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A Little bit of… Erfolg

©AME.Media Sein Hit „Mambo No. 5“ machte Lou Bega 1999 weltberühmt

Monica, Erica, Rita, Tina, Sandra, Mary, Jessica – sieben Frauen, die einen Mann weltberühmt gemacht haben: David Lubega, besser bekannt als Lou Bega. Mit seinem Song „Mambo No. 5“ landete er 1999 einen Welthit und war in über 20 Ländern an der Spitze der Charts. Bis heute ist der Münchner Latin-Pop-Sänger erfolgreich im Musikgeschäft tätig.

Eine Musikkarriere strebte Lou Bega ursprünglich gar nicht an. Als Kind wollte er Tierarzt werden. Gekommen ist es dann anders. 1991 durfte er im Alter von 15 Jahren seine erste CD aufnehmen. Während die ersten Jahre so lala liefen, kam schließlich sein Jahr – 1999. Mit „Mambo No. 5“ landete der damals 24-Jährige einen Welthit. Damit verbindet er auch einen der schönsten Momente seiner Karriere. „Ich war in einer großen deutschen Fernsehshow zu Gast und dort der erste Künstler, der eine Zugabe geben durfte. Das war ein Highlight, von dem ich noch nicht mal zu träumen gewagt habe“, schwärmt Lou Bega noch heute über seinen Auftritt bei Thomas Gottschalk in Wetten, dass..? Nach der Sendung kletterte „Mambo No. 5“ auf Platz 1 der deutschen Charts.

Ausschlaggebend für seinen Erfolg ist seine Authentizität, sagt Bega. „Ich gebe immer alles, für jeden.“ Auf der Bühne gibt er immer Gas, für jedes Publikum – egal wie groß oder klein. Jedes Publikum werde mit Respekt behandelt. Darum steht er auch immer noch gerne auf der Bühne. Das war allerdings nicht immer so. 2001 war nicht sein Jahr. „Ich hatte einen stillen Herzinfarkt, musste meine zweijährige Tour unterbrechen und mein Gesundheitsbewusstsein überdenken.“ Als Rückschlag sieht Bega diese Episode seines Lebens allerdings nicht, sondern eher als Korrektur. Aufgrund seiner Erfahrungen hat er auch einen Tipp für junge Künstler. „Ich rate jedem jungen Mensch: Berechne deinen Wert immer richtig und was du bereit bist, zu geben und auszuhalten. Denn mit Erfolg kommt Stress, oft Krankheit, Unglück und Einsamkeit. All diese Dinge muss man vorher wissen.“

Nach über 20 Jahren im Musikgeschäft kennt er die Branche wie seine Westentasche. Das Must-Have in seinem Beruf? „Sitzfleisch und Geduld.“ 90 Prozent seines Berufs bestehen aus Warten und Reisen. Gleichzeitig müsse man vor allem bei Liveshows auf den Punkt abliefern. Eine Gabe, die Bega hat und auf die sein Erfolg als Sänger gebaut ist. Erfolg ist übrigens nicht sein Antrieb, sondern Freude. „Solange ich Freude an diesem Job habe, reicht mir das.“

Von Renate Kerscher

Er-folg, Substantiv, maskulin (der)

Auf dieser Seite schreibt: Ines Rupprecht – Marketing Asset Managerin West-Europa bei Coca-Cola. Sie lebt seit 20 Jahren in Berlin. Mit einem wachsamen Auge für die kleinen aber besonderen Momente im Leben, besitzt die Freizeit-Autorin einen ausgeprägten Sinn für Humor. Auf ihrem Blog https://instantines.home.blog/ lädt Rupprecht regelmäßig ironische Texte zu Erlebnissen und Alltagssituationen hoch.

© privat Ines Rupprecht bringt die Dinge auf den Punkt – und das mit Humor.

Kontra K singt: Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen
das Leben zahlt alles mal zurück….
Im Umkehrschluss bedeutet das dann wohl – erfolgreiche Menschen stehen in einer Lache aus Blut, schwitzen unangenehm und heulen ständig. Na herrlich.
Erfolg haben Menschen, die etwas Herausragendes schaffen, was man sich selbst nicht zutrauen würde oder wie ich finde: die Dinge tun, die einem selbst einfach zu anstrengend sind.
Die vom Erfolg Geküssten – die kennt jeder. Schön, reich, klug, sympathisch, mächtig sind sie. Ich weiss nicht, wann und wo genau diese Knutscherei stattgefunden hat – wer nicht eingeladen war, muss sich anstrengen. Vielleicht auch gut nicht dabei gewesen zu sein, denn es gibt auch die vom Erfolg Gebeutelten. Was will man beispielsweise als Erbe eines Vermögens anderes tun, als eben dieses „erfolgreich“ zu verpulvern?
Und erfolgreiche Kriminelle sind ganz arm dran – die rauben unerkannt eine Bank aus oder stehlen eine 100kg Goldmünze aus einem Museum aber können es keinem sagen. Also besser nicht. Wenn doch, feiert ein anderer einen Fahndungserfolg.
Scheinbar gibt es keinen Erfolg ohne einen Verlierer.

Ich habe jetzt in einer nicht repräsentativen Studie drei verschiedene Erfolgstypen identifiziert:
Die Prä-, Permanent- und Post-Erfolgreichen.

Die Prä-Erfolgreichen
sind die nervigsten von allen dreien. Die erzählen ständig und jedem auch ungefragt, welches Ziel sie gerade anpeilen. Die Klassiker, man kennt sie ja : „ich höre auf mit dem Rauchen, Trinken, Essen, Autofahren, Fliegen, Arbeiten…“ In endlosen Monologen erklären sie ihren Sinneswandel und warum das neue Leben so viel erstrebenswerter scheint. Einige gehen soweit, auch ihr Umfeld direkt auf dieses Ziel einzuschwören. Mir hat jemand mal einen leidenschaftlichen Vortrag über das Nichtrauchen gehalten und mich motiviert, ich könne das auch schaffen. Ich habe es den ganzen Abend nicht übers Herz gebracht zu sagen, dass ich gar nicht rauche. Man will diese Menschen in ihrer Euphorie ja nicht bremsen. Ich mache um diese Prä-Erfolgreichen mittlerweile einen großen Bogen. Die wenigen Laster die ich habe, will ich mir schließlich nicht nehmen lassen.

Die Permanent-Erfolgreichen
sind dagegen etwas unheimlich. Die kommen quasi schon mit Seepferdchen, Goldmedaille und einem Oscar auf die Welt. Sie sprechen drei Sprachen fließend während man selbst gerade die ersten Spuckeblasen zustande bringt. Sie spielen Klavier und Geige während andere sich im Band der Triangel verheddern. Diese Permanent-Erfolgreichen haben wenig Freunde aber viele Neider. Außer sie haben viel Geld, dann haben sie auch sehr viele sehr gute Freunde. Permanent-Erfolgreiche sind ganz miese Verlierer, das liegt denen einfach nicht. Dafür verfügen sie über ein sehr hohes Maß an Disziplin, Ehrgeiz, Intelligenz, guten Genen oder wohlhabenden Eltern. Man erkennt sie oft an ihrer Überheblichkeit. Auf ihren Erfolg angesprochen winken sie entweder ab, das war ja alles so schrecklich einfach oder aber echt harte Arbeit. Es ist nie irgendwas dazwischen.

Bleiben die Post-Erfolgreichen. Die mag ich.
Die lassen sich nicht stressen. Als Post-Erfolgreicher stolpert man so durchs Leben und nimmt sich nichts vor. Dann kann man an jeder beliebigen Stelle seines Lebens kurz innehalten und die Erfolge im Nachgang würdigen. Dinge wie: ganz allein den neuen Wlan Drucker installiert, das Leergut weggebracht, nicht zu spät gekommen, die EC Karten Pin beim ersten Mal richtig eingegeben…
So sehen Sieger aus! Die Post-Erfolgreichen haben eine Leichtigkeit, die den anderen zwei Erfolgstypen völlig fremd ist. Nur Nörgler sagen, die reden sich einfach alles schön.
Aber am Ende ist es mit dem Erfolg wie mit der Schönheit, beides liegt im Auge des Betrachters und ist vergänglich.

Von Ines Rupprecht

Erfolg geht Hand in Hand mit Zufriedenheit

©Sascha Fabian

Nicht nur von seinen Freunden wird er „Buschi“ genannt. Dieser Name ist auch in der Öffentlichkeit Programm und das seit über 25 Jahren. 1993 startete Frank Buschmann seine Karriere beim Deutschen SportFernsehen (jetzt SPORT1). Mittlerweile hat Buschi die große Bühne betreten. Seit 2016 moderiert er „Ninja Warriors Germany“ gemeinsam mit Laura Wontorra und Jan Köppen bei RTL, seit 2017 „Eine Liga für sich“ bei Sky, dort kommentiert er auch regelmäßig die Fußballbundesliga sowie die Champions League. Auf Facebook hat er über 450.000 Follower, bei Instagram über 150.000. 2014 erschien der Spiegel Bestseller „Am Ende kackt die Ente“. Man kann sagen, der Mann ist erfolgreich. Doch wenn man ihn auf Erfolg anspricht, tut sich der sonst so schlagfertige Buschi schwer, die richtigen Worte zu finden. „Es gibt zwei Arten von Erfolg. Erfolg nach außen hin, wenn möglichst vielen Leuten gefällt, was Du tust. Und es gibt Erfolg, den man selbst für sich empfindet – ohne Bestätigung“, so der 54-Jährige.

Buschmann hat Erfolg – ohne Zweifel. Für ihn ist Erfolg gleichbedeutend mit Zufriedenheit. „Erfolg hat für mich nichts mit Geld zu tun, nichts mit Schulterklopfen. Natürlich gefällt auch mir das. Doch es gibt andere Dinge, die mich glücklicher machen als der berufliche Erfolg.“ Buschmann lebt mit seiner Lebensgefährtin Lisa Heckl (ebenfalls Moderatorin) in München. Seine beiden Töchter aus erster Ehe wohnen in der Nähe und sind regelmäßig zu Besuch. Darauf legt er großen Wert. „Für mich ist der größte Erfolg derzeit, dass ich meine Kinder auf einem guten Weg sehe. Daran erkenne ich, dass ich trotz Scheidung offensichtlich kein ganz so schlechter Vater bin.“ Wie wichtig die Vaterfigur im Leben ist, weiß Buschmann aus eigener Erfahrung. Sein Vater nahm sich das Leben, als er knapp 19 Jahre alt war. „Ich war nie unglücklicher in meinem Leben als in dem Moment, in dem ich erfuhr, dass mein Vater tot ist“, so Buschmann. Dieser Moment war in vielerlei Hinsicht einschneidend für ihn. „Ich wollte nie Feuerwehrmann oder Polizist werden. Ich wollte schon immer Profibasketballer werden. Aber nicht, um erfolgreich als Person zu werden. Für mich zählte in erster Linie, mit meiner Mannschaft zu gewinnen.“ Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, hätte er Sportmedizin studiert. Doch dessen Tod veränderte vieles. Er entschied sich für den Sportjournalismus. 1993 startete er beim DSF (jetzt SPORT1). Dort konnte er sich austoben. Buschmann weiß, dass dieser Job auch der Grundstein für seinen jetzigen Erfolg ist. „Beim DSF konnte ich lernen. Ich konnte einfach machen und Dinge tun, davon würde heutzutage jeder junge Journalist träumen,“ weiß Buschmann.

