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Aktuell konzentriert sich der Unternehmer auf sein Versandunternehmen, welches durch einen Algorithmus für jeden Kunden den günstigsten Versandtarif ermittelt. / Foto: © Media Group – Jörg Blümel

One last thing

Jörg Blümel hat ein klares Ziel: Er möchte für E-Commerce-Bestellungen das größte Vergleichsportal für Versandleistungen in Europa aufbauen. Sein Credo auf dem Weg dorthin: Entscheidungen treffen, auch wenn sie unbequem sind.

Während der Präsentationen der Neuheiten seines Konzerns sagte Apple-Gründer Steve Jobs gerne „One more thing”, um dann noch einen Knaller wie das neueste iPhone-Modell aus dem Hut zu zaubern. Für Jörg Blümel ist Jobs ein Vorbild. „Weil er Visionen hatte und der Gesellschaft etwas Bleibendes hinterließ“, erklärt der Hamburger, der mit seiner Kollegin Jessica Thomas und der United Postal Group das größte Versandunternehmen für E-Commerce in Europa aufbauen möchte. Den legendären Satz des Apple-Gurus hat Blümel für sich etwas adaptiert:

„Bei mir heißt es: One last thing. Es ist diese eine Sache, noch etwas Großes und Beständiges aufzubauen!“

Jörg Blümel und Jessica Thomas gemeinsam mit ihrem Team in der Druckstation zur Cricket-WM in der Karibik. / Foto: privat

Zurzeit fließt seine ganze Energie in das Vergleichsportal, das weltweit für Onlinehändler, Unternehmen und die Medienbranche tätig ist. Über die eigens entwickelte Software vergleicht ein Algorithmus für jeden Kunden über 60.000 verschiedene Einzelprodukte von zahlreichen internationalen Postgesellschaften und ermittelt so die günstigsten Versandtarife. Dabei sparen Händler und Kunden im Vergleich zu den bekannten Versanddiensten bis zu 50 % der Portokosten. 2021 ist Blümel auch ins Privatkundengeschäft eingestiegen und eröffnete in Deutschland und weiteren Ländern Europas Shops zur Einlieferung von Sendungen. Dabei geht es ihm nicht nur um schnelle Expansion:

„Erfolg kann man schaffen, man muss ihn aber auch erhalten“, betont er.

2021 eröffnete Blümel europaweit Shops zur Einlieferung von Sendungen. / Foto: privat

Sein Geschäft und die Branche kennt der 55-Jährige in- und auswendig. Schon 1990 gründete er mit dem Blümel Couvertier Service sein erstes Unternehmen. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder schwierige Situationen, aber die gehören für Blümel dazu: „Klar, macht man mal Fehler, aber sie sind oft unvermeidbar auf dem Weg zum Erfolg.

Wenn Du merkst, du gehst den falschen Weg, stoppe ihn und gehe in eine andere Richtung.“

Die Entwicklung seiner Firmengruppe führte ihn seitdem rund um den Globus; ein Luxus, den er zu schätzen weiß: „Ich hatte das Privileg, überall auf der Welt unterwegs zu sein und vieles zu sehen.“ An eine Episode in den 2010er-Jahren erinnert er sich besonders gern: „Auf den karibischen Inseln haben wir damals digitale Zeitungsdruckstationen aufgebaut, auch auf der Privatinsel Mustique. Dort habe ich nur ganz knapp ein spontanes Konzert mit Bruce Springsteen, Phil Collins und Mick Jagger verpasst!“

„One last thing“ ist in Wahrheit eigentlich das erste richtig große Ding. Von wo aus er es eines Tages steuern möchte, weiß er schon: „Zeitweise in New York oder Miami zu leben und zu arbeiten, wäre toll!“ Aber das ist ein anderes Kapitel.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

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Nachdem er verschiedene Firmen aufgebaut hat, hat Michael Urban mittlerweile den Job als Geschäftsführer aufgegeben und ist Vollimker. / Foto: © privat

Von Büchern und Bienen

„Wenn ich meine Karriere erst mit 25 oder 30 Jahren begonnen hätte, dann wäre es sicherlich nicht so gut gelaufen,“ sagt Michael Urban. „Denn dann macht man viele Dinge einfach nicht mehr mit so einer Leichtigkeit. Man dreht gedanklich drei Runden mehr und verwirft es dann wieder, weil es doch zu schwierig werden könnte.“

Michael Urban hat nicht viel verworfen – er hat viel gemacht. Und das mit Erfolg. Mit 17 Jahren hat er seine erste Firma gegründet, mit der er die damalige Stadtschülerzeitung herausbrachte. Damals titelte eine Zeitung: „Michael Urban, jüngster Verleger Deutschlands“. Das war sein Einstieg in das Verlagswesen, das er in den Jahren darauf immer mehr aus- und umbaute. „Mit der Zeit kamen plötzlich Kunden mit Druckanfragen auf mich zu. Briefbögen usw. Da dachte ich mir, wenn ich eine Druckermaschine kaufe, dann können wir auch Drucksachen anbieten.“ Ab dem Zeitpunkt druckte Urban Kataloge, Prospekte und alles, was angefragt wurde.

Bis 1993 hatte er eine Druckerei aufgebaut. Richtig durchstarten konnte er aber erst, als er glaubte, alles verloren zu haben, weil sich ein Großauftrag als Schwindel herausstellte und er auf 10000 gedruckten Büchern saß. Doch ein Kontakt zum Weltbild Verlag

Als „jüngster Verleger Deutschlands“ druckte Urban Kataloge, Prospekte und alles, was angefragt wurde.

war seine Rettung. Der Verlag kaufte ihm die Bücher ab und Urban investierte und vergrößerte sein Spektrum.

Mit seinen Computer- und Programmierkenntnissen erstellte er 1994 eine Internetseite und bot dort eigene Bücher an. Das war der Anfang von seinem Unternehmen buch.de. Der zweite große Player am Online-Markt nach Amazon. „Ich überlasse gerne anderen den ersten Platz, als zweiter muss man sich nicht so viel rechtfertigen,“ sagt er lachend. Der 50-jährige hat dennoch alles richtig gemacht, weil er stets die Augen offen hatte und die Chancen, die sich ihm geboten haben, auch genutzt hat. „Ich bin immer losgelaufen und habe die Äpfel und Kirschen, die am Baum hingen, im Vorbeilaufen gepflückt,“ so seine Erklärung. „

Man muss mutig sein und man muss auch immer wieder aufstehen können, analysieren und weitermachen.“

Nachdem er seine Anteile an buch.de Jahre später verkauft hatte, erfüllte er sich einen Kindheitstraum. „Als kleiner Junge war ich mit meinen Eltern im Urlaub und wir hatten vor dem Küchenfenster einen Zitronenbaum. Man musste nur das Fenster aufmachen und konnte die Zitronen pflücken. Das wollte ich auch haben.“ So kaufte sich Urban ein Grundstück auf Gran Canaria und baute dort ein Ferienhaus. Mit einem Zitronenbaum. Das war zugleich der Anfang seiner neuen Karriere. Denn dort kam er auch zu seinem ersten Bienenstamm und entdeckte seine Leidenschaft für die Imkerei. Den Bienenstamm musste er damals kaufen, da sich durch den starken Wind einfach keine Bienen auf sein Grundstück „verfolgen“ und somit auch nicht den Zitronenbaum bestäuben konnten. Aus einer Not

wurde somit seine neue Karriere vorangetrieben – zumindest stand sie da schon unerkannt in den Startlöchern.

Er erfüllte seinen Kindheitstraum von einem eigenen Zitronenbaum. / privat

Für Michael Urban wäre alles so weitergegangen, wenn ihm das Leben nicht einen Spiegel vorgehalten hätte. Bis dahin arbeitete Urban 12 – 14 Stunden am Tag, auch an den Wochenenden. Dann kam die Diagnose Multiple Sklerose und alles wurde anders. Michael Urban war mehr im Krankenhaus als zu Hause. Sein Arzt gab ihm noch fünf Jahre. „Damals brach alles für mich zusammen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich verschiedene andere Firmen aufgebaut. Ich verkaufte alle Firmenanteile. Doch durch die Medikamente, die ich gegen die Krankheit nehmen musste, bekam ich eine

Depression. Fast ein Jahr lang konnte ich nicht das Haus verlassen. Erst langsam wurde es besser. Diese Zeit hat mir aber auch die Augen geöffnet.“ Als es ihm besser ging, übernahm er erstmals in seinem Leben eine Festanstellung als Geschäftsführer in einem Unternehmen. Ein Nine-To-Five-Job, der ihm aber nicht ausreichte. So widmete er sich immer mehr der Imkerei.

Mittlerweile ist Urban zu einem der größten Königinnen- und Bienenzüchter Deutschlands geworden. „Mein Sohn ist auch in die Imkerei eingestiegen und wir produzieren jedes Jahr mehr als 10000 Bienenköniginnen und Bienenvölker, die wir an unsere Kunden verkaufen. So habe ich den Dreh von meinem Zitronenbaum zu meinen Bienen geschafft und somit auch zu meinem heutigen Business.“ Den Job als

Mit seinem Sohn Maximilian plant Michael Urban große Erfolge mit Bienen / Foto: Fotos: © privat

Geschäftsführer hat er aufgegeben und ist mittlerweile Vollimker. Mit seinem Sohn plant er nun andere große Erfolge. Sein Sohn hat mit Kollegen gerade eine Imkergenossenschaft gegründet und Urban steht als Senior und Unterstützer beim Start zur Verfügung. Sie wollen eine neue Honigmarke auf den Markt bringen. „Summstoff“ heißt sie. „Mein Traum ist es, dass die Leuten in fünf Jahren im Supermarkt konkret nach einem Glas „Summstoff“ fragen.“

Wenn man sich seinen Werdegang so ansieht, könnte das auch so kommen. „Ich bin auf meinem Karriereweg immer irgendwo reingestolpert und habe die Gelegenheit genutzt. Dabei kann man auch hinfallen. Aber man muss auch wieder aufstehen und weitermachen.“ Übrigens sind die fünf

Jahre, die ihm der Arzt damals gegeben hat, schon überschritten.

„Ich bin davon überzeugt, dass man sehr viel erreichen kann, wenn man eine Perspektive hat und positiv denkt.“

Wer weiß, ob er so weit gekommen wäre, wenn er nicht schon mit 17 Jahren seine Karriere gestartet hätte.

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Der erfahrene CEO will sein Wissen an junge Nachwuchs-Unternehmer weitergeben. / Foto. privat

„Erfolg ist Freiheit“

Er ist der Prototyp des erfolgreichen Gründers: Claus-Georg Müller hat schon einige Unternehmen groß gemacht und sogar mehrfach den Kitzel erlebt, wenn das eigene Baby – zum Beispiel der Telekommunikationsausrüster ADVA Optical AG – an die Börse geht. Zurzeit führt er die Geschäfte der S4 Space AG, einer von ihm erst 2018 gegründeten Firma, die sich dem schnellen Anschluss an das Internet der Dinge verschrieben hat und dazu Lösungen anbietet.

Wenn man Claus-Georg Müller nach seinem Vorbild fragt, lautet die Antwort „Tesla-Gründer Elon Musk“.

Erfolg ist für den Wahl-Münchner nämlich Freiheit – also die Unabhängigkeit von der Bürokratie der Großunternehmen und die Chance, selbstbestimmt die Geschicke lenken und etwas bewegen zu können.

Zu sehen, wie die eigenen Ideen unternehmerisch Früchte tragen. Wie bei Musk, der seine

Aktionäre zwar mit seinen scheinbar unbedachten Äußerungen auf Twitter immer wieder das Fürchten lehrt, sie aber doch zu großen Gewinnen führt

, indem er – wie Müller es beschreibt – „risikobewusst Vollgas gibt“. In der heutigen Zeit braucht es aus seiner Sicht zum Erfolg nämlich vor allem eins: „Eier!“ Aber was ist der Antrieb des passionierten Gründers, der vor allem in den Bergen und in der Natur Inspiration findet? „Anderen zeigen zu können, was möglich ist“, wenn man es wirklich will und bereit ist durchzuhalten. Irgendwann, wenn seine Geschäftsideen ihm die Luft dazu lassen, will der erfahrene CEO sein Wissen jungen Nachwuchs-Unternehmern weitergeben.

In den Bergen und in der Natur findet der passionierte Gründer seine Inspiration. / Foto: privat

Leicht hatte es der kreativen Kämpfer, der Stress liebt und großes Talent besitzt, überraschende Lösungen zu finden, allerdings nicht immer. Eine schwere Krankheit, mit der Claus-Georg Müller auch heute, fünf Jahre später, noch zu tun hat, ließ seinen Karriereweg, der bis dahin immer nur steil nach oben ging, steinig werden. Nicht nur die Sorge um die eigene Gesundheit machte ihm zu schaffen – der fünf-fache Vater musste auch auf die harte Tour erkennen, dass nicht alle Menschen das sind, was sie vorgeben zu sein. „Viele angebliche Freunde, die mir eigentlich helfen wollten, haben sich überall bedient und sich die Taschen vollgemacht“, muss der Entrepreneur heute leider Bilanz ziehen. Daraus hat er vor allem eins gelernt:

Am besten verlässt man sich immer nur auf sich selbst – und auf die engere Familie.

Blut ist eben meist doch dicker als Wasser… Doch selbst wenn Müller die Zeit zurückdrehen könnte, würde der Unternehmer heute nur eines anders machen: Seine Erfolge mehr genießen.

 

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Josef Haas geschäftsführender Gesellschafter der KAMPA GmbH / Foto: Michael Tinnefeld

Schnelligkeit ist gefragt, um erfolgreich zu sein

Es gibt Menschen, die mit ihrer Leidenschaft andere in ihren Bann ziehen. Josef Haas gehört zu diesen Menschen. Man muss ihn nur über seine Leidenschaft, dem Wertstoff Holz, reden hören. Josef Haas ist geschäftsführender Gesellschafter der KAMPA GmbH. Einem der bekanntesten Fertighaushersteller in Deutschland, dem Marktführer für Plusenergiehäuser aus Holz.

Ich bin auf einem land- und forstwirtschaftlichen Hof groß geworden. Holz hat für mich immer schon eine große Bedeutung gehabt. Ich liebe diesen Wertstoff“, sagt der 50-Jährige. Eigentlich wollte Haas Landwirt werden. Doch es sollte anders kommen. Er machte eine Ausbildung und fing bei Haas Fertigbau an. Im Übrigen nicht verwandt damit. Dort stieg er bis in die Geschäftsführung auf. 2001 wechselte er zur Wolf System GmbH, bis er dann 2007 beim börsennotierten Unternehmen Kampa AG anfing. „Ich komme aus ganz einfachen Verhältnissen. Aber ich habe immer mit Leidenschaft meinen Beruf ausgeübt. Leidenschaft, die nötige Motivation und natürlich auch ein gewisser Ehrgeiz. Ich bin eine Art Zwischengeneration. Wenn man bescheiden aufgewachsen ist, dann hat man eine ganz andere Einstellung zur Arbeit. Als ich anfing, da waren Work-Life-Balance, Homeoffice und Co noch gar nicht geboren. Für mich gibt es kein Reden, sondern Machen.“ Machen ist für Josef Haas das A und O. Als 2008 die große Finanzkrise kam und die Kampa AG insolvent ging, sicherte er sich die Rechte an der Marke KAMPA und führte diese fort. Die Kampa GmbH wurde gegründet, die Markenphilosophie konsequent weiterentwickelt. Und das vor allem mit seiner Leidenschaft für Holz. „Es war ein Schlag ins Gesicht, als die Kampa AG insolvent ging. Weil ich dafürstand. Deshalb habe ich auch alles darangesetzt, die Marke KAMPA aufrechtzuerhalten.

Man darf nicht aufgeben, wenn man an etwas glaubt.“

Er glaubt auch daran, dass der Klimawandel machbar ist. „Es macht mich wahnsinnig glücklich, jungen Familien die Zukunft des Wohnens zu erklären. Wenn man sich anschaut, welchen Wandel wir gerade durchleben, dann muss man gerade auch bei dem Bau von Häusern anfangen umzudenken. Deswegen setzen wir serienmäßig auf echte Plusenergie und maximalen
Ressourcenschutz. Wir bauen in unseren Hausbau-Manufakturen mit Holz – einem nachwachsenden Rohstoff, der zig Tonnen
schädliches Kohlendioxid bindet. Eine perfekt gedämmte Gebäudehülle, die selbst erzeugte, regenerative Energie sowie ein
effizientes Energiemanagement mit Wärmerückgewinnung machen ein KAMPA Haus zu einem echten Plusenergiehaus, welches das Klima entlastet und seine Bewohner zu Selbstversorgern macht. Unsere Häuser übertreffen schon heute die staatlichen Vorgaben von morgen. Und sichern den Bauherren die maximale Förderung. Man muss die Zeit der Veränderung mitgehen. Schnelligkeit ist gefragt, um erfolgreich zu sein. Corona hat uns gezeigt, dass sich alles ändern kann. Vor zwei Jahren sprachen alle über das urbane Leben in der Stadt. Mittlerweile erleben wir eine Stadtflucht. Ich mache mir Gedanken zum CO2-Ausstoß in Häusern. Wir als Hersteller kämpfen Tag für Tag für die Zukunft des Wohnens.“ Josef Haas ist ein Mann, der fest daran glaubt, dass man mit Leidenschaft und der nötigen Motivation viel erreichen kann. „Ich versuche sowohl mich als auch meine Mitarbeiter jeden Tag dazu zu motivieren, das Beste aus sich rauszuholen. Das treibt mich voran.“ Dieser Antrieb, gepaart mit einer Leidenschaft, die einen mitreißt, kann aus einem einfachen Jungen aus Niederbayern einen Menschen machen, der mit seinem Willen die Welt verändern möchte.

 

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Mark Gregg ist Geschäftsführer der BONAGO Incentive Marketing Group GmbH. / Foto: BONAGO

Erfolgreiche Mitarbeiterbindung durch Flexibilität und Individualisierung

Die Coronapandemie hat sämtliche Branchen in den letzten 1 ½ Jahren herausgefordert.
Herr Gregg, wie hat BONAGO diese Zeit erfolgreich überstanden?

Wir hatten das Glück, dass unsere Branche nur wenig von der Krise betroffen war. Unsere Kunden haben ihre Mitarbeiter weiterhin unterstützt, wo es ging. Das finde ich bemerkenswert. Ich muss aber auch sagen, dass wir nicht untätig waren. Wir haben letztes Jahr als eines der ersten Unternehmen Coronatests für Mitarbeiter angeboten und haben dieses Jahr das erfolgreiche Multi Flex-Ben Portal für Mitarbeiter weiterentwickelt und um neue attraktive Benefits erweitert. Das Erfolgsrezept war also, dass wir neue Chancen ergriffen haben, ohne unser Stammgeschäft zu vernachlässigen.

