD) als „Mein Star des Jahres“ gekürt. „Meine Fähigkeit, mich in unterschiedlichste Menschen hineinzuversetzen, genau hinzusehen und hinzuhören, verleiht mir die Kraft und Konzentration für die nötige, authentische Natürlichkeit meines Spiels. Dabei nehme ich mich selbst nicht so wichtig.“

So unterschiedlich wie seine Rollen sind auch die Vorbilder von Francis Fulton-Smith: „Wenn es um den Erfolg geht, sind es Clint Eastwood und Warren Buffett.“ Der Regisseur und Schauspieler Eastwood und der Großunternehmer Buffett werden von drei weiteren Vorbildern komplettiert: „In puncto Menschlichkeit und Anmut bewundere ich Mahatma Ghandi – und auch meine beiden Töchter. Die Klarheit, mit der sie jedes noch so kleine Detail aufnehmen und die Welt entdecken, ist beeindruckend und für mich die pure Inspiration.“

Seine Kreativität nutzt Fulton-Smith nicht nur in seinem Erstberuf: Der Tausendsassa veröffentlichte 2017 sein erstes Sachbuch „Loving se Germans“, in dem der Halbbrite die Unterschiede zwischen Deutschen und Engländern beschreibt. Große Bedeutung haben für ihn auch seine Ausstellungen als Maler. Anfang Dezember 2019 beispielweise in der Galerie Walentowski in Hamburg. Das Hobby übt gleichermaßen Faszination wie auch meditative Wirkung aus.

Abseits der Künste ist er an der Firma IGESOLUTIONS Ltd. beteiligt, die ein Verfahren entwickelt hat, ohne toxische Emissionen und rückstandsfrei nicht-recycelbaren Plastikrestmüll in großen Mengen in Dieselkraftstoff umzuwandeln. Fulton-Smith engagiert sich aber nicht nur für die Umwelt: „Für mein Lebensglück bin ich sehr, sehr dankbar. Deswegen ist es mir ein Herzensanliegen, etwas davon zurückzugeben, um Gutes zu tun und andere Menschen und Projekte zu fördern und zu unterstützen“. Besonders wichtig seien ihm die Initiative „Besonderhaut“ für Kinder mit seltenen Hautkrankheiten von Dr. Nicole Inselkammer und die Deutsche Stiftung Kinderdermatologie.

Wie ist das alles mit dem Privatleben vereinbar? „Ich nutze meine Zeit optimal. Deshalb befinde ich mich immer in ,Einsteinzeit‘: Ich bin immer da, wo ich bin und wo ich bin, ist es immer richtig“, beschreibt Fulton-Smith seine Philosophie. Die Familie und er selbst sind ihm dabei heilig: „Ich nehme mir immer Zeit für meine Kinder und ich habe feste Zeiten pro Woche eingeplant, die ich ,Me-Time‘ nenne.“

Was würde Francis rückblickend seinem jüngeren Ich raten? Eine ganze Menge: „Folge deinem Herzen und halte deine Versprechen. Greife immer nach den Sternen. Sei dankbar, hilfsbereit, gütig und geduldig. Genieße das Leben und die Schönheit des Augenblicks.“ Etwas ändern würde er indes nicht: „Im Moment der Entscheidung formen wir unser Schicksal. An jeder Entscheidung reift man, lernt ständig dazu und wird so genau zu der Person, die man heute ist.“

Apropos Moment: Fulton-Smith freut sich sehr über seine ersten Erfolge als Produzent, wie kürzlich mit dem „Athen-Krimi“ oder dem Thriller „Totenfieber“ in der ARD. „Hier sind schon weitere spannende Projekte in Planung.“ Der Einzelkönner ist auch Mannschaftsspieler: „Ich habe ein Team von Spitzenkräften um mich herum, die es mir ermöglichen, meine Ressourcen optimal zu nutzen. Nicht der Kunde ist König, sondern das Team.“ Die Buchstaben T, E, A und M stünden für ihn dabei für „Together everyone achieves more – gemeinsam erreicht jeder mehr“.