Der entscheidende Schritt in seiner Karriere kam 2006 mit dem Anruf der Redaktion von „Schlag den Raab“ und der Frage, ob er die Sendung kommentieren wolle. „Ich habe im ersten Schritt abgesagt. Den Raab fand ich eigentlich gar nicht so dolle und außerdem kannte ich die Sendung nicht.“ Man einigte sich darauf, dass Buschmann eine Sendung kommentiert, um dann zu entscheiden, ob es ihm gefällt. Ihm gefiel es und was folgte waren fast zehn Jahre „Schlag den Raab“. „Das war natürlich in Bezug auf meine Bekanntheit ein wichtiger Schritt. Nach meinen ersten Sendungen konnte man lesen, dass ich mit diesem Job wohl eine neue Form des Fernsehens geprägt habe. Ein Kommentator war im Fernsehen plötzlich mit formatprägend. Das war mir nie so bewusst. Es schmeichelt mir natürlich, aber das ist für mich nicht zwingend ein Erfolg.“

Sogar die Rückschläge in Buschmanns Leben haben ihn eher nach vorne gebracht. „Zusätzlich zum Tod meines Vaters gab es zwei Ereignisse, die mein Leben im Nachgang in die total richtige Richtung geschoben haben. Beruflich die Trennung von SPORT1 und privat die Trennung von meiner damaligen Frau. Natürlich musste ich beides erst einmal verdauen. Aber dann habe ich gemerkt, dass es mir andere Horizonte eröffnet. Ich war schon immer ein Einzelkämpfer. Und gerade in der Zeit nach dem Tod meines Vaters bin ich gnadenlos meinen Weg gegangen. Doch nach den Trennungen habe ich registriert, wie ich bin und was ich ändern muss. Einfach mal zu akzeptieren, dass andere Menschen anders sind als ich. Und mal darüber nachzudenken, wie ich mir so einen Lebensweg vorstelle.“
Könnte Buschmann die Zeit zurückdrehen, dann würde er alles genauso machen. „Die Trennungen gehören zu meiner Geschichte.“ Er ist sich immer treu geblieben und sieht darin auch den Schlüssel zum Erfolg. „Entscheidend ist, dass man gut in dem ist, was man macht. Aber wichtig ist auch, dass man Dinge tut, die einem Spaß machen. Und vor allem musst Du Haltung entwickeln. Es ist wichtig, dass Du jeden Morgen vor dem Spiegel stehst und sagen kannst: Dich wasche ich gerne! Du bist ok. Ob das dann zu einem wie auch immer definierten Erfolg führt, spielt keine Rolle. Wichtig ist: Geh Deinen Weg und denk nicht darüber nach, wie Du Erfolg haben kannst. “  LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IN DER  PRINT AUSGABE

Von Daniela Ulbing

Wer will, der macht!

Warum Ihr Wille über Ihren Erfolg entscheidet, nicht das Glück.

©privat

Jörg Laubrinus ist Vertriebscoach und Geschäftsführer der Mission Freiheit GmbH. In seinen Vorträgen gelingt es Jörg Laubrinus stets, für den wichtigsten Effekt im Publikum zu sorgen: Klarheit und Umsetzungsbereitschaft! Mit mehr als 40 Jahren eigener Vertriebserfahrung ist er, als erfolgreicher Unternehmer, Speaker und Coach, der Praktiker unter den deutschen Rednern. Für Secrets of Success hat er seine Tipps zusammengefasst:

Sie kennen das sicherlich: So viele gute Vorsätze! So vieles, was man erreichen will! Die Karriereleiter hochklettern, mehr Umsatz generieren, mehr Zeit für die Familie haben, endlich abnehmen usw. Die ersten Tage, vielleicht auch Wochen, setzt man das Vorhaben voller Elan in die Tat um, doch dann kommen nach und nach die ersten Ausreden, man verliert immer mehr das Neue aus den Augen. Die Folge: Frust und Stagnation!

Irgendwie ergeht es aber nicht allen Menschen so. Wie auch immer, die so genannten „Macher“ schaffen es, ihre Vorhaben stets mit voller Willenskraft zu verwirklichen. Sie gehen folglich erfolgreicher durchs Leben. Ach, wäre man doch nur auch mit diesem „Macher- Gen“ zur Welt gekommen!

Falsch! Es gibt kein angeborenes Gen. Diese Menschen nehmen Ihr Schicksal in die Hand und bleiben am Ball. Das KÖNNEN Sie auch, denn Sie haben alle Fähigkeiten dazu! Was zählt ist der WILLE, die Dinge konkret in Gang zu setzen, Sie zu MACHEN! Zwar fällt es manchen Menschen leichter, diesen Willen aufrecht zu erhalten, mit dem richtigen Mindset KANN das aber jeder.

So können auch Sie Ihren Willen stählen und Ihre Vorhaben ebenso systematisch wie verlässlich verwirklichen:

Keine Denkblockaden!
„Wenn es so einfach wär, dann …“ Sie kennen den Rest. Werfen Sie Sprüche wie diesen ein für alle Mal über Bord! Was uns Menschen fast immer davon abhält, unsere Ziele und Wünsche zu verwirklichen, sind nicht unsere Fähigkeiten, sondern die Vielzahl mentaler Blockierer in unseren Köpfen. Das Fleisch ist willig, doch der Geist ist schwach! Wenn Sie also Ihr Wunsch-Vorhaben das nächste Mal verwerfen, ohne auch nur ansatzweise die Machbarkeit erörtert zu haben, so muss sich Ihr mentales „Anti-Viren-Programm“ aktivieren und diesen destruktiven Gedanken eliminieren!

Mit Navigation zum Ziel
Mit dieser neuen mentalen Freiheit geht es nun an die praktische Umsetzung. Was sind eigentlich Ihre Ziele? Jeder Seefahrer muss navigieren, um ans Ziel zu kommen. Dabei ist es selbstverständlich, dass er sein Ziel klar benennt (sonst würde er auf den Weltmeeren herumirren). Jetzt frage ich Sie: Haben Sie Ihre persönlichen Ziele auch klar benannt? Falls ja: Glückwunsch – Sie zählen zu einer verschwindend kleinen Minderheit! Falls nicht: Nehmen Sie sich Zeit und ein Blatt Papier zur Hand. Schreiben Sie Ihre konkreten Wünsche und Ziele auf.

Messbarkeit macht den Unterschied
Jeder Seefahrer muss seinen Kurs stetig überprüfen und am Ende der Reise ist klar, ob er das Ziel erreicht oder verfehlt hat. Auch Sie können Ihre Vorhaben nur dann verlässlich umsetzen, wenn es messbar ist. Ein Beispiel: Die Vorgabe „mehr Erfolg“ ist nicht zielführend. Was ist Erfolg? Gemessen an was? In welchem Zeitraum? So machen Sie es richtig: „Gleiches Unternehmensergebnis, gemessen am Status Quo, bei geringerem Zeiteinsatz, d.h. maximal ein 6-Stunden-Tag und freie Wochenenden, zu erreichen innerhalb von 6 Monaten.“

Mentale Blockierer prallen nun also an Ihrer inneren „Firewall“ ab und aus schwammigen Vorhaben wurden konkrete Ziele, die es innerhalb eines klar abgesteckten Zeitraums zu verwirklichen gilt. Die Frage ist nur: Wie? Mein Tipp:

Das ZIEL NAVIGATIONS SYSTEM liefert Ihnen eine Herangehensweise, die Ihrer Zielerreichung Systematik und Verlässlichkeit verleiht. Und so geht’s:
1. Ist-Situation ermitteln
Wo stehen Sie genau, bzw. wo steht Ihr Unternehmen? Was leisten Sie derzeit? Definieren Sie hier den klaren Ist-Stand, ohne diesen zu bewerten.
2. Soll die Situation so bleiben?
Wollen Sie an der Ist-Situation etwas ändern? Beantworten Sie die Frage mit einem klaren Ja oder Nein.
3. Definition des Soll-Zustandes
Falls Nein: Legen Sie Ihr Ziel fest, den Soll-Zustand. Wichtig ist, dass er messbar ist: Zeit, Quantität, Qualität usw.
4. Wege zum Ziel finden
Erarbeiten Sie sich nun Wege zum Ziel. Der Plural ist wichtig: Viele Wege führen nach Rom. Legen Sie sich mehrere Marschrouten zurecht. Denken Sie quer, noch ist alles offen!
5. Definition der Vor- und Nachteile
Machen Sie sich eine Liste mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen der Wege. Bsp: Vorteil – Der Weg A bedeutet geringe finanzielle Investitionen. Nachteil – Er nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
6. Treffen Sie eine Entscheidung
Welcher Weg ist der _________ ? In das leere Feld tragen Sie nun Ihr Kriterium ein, nach welchem Sie die Entscheidung treffen wollen (leichteste, schnellste, günstigste, effizienteste…). Wichtig ist, dass Sie IHR Kriterium festlegen und hierdurch den für SIE passenden Weg finden.
7. Umsetzung
Nach der getroffenen Entscheidung gilt es nun die Maßnahme umzusetzen. Nicht mehr zögern, Sie haben jetzt entschieden!
8. Ergebniskontrolle
Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Ergebnisse, um auf Zielkurs zu bleiben.
Mit dem ZIEL NAVIGATIONS SYSTEM erlangen Sie die notwendige Klarheit, um die Motivation – den WILLEN – hoch zu halten. Werfen Sie also die mentalen Blockierer über Bord und verlassen Sie die Komfortzone, in der man so herrlich bequem ausharren kann, wo jedoch sämtliche Ambitionen verloren gehen. Ich garantiere Ihnen: Kein einziger „Macher“ hält sich in dieser Komfortzone auf.

Wenn Sie WOLLEN, dann KÖNNEN Sie es auch!