Sie sprechen von Flexibilität. Wie wichtig ist das in der heutigen Zeit?

Unser Beispiel zeigt, wie wichtig Flexibilität in der heutigen Zeit ist. Man muss auf unterschiedliche Einflüsse von außen reagieren und dabei stets die Sicherheit gewährleisten. Das gilt nicht nur für die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden, sondern auch für die zu den eigenen Mitarbeitern. Jeder Mitarbeiter hat individuelle Bedürfnisse. Um die Mitarbeiter zu fördern und vor allem zu halten müssen Unternehmen auf die individuellen Wünsche eingehen können. Beispielsweise freuen sich alle über die 50€ Sachbezug. Eine Kollegin möchte jedoch ein neues E-Auto über den Arbeitgeber leasen und der andere Kollege benötigt den Kindergartenzuschuss. Die Personalabteilung im Mittelstand kann diese Individualität gar nicht leisten. Deshalb haben wir das Multi Flex-Ben Portal mit 25 Benefits entwickelt, in dem jeder Mitarbeiter seine Benefits selbst zusammenstellen kann.

Welche Rolle spielt für Sie das Gesundheitsmanagement bei der Mitarbeiterbindung?

Die Gesundheit steht bei der Mitarbeiterbindung an oberster Stelle. Das haben spätestens jetzt alle verstanden. Neben der körperlichen Gesundheit, vergessen viele aber immer noch die psychische Gesundheit. Unternehmen wollen aber langfristig von der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter profitieren. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Ein gutes Beispiel hierfür ist die PGB (Psychische Gefährdungsbeurteilung). Obwohl die Analyse verpflichtend ist und sogar hohe Bußgelder drohen, führen mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen diese nicht regelmäßig durch. Infolgedessen haben wir uns dazu entschieden, jedem Kunden mit Full Service im Portal die PGB für 3 Jahre zu schenken. Das ist unser Beitrag zur Mitarbeitergesundheit.

 

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Gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft

230 Mitarbeitende, fünf Standorte, vier Technologiepartner, ein Ziel. Anfang 2021 haben sich die beiden IT-Beratungsunternehmen PTS Group AG und affinis AG zusammengeschlossen. Wir haben Heiko Harms (CEO) und Jochen James Fischer (Aufsichtsratsvorsitzender) im Interview über die Ziele und die zukünftige Entwicklung der neuen affinis AG befragt.

 

Herr Harms, wie sind Sie zu dem Entschluss gekommen, dass die PTSGroup und affinis gemeinsam ihren Weg beschreiten sollen?

HARMS: Wir hatten uns zum gleichen Zeitpunkt dem Ziel gewidmet, unsere jeweiligen Kompetenzfelder zu stärken und mit einem strategischen Partner zu wachsen. Ausschlaggebend für den Zusammenschluss waren unsere sich ergänzenden Beratungs- und Serviceansätze, die Fokusbranchen und die ähnlichen Unternehmenskulturen. Uns verbinden die gleichen Unternehmenswerte, eine unermüdliche Motivation unsere Kunden voranzubringen sowie die Affinität für innovative Lösungen.

Und wie sieht die strategische Entwicklung der neuen affinis AG aus?

Jochen James Fischer ist Aufsichtsratsvorsitzender der affinis AG

HARMS: Durch den Zusammenschluss können wir unseren Kunden durchgängige Digitalisierungslösungen mit den Technologien SAP, Microsoft, ServiceNow, Adobe und ADITO liefern, abgerundet mit unserem tiefen ProzessKnow-how und unserer Beratungsexpertise. Neben dem Projektgeschäft werden wir die Erbringung von Serviceleistungen konsequent ausbauen und kommen somit dem Markttrend entgegen. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Plattform „smart us“, in die wir aktuell investieren – eine innovative digitale B2X Plattform, die alle entscheidenden Akteure aus dem Bereich Real Estate vernetzt. Hierbei konnten wir unsere umfangreiche Erfahrung in Microsoft Dynamics 365 mit unserer fast 20-jährigen Erfahrung im Bereich Real Estate bündeln.

Welches Potenzial sehen Sie zukünftig für die affinis AG?

FISCHER: Als innovative IT- und Technologieberatung bewegen wir uns mit unseren Leistungen in einem klaren Wachstumsmarkt. Der Bedarf an Digitalisierungsprojekten wird in den nächsten Jahren weiter wachsen und damit auch die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen. Wir verstehen uns als Problemlöser und Ansprechpartner in der Implementierung digitaler Prozesslösungen mit zukunftsweisenden Technologien. Mit der Entwicklung innovativer Serviceplattformen und intelligenter Systeme schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal für uns und einen Mehrwert für unsere Kunden.

Heiko Harms ist Vorstandsvorsitzender der affinis AG

Und was ist die nächste Schlagzeile, die wir über affinis lesen werden?

FISCHER: „affinis – Die IT- und Technologieberatung aus Deutschland!“ So oder so ähnlich zumindest, denn wir wollen die Anzahl unserer Standorte langfristig verdoppeln. Für uns steht fest, dass wir unser Ziel noch lange nicht erreicht haben. Wir möchten weiter wachsen – sowohl organisch als auch mit neuen strategischen Partnern.
HARMS: Wir haben in den letzten Wochen unsere Leistungen im Bereich Business Intelligence gebündelt, um unsere Kunden bei der Implementierung von Systemen zur automatisierten Entscheidungsfindung zu unterstützen. Wir legen damit die ersten Bausteine für den Einsatz künstlicher Intelligenz und werden dies zukünftig viel stärker ausbauen. Die spannendste Zeit liegt also noch vor uns. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Kunden die gesamten Potenziale der digitalen Transformation freizusetzen.

www.affinis.de

 

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Mit seinen Computerspielen Millionen Menschen Freude bereiten – dieses Gefühl liebt der Unternehmer Heiko Hubertz. / Foto: privat

„Mein Erfolgsgeheimnis ist ein Tick Wahnsinn“

Gerade baut Heiko Hubertz wieder eine Computerspiele-Firma auf, die er zum Erfolg führen will. Diesmal will er den US-Markt erobern. Auch mit Bigpoint, das Unternehmen, das er zu einem der größten Spiele-Giganten Europas machte, startete er diesen Versuch, konnte im Silicon Valley aber nicht punkten. Nun will es der 46-Jährige nochmal wissen. Nur das Valley sieht ihn nicht wieder…
Warum fasziniert Sie Gaming so?

Auf der einen Seite reizt mich, dass ich das Business verstanden habe und auf der anderen liebe ich den Reiz, den jedes neue Spiel bedeutet. Wir wissen vorher ja nie, ob es ein Erfolg wird – und dann das Gefühl zu haben, dass man Millionen Menschen Freude bereitet, ist einfach geil. Ich wüsste nicht, was ich Besseres machen könnte.

Sie haben mit Bigpoint auch finanziell den großen Wurf gelandet. Warum gründen Sie immer wieder neue Gaming-Firmen?

Warum spielt Bayern München nächstes Jahr schon wieder in der Bundesliga? Ich glaube, es gibt Menschen – und dazu zähle ich –, die es einfach toll finden, Erfolg zu haben. Und ein Unternehmen zu verkaufen, wenn es läuft, gehört für mich dazu. Dann habe ich wieder Platz im Kopf für das nächste Abenteuer.

Also fiel es Ihnen nicht schwer, sich von Ihrem Baby Bigpoint zu trennen?

Es war ja nicht wie bei einem plötzlichen Unfalltod, sondern ein Prozess. Sobald man den ersten Investor aufnimmt, weiß man, dass er sein Geld vervielfachen will – und zwar über den Verkauf. Für mich war klar, dass ich dann mit aussteige.

Haben Sie danach sofort wieder losgelegt?

Damals bin ich erst mal auf Weltreise gegangen und dachte, jetzt genießt Du das Leben und gründest irgendwann eine Familie. Das habe ich aber nicht mal ein Jahr ausgehalten…

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg?

Immer wieder. Der Schlimmste war sicherlich, als ich 2012 über 100 Mitarbeiter entlassen musste. Aber ich habe weitergemacht und einen Teil der Leute später in meiner neuen Firma wieder eingestellt.

Kann man Erfolg steuern?

Das Unternehmen „Bigpoint“ machte der 46-Jährige zu einem der größten Spiele-Giganten Europas. / Foto: privat

Definitiv. Wer nicht bereit ist, über Grenzen zu gehen und Sachen zu opfern, und ich betone hier bewusst das Wort opfern, wird keinen Erfolg haben. Wenn ich nicht jeden Tag trainiere, dann werde ich keine Top-Sportler – und wenn ich nicht jeden Tag im Büro bereit bin, Entscheidungen zu treffen und harte Arbeit reinzustecken, wird das auch nichts. Egal wie viel Glück und Talent ich habe.

Was haben Sie persönlich für den Erfolg geopfert?

Viel Freizeit. Ich konnte mir nie vorstellen, was Menschen machen, die um 18 Uhr nach Hause gehen. Fernsehen? Fußball spielen? Glück ist mit dem Tüchtigen, deshalb wollte ich lieber bis 22 Uhr im Büro sitzen. Das ist heute noch so, aber ich habe jetzt auch eine kleine Tochter, die ich ins Bett bringen möchte…

Gibt es etwas, worauf Sie trotz aller Opfer achten?

Ich nehme Recovery-Phasen sehr ernst. Wenn ich nicht genug Schlaf bekomme, bin ich einfach nicht in der Lage, ausgeglichen zu reagieren und gute Entscheidung zu treffen. Ich arbeite zwar auch am Wochenende, schlafe aber dann auch sehr lange.

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Ich arbeite gern gegen Ziele. Das heißt aber nicht, dass ich mich morgens hinsetze und mir ein Ziel überlege, das wäre mir zu strukturiert. Stattdessen habe ich immer ganz viele Ziele gleichzeitig, die ich zu bestimmten Zeitpunkten erreicht haben will. Mit diesem psychologischen Trick motiviere ich mich.

Setzen Sie sich auch private Ziele – wie am Wochenende mal das Handy auszuschalten?

„Mut haben und machen!“ – so lautet das Geheimnis des erfolgreichen Unternehmers. / Foto: privat

Ich setze mir nur realistische Ziele (lacht). Aber ich bin zum Beispiel ein leidenschaftlicher Golfer. Ich nehme mir jedes Jahr mit meinem Trainer etwas vor, um daran zu arbeiten – Schwung, Handicap oder eine bestimmte Platzierung bei einem Turnier. Im Urlaub trage ich mir genau im Terminkalender ein, was wir wann machen wollen, damit wir nichts wegen mangelnder Koordination verpassen. Ich kann mich nicht gut treiben lassen.

Was wollten Sie als Kind werden?

Manager von Coca Cola. Mein Vater arbeitete als Angestellter im öffentlichen Dienst und war in der Gewerkschaft. Meine Weltauffassung war schon als Kind völlig contraire. Meine Mutter sagte deshalb immer, ich würde mal Manager von Coca-Cola – das war das Sinnbild des Kapitalismus. Das fand ich toll – auch wenn ich nie dort gelandet bin. Aber ein großer Fan der USA bin ich noch immer, obwohl ich nach wie vor in Deutschland lebe.

Wäre nicht das Silicon Valley für Sie der Place to be?

Das war auch mein großer Wunsch. Es hängt mir bis heute nach, dass ich es da unten nicht geschafft habe. Bigpoint habe ich zwar gut verkauft, aber das US-Business war bei Weitem nicht so erfolgreich, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich war seitdem noch ein paar Mal in San Francisco, fühle mich da aber nicht mehr wohl, weil es für mich mit einer Niederlage verbunden ist.

Wollen Sie es trotzdem wieder versuchen?

Absolut. Mit meiner neuesten Firma werde ich den amerikanischen Markt als Erstes angehen. Ich will noch mal probieren, in den USA Erfolg zu haben – ins Valley gehe ich aber nicht wieder zurück. Dort hätte ich nicht genügend Energie, weil mich die Erinnerung bedrücken würde.

Und wie sind Sie eigentlich Unternehmen geworden?

Ich habe an einer privaten Fachhochschule in Hamburg studiert. Mehr oder weniger. Dann bot mir eine finnische Firma an, die IT-Leitung hier in Deutschland zu übernehmen. Ich hatte dort einen Chef, der mich überall mitreinschauen ließ. Und da ich dachte, wenn das die freie Wirtschaft ist, kann ich das auch. Also habe ich gekündigt und meine erste eigene Firma gegründet.

Hatten Sie Eigenkapital?

Nein, nur erste Kunden. Bis heute behalte ich mir eine gewisse Naivität – mit voller Absicht. Ich rate auch jedem: Gründe so jung wie möglich. Je mehr du die Risiken verstehst, desto mehr Angst hast du davor. Je mehr Du zu verlieren hast, desto schwieriger wird es. Du wirst dann nicht die mutigen Entscheidungen treffen, die für einen Unternehmer dazugehören. Auch meine aktuelle Firma habe ich nur gegründet, weil ich naiv war: Wir beschäftigen uns mit künstlicher Intelligenz, davon hatte ich vorher keine Ahnung. Sogar heute verstehe ich noch relativ wenig, dabei habe ich schon 30 Mitarbeiter. Die verstehen die Materie aber zum Glück. Im Nachhinein, jetzt, wo sich alles ein Bild ergibt, merke ich erst, wie verrückt ich war, zu glauben, dass das, was wir da machen, überhaupt geht. Naivität gehört eben dazu. Gerade wir Deutschen haben immer viel zu viel Angst zu scheitern.

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Auch privat setzt sich der leidenschaftliche Golfer realistische Ziele / Foto: privat

Mut haben und machen. Vielleicht ist es auch ein Tick Wahnsinn, den ich habe. Wenn ich meiner Freundin sage, wie viel Geld ich in die Firma pumpen muss, um unsere Ziele zu erreichen, schlägtsie die Hände über dem Kopf zusammen. Dabei ist ja noch nichts sicher, ich hoffe nur, dass es funktioniert. Es ist wie beim Bungee-Jumping. Einfach Hopp und Sprung.

Verlangt es einer Frau viel ab, Ihre Partnerin zu sein?

Ich hatte immer nur Langzeitbeziehung. Die Frauen verstehen, wie ich bin. Ich verstehe aber auch umgekehrt, dass es nervt, wenn ich ständig am Handy rumtippe. Ich habe durchaus gute Eigenschaften, allerdings glaube ich, dass es trotzdem nicht einfach mit mir ist. Aber mit welchem Unternehmer ist es schon einfach…

Ist Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung?

Definitiv. Mein Erfolg hing auch immer mit der jeweiligen Frau an meiner Seite zusammen. Wenn ich ständig zu Hause Streitereien hätte, könnte ich mich nicht auf die Firma fokussieren. Ich weiß aber genau, dass man sich auf mich freut, wenn ich heimkomme. Das ist mir extrem wichtig.

 

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Der mehrfache Unternehmensgründer Dr. Stefan Kloth ist im norddeutschen Raum gut vernetzt. / Foto: osteolabs GmbH

Explosive Mischung

Dr. Stefan Kloth hat sowohl BWL als auch Physik studiert und ist damit in seiner Generation ein Exot. In seinen Firmen hält es ihn nie länger als 10 Jahre. Das nächste Projekt hat er schon im Blick: einen Sprengstofftest.
Was wollten Sie als Kind werden?

Zuerst Forscher, weil ich mit 13 an „Jugend forscht“ teilgenommen habe. Mit 16, 17 wollte ich Unternehmer werden, weil ich elektronische Bausätze verkaufen wollte. Dazu ist es aber nicht gekommen, weil es dafür keinerlei Unterstützung von meinen Eltern gab.

Trotzdem haben Sie diesen Wunsch nach dem Studium verwirklicht.

Ja, obwohl ich zu Beginn des Studiums noch keinen klaren Berufswunsch hatte. Ich wählte Physik, weil man damit so viel machen kann. Erst während des letzten Teils des Studiums fühlte ich, dass ich mich selbständig machten wollte. Nur womit? Darauf hatte ich noch keine Antwort.

Deswegen haben Sie sich zunächst doch für eine Beschäftigung als Arbeitnehmer entschieden.

Genau, als Vertriebsingenieur bei Philips in Hamburg. Mich hat damals schon mehr der Vertrieb als die Technik interessiert. Seit meinem Auslandsstudium in England wusste ich, dass ich nicht in einem Labor arbeiten wollte.

Mit 25 Jahren machten Sie sich dann selbstständig und gründeten den Kontaktlinsen-Versand „Lenscare“. Wie kommt man als Vertriebsingenieur bei Philips darauf, sich mit so einer Idee selbstständig zu machen?

Herr Dr. Kloth (r.) zusammen mit Herrn Prof. Dr. Anton Eisenhauer (l., Head of Research und Gründer von osteolabs GmbH) / Foto: osteolabs GmbH

 

Ich war Kontaktlinsenträger und fand diese kleinen Plastikschalen immer so teuer. Ein teures, aber kleines Produkt, das sich gut versenden lässt – das war für mich der ideale Einstieg in den Versandhandel. Das Wort „E-Commerce“ gab es damals noch nicht.

Im Jahr 2000 standen Sie mit „Lenscare“ kurz vor dem Börsengang, als die Blase am Neuen Markt platzte. Wie sehr traf Sie der Crash?

Wir hatten erhebliche Mittel und Energie für dieses Projekt verwendet. Dann kam eine lange Rezession und die Investoren hielten uns nicht mehr die Treue. Wir sind stattdessen auf Banken und Venture Capital Geber zugegangen. Aber das war natürlich eine ganz andere Bewertung, nämlich eine richtig miese. Das heißt, es war schon auch ein tiefer Rückschritt. Später habe ich das Unternehmen verkauft. Danach hatte ich Zeit und habe Betriebswirtschaft studiert und promoviert.

Dachten Sie damals daran aufzugeben?

Ja, mit Sicherheit.

Was war Ihre Motivation, trotzdem durchzuziehen?

Zunächst mal war „Lenscare“ meine einzige Einkommensquelle und ich war relativ jung, hatte also noch kein Vermögen aufgebaut. Außerdem waren da die ganzen Mitarbeiter. Hätte ich aufgegeben, hätte das ja auch sie betroffen. Da musste ich einfach weitermachen. Ich brauchte damals mit 31 Jahren ja auch nicht viel Geld. Es gab noch keine Familie zu finanzieren.

Prof.Eisenhauer & Minister_Buchholz_ & Dr.Kloth_Bueroeroeffnung2001

Gab es einen Mentor, der Sie am Anfang Ihrer Selbstständigkeit unterstützte?

Ja, den Direktor einer Großbank in Hamburg. Der sorgte dafür, dass es mit dem Kredit immer flutschte, wenn ich zu einem seiner Sachbearbeiter ging. Er war auch Kontaktlinsenträger und fand meine Idee gut. Ich musste für die Kredite natürlich trotzdem persönlich haften. Aber immerhin bekam ich überhaupt welche.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich aus heutiger Sicht raten?