Von Robert Torunsky

Außergewöhnlich schnell und schön

Außergewöhnliche Outfits sind sein Markenzeichen. Aber er ist auch außergewöhnlich schön. So schön, dass Papis Loveday lange als schönstes männliches Model mit dunkler Hautfarbe galt. Dabei wollte er eigentlich nie den Laufsteg erobern, sondern 400-Meter-Bahnen.

© privat

Das Leben schreibt die außergewöhnlichsten Geschichten, so wie im Fall von Loveday. Er wurde vor 42 Jahren in Dakar geboren, wuchs mit sechs Geschwistern und 19 Halbgeschwistern im Senegal auf. Als Kind hätte er sich viele Berufe vorstellen können. Einmal wollte er wie sein Vater Arzt werden, ein anderes Mal in die Fußstapfen seiner Mutter treten, die – für die damalige Zeit außergewöhnlich – nicht nur Mutter war, sondern auch Diplomatin. Aber er hätte auch gerne das Talent seiner Brüder geerbt, die gut Fußball spielten.

Loveday war zwar ein außergewöhnlicher Sportler, aber nicht am Ball. Dafür war er schnell wie der Blitz. Sein Talent verhalf ihm zu einem Sportstipendium, das ihn nach Paris führte. Auch wenn Paris als Modehauptstadt gilt, war der junge Mann aus dem Senegal noch meilenweit weg von den Catwalks dieser Welt. Vielmehr nahm er ein Informatikstudium auf, paukte den Vorlesungsstoff und arbeitete hart an seiner Ausdauer. Beides nahm Loveday ernst. „Wenn du ein Stipendium hast, wird von dir erwartet, dass du auch lieferst. Wenn du nicht lieferst, ist es vorbei.“ Er wollte keinesfalls versagen und zurück, sonst hätte er seine Familie von Paris aus nicht mehr finanziell unterstützen können. Also lernte er fleißig. Aber am Ende stolperte er nicht über eine Informatikprüfung, sondern ausgerechnet beim Training. Er verletzte sich schwer am Rücken. Von einem auf den anderen Tag war sein Traum von der Karriere als Profisportler vorbei. „Ich war am Ende meines Lebens.“

Der Tiefpunkt wurde zur Chance: Beim Training für die Leichtathletik-WM hatte ein Fotograf Aufnahmen von ihm gemacht und sie an eine Modelagentur weitergeleitet. Die waren von dem schönen jungen Mann aus dem Senegal hin und weg. Aber Loveday wollte davon erst gar nichts wissen. „Ich habe mich nie als schön empfunden“, gesteht er. So lehnte er das Angebot der Modelagentur erst einmal ab. „Als es hieß, ich könnte mit dem Geld meine Eltern unterstützen, wurde ich hellhörig und habe gefragt, was ich verdienen kann. Als ich die Summe hörte, war ich dabei.“ Und zwar sowas von dabei: Loveday startete mit Höchstgeschwindigkeit in sein neues Leben, wurde das Gesicht der weltweiten Benetton-Werbekampagne. Er fand Gefallen an seinem neuen Job, bemühte sich, schnell zu lernen und immer besser zu werden. Mit der Leidenschaft und mit dem Engagement, mit dem er damals an seiner Sportkarriere gefeilt hatte, stürzte er sich nun ins Modelbusiness – und schaffte es bis ganz nach oben.

Dennoch lief auf dem Weg hinauf in den Modelolymp nicht alles glatt. Der heute 42-Jährige erinnert sich: „Ich spreche sehr gut Französisch und Italienisch. Auf Castings tat ich so, als ob ich nichts verstehe – und bekam dadurch auch unschöne Einblicke ins Geschäft. Ein Castingdirektor fragte auf Italienisch seine Assistentin: ‚Wer hat denn diesen Schwarzen geschickt? Danach haben wir doch gar nicht gefragt.‘ Ein anderes Mal hieß es: Der ist viel zu dunkel.“ Loveday versuchte, diese Rückschläge und Vorbehalte nicht an sich ranzulassen. Und er wusste: Die Zeiten können sich auch ändern. „Prada war lange Jahre das rassistischste Label ever. Inzwischen werben sie auch mit Schwarzen, weil sie wissen, dass sie sonst viele Kunden verlieren würden.“ So liberal die Modebranche geworden ist, so intolerant werden die Deutschen – und die Hasskommentare im Netz immer mehr. „Als ich vor zehn Jahren nach Deutschland gezogen bin, erschien mir die Gesellschaft liberaler. Ich habe zunehmend mit rassistischen Anfeindungen zu tun. Ich sehne mich zurück nach einem Land ohne AfD und Rassismus.“