Jörg Laubrinus

Kontakt: laubrinus@dervertriebscoach.de

„Bildung ist der Schlüssel für Erfolg“

 

Sie zeigt der FDP, wie man Wahlen gewinnt. Mit Katja Suding als Spitzenkandidatin schaffte die Partei nach zwei vergeblichen Versuchen 2011 den Wiedereinzug in die Hamburgische Bürgerschaft. Das war für die heute 43-Jährige der Startschuss für eine zweite Karriere. Seit 2015 ist die PR-Expertin stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, seit 2017 Mitglied des Bundestags.

Katja Suding ist zielstrebig. Während andere das Studentenleben genossen, arbeitete sie neben ihrem Studium der Kommunikationswissenschaften bereits als PR- und Kommunikationsberaterin. Nach ihrem Abschluss macht sie sich selbstständig, kümmert sich um Kunden aus der Mode-, Einrichtungs- und Automobilbranche. 2002 und 2004 kommen ihre Söhne Johann und Jacob auf die Welt. Als ihr Jüngster zwei Jahre alt ist, tritt sie in die FDP ein. Sie will etwas bewegen. „Guck’ nicht auf das, was andere für dich tun können, sondern mach’ es selbst“, ist ihr Leitspruch. „Ich wollte nie abhängig sein von irgendwem oder irgendwas. Mein erstes Geld verdiente ich als Schülerin: Vom Fließband einer Geflügelschlachterei bis zu Jobs als Zimmermädchen und im Supermarkt nutzte ich jede Gelegenheit, mir das Taschengeld für mein Schuljahr in Amerika zu erarbeiten.“
Ihr Ziel als Politikerin: Ihre Kinder sollen in einer Gesellschaft aufwachsen, in der alle Menschen in Freiheit und Verantwortung so leben können, wie sie es wollen. „Ich kämpfe für weltbeste Bildung für jedes Kind, unabhängig von Elternhaus und Wohnort. Deshalb engagiere ich mich für bundesweit einheitliche Bildungsstandards und für digitale Bildung in der Schule“, konkretisiert die zweifache Mutter ihre politischen Ambitionen. „Denn Bildung ist der Schlüssel für Selbstbestimmung und Erfolg. Kein Kind darf davon ausgenommen sein.“ Ein ambitioniertes Ziel. „Ja, man muss mutig sein und sich hohe Ziele setzen. Die erreicht man aber nicht über Nacht, dafür muss man bereit sein, zu kämpfen.“ Rückschläge gehören da dazu, eine Erfahrung, die sie auf dem politischen Parkett gelernt hat. „In der Politik gewinnt man nicht jede Wahl. Bei parteiinternen Wahlen bin ich schon mal gescheitert. Dann heißt es aufstehen und weitermachen.“ Am besten lege man sich für Rückschläge ein dickes Fell zu. Gegenwind und Widerstände müsse man aushalten können. Und was würde sie ihren Kindern raten? „Finde heraus, was dir Spaß macht, arbeite an dir und dann wirst du darin auch gut sein.“

 

Von Claudia Rothhammer

„Erfolg ist: Das gefunden zu haben, in dem man talentiert und damit glücklich ist“


Hamburg, 29.4.2019 Speakers Night April 2019 Foto und Copyright: Martin Brinckmann

Wenn man Hinnerk Baumgarten fragt, was ausschlaggebend für seine Berufswahl war, dann kommt die spontane Antwort: „Vor allem die Lust am Sprechen.“ Eigentlich selbstverständlich, denn seit den 90er Jahren ist Baumgarten erfolgreicher Radio-Moderator und seit den 2000ern auch im TV. Für ihn war dieser Schritt hin zum Fernsehen auch der wichtigste seiner Karriere. „Mich reizt es, Dinge auszuprobieren und dann zu spüren, wie es immer leichter wird.“ Doch wie wird es leichter? Wo sieht Baumgarten seine Stärken, die für seinen Erfolg maßgeblich sind?
„Meine Spontanität und, dass ich keine Angst habe, Fehler zu machen. Die gehören dazu und sind immer auch eine Chance.“
Aber wie geht er mit Fehler um, die vielleicht auch Rückschläge in der Karriere bedeuten? „Rückschläge gibt es immer. Wichtig ist, daraus seine Lehren zu ziehen und weiter an sich selbst zu glauben.“ Und somit ist sein Ratschlag an junge Menschen, die den Erfolg anstreben auch klar definiert. „Hab keine Angst vor Fehlern.“ Für Baumgarten ist Erfolg auch immer etwas Neues, das man sich täglich neu erarbeiten muss. Erfolgreich ist man aber auch, wenn man glücklich ist – unabhängig von der beruflichen Karriere. „Es macht mich glücklich, wie ich meine Tochter heranwachsen sehe und erlebe, wie sie immer selbstständiger wird.“ Und dann gibt es da noch sein Hobby: Das Golfspielen. Daraus schöpft er Kraft als Ausgleich für die tägliche Arbeit. Der Weg zum Erfolg ist oft mit einem materiellen Wunsch verbunden, der einen begleitet. Doch Baumgarten sieht das eher pragmatisch. „Etwas bestimmtes war nie meine Triebfeder, aber es macht natürlich Spaß, Geld zu verdienen und sich dadurch eine gewisse Freiheit zu erarbeiten.“
Seiner bisherigen Lebenseinstellung möchte er auch in Zukunft treu bleiben. „Mein Ziel ist weiter zu Fehlern zu stehen, weiter an mich zu glauben und weiter hungrig auf neue Herausforderungen zu bleiben.“ Sein bisheriger Erfolg gibt ihm recht. Eine Eigenschaft, die er nach wie vor lebt: „Mut, aus der Masse raus zuschwimmen.“

 

Von Daniela Fuß

„Erfolg ist für mich schon immer etwas gewesen, was zählbar ist.“

© Maximilian Sydow Photography

Man merkt Anna Kraft an, dass sie einmal Leistungssportlerin war, nicht nur an ihrem durchtrainierten Körper. Wenn man sie auf ihren Erfolg anspricht, dann kommt sofort der Sportsgeist in ihr hoch. „Für mich ist Erfolg immer etwas gewesen, was man sieht. Ein erster Platz, eine Medaille, eine große TV-Show,“ sagt die 34-Jährige lachend, „mein Sportlerherz kann ich einfach nicht abgeben. Erfolg ist für mich einfach, immer die Beste in dem zu sein, was ich mache.“

Dafür hat sie immer hart gearbeitet. Ihr Vater hat in der Familie die Bedeutung von Erfolg hoch gehalten. „Als ich Deutsche Meisterin wurde sagte er ‘Toll, aber nicht ausruhen – sofort weiter.` Und als ich mal Zweite wurde meinte er ‘Nun, damit bist du wohl erste Verliererin.` So etwas prägt.“ Dieser Kampfgeist hat sie auch im Beruf erfolgreich werden lassen. Über das Radio kam sie zum Fernsehen. Sie erinnert sich noch an ihr Casting bei Sky Sport News HD. „Nach dem Casting meinte der damalige Chef Roman Steuer ‘Ich weiß, dass Du Sprinterin bist. Aber gerade bist du nicht 100 Meter, sondern nur 70 Meter gelaufen.` Das hat mich so wahnsinnig angespornt.“ Mittlerweile ist Anna Kraft eine feste Größe in der Sportmoderation. Vor allem im Fußball. Doch sie weiß, dass es Frauen in dem Bereich immer noch schwer haben. „Fehler werden dir als Frau nach wie vor gar nicht oder viel weniger verziehen als bei Männern. Mir stand bisher noch niemand negativ gegenüber, aber du spürst es dennoch. Als Frau musst du einfach mehr leisten.“
Anna Kraft ist allerdings nicht nur erfolgreiche Moderatorin (…)  von Daniela Fuß

LESEN DIE DAS GANZE INTERVIEW IM PRINT-MAGAZIN. IM HANDEL ERHÄLTLICH.

„Seien Sie authentisch“

Im Jahr 2010 gründete Mark Gregg die BONAGO Incentive Marketing Group GmbH in München. Als Vice President der Incentive Marketing Association Europe befasst er sich seit mittlerweile mehr als zehn Jahren mit innovativen Incentives für Mitarbeiter, Kunden und Verbraucher. Zusammen mit seinem Team aus Belohnungsexperten unterstützt er seither branchenübergreifend Firmen aller Größenklassen bei Herausforderungen im Personal- und Marketingbereich.

Was ist bislang das Hightlight Ihrer Karriere?

© Bonago

Ich wollte schon immer Themen vorantreiben und etwas (er)schaffen, weshalb die Gründung von BONAGO im Jahr 2010 etwas ganz Besonderes für mich war und ist. In diesem Zusammenhang habe ich mich sehr über den diesjährigen „Spirit of IMA“-Award gefreut, einer Auszeichnung der globalen Incentive Marketing Association für die Verdienste, das Thema und damit einhergehende Entwicklungen zu fördern und zu kommunizieren. Eine für mich sehr schöne Anerkennung.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten? Und was raten Sie jungen Menschen, die Erfolg haben möchten?

Der konkrete Rat an mich selbst wäre: „Sei mutig und mache Dich früher selbstständig!“
Allgemein gesprochen würde ich jedem, der erfolgreich sein möchte, empfehlen nur das zu tun, wofür er sich begeistern kann. Wenn man sich mit Leidenschaft und Engagement einer Aufgabe widmet, wird man irgendwann Erfolg haben.

Was ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen brauchen?

LESEN SIE DAS GANZE INTREVIEW IN DER PRINT-AUSGABE.

„Ständiges reflektieren ist die einzige Chance zum Erfolg“

© Jenn Werner

Marcell Jansen beendete mit nur 29 Jahren seine Karriere als Fußball-Profi. Es waren keine Verletzungen, die ihn zu dieser Entscheidung trieben, es war wohl durchdacht, wie alles in seinem Leben.

„Als Kind war es mein Traum, mal in einem großen Stadion aufzulaufen.“ Das hat Jansen nicht nur einmal geschafft. Er gewann mit dem FC Bayern das Double und durfte als jüngster Spieler der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2006 auflaufen. Mit ihr wurde er WM-Dritter und Vize-Europameister 2008.