Nicht so sehr auf Berater zu hören. Ich gewichte Stimmen heute anders und reflektiere mehr, was andere Menschen sagen. Damals habe ich vieles einfach geglaubt. Woher sollte ich es mit 31 Jahren auch besser wissen? Meine Eltern waren ja keine Unternehmer. Die hatten schon die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich bei Philips gekündigt hatte.

Was hat Sie trotz der Rückschläge zu einem erfolgreichen Unternehmer gemacht?

Der Glaube ans eigene Produkt ist ganz entscheidend. Und man muss sich mit den Details auskennen, auch wenn die Firma 20, 30, 40, 50 Mitarbeiter hat. Denn kein Mitarbeiter kann mir die Verantwortung gegenüber dem Finanzamt abnehmen. Sparsamkeit ist auch wichtig. Ich sitze an einem Schreibtisch von Ikea, den wir selbst aufgebaut haben. Ich brauche keine Innenarchitekten.

Sie betreiben mit osteolabs seit 2018 eine Firma, die sich auf Schnelltests für Zuhause zur Früherkennung von Osteoporose spezialisiert hat. Wie kommt man von Kontaktlinsen zu Knochenschwund?

Durch persönliche Kontakte und durch Zufall. Ich habe mir hier im norddeutschen Raum einen Namen gemacht als jemand, der sowohl technisch als auch betriebswirtschaftlich affin ist. Damit bin ich in meiner Generation ein Exot, denn zu meinen Studienzeiten war die Kombination von Physik und BWL nicht möglich. Ich bin also gut vernetzt. Deswegen werden mir Themen angetragen, die technisch interessant sind und ich prüfe dann, was sich ökonomisch daraus machen lässt. Beim OsteoTest, der online bestellt und per Post versandt wird, kommen mir meine Erfahrungen von LensCare natürlich sehr zugute.

Welche beruflichen Pläne haben Sie für die Zukunft?

Ich bleibe nirgends länger als zehn Jahre. Wenn irgendwann die Controller kommen, um aus 90 Prozent Effizienz 99 Prozent zu machen, bin ich weg. Das finde ich furchtbar langweilig.

Also, was kommt als nächstes?

OsteoTest / Foto: osteolabs GmbH

Ein Sprengstoffspurentest, den ich mit dem Institut für organische Chemie der Universität Kiel entwickle. Da sind wir aber noch ganz am Anfang, bis zur Marktreife muss noch viel geforscht werden. Insofern passt das ganz gut zu meinen Plänen bei OsteoLabs.

Oha. Welchen Luxus gönnen Sie sich? Möbel sind’s ja nicht.

Auch keine Rolex und kein Porsche. Ich wohne hier in Kiel in der ersten Reihe mit Blick auf die Ostsee. Wenn ich schwimmen gehen möchte, bin ich sofort am Wasser. Das ist für mich Luxus. Und ich gehe gern schön essen. Wobei da ab einem gewissen Rechnungsbetrag der BWLer in mir durchkommt, der nach dem abnehmenden Grenznutzen fragt. Man kann für 300 € mit der Familie sehr schön essen, es muss nicht 500€ kosten.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eine eigene Finca im Süden wäre toll. Da würde ich Wein anbauen und mit dem Trecker über meinen eigenen Weinberg fahren. Generell möchte ich aber keine Besitztümer sammeln, denn was du besitzt, besitzt dich. Es ginge mir nur um den Spaß an der Freude.

 

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

Diese ist bereits im Handel erhältlich. Auf mykiosk.com können Sie schauen, an welchen Kiosken in Ihrer Nähe, das Magazin ausliegt.

 

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Der Sinn fürs Unternehmertum liegt dem 74-Jährigen im Blut. Schon als Kind wusste der gebürtige Berliner, dass er einmal Unternehmer werden will. / Foto: KPM Berlin

Ein Gespür für das Richtige

Bankier, Hotelier, Porzellan-Produzent, Autosammler: Jörg Woltmann beweist bei nahezu allem, was er anfasst, ein gutes Händchen

Jörg Woltmann weiß, was Kunden wollen: 1979 gründete der gebürtige Berliner mit einem Partner die Privatbank ABK Allgemeine Beamten Bank AG, deren Angebot ganz auf die Bedürfnisse von Beamten und Angestellten aus dem Öffentlichen Dienst zugeschnitten ist und deren Alleinaktionär er heute ist. 2006 übernahm er die angeschlagene Königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin und machte sie wieder zu den ersten Adressen für Liebhaber von edlem Geschirr. Außerdem betreibt der Bundesverdienstkreuzträger vier Hotels in Berlin, Potsdam und Thüringen, in denen die Gäste nach allen Regeln der Kunst verwöhnt werden. Dass er künftige Entwicklungen richtig einschätzen kann, bewies der inzwischen 74-Jährige aber schon zu Studienzeiten, als er während der Ölkrise mehrere Autohäuser in Berlin kaufte, um sie nach dem Studium gewinnbringend wieder zu verkaufen. Der Sinn fürs Unternehmertun liegt bei ihm in der Familie.

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie Unternehmer werden möchten?

Ich wusste schon als Kind, dass ich später Unternehmer werden will, weil meine Mutter auch selbstständig war und die Unabhängigkeit liebte.

Trotzdem sind Sie zunächst in eine andere Firma eingetreten. Warum?

Ich war nach dem Abitur überzeugt, dass eine Banklehre eine solide und umfassende Grundlage für das spätere Berufsleben ist. Deshalb habe ich mich im Bankhaus Hermann Lampe zum Bankkaufmann ausbilden lassen.

Damit sollten Sie Recht behalten, denn Sie haben später eine eigene Bank gegründet. War das Ihr wichtigster Karriere-Schritte?

Die königliche Porzellan-Manufaktur in Berlin rettete er vor der Insolvenz. / Foto: KPM Berlin

Ja, absolut. Die Gründung der Allgemeinen Beamten Bank im Jahre 1979 war für meine Karriere entscheidend, weil sich daraus alle weiteren unternehmerischen Tätigkeiten entwickelt haben.

Gab es weitere Highlights in Ihrer Karriere?

Ja, der Kauf der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin 2006 war auch etwas ganz Besonderes. Das Unternehmen stand damals kurz vor der Insolvenz.

Gibt es auch einen privaten Kauf, an den Sie sich gern erinnern?

Ich habe mir vor 25 Jahren einen Mercedes 300 SL Roadster geleistet. Mit 12 Jahren hatte ich bei der Hochzeit eines befreundeten Ehepaares meiner Mutter Blumen gestreut. Das Hochzeitsgeschenk an die Braut war so ein 300 SL. Das war 1959. Seitdem fasziniert mich dieser Wagen.

Sind Sie generell ein Oldtimer-Fan?

Ja! Inzwischen besitze ich eine ganze Sammlung an alten, aber auch neuen Autos.

Welche Rolle spielt sozialer Status auf dem Weg zum Erfolg?

Generell spielt der soziale Status meines Erachtens keine entscheidende Rolle mehr. Bei mir war es natürlich so, dass meine Mutter schon selbstständig war und mir das Unternehmer-Gen weitergegeben hat.

Jörg Woltmann legt bei seinen Führungskräften neben Fachkenntnissen besonders viel Wert auf soziale Kompetenz. / Foto: KPM Berlin

Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Ich stelle mich nicht in den Vordergrund, suche in den Leitungspositionen Mitarbeiter, die besser sind als ich. Ich glaube, dass ich über eine hohe soziale Kompetenz verfüge. Ich verlasse mich überwiegend auf mein Bauchgefühl.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?

In allen meinen unterschiedlichen Unternehmen ist es wichtig, dass ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe, denen ich vertrauen kann und die in meinem Sinne die Vision umsetzen.

Wie wählen Sie Führungskräfte in Ihren Unternehmen aus?

Neben den Fachkenntnissen ist soziale Kompetenz für mich sehr wichtig. Denn ich möchte, dass meine Führungskräfte ihre Teams kollegial leiten – das ist auch ein Anspruch, den ich an mich selbst stelle.

Wie würden Sie Ihr Erfolgsgeheimnis zusammenfassen?

Normal bleiben, niemanden überfordern, soziale Kompetenz zeigen und die preußischen Tugenden wie zum Beispiel Pünktlichkeit und Ehrlichkeit leben.

Was ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?

Nie aufgeben, auch nicht bei Rückschlägen.

Was treibt Sie persönlich beruflich weiter voran?

Koenigliche Porzellan Manufaktur, Berlin

Der Erfolg und die Umsetzung von Visionen.

Gibt es noch ein berufliches Ziel, das Sie unbedingt erreichen möchten?

 

Nein. Ich habe keine Sehnsüchte mehr. Ich habe mehr erreicht, als ich mir je vorgestellt habe.

Wenn Sie einen Blick auf Ihre bisherige Karriere werfen: Würden Sie Ihrem Jüngeren Ich trotzdem raten etwas anders zu machen?

Ja, da fällt mir etwas ein: In den Anfangszeiten meines Unternehmertums sollte man nicht so naiv sein zu glauben, andere Unternehmer wollten das Beste für dich – und nicht nur für sich selbst. Junge Menschen sollten sich selbst treu bleiben und den Geschäftspartner nicht versuchen zu überfordern. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Mein väterlicher Freund Prof. Dr. Siegfried Stange. Er war der Lebensgefährte meiner Mutter, nach dem Studium hatte ich das Glück mit ihm arbeiten zu dürfen. Ohne ihn hätte ich mir nicht zugetraut, mit 32 Jahren eine eigene Bank zu gründen.

Apropos Partner: Wie wichtig ist ist der auf dem Weg zum Erfolg?

Der richtige Partner hält den Rücken frei und organisiert das Privatleben. Da man, wenn man nach Hause kommt, Sorgen nicht an der Garderobe abgeben kann, ist es wichtig, dass man in ein Gesicht schaut, in dem die Mundwinkel nach oben und nicht nach unten zeigen. Deswegen sind Beruf und Privatleben für mich auch nicht zu trennen.

Was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?

Ich gehe täglich schwimmen und zweimal pro Woche in die Sauna. Da entspanne ich und überdenke alles.

Wenn Sie nicht das geworden wären, was Sie heute sind, was wären Sie dann?

Dann wäre ich in der Immobilienbranche selbstständig, weil ich gerne historische Gebäude saniere.

 

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Das Motto von Oleksandr Kotsyuba: „Durch Digitalisierung und Innovationen zur Nachhaltigkeit: Aufgeben – keine Option!“ / Foto: privat

Erfolgreich durch die Pandemie dank motiviertem Personal

Als Anbieter von Reise- und Software-Lösungen hatte es Oleksandr Kotsyuba in den letzten zwei Jahren nicht leicht, sollte man glauben. Aber der Unternehmer hat die Krise gemeistert – vor allem durch den Einsatz seiner Mitarbeiter.

Egal, welche Statistik mit den am stärksten von Corona betroffenen Branchen man sich ansieht, eine steht immer ganz oben: der Tourismus. Mit Ausbruch der Pandemie war Reisen nahezu unmöglich geworden und die Branche praktisch tot. Aber mit seiner entdecke.net DMC GmbH aufzugeben, kam für Oleksandr Kotsyuba nicht infrage. Seine Firma ist spezialisiert auf das B2B-Geschäft mit weltweiten Sportreisen sowie Kultur- und Aktivreisen in mehr als 20 Ländern Mittel- und Osteuropas.

Weil Kotsyuba an den langfristiges Erfolg seines Geschäftsmodells glaubte, entschied er sich, seinen Mitarbeitern an den acht Standorten von Deutschland bis Aserbaidschan eine Perspektive zu bieten und nahm einen Kredit auf, um sein Unternehmen durch die Krise zu bringen. „Die Mitarbeiter mussten das Gefühl bekommen und daran glauben, dass ihr Arbeitsplatz nicht nur heute und morgen sicher ist, sondern auch für die nächsten Monate und das nächste Jahr“, erklärt er seine Entscheidung. Außerdem hat jeder Angestellte weit mehr Verantwortung als üblich bekommen. „So waren die Mitarbeiter enorm motiviert und dankbar.

Im Nachhinein bin ich froh, so gehandelt zu haben“, sagt der Firmengründer. Denn dank der Leistungen seiner Mitarbeiter konnte er sich auch in Krisenzeiten über Erfolge freuen: „Im einen Teilbereich der Sportreisen hatten wir 2020 das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Nie zuvor haben wir so viele Sport-Mannschaften, Clubs, Verbände betreut oder bei der Buchung von Hotels, Transfers und Verpflegung unterstützt. Und das nicht nur in Osteuropa, sondern europaweit.“

Respekt und Vertrauen steht bei dem Unternehmer immer an erster Stelle. / Foto: privat

Voll auf die Mitarbeiter setzte Kotsyuba auch bei seinem zweiten unternehmerischen Standbein BITECC.de, dessen Software anderen Firmen hilft, Prozesse im Backoffice zu vereinfachen oder auszulagern. Auch hier bekamen alle Angestellten während der gesamten Pandemie das volle Gehalt, ohne Abstriche, Zwangsurlaub oder Kurzarbeit. „Obwohl einige unserer Kunden pleite gingen, konnten wir das verlorene Geld und die Umsätze kompensieren. Das ist ein gemeinsamer Erfolg, auf den wir alle stolz sind“, verrät der Unternehmer, der inzwischen schon wieder genug Mut hat, neue Pläne zu schmieden: „Ich baue ein Unternehmen, das Beratung im Bereich „Digitale Transformation“ anbieten und Produkte zu den Themen Digitalisierung, Innovation und Sustainability auf den Markt bringen wird.“

Worauf es dabei vor allem ankommt, steht für Oleksandr Kotsyuba schon jetzt fest: „Auf die richtige Personalführung und motivierte Mitarbeiter natürlich!“

 

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Er verhilft als „Unternehmens-Gestalter“ Menschen dabei, ihr Leben in vielen bereichen ins Positive zu verändern. / Foto: © Fuat Akar

Der Gladiator des Erfolgs

Seit 15 Jahren hilft Fuat Akar anderen Unternehmern, ihre Firma erfolgreich zu führen. Er sieht sich dabei nicht als Berater, sondern
als Gestalter – und verfolgt ein antikes Ideal.

Ws bedeutet für Sie Erfolg?

Ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit zu leben, das meinen Kindern und anderen Menschen als Vorbild dient. Ein Leben, das mir ermöglicht, mit Leichtigkeit Hilfsbedürftigen wie Waisenkindern in Äthiopien oder Flutopfern in Deutschland Hilfe zukommen zu lassen.

Wen würden Sie als Ihr Vorbild bezeichnen?

Meinen ehemaligen Chef Reinhold Würth. Und zwar, weil ich damals als jüngster Finanzleiter der Würth-Gruppe hautnah in den halbjährlichen Konferenzen erleben durfte, wie dieser Vorzeigeunternehmer denkt und handelt. Er hat innerhalb eines Lebens einen Konzern mit knapp 80.000 Mitarbeitern und mehr als elf Milliarden Euro Umsatz aufgebaut. Seine ethischen Grundsätze zu allen Partnern und sein Umgang mit Menschen war mir immer ein Leitbild. Ich habe in den zehn Jahren viel von ihm gelernt und bin sehr dankbar dafür.

Gemeinsam mit seiner ebenfalls erfolgreichen Frau Marta bildet Fuat Akar ein gutes Team. Sie sind seit 21 Jahren verheiratet. / Foto: © Ronny Barthel

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?

Ich weiß, wie Geld funktioniert. Ich habe gelernt, Unternehmen zu sanieren, aufzubauen, Teams zu motivieren und zu führen. Daneben sehe ich mich als mutig an: Immer bereit zu sein, zu wachsen und neue Wege zu gehen. Darüber hinaus ist mir Ehrlichkeit wichtig: Unsere Kunden und Dienstleister wissen, dass man mit mir am Telefon Verträge abschließen kann.

Was bedeutet Unglück für Sie?

Unglück gibt es nicht. Alles passiert aus einem Grund. Es sind Lektionen des Lebens. Sie fallen dir so oft auf die Füße, bis du es verstanden hast und bereit bist für den nächsten Wachstumsschritt.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten?

Dasselbe, was ich unseren 14 und 16 Jahre alten Kindern rate: Umgib dich auch mit Menschen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Suche dir Mentoren, die Abkürzungen zeigen. Lerne, wie Geld für dich arbeitet. Wenn du anfangs für jemanden arbeitest, dann nie primär des Geldes wegen, sondern, um Erfahrung zu sammeln für den Weg zu deinen Zielen. Vergeude möglichst keine Zeit mit Tätigkeiten, die dich nicht deinen Lebenszielen näherbringen.

Wie vereinbaren Sie Ihren Beruf mit dem Privatleben?

Ich habe schon sehr früh in meiner Selbstständigkeit konsequent eine Vier-Tage-Woche geführt. Freitag war Frei-Tag. Im weiteren Verlauf haben wir, meine Frau und ich, unsere Strategie weiter umgesetzt. Es war Teil unseres privaten Plans, durch Digitalisierung unserer Unternehmensberatung und Investments an der Börse sowie Immobilien nicht abhängig zu sein vom fatalen Prinzip „Zeit gegen Geld“.

Wer hat Sie auf Ihrem Weg am meisten unterstützt?

Als Allererstes meine Eltern. Sie haben als Christen aufgrund religiöser Benachteiligung die Türkei verlassen und sind, als ich zwei Monate alt war, mit einer Tasche in der Hand nach Deutschland ausgewandert. Sie haben mir beigebracht, dass Ehrlichkeit, Mut und Fleiß sich immer auszahlen. Schon früh hat sich mein Vater selbstständig gemacht und Risiken übernommen. Ich konnte bereits als Kind viel von ihm lernen. Er war mein erster und wichtigster Mentor. Später im Leben buchte ich dann viele weitere Mentoren, und zwar in den verschiedensten Sparten, im Verkauf, bei Investments, an der Börse und so weiter.

Fuat Akar (2. v. l.) mit seinen zwei Kinden und seiner Frau Marta (r.). / Foto: privat

Was ist heute Ihr Antrieb, jeden Tag weiterzumachen?

Meiner Frau Marta und mir geht es nicht ums Geld. Wir könnten von unseren Laptops aus an der Börse handeln und weiter in Immobilien oder Unternehmen investieren. Die Menschen, die wir begleiten und deren Leben sich in vielen Bereichen ins Positive verändert, sind der Grund, warum wir tun, was wir tun. Ich habe dazu ein Bild in meinem Kopf: Menschen in die finanzielle Freiheit zu begleiten, ist wie in der Antike als Gladiator Sklaven aus der Gefangenschaft zu befreien.

Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, sagt der Volksmund. Trifft das bei Ihnen zu?

Zu 100 Prozent! In meinem Fall ist meine Frau nicht nur stark, sondern selbst erfolgreich, und darauf bin ich sehr stolz. Ohne meine Frau wäre ich nicht da, wo ich heute stehe. Und sie wäre ohne mich nicht da, wo sie heute steht, sondern vermutlich noch viel weiter … Niemand kennt mich so gut wie sie. Sie hört, was ich denke. Aber um das
zu beherrschen, hatte sie auch viel Zeit – wir sind seit 21 Jahren verheiratet.