Und was war das größte Highlight seiner Karriere? Lovedays Antwort überrascht: „Der Jurorenstuhl bei ‚Austria’s‘ Next Topmodel. Nach meiner jahrelangen internationalen Karriere als Topmodel war es für mich ein Meilenstein, in einem fremden Land in einer fremden Sprache ein entscheidender Teil einer großen TV-Show zu sein. Damals konnte ich noch nicht so gut deutsch wie heute. Dass ich trotzdem gefragt wurde, bedeutet mir viel.“ Er machte seinen Job sogar so gut, dass er der erste Juror und Runway-Coach ist, der bei dem weltweiten TV-Format „Topmodel“ die Show in drei Ländern mitgestaltet: in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Und das als Schwarzer. Darauf bin ich sehr stolz.“

Hinter dem schönen Gesicht sitzt aber auch ein heller Kopf. Loveday ist erfolgreicher Unternehmer, er hat eine eigene Champagnermarke. Er hat es von ganz unten nach ganz oben geschafft. „Auch wenn man, wie ich, aus einfachen Verhältnissen kommt, kann man es schaffen. Es ist nicht unmöglich, wenn auch ungleich schwerer.“ Wichtig sei nur, eine Vision zu haben und sich auf den Weg zu machen, Schritt für Schritt. Auch ein 400-Meter-Lauf beginnt mit dem ersten Schritt.

Claudia Rothhammer

A Little bit of… Erfolg

©AME.Media Sein Hit „Mambo No. 5“ machte Lou Bega 1999 weltberühmt

Monica, Erica, Rita, Tina, Sandra, Mary, Jessica – sieben Frauen, die einen Mann weltberühmt gemacht haben: David Lubega, besser bekannt als Lou Bega. Mit seinem Song „Mambo No. 5“ landete er 1999 einen Welthit und war in über 20 Ländern an der Spitze der Charts. Bis heute ist der Münchner Latin-Pop-Sänger erfolgreich im Musikgeschäft tätig.

Eine Musikkarriere strebte Lou Bega ursprünglich gar nicht an. Als Kind wollte er Tierarzt werden. Gekommen ist es dann anders. 1991 durfte er im Alter von 15 Jahren seine erste CD aufnehmen. Während die ersten Jahre so lala liefen, kam schließlich sein Jahr – 1999. Mit „Mambo No. 5“ landete der damals 24-Jährige einen Welthit. Damit verbindet er auch einen der schönsten Momente seiner Karriere. „Ich war in einer großen deutschen Fernsehshow zu Gast und dort der erste Künstler, der eine Zugabe geben durfte. Das war ein Highlight, von dem ich noch nicht mal zu träumen gewagt habe“, schwärmt Lou Bega noch heute über seinen Auftritt bei Thomas Gottschalk in Wetten, dass..? Nach der Sendung kletterte „Mambo No. 5“ auf Platz 1 der deutschen Charts.