Mittlerweile ist er Unternehmer und Präsident des Hamburger SV. Ein außergewöhnlicher Weg. Klar, präzise und erfolgreich. Die dafür benötigten Werte hat er von seinen Eltern mit auf den Weg bekommen. „Meine Eltern haben mir das vorgelebt, was wichtig ist. Selbstkritik, Selbstreflektion und kein Neid. Auch kein Jammern, obwohl es immer wieder genug Gründe im Leben gibt.“ Der erste Erfolg in Jansens Leben war auch der Sprung in den Profifußball. „Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen. Auch, wenn das Hobby dann weg ist,“ sagt Jansen. Mit diesen ersten Erfolg, dem Abschluss des Profivertrages kam er auch seinem großen Wunsch näher. „Ich wollte für meine Eltern ein Haus kaufen, als Dankeschön für alles, was sie für mich getan haben. „Von ihnen habe ich gelernt zu reflektieren. Das ist bei Rückschlägen sehr wichtig. Doch ich kann mich in solchen Momenten auch 100% auf ihre Unterstützung verlassen.“ Wenn man Niederlagen richtig einschätzt, dann kann man sie positiv nutzen. „Niederlagen waren für mich die wichtigsten Schritte nach vorne. Egal, ob privat oder Sportlich.“ Dabei helfen Reflexion und Sozialkompetenz. „Ohne diese beiden Eigenschaften kann man vom Herzen nicht glücklich sein!“

Sein Schritt raus aus dem Profifußball kam für viele überraschend, für Jansen selbst war es, wie alles in seinem Leben, wohl überlegt. Das gibt er auch an junge Menschen weiter, die Erfolg anstreben. „Man muss für sich alleine erst einmal den Erfolg definieren und vor allem seinen eigenen Kompetenzbereich finden.“ Sein Kompetenzbereich liegt nun im Gesundheitswesen und Fußball ist wieder zu seinem Hobby geworden. Für Marcell Jansen ist klar: „Erfolg hat man, wenn man sich selbst richtig kennt.“

Von Daniela Fuß

 

„In meiner Familie gab es immer starke Frauenvorbilder“

©Boris Kralj

Geboren am 23.08.1972 in Düsseldorf hat Anita Tillmann ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Nach einem Diplom in Textil- und Bekleidungswirtschaft und einem Aufbaustudium in Marketing führt ihre Karriere sie vom Consulting für Modeunternehmen bei Kurt Salmon zu erfolgreichen Modemarken wie Joop! und Kathleen Madden. Nach Stationen bei Pixelpark, Adidas und Mexx gründet sie 2003 in Berlin die Messe Premium und entwickelt eine internationale Lifestyle-Plattform, durch die die deutsche Hauptstadt zu einem der weltweit wichtigsten Modestandorte avanciert. Heute veranstaltet die Premium Group neben den zwei Leitmessen Premium und Seek die Innovationskonferenz Fashiontech Berlin. Neben ihrer Tätigkeit als Managing Partner engagiert sich Anita Tillmann für verschiedene Hilfsorganisationen. Anita Tillmann ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.

Wie definieren Sie Erfolg?
Seine Ziele nicht nur zu erreichen, sondern sie noch zu übertreffen.

Sie sind Gründerin der PREMIUM und maßgeblich an der Entstehung der Berlin Fashion Week beteiligt. Was waren die größten Hürden auf dem Weg zur Etablierung?
Ich habe unser Konzept seinerzeit in Düsseldorf bei der damals größten Modemesse der Welt, der IGEDO, vorgestellt. Der Geschäftsführer hat mich jedoch nicht ernstgenommen und nur belächelt. Der Stadt Berlin mangelt es dagegen neben dem nötigen Geld und den Kapazitäten leider immer noch an einem Gespür dafür, was das in die Stadt strömende Kreativpotenzial perspektivisch bedeutet.

Hatten Sie einen Mentor?
Ich wurde sehr von dem leider schon verstorbenen Franco Bruccoleri geprägt, der mit seiner Agentur als Erster internationale Designermode nach Deutschland brachte. Mir hat insbesondere seine Furchtlosigkeit imponiert. Ein weiterer Einfluss war Wolfgang Joop. An ihm habe ich die Fähigkeit bewundert, seiner Andersartigkeit Raum zu geben. Mich inspirieren in erster Linie angstfreie Persönlichkeiten.

Was sind Ihre größten unternehmerischen Stärken?
Unternehmer sind ein bestimmter Schlag Mensch. Es gehört Mut, Entschlossenheit und Risikofreude dazu. Vieles ist erlernbar. Nicht erlernbar ist, für seine Leidenschaft zu brennen und seine Vision zu verteidigen.

Was ist das Erfolgsrezept hinter Marken PREMIUM und SEEK?
Wir sehen uns nicht nur als reiner Marktplatz, sondern als Impulsgeber, als Marken-Macher und kreativer Netzwerker. Unter dem Motto „Content, Commerce & Community“ bieten wir ein riesiges Programm rund um die Messen. Berlin ist für uns nicht nur eine Fashion-Stadt, sondern eine Content-Stadt mit den verschiedensten kreativen und geschäftlichen Bereichen. Eine weitere Säule für den Erfolg ist natürlich auch unser großartiges Team.

Wie bringen Sie Arbeit und Familie unter einen Hut?
Indem man Prioritäten setzt. Außerdem bauen wir das Unternehmen um unsere Familie herum. Der Übergang zwischen Arbeit und Privatleben ist sehr flexibel und dynamisch gestaltet.

Denken Sie, es als Frau im Geschäftsleben schwerer als Ihre männlichen Kollegen gehabt zu haben?
Bedingt. Gerade in Deutschland wird die Modeindustrie von Männern mittleren Alters in schlecht sitzenden Anzügen dominiert. Saturiert, nicht mehr hungrig, verwoben in einem Klüngel, der mich immer wahnsinnig gemacht hat. In meiner Familie gab es immer starke Frauenvorbilder, an denen ich mir früh ein Beispiel genommen habe. In der Premium Group sind heute zu 95% Frauen beschäftigt. Generell finde ich, dass es Frauen in der Gesellschaft heute noch sehr schwer gemacht wird.

Von Thomas Clausen

Ab heute im Handel: Die erste Printausgabe von „secrets of success“

Hier können Sie die erste Ausgabe erwerben.

Die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen

Dahler & Company

Kirsten Dahler leitet seit 25 Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann Björn Dahler das Unternehmen Dahler & Company GmbH. Nach einem BWL Studium arbeitete sie zunächst bei einem Immobilienunternehmen. 1993 folgte dann die gemeinsame Gründung. Mit mittlerweile über 60 Maklerbüros in Deutschland, Österreich und Mallorca konzentriert sich das Franchiseunternehmen Dahler & Company insbesondere auf die Vermittlung hochwertiger Immobilien.

Was bedeutet für Sie Erfolg? 
Erfolg lässt sich nicht nur anhand von Zahlen messen. Erfolg kann sich darin widerspiegeln, etwas zu bewegen, zu kreieren und Gutes zu tun. Wenn in der Folge optimalerweise die Welt ein stückweit verbessert oder Menschen damit eine Freude gemacht wird, beeinflusst das positiv meine eigene Zufriedenheit und meinen persönlichen Erfolg.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?
Eine gesunde Portion Neugierde, Pragmatismus, Hartnäckigkeit und der Fokus auf die mir wichtigen Dinge. Ich schiebe nicht gerne auf, eher gehe ich Aufgaben und Herausforderungen direkt an. Erfolg hat immer etwas mit den Menschen zu tun, die einen umgeben, und der Art und Weise, wie man mit diesen umgeht. Ich war schon immer kommunikationsstark und habe diese Eigenschaft in meinem Alltag und im Unternehmerdasein genutzt. Kommunikationsstark heißt dabei aber nicht nur „gut reden zu können“, sondern vor allem „gut zuhören“.

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriereschritte?
Der erste große und wichtigste Schritt war der Sprung in die Selbstständigkeit, als mein Mann und ich unser Unternehmen 1993 gründeten. Das theoretische Wissen aus dem Studium und die bisherige Arbeitserfahrung konnten wir hier in die Praxis und auf unsere Art umsetzen. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen und Gestaltungsfreiräume zu nutzen.

Wobei haben Sie außerhalb Ihres täglichen Business gerne Erfolg?
Beim Golfspielen. In meiner Freizeit kann es vorkommen, dass sich mein sportlicher Ehrgeiz zeigt. Dass ich mich parallel zum Beruf um die Kinder und unsere Ehe kümmern konnte, verbuche ich als persönlichen Erfolg.

Was ist heute Ihr Antrieb, jeden Tag weiter zu machen?
Neue Herausforderungen treiben mich an, wie zum Beispiel derzeit im Bereich Digitalisierung, wo es darum geht, immer weiterzudenken und am Ball zu bleiben. Außerdem möchte ich auch zukünftig mein Know-how an junge Mitarbeiter weitergeben, um diese zu unterstützen. Und dann geht es auch darum, unseren Erfolg mit anderen zu teilen und etwas zurückzugeben.

Von Franziska Mansen

Geld mit Geld verdienen

Die Berufswünsche von kleinen Jungen sind vielfältig – Feuerwehrmann, Polizist oder Baggerfahrer sind Klassiker. Der Wiener Markus Lehner hatte als Kind ganz andere Vorstellungen von seiner Zukunft. Er wollte einfach „nur“ erfolgreich werden. Heute lebt Lehner in Monte Carlo, ist privater Investor und Mehrheitsaktionär einer börsennotierten Investment-Holding sowie Jetpilot und hat als Rennfahrer sogar eine Meisterschaft gewonnen. Kurz gesagt: Er ist extrem erfolgreich.

Herr Lehner, Sie wollten als Kind einfach nur erfolgreich werden. Ein eher ungewöhnlicher Wunsch eines Jungen.
Markus Lehner: Meine Eltern sind nicht arm, aber auch nicht reich, wenn wir über Geld sprechen. Ich hatte Freunde, die wirklich reich waren, und das hat mich sehr motiviert. Im Grunde aber fand ich erfolgreiche Leute schon immer interessant. Und wollte dann selbst nicht nur ein bisschen erfolgreich sein, sondern eben richtig erfolgreich.

Was macht einen „richtig erfolgreichen“ Menschen aus?
Der wesentliche Unterschied zwischen etwas erfolgreichen und richtig erfolgreichen Menschen, die in ihrem Bereich wirklich an die Weltspitze kommen, wie etwa Michael Schumacher, Elton John oder Bill Gates, ist ihre grenzenlose Begeisterung, ihre volle Motivation und ihre nahezu endlose Energie, mit der sie ihre Ziele verfolgen. Das Geld selbst ist genau genommen nur ein Mittel, das dann eh automatisch kommt.

Es ist also die Leidenschaft für Ihren Job, die Sie jeden Tag antreibt?
Ganz genau. Ich wusste nach der Militärzeit nicht, was ich machen sollte. Mit Anfang 20 war ich in den USA und habe dort das Investment-Business kennengelernt. In Wien gab es damals das Sparbuch und viel mehr gab es eigentlich nicht. In Amerika waren schon Investmentfonds sehr beliebt und daher auch weit verbreitet. Das hat mich so begeistert, dass ich mir gesagt habe, ich möchte in meinem Leben Geld mit Geld verdienen. Meine Berufung sind Investments – um die Welt zu reisen, Leute zu treffen, Deals zu machen und Leute von dem zu überzeugen, was ich auch für mich richtig finde, um erfolgreich zu sein.

