Dr. David Matusiewicz

"Erfolg ist kein Ziel, es ist dein System"

Prof. Dr. David Matusiewicz verantwortet als Dekan den Hochschulbereich Gesundheit & Soziales und leitet als Direktor das Forschungsinstitut für Gesundheit & Soziales (ifgs) an der FOM Hochschule – einer der größten Hochschulen in Europa. Darüber hinaus ist er Gründer der DXM Group, die nicht nur für seine Initialen, sondern auch für Digitale Medizin steht. David ist Keynote Speaker, Moderator, Autor, Kolumnist und Herausgeber und zählt zu einer der bekanntesten Stimmen der Digitalen Gesundheit im DACH-Raum.

Kannst du deinen Werdegang in wenigen Worten beschreiben?

Ja, gerne. Ich bin 1984 – im Jahr es Dystopie – in der Nähe von Katowice in Oberschlesien geboren als Sohn einer Goldschmiedefamilie. Ich bin klassisch ein Arbeiterkind mit Migrationshintergrund, was für mich nie eine große Rolle gespielt hat. Und heute bin ich 40 Jahre alt, mache seit 20 Jahren Digitale Medizin und feiere gerade mein 10-jähriges Jubiläum als Professor an der FOM Hochschule. Ich bin zum einen Wissenschaftler und zum anderen Unternehmer und ein großer Freund davon, beide Welten zu verbinden.

Wie kommt es, dass du bereits jetzt schon über 30 Bücher und über hundert Publikationen geschrieben bzw. herausgebracht hast?

Wir leben in einer digitalen Welt. Die Dienstleistungen, die ich täglich erbringe wie Vorlesungen oder Vorträge, kann man nicht anfassen. Ein Buch ist ein schönes postdigitales Produkt. Etwas, was man in der Hand hält. Es ist auch gleichzeitig ein in sich geschlossenes Netzwerk, welches durch neue Autoren immer erweitert wird. Ich versuche damit auch Themen zu setzen und mich an neue Diskurse heranzuwagen. Ein Buch ist für mich am Ende auch ein „Wortkunstwerk“, das inspirieren soll. So wie ihr euer Magazin sicher auch seht.

David, du wirst auch deswegen neben deinen anderen vielen Tätigkeiten als die Stimme der Digitalen Gesundheit in Deutschland gehandelt. Denn du beschäftigst dich nicht erst jetzt mit dem Thema, sondern bist vielmehr ein Pionier der Digitalen Gesundheit und bist drangeblieben. Woher kommt das Engagement für den Bereich?

Ich habe 10 Monate als Zivildienstleistender in der Schwerstbehindertenbetreuung gearbeitet, ähnlich wie im Film „Ziemlich beste Freunde“, und neben der Forschung rund sieben Jahre in der gesetzlichen Krankenversicherung. Meine größte Motivation sind jedoch eigene Erfahrungen als Angehöriger und Patient. Ein präventives, digital vernetztes Gesundheitswesen ist mein Ziel, doch wir sind noch weit davon entfernt. Für mich gibt es daher viel zu tun – aus reziprokem Altruismus, aber auch aus Eigeninteresse, da ich unser aktuelles System als „krankes Krankheitssystem“ empfinde.

Das ist eine starke Motivation. Kannst du unseren Lesern verraten, an welchem Buch du derzeit arbeitest?

Sehr gerne, es ist ein Leidenschaftsthema mit einem ungewöhnlichen Titel:  „Der Kühlschrank, der dich auf Diät setzt – lustige Geschichten zu deinem Alltag mit Künstlicher Intelligenz“. Das Buch erscheint im Forward Verlag und kann bereits vorbestellt werden. Es geht darum, den Menschen die Angst vor Künstlicher Intelligenz (KI) zu nehmen – in humorvollen Kurzgeschichten aus ihrem Alltag, wie Technologien für smarte Toiletten, wissbegierige Kühlschränke oder selbst fahrende Autos unseren Alltag erleichtern können. „Tech for Good“ soll dabei nicht nur unser Leben und Gemeinwohl verbessern, sondern auch Spaß machen.

Kannst du uns zum Abschluss deine „Secret Sauce“ für deinen Erfolg verraten?

Erfolg ist kein Ziel, es ist dein System. Es ist die tägliche Routine und ein inkrementeller Weg. Das Weiterkommen spürt man nicht täglich, doch es summiert sich.   DM