Ausschlaggebend für seinen Erfolg ist seine Authentizität, sagt Bega. „Ich gebe immer alles, für jeden.“ Auf der Bühne gibt er immer Gas, für jedes Publikum – egal wie groß oder klein. Jedes Publikum werde mit Respekt behandelt. Darum steht er auch immer noch gerne auf der Bühne. Das war allerdings nicht immer so. 2001 war nicht sein Jahr. „Ich hatte einen stillen Herzinfarkt, musste meine zweijährige Tour unterbrechen und mein Gesundheitsbewusstsein überdenken.“ Als Rückschlag sieht Bega diese Episode seines Lebens allerdings nicht, sondern eher als Korrektur. Aufgrund seiner Erfahrungen hat er auch einen Tipp für junge Künstler. „Ich rate jedem jungen Mensch: Berechne deinen Wert immer richtig und was du bereit bist, zu geben und auszuhalten. Denn mit Erfolg kommt Stress, oft Krankheit, Unglück und Einsamkeit. All diese Dinge muss man vorher wissen.“

Nach über 20 Jahren im Musikgeschäft kennt er die Branche wie seine Westentasche. Das Must-Have in seinem Beruf? „Sitzfleisch und Geduld.“ 90 Prozent seines Berufs bestehen aus Warten und Reisen. Gleichzeitig müsse man vor allem bei Liveshows auf den Punkt abliefern. Eine Gabe, die Bega hat und auf die sein Erfolg als Sänger gebaut ist. Erfolg ist übrigens nicht sein Antrieb, sondern Freude. „Solange ich Freude an diesem Job habe, reicht mir das.“

Von Renate Kerscher

Erfolg geht Hand in Hand mit Zufriedenheit

©Sascha Fabian

Nicht nur von seinen Freunden wird er „Buschi“ genannt. Dieser Name ist auch in der Öffentlichkeit Programm und das seit über 25 Jahren. 1993 startete Frank Buschmann seine Karriere beim Deutschen SportFernsehen (jetzt SPORT1). Mittlerweile hat Buschi die große Bühne betreten. Seit 2016 moderiert er „Ninja Warriors Germany“ gemeinsam mit Laura Wontorra und Jan Köppen bei RTL, seit 2017 „Eine Liga für sich“ bei Sky, dort kommentiert er auch regelmäßig die Fußballbundesliga sowie die Champions League. Auf Facebook hat er über 450.000 Follower, bei Instagram über 150.000. 2014 erschien der Spiegel Bestseller „Am Ende kackt die Ente“. Man kann sagen, der Mann ist erfolgreich. Doch wenn man ihn auf Erfolg anspricht, tut sich der sonst so schlagfertige Buschi schwer, die richtigen Worte zu finden. „Es gibt zwei Arten von Erfolg. Erfolg nach außen hin, wenn möglichst vielen Leuten gefällt, was Du tust. Und es gibt Erfolg, den man selbst für sich empfindet – ohne Bestätigung“, so der 54-Jährige.

Buschmann hat Erfolg – ohne Zweifel. Für ihn ist Erfolg gleichbedeutend mit Zufriedenheit. „Erfolg hat für mich nichts mit Geld zu tun, nichts mit Schulterklopfen. Natürlich gefällt auch mir das. Doch es gibt andere Dinge, die mich glücklicher machen als der berufliche Erfolg.“ Buschmann lebt mit seiner Lebensgefährtin Lisa Heckl (ebenfalls Moderatorin) in München. Seine beiden Töchter aus erster Ehe wohnen in der Nähe und sind regelmäßig zu Besuch. Darauf legt er großen Wert. „Für mich ist der größte Erfolg derzeit, dass ich meine Kinder auf einem guten Weg sehe. Daran erkenne ich, dass ich trotz Scheidung offensichtlich kein ganz so schlechter Vater bin.“ Wie wichtig die Vaterfigur im Leben ist, weiß Buschmann aus eigener Erfahrung. Sein Vater nahm sich das Leben, als er knapp 19 Jahre alt war. „Ich war nie unglücklicher in meinem Leben als in dem Moment, in dem ich erfuhr, dass mein Vater tot ist“, so Buschmann. Dieser Moment war in vielerlei Hinsicht einschneidend für ihn. „Ich wollte nie Feuerwehrmann oder Polizist werden. Ich wollte schon immer Profibasketballer werden. Aber nicht, um erfolgreich als Person zu werden. Für mich zählte in erster Linie, mit meiner Mannschaft zu gewinnen.“ Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, hätte er Sportmedizin studiert. Doch dessen Tod veränderte vieles. Er entschied sich für den Sportjournalismus. 1993 startete er beim DSF (jetzt SPORT1). Dort konnte er sich austoben. Buschmann weiß, dass dieser Job auch der Grundstein für seinen jetzigen Erfolg ist. „Beim DSF konnte ich lernen. Ich konnte einfach machen und Dinge tun, davon würde heutzutage jeder junge Journalist träumen,“ weiß Buschmann.