Wie wichtig ist Ihnen soziales Engagement?

Wir haben schon immer soziales Engagement gelebt. So haben wir es von unseren Eltern vorgelebt bekommen. Obwohl sie wenig hatten, haben sie immer über Kirchen oder sonstige Organisationen Bedürftigen Spenden zukommen lassen. Dieses Jahr haben wir den Bau eines Waisenhauses in Äthiopien gefördert und 50 Prozent der Baukosten gespendet. Das war Martas Projekt und Herzenswunsch. Wir haben 40.000 Euro gespendet und den Bau ermöglicht. Zusätzlich haben wir in unserem Netzwerk mit weiteren erfolgreichen Menschen das Projekt vorgestellt und weitere 20.000 Euro eingesammelt. Dieses Projekt rettet Menschenleben.

 

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Einer seiner größten Antriebe sei es, anderen Menschen mit seinem Tun eine Freude zu bereiten. Seinen Mitarbeitern will er ein stabiles Umfeld bieten. / Foto: © STEINERfood

„Du musst für die Sachen brennen.“

Matthias Steiner ist ein Bilderbuchsportler – Olympiasieger, Welt- und Europameister im Gewichtheben, Sportler des Jahres 2008 und ausgezeichnet für hervorragende Leistungen im Sport mit dem staatlichen Ehrenzeichen des Silbernen Lorbeerblatts. Heute hat er sich als Lebensmittelunternehmer etabliert, hält zudem Vorträge und schreibt Bücher über Ernährung..
So bemerkenswert all dies ist, die Geschichte dahinter ist es noch viel mehr. Ein unbändiger Wille, viel Geduld und das Talent, die Dinge zu akzeptieren, die er nicht selbst ändern kann, haben den 39-jährigen Leistungssportler und Unternehmer zu der eindrucksvollen Persönlichkeit gemacht, mit der wir uns heute austauschen dürfen.

Nicht immer geht alles nach Plan. Matthias Steiners Lebensgeschichte ist von vielen Rückschlägen geprägt. Sein Trainer, der ihm so nah wie ein zweiter Vater ist, stirbt nach schwerer Krankheit, als Matthias gerade einmal 17 Jahre alt ist. Wenig später stellen die Ärzte bei ihm Diabetes Typ 1 fest, der sich bei ihm nach einem verschleppten Virusinfekt entwickelt. Diese Autoimmunerkrankung legt ihm nicht nur privat, sondern auch seiner Karriere Steine in den Weg. Nicht nur empfehlen ihm die Ärzte, mit dem Gewichtheben aufzuhören. Die Diagnose verwehrt dem Österreicher überdies die Förderung, die er benötigt, um als Sportler wirklich erfolgreich zu werden. Beim Bundesheer und später als Deutscher bei der Bundeswehr, wird er als „untauglich“ ausgemustert.

Matthias Steiner denkt stattdessen: „Jetzt erst recht.“

Der gebürtige Wiener beantragt 2005 die deutsche Staatsbürgerschaft. Drei lange Jahre muss er darauf warten, lebt und trainiert bereits in Deutschland, darf aber an keinem internationalen Wettkampf teilnehmen, obwohl er leistungsmäßig in den Medaillenrängen gewesen wäre. Die deutsche Einbürgerung führt zum Wendepunkt seiner Karriere. Schon ein halbes Jahr später gewinnt er 2008 bei Olympia in Peking Gold – ein unermesslicher Sieg: Er hebt sage und schreibe 258 Kilogramm für diesen Erfolg, ein Wagnis, mit dem er seine persönliche Bestleistung übertrifft. Der gelernte Installateur wird als Sportler des Jahres ausgezeichnet und erhält die Ehrenauszeichnung des Silbernen Lorbeerblatts. Für ihn ist klar, wie er dies erreichen konnte. Sein Antrieb begründet sich in dem tief verankerten Wunsch, es zu schaffen. Er brennt für die Sache. Nur so, sagt er, kann man seine selbst gesetzten Ziele erreichen.

Erfolg bedeutet für Matthias Steiner, die Dinge umzusetzen, die man sich vorgenommen hat, gleich welcher Dimension.

Der Sieg bei den Olympischen Spielen ist das Highlight seiner Karriere, aber für ihn überdies ein persönlicher Meilenstein.

Als Steiner mit der Vorbereitung beginnt, lebt seine erste Frau Susann noch, die ihn immer unterstützte und den Rücken freihielt, und die mit ihm diesen Weg begann. In einem unverschuldeten Autounfall kommt sie ums Leben. Trotz dieses enormen Verlusts trainiert Steiner weiter. Der Sieg schließlich erlaubt ihm, seine Wut und Trauer in Energie umzuwandeln – und Abschied zu nehmen.

Die Bilder in Peking zeugen von starken Emotionen: Steiner hält nicht nur die Goldmedaille, sondern auch ein Foto seiner verstorbenen Frau in die Kameras. Seine Schicksalsgeschichte und wieviel Kraft es kostete, so viele Hürden zu überwinden, sind ihm ins Gesicht geschrieben.

Große Erfolge sind zu großen Teilen der eigenen Persönlichkeit zu verdanken.

Wie wir mit Schwierigkeiten umgehen, ist ausschlaggebend für unser Leben. Gebe ich auf oder sage ich „Jetzt erst recht“? Eltern, Trainer, geliebte Menschen prägen uns alle und so auch Matthias Steiners Lebensweg. Steiner weiß, dass die Persönlichkeitsentwicklung verantwortlich für die Leistungsentwicklung ist. Er fügt hinzu: Im Sport sei es leichter als in der Wirtschaft, einen vertrauenswürdigen Mentor zu finden, weil es nicht einfach um den eigenen Vorteil, sondern überwiegend um das gemeinsame Ziel geht.

Sein erster Trainer Walter Legel, selbst Gewichtheber, verankert in ihm seine Zielstrebigkeit. Peter Lauterer begleitet ihn später viele Jahre als Trainer, sogar ehrenamtlich. Er führt ihn an die Weltspitze und prägt Steiners optimistische, widerstandsfähige Persönlichkeit maßgeblich.

Das Talent, die Dinge zu akzeptieren, die er nicht ändern kann, und sich voll und ganz für solche einzusetzen, die in seiner Hand liegen, führen ihn zum Erfolg und geben ihm die nötige Energie, immer wieder neue Wege zu beschreiten. Und um die vorausgegangenen Erfolge sinnbringend zu nutzen. Denn „die Dinge umzusetzen, die man sich vorgenommen hat, gleich welcher Dimension,“ ist seine Definition von Erfolg. Diese Selbstbestimmtheit spornt Steiner an, ebenso wie die vorhergegangenen Erfolge. Olympiasieger, Weltmeister- und Europameister wollte er werden. Dies hat er geschafft, daher beendet er 2013 seine Profisportkarriere, um sich neue Ziele fernab des Leistungssports zu setzen.

„Die Titel im Sport motivieren mich immer weiter.“

Mit seiner zweiten Frau, der Journalistin und N24-Moderatorin Inge Steiner geborene Posmyk macht er sich selbständig gibt zunächst sein Wissen zu Motivation, Diabetes und Ernährung in Vorträgen weiter. 45 Kilogramm nimmt er ab und tanzt sich 2015 – fast wie nebenbei – ins Finale der TV-Show „Let´s Dance“. Der Auftritt ist von Leichtigkeit und Lebensfreude geprägt. So ist es kein Zufall, dass er klar sagt:

„Wer erfolgreich sein will, muss mit Freude bei der Sache sein.“

Erfolgreiche Menschen brennen für ihre Arbeit, ihr Unternehmen, ihr Projekt. Dieses Fakt und der Wunsch, etwas Sinnbringendes zu tun, führen ihn zu seinem logischen nächsten Schritt. Sein Buch „Das Steiner Prinzip“ wird 2015 rasch zum Bestseller, gefolgt von seinem zweiten Buch, dem „12-Wochen-Plan“. Parallel zu seiner Autorentätigkeit entwickelt er Low-Carb-Lebensmittel. Nicht nur wollte er schon als Kind Koch werden. Er sieht das auch pragmatisch, frei nach dem Motto: Wenn der einseitige Lebensmittelmarkt keine wohlschmeckende Lösung zum Abnehmen zu bieten hat, entwickelt er eben sein eigenes kohlenhydratarmes Brot. So entstand mit seinem Freund, einem Bäckermeister, eine proteinreiche Variante, die er nun über seine 2020 gegründete STEINERfood GmbH vertreibt.

Seine Arbeit als Lebensmittelunternehmer sei in gewisser Weise gar nicht so anders als die eines Leistungssportlers. „Du fängst klein an und steckst all deine Energie rein und nach und nach stellen sich die Erfolge ein,“ fasst er diesen Tatbestand zusammen. À propos Energie. Woher nimmt er all diese Energie?

Nach wie vor findet der ehemalige Leistungssportler Ausgleich in der Bewegung, sei es beim Radfahren, Gewichtheben oder Bergwandern. Matthias Steiner liebt es aber auch, einfach Zeit in seinem Garten zu verbringen und seine Bienen gedeihen zu sehen. Bei allem Erfolg ist er bescheiden und bodenständig geblieben. Er schöpft Freude aus den einfachen Dingen wie fließendem Wasser und einem ruhigen Zuhause. Matthias Steiner weiß eben, wie man sich aufs Wesentliche konzentriert – ein unverzichtbares Talent für erfolgreiche Menschen.

 

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Reiner Calmund gemeinsam mit seiner Frau Sylvia, anlässlich seines 70. Geburtstages. / Foto: L. Gode

“Hinfallen darf man – aufstehen muss man!”

Reiner Calmund hat es geschafft, zu einer eigenen Marke zu werden. Wie sagt er von sich selbst: Große Klappe und was dahinter. So lässt sich auch sein schon seit vielen Jahren andauernder Erfolg erklären. Wer mit „Calli“ zu tun hat, der erkennt schnell, dass zwar auch Spaß am Start ist – aber vor allem Professionalität. Denn der Mann weiß, was es heißt, für sein Glück und seinen Erfolg zu arbeiten.

 

Diese Eigenschaft hat er von seiner Mutter geerbt, die auch sein großes Vorbild ist. „Meine Mutter hat sich förmlich krummgelegt, um mir in den ersten schweren Nachkriegszeit-Jahren eine Perspektive für mein Leben zu schaffen. Obwohl mein Vater verstarb, als ich noch nicht einmal eingeschult war, ermöglichte meiner Mutter mir trotz einfacher Verhältnisse mit Herz und Verstand eine gute Zukunft,“ so Calmund.

Dies war die Basis für den Erfolg, den er sich später hart erarbeitete. Dass er sang- und klanglos durch die Prüfung seiner Elektrolehre fiel, weil er die Zahlen auf der Farbtafel nicht richtig lesen konnte, hatte mit seiner Farbenblindheit zu tun. Für ihn Glück im Unglück, denn so machte er stattdessen eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann und schloss diese mit einem erfolgreichen Betriebswirtschaftsstudium ab. „Das war das Fundament für meine Karriere.

Ich begann meine duale Zeit bei der Bayer AG. Zunächst war ich halbtags in der Personal-Abteilung Ausland für den internationalen Lohnkosten-Vergleich zuständig und die zweite Tageshälfte als 2. Vorsitzender, Chefscout und Verantwortlicher für die Nachwuchsarbeit für die Fußball-Abteilung im Einsatz. Erst später wurde ich Vollzeit-Manager und Geschäftsführer der Bayer 04 Fußball GmbH.“ Was sich nach einem kleinen Spaziergang anhört, war harte Arbeit. Reiner Calmund weiß, was dahintersteckt, nach oben zu kommen. „Es ist wichtig, sich mit den Themen zu beschäftigen und zu identifizieren, die auf einen zukommen. Leeres Geschwätz ist schnell entlarvt.“ Und auch wenn der mittlerweile 72-jährige immer einen lockeren Spruch auf den Lippen

„Calli“ 1988 beim UEFA-Cup-Sieg mit der Fußballmannschaft vom TSV Bayer 04 Leverkusen./ Foto: © Andreas Pohl

hatte, sein Reden hatte immer Gehalt. Sein Erfolg gibt ihm recht.

1976 startete er seine Karriere bei Bayer Leverkusen. „Calli“ wurde einer der bekanntesten Bundesliga-Manager. Er wusste, was er kann und er wusste was er wollte. Und dafür hat er hart gearbeitet. Das verlangte er auch von seinen Mitarbeitern. „Früher gab es mal ein lustiges Mitarbeiter-Zitat über mich: “Wer beim Calli arbeitet, freut sich aufs Sterben.” Das Leben ist kein

Zuckerschlecken und mit bloßem Gelaber kommt man nicht weit. Zumindest nicht auf Dauer. Reiner Calmund war 27 Jahre bei Bayer Leverkusen tätig. Er hat die Erfolge des Vereins mitgeprägt. Und auch für ihn selbst sind diese Jahre die persönlichen Highlights seiner Karriere. „Es sind die vielen wundervollen Siege in der Bundesliga und den internationalen Wettbewerben mit Bayer 04, das war auch ohne Meistertitel eine Erfolgsstory.“
Doch wenn man so viele Jahre mit dem Erfolg verbunden ist, dann muss man auch mit Rückschlägen rechnen. Auch die kannte Reiner Calmund nur zu gut. „Mein Rücktritt als Fußballchef von Bayer 04 war mit ein paar unschönen Nebengeräuschen verbunden. Doch ich habe ein Motto und das lebe ich auch: „Hinfallen darf man, aber Aufstehen muss man.“

Für Reiner Calmund sind Kompetenz und Leidenschaft die Schlüssel zum Erfolg. „Wer beherzigt, dass das eine ohne das andere nicht geht, der hat schon fast gewonnen. Intelligente Schlaf-Tabletten haben keinen Erfolg,“ so seine klare Aussage. Doch Calmund weiß

Kaum mehr wieder zu erkennen: „Calli“ nach seiner Gewichtsabnahme auf Kreuzfahrt. / Foto: privat

auch, dass man einen starken Halt an seiner Seite braucht. „Ohne meine Frau Sylvia, die für mich ein Sechser im Lotto war und ist, wäre ich nicht so glücklich und erfolgreich.“ Auf seine Art verdeutlicht er diese Aussage: „Sie kennen ja das bekannte Zitat von Martin Luther: „Aus einem traurigen Arsch kommt kein fröhlicher Furz.“ Der Weg zum Erfolg und möglicherweise unter der Brücke pennen, ist oft nicht so groß. Meine Frau Sylvia hat mein Leben in den Griff gekriegt und in die richtigen Bahnen gelenkt.“

Doch ernsthaft: „Ich habe früh gelernt, dass es nur von Vorteil sein kann, von so vielen Menschen wie möglich zu lernen. Man sollte jeden Teilbereich kennenlernen und schauen, wie passt das zu mir? Bleibe ich authentisch? Wirkt das jetzt gestelzt? Man sollte wissen, wohin man will und sich dabei auch nicht scheuen, Ratschläge anzunehmen.“

Reiner Calmund ist mit sich im Reinen. Vielleicht ist es das Alter, vielleicht der Werdegang. Man kann auf jeden Fall einiges von ihm auf dem Weg zum Erfolg lernen. Und wie sagt er so schön: „Das Gefühl, nicht mehr zu müssen, aber noch gewollt zu werden, ist ein schöner Antrieb.“

 

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„Ich musste meine geliebte Sportart früher aufgeben, weil ich mich verbrannt habe“

Sven Hannawald strebt heute nicht mehr nach sportlichem Erfolg, sondern vor allem nach einem Leben in Balance. / Foto: HONKPHOTO

2002 schrieb Sven Hannawald Sportgeschichte. Er war der erste, der alle vier Skispringen der Vierschanzentournee gewinnen konnte. Ein Erfolg, der ein Leben verändern kann. Auch das Leben von Sven Hannawald sollte sich ändern. Allerdings nicht wegen der zahlreichen sportlichen Erfolge bei Olympischen Spielen und diversen Weltmeisterschaften. Das, was sein Leben zwangsläufig verändert hat kam 2004.

Hannawald durchlebte ein Burnout und brauchte Jahre, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Ein Leben in Balance. „Ich habe viel zu spät erkannt, dass ich nicht 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche an Skispringen denken muss. Ich hätte auch etwas von dem, was ich reingesteckt habe, weglassen können und es hätte meine Leistung sicherlich nicht wesentlich beeinträchtigt. Aber damals habe ich geglaubt – je mehr ich mache, desto besser werde ich. Das war der Weg, den ich mir vorgenommen hatte. Und am Ende hat er mir zwei Seiten aufgezeigt: Den Erfolg, den ich damit errungen habe aber auch meinen Körper, den ich damit kaputt gemacht hatte.“

Die Sehnsucht ist immer mal wieder da, Große Olympiaschanze / Foto: privat

Hannawald begann mit 7 Jahren das Skispringen. Das Erzgebirge ist eine Wintersportregion. Hier regierte damals nicht der Fußball. Als er das erste Mal ein Skispringen im Fernsehen sah, war es für ihn ein Match. Es war die Faszination, mit zwei Skiern durch die Luft zu fliegen. Schon gleich zu Beginn merkte er auch, dass er ein gewisses Mehrtalent als andere hatte. Es fiel ihm leicht, weit zu springen. „Erfolg hieß für mich schon damals, so weit zu springen, wie es mir möglich ist. Dabei war es mir egal, wenn ich dann mal gestürzt bin und nur fünfter wurde. Für mich war es dennoch ein Erfolg, weil ich das erreicht hatte, was ich mir persönlich vorgenommen hatte.“ Sven Hannawald sagt von sich selbst, dass er so gestrickt sei. Es war von Anfang an das innere Gefühl, das ihn über Jahre gleitet hat, was er zu tun und zu lassen hat. Und er gibt zu, dass dieses Gefühl ihn auch in die Sackgasse geführt hat.

Hannawald 2002 bei der Vierschanzentournee mit Zugspitze im Hintergrund. / Foto: Thomas Kohl

„Alles, was ich anfange, möchte ich auch so professionell und perfekt wie möglich machen. Ich war als Kind schon so. Es gab für mich nichts anderes. Deshalb bin ich auch die extremen Wege gegangen. Ich kann es nicht nachvollziehen, nur Spaß bei der Sache zu haben. Mit 12 Jahren bin ich von zu Hause weg und auf die Kinder- und Jugendsportschule gegangen. Ich hatte Heimweh, mir haben meine Eltern gefehlt. Aber mir war das Skispringen wichtiger. Deswegen war es für mich auch ok, den härteren Weg zu gehen. Wenn ich gesprungen bin, dann war das mein Leben. Ich habe gelernt, früh zu akzeptieren, dass es auch Punkte für den Erfolg gibt, die weh tun.“

Der Startschuss für die großen Erfolge fiel in der Saison 1997/98.
2. Bei der Vierschanzentournee. Silber bei der Skiflug-WM in Oberstdorf und im Mannschaftsspringen bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998. Auch bei der nordischen Ski-WM 1999 in Ramsau gewann er im Einzelwettbewerb von der Großschanze Silber hinter Martin Schmitt. Beim Mannschaftsspringen von der Großschanze gab es dann die Gold Medaille.

