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Die beiden Gründer von CIRCLY: Oliver Kremer (l.) und Maximilian Munz / Foto: CIRCLY

Creme aus Café

Oliver Kremer und Maximilian Munz von CIRCLY glauben daran, dass sich gute Hautpflege und umweltbewusster Konsum nicht ausschließen. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten aus der Getränkeindustrie sammeln die beiden 33-Jährigen Rohstoffe, die wir alle im Alltag konsumieren: Aus verbrauchtem Kaffee und Obstschalen schaffen sie und ihre sechs Mitarbeiter seit 2019 Naturkosmetik, die neue Standards in puncto Ressourcenschonung setzt.

 

Wie ist die Idee entstanden?

In der Vergangenheit arbeiteten Oliver und ich in zahlreichen Beratungsprojekten in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wiederaufbereitung. Hierbei lernten wir unter anderem, dass es noch sehr viele Stoffströme gibt, die in der Lebensmittelindustrie verschwendet werden, die jedoch sehr gut für weitere Produkte verwendet werden können. So begannen wir, so viel wie möglich über die Bereiche des Upcyclings zu lernen. Da wir beide zu empfindlicher Haut neigen, war die Idee zu CIRCLY geboren: Upcycling meets Skincare. Ein neues, aber innovatives Konzept mit einem echten Mehrwert für Haut und Umwelt. Mit CIRCLY möchten wir zeigen, dass Naturkosmetik noch einen Schritt weitergedacht werden kann.

Foto: CIRCLY

Wie hat sich Ihr Geschäft bisher entwickelt?

Aktuell sind wir in über 700 Retail-Stores. Wir planen einen weiteren Ausbau im Handel sowie im Online-Vertrieb. Corona hat gezeigt, dass viele Kunden bestimmte Produkte, die sonst offline nachgefragt wurden, nun auch online nachfragen. Wir konnten innerhalb kürzester Zeit über 10.000 KundInnen von unserem Konzept überzeugen. Wir sind uns sicher: Upcycled-Beauty ist ein neuer Megatrend!

Klingt gut. Lief bei dieser Entwicklung alles nach Plan oder gab es auch Überraschungen?

Eine der Überraschungen war die Erkenntnis, im Marketing besser nur den Hauptnutzen herauszustellen, also tolle Hautpflege, statt sich voll auf das Upcycling zu konzentrieren. Gleichzeitig hilft uns dieser Zusatznutzen, unsere Marke spitz im Markt zu positionieren.

Hat sich im Kopf der KundInnen etwas getan im Vergleich zu vor ein paar Jahren?

Upcycling-Power für die Haut: Die CIRCLY-Produkte sind zu 100% nachhaltig. / Foto: CIRCLY

Auf jeden Fall! Nicht nur bedingt durch die Presse, sondern auch durch die Politik erkennt man einen Wandel in der Gesellschaft, bei dem das bestehende Denkmuster hinterfragt und nach neuen, grünen Lösungen gesucht wird.

Was muss sich noch ändern, um die Umwelt zu retten?

Wir alle müssen damit aufhören, Greenwashing zu betreiben und Lösungen, die nicht wirklich umweltfreundlich sind, als umweltfreundlich zu verkaufen! Sinnvoller erscheint mir, kleine Schritte zu gehen und sich um die Nachteile dieser Lösungen bewusst zu sein. So schaffen wir ein besseres Verständnis, welche Schritte noch nötig sind.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

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Vegane Sneaker

Sie stehen mit ihrer Marke „Monaco Ducks“ für Nachhaltigkeit, Fairness und Slow Fashion: Gründer Julian Hermsdorf (r.) und Carl Warkentin. / Foto: Monaco Ducks

Monaco Ducks ist das erste klimaneutrale Designer Sneaker Label. Bei der Herstellung der handgefertigten Schuhe kommen Materialien wie Loden, nachhaltiges und zertifiziertes Leder oder eine vegane Lederalternative zum Einsatz. Den beiden Gründern Julian Hermsdorf und Carl Warkentin geht es darum, dass man Design, Lifestyle und Qualität ohne schlechtes Gewissen erleben kann.