Der entscheidende Schritt in seiner Karriere kam 2006 mit dem Anruf der Redaktion von „Schlag den Raab“ und der Frage, ob er die Sendung kommentieren wolle. „Ich habe im ersten Schritt abgesagt. Den Raab fand ich eigentlich gar nicht so dolle und außerdem kannte ich die Sendung nicht.“ Man einigte sich darauf, dass Buschmann eine Sendung kommentiert, um dann zu entscheiden, ob es ihm gefällt. Ihm gefiel es und was folgte waren fast zehn Jahre „Schlag den Raab“. „Das war natürlich in Bezug auf meine Bekanntheit ein wichtiger Schritt. Nach meinen ersten Sendungen konnte man lesen, dass ich mit diesem Job wohl eine neue Form des Fernsehens geprägt habe. Ein Kommentator war im Fernsehen plötzlich mit formatprägend. Das war mir nie so bewusst. Es schmeichelt mir natürlich, aber das ist für mich nicht zwingend ein Erfolg.“

Sogar die Rückschläge in Buschmanns Leben haben ihn eher nach vorne gebracht. „Zusätzlich zum Tod meines Vaters gab es zwei Ereignisse, die mein Leben im Nachgang in die total richtige Richtung geschoben haben. Beruflich die Trennung von SPORT1 und privat die Trennung von meiner damaligen Frau. Natürlich musste ich beides erst einmal verdauen. Aber dann habe ich gemerkt, dass es mir andere Horizonte eröffnet. Ich war schon immer ein Einzelkämpfer. Und gerade in der Zeit nach dem Tod meines Vaters bin ich gnadenlos meinen Weg gegangen. Doch nach den Trennungen habe ich registriert, wie ich bin und was ich ändern muss. Einfach mal zu akzeptieren, dass andere Menschen anders sind als ich. Und mal darüber nachzudenken, wie ich mir so einen Lebensweg vorstelle.“
Könnte Buschmann die Zeit zurückdrehen, dann würde er alles genauso machen. „Die Trennungen gehören zu meiner Geschichte.“ Er ist sich immer treu geblieben und sieht darin auch den Schlüssel zum Erfolg. „Entscheidend ist, dass man gut in dem ist, was man macht. Aber wichtig ist auch, dass man Dinge tut, die einem Spaß machen. Und vor allem musst Du Haltung entwickeln. Es ist wichtig, dass Du jeden Morgen vor dem Spiegel stehst und sagen kannst: Dich wasche ich gerne! Du bist ok. Ob das dann zu einem wie auch immer definierten Erfolg führt, spielt keine Rolle. Wichtig ist: Geh Deinen Weg und denk nicht darüber nach, wie Du Erfolg haben kannst. “  LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IN DER  PRINT AUSGABE

Von Daniela Ulbing

„Erfolg ist für mich schon immer etwas gewesen, was zählbar ist.“

© Maximilian Sydow Photography

Man merkt Anna Kraft an, dass sie einmal Leistungssportlerin war, nicht nur an ihrem durchtrainierten Körper. Wenn man sie auf ihren Erfolg anspricht, dann kommt sofort der Sportsgeist in ihr hoch. „Für mich ist Erfolg immer etwas gewesen, was man sieht. Ein erster Platz, eine Medaille, eine große TV-Show,“ sagt die 34-Jährige lachend, „mein Sportlerherz kann ich einfach nicht abgeben. Erfolg ist für mich einfach, immer die Beste in dem zu sein, was ich mache.“