Erstmals Skiflugweltmeister wurde er 2000 im norwegischen Vikersund.
Die Saison 2001/02 sollte dann die erfolgreichste in seiner Karriere werden. Hannawald gewann als erster Skispringer alle vier Teilwettbewerbe der Vierschanzentournee in einer Saison. „Natürlich waren das auch

Sven Hannawald feiert nach seinem letzten Sprung bei der ersten Station des Vierschanzen-Skisprungturniers im süddeutschen Oberstdorf 2001 den ersten Wettbewerb in Oberstdorf. / Foto: Christof Stache

die wichtigsten Punkte meiner Karriere. Es waren die Momente, die man auch genießen kann, ganz oben zu stehen.“ Gleichzeitig gab ihm dieser Erfolg auch wieder den Glauben an sein Tun zurück. „Diese Momente nehmen einem auch jeden Zweifel. Denn dann sieht man auch den Weg, den man bis dahin gemacht hat.

Du darfst den Glauben nie verlieren. Die Tournee zu gewinnen, war so ein Moment. Ein Glaube, an den ich mich seit Kindheit an – über fast zwei Jahrzehnte – geklammert hatte.“
Doch diese Leistung und der damit verbundene Druck kostete enorm viel Energie. Hannawald trainierte noch intensiver – sowohl psychisch als auch physisch. Und so trug diese Leistung sicherlich auch etwas zu seinem Burnout bei.

Burnout – Es ist ein schleichender Prozess. Man nimmt vielleicht kleine Veränderungen bei sich wahr aber man denkt nicht weiter darüber nach und unternimmt auch nichts, um es zu ändern. Hannawald weiß, dass es von einem selbst kommen muss. „Mit meinem Perfektionismus und meinem Ehrgeiz bin ich einfach schwer zu stoppen. Deshalb habe ich auch viel zu spät auf die Zeichen reagiert. Als es mir ganz schlecht ging, half auch kein zweiwöchiger Urlaub mehr. Es waren einfach zu tiefe Risse, die ich mir selbst zugefügt hatte.“

Weil er den Adrinalinpush braucht, kam nach dem Skispringen der Radrennsport. / Foto: privat

Nach der Diagnose Burnout folgten mehrere Wochen Klinikaufenthalt. Am Ende stand dann der sportliche Abgang 2005. „Ich musste meine geliebte Sportart früher aufgeben, weil ich mich verbrannt hatte. Ich musste erst einmal lernen, damit umzugehen – das zu akzeptieren. Vor allem, weil der Kopf schneller frisch ist als der Körper. Gedanklich hatte ich mich schon wieder mit dem Skispringen beschäftigt. Aber der Körper wollte noch nicht mehr.“
Die sportlichen Erfolge haben Hannawald zwar einerseits seinen Traum vom Fliegen genommen aber anderseits auch gezeigt, wie man im Leben landet. Diesen „Sprung“ hat er auch in seiner Biografie „Mein Leben – mein Absturz – meine Landung im Leben“ beschrieben. Ihm ist es wichtig, seine Erfahrungen weiterzugeben.
2016 gründete er mit Sven Ehricht zusammen eine Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt „Corporate Health und Sportlervermarktung. In Workshops und Seminaren berichtet Hannawald über seine Erfahrungen und gibt Tipps für Stressmanagement und nachhaltige Burnout-Prävention.

Gerade in der heutigen Zeit, in der alles so schnell gehen muss, ist es wichtig, auf sich zu achten. „Das Dauergeziehe an einem macht uns krank – doch das muss man erst einmal lernen.“ Hannawald betont, dass er in den Seminaren seine Erfahrung nur als Beispiel aufführen und keine Vorschriften machen kann. „Allerdings wissen die Seminarteilnehmer, was ich gemacht und erreicht habe und dass die Erfolge nicht durch frühes Schlafengehen gekommen sind. Es ist egal, welchen Beruf man hat. Es gilt immer das Gleiche: Man muss auf seine persönlichen Pausen achten. Natürlich kann ich niemandem vorschreiben, wann er Pausen zu machen hat, denn am Ende muss die Arbeit immer erledigt werden. Vor allem, wenn man Erfolg haben möchte. Aber es muss die Balance stimmen.“
Hannawald hat gelernt, auf sich zu achten, auf seinen Körper zu hören und eine gewisse Balance im Leben zu finden. Ruhe und Entspannung findet der heute 46-jährige bei seiner Familie.

„Der Sport hat so lange, so viel Platz in meinem Leben eingenommen. Nach dem Skispringen, kam der Rennsport, weil ich den Adrinalinpush gebraucht hatte. Damals hatte ich keine Zeit für eine Familie. Ich war jemand, der sich nicht hätte binden können. In einem Interview habe ich mal gesagt, dass Familie erst kommt, wenn ich ganz aufgehört habe. Jetzt

bin ich soweit, dass ich gelernt habe, mit der neuen Familie den beruflichen Weg zu integrieren. Ich versuche jeden Tag, das bestmöglich zu managen.“

Sven Hannawald ist schon lange wieder im Leben angekommen. Er hat große sportliche Erfolge feiern können, er hat erfahren müssen, wie es ist, wenn der Perfektionismus und Ehrgeiz nach seinem persönlichen Erfolg einen krank machen kann und er hat den größten Erfolg feiern können, in dem er daraus gelernt hat. „Ich habe gelernt, meiner Stimme wieder zu vertrauen und meinen Weg zu gehen. Aber mit Bedacht. Weil es am Ende auch mein Lebensweg ist.“

Das ganze Interview können Sie ebenfalls in der Printausgabe von “Secrets of Success” nachlesen.

 

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„Ohne Vision, ohne Träume kommt man nicht voran”

Weniger als 100% zu geben, gibt es bei dem gebürtigen Bergisch-Gladbacher nicht. Heute hält er Vorträge über mentale Stärke. / Foto: Fabian Hambüchen

Als Kind hatte Fabian Hambüchen Stuntman werden wollen. Er liebte schon immer das Risiko, das Adrinalin und den Nervenkitzel. Man kann sage: Knapp daneben. Denn diese drei Komponenten fanden sich dann auch in seiner erfolgreichen Karriere als Turner wieder. Fast 30 internationale Medaillen gehen auf Hambüchens Konto. 2016 erreichte er den Höhepunkt und sein Lebensziel. Er gewann bei den Olympischen Spielen in Rio die Goldmedaille am Reck. Danach beendet er seine internationale Karriere.

In seinem Buch „Den Absprung wagen“ nennt er diese Goldmedaille die Vollendung. Eine Vollendung nach vielen Erfolgen und vielen emotionalen Momenten. Allerdings war der Sieg in Rio schon etwas ganz besonders für ihn. „Ich hatte von klein auf den Wunsch, Olympiasieger zu werden. Und nach 25 Jahren Leistungssport, viel harter Arbeit, Durchhaltevermögen und starker Willenskraft hatte ich es geschafft.“ 25 Jahre hat Hambüchen für dieses Lebensziel gekämpft. So lange hält so manche Ehe nicht.

Was braucht man, um sein Ziel zu erreichen? Ausschlaggebend für den 33-jährigen: „Das Durchhaltevermögen, der Glaube an sich selbst und die Vision. Ohne Vision, ohne Träume kommt man nicht voran. Und vor allem muss man bereit sein alles dafür zu geben, um diese Träume zu erreichen – sein Leben dem Sport bzw. dem Erfolg zu widmen.“ Doch auch die Familie und die Freunde sind wichtig. „Wenn man beruflich erfolgreich sein möchte, dann muss das Umfeld drum herum passen. Es muss einen unterstützen, Kraft geben und nicht noch eine zusätzliche Belastung darstellen.“ Bei Hambüchen passte es. Sein Vater Wolfgang Hambüchen war von Beginn an auch sein Trainer. Für die mentale Unterstützung bei dieser doch harten Sportart sorgte sein Onkel Bruno Hambüchen, ein diplomierter Pädagoge mit Spezialisierung auf Mental Coaching.
Hartes Training, mentale Stärke sind allerdings nicht alleine für den Erfolg verantwortlich. „Wenn man Erfolg haben möchte, dann muss man weiterdenken, als schon zuvor. Man muss alle Aspekte und Experten mit einbeziehen, um seine eigene Leistung zu optimieren. Man muss sein eigenes Handeln immer hinterfragen, analysieren und überlegen, was man noch besser machen kann,“ so der Ratschlag von Hambüchen.

Der gebürtige Bergisch-Gladbacher ist kein Mann für halbe Sachen. Wie sähe es aus, wenn er nicht das geworden wäre, was er heute ist und erreicht hat? „Dann wäre ich in einem anderen Bereich gut geworden. Weil ich ein Typ bin, der immer 100% gibt, bei dem was ich anpacke.“ Diese 100 % gibt er nun auch nach dem Ende seiner internationalen Karriere.
Mittlerweile ist er TV-Experte bei Eurosport und berichtete von den Olympischen Spielen in Tokio…

 

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„Die beste Motivation ist Emotion“

Er möchte kommende Generationen für das Thema Wirtschaft und Finanzen interessieren: Manuel Heyden. / Foto: nextmarkets

Für Finanzen und die Börse begeistert sich Manuel Heyden schon seit seiner Jugend, 2014 gründete er mit seinem Bruder Dominic den Online-Broker nextmarkets.com. Die gemeinsame Leidenschaft ist ein Grundpfeiler ihres Erfolgs

Haben Sie ein Vorbild?
Ja, Bill Gates. Zum einen, weil er mit Microsoft eine unglaubliche Gründungsleistung erbracht hat, die bis heute die Welt bestimmt. Zum anderen, weil er an seinen Zielen festgehalten hat, auch wenn er damit nicht den Konventionen entsprach. Ich denke zum Beispiel daran, dass er bereits mit 14 Jahren mit Traf-O-Data sein erstes Start-Up mit einem System zur Messung von Verkehrsströmen gründete. Auch, dass er sein Harvard-Studium abgebrochen hat, um seine Gründungsidee voranzubringen, zeugt von großer Überzeugung und großem Willen, an dem ich mir ein Beispiel nehme.

Was waren bisher die wichtigsten Schritte in Ihrer eigenen Karriere?
In meiner Gymnasialzeit begann ich mich für Finanzen und die Börse zu interessieren. Im Unterricht kamen diese Themen zwar so gut wie nicht vor, aber der Geist der New Economy erfasste mich trotzdem. Um meine ersten Ideen umzusetzen, gründete ich deshalb mit 19 mein erstes Start-Up für Online-Marketing. Die ersten Erfahrungen in der Selbstständigkeit waren für mich Gold wert. Genauso wie die zwei Jahre bei der ABN AMRO Bank, bei der ich in Frankfurt und London einen Online-Broker mit aufbaute. Mit diesem Background gründete ich 2014 das FinTech nextmarkets mit meinem Bruder Dominic, der als Ingenieur den Grundstein für die Technologie gelegt hat. Die Vision, den aktienbasierten Vermögensaufbau für eine breitere Bevölkerung zugänglich zu machen, treibt uns bis heute an.

Manuel Heyden (r.) gemeinsam mit Bruder Dominic (l.). Die Geschwister mischen mit „nextmarkets” die Trading-Branche auf. / Foto: nextmarkets

Wie schaffen Sie es dabei, sich selbst immer wieder neu zu motivieren?
Die beste Motivation ist Emotion. Meine persönliche Leidenschaft für FinTech-Innovation bringt mich dazu, immer weiter an der Verbesserung von nextmarkets zu arbeiten. Im Zusammenspiel von Finanzen und Technologie steckt viel Synergiepotential, was darauf wartet, entdeckt zu werden. Hinzu kommt, dass ich mit meinem Handeln etwas bewirken möchte, das über den persönlichen Nutzen hinausgeht und der Gemeinschaft insgesamt Vorteile bringt.

Welche Ziele setzen Sie sich für die Zukunft?
Mit Nextmarkets haben wir wichtige Zwischenziele erreicht. Dazu zählt, dass die Plattform weiter stark wächst und 2020 über eine Million Trades abgewickelt hat. Für die Zukunft steht die Expansion unseres Unternehmens in sechs weiteren europäischen Märkten an, wofür wir insgesamt 30 Millionen Euro an Investorengeldern sammeln konnten. Außerdem möchte ich eine Stiftung ins Leben rufen, die vor allem jungen Menschen das Thema „Finanzen“ näher bringt. Vieles von dem, was auf der Welt geschieht, hat wirtschaftliche Hintergründe, auch der Klimawandel. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, kommende Generation für das Thema Wirtschaft und Finanzen zu interessieren.

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„Man kann nicht immer und überall Vollgas geben“

Karsten Schramm ist Erfinder des E-Mail-Dienstes GMX und Mitgründer der sicheren und vertraulichen Kommunikationsplattform ginlo. Das Projekt baut er seit 2020 auf und gründete die ginlo.net GmbH. / Foto: privat

Er ist der Mann, der an seinen Rechner einen der berühmtesten Internet-Dienste unseres Landes programmierte: Karsten Schramm gründete 1997 GMX – und läutete so ein neues Kommunikationszeitalter ein. Jetzt will ausgerechnet er E-Mails überflüssig machen…

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Wenn mir etwas gelingt, von dem ich persönlich überzeugt bin – erst recht, wenn Kritiker der Sache keine Chance gaben.

Wie startet man ein Unternehmen wie GMX?
Man muss es einfach tun. Ich habe nicht lange geprüft, ob ich mir da zu viel vornehme, sondern meinen Rechner angeworfen und den Dienst programmiert. Mein Vorteil war, dass ich bereits Miteigentümer einer Münchner Internet-Firma war. Somit stand mir die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.

Wie sind Sie auf die Idee zu GMX gekommen? Damals war das Internet ja tatsächlich noch „Neuland“…
Ich habe den Bedarf für einen Dienst gesehen, der E-Mail-Nutzer unabhängig von ihren Internet-Anbietern macht. Mich hat gestört, dass die großen Provider ihre Kunden damals quasi in Geiselhaft nahmen. Man konnte seine E-Mail-Konten oft nur kostenpflichtig über deren teure Einwahlpunkte nutzen.

Was hat für Sie den Reiz ausgemacht?
Das war ein klassisches Underdog-Projekt, das es auf einmal mit den ganz Großen aufgenommen hat. Die Nähe zu den Nutzern war klasse. Das extrem starke Wachstum des Projekts war eine große Herausforderung. Da hieß es jeden Tag powern -– teilweise bis zu 20 Stunden.

Ist Bauchgefühl ein entscheidender Faktor für Erfolg?
Zumindest ein wichtiger. Ist man bei einer Sache sehr engagiert und hat auch das notwendige Wissen, dann fühlt man oft instinktiv, ob eine Wahl die richtige ist.

Karsten Schramm gründete mit Eric Dolatre und Peter Köhnkow 1997 den E-Mail-Dienst GMX. 7 Foto: privat

Was war Ihre erste große Anschaffung, die Sie sich gegönnt haben, als GMX groß wurde?
Das kann ich Ihnen nicht einmal sicher sagen, weil es für mich nicht wichtig war. Später habe ich natürlich für meine Familie und mich ein Haus gebaut.

Wie schwer fiel Ihnen der Abschied von Ihrem Baby GMX?
Das war seinerzeit kurz nach dem Crash des Neuen Marktes. Ich war gerade auf Roadshow, als in England die erste Internet-Pleite die Börsen abstürzen ließ. Entsprechend musste der Börsengang von GMX abgesagt werden, was zu großer Verunsicherung bei unserem Ankerinvestor geführt hat. Es war eine schmerzliche Zeit. Ich sah meine Ziele das Unternehmen in der gegebenen Konstellation dann nicht mehr erreichbar.

Hatten Sie Angst vor dem „Danach“?
Nein. Ich habe die Zeit genutzt, erst einmal wieder aufzutanken und mich mehr um meine Familie zu kümmern. Die vorgegangenen Jahre waren schon ziemlich extrem.

Mit Brabbler wollten Sie eine sichere Alternative zu WhatsApp etablieren. Das hat leider nicht geklappt. Woran lag das?
Den Anspruch, WhatsApp oder einen der anderen großen Messenger in kurzer Zeit zu ersetzen, sollte kein Unternehmen haben – schon gar nicht mit dem Fokus auf Privatnutzer. Außerdem war ein Produkt geplant, das weit mehr sein wollte als nur ein Messenger. Brabbler hat sich zu viel vorgenommen.

Gehören Rückschläge zum Erfolg?
Rückschläge sorgen für Bodenhaftung und lassen einen das Nachdenken nicht verlernen. Sie sind Lektion, nicht Katastrophe.

Woran arbeiten Sie gerade?
Ich habe vor etwas über einem Jahr die ginlo.net GmbH gegründet, die das Dual-Messenger-Projekt ginlo entwickelt und vermarktet. Es handelt sich dabei um die Kombination von zwei Datenschutz-Verordnungs-konformen Hochsicherheits-Messengern – einer für den kommerziellen Einsatz und einer für Privatnutzer. Diese arbeiten reibungslos zusammen und haben das Potenzial, E-Mail bei der Kommunikation zwischen Organisationen und privaten Nutzern weitgehend zu ersetzen – selbst bei sensiblen Daten und inklusive Live-Audio-Video-Konferenzen. Die Anfänge dieses Projekts reichen bis 2011 zurück, dann wurde es ein Opfer der Insolvenz der Brabbler AG. Wir haben den Dienst in den vergangenen Monaten bereits stark ausgebaut und sind mit dem Schwerpunkt Business-Kunden auf einem guten Weg. Bei meiner Historie klingt das jetzt vielleicht seltsam, aber es ist an der Zeit, die Verwendung von E-Mail überflüssig zu machen. Der Komfort- und Sicherheitsgewinn wäre beachtlich….

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„Wenn ich die Grenzen nicht spüre, weiß ich, ich bin nicht weit genug gegangen“

CureVac co-founder Ingmar Hoerr / Der Pionier in der Entwicklung von RNA-Impfstoffen will vor allem eins: anderen Menschen helfen.

Seine Partner und Investoren heißen Dietmar Hopp, Bill Gates und Elon Musk. Angeblich wollte sich Donald Trump sogar den Impfstoff seines Biopharma-Unternehmen CureVac exklusiv sichern – doch Ingmar Hoerr bleibt cool. Der Biologe, der als Pionier in der Entwicklung von RNA-Impfstoffen gilt, die das entscheidende Werkzeug im Kampf gegen Corona sind, will nur eines – den Menschen helfen. Vor allem auch denen, die in wirtschaftlich unterprivilegierten Ländern leben.