Wie ist die Idee entstanden?
Wir haben die Idee im Studium gegründet, sind aber erst mal beide beruflich andere Wege eingeschlagen. Es hat als Hobby begonnen. Wir waren auf der Suche nach nachhaltig und fair produzierten Produkten, zu einem fairen Preis und mit einem hohen Anspruch an Qualität, Komfort und Design. Paradoxerweise gab es das nicht auf dem Markt, daher haben wir es selbst produziert.

Ist bisher alles gelaufen, wie geplant?
Wir sind seit 2017 auf dem Markt. Nicht nur in den letzten zwei Jahren mit Covid 19, sondern generell läuft es im Startup nie wie geplant. Aber das macht uns aus, wir kommen nicht aus der Modeindustrie und gehen Dinge anders an als etablierte Marken.

Wie hoch war zu Beginn das persönliche Risiko?
Sehr hoch. Die ersten Jahre haben wir eigenes Geld investiert und ohne Gehalt gearbeitet.

Die Gründer sind sich einig: Man kann nur langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn man sich dem neuen Wertesystem anpasst. / Foto: Monaco Ducks

Was ist eure Vision?
Wir stehen für echte Nachhaltigkeit, Fairness, Slow Fashion ohne Kompromisse im Design, Lifestyle oder Qualität zu machen. Wir möchten hier weiter als Vorbild vorangehen.

Wie schwierig ist es, dafür die richtigen Investoren zu finden?
Geld am Markt gibt es genug. Uns ist wichtig, dass die Investoren zu uns passen und unsere Vision unterstützen. Im besten Fall gibt es auch einen strategischen Fit und der neue Partner kann uns auch inhaltlich voranbringen.

Warum lohnt es sich in Monaco Ducks zu investieren?
Wir sind first-mover im wachsenden Nachhaltigkeitsmarkt. Und wir gehen in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation immer einen Schritt weiter als andere es kommunizieren. Wir sind davon überzeugt, dass der Return on Invest so für die Investoren, Mitarbeiter, Kunden, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen vorhanden ist.

Monaco Ducks” schafft nachhaltige Sneaker-Mode, ohne Kompromisse im Design oder der Qualität zu machen. / Foto: Monaco Ducks

Mit welchen Kleinigkeiten kann man die Welt besser machen?
Da gibt es viele! Wichtig ist es, sich zu informieren. Nachhaltigkeit ist zwar inzwischen als Thema in der Gesellschaft angekommen. Doch das kommuniziert auch jedes Unternehmen heutzutage. Für den Konsumenten ist es schwer, sich ein Bild davon zu machen, was wirklich nachhaltig ist und was nicht. Wenn Fast Fashion Unternehmen recycelte Mode anbieten, sollte man hinterfragen, wie viel davon wirklich recycelt ist und ob Fast Fashion überhaupt nachhaltig sein kann. So ist auch ein veganer Sneaker nicht automatisch nachhaltig. Am einfachsten und vielleicht wichtigsten ist jedoch, den Konsum einfach einzuschränken.

Was muss sich noch ändern, um die Umwelt zu retten?
Unserer Auffassung nach muss v.a. die Wirtschaft eine Vorbildfunktion einnehmen. Es kann kein Wert mehr darin liegen, immer schneller und weiter zu wachsen. Alle Stakeholder, egal ob Gesellschaft, Gesellschafter, Umwelt, Kunden oder Mitarbeiter werden das künftig nicht mehr schätzen. Das Wertesystem ändert sich. Wir glauben, man kann langfristig nur wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn man sich dem neuen Wertesystem anpasst. Neue Startup Unternehmen tun sich damit sicherlich leichter als große, etablierte Unternehmen.

“Secrets of Success” ist ab sofort im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Intervies finden Sie hier.

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