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere?

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LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IM PRINT-MAGAZIN. AB DEM 30. NOVEMBER 2019 IM HANDEL.

Von Renate Kerscher

Das Herz ist der beste Ratgeber

Sein Telefonbuch liest sich wie ein Who-is-Who der Medien-Landschaft: Nico Wirtz (47) kann alles und jeden vernetzen, hat unendliche viele Ideen – das ist sein Kapital. Er hat schon mehrere Preise gewonnen und ist in der Branche gefragt. Nach seiner Position als Strategie-Chef bei Tele5, rockt er jetzt als Marketing-Chef die Telepool GmbH – das Unternehmen gehört Hollywood-Star Will Smith und Regisseur Marc Forster.

Nico Wirtz ist Chief Marketing Officer (CMO) bei der Telepool GmbH

Wer war als Kind ihr größtes Vorbild?

Es gibt da keine konkrete Person. Ich bewundere Menschen, die in Grundspannung, liebevoll und leidenschaftlich erfolgreich sind.

Was sind Ihre Stärken, die für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Ich bin, denke ich, ein hervorragender Kontakter und Netzwerker. Ich liebe es Menschen, Ideen und Dinge zu vernetzen, damit etwas Neues entstehen kann. Oft sehe ich Kombinationen, die andere (noch) nicht sehen. Da kommt schon oft was Gutes bei raus.

Was treibt Sie beruflich weiter voran?
Ich habe beschlossen, mich auch im Job nur noch mit guten Menschen zu umgeben. Das treibt nicht an, sondern gibt einem Flow.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt ?

Mit Sicherheit war und ist meine Frau eine, wenn nicht die Stütze. Nicht Küche, Kinder, Herd…! Sie hat ihr eigenes, erfolgreiches Business und ist komplett unabhängig. Sie ist für mich immer Rückhalt, kritischer Partner und Impulsgeber persönlicher Entwicklung. Ohne sie wäre ich nicht, was ich heute bin. Ansonsten wollte ich eine ganze Zeit am liebsten wenig Unterstützung von Dritten, bis ich gemerkt habe, dass das der falsche Weg ist. Heute habe ich einen kleinen Kreis mit wichtigen (Geschäfts-)Freunden, mit denen ich regelmäßig über Business philosophiere, die ich aber auch um Rat frage oder denen auch ich Impulse und ehrliche offene Einschätzungen anbiete. Das kann ich nur jedem raten. Aber wähle gut aus: Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen Du Dich am meisten umgibst.

Welche Sehnsüchte haben Sie?

Ich habe die Sehnsucht, komplett frei zu sein. Da arbeite ich noch dran.

Was ist die wichtigste Eigenschaft, die erfolgreiche Menschen haben sollten?

Herz. Liebe macht keine Fehler. Und wenn sich mal was anders entwickelt, als angenommen, kommt aus dem Herz der richtige Impuls, wie es weitergeht.

Welche Rolle spielt sozialer Status?

Ich fand es früher cool einen Geschäftsführertitel zu haben. Ich bin sicher auch heute nicht ganz frei von Eitelkeit. Aber Titel sind Schall und Rauch. Mir geht es um Lösungen.

 

Von Johanna Reichert

„Du kannst die Wellen nicht aufhalten, du kannst nur lernen zu surfen.“

Eigentlich hatte er bereits einen Ausbildungsplatz bei der Polizei in Münster. Doch dann kam für Emrah Ertem alles anders. Ein Besuch beim Berufsberater zeigte ihm: Er will in die große Stadt und am besten gleich in einen Beruf einsteigen – und welche Branche wäre für einen Quereinstieg besser geeignet als die Medienbranche? Aus einem großen Interesse für deutsche Kinofilme heraus, entschied er sich nach einiger Recherche für ein Praktikum bei Tiger Cast. Die nächsten Jahre arbeitete er für verschiedene Casting Agenturen, um dann im Jahr 2001 seine eigene Agentur zu gründen.

Wie wird für große Produktionen gecastet? Wir haben bei Casting Director Emrah Ertem, Inhaber von Emrah Ertem Casting, nachgefragt. Er castete unter anderem für Filme wie „Traumfabrik“, „KeinOhrhasen“, „Lommbock“ und „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft.“. Ertem weiß genau, worauf es ankommt.

Herr Ertem, wie entscheiden Sie, welche Schauspieler zu welcher Rolle passen?
Während ich ein Drehbuch lese, gibt es meistens diesen einen Moment in dem sich mir der Charakter einer Rolle offenbart und ich mir Notizen mache. Desto besser eine Rolle beschrieben ist, desto konkreter wird meine Vorstellung während des Lesens. Anschließend beginne ich zu recherchieren und überlege wer zu der Rolle passen würde. Ich mache der Produktion gerne Quervorschläge für die Besetzung, da die meisten Rollen unterschiedlich interpretiert werden können. Das finde ich viel spannender als immer nur die üblichen Verdächtigen vorzuschlagen.

Was schätzen Sie besonders bei der Zusammenarbeit mit Schauspielern/Schauspielerinnen?
Ganz klar: Authentizität. Jemand der sich nicht ein bisschen verstellt, sondern sich mir authentisch gegenüberstellt. Als Schauspieler/Schauspielerin sollte man immer authentisch bleiben, egal wie viele Filme man vielleicht schon gedreht hat. Das gewissenhafte Erledigen von Aufgaben gehört natürlich ebenfalls dazu.

Welche Film-Projekte sind für Sie als Caster besonders spannend?
Entscheidend ist für mich in erster Linie das Drehbuch. Ich mag Geschichten mit Tiefgang, die dennoch eine gewisse Leichtigkeit mitbringen. Das Genre ist dabei nicht entscheidend. Großes Kino mit großen Bildern fasziniert mich, deswegen war das Casting für den Liebesfilm „Traumfabrik“ für mich ein besonderes Highlight.

Ihr Tipp für Berufsanfänger in der Casting-Branche?
Da fallen mir zwei Sachen ein: Auf jeden Fall viele Praktika absolvieren und möglichst alle wichtigen deutschen Filme schauen. Wer in Deutschland bei einer Casting Agentur arbeitet, wird hauptsächlich für Inlands-Produktionen tätig sein. Ein gutes Film-Wissen ist dabei von Vorteil. Außerdem nehme ich mir gerne morgens Zeit, bevor die Branche anfängt zu arbeiten, um in Ruhe Kaffee zu trinken und Sport zu treiben. So starte ich jeden Tag mit Vorfreude in meinen Beruf.

Wie gehen Sie Dinge an, die noch in der Zukunft liegen?
Ehrlich gesagt, lasse ich es am liebsten einfach fließen. Ich habe mal ein Zitat aufgeschnappt, welches mir besonders gut gefällt: „Du kannst die Wellen nicht aufhalten, du kannst nur lernen zu surfen.“ Ich denke man muss sich immer dem anpassen, was auf einen zukommt. Es genau zu planen, das klappt meistens nicht. Aber das Beste daraus zu machen und weiter zu „surfen“ – das sollte jeder versuchen.

Von Franziska Mansen

Secrets of Success – Das Print Magazin

Heute wird das Print-Magazin bei der 20-jährigen Jubiläumsfeier von „Movie meets Media“ vorgestellt. Im Hotel Atlantic Kempinski dürfen die geladenen Gäste einen ersten Blick auf das Magazin erhaschen. Ab dem 30.11.2019 ist es dann auch im Handel erhältlich.

Sehen Sie hier, wo Sie eine Ausgabe erwerben können.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

 

Für Amrei

Credit: Max Sonnenschein

In ihrer Wahlheimat Berlin gehen Deutsche ahnungslos an Meryem Uzerli vorbei. Doch Touristen und türkischstämmige Berliner geraten in helle Aufregung, wenn sie ihre „Roxelane“ treffen. Uzerli wurde nicht nur in der Türkei, sondern in 80 weiteren Ländern über Nacht zum Megastar. Die blonde Schauspielerin mit den tiefblauen Augen verdrehte mehr als 400 Millionen Fans weltweit den Kopf – so viele Zuschauer haben die türkische Serie „Muhtesem Yüzyil“ („Das prächtige Jahrhundert“) gesehen. Darin spielte die gebürtige Kasslerin in über 100 Folgen die Lieblingsfrau von Sultan Süleyman.

Frau Uzerli, warum wurden Sie Schauspielerin?
Meryem Uzerli: In meiner Schulzeit hatte ich eine beste Freundin namens Amrei. Ihr Vater war Intendant am Staatstheater Kassel. Wir waren oft dort, hatten eine kleine eigene Theater-AG. Es war für uns beide immer klar, dass dies unser Leben bestimmen würde. Aber Amrei kam bei einem Autounfall ums Leben. Das war ein Schock für mich. In einem Gebet versprach ich ihr, unseren Weg, den wir uns vorgenommen hatten, für sie weiterzugehen. Des Weiteren habe ich schon als kleines Kind zu meiner Mutter gesagt, dass ich zu viele Emotionen in mir trage, als dass im Alltagsleben dafür Platz wäre.

Dieses Versprechen haben Sie auch gehalten und sich am Hamburger Schauspiel-Studio Frese beworben. Dort waren Sie die jüngste Schülerin aller Zeiten. Warum Frese?
Ich hatte mir von allen Schauspielstudios die Unterlagen zuschicken lassen, meine Augen geschlossen und das Schauspiel-Studio Frese herausgezogen. Das war es dann und so sollte es sein. Ich war sehr jung, ja, und ich hatte Hemmungen, mein inneres Potenzial frei herauszulassen. Das Schauspiel-Studio hat mir in den drei Jahren sehr geholfen, eine innere Stärke aufzubauen, die einem hilft, einen guten Start für den eigenen Weg zu finden. Aber an seiner eigenen Stärke, am Mut und allem zu arbeiten, was einen das wahre innere Potenzial entfalten lässt, ist ein Lebensweg, denke ich.

Was haben Sie nach der Schauspielausbildung gemacht?
Ich habe direkt nach der Schauspielausbildung angefangen, Filmfeste zu besuchen. Mir wurde schnell klar, dass die Events von Sören Bauer, sei es nun die „Movie meets Media“ oder die „Directors Cut Night“, sehr wichtig waren, um Networking zu betreiben. Ich hatte allerdings nie eine Einladung. In München bin ich deshalb einmal über den Zaun geklettert und habe mir mein Kleid zerfetzt. Auf der Berlinale bin ich einmal rausgeflogen, weil ich an den Türstehern, die die Bändchen kontrollierten, vorbeigerannt bin. Ach, es war anstrengend und stressig, muss ich sagen. Ich bin froh, jetzt offiziell dabei sein zu dürfen.