Dafür hat sie immer hart gearbeitet. Ihr Vater hat in der Familie die Bedeutung von Erfolg hoch gehalten. „Als ich Deutsche Meisterin wurde sagte er ‘Toll, aber nicht ausruhen – sofort weiter.` Und als ich mal Zweite wurde meinte er ‘Nun, damit bist du wohl erste Verliererin.` So etwas prägt.“ Dieser Kampfgeist hat sie auch im Beruf erfolgreich werden lassen. Über das Radio kam sie zum Fernsehen. Sie erinnert sich noch an ihr Casting bei Sky Sport News HD. „Nach dem Casting meinte der damalige Chef Roman Steuer ‘Ich weiß, dass Du Sprinterin bist. Aber gerade bist du nicht 100 Meter, sondern nur 70 Meter gelaufen.` Das hat mich so wahnsinnig angespornt.“ Mittlerweile ist Anna Kraft eine feste Größe in der Sportmoderation. Vor allem im Fußball. Doch sie weiß, dass es Frauen in dem Bereich immer noch schwer haben. „Fehler werden dir als Frau nach wie vor gar nicht oder viel weniger verziehen als bei Männern. Mir stand bisher noch niemand negativ gegenüber, aber du spürst es dennoch. Als Frau musst du einfach mehr leisten.“
Anna Kraft ist allerdings nicht nur erfolgreiche Moderatorin (…)  von Daniela Fuß

LESEN DIE DAS GANZE INTERVIEW IM PRINT-MAGAZIN. IM HANDEL ERHÄLTLICH.

„Nur schön sein reicht nicht!“

© Barbara Meier

Was ist die Definition von Erfolg? Obwohl er Barbara Meier seit Jahren treu begleitet, hat sie das vor dem Interview gegoogelt. Analytisches Vorgehen ist typisch für das Model, das fast Programmiererin geworden wäre. Und doch hat sie sich in der Glamour-Welt ihres Berufs eingelebt, als wäre sie dafür geboren. Vielleicht, weil ihr Traumberuf als Kind, bevor sie Codes und Algorithmen für sich entdeckte, Schauspielerin war. So hat sie es in der Schule in ein Freundschafts-Buch geschrieben.

Heute dreht sie internationale Filme. „Ich glaube, die kleine Barbara wäre stolz auf mich“, sagt Barbara lachend. Aus dem Mädchen vom Land, das einst „Germany’s Next Topmodel“ wurde, ist das Gesicht globaler Marken wie Skechers und Dyson geworden, sie hatte Shootings für die Vogue – eines sogar mit Cartier-Schmuck im hohen zweistelligen Millionenbereich, ist auf der Pariser Fashionweek gelaufen – und hat als Schauspielerin mit Jonathan Rhys Meyers vor der Kamera gestanden, selbst bei den Golden Globes verzückt sie die Fotografen.

Barbaras Vorbilder sind Tilda Swinton, weil sie „unglaublich gut spielt“, Heidi Klum wegen „ihres unschlagbaren Gespürs als Geschäftsfrau“ und Vivienne Westwood wegen ihres „großartigen Engagements für die Umwelt“. Ein Thema für das auch die 33-Jährige brennt. Plastik hat sie weitgehend aus ihrem Alltag verbannt, Reisen bewältigt sie möglichst mit der Bahn. Selbst auf ihrer Hochzeit hat sie auf Luxus wie Feuerwerk zugunsten der Natur verzichtet. Materielles war ihr sowieso nie besonders wichtig. Ihr Ehrgeiz und der Spaß am Erfolg sind es, was Barbara zu Höchstleistungen motiviert. Ihre Karriere beruht nicht nur auf Äußerlichkeiten, sondern vor allem auf klassischen Werten: „Ich bin sehr zuverlässig, ehrlich, diszipliniert und lege großen Wert auf Authentizität. Das wissen viele meiner Kunden sehr zu schätzen. Ich habe keine Angst vor viel Arbeit. Die gehört zum Erfolg dazu. Nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und dabei gut auszusehen, reicht nicht.“

Die Fashion-Branche ist erbarmungslos. „Als Model kann es passieren, dass man zwölf mal am Tag sehr heftige Absagen bekommt. Das härtet ab und hat mich stärker gemacht. Man lernt weiterzukämpfen“, sagt Barbara. Trotz aller Rückschläge würde die Wahl-Wienerin sich wieder in dieses Abenteuer stürzen. Denn für jede Erfahrung – ob gut oder schlecht, und für jeden gemachten Fehler und die Konsequenzen, ist sie dankbar. Das alles ist Teil ihres Wegs zum Erfolg.