Wie hat es ein kleiner Realschüler zum Gründer einer heute so erfolgreichen Firma gebracht?

Es war ein langer Weg. Aber steinige Wege zeichnen mich aus. Vielleicht hätte ich gar nicht gegründet, wenn ich mir nicht immer alles hätte erkämpfen müssen – gern abseits vom Mainstream. Der Rest meiner Kommilitonen ging zum Beispiel in die USA – und ich nach Indien. Ich habe mich irgendwie darin gesonnt, einsame Pfade zu nehmen, die andere nicht gegangen sind. Das zieht sich durch mein ganzes Leben.

Welchen Tipp haben Sie für junge Leute, die in Ihre Fußstapfen treten möchten?

Überlege es Dir genau: Gehe ich dahin, wo alle lang gehen – oder in Richtungen, die noch keiner gegangen ist? Suche das Pionierhafte. Wenn man es als junger Mensch erfolgreich schafft, sich durchzubeißen, gibt einem das unheimlichen Auftrieb, der einem hilft, in der Zukunft Probleme zu umschiffen oder zu lösen.

Sie wollten mit CureVac als Erstes einen Impfstoff gegen Tollwut entwickeln. Tollwut ist in Deutschland aber etwa so aktuell wie die Pest, kein Mensch sieht darin ein Investment, mit dem sich

Immer wollte der Technologie-Fan sein Unternehmen CureVac großmachen – und hat es geschafft. / Bild: privat

Geld verdienen lässt. Wie haben Sie sich also als Firma finanziert?

Das war schwierig. Wir waren bei allen Investoren, die man so kennt und ich hätte sie schütteln können: Kapiert doch endlich, was wir da machen. Aber die haben sich gar nicht darauf eingelassen. Wir haben uns dann entschieden, unternehmerisch zu handeln und unsere entwickelte RNA selbst an Labore und Unternehmen verkauft. Für uns war wichtig, keine komische Startup-Klitsche zu sein, sondern uns von Anfang an mit Kunden auseinanderzusetzen. Gleichzeitig konnten wir daraus lernen. Unser Hauptziel war es nicht, die Welt retten, sondern unsere Kunden zufriedenzustellen. Wir haben gedacht, unsere Stunde schlägt schon noch.

Wie viele Stunden haben Sie, Herr Hoerr am Tag gearbeitet? Sie hatten ein Unternehmen zu führen, Sie hatten Ihre Forschung und parallel dazu Meetings mit potenziellen Investoren…

Sehr viele. Der Spirit hatte mich total durchdrungen. Ich habe alles persönlich genommen. Wenn ich abgeblitzt bin bei Investoren, dann war das ein Anti-Ingmar-Hoerr-Ergebnis. Ich war CureVac. Auf der anderen Seite war mir irgendwann klar, dass ich delegieren muss. Ich habe mir einen DIN A 4-Zettel genommen, mich in die Mitte geschrieben und darum einen Stern gemacht. Was für Fähigkeiten brauche ich, die mich komplettieren? Mir war klar: Ich bin kein Finanztyp und kein Wissenschaftler. Ich bin Gründer. Die guten Leute, die die eigenen Schwächen kompensieren, damit man sich auf seine Stärken fokussieren kann, sind sicher einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Firma.

Gründungsfoto / Bild: privat

Wie bekommt man eigentlich einen Termin bei einem Investor wie Bill Gates?

Man fängt immer klein an und darf nicht zu versessen darauf sein, von heute auf Morgen mit Elan Musk, Bill Gates oder Dietmar Hopp zusammen zu kommen. Man muss Netzwerke gründen. Deswegen sage ich auch jedem Gründer: Geht ungerichtet auf Messen und Gründerkonferenzen und redet mit irgendwelchen Leuten. In einen Small Talk bei einer Konferenz zu kommen, halte ich für viel wertvoller, als vorne ans Pult zu gehen, wo Bill Gates spricht. Den wird man nicht kriegen, weil tausend Leute das Gleiche vorhaben, deshalb bleibt man besser am hintersten Tisch und guckt auf den, der neben einem sitzt. Diese Leute sind die Wichtigeren. Ich glaube, dass jeder von uns über höchstens fünf Kontakte Bill Gates kennt. Man sollte darauf vertrauen, dass das Glück einem begegnet, wenn man sich öffnet und locker bleibt.

Wie pflegen Sie Ihr Netzwerk, Herr Hoerr?

Man darf da nicht zu ungestüm sein. Die wichtigen Leute sind umgeben von Menschen, die unbedingt etwas wollen. Ich glaube, man muss sich um den Menschen an sich kümmern und darf dabei nicht immer eine Agenda im Hinterstübchen haben. Die Persönlichkeit muss sich erst öffnen – und dann entstehen freundschaftliche Verhältnisse, in denen man sich immer wieder sieht oder einen E-Mail-Austausch hat. Man muss sich den Luxus leisten, das Netzwerk zu pflegen. Und dann bekommt man auch seine Audienz bei Bill Gates.

In Ihrem Fall in einem Heizungskeller in Paris…

Das war schon ein bisschen merkwürdig. In unserem digitalen Zeitalter wollte er ein Print-Handout. Mit diesem Ausdruck sind wir dann in den Keller eines Hotels geführt worden. Wir dachten, da will uns jemand veraschen. Aber Bill Gates saß da – direkt im Heizungskeller an einem Tisch. Ich habe natürlich einen Pitch gemacht, aber er wollte den ganzen Einführungskram gar nicht wissen und ist sofort auf Seite 13 oder 14 gesprungen, direkt zu den Daten. Wir sind mühsam hinterhergehoppelt. Und die ganze Zeit hat er keine Mine verzogen. Wir haben erst Tage später erfahren, dass er mitmacht.

Sie wurden im März 2020 durch eine Hirnblutung in dem Moment aus dem Alltag gerissen, als der Startschuss für den Corona-Impfstoff ertönte: Wie hat es sich angefühlt, im großen

CureVac The RNA Printer® V2.0 Tübingen Die besondere Technologie macht den Impfstoff CureVac auch für ärmere Länder attraktiv. / Bild: CuraVac

Moment Ihrer Firma nicht dabei zu sein?

Ich hatte riesige Probleme mit mir selbst, deswegen habe ich das gar nicht so mitgekriegt. Mit hat erst im Juni gedämmert, was draußen los ist. Ich war im Delir und damit quasi in meinem eigenen Lockdown. CureVac konnte nicht auf mich warten. Ich war ein Schatten meiner selbst und hatte große Gedächtnisprobleme. So jemand kann keine Firma leiten.

Was hat Ihnen die Kraft gegeben, sich wieder ins Leben zurück zu kämpfen?

Ich habe immer gekämpft. Nur ging es dieses Mal nicht um irgendwelche Projekte, sondern um mich. Als ich noch nicht reden konnte, habe ich meine Frau lautlos angeschrien: „Ich muss was machen, ich muss kämpfen, das geht so nicht.“ Die Ärzte sagen, dass ich eine ganz geringe Chance zu überleben hatte, sie wundern sich wirklich, dass ich es geschafft habe. Aber ich habe meine ganze Energie darauf verwendet.

Ihre Prioritäten haben sich bestimmt verschoben, oder?

Nicht nur meine Prioritäten, sondern auch mein Lebensziel. Ich wollte immer CureVac groß machen und bin dabei fast draufgegangen. Mein Fokus liegt jetzt auf meiner Familie und mir. Wir holen nach, was wir jahrelang nicht gemacht haben. Ich war nie daheim, sondern auf der ganzen Welt unterwegs. Jetzt für meine sieben Jahre alten Zwillinge da zu sein, ist ein ganz wesentlicher Punkt. Ich freue mich, dass ich das noch rechtzeitig realisiert habe – und nicht erst, wenn meine Söhne in die Pubertät kommen und fragen: Wo war denn der Vater?

Viele Unternehmer denken, Work-Life-Balance ist eher ein Erfolgs-Verhinderer…

Es braucht immer die Grenzerfahrung. Wenn ich die Grenzen nicht spüre, dann weiß ich, ich bin noch nicht weit genug gegangen. Man muss dahin, wo es wehtut. Ich mache gerade Reha-Sport, da ist es genauso – sonst bringt es nichts….

 

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Frank S. Jorga – Co-CEO und Gründer WebID Solutions GmbH / Foto: WebID Solutions GmbH

Wenn du Gründergeist in dir hast, dann gründe

Er gründete mit seinem Bruder 1986 im jugendlichen Alter von 17 Jahren sein erstes Unternehmen, um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben. Frank S. Jorga und sein Bruder Sven beschäftigten sich mit Videoanimation, benötigten für eine Sekunde Film fünf Stunden Rechnerzeit und waren damit damals technisch ziemlich weit vorn. Als ersten Kunden konnten sie immerhin Fielmann gewinnen.

Später lernte er im Silicon Valley, kehrte nach Deutschland zurück und entwickelte noch später die allseits bekannte Video-Identifikation, die heute bei der Online-Eröffnung von Bankkonten oder Online-Brokern wie Trade Republic zum Einsatz kommt. Als gebürtiger Lübecker ist Frank Jorga mit seiner Heimat im Norden verbunden und hat Standorte in Kiel, Hamburg und Berlin eröffnet. Sein Hochsicherheits-Video-Call-Center befindet sich in Solingen. Zuletzt gelang ihm der Einstieg vom Finanzinvestor AnaCap zur weltweiten Expansion. Frank S. Jorga führt seinen eigenen Podcast, in dem er mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen zu aktuellen Streitthemen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Technologie und Kultur in spannende Pro-Kontra-Diskussionen geht.

 

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere? Und warum?
Das Highlight meiner bisherigen Laufbahn war, als mir die Lösung zweier Probleme gelang, die mich beruflich schon lange beschäftigt hatten: Inmitten des beginnenden Online-Zeitalters musste man immer noch mit seinem Ausweisdokument persönlich erscheinen, wenn es um Identifikationen im hochsicheren Bereich ging. Und für eine rechtsgültige Unterschrift musste man einen Papiervertrag handschriftlich unterzeichnen. Diese „Offline-Einschränkungen“ wollte ich abbauen. Deshalb habe ich nach Feierabend, viele Nächte lang, aus technologischer und rechtlicher Sicht an einer Lösung gearbeitet. Eines Tages war es soweit. Ich hatte einen theoretischen Ansatz entwickelt, der meines Wissens weltweit ein Novum darstellte. Danach begannen die nächsten Schritte: Unternehmensgründung, Patentanmeldung und vieles mehr.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Meine Stärke ist mein breites Know-how, das ich bereits vor der Gründung meines Unternehmens im Rahmen von Studium und Beruf erworben habe. So bin ich nicht nur Volljurist und Betriebswirtschaftler, sondern habe auch Expertise in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Vertrieb. Alles zusammengenommen hat aus WebID ein erfolgreiches Unternehmen werden lassen. Ich war sicher nicht der erste, der die Idee hatte, Online-Identifikation anzubieten, oder elektronische Unterschriften für die breite Masse anbieten wollte. Aber dank meiner Kenntnisse entstanden tragfähige und rechtssichere Lösungen. Und es entwickelte sich ein Unternehmen, das profitabel arbeitet und ohne Investor groß geworden ist.

Was raten Sie einem (jungen) Menschen der Erfolg haben möchte?

Drei Dinge würde ich nennen:
1. Wenn du Gründergeist in dir hast, dann gründe.
2. Such dir Gründer, die zu dir passen. Eure Zielrichtung muss fachlich UND kulturell identisch sein.
3. Fokussiere dich nicht auf soziales Ansehen oder Geld, sondern darauf, was du mit Leidenschaft machen möchtest.

Was treibt Sie beruflich weiter voran?
WebID steht für ein erfolgreiches Unternehmen „made in Germany“. Diese Erfolgsgeschichte möchte ich weiter ausbauen. Ich mag mein Heimatland und möchte deshalb dazu beitragen, dass

Die Brüder Sven Jorga (links), CTO von WebID, und Frank S. Jorga (rechts), CEO von WebID, gehörten zum Gründerteam von WebID.

Deutschland vorankommt und die Innovationen unseres Wirtschaftsstandorts international Verbreitung finden.
Dazu soll auch WebID beitragen. Zunächst ist es unser Ziel, WebID zum Unicorn zu machen, und danach zu einer globalen Marke.

An welchen Orten finden Sie neue Inspiration? Woraus schöpfen Sie Kraft bzw. was ist Ihr Ausgleich zur täglichen Arbeit?
Die Insel Hiddensee ist ein magischer Ort für mich. Dort habe ich viele Ideen entwickelt und es werden dort sicherlich auch noch weitere entstehen. Leider bin ich viel zu selten auf der Insel, wo es so entspannend ist. Niemand interessiert sich für Business, sondern nur dafür, wo es den nächsten Fisch gibt. Außerdem bin ich ein enthusiastischer Kinogänger und Film-Fan. Ich gehe durchaus auch alleine in die Spätvorstellung, um einen Film zu sehen. Filme ermöglichen es einem, andere Themen einzublenden.

Was ist ein Must-Have in ihrem Beruf?

Ganz klar: Leidenschaft für sein Business.

Können Sie Ihr Erfolgsgeheimnis für uns zusammenfassen?

Ein starker Wille, Dinge neu zu denken und zu verändern, gepaart mit der Überzeugung, dass sich 99,9 % aller Herausforderungen meistern lassen. Mit dieser Herangehensweise konnte ich einen Umstand verändern, der bis dato allgemein als unveränderbar galt: Die Notwendigkeit, sich persönlich mit einem Ausweis zu identifizieren und Verträge handschriftlich zu unterzeichnen. All das ist heute nicht mehr notwendig. Die Menschen müssen nicht mehr durch die Gegend laufen, um ihre Identität nachzuweisen. Außerdem sparen wir tonnenweise Papier.

Was, glauben Sie, ist die wichtigste Eigenschaft, die erfolgreiche Menschen heute brauchen?
Wer Erfolg haben möchte, braucht eine ganz klare Struktur. Außerdem ist ein starker Um- und Durchsetzungswillen notwendig. Dazu kommt eine Vision, Leidenschaft und ein Quäntchen Glück.

Was macht in Ihren Augen eine gute Führungskraft aus?
Zunächst muss dir klar sein: Du hast schon verloren, wenn du versuchst, der beliebteste Mensch im Unternehmen zu sein. Außerdem sollte eine gute Führungskraft keine übermäßige Kontrolle ausüben. Das gängelt die Mitarbeiter und erstickt die Motivation. Wichtig ist außerdem die Fähigkeit, passende Mitarbeiter für das Unternehmen auszuwählen und Talente zu fördern. Nicht zuletzt sollten moderne Führungskräfte in der Lage sein, Verantwortung abzugeben und Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen.

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Erfolg ist für mich, Platz in meinem Terminkalender freizuräumen

Er ist Deutschlands Vordenker, wenn es darum geht „Die besten Mitarbeiter zu finden und zu
halten“. Prof. Dr. Jörg Knoblauch ist geschäftsführender Gesellschafter eines mittelständischen Unternehmens, vielfach ausgezeichnet z. B. als das bestgeführte Kleinunternehmen Deutschlands mit dem „Best Factory Award“ und hat 2002 mit seiner Firma den Ludwig-Erhard-Preis-Wettbewerb gewonnen.

Auch als Buchautor ist er sehr erfolgreich. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft in den USA, gründete er 1987 die Firma tempus, um „die christliche Variante eines Zeitplaners” zu etablieren. Nun ist der Unternehmer und Referent überall in Deutschland unterwegs und zeigt in seinen Vorträgen, dass Erfolg keine Wunschvorstellung bleiben muss und wie Firmen pragmatisch und konstruktiv zum Erfolg gebracht werden können.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Weltliche Erfolge kommen und gehen. Wirklicher Erfolg muss einen Ewigkeitswert haben. Dazu gehört es, Frieden zu schließen mit Menschen – und mit Gott.

Was wollten Sie als Kind werden und warum?
Unternehmer! Ich wollte nicht die Logomotive fahren, wie die anderen Jungs, ich hätte lieber die Ticketpreise festgelegt und die Fahrzeiten optimiert. Vor allem aber wollte ich selbst über meine Zeit und Tätigkeit bestimmen und mir keine sinnlosen Beschäftigungen vorschreiben lassen. Davon gab es im Kindergarten leider eine ganze Menge. Die Kindergartenzeit war eine Qual – für alle Beteiligten. Eines Tages schrieb die Kindergärtnerin frustriert einen Zettel, klebte ihn mir auf und sagte: Deine Mutti soll das lesen. Auf dem Zettel stand: „Behaltet das Kind zu Hause! Es kann keinen Zweizeiler memorieren und keine fünf Buntstifte auseinanderhalten!“

Was war für Sie ausschlaggebend bei Ihrer Berufswahl?
Wenn du zwei linke Hände hast, dann bleibt nur das Studium …

Was waren für Sie bisher Ihre wichtigsten Karriere-Schritte?
Mein Auslandsstudium in den USA. Aufgewachsen in einem beschaulichen schwäbischen Örtchen kam ich in dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Gefühl der Freiheit, das ich hier kennen- und lieben gelernt habe, hat mir noch einmal bestätigt, dass ich nicht für die Enge eines Nine-to-five-Jobs geschaffen bin. Heute mache ich zum Beispiel Innovationsreisen für mittelständische Unternehmer ins Silicon Valley, aber auch nach China und Israel. Nicht denkbar ohne mein Studium in den USA.

Was ist bislang das persönliche Highlight Ihrer Karriere?
Vor einigen Jahren: Speaker bei der Daimler Europa-Konferenz in Salzburg. Vor so vielen einflussreichen Menschen zu sprechen und zu erleben, wie sie sich mitreißen lassen, ist schon ein tolles Gefühl. Heute: Ich leite Mastermind-Gruppen in ganz Deutschland. Mittelständische Unternehmer treffen sich mehrfach jährlich zur kollegialen Beratung.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die auch für Ihren Erfolg maßgeblich sind?
Ich bin hartnäckig, zäh und kann mich durchbeißen. Ich kann allerdings auch loslassen, ohne Verbitterung. An einer guten Idee dranzubleiben, auch wenn es anstrengend wird, aber auch bereit zu sein, loszulassen, wenn es Zeit ist, einen anderen Weg weiterzugehen – das hat sich bei mir als gute Kombination erwiesen.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Karriere-Weg?
Ja und Nein. Mir hat es immer Spaß gemacht, Dinge aufzubauen und gleichzeitig Menschen zu fördern. Am Ende solcher Prozesse stand dann manchmal aber eine Trennung oder Abspaltung – weil der Mentor nicht mehr notwendig war oder plötzlich als Last empfunden wurde. Das schmerzt auf der persönlichen Ebene. Aber ich kann mich gut auf die sachliche Ebene konzentrieren und mich darüber freuen, dass Unternehmungen und Projekte, die von mir aufgebaut wurden, bis heute erfolgreich weitergeführt werden – wenn auch ohne mich.