Wie sind Sie zu der Serie „Muhtesem Yüzyil“ gekommen?
Ich hatte über eine Theaterproduktion eine Schauspielerin kennengelernt, die mich später für das Casting empfohlen hat. DAS GANZE INTERVIEW LESEN SIE IM PRINT-MAGAZIN. AB DEM 30. NOVEMBER 2019 IM HANDEL.

Leidenschaft, Spaß und Talent.

In zwölf Profijahren gelangen Carl-Uwe Steeb drei Turniersiege

Die 80er- und 90er-Jahre waren die große Zeit des deutschen Tennis. Neben den Superstars Boris Becker und Steffi Graf prägte auch Carl-Uwe Steeb diese Ära. Der 1967 in Aalen geborene, von allen nur „Charly“ gerufene Linkshänder legte im Davis-Cup-Finale 1988 in Göteborg mit einem epochalen Fünf-Satz-Sieg über den Weltranglistenersten Mats Wilander den Grundstein für den ersten deutschen Gewinn der inoffiziellen Mannschaftsweltmeisterschaft. Heute ist Steeb unternehmerisch tätig, unter anderem als Partner der Hamburger Protagonists Group, die Dienstleistungen im Bereich Sport- und Veranstaltungsmarketing anbietet.

Er ist dem Thema Sport also treu geblieben. Seine Tenniskarriere bezeichnet er als „sehr gute Schule“ fürs Berufsleben. An dessen Beginn sollte nach Steebs Meinung stets die Begeisterung für etwas stehen, so wie bei ihm die Begeisterung fürs Tennis: „Bei der Berufswahl sind Leidenschaft, Spaß und Talent wichtig. Um dann wirklich erfolgreich zu sein, muss noch die Bereitschaft zu harter Arbeit dazukommen.“

Auch die schnelle Verarbeitung von Rückschlägen, die man im Sport zwangsläufig erlebt, hat Steeb in seiner Zeit als Profi gelernt. „Ich habe in zwölf Profijahren drei Turniere gewonnen. Das bedeutet umgekehrt, dass man jede Woche mit einer Niederlage umgehen muss.“ Daher gelte es auf dem Tennisplatz wie im Berufsleben, sich immer wieder zu motivieren, seine bisherige Arbeit zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern und sich neue, realistische Ziele zu setzen.

Seine eigenen Ziele waren schon immer hoch. „Als Kind wollte ich erst Fußballer und dann Tennisprofi werden. Mein großes Vorbild war der argentinische Weltklassespieler Guillermo Vilas, wie ich ein Linkshänder“, erzählt er von seinen frühen Berufswünschen. Weil bei Steeb die Faszination für den Sport mit einem außergewöhnlichen Talent zusammenkam, wagte er nach Erlangung der Mittleren Reife den Schritt in den Tenniszirkus.

Den einen besonderen Moment, in dem er wusste, dass er es dort schaffen würde, gab es im Rückblick für Steeb nicht. „Das war eher eine stetige Entwicklung. Aber ich konnte mich relativ schnell etablieren.“ Diese Entwicklung führte ihn zu Weltranglistenplatz 14, drei Turniersiegen und legendären Auftritten im Davis Cup. Den schon erwähnten Sieg gegen Wilander bezeichnet er als größten Erfolg seiner Karriere: „Gegen die Nummer eins in Schweden zu gewinnen und erstmals den Cup nach Deutschland zu holen, war zweifellos das Highlight.“

Von Rainer Wendl

Erfolgsrezept Authentizität

Credit: Privat

Über 2,4 Millionen Follower auf Instagram, weitere 1,9 Millionen auf YouTube und obendrauf noch 1,7 Millionen auf TikTok – Julia Beautx gehört zu den erfolgreichsten deutschen Influencerinnen. Mit Lifestylethemen und Charme erobert sie die Herzen ihrer Fans, die nicht nur kurzfristig reinklicken, sondern ihr auch treu bleiben: für Vlogger das höchste Gut.

Was unterscheidet Dich von anderen Influencern?
Ich würde nicht sagen, dass andere Influencer jemand anderen spielen, aber dadurch, dass ich so natürlich und manchmal auch bescheuert bleibe, wie ich eben bin und mich nicht verstelle, können mich die Leute wahrscheinlich gut verstehen und sich mit mir identifizieren.

Kannst Du begreifen, wie erfolgreich Du eigentlich bist?
Überhaupt nicht. Die Zahlen bei YouTube und Instagram, mit denen ich tagtäglich konfrontiert werde, sind gar nicht greifbar für mich. Ich stand letztens im Stadion und dort war nur ein Bruchteil der Menschen, die mir täglich auf Social Media folgen. Das ist der Wahnsinn. Aber trotzdem wunderschön!

Wie sieht ein „normaler“ Tag bei Dir aus?
Einen normalen Tag gibt es nicht wirklich, da immer etwas anderes los ist. Mal bin ich am Filmset, mal bin ich nur zu Hause und drehe Videos oder ich bin im Zug auf dem Weg zum nächsten Event. Wenn ich zu Hause oder mit YouTube-Kollegen an Content arbeite, sind es meistens schon mindestens neun bis zehn Stunden am Tag.

Hattest Du je eine absurde Situation mit einem Fan?
Während ich aus der Not heraus auf eine öffentliche Toilette gesprintet bin und fast schon in der Kabine stand, hat mir ein Mädchen mal am Ärmel gezogen und mich quasi wieder rausgerissen und nach einem Foto gefragt. Dass meine Blase das noch ausgehalten hat, war ein Wunder.

Welchen materiellen Wunsch hast Du Dir nach dem ersten großen Erfolg erfüllt? 

(…)

LESEN SIE DAS GANZE INTERVIEW IN DER PRINT AUSGABE. AB DEM 30. NOVEMBER 2019 IM HANDEL.

5 Fragen an Dr. Jana Michel. Inhaberin Zahnarztpraxis Dr. Jana Michel in München.

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Was wollten Sie als Kind werden?

Andere Mädels träumten davon einmal Tänzerin, Schauspielerin oder Sängerin zu werden – mit der Haarbürste als Mikrofon. Das war bei mir anders: Ich habe tatsächlich als Kind schon mit meiner Cousine „Zahnärztin“ gespielt, bei uns im Garten! Stöckchen dienten als Bohrer-Werkzeug.

Eigentlich wollte ich nie etwas anderes werden, nur einmal hab ich mich noch hinterfragt. Das war in der Oberstufe: ich habe ein mehrwöchiges Praktikum bei einem Rechtsanwalt gemacht- nur um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Danach war ich sicher!

Wie haben Sie den Beruf Zahnärztin für sich entdeckt?

Ich habe den Beruf im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt bekommen- mein Großvater hatte eine Zahnarztpraxis, die meine Mutter und mein Onkel später übernahmen. Ich habe also viel Zeit dort verbringen dürfen. Und das hat mich nicht abgeschreckt – ganz im Gegenteil. Ich hab zwar auch Patienten mit Angst und Schmerzen erlebt – dass meine Mutter ihnen helfen konnte, hat mich sehr beeindruckt.

Wie haben Sie sich dazu entschieden, eine eigene Praxis zu gründen?
Das war wirklich ein Meilenstein für mich. Aber der Entschluss, mich selbstständig zu machen, stand schon früh fest. Ich wollte „mein eigener Chef“ sein. Die Möglichkeit selbst zu gestalten, ob es um Personalführung, Einrichtung oder die Philosophie der Praxis geht, das ging mir über alles.

Beschreiben Sie uns die Herausforderungen, die eine Selbstständigkeit in jungen Jahren mit sich bringt. Wie überwinden Sie Hindernisse und Schwierigkeiten?

Mit Disziplin und Durchhaltevermögen! Gleichbedeutend sehe ich die Leidenschaft, mit der man einen Beruf ausüben sollte.
Die war auch nötig – denn Insbesondere „junge“ niedergelassene Frauen kämpfen oft mit Vorurteilen, nicht genug Erfahrung zu haben. Dabei sind es gerade sie, die auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sind – die Münchener Uni LMU ist wieder im Ranking der Top Unis der Welt.
Dasselbe gilt für die Anerkennung als Chefin, da die meisten Mitarbeiter/innen älter sind als man selbst. Da muss man erstmal seine Frau stehen und darf sich nicht verunsichern lassen.

Bei alledem muss man sich vor allem einen kühlen Kopf – und eine ruhige Hand – bewahren.

So gut die Unis sind – einige wichtige Dinge lernt man da nicht: Soft Skills wie Mitarbeiterführung, Patientenbeschwerdemanagement, BLW oder Kommunikation. Da wird man ins kalte Wasser geschmissen und muss beweisen, dass man das packt.

Selbstständigkeit heißt nun mal im wahrsten Sinne des Wortes „selbst und ständig“!

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Der Fokus meines Tages liegt auf der Patientenbehandlung. Nebenbei fallen jedoch auch viele bürokratische Dinge an, wie Planungen (Implantationen), Dokumentation, Koordinaten mit Laboren, Krankenkassen und Depots.
Wichtig ist für mich ebenfalls, immer ein offenes Ohr für meine Mitarbeiterinnen zu haben und für sie da zu sein. Das Team ist ganz entscheidend. Ohne das läuft nichts, da kannst du so gut sein wie du willst.

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für Ihre Zukunft?

Viele glückliche und zufriedene Patienten, die mit einem strahlenden Lächeln meine Praxis verlassen. Das wär das Schönste!

 

Von AS

Hollywood, here i come.

Credit: Julia Kieksee

Victoria Jancke – die 1,84m große Schönheit arbeitet erfolgreich als Model. Mit gerade einmal 16 Jahren wurde sie auf der Straße von einem Modelscout entdeckt und ist seitdem heiß gefragt. Sie lief für große Marken, stand unter anderem für Kampagnen von Volkswagen, Polo Ralph Lauren und Michael Michalsky vor der Kamera und lebte eine Zeit lang in Australien. Im Frühjahr diesen Jahres flog die 28-jährige für ein Shooting nach LA – für die neue Parfumkampagne von Playboy. Warum es sie jetzt längerfristig in die USA zieht, hat sie uns im Interview erzählt.

„Mit 16 wurde ich als Model von einem Scout entdeckt. Am Anfang war ich mir nicht sicher ob Modeln das Richtige für mich ist“, erzählt Jancke aus ihrer Anfangszeit als Model. Ihr Tipp, um herauszufinden ob die Modelbranche zu einem passt: „Am besten absolviert man ein paar Testshootings. So ist schnell klar, ob es einem liegt oder nicht:“
Was es braucht um im Modelbusiness erfolgreich zu sein? „Einen gefestigter Charakter. Mit meinen 28Jahren konnte ich schon viel Erfahrung sammeln und weiß wer ich bin. Ich würde Anfängern raten, sich Kritik nicht allzu sehr zu Herzen zu nehmen, denn man kann nicht jedem gerecht werden.“, so Jancke.