 

Von Johanna Reichert

Secrets of Success – Das Print Magazin

Heute wird das Print-Magazin bei der 20-jährigen Jubiläumsfeier von „Movie meets Media“ vorgestellt. Im Hotel Atlantic Kempinski dürfen die geladenen Gäste einen ersten Blick auf das Magazin erhaschen. Ab dem 30.11.2019 ist es dann auch im Handel erhältlich.

Sehen Sie hier, wo Sie eine Ausgabe erwerben können.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

 

Die Roman-Queen

Die Autorin Gaby Hauptmann ist vielen ein Begriff – schließlich stammen aus ihrer Feder zahlreiche Bestseller-Romane, sowie Kinder – und Jugendbücher. 1995 gelang ihr mit ihrem Buch: „Suche impotenten Mann fürs Leben“ ein internationaler Bestseller-Start. Bis heute folgten viele weitere erfolgreiche Bücher wie zuletzt „Lebenslang mein Ehemann?“ oder davor: „Plötzlich Millionärin – nichts wie weg“, „Scheidung nie – nur Mord“, „Die Italienerin die das ganze Dorf in ihr Bett einlud“. Sechs ihrer Bücher wie „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“, „Die Meute der Erben“, „Hengstparade“ und „Fünf-Sterne-Kerle inklusive“, wurden zudem verfilmt. Wie sie von einer Redakteurin für Rundfunk und Fernsehen zur erfolgreichen Schriftstellerin wurde, hat sie uns im Interview erzählt.

„Die Geburt meiner kleinen Tochter Valeska krempelte mein Leben um. Vorher hatte ich vom eigenen Pressebüro bis zur Freiberuflerin bei SWF3 und HR-Fernsehen alle meine journalistischen Möglichkeiten von der Redakteursarbeit, über Filme machen bis zu einer eigenen Produktion: „Pp-Prominenz privat“ mit 27 Folgen ausgeschöpft. Als alleinerziehende, junge Mutter ging plötzlich nichts mehr. Der Vater meiner Tochter hatte mir zudem durch einen Trick mein Bankkonto leer geräumt, so dass ich finanziell zunächst mal vor dem Nichts stand. Mit einem Baby unter dem Arm kommt man in meinem Beruf nicht weit. Durch einen – für mich – legendären weiblichen Zusammenhalt fasste ich beim HR wieder Fuß und anschließend auch beim damaligen SWF und konnte Filme drehen, Dokumentationen beim SWF, Unterhaltung beim HR. In einer Drehpause bei mir zu Hause am Bodensee kam mir die Idee zu dem Buch „Suche impotenten Mann fürs Leben.“
Ich habe das Buch innerhalb von 6 Wochen geschrieben, während meine Freunde sich um meine kleine Tochter gekümmert haben. Es sprang mir sozusagen aus der Feder – allerdings sah ich meinen Weg nicht als Schriftstellerin, sondern weiterhin als Journalistin. Nach nunmehr 40 Büchern denke ich aber, dass ich wohl auch ein gewisses Talent zum Schreiben habe. Die Themen fliegen mich an und dann macht es mir Spaß, sie weiter zu verfolgen. Die Neugierde, einen Weg zu verfolgen, egal ob fiktiv oder real, war eine stete Begleiterin in meinem Leben – und ist sicherlich auch ein Grund, weshalb ich jetzt die swr-Sendung „Talk am See“ moderiere. Schauen was kommt – und wenn es Hindernisse sind, die sich in den Weg stellen, dann ist es wie in der Reiterei, es wird umso spannender.“

Von AS