Was war die größte Schwierigkeit, die Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg überwinden mussten?
Ich habe ein Ingenieurstudium begonnen und auch erfolgreich beendet – um dann noch einmal komplett von vorne anzufangen, weil mir klar geworden war, dass ich falsche Schwerpunkte gesetzt hatte: Ich wollte ja nicht in die Entwicklungsabteilung, sondern in die Unternehmensleitung. Ich wollte nicht mit Zahlen arbeiten, sondern mit Menschen.

Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten, der Erfolg haben möchte?
Finde heraus, wo dein Herz schlägt, was deine Stärken sind – und umgib dich mit den richtigen Leuten.

Wobei haben Sie außerdem gerne Erfolg?
Ein ganz persönlicher Erfolg ist für mich, wenn es mir gelingt, Platz in meinem Terminkalender freizuräumen für Gebetszeiten und gemeinsame Stunden mit gleichgesinnten Unternehmern.

Was treibt Sie beruflich weiter voran?
Ich arbeite leidenschaftlich gern und ich liebe es, mit meinem tollen Team Ideen umzusetzen. Das hält mich jung. Außerdem will ich immer besser werden und von anderen lernen. Benchmarking spielt eine große Rolle in meinem Leben.

Was ist ein Must-Have in Ihrem Beruf?
Man muss auch mit schwierigen Persönlichkeiten auskommen können.

Was ist für Sie Luxus?
Gesund aufstehen und arbeiten zu können ist Luxus und Glück pur. Jeder Tag ist ein Geschenk.

Können Sie Ihr Erfolgsgeheimnis für uns zusammenfassen?
Ora et labora (bete und arbeite).

Was glauben Sie ist die wichtigste Eigenschaft die erfolgreiche Menschen heute brauchen?
Fleiß, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Demut.

Welche Ziele in puncto Erfolg setzen Sie sich für die Zukunft?
Ich habe noch zwei Bücher im Kopf und freue mich über die vielen Projekte, die wir in meinem Unternehmen umsetzen. Aber ich bin jetzt über 70. Es braucht dann auch Zeit, sich aufs Sterben vorzubereiten.

Seien Sie gespannt, welche spannende Persönlichkeit in den nächsten Tagen folgt! Alle anderen Interviews finden Sie hier.

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Gisbert Brunner ist Uhrenjournalist seit 1981 und Autor von rund dreißig Uhrenbüchern. Seine Beiträge zeichnen sich durch profundes Wissen und ein echtes technisches Verständnis aus, die online u. a. auf Uhrenkosmos zu finden sind. Fotos: © Lang & Heyne

Erfolgreich mit tradierter hoher Uhrmacherkunst, die heute selten geworden ist.

Gisbert Brunner über den Erfolg der Uhrenmanufaktur Lang & Heyne

Ausgewiesenen Kennern sind die Armbanduhren von Lang & Heyne selbstverständlich ein Begriff. Allerdings bleiben diese Zeitmesser mit feinen Manufakturkalibern bei vielen ein ewiger Wunschtraum. Vorzügliches ist bekanntlich rar.

Die Uhren von Lang & Heyne sind ausgesprochen selten. Per annum entstehen in Dresden weniger als 100 Exemplare. Hier heißt es geduldig zu warten, bis der bestellte Zeitmesser endlich eintrifft. Was sie für ihr gutes Geld erwarten dürfen, wissen die Kunden sehr genau. Lang & Heyne liefert nur eigens entwickelte Kaliber auf höchstem Niveau. Uhrwerke mit einer Wertschöpfung von 90 Prozent im eigenen Haus, die in kleinen Ateliers und familiärer Atmosphäre nach allen Regeln überlieferter Handwerkskunst entstehen. Umfangen von Gehäusen, welche dem Anspruch an das konventionell tickende Innenleben, mit und ohne unterschiedlichste Komplikationen, keinen Deut nachsteht. Am Handgelenk betrachtet vermitteln die Uhren die Erkenntnis, dass das Ganze weitaus mehr ist als die Summe seiner Teile.

Die Kreationen sollen überlieferten handwerklichen Kriterien genügen. Seit der Gründung 2001 bis heute musste man diese überlieferten Werte nicht preisgeben. Darunter zählen das Gewand aus angeriebenem Silber und das aus hartem Roségold gefertigte Räderwerk, ganz so wie in den alten Taschenuhren von damals. Bei der Feinbearbeitung und Assemblage duldet die kleine aber feine Manufaktur keine Kompromisse. Die Politur der Stahlteile erfolgt nach guter alter Sitte. Durch die Verwendung von Zinnplatten entsteht der berühmte schwarz wirkende Hochglanz. Bei der Teileform geht es einzig und allein um die Ästhetik und nicht um die Ökonomie bei deren Finissage. Aus diesen Gründen verbringen die Handwerker in den kleinen Ateliers oft Tage damit, bis alle Komponenten die gewünschte Perfektion erhalten haben. Erst dann kann sich ein Uhrmacher an die Montage machen. Bis zum ersten Tick-Tack bleiben alle Schritte einer Person vorbehalten.

Lang & Heyne beweist damit nicht nur ein außergewöhnlich hohes handwerkliches Geschick, sondern auch Flexibilität. Diese erlaubt es, weitere Sonderwünsche wie zum Beispiel spezielle Gravuren nach Rücksprache mit großer Freude zu erfüllen.

Dr. Dejan Hušman hat mit seinem Start-up denovoMATRIX Großes vor. Foto: © Oliver Killi

Stammzellen für alle!

Noch ist denovoMATRIX eine kleine Firma mit fünf Mitarbeitern, aber Geschäftsführer Dr. Dejan Hušman hat große Pläne: Der 31-Jährige will mit seinem Start-up dabei helfen, Stammzellen im großen Stil zu züchten. Damit könnte sein Unternehmen sehr viele Leben retten.

Was genau – für Laien erklärt – machen Sie bei denovoMATRIX?
Wir haben eine Technologie entwickelt, mit der sich Stammzellen viel leichter züchten lassen. Therapien, die mittels dieser Zellen beispielsweise Blut-, Haut- oder Augenkrankheiten heilen, sind ein Trend in der Medizin. Sie ersetzen immer häufiger klassische Medikamente. Wissenschaftler arbeiten auch daran, Organe aus Stammzellen zu drucken. Allerdings war es bisher schwierig, sie massenhaft in hoher Qualität zu züchten. Das Problem konnten wir lösen: Wir haben eine chemische Beschichtung für Laborbehältnisse entwickelt, die die Bedingungen nachbildet, in denen die Zellen im Körper wachsen.

Gab es Rückschläge?
Ja – als wir neue Teammitglieder an Bord geholt haben. An den Punkt zu kommen, dass wir zusammen gut funktionieren, hat uns Monate gekostet – viel länger als gedacht. Es dauert, bis man lernt, seine Aufgaben im Start-up selbst zu definieren, da potenziell viele Wege zum Ziel führen.

Werden Sie ab und zu von Existenzsorgen geplagt?
Unser Glück ist, dass wir denovoMATRIX in Deutschland gegründet haben und nicht in einem Land, in dem Investoren nichts davon halten, wenn sich die Gründer ein angemessenes Gehalt zahlen. Trotzdem mussten wir durch die Coronakrise den Gürtel enger schnallen und Opfer bringen, die unser Team und die Familien der Gründer mittragen mussten. Es ist toll, wie sehr uns alle unterstützen. Ich würde behaupten, wenn es zu Hause nicht passt, kann man nicht erfolgreich sein. Egal, was man beruflich macht.

Sie sind gerade Papa geworden: Wie vereinbaren Sie Beruf und Privatleben?
Jaja, die Work-Life-Balance… Ich muss zugeben, dass ich sehr auf meine Arbeit fokussiert bin. Meine Freundin versteht das zwar, aber ich will bewusst versuchen, jetzt auch der Familie mehr Raum zu geben.

Warum lohnt es sich, in denovoMATRIX zu investieren?
Wir haben uns in einer Marktnische positioniert, die bisher unbeachtet geblieben ist – dabei ist sie entscheidend für die Zukunft der Stammzellentherapie. Aus unserer Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, wann der Sektor vollkommen erforscht sein wird. Dann schlägt unsere Stunde: Wir bei denovoMATRIX haben den Markt verstanden und haben die richtigen Kontakte, deshalb glauben wir an unseren Erfolg.

Mit 16 Jahren gründete Josef Brunner sein erstes Unternehmen. © Josef Brunner privat

„Scheitern ist keine Option“

3.000 Mark haben Josef Brunners Eltern in ihren Sohn investiert – er wollte einen Computer zum Programmieren haben. Das Geld war knapp, aber der Junior wurde unterstützt. Daraufhin beendete Brunner die Schule und gründete mit 16 Jahren sein erstes Unternehmen. Über zwanzig Jahre später hat Brunner zig Unternehmen gegründet und gewinnbringend weiterverkauft. Das Investment seiner Eltern war gut angelegt. Doch was treibt einen 16-Jährigen dazu, schon so früh zu gründen?

„Mein Antrieb war der Schmerz. Meine Eltern waren selbstständige Bäcker und wurden damals von Backshops und Supermärkten wegdisrupiert. Daraus ist ein Schmerz entstanden, meine Eltern scheitern zu sehen“, sagt Brunner. Das war sein Antrieb, zu starten. Die Armut und der Schmerz sind tatsächlich etwas, das sich gerade Tech-Unternehmer teilen, wenn es ums Starten geht. „Das Ganze positiv kanalisiert, gibt einem die Energie, immer noch einen Schritt weiterzugehen und härter zu arbeiten“, erklärt Brunner.

Josef Brunner hatte schon sehr früh die Passion zum Programmieren entwickelt. Darum waren seine ersten beiden Unternehmen wohl auch auf IT-Sicherheit spezialisiert. „Das war damals ein Markt, den es noch gar nicht gab. Dementsprechend hatte ich keine Konkurrenz, konnte mich austoben und mein Hobby monetarisieren.“ Das war eine sehr glückliche Fügung für den Jungunternehmer, weil das Timing einfach passte. „Ich hatte wahnsinnig viel Glück.“

Mit 16 Jahren startete Brunner als Unternehmer. Dafür hat er seine Schullaufbahn frühzeitig beendet. „Mit 18 konnte ich meinen Eltern ein Haus kaufen. Das ist für mich immer noch das schönste, weil sie da heute noch drin wohnen und ich ihnen die 3.000 Mark verzinst zurückgeben konnte.“ Den Eltern ein Zuhause zu geben – nachdem sie ziemlich hart getroffen wurden.

Josef Brunner schwimmt auf der Erfolgswelle. Oberflächlich betrachtet. „Rückschläge gibt es jeden Tag“, sagt Brunner – und moniert zugleich, dass oft eine überromantisierte Start-up-Welt konstruiert werde. „Das ist total irreführend bei der Betrachtung der neuen Unternehmergeneration.“ Für ihn sei es schön, dass sich viele junge Leute für die Selbstständigkeit entscheiden würden, aber nachdem medial immer nur das Positive am Unternehmertum ausgebreitet werde, hätten seiner Meinung nach viele keine Vorstellung, worauf sie sich tatsächlich einlassen.

Darum ist Josef Brunner auch als Mentor aktiv und begleitet Menschen in die Selbstständigkeit. „Es gibt diesen “Make it or break it“-Moment im Unternehmertum. Da muss man entscheiden, ob das Ziel es einem wert ist, eine Bibliothek an Narben am Rücken zu sammeln.“ Brunner spricht von Rückschlägen, die einen verändern – auch charakterlich. Aber Rückschläge formen eben auch den Unternehmer. „Ich finde die gut, weil dadurch viel Energie freigesetzt wird. Aber man muss schon so ehrlich sein, dass nicht alles Sonnenschein ist.“

Wenn die Sonne bei Brunner gerade nicht scheint, geht er in die Berge zum Krafttanken. Der Unternehmer wandert gerne, egal zu welcher Jahreszeit und nach Möglichkeit jedes Wochenende. „Je weniger Menschen unterwegs sind, desto besser.“ In den Bergen, bei langen Touren, findet er Inspiration und Erdung zugleich. „Wenn ich im Winter irgendwo in den Bergen bin, dann merke ich, dass die Welt da draußen sehr, sehr hart ist. Das rückt die Sachen wieder in die richtige Perspektive.“

Apropos Perspektive – die Weitsicht hat Brunner manchmal gefehlt. Darum hat er sich gerne an die Hand nehmen lassen. „Ich hatte drei wichtige Mentoren, die mich letztendlich dahin geführt haben, wo ich heute bin. Sonst hätte es vielleicht auch ganz anders ausgehen können.“ Tom Noonan habe ihm den Schubs gegeben, sich mehr Marketing und Vertriebs-Know-how anzueignen, und ihm gezeigt, wie wichtig Firmenkultur und ein Wertesystem sind. John Chambers habe seinen Fokus auf Markttransformationen gelegt.
Von Renate Kerscher

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success nachlesen!

Er möchte einer der Pioniere einer neuen Richtung der Medizin sein, der Plasmamedizin. Fotos: Kim Pottkämper

„Geht nicht“ – geht bei ihm gar nicht

Dr. Carsten Mahrenholz hat mit seinem Start-up Coldplasmatech chronischen Wunden den Kampf angesagt. Der vielfach ausgezeichnete Gründer ist getrieben vom Ehrgeiz, zu beweisen, dass nichts unmöglich ist.

Was genau macht Ihre Firma?
Am einfachsten kann ich das mit Raumschiff Enterprise erklären: Da gibt es den Dermal Regenerator – ein Handgerät, dass mit blau leuchtenden Strahlen Wunden verschließt. Im Prinzip haben wir genau so etwas entwickelt. Das blaue Leuchten ist in Wirklichkeit allerdings lila und die Technologie dahinter heißt kaltes Plasma. Es handelt sich hierbei um ein aus sich selbst heraus leuchtendes Gas, das im Gegensatz zu den in der Natur vorkommenden, heißen Plasmen kalt erzeugt wird. Wenn es mit Zellen in Kontakt kommt, werden biochemische Prozesse in Gang gesetzt. Bei behandelten Wunden wird das umliegende Gewebe besser durchblutet, das Immunsystem wird angeregt und die Zellen fangen an, sich zu bewegen. Man löst also Wundheilungsprozesse aus. Das funktioniert sogar bei chronischen Wunden.
Es gibt ein weiteres, großes Problem in Krankenhäusern: multiresistente Keime – und sogar hier liefern wir die Lösung. Bakterien und Pilze, die mit kaltem Plasma in Berührung kommen, sterben ab. Unser Unternehmen hat diese Technologie natürlich nicht erfunden, aber wir haben – in Form von Wundauflagen – einen Applikator dafür gebaut. Das war der Schritt, den dieses tolle Verfahren gebraucht hat, um vielen Patienten zu helfen. Unsere Wundauflage kann das kalte Plasma großflächig erzeugen – in nur zwei Minuten Therapie. Für den Behandler ist die Anwendung einfach, er muss eigentlich nur noch auf einen Knopf drücken.

Wie ist die Aufteilung bei Ihnen und Ihrem Mitgründer Tobias Güra – gesellt sich bei Ihnen Gleich und Gleich gern oder ziehen sich eher Ihre Gegensätze an?
Ich bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, der mich ergänzt. Ich bin der extrovertierte Stratege, der unkonventionell ist und Sachen komplett neu denkt. Aber diese Eigenschaften sind auch die Grundlagen für meine Schwächen, die wiederum die Stärken von Tobias sind. Er ist viel besser im Mirkomanagement und hat das Auge für einzelne Prozesse. Gemeinsam trauen uns die Mitarbeiter und Partner zu, dass wir die ganz großen Räder drehen.

Was bedeutet für Sie Erfolg?
Sobald ich weiß, dass ich ein Ziel erreichen werde, ist es für mich nur noch ein Meilenstein zum nächsten, größeren Ziel. Ich erlaube mir relativ selten Erfolgsgefühle. Aber vielleicht blicke ich ja irgendwann zurück und kann sagen, dass ich etwas zum Positiven verändern konnte. Bei aller Ernsthaftigkeit und Erfolgsdiskussion ist mir wichtig, das Spielerische zu erhalten. Neben meinem Schreibtisch steht zum Beispiel die Millennium Falcon aus Lego, die ich in Telefonkonferenzen weiterbaue.

Hatten Sie je Existenzängste?
Für mich sind Situationen, in denen andere schlottern würden, eher interessante Herausforderungen. Ich habe Spaß daran, Krisen zu lösen. Es gab mal eine Situation, die war bezeichnend: Eine meiner Freundinnen leidet unter unglaublicher Flugangst. Als wir zusammen Langstrecke geflogen sind, hatte ich sie panisch erwartet, aber sie saß völlig entspannt neben mir – sie sagte mir, der Gedanke beruhige sie, dass ich aufstehen und den Flieger landen würde, sollten beide Piloten ausfallen. Wahrscheinlich hat sie recht damit, das klingt nach mir.

Hat man Ihnen je eine gewisse Hybris unterstellt?
Nein, ich erhebe mich ja nicht über andere. Aber ich habe durchaus eine Aufgabe, bei der Selbstbewusstsein und Sicherheit gefordert sind. Ich bin überzeugt von mir und den Entscheidungen, die ich treffe – das muss ich auch sein. Mein Beruf bringt ständig Situationen mit sich, in denen ich im übertragenen Sinne vor dunklen Räumen stehe, ohne zu wissen, was mich darin erwartet. Von mir wird aber verlangt, dass ich mich dort auskenne und mir sicher bin, wie es darin aussieht, wenn ich das Licht anschalte – bisher hat das auch funktioniert, deswegen folgen mir Leute in diesen Situationen.

Haben Sie eine Freundin oder Kinder?
Ich habe verschiedene Beziehungsformen gelebt und bin jetzt bei einer beeindruckenden Frau an meiner Seite angekommen, die mich auf allen Ebenen ergänzt. Manchmal als Unterstützerin, manchmal als Gegenpart. Aktuell habe ich noch keine Kinder, aber ich freue mich schon jetzt darauf, meinem Nachwuchs die Welt zu zeigen.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success nachlesen!

Die Coronakrise hat viele in Bedrängnis gebracht. Um die Politik auf die Notsituation der Busbranche aufmerksam zu machen, hat Julien Figur im Mai 2020 eine Busdemo in Hamburg organisiert. Hier sieht man Julien Figur beim Einweisen von Reisebussen. Es waren 150 Busse. Foto: © Constantijn Gubbel bei der Demo in Hamburg dabei.

Einfach losfahren

Mit „Hanse Mondial“ einfach losfahren mit wenig Aufwand – das verspricht Firmengründer Julien Figur seinen Kunden. Zusammen mit seinem Bruder Chris und zwei Freunden, Emmanuel Stover und Tobias Warnecke, lenkt er die Full-Service-Mobilitätsagentur für europaweite Buslogistik sicher und souverän. Auch in schwierigen Zeiten bleibt der 33-Jährige ruhig am Firmensteuer: Obwohl die gesamte Branche wegen Corona in Schieflage geriet, steht die Ampel für die Hamburger Agentur weiterhin auf Erfolgskurs.