Victoria Jancke ist aber nicht nur als Model gefragt, sie ist zudem super sportlich und kann schauspielern: „Ich würde gerne in Action-Filmen mitspielen. Das ist ein Nischen-Genre, wo sportliche Frauen wie ich gesucht werden“. Ihr Vorbild? Uma Thurman. Die Ähnlichkeit mit dem Hollywood-Star ist nicht zu übersehen. „In einer Neu-Auflage von Kill Bill die Tochter von Uma Thurman zu spielen, das wäre mein großer Traum.“, so Jancke.

Die 28-jährige ist ambitioniert und besitzt echten Kampf-Geist. Den musste Sie in ihrem Leben schon mehrfach beweisen: denn sie hat bereits zwei schwere Schicksalsschläge hinter sich. Im Frühjahr 2018 wurde sie auf dem Fahrrad an einer Kreuzung von einem LKW übersehen. Sie hatte Glück im Unglück und überlebte fast unversehrt. Trotzdem hat sie diese Nahtoterfahrung sehr geprägt. Ende des Jahres folgte dann die Diagnose Eierstockkrebs, doch sie konnte ihn besiegen. „Ich habe mir fest vor Augen gehalten, was ich alles noch erleben will.“
Jetzt ist sie bereit für neue Aufgaben: „Derzeit drehe ich in Tschechien für eine Serie und nächstes Jahr erscheint ein deutscher Actionthriller mit mir. Ende des Jahres geht es für mich aber schon in die USA.“ Sie hat sich einen Masterplan überlegt: In zwei Jahren möchte sie sich dort als Schauspielerin etablieren und ihren ersten Hollywood-Film drehen. Einen Vertrag bei einer Agentur hat sie bereits, den nötigen Biss sowieso: „Mit 28 Jahren habe ich einen starken Charakter entwickelt, ich nehme mich so wie ich bin und weiß wo meine Fähigkeiten liegen. Ich nehme mir Kritik nicht allzu sehr zu Herzen.“

Von AS

„Richte dich nicht nach anderen.“

Credit: Jorinde Gersina.

Frau Maag, Sie sind eine der erfolgreichsten Filmproduzentinnen Deutschlands. Besonders bekannt sind Sie für „Die Welle“ (2008), „Die vierte Macht“ (2012) und „Salt and Fire“ (2016) von Werner Herzog. War es schon immer Ihr Wunsch, Filme zu produzieren?

Ich habe schon immer Geschichten geliebt und mich für Menschen interessiert. Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Voraussetzungen, um fiktional zu erzählen. Filmproduzentin zu werden war nie mein Wunsch, das kam eher zufällig und dann sehr schnell. Ich habe nach meinem Abitur ein Praktikum in einer großen Werbefilmproduktion gemacht und das hat mir so gut gefallen, dass ich einfach immer weiter gemacht habe. Geprägt hat mich das französische und amerikanische Kino der 80er und vor allem der 90er Jahre, hier ist auch meine Liebe zum politischen Film begründet.

 

Gab es Menschen die Sie besonders inspiriert haben auf Ihrem Weg?

Ich hatte das Glück, dass ich schon sehr früh mit Leuten gearbeitet habe, die ihre Vision über die Argumente der gängigen Verkaufs- und Marketing Strategien gestellt haben und damit sehr erfolgreich waren. Das hat sich mir tief eingeprägt. In den USA ist man viel offener gegenüber ungewöhnlichen Ideen. In Frankreich hat Film an sich einen viel höheren Stellenwert in der Gesellschaft. In beiden Ländern habe ich viel Zeit verbracht und das hat mich sehr geprägt.

Mit wem haben Sie besonders gern zusammengearbeitet und warum?

Ich arbeite gerne mit visionären Leuten zusammen, die mutig sind und nach vorne denken. Zudem ist es mir sehr wichtig, dass meine Partner sozial kompetent und fair sind. Das ist neben dem Inhalt inzwischen das Hauptkriterium für mich bei einem Deal. Werner Herzog war insofern sehr beeindruckend, weil er wirklich zu hundert Prozent seine Vision verfolgt und gleichzeitig sehr fair und klar mit seinem Team ist.

Was waren für Sie die bisher wichtigsten Schritte in Ihrer Karriere?

Während meines Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film in München habe ich bereits meinen ersten TV Film für Christian Becker produziert, „Das Phantom“, dann kamen Preise, weitere Filme, Serie, Kino. „Die Welle“ bei Christian Becker war sicherlich ein Meilenstein. „Die vierte Macht“ bei UFA Cinema war mein erster internationaler Kinofilm.
„Salt and Fire“ war meine erste Kino Koproduktion mit Hollywood.

Inzwischen schreibe und entwickele ich auch eigene Stoffe und Konzepte. Ich habe nie aufgehört zu arbeiten, weil ich gerne arbeite. Wenn man seine Arbeit liebt, macht man einfach immer weiter.

Wenn heute ein junger Mensch den Wunsch hat, Filme zu produzieren – was würden Sie ihm/ihr raten?

Richte Dich nicht nach anderen, sondern vertraue zu hundert Prozent auf Dich und Deine Intuition. Ich selbst habe das erst spät begriffen.

Woraus schöpfen Sie Kraft?

Ich tanke Kraft in meinem Haus am Ammersee. Ich brauche die Natur und entspannte Menschen um mich herum, um mich zu erholen. Meine Familie und meine Freunde sind das Wichtigste in meinem Leben.

Was ist Ihnen neben dem Erfolg im Berufsleben besonders wichtig?

Neben meiner Familie und meinen Freunden sind mir inzwischen meine Zeit für mich und meine Zufriedenheit extrem wichtig. Der Erfolg ergibt sich daraus.

Was planen Sie als nächste Projekte, worauf können wir uns freuen?

Ich plane derzeit zwei Serienprojekte, ein Stoff davon ist wieder hochpolitisch.

Wie genießen Sie Ihren Erfolg und welche Ziele haben Sie noch für die Zukunft?

Ich freue mich jeden Tag meines Lebens. Ein Zukunftstraum wäre es, einen größeren Teil meines Lebens in der Provence zu verbringen.

 

Von Franziska Mansen

Die Roman-Queen

Die Autorin Gaby Hauptmann ist vielen ein Begriff – schließlich stammen aus ihrer Feder zahlreiche Bestseller-Romane, sowie Kinder – und Jugendbücher. 1995 gelang ihr mit ihrem Buch: „Suche impotenten Mann fürs Leben“ ein internationaler Bestseller-Start. Bis heute folgten viele weitere erfolgreiche Bücher wie zuletzt „Lebenslang mein Ehemann?“ oder davor: „Plötzlich Millionärin – nichts wie weg“, „Scheidung nie – nur Mord“, „Die Italienerin die das ganze Dorf in ihr Bett einlud“. Sechs ihrer Bücher wie „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“, „Die Meute der Erben“, „Hengstparade“ und „Fünf-Sterne-Kerle inklusive“, wurden zudem verfilmt. Wie sie von einer Redakteurin für Rundfunk und Fernsehen zur erfolgreichen Schriftstellerin wurde, hat sie uns im Interview erzählt.

„Die Geburt meiner kleinen Tochter Valeska krempelte mein Leben um. Vorher hatte ich vom eigenen Pressebüro bis zur Freiberuflerin bei SWF3 und HR-Fernsehen alle meine journalistischen Möglichkeiten von der Redakteursarbeit, über Filme machen bis zu einer eigenen Produktion: „Pp-Prominenz privat“ mit 27 Folgen ausgeschöpft. Als alleinerziehende, junge Mutter ging plötzlich nichts mehr. Der Vater meiner Tochter hatte mir zudem durch einen Trick mein Bankkonto leer geräumt, so dass ich finanziell zunächst mal vor dem Nichts stand. Mit einem Baby unter dem Arm kommt man in meinem Beruf nicht weit. Durch einen – für mich – legendären weiblichen Zusammenhalt fasste ich beim HR wieder Fuß und anschließend auch beim damaligen SWF und konnte Filme drehen, Dokumentationen beim SWF, Unterhaltung beim HR. In einer Drehpause bei mir zu Hause am Bodensee kam mir die Idee zu dem Buch „Suche impotenten Mann fürs Leben.“
Ich habe das Buch innerhalb von 6 Wochen geschrieben, während meine Freunde sich um meine kleine Tochter gekümmert haben. Es sprang mir sozusagen aus der Feder – allerdings sah ich meinen Weg nicht als Schriftstellerin, sondern weiterhin als Journalistin. Nach nunmehr 40 Büchern denke ich aber, dass ich wohl auch ein gewisses Talent zum Schreiben habe. Die Themen fliegen mich an und dann macht es mir Spaß, sie weiter zu verfolgen. Die Neugierde, einen Weg zu verfolgen, egal ob fiktiv oder real, war eine stete Begleiterin in meinem Leben – und ist sicherlich auch ein Grund, weshalb ich jetzt die swr-Sendung „Talk am See“ moderiere. Schauen was kommt – und wenn es Hindernisse sind, die sich in den Weg stellen, dann ist es wie in der Reiterei, es wird umso spannender.“

Von AS

 

5 Fragen an – Moritz Mühleck.

Die Fitness-Studio-Kette FIT/ONE ist auf der Überholspur. Es fing alles mit zwei Filialen an – mittlerweile gibt es 23 FitOne-Studios in Deutschland, Polen und Wien. Wir haben mit dem Geschäftsleiter gesprochen: Moritz Mühleck, 31 Jahre alt.

Sie sind eigentlich gelernter Schauspieler, wie kam es zu Ihrem Berufswechsel? 

Ich habe trainiert und mich generell für Fitness-Themen interessiert. Als ich mit meiner Schauspiel-Ausbildung fertig war, arbeitete ich zunächst auf Theater-Bühnen und konnte erste kleine TV-Rollen ergattern. Eines Tages kam dann aber mein Vater auf mich zu. Er hatte gerade zwei Fitness-Studios gekauft und ihm fehlte ein Geschäftsleiter. Für mich war das eine tolle Gelegenheit etwas Eigenes aufzubauen. Mittlerweile ist daraus die Marke FIT/ONE entstanden und wir sind mit 23 Studios in Deutschland, Polen und Wien vertreten. Weitere sind in Planung.

Welche Vision steckt hinter den FIT/ONE Studios?

Unsere Vision sind Mega-Fitnessstudios auf Flächen von 2.000qm² bis zu 8.000qm² wo alles geboten wird: seien es Pools, Freihantelbereiche, Kursräume oder modernste Geräte. Hier ist für jeden das passende Sportangebot dabei.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Ich bin definitiv sehr ehrgeizig und fleißig. Momentan konzentriere ich mich voll und ganz auf meine Arbeit, bin von morgens bis abends im Büro. Aber natürlich erst nachdem ich mich morgens um meine kleine Tochter gekümmert habe.