Das Coronavirus hat den Alltag aller drastisch verändert, sogar ganze Wirtschaftszweige in die Knie gezwungen. Die Reisebranche wurde durch das Virus an die Wand gefahren. Eine schwierige Zeit auch für Julien Figur. Er nutzte die Zeit, ins Team zu investieren, Prozesse und Strukturen aufzusetzen. Auch sein Netzwerk baute er aus. Denn statt eine eigene Busflotte aufzubauen, setzt „Hanse Mondial“ auf ein bundesweites Netzwerk aus über 1.000 Bus- und Reiseunternehmen, deren Reisebusse und Limousinen er im Auftrag seiner Kunden mietet und einsetzt. Egal, ob jemand komplexe Touren und Routen, regelmäßige Transfers und Shuttlefahrten oder einfache Transfers von A nach B braucht, egal, ob es sich um fünfzig Personen oder 50.000 handelt – Julien Figur und sein Team kümmern sich darum, dass am gewünschten Tag alle pünktlich, sicher und bequem ihr Ziel erreichen. Und auch noch nachhaltig. Gerade das ist Julien Figur wichtig. Denn das Coronavirus zwinge uns zum Umdenken, sagt er.

„Wir müssen nachhaltiger leben und unsere Einstellungen überdenken.“

Unser aller Ziel müsse sein, der nächsten Generation die Erde wohlbehalten zu übergeben. „Aber dafür müssen wir uns und unser gesellschaftliches Verhalten tatsächlich ändern.“

Mobilität, Reisen und Umweltschutz, passt das überhaupt zusammen? Für den 33-Jährigen keine Frage: Wer statt ins Auto in den Reisebus steigt, um von A nach B zu kommen, ist klimaschonend unterwegs, belastet die Erde im Vergleich zum Pkw mit nur einem Viertel an CO2-Ausstoß pro Kilometer. Deshalb will Julien Figur noch viel mehr Menschen dazu bewegen, auf den Reisebus umzusteigen. Im Gespräch mit ihm wird deutlich, wie sehr ihn das Thema Nachhaltigkeit umtreibt. Während des Lockdowns hat er den Podcast „Mobilität der Zukunft“ gestartet. In dem Podcast diskutieren Experten, Meinungsführer und Unternehmer darüber, wie sich Mobilität im Hinblick auf Digitalisierung und Umweltschutz verändern wird. Mit dabei waren bereits Interviewgäste wie z. B. Nachhaltigkeitsaktivist Marc Buckley, Zukunftsforscher Dr. Stefan Carsten und CDU-Politiker Dr. Christoph Ploß. „Die Zukunft sieht in meinen Augen so aus, dass der Mobilitätsmix im urbanen und ländlichen Raum digital und on demand über das Smartphone buchbar sein wird. Die Buslogistik der Zukunft ist autonom“, ist Julien Figur überzeugt. Und genau diese Vision treibt ihn an.

Inspiriert hat ihn sein früherer Chef, ein Visionär. „Von ihm habe ich unglaublich viel gelernt“, sagt Julien Figur. In die Firma kam er eher zufällig. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er berufsbegleitend BWL und heuerte bei einem Unternehmen an, dass Busse vermietet. Für ihn goldrichtig, wie sich herausstellte. Er konnte viele Erfahrungen sammeln und eigenverantwortlich arbeiten. „Allerdings habe ich schon in der 8. Klasse immer gesagt, ich will später mein eigener Chef werden“, erinnert sich Julien Figur. Im USA-Urlaub kam er zur Ruhe, dachte viel nach. Am Sandstrand von Florida trifft er eine Entscheidung: „Ich mache mich selbstständig.“ Er wollte nicht wie sein Vater in einem „Konzerndschungel gefangen die Karriereleiter hochklettern“. Sein Vater habe zwar in den Augen vieler Menschen Erfolg gehabt, aber „er war nie wirklich frei“. Aber gerade das ist für Julien Figur die Definition von Erfolg: Freiheit, zum Beispiel die Freiheit, eigene Ideen und Visionen umzusetzen.

Er sagt: „Erfolg messe ich nicht an der Größe eines Hauses, an der Anzahl schneller Autos oder anhand des Bankkontos.“
Von Claudia Rothhammer

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Sein Arbeitsplatz sind die Wälder Brandenburgs

Christian Wegner wollte Lehrer werden. Daraus ist nichts geworden. Stattdessen hat er „momox“ gegründet, eine An- und Verkaufsbörse für gebrauchte Bücher. Mittlerweile hat der 41-Jährige die Anteile an seinem Unternehmen, das auf 1500 Mitarbeiter und 250 Millionen Euro Umsatz gewachsen war, extrem erfolgreich verkauft und ist an etwas – noch geheimen – Neuen dran.

Wie startet man ein Unternehmen wie Ihres?
Ich brauche eine Vision, um etwas zu starten. Eine Vision ist für mich ein Film, den man immer und immer wieder im Kopf abspult und der starke Emotionen in einem weckt. Ich sage bewusst „Film“, weil das nicht so esoterisch besetzt ist wie „Traum“.

Worum gehts in Ihrem persönlichen Film?
In meiner Vision dreht sich alles um die Verwertung nicht mehr benötigter Dinge. Ich will dazu beitragen, dass so viele Dinge wie möglich, die derzeit irgendwo verstauben, wieder in den Warenkreislauf gelangen. Ich will erreichen, dass eines Tages genauso viele Sachen gebraucht wie neu gekauft werden und dass möglichst viele Menschen vom Handel damit leben können. Das treibt mich an. Die Angebote, die es gibt, sprechen noch immer nicht genug Menschen an. Das will ich ändern. Ein bisschen ist mir das mit „momox“ bereits gelungen. Aber es gibt natürlich nicht nur Bücher, die irgendwo nutzlos rumliegen. Die meiste Arbeit liegt daher noch vor mir. Sicher gibt es spannendere und größere Filme. Aber das ist eben meiner.

Wie schwer fiel Ihnen der Abschied von Ihrem Baby „momox“?
Schwerer als ich dachte, leichter als man im Allgemeinen denken würde.

Warum haben Sie sich dazu entschieden?
Es war notwendig, weil ich gemerkt habe, dass ich mich in einer Sackgasse befinde. Ich konnte mich nicht mehr verwirklichen, meine Ideen waren nicht mehr gefragt. Aber es war eine tolle Zeit für mich und ich habe unendlich viel gelernt.

Hatten Sie Angst vor dem „Danach“?
Nein, das „Danach“ war mein nächstes Zwischenziel.

Sie gründen gerade eine neue Firma, können Sie schon ein bisschen was verraten?
Erst einmal noch nicht. Wenn ich etwas mache, das nicht funktioniert, lerne ich, dass es so nicht geht und dass ich es anders probieren muss, was dann wiederum ein Schritt nach vorn ist. Aber natürlich ist mir sowas peinlich und unangenehm, weil es stigmatisierend ist. Deshalb lege ich erst einmal los und posaune es nicht rum. Gerade wenn man schon einmal Früchte geerntet hat wie ich, ist die Erwartung, dass man ein kleiner Zauberer ist, bei dem immer alles klappt. Das ist natürlich Quatsch. Aber ich spiele das Spiel mit und versuche, alles was nicht klappt, zu verbergen.

Alles hat angefangen, weil Sie dringend ein bisschen Geld brauchten und sie online Bücher weiterverkauften. Heute haben Sie reichlich Polster. Wie ist Ihr Verhältnis zu Luxus und Vermögen?
Wenn man kein Geld hat, dann will man unbedingt welches haben. Ist man dann reich, stellt man fest, dass sich nicht wirklich viel ändert. Wenn man sich alles leisten kann, wird es wieder langweilig. Plötzlich fängt man dann an, Second Hand zu shoppen und einen Kleinwagen zu kaufen. Am Ende kommt dann irgendwie jeder, der viel Geld hat, zu dem Schluss, dass Geld aber schon auch gut ist und dass es wichtig ist als Brennstoff für Dinge, die man noch vorhat. Ein Unternehmen kann oft schneller mit Geld wachsen als ohne.

Was war Ihre erste große Anschaffung, die Sie sich gegönnt haben?
Ein gebrauchter Mercedes AMG C63. Das Auto hat sechs Monate gehalten, bevor ich es mit 120 km/h gegen die Leitplanke gesetzt habe. Ich hatte einen Schutzengel. Das Auto hatte keinen.

Gab es Rückschläge auf Ihrem Weg zum Erfolg?
Linearität gibt es nicht. Ständig klappen Dinge nicht. Ständig geht was schief. Ständig gibt es Probleme, die man lösen muss. Das ist Tagesgeschäft. Das gehört dazu.

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Er revolutioniert mit seiner Plattform „Appinio“ die Marktforschung: Jonathan Kurfess. Fotos: © Karsten Eichhorn

Revolution der Marktforschung

Jonathan Kurfess ist einer von „30 unter 30“, die unsere Zukunft gestalten. Das sagt das Forbes-Magazin. Keine Frage: Der 30-jährige Hamburger hat das Potenzial dazu, die Marktforschung zu revolutionieren. Er kann Unternehmen in wenigen Stunden sagen, wie ihre Zielgruppen ticken. Vorbei die Zeiten, in denen man drei Monate auf ein Ergebnis warten musste. Mit seiner Plattform „Appinio“ erreicht er sogar Zielgruppen, die für klassische Marktforschung kaum noch erreichbar sind: zum Beispiel Millennials.

Wer etwas verkaufen möchte, muss wissen, wie seine Zielgruppe tickt. „Leider ist Marktforschung nicht nur extrem wichtig, sondern auch unverhältnismäßig aufwendig und teuer“, sagt Jonathan Kurfess und denkt dabei an seine Zeit bei einem großen Konsumgüterhersteller. Während er BWL studierte, arbeitete er berufsbegleitend im Marketing. Und hier dauerte es oft Monate, bis ein Marktforschungsinstitut Ergebnisse lieferte, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden. „Ein sehr langsames und träges System“, fand er. Mit 22 Jahren kam er auf die Idee, eine digitale Plattform zu entwickeln, die Marktforschung automatisiert und digitalisiert und somit auch schneller und günstiger ist.

Doch für seine Idee interessierte sich niemand in der Firma. Nach seinem Bachelorabschluss kündigt er, meldet sich arbeitslos. „Das war ein krasser Schritt für mich.“ Ein Jahr gibt er sich Zeit. Mit einem Freund, dem jetzigem CTO, entwickelt er die Plattform in einer kleinen Abstellkammer in Hamburg. Anfangs wird er noch von Marketingprofis belächelt, wenn er die Plattform auf Events vorstellt. Heute, sechs Jahre später, hat er über 700 Firmen in seiner Kundendatei. „Die Hälfte der DAX-Konzerne nutzen Appinio“, freut sich Jonathan Kurfess über seinen Erfolg.

Von Claudia Rothhammer

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Lukas Mielke gründete bereits als Elftklässler sein erstes Unternehmen. Foto: privat

Ein Höhenflug muss nichts Schlechtes sein

2010 galt Lukas Mielke als Deutschlands jüngster Unternehmer. In der elften Klasse gründete er seine erste Firma, vertrieb Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel. Mit 18 Jahren hatte er 40 Mitarbeiter und den Traum von einer Weltumsegelung. Heute – mit 29 Jahren – hat der Berliner sein Unternehmen längst gewinnbringend verkauft und unterstützt als Investor Startups mit seinem Wissen.

Sie waren extrem jung, als Sie Ihre erste Million verdienten. Hatten Sie irgendwann einen Höhenflug?
Ja, aber ein Höhenflug, der nicht mit Arroganz einhergeht, kann auch zu irrsinnigen und abwegigen Gedankengängen führen, die wiederum in revolutionären Geschäftsideen münden.

Was war Ihre erste große Anschaffung?
Zu Schulzeiten wollte ich immer ein BMW-Cabrio haben. Das habe ich mir gekauft und schnell zu Schrott gefahren. Heute zählt für mich mehr die Möglichkeit, etwas kaufen zu können, wann immer ich möchte.

Wo liegt unternehmerisch Ihr Ziel?
An etwas Großem teilzuhaben, das für die Gesellschaft von Nutzen ist. Deshalb investiere ich in innovative Startups. Neben der finanziellen Beteiligung gibt mir das die Möglichkeit, an vielen verschiedenen Visionen mitzuarbeiten. Das ist eine unglaublich erfüllende Tätigkeit.

Mussten Sie Rückschläge einstecken?
Es gab Zeiten, da führte auch das hundertste Kundengespräch nicht zum Abschluss, der beste Mitarbeiter hat die Firma verlassen und der Kontostand wurde immer niedriger. Einmal hätte mich ein falsch kalkuliertes Geschäftsmodell fast meine Existenz gekostet. Aber auf jeden Rückschlag folgt irgendwann Erfolg.

Von Johanna Reichert

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Langjährige Freunde und Geschäftspartner: 2009 stieg Benjamin Heindl (re.) bei IServ ein. Bilder: © Alexandra Siering

Der Chef, der das Leergut sortiert

Vor zwanzig Jahren, als Jörg Ludwig noch die Schulbank drückte, entwickelte er einen Schulserver, räumte damit bei „Jugend forscht“ ab und stellte anschließend das Unternehmen IServ auf die Beine, das seither kontinuierlich wächst. Corona ließ dieses Wachstum explodieren.

Herr Ludwig, wie haben Sie Ihre Leidenschaft fürs Programmieren entdeckt?
Technik hat mich schon immer fasziniert. Als ich in der dritten Klasse war, habe ich einen alten Heimcomputer von meinem Opa geschenkt bekommen, angefangen zu programmieren und mich dazu entschieden, dass ich Informatiker werden will.

 

Woher weiß ein Drittklässler, wie man programmiert?
Ich habe mir ein Buch aus der Bücherei geholt und mich da reingefuchst. Ich hatte außerdem das Glück, dass meine Mutter Informatik studiert hat. Die hat mir ein paar Tipps gegeben. Heute geht man ins Internet und findet Anleitungen. Damals war das schwieriger. Zusammen mit ein paar Kumpels habe ich versucht, Spiele zu programmieren. Aber das war natürlich superrudimentär im Vergleich zu 3D-Spielen von heute.

Programmieren Sie heute immer noch selbst?
In den ersten zehn Jahren von IServ war ich alleine für das Programmieren verantwortlich, nebenbei aber auch für Vertrieb, Marketing, Support und Schulungen. Jetzt geht es um Organisation, Personal und Strategie. Meine tägliche Arbeit hat sich langsam vom eigenen Handeln hin zum Management verschoben.

Vermissen Sie es, selbst Hand anzulegen?
Tatsächlich schon. Das Schöne am Programmieren ist, dass ich am Ende des Tages ein Ergebnis sehe. Jetzt schicke ich zehn E-Mails raus und bekomme vielleicht zwei Wochen später eine Rückmeldung. Ich führe unheimlich viele Gespräche, bei denen man nie genau weiß, was sich daraus entwickelt. Ich stelle mich dieser Herausforderung auch gern, aber am Ende des Tages mit einem konkreten Ergebnis nach Hause zu gehen, fehlt mir schon. Aber: Ich sortiere in der Firma gerne das Leergut ein. Da kann ich in Ruhe mal zehn Minuten Flaschen sortieren und sehe hinterher ein Ergebnis. Das ist immer ganz nett.

Was macht in Ihren Augen ein gelungenes Management aus – wie leiten Sie Ihr Team?
Ich versuche, die Mitarbeiter für meine Ziele zu gewinnen und lasse sie selbst die richtigen Lösungen finden. Ich gebe lediglich meine Vision vor, bei der Umsetzung lasse ich den Programmierern freie Hand. Man kann nicht alles selbst machen. Muss man auch gar nicht. Andere Leute können andere Dinge auch wesentlich besser als ich. Ich versuche, meinen Mitarbeitern viel Wertschätzung zu zeigen und Verantwortung zu übermitteln. Man muss den Leuten dann aber auch zugestehen, dass mal Sachen schiefgehen. Ich habe den Vorteil, dass mein Team superengagiert ist und sich sehr viel Mühe gibt. Da klappen Sachen dann eben auch.

Das klingt, als wäre IServ ein ziemlich eingeschworener Haufen, oder?
Ja. Wir frühstücken jeden Morgen zusammen und treffen uns auch außerhalb der Arbeitszeiten zu Spieleabenden. Ich würde mal ganz platt sagen: Ich stelle die Leute in der Regel nach Sympathie ein, weniger nach fachlicher Qualifikation. Natürlich muss am Ende beides zusammenspielen, aber ein klarer Lebenslauf ist für mich nicht entscheidend. Ich will Leute, die für das Thema brennen und Bock darauf haben. Ob sie im Studium die besten Noten hatten, spielt für mich keine Rolle.

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Er macht Pflege(n) leichter

Unsere Gesellschaft wird immer älter – das macht Pflege zu einem zentralen Zukunftsthema. Dr. Alexander König will mit den Assistenz-Systemen seines Start-ups Reactive Robotics das Leben der Patienten und auch der Pflegenden erleichtern. Der 41-jährige Gründer hat in Amerika studiert und war als Postdoktorand sogar an der renommierten Harvard Medical School tätig. Da ist es logisch, dass sein nächstes Ziel ist, auch den US-Markt zu überzeugen.

Wie genau funktionieren Ihre Assistenz-Roboter?
Wir wollen Pflegekräfte und Therapeutinnen in Ihrer Arbeit unterstützen. Dafür haben wir eine Art Exoskelett – eine äußere Stützstruktur – erfunden, die robotisch-assistierte Frühmobilisierung ermöglicht. Die Patienten können in einem speziell entwickelten Intensivbett eine Gangtherapie machen, ohne das Bett verlassen zu müssen. Studien zeigen, dass sich die Liegezeit und das Risiko von Sekundär-Komplikationen dadurch verringert. Bisher wäre diese Therapie aber bei Schwerbetroffenen manuell nur mit hohem Personalaufwand und hoher körperlicher Belastung für die Pflegekraft möglich gewesen. Durch unser System kann sie jetzt durch nur eine Person und ohne großen Kraftaufwand umgesetzt werden.

Was sind die größten Schwierigkeiten in Ihrer Branche?
Bis man ein Produkt in der Realität ausprobieren kann, können Jahre vergehen. Wir haben fast fünf Jahre gearbeitet, bevor wir den ersten Patienten therapieren konnten. Das Medizinproduktegesetz erlaubt Tests mit einem unfertigen, nicht zertifizierten Produkt nur in extrem begrenzten Umfang, also entwickeln die meisten Firmen zu Ende und stellen sich dann erst dem Markt und der Realität. Bis dahin muss man durchhalten.

Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe von Secrets of Success lesen.