Das bisherige Highlight Ihrer Karriere?

Die Eröffnung unseres Studios in Ingolstadt war mein bisheriges Highlight. Es erstreckt sich auf einer Fläche von 7.000qm² und hat mittlerweile 5.000 Mitglieder. Hier gibt es eine Rundlaufbahn durch das gesamte Studio, frei nach dem Motto: „run the world“ at FIT/ONE. Außerdem bietet es bei einer so großen Fläche natürlich auch einen Wellnessbereich mit Sauna, Solarium und Massarium.

Welche Ziele setzen Sie sich für die Zukunft?

Die FIT/ONE-Geschäfte weiterhin erfolgreich zu führen und natürlich weiter zu expandieren. Unsere nächste Idee ist es, ein JumpOne zu eröffnen – also ein Studio für Jumping-Fitness.

Von AS

5 Fragen an Vreni Frost. Autorin, Sprecherin und Moderatorin.

Credit:Jules Villbrandt

Was wollten Sie als Kind werden?

Meine Berufswünsche wechselten häufig. Von der Tierärztin bis hin zur Schauspielerin war alles dabei. Heute arbeite ich in der Kreativbranche und habe mehrere Standbeine, was mir unglaublich wichtig ist und was mein Leben auch ungemein bereichert. Als Autorin sitze ich meist im stillen Kämmerlein, als Moderatorin spreche ich mit und vor vielen Leuten – diesen Gegensatz liebe ich sehr.

Wie haben sie die Idee für ihren Blog neverever.me entwickelt?

Damals war das ein reines Hobby. Ich habe zu einer Zeit mit dem Bloggen angefangen, da hätte keiner von uns im Traum je daran gedacht, was für eine riesige Influencer-Bubble sich daraus entwickelt. Neverever.me sollte ursprünglich die Nevers und Evers der Modebranche auflisten. Das war jedoch zu kurz gedacht: Ich bin überaus begeisterungsfähig und gehe sehr positiv durchs Leben – da permanent etwas zu finden, was ich nicht gut finde, war unmöglich. Heute sehe ich den Namen als Wortspiel. Neverever.me drückt aus, dass meine Persönlichkeit zwar im Netz erlebbar ist, „neverever“ jedoch mein ganzes Privatleben preisgibt.

Wie bekommen Sie all Ihre Tätigkeiten unter einen Hut?

Das ist alles eine Frage von Zeitmanagement. Ich versuche immer nur so viele Aufträge anzunehmen, dass ich alles in Ruhe schaffe. Das klappt manchmal nicht, weil so viele großartige Projekte kommen. Die meisten Leute bauschen ihren Workload wahnsinnig auf, weil es gesellschaftlich angesehen ist Überstunden zu machen und busy zu sein. Das ist Quatsch. Ich arbeite effektiv und hochkonzentriert für 4-6 Stunden, manchmal höre ich danach auf, treffe mich mit Kollegen und Kunden oder erledige einfache Aufgaben. Ich bin eine große Verfechterin der 20 Stunden Woche und sicher, dass die meisten Schreibtischjobs auch in dieser Zeit erledigt werden können. Menschen arbeiten so viel effektiver und glücklicher, wenn sie ihre Arbeitszeit ihrer inneren Uhr anpassen können und meine tickt nun mal am lautesten zwischen 5 Uhr morgens und 14 Uhr mittags. In dieser Zeit schaffe ich fast immer alles, was erledigt werden muss. Alles andere darf auch mal warten.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?

Die Wörter „Rückschlag“ oder „Scheitern“ gibt es bei mir nicht. Wenn etwas nicht beim ersten Mal gelingt, dann habe ich mich nicht gut genug vorbereitet oder ich bin einfach noch nicht so weit. Dies gilt es dann ehrlich zu beurteilen, dann kann ich mich weiterentwickeln und eine neue persönliche Strategie verfolgen.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Momentan fokussiere ich mich auf meine Arbeit als Autorin, Moderatorin und Sprecherin, nehme Schauspielunterricht und spiele Impro-Theater. Mein erstes Buch erscheint im Frühjahr 2020, es wird ein Sachbuch – mehr verrate ich noch nicht. Des Weiteren konzipiere ich meinen ersten Podcast und versuche als Sprecherin für Hörbuch, Hörspiel und Werbung Fuß zu fassen. Ich liebe es, mich alle paar Jahre neu zu erfinden und das wird wahrscheinlich mein Leben lang so bleiben.

Von Franziska Mansen

 

 

Social Media ist ein gutes Marketing Tool

– 5 Fragen an Galia Brener. Modedesignerin, Influencerin und Youtuberin.

Was wollten Sie als Kind werden?
Astronautin. Die NASA hat mich schon immer fasziniert.

Wofür steht ihre Mode-Marke „The secret pocket society“?
Wir Frauen werden ständig mit äußeren Schönheitsidealen konfrontiert und ich möchte mit meinem Label auf das Thema Body-Shaming aufmerksam machen. Wir müssen keine Size Zero sein, oder den perfekten Körper haben. Wir sollten unsere Körper so feiern wie sie sind. Die neue gbag Taschen-Kollektion ist genau deshalb eine Hommage an alle Frauen. Sie soll zeigen, wie viel Aufwand wir Frauen in unser Leben stecken. Der Name „secret pocket society“ kommt übrigens daher, dass die Taschen immer kleine Fächer integriert haben – für all unsere Geheimnisse.

Wie bekommen Sie Ihre Tätigkeiten (eigene Modemarke, Social Media und Youtube) unter einen Hut?
Ich habe zwei Jobs: Designerin und Influencerin. Da sich beides für mich wie ein Hobby anfühlt, schaffe ich es relativ leicht die Balance zu halten. Außerdem ist Social Media ein gutes Marketing-Tool für meine Designs, da ich direktes Feedback von meinen Followern bekomme. Ich nutze die Plattform gerne, um zu zeigen: es geht ganz normal – ungeschminkt und nicht perfekt. Unter dem Hashtag #ohnemakeup poste ich regelmäßig „ungeschminkte“ Stories von mir. Mein Ziel ist es sowohl mit meiner Mode, als auch mit meiner Social Media Präsenz, Frauen zu ermutigen sie selbst zu sein und sich so zu lieben wie sie sind.

Welche Tipps haben Sie für junge Nachwuchsdesigner/innen?
Vor allem: an sich selber glauben. Wenn man es nicht versucht, weiß man nie ob es nicht vielleicht geklappt hätte. Zu mir haben anfangs alle gesagt: „Mach doch lieber etwas Normales“, aber ich habe mich nicht davon abhalten lassen und jeden Tag 18 Stunden gearbeitet. In der heutigen Zeit ist es zudem wichtig, eine Instagram-Präsenz aufzubauen. Um das eigene Business bekannter zu machen und um mit den Followern direkt zu kommunizieren. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich meinen Followern ein neues Design zuerst auf Instagram vorstelle. Dadurch erhalte ich dann direktes Feedback.

Was sind Ihre nächsten Ziele?
Meine Youtube-Show – „Die Galia Brener Show“ – auf einem Streaming-Portal zu platzieren. Es geht in meiner Show um das Thema Reisen und Luxus – mit einer Prise Comedy. Mit meinem Kanal möchte ich die Leute dazu animieren, auch mal über sich selbst zu lachen.

Von Franziska Mansen

Was sind die Erfolge in der Welt der Uhren

Alexander Gutierrez Diaz, General Manager bei Richemont Northern Europe

– Erfolg: laut Duden ein positives Ergebnis einer Bemühung; Eintreten einer beabsichtigten, erstrebten Wirkung.

Wo finde ich Erfolg, die Bemühung und die erstrebte Wirkung in der Welt der Uhren. Ich würde sagen: fast überall.

Beginnen wir am Anfang: wir schreiben das ausgehende 18. und beginnende 19. Jahrhundert und befinden uns noch vor der Industrialisierung im Schweizer Jura oder in Sachsen – den Hochburgen der Uhrmacherei. Genies, Freigeister, Entrepreneure, Könner ihres Fachs entwickeln und konstruieren nie dagewesene technische Wunderwerke, trotzen frech der Physik und akzeptieren kein Limit. Es entstehen Tourbillons, Ewige Kalender, Minutenrepititionen und Astrolabien auf kleinster Fläche für die Westentasche. Erfolg als Konsequenz von Akribie, Erfahrung und Können.

Wenn das nicht schon nicht genug Erfolg wäre – nein, man wagt den Schritt in die große Welt, gründet nach teilweise wochenlangen Anreisen Niederlassungen in Übersee, Asien und Australien, um dem internationalen Publikum Zugang zu den Meisterwerken zu ermöglichen. Dies ohne Volkshochschulkurs „Chinesisch“ oder einer gut funktionierenden Fremdsprachen APP nebst GoogleMaps. Erfolg als Konsequenz von Mut, Offenheit und Vision.

Jahrzehnte und Jahrhunderte verfliegen. Es verschieben sich Grenzen, Staaten kommen und gehen, Kriege werden geführt, die Industrialisierung verändert das Leben auf unserem Planeten und nichts bleibt wie bisher in Gesellschaft, Politik und Kultur. Unsere Freunde in der Welt der Uhren sind außen vor: weiterhin entstehen Zeitmesser, die dem Träger seine persönliche Zeit entschleunigen und ein Gefühl von Sicherheit geben – sozusagen als der, im wahrsten Sinne des Wortes, engster Freund. Erfolg als Konsequenz von Tradition, Beständigkeit und Langfristigkeit.

Seit 200 Jahren erleben somit nicht nur die Uhrmacher und Schöpfer Erfolg, sondern geben auch uns, den Trägern und Käufern, die Möglichkeit unsere persönlichen Erfolge mit ihren Uhren zu zelebrieren. Sei es im Privaten oder Beruflichen.

Wir belohnen und ehren unsere Kinder, Partner und Familienmitglieder bei den vielfältigsten Anlässen. Wer gönnt sich nicht nach beruflichem Erfolg, gutem Geschäftsabschluss oder der ersehnten Beförderung gern einen Zeitmesser, der diesen Moment am Handgelenk festhält und erinnert. Erfolg als Konsequenz von Emotion, Verbundenheit und Genuss.

Zeitmesser und Erfolg scheinen ein untrennbares Paar zu sein, das die Zeiten übersteht und nicht vergeht – und ähnlich wie an einer hochwertigen Uhr erfreut man sich am Erfolg nicht nur heute, sondern wünscht sich beide auch für die kommende Generation.